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bookmark_borderBemerkungen zu Kindern

Ein Satz vor­weg:
Ja, ich weiß, es hat kürz­lich eine grö­ße­re Kata­stro­phe in Süd-Ost-Asi­en statt­ge­fun­den. Und ja, ich bin erschüt­tert und trau­rig, daß so vie­le Men­schen gestor­ben sind, bzw. ver­letzt wur­den. Aber gibt es nicht auch ande­re Ereig­nis­se rund um die Welt, bei denen weit mehr Men­schen als in die­sem Fall - und anders als hier, ver­meid­bar - getö­tet wer­den? Wo regt sich da Soli­da­ri­tät? Nie­man­dem wäre gehol­fen - und nie­mand wird davon wie­der leben­dig - wenn ich hier mehr als die­se paar Zei­len dazu schrei­ben würde.

Da gibt es bes­se­re Quel­len.

Anson­sten woll­te ich hier über Kin­der­er­zie­hung schreiben.

Auf das The­ma kom­me ich wegen eines kürz­lich statt­ge­hab­ten Restau­rant­be­suchs. Zwei Tische wei­ter eine Grup­pe, ins­ge­samt vier klei­ne Kin­der, so zwi­schen zwei und fünf Jah­re alt - die über Tische und Bän­ke gin­gen, als ob das Lokal ihnen allei­ne gehörte ....

Ja, ich sehe schon vor mei­nem "gei­sti­gen Auge" die Empö­rung wach­sen, aber trotzdem:

Ist es nicht ein Gebot der Höf­lich­keit (von Sei­ten der Eltern die­ser Kin­der), sie so zu beschäf­ti­gen, daß sie ande­re Esser nicht bei gera­de die­ser Hand­lung stö­ren? Und darf man nicht etwas Rück­sicht­nah­me erwar­ten, wenn man sich nicht mit den Kin­dern beschäf­ti­gen will?

Eines der Kin­der kam zu unse­rem Tisch und ließ auf mei­nem Brot­tel­ler sein Auto fah­ren. Nun habe ich grund­sätz­lich nichts gegen Mini­au­tos, die auf Tischen her­um­fah­ren, aber eben doch etwas gegen sol­che, die dies auf mei­nem Tel­ler tun.

Ein freund­li­cher Hin­weis an das Kind, vor­ge­tra­gen mit honig­sü­ßem Unterton:
"Kannst Du bit­te Dein Auto auf dem Tisch fah­ren las­sen, oder, noch bes­ser auf dem Tisch wo Dei­ne Eltern sit­zen?" wur­de mit Her­aus­stecken der Zun­ge, nach­fol­gend hef­ti­gem Zucken der Mund­win­kel und schließ­lich einem Schrei-Wein-Aus­bruch beantwortet ....

Wor­auf­hin die besorg­ten Eltern sich an ihrem Tisch anfin­gen auf­zu­re­gen und Wor­te wie "kin­der­feind­lich" und "rüpel­haft" fielen.

Was war falsch gelaufen?
Kin­der brau­chen Grenzen!
Sie soll­ten wis­sen, daß nicht alles erlaubt ist, was ihnen gera­de so in den Sinn kommt. Daß sie ande­re Men­schen respek­tie­ren müs­sen, also z.B. nur an deren Tisch spie­len, wenn sie dazu ein­ge­la­den werden ....

*edit*
Zum Ver­fall der Sit­ten sie­he HIER

bookmark_borderBemerkungen zur Höflichkeit

Als ich im Som­mer­se­me­ster '70 einer Kom­mi­li­to­nin die Tür auf­hielt fauch­te sie mich an "Bild dir bloß nix ein, reak­tio­nä­rer Schei­ßer!" Das kam uner­war­tet - und war doch sym­pto­ma­tisch für die Zeit.

Übrig geblie­ben ist von der 68'er-Bewegung so man­ches, meist Beklagenswertes.

So ist - sie­he oben - Höf­lich­keit abhan­den gekom­men. Höf­lich­keit als Aus­druck für das respekt­vol­le und tole­ran­te mit­ein­an­der Umge­hen zwi­schen Menschen.

  • Natür­lich kann eine Frau selbst ihren Man­tel holen und ihn anzie­hen - aber ist es nicht eine net­te Geste, ihr dabei zu helfen?
  • Selbst­ver­ständ­lich kön­nen Erwach­se­ne - männ­lich wie weib­lich - selbst eine Tür öff­nen - aber ist es so schwie­rig, die Tür ein wenig län­ger fest­zu­hal­ten, anstatt sie den Nach­fol­gen­den vor's Gesicht zu knallen?
  • Wenn man sich eine Ware im Regal anschau­en möch­te, aber gera­de da ein ande­rer Kun­de steht, muß man ihn dann grob bei­sei­te drücken, anstatt freund­lich - höf­lich - zu fra­gen: "Darf ich 'mal vorbei?"

Und so weiter ....

bookmark_borderBemerkungen zu "Was die Gewerkschaft für Arbeiter und Angestellte erreicht hat"

Heu­te las ich in einer Gewerk­schafts­zei­tung. Dort wur­de dar­ge­stellt, wie­viel man kürz­lich für die Mit­glie­der "her­aus­ge­holt" hat:

  • Kosten­be­tei­li­gung des Arbeit­ge­bers für Fahr­ten mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln zwi­schen Woh­nung und Arbeitsstätte;
  • Dienst­rei­se (!) nach USA für drei Mona­te um dort die Arbeits­wei­se einer EDV-Abtei­lung kenn­zu­ler­nen - für Mit­ar­bei­ter einer gleich­ran­gi­gen EDV-Abtei­lung in D;
  • Fest­schrei­bung von Zeit­fen­stern für Allein­er­zie­hen­de: Hier wer­den - unab­hän­gig vom Bedarf der Pro­duk­ti­on - Zei­ten fest­ge­legt inner­halb derer Allein­er­zie­hen­de zur Arbeit ein­ge­teilt wer­den dürfen.

Das alles kostet sehr viel Geld.
Her­ein­zu­ho­len ist das nicht - Preis­er­hö­hun­gen füh­ren unwei­ger­lich zu weni­ger Käu­fen, weni­ger Nach­fra­ge zu weni­ger Arbeitsplätzen!
Was macht also der Arbeitgeber?
Er stellt weni­ger Leu­te ein, spart so, was mit "Betriebs­ver­ein­ba­rung" den Besitz­ständ­lern direkt oder indi­rekt zu zah­len ist.

Es wun­dert mich nicht, daß die Zahl der Arbeits­lo­sen nicht nach unten geht - jeden­falls nicht, wenn sol­che "Ver­ein­ba­run­gen" getrof­fen werden.

Zum Pro­blem "Allein­er­zie­hen­de" hät­te ich einen Vor­schlag, der sehr preis­wert ist und deren Zahl zukünf­tig redu­zie­ren soll­te: Kosten­lo­se Kon­do­me und bes­se­re Sexu­al­auf­klä­rung, das ist alle­mal bil­li­ger als unge­schütz­ter Ver­kehr mit Folgen ....

bookmark_borderBemerkungen zum Preis von Reihenhäusern

Ich ent­sin­ne mich noch an Zei­ten, zu denen ein Rei­hen­haus von 120 m² für 53.000,- DM zu kau­fen war. Damals ver­dien­te ein Leh­rer 2.500,- DM im Monat. Das sind ca. 21 Monats­ge­häl­ter für ein Rei­hen­haus.

Heu­te las ich eine Anzei­ge für Rei­hen­häu­ser: Stück­preis € 220.000,- und zwar für 105 m². Für 120 m² wären das ca. € 250.000,-

Ein Leh­rer ver­dient heu­te durch­schnitt­lich € 3.000,- und wenn man aus­rech­net, für wie­vie­le Monats­ge­häl­ter ein Rei­hen­haus zu haben ist kommt man auf ca. 84. Ganz abge­se­hen von der Qua­li­tät des Bau­ens, denn damals wur­de noch Stein auf Stein gesetzt und heu­te gibt es nicht ein­mal dop­pel­te Wän­de zwi­schen den Häusern.

Der Preis ist mehr als das Vier­fa­che.
Wer kas­siert wohl den Unterschiedsbetrag?

Die Bau­trä­ger?
Die Banken?
Der Staat?

Jeden­falls wun­dert es mich nun nicht mehr, daß die Eigen­tums­quo­te in Deutsch­land unter 30% liegt und die Bau­wirt­schaft hef­tig klagt.

bookmark_borderHochsubventioniert!

Was kostet 8,9 cent net­to und wird durch Auf­schlä­ge von ins­ge­samt 2,4 cent auf 11,3 cent ver­teu­ert?

Der Strom aus Wind­kraft­an­la­gen! - pro Kilowattstunde

Im neu­en Ener­gie­ein­spei­sungs­ge­setz wird fest­ge­legt, daß min­de­stens 8,9 cent / Kilo­watt­stun­de zu ver­gü­ten sind. Dazu kom­men noch:

  • Für die dau­er­haf­te Inbe­trieb­hal­tung kon­ven­tio­nel­ler Kraft­wer­ke - der Strom aus Wind­kraft ist unstet und steht nicht immer zur Ver­fü­gung - zusätz­lich 1,5 cent.
  • Für zusätz­li­chen Rege­lungs­auf­wand - der Strom muß ja "irgend­wie" in's Netz kom­men - zusätz­lich 0,7 cent.
  • Für wei­te Trans­port­we­ge von der Erzeu­gungs­stel­le bis zum Ver­brauchs­ort - also zwi­schen Küsten­re­gio­nen und Bin­nen­land - zusätz­lich 0,2 cent.

Es ste­hen also dem 
Wind­strom für 11,3 cent

Aus­ga­ben für 
kon­ven­tio­nell erzeug­ten Strom von 3 cent 

gegenüber.

Für die Spin­ne­rei­en eini­ger weni­ger Grü­ner zah­len also ALLE

Und nicht zu knapp: 
Die Mehr­ko­sten lie­gen bei 8,3 cent / Kilo­watt­stun­de
.

bookmark_borderAnspruch und Wirklichkeit

Aus einer Umfra­ge der For­schungs­grup­pe Wah­len im Auftrag
der Land­tags­frak­ti­on der Grü­nen in Nord­rhein-West­fa­len geht hervor:

  • Im All­tag ver­hal­ten sich die Grü­ne-Anhän­ger nicht anders
    als die Anhän­ger ande­rer Parteien
    • Grü­ne-Anhän­ger fah­ren etwa gleich häufig
      "sehr gern" oder "gern" wie die Anhän­ger ande­rer Parteien
    • Drei­mal sovie­le SPD-Anhänger
      wie Grü­ne-Anhän­ger ver­zich­ten auf das Autofahren
    • Dop­pelt sovie­le CDU-Anhänger
      wie Grü­ne-Anhän­ger ver­zich­ten auf das Autofahren



Im All­tag scheint also die Bequem­lich­keit das "grü­ne Gewis­sen" zu über­tö­nen .... und wenn man dann noch wüß­te, wie es mit dem Schad­stoff­aus­stoß der "grü­nen" Autos bestellt ist .... viel­leicht käme dann her­aus, daß gera­de die, die "Umwelt­schutz" und "CO2-Ver­zicht" pre­di­gen, die schlimm­sten Umwelt­sün­der sind!

bookmark_borderRatten sind verträglicher ....

ja, davon woll­te ich spre­chen, Rat­ten sind auch sozia­ler als Men­schen, vor allem Men­schen in Groß­städ­ten. Nach einem Jahr in Ber­lin und schon nach nur weni­gen Wochen in Ham­burg - glei­ches Bild - hat sich die­se Über­zeu­gung gefestigt.

Japa­ni­sche For­scher haben fol­gen­de Hypo­the­se auf­ge­stellt und expe­ri­men­tell belegt:

Drängt man Rat­ten auf engen Raum zusam­men, so sinkt ihre Frucht­bar­keit, wäh­rend die Bereit­schaft zur Aggres­si­on steigt. Aller­dings zeigt es sich, daß immer nur annä­hernd rang­glei­che Art­ge­nos­sen Aggres­si­ons­ziel sind.

Das ist bei Men­schen anders:
Aggres­si­ons­ziel sind immer - ver­meint­lich oder tat­säch­lich - Schwächere.

  • Erwach­se­ne schimp­fen Kin­der aus, anstatt die Eltern der Kin­der als Ver­ur­sa­cher von Stö­run­gen anzugreifen
  • Auto­fah­rer sind rück­sichts­los gegen­über Fuß­gän­gern und Radfahrern
  • Fah­rer mit gro­ßen Autos glau­ben, denen mit klei­ne­ren Autos gegen­über mehr Rech­te zu haben
  • Trotz ein­schlä­gi­ger Regeln wer­den im Stra­ssen­ver­kehr die "Orts­frem­den" geschnit­ten, aus­ge­hupt, nicht in die Spur gelas­sen, abge­drängt, etc.

Eng zusam­men­ge­pfercht auf klei­nem Raum, weni­ger Nach­kom­men pro Eltern­paar, Aggres­si­on wohin man schaut:

Die typi­sche Großstadtatmosphäre!

In Ham­burg und Mün­chen woh­nen in 75% der Woh­nun­gen kin­der­lo­se Paa­re / Lebens­ge­mein­schaf­ten oder Sin­gles; in Ber­lin sind 80% der Bevöl­ke­rung über 50 Jah­re alt - und bekannt­lich kann man in die­sem Alter nur noch sel­ten zum Bevöl­ke­rungs­wachs­tum bei­tra­gen .... von der "Stim­mung" ganz zu schwei­gen! Die "Sze­ne" ersetzt die Fami­lie und ist sozia­les Umfeld ohne sozia­le Bindung:
Ver­ein­sa­mung inmit­ten von Men­schen­mas­sen, ohne Aus­sicht auf Bes­se­rung für die näch­ste Gene­ra­ti­on - armes Deutschland!

PS:
Ich suche trotz­dem noch eine Woh­nung in Ham­burg.

bookmark_borderNoam Chomsky: Terrorismus

In Pro­gramm­ki­nos ist jetzt der Film 

"Power and Ter­ror - Noam Chom­sky: Gesprä­che nach 911"




ange­lau­fen, der all jenen zu emp­feh­len ist, die immer noch glau­ben "die USA" oder "die Ame­ri­ka­ner" als brei­ige, unde­fi­nier­te Mas­se von dicken Ham­bur­ger­es­sern und maß­lo­sen Kapi­ta­li­sten ver­un­glimp­fen zu müssen.

Nach die­sem Film soll­te auch der hart­näckig­ste "Feind" wis­sen, daß es in den USA eine inner­staat­li­che Oppo­si­ti­on mit her­aus­ra­gen­den Köp­fen - wie eben Noam Chom­sky - gibt, die sich auch von der der­zei­ti­gen "Falken"-Administration nicht den Schneid abkau­fen lassen.

Wer ist Noam Chom­sky und was denkt er?
Vor­der­grün­dig ein welt­be­rühm­ter Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler aus Cam­bridge, Mas­sa­chus­setts, in "Zweit­funk­ti­on" so etwas wie ein "intel­lek­tu­el­les Gewis­sen", der - anders als Micha­el Moo­re ein Mei­ster der Dik­ti­on und der lei­sen Töne - den Ver­ant­wort­li­chen rund um die Welt, allei­ne durch Vor­trä­ge, das Fürch­ten beibringt.

Chom­sky sieht Demo­kra­tie und Men­schen in (ver­meint­lich sta­bi­len) demo­kra­ti­schen Syste­men durch "impe­ria­li­sti­sche Staa­ten wie: USA, Eng­land, Isra­el" gefähr­det, weil sie den Ter­ror­an­schlag 911 "als Vor­wand benut­zen um har­te, repres­si­ve Maß­nah­men durch­zu­set­zen, denen die Bevöl­ke­rung grund­sätz­lich ableh­nend gegenübersteht".

Den Ter­ro­ris­mus defi­niert Chom­sky dem­nach fol­ge­rich­tig auch nicht nur als Erschei­nung, die sich auf isla­mi­sche Wirr­köp­fe beschränkt, son­dern viel­mehr als breit prak­ti­zier­te Vor­ge­hens­wei­se von Regie­run­gen, inter­na­tio­na­len Kon­zer­nen und inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen. Die gegen­wär­ti­ge US-Regie­rung strebt sei­ner Mei­nung nach "die gewalt­tä­ti­ge Kon­trol­le der Welt" an.

Sei­ne The­se, nach der "die Mäch­ti­gen der Welt" Kriegs­ver­bre­chen, Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit und Ter­ror­angst sowohl aus­füh­ren, dul­den, schü­ren - wie auch für ihre eige­nen Zwecke ein­set­zen, gip­felt in dem Satz: "Man muß den Men­schen die Wahr­heit sagen, nicht den Mäch­ti­gen - die ken­nen sie!"

Trotz des bit­te­ren Fazits plä­diert Chom­sky dafür, sich nicht her­un­ter­zie­hen zu las­sen, opti­mi­stisch zu blei­ben und dar­an zu glau­ben, daß Demo­kra­tie über allen Machen­schaf­ten steht - und daher nicht wirk­lich in Gefahr ist.

bookmark_borderEreignisse von Bedeutung ....

soll­ten ent­spre­chen­de Wür­di­gung finden.

Haben Sie gewußt, daß heu­te vor 55 Jah­ren [23.05.1949]
das Grund­ge­setz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ver­kün­det wurde? 

Viel­leicht haben Sie sich gewun­dert, war­um die Flag­gen von Bund, Län­dern und Städ­ten gehißt wurden?

Es ist nicht wegen der Wahl des Bun­des­prä­si­den­ten, son­dern wegen der Ver­kün­dung des Grund­ge­set­zes, das des­sen Wahl erst mög­lich macht .... scha­de aber, daß die­ses Ereig­nis nicht sei­ner Bedeu­tung ent­spre­chend gewür­digt wird.

bookmark_borderChaos³: Was für eine Woche!

Die ver­gan­ge­ne, 19.Woche:
Ein Muster­bei­spiel dafür, wie es nicht sein sollte!

  • Eichel (1) : Erneu­te Finanz­lö­cher in Mil­li­ar­den­hö­he - und kein Pro­gramm für Abhilfe.
  • Fischer: Rot­stift ade! Zurückgenommen.
  • Cle­ment: Spa­rer­frei­be­trag kip­pen! Zurückgepfiffen!
  • Büti­ko­fer: Gesprä­che zum Ein­wan­de­rungs­recht am Ende! Jein-Kom­pro­miß zum Wochenende.
  • Schi­ly : Explo­si­on in der Pres­se­kon­fe­renz - droht mit Koalitionsbruch.
  • Schrö­der: Bei Ker­ner, macht "gut Wet­ter" beim Wahl­volk - wenn schon kei­ne poli­ti­sche Zukunft, dann zumin­dest eine als "Medi­en­star".
  • Eichel (2): Mehr­wert­steu­er hoch auf 21%! Abgeblasen!
  • Mün­te­fe­ring / Koali­ti­on: Ein "Aus­bil­dungs­ab­ga­be-Gesetz" das nie­mand will, nie­mand braucht - und das eher das Gegen­teil von dem bewirkt, was wirk­lich nötig wäre. 

Und so weiter ....
Das Land ver­sinkt im Cha­os, kei­ne Hoff­nung, kei­ne Zei­chen von Bes­se­rung. Im Gegenteil:
Die Pro­gno­sen vom Jah­res­an­fang wie­der ein­ge­schränkt, sogar die Regie­rung glaubt nicht mehr an das, was der Kanz­ler noch zum Auf­takt der Han­no­ver Mes­se propagierte:
Alles wird besser!
Ich möch­te so ger­ne posi­tiv den­ken ... aber der Blick nach innen läßt mich zwei­feln, noch schlim­mer der Blick nach außen:
Die füh­ren­de Welt­macht, ange­tre­ten den Irak aus den Klau­en eines Dik­ta­tors zu befrei­en, Demo­kra­tie und Recht zu brin­gen, besu­delt ihr Image durch Dul­den, Ver­schwei­gen, Ableug­nen - oder läßt besudeln?

Ich hof­fe sehr, die 20.KW wird besser!

bookmark_borderBemerkungen zum "wirklich starken" Geschlecht

Män­ner, wir müs­sen es einsehen:
Frau­en sind - gene­tisch gese­hen - das stär­ke­re Geschlecht.
Wäh­rend wir Män­ner mit einem star­ken X-Chro­mo­som und einem schwa­chen Y-Chro­mo­som vor­lieb neh­men müs­sen, haben Frau­en zwei "star­ke" X-Chro­mo­so­men.

Der Vor­teil liegt dar­in, daß bei Defek­ten auf einem Chro­mo­som durch das zwei­te kom­pen­siert wer­den kann. Man den­ke nur an die ver­län­ger­te Lebens­er­war­tung der Frau (sie­he Bei­trag vom 22.04.2004: Bemer­kun­gen zum Gesund­heits­we­sen), die doch wohl nicht aus einer unter­schied­li­chen Lebens­wei­se herrührt.

Nur - lei­der - spricht die beob­ach­te­te Wirk­lich­keit vie­ler­orts auf der Welt noch eine ande­re Sprache!

Wie so oft, ist nicht die bio­lo­gi­sche Wahr­heit gefragt, man ver­läßt sich auf tra­dier­te Vor­ur­tei­le und unter­drückt jene, die eigent­lich die bes­se­ren Vor­aus­set­zun­gen haben: Die Eman­zi­pa­ti­on (der Frau) hat in der soge­nann­ten "west­li­chen Welt" wesent­li­che Fort­schrit­te gemacht, ja, ist zuwei­len in´s Gegen­teil ver­kehrt worden.

Gemach!
Das Pen­del schwingt hin und her, mal sind die einen, mal die ande­ren mit mehr Bedeu­tung aus­ge­stat­tet. Und eini­gen männ­li­chen Wesen ist es ganz recht, sich bemut­tern zu las­sen - und wenn es sie ihre "Rudel­füh­rer­po­si­ti­on" kostet. Es hat eben nicht jeder den Drang, Alpha-Wolf zu sein, aber bit­te: nicht spä­ter dar­über meckern.

Nun gibt es schon wie­der ängst­li­che See­len, die befürch­ten, die Män­ner wür­den "unter­ge­but­tert". Aber was ist los in Län­dern, die von fun­da­men­ta­li­sti­schen, isla­mi­schen Füh­rern beherrscht werden?

Wir soll­ten uns nicht nur dar­über "das Maul zer­rei­ßen",
son­dern über­le­gen, wie aktiv gehol­fen wer­den kann.

Begrü­ßens­wert ist der Bei­trag, den bei uns bei­de Geschlech­ter in Arbeits-, Fami­li­en- und gesell­schaft­li­chem Leben lei­sten. Die geschlechts-spe­zi­fi­schen Eigen­hei­ten ergän­zen sich ide­al, Puz­zle­teil fügt sich har­mo­nisch zu Puz­zle­teil - wenn man sie nur läßt.

Es freut mich zum Bei­spiel, wie mei­ne Toch­ter mit Selbst­ver­ständ­lich­keit "glei­che Rech­te" genießt und offen­sicht­lich ohne Schwie­rig­kei­ten von der "männ­li­chen" Sei­te. Es freut mich auch, zu sehen wie jün­ge­re Paa­re sich gemein­sam um ihre Kin­der küm­mern und Ent­schei­dun­gen gemein­sam treffen.

Es kehrt "Nor­ma­li­tät" ein und ich hof­fe, das wird sich auch sta­bi­li­sie­ren: Weni­ger Dog­ma­tik - mehr Fle­xi­bi­li­tät und Intui­ti­on. Und dann dafür wer­ben, die Idee wei­ter­ge­ben an Län­der der Erde, die es nötig haben ....