bookmark_borderAlles "relativ" .... (1)

Ein guter Freund aus Über­see schrieb mir vor ein paar Jah­ren, daß er sei­ne - vom Vater geerb­ten - 20 (!) Dop­pel­häu­ser ver­kauft und 'einen guten Schnitt' gemacht habe .... seit­her küm­mer­te er sich dar­um, das Ver­mö­gen sicher anzu­le­gen .... er war u.a. in Neu­see­land, schau­te sich dort um und woll­te auch dort­hin 'aus­wan­dern' ....

Vor zwei Mona­ten bekam ich ein Mail:
Er müs­se sich dem­nächst einer Ope­ra­ti­on unterziehen.
In der ihm eige­nen humor­vol­len Art schrieb er, 'der Chir­urg wer­de sei­ne Ana­to­mie neu arran­gie­ren' ....

Er ist nun wie­der zu Hau­se, erholt sich von einer Spei­se­röh­ren- / obe­res Magend­rit­tel-Ope­ra­ti­on.

Vor dem Hin­ter­grund sei­ner schwer­wie­gen­den, lebens­be­droh­li­chen Erkran­kung wur­de mir klar, wie dank­bar ich jeden Tag sein kann, daß ich - außer den typi­schen alters­be­ding­ten Zip­per­lein - kei­ne (lebens-) bedroh­li­che oder chro­ni­sche Krank­heit habe ....

Wie schon ein­lei­tend vermerkt:
Alles rela­tiv ....

bookmark_borderEinkauf mit "Murphy" ....

Ich habe an man­chen Tagen mehr­fach Ver­wen­dung für die Mur­phy-Zita­te - und nut­ze sie auch, heu­te, nein, eigent­lich gestern, also Sonn­abend, beim Ein­kau­fen gera­de wieder ...:

Erst kommt zu dem einen Wagen vor mir ein zwei­ter Wagen hin­zu - der Ehe­mann hat den zwei­ten Wagen fast so voll wie sei­ne Frau ihren, also 'rich­tig' voll, bis oben zum Rand (!) - "Hal­lo, ach, las­sen Sie mich 'mal durch zu mei­ner Frau ...." und ich hat­te gedacht "nur ein Wagen vor Dir, das geht schnell ...."
Pustekuchen!
Zu allem Über­fluß waren auch noch 'emp­find­li­che' Deko-Arti­kel dabei, die wur­den gaaa­anz vor­sich­tig aufs Band gelegt und die Kas­sie­re­rin war auch so behut­sam wie nie .... alles in allem waren an der zwei­ten Kas­se schon mehr­fach so vie­le Leu­te durch ....

Da konn­te ich mir nicht ver­knei­fen zu dem (natür­lich mit Geld­kar­te - dau­ert ja auch nur wenig län­ger - zah­len­den) Ehe­mann zu sagen:
"Mur­phy hat wie­der zugeschlagen
- Immer an der Kas­se, an der Du stehst dau­ert es am längsten ...." 

Gut, daß es Mur­phy gibt, sonst wäre ich schon manch­mal etwas deut­li­cher, viel­leicht auch lau­ter und unfreund­li­cher geworden
- und das ist ja eher 'kon­tra­pro­duk­tiv' ....

Es war wahr­haf­tig ein "Rie­sen­ein­kauf" - der Typ hat €138,20 bezahlt .... ach ja, hat­te ich ganz ver­ges­sen, "Treue­punk­te" - er, etwas spitz, weil sie ihn nicht gefragt hat­te, zur Ver­käu­fe­rin: "Wir sam­meln die Treuepunkte!"

Das hat den Vor­gang noch etwas län­ger gestaltet.
Aber ich hab' mir die Gesich­ter gemerkt - hin­ter denen stell' ich mich bestimmt nicht mehr an ....

bookmark_borderEs rächt sich ....

wenn man drin­gen­de Auf­räum­ar­bei­ten ver­schiebt, weil man glaubt noch drin­gen­de­re Arbei­ten erle­di­gen zu müs­sen - plötz­lich kommt ein Umzug dazwi­schen, kei­ne Zeit zu sor­tie­ren, alles in eine Kiste - und dann fängt der Ärger rich­tig an:

Eine wich­ti­ge Unter­la­ge wird gesucht .... bloß wo?

Zu vie­le Kisten,
zu viel Papier,
und immer noch zu wenig Zeit ....

Beim näch­sten Mal wird alles anders ...!

Wie hieß doch gleich das Sprich­wort dazu?

Es ist bes­ser Zäu­ne zu bauen,
als Hüh­ner ein­zu­fan­gen!

* edit * (25.06.)
Ich könn­te - gefühlt - so zwi­schen 20 und 100 Hel­fer brauchen ....
beim Räumen.

* 2. edit * (26.06.)
Das Cha­os lich­tet sich - es wird hell am Ende des Tunnels ....

bookmark_borderMüßiggang ....

ist ja bekannt­lich aller Laster Anfang - lie­be Leser­schaft, und daher hat­te ich heu­te auch eine - im Hau­se zu erle­di­gen­de Auf­ga­be .... es muß­ten die zwei am Sonn­abend - so neben­bei - gekauf­ten Fahr­rä­der vom Zustand "vor­mon­tiert" in den Zustand "gebrauchs­fer­tig" gebracht wer­den .... leich­ter gesagt als getan, denn in sol­chen Fäl­len stellt man immer wie­der fest:
Egal wie­viel Werk­zeug man 'sein eigen' nennt, im ent­schei­den­den Moment - und die­ser Moment lag genau heu­te Vor­mit­tag so gegen 11:00h, natür­lich weit ent­fernt von allen Öff­nungs­zei­ten ein­schlä­gig ver­sor­gen­der Geschäf­te, vor - ist es nie aus­rei­chend .... Ent­we­der fehlt ein Innen-Sechs­kant-Schlüs­sel, auch INBUS genannt, oder er ist beim letz­ten Ver­leih des Werk­zeugs (was man des­we­gen bei der näch­sten Anfra­ge mit sehr gemisch­ten und zwie­späl­ti­gen Gefüh­len erin­nert) irgend­wie abhan­den gekom­men - natür­lich ohne nach­träg­li­che Mit­tei­lung durch den Aus­lei­her(!) - sodaß es nun, im ent­schei­den­den Moment fehlt und das Wei­ter­ar­bei­ten nahe­zu unmög­lich erschei­nen läßt .... Oder man hat in der erfor­der­li­chen Grö­ße nur Ring- und kei­ne Maul­schlüs­sel, was den Ein­satz einer Was­ser­pum­pen­zan­ge nötig macht, die - wie ein­ge­weih­te Heim- und son­sti­ge Werk­er wis­sen - das ent­spre­chen­de Werk­stück mit häß­li­chen Mar­ken, Rie­fen und Krat­zern ver­se­hen, was natür­lich die Halt­bar­keit - wegen der nun vor­han­de­nen Rost­ge­fahr (die Ober­flä­che war ja bis­lang 'ver­chromt') - extrem erhöht ....
Doch ein Heim­wer­ker wäre kein Heim­wer­ker fän­de sich nicht eine Lösung, die zwar zwei­te oder drit­te Wahl ist, aber den­noch zum gewünsch­ten Ergeb­nis führt - ich reka­pi­tu­lie­re noch­mal, falls Sie bis hier­her ver­ges­sen haben soll­ten um was es eigent­lich ging: Her­stel­lung der Betriebs­be­reit­schaft - auch mit "gebrauchs­fer­tig" umschrie­ben - von zwei Fahr­rä­dern, genau­er: einem Damen- und einem Herrenrad) ....

Kurz zusam­men­ge­faßt:
Man kann jetzt - natür­lich nach­ein­an­der oder getrennt - jedes der bei­den Fahr­rä­der benut­zen und den Anfor­de­run­gen der StVO ist in meh­rer­lei Hin­sicht auch Rech­nung getragen ....

bookmark_borderWenn ich nicht verheiratet wäre - ....

und noch eine Part­ne­rin suchen müß­te - gäbe es ein paar Kri­te­ri­en, die ich 'mal etwas flap­sig als "Aus­schluß- oder KO-Kri­te­ri­en" bezeich­nen will .... wel­che Kri­te­ri­en das sind?
Na, zum Bei­spiel wür­de ich kei­ne Part­ne­rin haben wol­len die 

  • an einer Ampel den Knopf mehr als ein­mal drückt .... 
  • zu jedem Paar Schu­he die pas­sen­de Hand­ta­sche braucht .... 
  • mehr als 10 Minu­ten über Nich­tig­kei­ten am Tele­fon plaudert .... 
  • zum Aus­wech­seln einer Glüh­bir­ne den Elek­tri­ker anruft .... 
  • kei­ne Gebrauchs­an­wei­sun­gen liest und daher z.B. öfter eine neue Wasch­ma­schi­ne braucht, weil sie über Jah­re das Flu­sen­sieb nicht sau­ber gemacht hat .... 

Aber gott­lob bin ich ja verheiratet ....

bookmark_borderMit Abnahme ....

der letz­ten Weih­nachts-Deko und ein­packen in die Kisten mit Aufschrift

  • "Weih­nacht - Lichterketten", 
  • "Weih­nacht - Kugeln + Baum­de­ko" sowie 
  • "Weih­nacht - Krip­pe etc."

ist die übli­che Wohn­zim­mer-Ord­nung wie­der hergestellt.
Zwei rote Glas­ku­geln sind im Müll gelan­det. Sie paß­ten vom Farb­ton nicht zu den rest­li­chen roten Kugeln und wur­den daher nur für die­se Sai­son - unter Vor­be­halt der Ent­sor­gung unmit­tel­bar nach Weih­nach­ten - gedul­det. Die Weih­nachts-Sai­son 2005/2006 ist offi­zi­ell und end­gül­tig beendet.
Sagt mei­ne Frau.

Zugleich wird mir unter­sagt, eine Kosten-Nut­zen-Rech­nung für Weih­nach­ten anzustellen ....

bookmark_border17 Weihnachtskarten ....

ste­hen - in stum­mer Ankla­ge gegen mich - noch immer auf mei­nem Schreib­tisch. Dort wer­den sie wohl bis Weih­nach­ten 2006 war­ten müs­sen, um dann - anders als in die­sem Jahr - in die Welt hin­aus zu gehen ....

Eine Ent­schul­di­gung für die­ses säu­mi­ge Ver­hal­ten habe ich nicht vor­zu­brin­gen. Wohl aber kann ich behaup­ten, mit Vie­len, nein, den Mei­sten, die sonst eine Kar­te bekom­men hät­ten, zu Weih­nach­ten per­sön­lich gespro­chen zu haben.

Gilt das mög­li­cher­wei­se als Aus­gleich für unter­las­se­ne Schreibarbeit?

* edit *
Haben Sie auch Weih­nachts­kar­ten bekom­men, auf denen ein Auf­druck "Fröh­li­che Weih­nach­ten und ein gutes Neu­es Jahr" stand - und dann noch innen: "wünscht Dir xyz"?

Sol­che Kar­ten hät­te man bes­ser sein lassen ....

bookmark_borderUnter Alkohol ....

lösen sich die Hem­mun­gen - der Stu­ben­hocker wird zum Con­fé­ren­cier, alte Freund­schaf­ten wer­den in Fra­ge gestellt, neue Alli­an­zen geschmie­det, der Ver­klemm­te spielt den Charmeur ....

Allem gemein­sam ist die Ver­gäng­lich­keit des Augenblicks:
Nur für kur­ze Zeit rele­vant, für die Zeit des ange­neh­men Anflu­tens von Alko­hol im System, das Bar­rie­ren bricht und tie­fe Abgrün­de oder völ­lig unbe­kann­te Sei­ten von Men­schen sicht­bar wer­den läßt ....

Nicht, daß sie jetzt denken:
Ein War­ner, ein Spiel­ver­der­ber, ein Neidhammel ....
Nein, ganz im Gegenteil:
Ich fin­de es ist ab und an nötig, ein Ven­til zu schaf­fen, her­aus­zu­las­sen was sich über län­ge­re Zeit ange­staut hat, den Frust über Unzu­läng­lich­kei­ten für eini­ge Stun­den zu vergessen ....

Eine klei­ne Ein­schrän­kung gibt es aber doch. Nichts "geht von selbst weg", nichts "ver­schwin­det über Nacht"
- Pro­ble­me blei­ben Pro­ble­me, die einer Lösung bedürfen
- Alko­hol ver­schafft ledig­lich eine Aus-Zeit ....