bookmark_border* for free ! *

Seit Jah­ren schon beob­ach­te ich ver­schie­de­ne Fir­men die Soft­ware *gra­tis* zum down­load zur Ver­fü­gung stel­len - ein­zi­ge Bedin­gung ist:

"Kei­ne gewerb­li­che Nutzung!"

Seit eben­so­vie­len Jah­ren fra­ge ich mich, ob sich die Prü­fung "gewerb­lich ja? / gewerb­lich nein?" über­haupt 'rech­nen' kann - min­de­stens bei sehr häu­fig benutz­ten Pro­gram­men stel­le ich mir den Auf­wand grö­ßer vor als den Nutzen ....

bookmark_borderEine milde Gabe, bitte ....

Kürz­lich war zu lesen, daß die Ver­le­ger in Deutsch­land für ihren "Qua­li­täts­jour­na­lis­mus" Geld brau­chen um in Zukunft 'bestehen' zu kön­nen - und dann war sofort von einer bun­des­ein­heit­li­chen Abga­be die Rede:
"Lei­stungs­schutz­recht", eine Abga­be auf gewerb­li­che PCs.

Da den­ke ich als 'guter' Staats­bür­ger doch gleich über wei­te­re Abga­ben für die staats­tra­gen­den und Poli­ti­ker­macht-erhal­ten­den Insti­tu­tio­nen nach:

  • Eine Abga­be für die Tele­kom, weil die Zahl der Fest­netz­kun­den seit Jah­ren sinkt und sie mög­li­cher­wei­se ihre Auf­sichts­rä­te und Vor­stän­de gerin­ger bezah­len müßten .... 
  • Gebüh­ren für alle Aus­wan­de­rungs­wil­li­gen, die den Par­tei­en zuflie­ßen soll­ten, weil sie unter Mit­glie­der­schwund lei­den. weil die Aus­wan­dern­den ab Weg­zug hier als Mitglieder/Zahler aus­fal­len - oder soll­te man ihr gesam­tes Ver­mö­gen ein­zie­hen, dann kön­nen sie 'mal sehen wie so ein Neu­an­fang in der Frem­de sich anfühlt ...?
  • Eine Gen-Pool-Gebühr die dem Gesund­heits­fonds zufließt, weil 
    • Men­schen ohne Kin­der,
      den Gen-Pool reduzieren .... 
    • Men­schen mit Kin­dern,
      den Gen-Pool genutzt haben ....
    • Men­schen mit mehr als fünf Kin­dern
      den Gen-Pool "exzes­si­ver" Nut­zung unter­zie­hen .... dafür gibt es einen Aufschlag ....

Wer hat noch eine gute "Steu­ern- und Abgaben-Idee"?
Nichts wie her damit, der Staat lei­det Not, am Ende müs­sen noch Ban­ken schließen ....

bookmark_borderDas große Schweigen ....

liegt über dem Land ....

" .. Läss­li­che Sün­de ist nach tra­di­tio­nel­ler katho­li­scher Leh­re eine Sün­de, die nicht zur ewi­gen Ver­damm­nis führt – und sich somit von einer Tod­sün­de unterscheidet .. "
 
Wei­ter heißt es bei WIKIPEDIA:

" .. Eine Tod­sün­de liegt nicht vor, wenn einer der fol­gen­den Punk­te zutrifft:

1. Es han­delt sich nicht um eine gewich­ti­ge Sache.
2. Man war sich des Bösen nicht voll bewusst.
3. Die Tat war nicht völ­lig frei­wil­lig, es lag inne­rer oder äuße­rer Zwang vor .. " 

Wie außer­or­dent­lich praktisch;
Alle Even­tua­li­tä­ten schon ein­kal­ku­liert "inne­rer oder äuße­rer Zwang", das trifft ja wohl in 100% aller Fäl­le zu - die Täter in all den auf­ge­deck­ten Miß­brauchs­hand­lun­gen kom­men sogar noch in den Him­mel, denn sie han­del­ten ja zwei­fels­frei unter ZWANG ....

Ist es außer mir noch Jeman­dem auf­ge­fal­len, daß die Poli­tik - die sonst bei klein­sten Anläs­sen "Feu­er, Mord und Brand!" schreit - selt­sam still ist in die­sen Tagen?


Sie­he zum The­ma auch:
"Dem Rei­nen ist alles rein"

bookmark_borderWeniger kann oft mehr sein!

Anstatt sich andauernd/ausdauernd zu 'quä­len' - also tag­täg­lich ein inten­si­ves Lauf­pen­sum zu absol­vie­ren - kann es bes­ser und gesund­heit­lich loh­nen­der sein nur ab und zu ein beson­ders gestal­te­tes Trai­ning durchzuführen.
Ein Aus­zug aus dem Ori­gi­nal­text:
 


The usu­al excu­se of "lack of time" for not doing enough exer­cise is blown away by new rese­arch published in The Jour­nal of Physiology.

The stu­dy, from sci­en­tists at Canada's McMa­ster Uni­ver­si­ty, adds to the gro­wing evi­dence for the bene­fits of short term high-inten­si­ty inter­val trai­ning (HIT) as a time-effi­ci­ent but safe alter­na­ti­ve to tra­di­tio­nal types of mode­ra­te long term exer­cise.
Asto­nis­hin­gly, it is pos­si­ble to get more by doing less!


 

[Quel­le]
 

bookmark_border"Experten" ....

- die in Wahr­heit "Lob­by­isten" sind - über­schwem­men die Bun­des- und Lan­des­re­gie­rungs­sit­ze in Scha­ren .... es fehlt an "neu­tra­lem Sach­ver­stand", der sich der drän­gen­den Pro­ble­me der Gesell­schaft annimmt.

Hier ein Aus­zug aus einem klu­gen Arti­kel zur Refor­mie­rung der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung - nur wird er bedau­er­li­cher­wei­se gera­de von Poli­ti­kern aller Cou­leur nicht gele­sen wer­den die etwas ändern könn­ten - und inhalt­lich bestimmt von Jenen abge­lehnt, die durch eine Reform ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren fürch­ten (könn­ten) und natür­lich die gro­ße Grup­pe der "Besitz­stand­wah­rer", sprich den vie­len mitt­le­ren 'öffent­lich Bedien­ste­ten' die sich jahr­zehn­te­lang durch nichts ande­res ihr Geld ver­die­nen als dadurch, daß sie 'das Maul hal­ten' und ihre Jah­re bis zum Ruhe­stand 'den Hosen­bo­den glatt­scheu­ern' .... sie 'ver­wal­ten' etwas, von dem sie selbst weder betrof­fen sind noch Ahnung haben:

Arbeits­lo­sig­keit!


" .. Ein Mil­li­ar­den­loch im Etat der Bun­des­agen­tur in Nürn­berg ist abseh­bar. Es bedarf kei­ner hell­se­he­ri­schen Fähig­kei­ten, die Bei­trä­ge zur Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung wer­den stei­gen. Die Aus­ga­ben auf den Prüf­stand zu stel­len, wäre sinn­vol­ler. Trotz Hartz und Agen­da 2010, eine grund­le­gen­de Reform der Arbeits­markt­po­li­tik ist über­fäl­lig. Damit steht aber das kor­po­ra­ti­sti­sche Modell zur Dis­po­si­ti­on. In der Bun­des­agen­tur spie­gelt sich der deut­sche Kor­po­ra­tis­mus wie in einem Brenn­glas. Nir­gend­wo sind Ver­trä­ge von Tarif­part­nern zu Lasten Drit­ter so aus­ge­prägt. Der Staat stellt ihnen mit der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung einen Last­esel zur Ver­fü­gung, über den sie beschäf­ti­gungs­po­li­ti­sche Lasten auf Bei­trags- und Steu­er­zah­ler abwäl­zen kön­nen. Eine radi­ka­le Reform der Bun­des­agen­tur bedeu­tet einen Bruch mit die­ser kor­po­ra­ti­sti­schen Tra­di­ti­on. Das wäre ein wich­ti­ger Schritt in die rich­ti­ge Richtung .. "
[Quel­le]


Wei­ter heißt es - und die­ser Satz hat mir beson­ders gut gefallen:


" .. Ein Unter­neh­men, das öfter als der Durch­schnitt der Unter­neh­men sei­ner Bran­che ent­lässt, zahlt höhe­re Bei­trä­ge. Unter­neh­me­risch “leicht­fer­ti­ge­re” Ent­las­sun­gen ver­lie­ren an Bedeu­tung, schäd­li­che Quer­sub­ven­tio­nie­rung und allo­ka­ti­ve Ver­zer­run­gen gehen zurück .. "
[eben­da]


Dies nicht etwa, weil ich ein "Arbeit­ge­ber­has­ser" wäre, nein, weil durch die letz­ten Refor­men genau das Gegen­teil des­sen ein­ge­tre­ten ist, was man bezweckt hatte:
Die Arbeit­ge­ber ent­le­di­gen sich jener Mit­ar­bei­ter die 'Rech­te' ange­sam­melt haben und erset­zen sie durch Arbeit­neh­mer mit kurz­zei­ti­gen Ver­trä­gen oder 'sourcen out' und neh­men soge­nann­te Leih­kräf­te - eine neu­deut­sche Umschrei­bung für "Lohn­skla­ven" ....

Man kann den Unter­neh­men kei­nen Vor­wurf machen!

Wenn der Wett­be­werb die­se Model­le nutzt und sie einen Nach­teil durch "Nicht-Nut­zung" hät­ten wäre es - unter­neh­me­risch gese­hen - fatal sich zurück­zu­hal­ten .... gera­de des­we­gen wäre es wich­tig, die Para­me­ter für Alle neu zu stricken ....

bookmark_border13% ignorierte Bürger ....

Ja, es gesche­hen auch heut­zu­ta­ge "Zei­chen & Wun­der" - im "Wei­ssen Haus" (U.S.A.) wur­de eine Grup­pe ATHEISTEN emp­fan­gen um ihre Sicht bestimm­ter Ver­hält­nis­se in der Gesell­schaft zu erläu­tern .... sowas hat es bis­her noch nie gegeben ....

Mitt­ler­wei­le sind gut 13% der Bevöl­ke­rung dort beken­nen­de Athe­isten, und es wer­den stän­dig mehr ....

Das ruft natür­lich die erz­kon­ser­va­ti­ven christ­li­chen Sek­tie­rer auf den Plan, denn "Auf­klä­rung" ist ihr größ­ter Feind:
Sie brau­chen eine dump­fe, unge­bil­de­te und damit will­fäh­ri­ge Mas­se von Schäf­chen die kei­ne dum­men Fra­gen stel­len son­dern "glau­ben" ....

bookmark_border"Die Saat des Bösen"

Wes­we­gen spricht man eigent­lich von der "Saat des Bösen"?

Saat ist doch - min­de­stens nach mei­ner Erfah­rung - etwas durch­aus Positives:
Neu­es Leben ent­steht aus einem Keimling ....

Man­che Begrif­fe sind eben nicht beson­ders passend.

bookmark_borderEin Problem: ....

Wenn See­ster­ne wach­sen wer­den ihre Arme län­ger und dicker, See­gur­ken wer­den ins­ge­samt län­ger und dicker.

Wo aber 'wach­sen' Seeigel?
Auf der Unterseite?
Oben?
In der Mitte?

Es ist schon erstaun­lich wie vie­le 'offe­ne' Fra­gen es gibt ....

bookmark_borderMeine Vorhersage wird wahr ....

Vor eini­ger Zeit hat­te ich ver­mu­tet, daß Frau Bät­zing sich nach dem Rau­chen auf den Alko­hol 'stür­zen' wür­de .... und in der Tat: Heu­te ist allent­hal­ben zu lesen, daß sie das 'Som­mer­loch' nutzt um auf sich - und so neben­bei auf ein geplan­tes Alko­hol­ver­kaufs­ver­bot in Tank­stel­len zwi­schen 22:00 und 06:00h hin­zu­wei­sen .... jetzt geht ein Auf­schrei durch die Lan­de: Bei den Tank­stel­len­be­trei­bern .... Hät­ten sie lie­ber schon ein­mal auf­gemuckt als es den Rau­chern an's Zeug ging ....

Es ist so:
Stück für Stück wird die bür­ger­li­che Frei­heit ein­ge­schränkt, Salamitaktik.
Das konn­te die frü­he­re DDR auch, hat­te es zur Per­fek­ti­on entwickelt.

Und in den Regie­rungs­be­hör­den, den Amts­stu­ben sind ja eine Men­ge Leu­te "unter­ge­kom­men", die mit am "Auf­bau des Sozia­lis­mus" gear­bei­tet haben - nun arbei­ten sie dar­an uns Stück für Stück die letz­ten Reste frei­er Ent­schei­dung wegzunehmen.

In sich ist das eine kon­se­quen­te Handlungsweise ....

bookmark_borderUnterschätzt bzw. gering geschätzt ....

- die Diplom-Bio­lo­g/-inn/-en - eine Berufs­grup­pe, die sehr viel mehr kann als manch' ande­re Natur­wis­sen­schaft­ler oder gar Gei­stes­wis­sen­schaft­ler: Immer noch als "exo­tisch" ver­kannt und nicht so ein­ge­setzt, wie es ihrem Poten­ti­al entspricht ....


Nur eini­ge Anga­ben zum Spek­trum der Ausbildung:

  • Bota­nik und Zoo­lo­gie als Grund­vor­aus­set­zung zum Vor­di­plom
  • Human­bio­lo­gie wie die Medi­zi­ner bis zum Vorphysikum
  • Mikro­bio­lo­gie & Gene­tik - das lernt sonst nie­mand in die­ser Tiefe .... 
  • Phy­sik wie die Lehramts-Physiker
  • Anor­ga­ni­sche und orga­ni­sche Che­mie wie die Lehr­amts-Che­mi­ker - ledig­lich weni­ger "Phy­si­ka­li­sche Chemie"
  • Sta­ti­stik und Ana­ly­sen - mehr als nur "Grund­la­gen"
  • schließ­lich ein Ver­tie­fungs­fach und eine Diplom­ar­beit, die vom Umfang her zwei bis drei Dok­tor­ar­bei­ten der Medi­zin umfasst ....

Absol­ven­ten also, die gelernt haben vie­le Bälle
- ganz lang - in der Luft zu halten ....

Und was lese ich da kürz­lich in einer über­re­gio­na­len Wochenzeitung?
Deutsch­lands Per­so­nal­chefs haben die Gei­stes­wis­sen­schaft­ler als "bestens geeig­ne­te" Kräf­te mit Füh­rungs­po­ten­ti­al erkannt .... und wol­len zukünf­tig ver­mehrt auf die­sen "pool" zugreifen ....


Unse­re Pro­ble­me sind grö­ßer als man auf den ersten Blick annimmt ....
Wenn es zukünf­tig also in Unter­neh­men nach der Devise
"Also das find ich jetzt über­haupt nicht gut wie du arbeitest.
Dar­über müs­sen wir drin­gend 'mal in der Grup­pe reden .... "

zugeht, anstatt auf hoch­qua­li­fi­zier­te Pro­blem­lö­ser wie die Bio­lo­gen zuzu­grei­fen - dann, ja dann, wird mir Angst und Bange ....


PS
Da fällt mir ein:
Sind eigent­lich Fächer wie Betriebs­wirt­schaft und Mar­ke­ting Naturwissenschaften?
Nein!
Es sind Geisteswissenschaften ....

bookmark_borderÜbersetzung [Google]: Lewis' essay in the LA TIMES

SOURCE

Text-Über­set­zung:
Seit Char­lie Kirks Ermor­dung haben Kon­ser­va­ti­ve ein Phä­no­men auf­ge­grif­fen, das sie zuvor als toxisch bezeich­ne­ten: die Can­cel Culture.

Der Impuls, in der ver­gan­ge­nen Woche Stim­men zu unter­drücken, ist ver­ständ­lich: Mord zu fei­ern ist grau­sam. Es ist wider­lich. Es ist falsch. Doch die Iro­nie ist nicht zu über­se­hen: Kon­ser­va­ti­ve, die die Can­cel Cul­tu­re lan­ge als Affront gegen den Geist des offe­nen Dis­kur­ses des 1. Ver­fas­sungs­zu­sat­zes betrach­te­ten, for­dern nun, dass Men­schen ihre Jobs und ihre Exi­stenz­grund­la­ge ver­lie­ren – nur wegen einer dum­men Äuße­rung im Internet.

Es ist das­sel­be The­ma, das 2024 zahl­rei­che Stand-up-Come­di­ans, jun­ge Män­ner, Pod­ca­ster und Tech-Bros aus dem Sili­con Val­ley in die Arme von Donald Trump trieb. Doch nun, in einer erstaun­li­chen Wen­dung der Ereig­nis­se, ahmen Kon­ser­va­ti­ve die pro­gres­si­ven Kri­ti­ker und Sprach­po­li­zi­sten nach – nur mit roten Hüten.

Tat­säch­lich ist ihre Ver­si­on noch schlim­mer. Der lin­ke „Verantwortungskultur“-Mob mag zwar anma­ßend gewe­sen sein, aber sei­ne Agen­da wur­de (mit weni­gen bemer­kens­wer­ten Aus­nah­men) größ­ten­teils von den Auf­sichts­per­so­nen bestimmt. Die heu­ti­ge „Woke Right“ geht offe­ner, effi­zi­en­ter und offi­zi­el­ler vor – was, neben­bei bemerkt, bedeu­tet, dass sie nicht nur gegen den Geist des 1. Ver­fas­sungs­zu­sat­zes, son­dern auch gegen den eigent­li­chen Ver­fas­sungs­zu­satz ver­sto­ßen kann.

Ein typi­sches Bei­spiel: JD Van­ce, der Vize­prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka, sag­te kürz­lich zu Kirks Radio­pu­bli­kum: „Wenn Sie jeman­den sehen, der Char­lies Ermor­dung fei­ert, rufen Sie ihn zur Rede. Und ver­dammt noch mal, rufen Sie sei­nen Arbeit­ge­ber an.“

Was die Fra­ge auf­wirft: Was wäre, wenn ihr Arbeit­ge­ber die Regie­rung ist? Das wäre unan­ge­nehm. Aber kein Pro­blem! Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster Pete Hegs­eth weist Berich­ten zufol­ge sei­ne Mit­ar­bei­ter an, Sol­da­ten auf­zu­spü­ren, die sich der Falsch­aus­sa­ge schul­dig gemacht haben. Die repu­bli­ka­ni­sche Abge­ord­ne­te Nan­cy Mace aus South Caro­li­na ver­sucht, Leh­rer zu ent­las­sen, indem sie twit­ter­te: „Wir finan­zie­ren kei­nen Hass. Wir feu­ern ihn“ – was sich anhört wie ein Slo­gan, den Mao auf ein T-Shirt hät­te drucken lassen.

Und wo wir gera­de von Druckern spre­chen, Herr RA. Gene­ra­lin Pam Bon­di warn­te, die Regie­rung kön­ne jeden pro­fes­sio­nel­len Drucker straf­recht­lich ver­fol­gen, der sich wei­ge­re, „Pla­ka­te mit Char­lies Bil­dern für eine Mahn­wa­che zu drucken“. Sie ver­sprach außer­dem, jeden, der jeman­den mit „Hass­re­de“ angreift, „abso­lut ins Visier zu nehmen“.

Vor nicht all­zu lan­ger Zeit bestan­den Pro­gres­si­ve dar­auf, dass Bäcker für schwu­le Hoch­zei­ten Kuchen backen müss­ten, und nun besteht ein US-Gene­ral­staats­an­walt einer repu­bli­ka­ni­schen Regie­rung dar­auf, dass Drucker Bil­der für Mahn­wa­che drucken müss­ten. Komisch, wie sich das Blatt wendet.

Dann gibt es da noch die soge­nann­te Char­lie Kirk Data Foun­da­ti­on, die behaup­tet, über eine durch­such­ba­re Liste von Zehn­tau­sen­den von Per­so­nen zu ver­fü­gen, die nach Kirks Tod gemei­ne Tweets gepo­stet haben. Ins­ge­samt scheint die­se Säu­be­rungs­kam­pa­gne zu funk­tio­nie­ren. Vie­le Skalps wur­den bereits bean­sprucht, dar­un­ter die von pro­mi­nen­ten Exper­ten und Late-Night-Mode­ra­tor Jim­my Kim­mel (der sus­pen­diert wur­de, nach­dem er Bemer­kun­gen über die Moti­ve von Kirks Mör­der gemacht hatte).

Doch – um es klar zu sagen – der Wider­stand gegen die Can­cel Cul­tu­re ist ledig­lich das jüng­ste Prin­zip, das die Repu­bli­ka­ner der Trump-Ära beque­mer­wei­se auf­ge­ge­ben haben. Tat­säch­lich wur­de fast jeder Grund­satz, der den Kon­ser­va­ti­ven vor einem Jahr­zehnt am Her­zen lag, ins Gegen­teil verkehrt.

Und die Leu­te begin­nen, das zu bemer­ken. Der Abge­ord­ne­te des Bun­des­staa­tes Ore­gon, Cyrus Java­di, wech­sel­te kürz­lich die Par­tei und ver­wies auf die Auf­ga­be der Repu­bli­ka­ner von Prin­zi­pi­en wie „begrenz­ter Regie­rung, Haus­halts­ver­ant­wor­tung, Mei­nungs­frei­heit, frei­em Han­del und vor allem Rechtsstaatlichkeit“.

Er hat Recht. Trumps Ame­ri­ka besitzt nun einen Anteil am US-Chip­her­stel­ler Intel (so viel zum The­ma klei­ner Staat), gibt Geld aus wie ein betrun­ke­ner See­mann, belegt alles, was sich bewegt, mit Zöl­len (Tschüss, Frei­han­del) und igno­riert Geset­ze, die ihm nicht gefal­len – zuletzt das vom Kon­gress ver­ab­schie­de­te und vom Ober­sten Gerichts­hof bestä­tig­te Man­dat zum Aus­ver­kauf von Tik­Tok, das Trump wie einen Menü­punkt behan­del­te, den er nicht bestellt hat­te – bis er einen geeig­ne­ten Käu­fer fand.

Aber nicht nur die repu­bli­ka­ni­schen Nor­mal­bür­ger sind besorgt, dass Trump vom Rea­gan-Bush-Kri­tik­buch abweicht.

Der Komi­ker und Pod­ca­ster Tim Dil­lon bemerk­te kürz­lich, dass Trumps Agen­da ver­däch­tig an die Dys­to­pie erin­nert, vor der uns der Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker Alex Jones zwi­schen sei­nen Wer­be­spots für kol­lo­ida­les Sil­ber immer gewarnt hat: „Mili­tär auf der Stra­ße, das FEMA-Camp, das Tech-Unter­neh­men, das alles über­wacht, die Über­wa­chung. Das ist alles.“

War­um pas­siert das? War­um die­se Ver­ren­kun­gen? Ich erin­ne­re mich an eine alte Geschich­te, die Rush Lim­baugh über den ver­stor­be­nen Schau­spie­ler Ron Sil­ver erzählte.

Der Geschich­te zufol­ge besuch­te Sil­ver Bill Clin­tons erste Amts­ein­füh­rung als weich­her­zi­ger Libe­ra­ler und war ent­setzt über den Mili­tär­über­flug. Und dann wur­de ihm klar: „Das sind jetzt unse­re Flugzeuge.“

So weit sind die Kon­ser­va­ti­ven, wenn es um die Can­cel Cul­tu­re geht. Sie haben end­lich erkannt, dass dies jetzt ihre Can­cel Cul­tu­re ist.

Und viel­leicht ist das das schmut­zi­ge klei­ne Geheim­nis der Poli­tik in der Trump-Ära. Wer­te oder Moral – oder „Prin­zi­pi­en“ – inter­es­sie­ren fast nie­man­den mehr. Mei­nungs­frei­heit, begrenz­te Regie­rung, Haus­halts­dis­zi­plin – das sind alles Regeln für dich, aber nicht für mich.

Die Can­cel Cul­tu­re wur­de nicht abge­lehnt, sie wur­de nur ver­ein­nahmt. Also los. Gib etwas her. Wenn du etwas siehst, sag etwas. Big Brot­her schaut zu.
Iro­nie, ler­ne die Guil­lo­ti­ne kennen.

ORIGINAL
The right now embraces can­cel culture
By Matt K. Lewis
18-09-2025

In the days sin­ce Char­lie Kirk’s kil­ling, con­ser­va­ti­ves have embra­ced a phe­no­me­non they pre­vious­ly cal­led toxic: can­cel culture.

The impul­se to can­cel some voices this past week is under­stan­da­ble: Cele­bra­ting mur­der is cruel. It’s gross. It’s wrong. But the iro­ny is impos­si­ble to miss: Con­ser­va­ti­ves, who long trea­ted can­cel cul­tu­re as an affront to the 1st Amend­ment spi­rit of open dis­cour­se, are now cal­ling for peo­p­le to lose their jobs and their liveli­hoods, all becau­se of some­thing stu­pid they said on the internet.

This is the same issue that dro­ve num­e­rous stand-up come­di­ans, young men, pod­ca­sters and Sili­con Val­ley tech bros into the arms of Donald Trump in 2024. But now, in an ama­zing turn of events, con­ser­va­ti­ves are now aping the pro­gres­si­ve scolds and speech cops, only with red hats.

Actual­ly, their ver­si­on is worse. The left’s “accoun­ta­bi­li­ty cul­tu­re” mob might have been over­bea­ring, but their agen­da was (with a few nota­ble excep­ti­ons) lar­ge­ly dri­ven by hall moni­tors. Today’s “woke right” is exe­cu­ting things in a more overt, effi­ci­ent and offi­ci­al man­ner — which for the record means it can vio­la­te not just the spi­rit of the 1st Amend­ment but the actu­al, you know … 1st Amendment.

As a case in point, JD Van­ce, the vice pre­si­dent of the United Sta­tes of Ame­ri­ca, recent­ly told Kirk’s radio audi­ence: “When you see someone cele­bra­ting Charlie’s mur­der, call them out. And hell, call their employer.”

Which rai­ses the que­sti­on, what if their employer is the govern­ment? That would be awk­ward. But no pro­blem! Defen­se Secre­ta­ry Pete Hegs­eth is repor­ted­ly tel­ling staff to track down sol­diers guil­ty of wrong­speak. Rep. Nan­cy Mace (R-S.C.) is try­ing to get tea­chers ter­mi­na­ted, tweeting: “We don’t fund hate. We fire it” — which feels like the sort of slo­gan Mao might have had prin­ted on a T-shirt.

And spea­king of prin­ters, Atty. Gen. Pam Bon­di has war­ned that the govern­ment can “pro­se­cu­te” any pro­fes­sio­nal prin­ter who refu­ses to “print posters with Charlie’s pic­tures on them for a vigil.” She also pled­ged to “abso­lut­e­ly tar­get” anyo­ne who tar­gets anyo­ne with “hate speech.”

Not long ago, pro­gres­si­ves insi­sted bak­ers must bake cakes for gay wed­dings, and now a U.S. att­or­ney gene­ral from a Repu­bli­can admi­ni­stra­ti­on is insi­sting that prin­ters must print images for vigils. Fun­ny how the tables turn.

Then, there’s the so-cal­led Char­lie Kirk Data Foun­da­ti­on, which claims to have a searcha­ble list of tens of thou­sands of peo­p­le who posted mean tweets after Kirk’s death. Coll­ec­tively, this pur­ge cam­paign seems to be working. A lot of scalps have alre­a­dy been clai­med, inclu­ding tho­se of pro­mi­nent pun­dits and late night host Jim­my Kim­mel (who was sus­pen­ded after making remarks about the moti­ves of Kirk’s killer).

But — let’s be clear — oppo­si­ti­on to can­cel cul­tu­re is mere­ly the latest prin­ci­ple that Trump-era Repu­bli­cans have con­ve­ni­ent­ly aban­do­ned. Inde­ed, almost every tenet that con­ser­va­ti­ves held dear a deca­de ago has been reversed.

And peo­p­le are start­ing to noti­ce. Ore­gon sta­te Rep. Cyrus Java­di recent­ly swit­ched par­ties, citing the GOP’s aban­don­ment of prin­ci­ples like “limi­t­ed govern­ment, fis­cal respon­si­bi­li­ty, free speech, free trade, and, abo­ve all, the rule of law.”

He has a point. Trump’s Ame­ri­ca now owns a chunk of U.S. chip­ma­ker Intel (so much for small govern­ment), spends like a drun­ken sail­or, slaps tariffs on ever­ything that moves (bye-bye, free trade) and igno­res laws he doesn’t like — most recent­ly, the Tik­Tok sell-off man­da­te that was pas­sed by Con­gress and upheld by the Supre­me Court, which Trump deci­ded to tre­at like a menu item he didn’t order — until he found a sui­ta­ble buyer.

But it’s not just nor­mie Repu­bli­cans who are worried about Trump diver­ting from the Rea­gan-Bush playbook.

Come­di­an and pod­ca­ster Tim Dil­lon recent­ly obser­ved that the Trump agen­da looks sus­pi­cious­ly like the dys­to­pia that con­spi­ra­cy theo­rist Alex Jones used to warn us about bet­ween col­lo­idal sil­ver ads: “Mili­ta­ry in the street, the FEMA camp, the tech com­pa­ny that moni­tors ever­ything, the sur­veil­lan­ce. This is all of that.”

So why is this hap­pe­ning? Why the con­tor­ti­ons? I’m remin­ded of an old sto­ry Rush Lim­baugh used to tell about the late actor Ron Silver.

As the sto­ry goes, Sil­ver went to Bill Clinton’s first inau­gu­ra­ti­on as a blee­ding-heart libe­ral and was hor­ri­fi­ed by the mili­ta­ry fly­o­ver. And then he rea­li­zed, “Tho­se are our pla­nes now.”

That’s whe­re con­ser­va­ti­ves are when it comes to can­cel cul­tu­re. They’ve final­ly rea­li­zed that this is their can­cel cul­tu­re now.

And may­be that’s the grub­by litt­le secret about poli­tics in the Trump era. Almost nobo­dy cares about values or morals — or “prin­ci­ples” — any­mo­re. Free speech, limi­t­ed govern­ment, fis­cal restraint — the­se are all rules for thee, but not for me.

Can­cel cul­tu­re wasn’t rejec­ted, it was just co-opted. So go ahead. Drop a dime. See some­thing, say some­thing. Big Brot­her is watching.

Iro­ny, meet guillotine.