benutzen manchmal sonderbare Kürzel/Stammeleien sobald sie in Weblogs schreiben:
- *gg*
- *lach*
- *freu*
- *grins*
- *NEID!*
- *meow*
- *mäh*
- *grrr*
- *tihi*
- *muhaha*
- *-*
- *zungerausstreck*
.... um nur einige zu nennen!
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
benutzen manchmal sonderbare Kürzel/Stammeleien sobald sie in Weblogs schreiben:
.... um nur einige zu nennen!
ja das tun sie, sprache allein ist eben zu behäbig und eingeschränkt um alles das -was zum beispiel- ich möchte auszudrücken
das klingt wie eine kritik ihrerseits?
warum dies?
Ich möchte nur .... verstehen warum nicht Worte sondern Kürzel benutzt werden .... der Aufwand, etwas "auszuschreiben", also z.B. einen Nebensatz zu benutzen, kann doch nicht zu groß sein ....
ich bezweifle daß es am aufwand scheitert, die wirkung ist einfach ganz anders.
und aus neugier, wie würdest du *mäp* in einen nebensatz verwandeln :)?
Wenn ich wüßte, was *mäp* bedeutet, könnte ich es möglicherweise versuchen ....
Dass Sprache zu behäbig sei, kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke, dass so gut wie alles, was Menschen umtreibt, subtiler, exakter und nicht zuletzt ästhetischer mit Worten als durch diese Kürzel ausgedrückt werden kann. Ich glaube auch nicht, dass diese Kommunikationskürzel dem Blogmedum an sich anhaften, bei mir etwa sind derlei "Sternchenblogger" nur sehr selten unterwegs.
Ihre Anmerkung .... zeigt mir, daß es offensichtlich eher eine Frage der Persönlichkeit der kommentierenden Person als eine Regel in Weblog-Beiträgen ist.
Möglicherweise hat das etwas mit der Sprachfertigkeit zu tun ....
In der Tat kann es eine Frage der Persönlichkeit sein. Das Schaumschlagen mit Worten soll ja besonders beliebt sein bei eher Halbgebildeten mit dem Drang, nach außen das Bild eines Menschen von Welt zu vermitteln. Andere wissen einfach, was sie wissen und sind souverän genug im Umgang mit den Kürzeln und Clownerien des Netzes.
Gut, das fasse .... ich dann 'mal so auf, daß Sie sich gegen dergleichen Sternchenbegriffe aussprechen?
Ich habe das ganz anders verstanden.
Kürzel und codierte Clownerien können einen Zweck erfüllen, wie ja bereits Moccalover schrieb. Sie füllen die Lücke fehlender Mimik. Sie werden benutzt, wenn wenig Zeit ist und das Medium es erlaubt, oder aber der Raum begrenzt ist und daher um der Gefahr eines Missverständnisses wegen mit Emoticons die fehlenden Wörter durch Zeichen ersetzt werden. Jeder, der schon einmal längere Zeit eine Mailingliste verfolgt hat, kennt diese rapiden Emotionswellen, die durch zu wenig Worte ausgelöst werden. Ich finde, dass sich wirklich selbstbewusste Profis ruhig dieser Instrumente bedienen sollten.
das ist.. wenn dir (ja, ich weiß, siezen gehört sich, aber in dem fall muß ich eine ausnahme beantragen, ist jetzt auch gar nicht aufs personelle bezogen) jemand ganz liebevoll aus naserl drückt und du sagst dann *mäp*
es ist glucksig, heiter, lieb, kindlich, freundlich, augenblitzig, nasekrausziehend, lächelnd, verständnisvoll, wohlig und warm und weich.
schon beim gedanken daran bringts mich zum lächeln und kichern :)
und jetzt -fröhliches gute nacht der herr :)
Aha, das wird .... schon klarer und ich sehe, mir fehlt der "Durchblick", was die Bedeutungen angeht. Allerdings haben Sie auch bewiesen, daß es sich in Worten, wenn auch in vielen Worten darstellen läßt ....
Ich - für meinen Teil - werde aber wohl besser beim "Klartext" bleiben. Die Gefahr, etwas zu schreiben das ich nicht beabsichtige, ist doch bei diesen "Kürzeln" zu groß ....
ach ja: Danke für die Erklärung!
Jedes Medium hat seine eigene Ausdrucksform. Oft werden diese Abkürzungen und Symboliken dort eingesetzt, wo man den Boden des streng Sachlichen verläßt. Ich finde, daß man gerade mit solchen wortmalerischen Einwürfen viel rüberbringen kann, was in einem ganzen Nebensatz nicht gelingt, bzw. fad wirkt.
Denken Sie nur an Comics. Kein Mensch kritisiert heute noch die wortmalerischen Einsprengsel, die einen Gutteil der Atmosphäre rüberbringen, die man sich zu dem jeweiligen Bild vorstellen soll.
Was die .... besondere "Sprache" in Comics angeht sind wir sicher einig,
da sich auf begrenztem Raum anders die "Botschaft" schwer vermitteln läßt ....
Bisher habe ich aber Weblogs immer für "ernsthafter" als Comics gehalten - es gibt da wohl große Unterschiede ....
Das kommt ganz auf die Intention des Weblogs an. Es gibt ernste, sachliche, problemwälzerische, lustige, fröhliche, ironische, sarkastische, satirische. Mein Weblog betrachte ich zb. als nicht sehr ernsthaft. Und ich finde die Vielfalt gut. Auch die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten. Im Gegenteil - ich finde es sogar sehr interessant, daß ein relativ neues Medium wie das Internet ganz allgemein ganz bestimmte Ausdrucksformen hervorgebracht hat, die sich noch dazu sehr schnell durchgesetzt haben und von einem Großteil der Leser auch verstanden werden.
Was die .... "Vielfalt" angeht bin ich Ihrer Meinung - und ich denke ich habe auch Ihre "Botschaft" im letzten Satz verstanden ....
Ich betreibe ja auch sehr unterschiedliche Weblogs
Paßt.
Es kommt da übrigens noch etwas dazu: Wenn ich mit jemandem spreche und dabei seine Gesichtszüge beobachte oder den Klang seiner Stimme höre, dann kann ich daraus herauslesen, wie es gemeint ist. Das geht beim Schreiben natürlich verloren. Diese neuen "Wörter" ersetzen das und helfen somit, einen Text so zu verstehen, wie er gemeint ist.
Beispiel:
Wenn ich zu jemandem sage: "Du bist ein Depperl" und lächle denjenigen dabei schelmisch an, dann weiß derjenige, daß ich es neckisch meine und nicht böse.
Im geschriebenen macht es einen Unterschied, ob ich schreibe:
- Du bist ein Depperl oder
- Du bist ein Depperl *g*
Schriebe ich hingegen:
- Du bist ein Depperl, aber mach dir keine Sorgen, ich meine das in einem frechen und fröhlichen Sinn
dann ist aus dieser Aussage der Witz herraussen, weil man so etwas in einem Gespräch ja auch nicht sagen würde.
Wie gesagt, derartige Ausdrücke ersetzen Gestik, Mimik und Tonfall - erklärende Nebensätze würden da sperrig wirken.
Dann muß ich wohl .... in Kauf nehmen "sperrig" zu wirken, denn mir fehlt der Zugang zu den Kürzeln - und ehrlich gesagt habe ich schon genug "Fremdsprachen" in meinem Leben gelernt.
Danke für Ihre Hinweise und Erklärungen. Zumindest ist mir das Ganze jetzt verständlicher ....
Ich verstehe nicht, worin bei "Du bist ein Depperl *g*" der Witz liegt, der durch "erklärende Nebensätze" verloren gehen könnte.
Die Frage .... ob es angemessen ist, einen solchen Satz zu benutzen, sollte am Anfang stehen ....
Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der ich diesen Satz gebrauchen würde, aber das heisst nicht, dass er nicht von anderen, weniger "beschränkten", angemessen eingesetzt werden könnte.
Sie meinen doch .... sicher das Wort "beschränkt" hier im Sinne von "zurückhaltend" und nicht im Sinne von "eingeschränkt"?
zu "Du bist ein Depperl *g*" Dies war ein kleines Beispiel, wie es unter Freunden, die sich gut verstehen, vorkommen kann. Wenn mir ein Freund unter dem Motto "Was liebt sich, das neckt sich" eine freche Äußerung unter die Nase reibt und ich darauf mit dem entsprechenden Humor reagiere, dann werde ich vielleicht so etwas von mir geben.
Ich glaube, Ihr habt das sehr wohl verstanden. Man muß nicht immer ernst und seriös durch's Leben laufen. Man kann auch fröhlich, frech, lustig und humorvoll sein. Ironisch, sarkastisch und selbstironisch. Dementsprechend kann man seine Weblogs auch humorvoll und von mir aus auch kindisch gestalten. Na und? Leben und leben lassen, lautet die Devise.
Was das mit sozialem Umfeld und Eingeschränktheit zu tun haben soll, ist mir schleierhaft. Mir sind jedenfalls Menschen, die sich ein Mindestmaß an Humor bewahrt haben, wesentlich lieber als Menschen, die mit säuerlich-seriös-humorloser Miene durchs Leben ziehen.
Fröhlichkeit und die Fähigkeit, sich zb. eine kindische Art erhalten zu haben, hat jedenfalls nichts mit Bildung, sozialem Umfeld oder Intelligenz zu tun, sondern mit einer bestimmten Lebenseinstellung.
Und jetzt lacht's ein bisserl, ihr werdet's sehen, daß euch das mal ganz gut tut zur Abwechslung.
Das kann .... sicher jeder der Diskutanten/-innen einsehen! Es ging ja auch nicht darum, Sie persönlich irgendwie anzugreifen. Ich bin sicher, man hat verstanden, worauf Sie hinweisen: Manche Beiträge sind mehr ernster, andere eher heiterer Natur - und bei letzteren bietet sich eine Auflockerung durch * Sternchenkürzel * an ....
Ich bin sicher kein Verfechter der Humorlosigkeit, ich meine nur, dass es Unterschiede gibt, was jemand als witzig empfindet und womit jemand wenig anfangen kann (bei Herrn WVS und mir funktioniert zB der oben zitierte Satz nicht so gut), dass es von verschiedenen Faktoren abhängt, was jemand witzig findet.
Zustimmung. Bei meinem "Image" würde das entweder als Anbiederung oder schlecht verpackte Ironie ankommen - deswegen habe ich ja den einen und einzigen "Versuch" gemacht ....
... und bei meinem Image würde es von den meisten als Beleidigung aufgefasst.
Oder:
" .. das du dich als zu gut für die Masse hälltst .. " (sic!)
Worauf ich antworte:
"Honi soit, qui mal y pense"
das ganze kommt ja aus den Chatrooms... ...(zu deutsch Schwatz-Salons o.ä.).
Da geht es um die textbasierte Simulation eines Gespräches unter Anwesenden, und daher wird da auch so geschrieben, dass es den einen oder anderen den Rechtschreiberegeln sehr verbundenen Menschen grausen könnte. Die Formen werden da dem Zweck untergeordnet; und ja, es ist möglich, dass es ab und an einem gelingt, durch ausschliessliches Publizieren in Chatrooms zu verhindern, dass das Fehlen seiner Orthographiekenntnisse auffiele.
Zum Thema: Weil's in den Chatrooms zackig gehen muss (und, wie der Herr Baron ganz zutreffend ausführt, weil man aufs Lesen in Mimik und Körpersprache des Gegenübers verzichten muss), hat die Kulturevolution hier smileys bzw. Emoticons[z.B. :-) ] und entsprechende Text-Kürzel wie *lol* (laughing out loudly) hervorgebracht. Schnell schwappte die Mode auch in die Blogs herüber, denn deren Kommentarseiten ähneln bisweilen stark dem Chatroom.
Eine Weiterentwicklung der Text-Versionen von Emoticons sind nach meiner Einschätzung Wendungen wie *ganzbedrücktdreinschaueundflachatme* (um es jetzt einmal auf die Spitze zu treiben). In Bilder umgebrochen wäre solches kaum mehr denkbar, auf diese Weise lässt sich aber in aller Kürze recht viel ausdrücken. Ich habe mich schon oft gefragt, warum man denn *lautpfeife* schreibt und nicht *ich pfeife laut*... Ganz abgesehen davon, dass die erste Form natürlich durch ihre Kuriosität die in Chats und Blogs häufig anzutreffende Ironie markiert, glaube ich auch, dass es sich hier um eine Anlehnung an den Stil handelt, der in Comics zur Beschreibung von Bewegungen und Geräuschen (Text ausserhalb von Sprechblasen) verwendet wird. Da steht dann z.B. "holper", "kawumm" oder "schmacht" (Letzteres am häufigsten bei Mickey Mouse in Anbetracht von Minnie Mouse).
Vielleicht bringen Ihnen meine Gedanken Erkenntnisse.
Um die letzte Anmerkung .... zuerst zu beantworten: Ein JA!
Ansonsten:
Da ich Chats immer für Zeitverschwendung gahalten habe - und mich durch Ihre Ausführungen darin bestärkt sehe - sind mir all diese Überlegungen und Schreibweisen völlig fremd.
Wie schon oben ausgeführt möchte ich bei der eher "konservativen" Schreibweise bleiben - auf die Gefahr hin von einigen hier als "alter Trottel" gesehen zu werden. Diese Rolle ist mir lieber als "um jeden Preis dazugehören" zu wollen.
Man kann nicht erwarten, von ALLEN geliebt zu werden ....
Na gut, einen Versuch will ich wohl unternehmen:
*ganzliebdreinschauundverzeihungsag*
das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen....bleiben sie wie sie sind. das passt schon !
Vielen Dank .... für die schönen Emoticons ....
und wie schon oben erwähnt:
"einen Versuch", nicht mehr!