„Dumm“ heißt für mich nicht lebensuntüchtig, sondern auf einfachste Ebene der Selbsterhaltung reduziert. Selbständiges Denken und sinnvolle Wahl von Politikern gehört nicht dazu …. denn gut 30% unserer wahlberechtigten Wohnbevölkerung kann nicht *sinnerfassend* lesen und urteilt nach Äußerlichkeiten und Hörensagen – und dem was BILD vorgibt und ihnen von Kollegen vorgelesen wird.
Mein Lieblingszitat
Blüte edelsten Gemütes
Ist die Rücksicht;
Doch zuzeiten
Sind erfrischend wie Gewitter
Goldne Rücksichtslosigkeiten.
Quelle
Ein schönes neues Jahr, lieber Herr WVS!
Aber haben Sie denn gar kein schönes Silvesterfeuerwerk sehen können? Sooo viel unverschämte Provokation auf einmal führt manchmal zur Explosion statt zum Feuerwerk der Gedanken.
Gut, dann setze ich jetzt eine Provokation dagegen. Ob die traumatisierte Kriegsgeneration, die nur ans Fressen und nach vorne dachte, wohl empathischer war als die folgenden Generationen?
Meine beste Morgaine .... ich sah genug Feuerwerk - selbst in unserem kleinen Wohnvorort gibt es genügend Verrückte die ihr Geld in die Luft jagen .... wobei ich im Zweifel bin, ob das eher aus Barem oder aus Kredit finanziert ist .... ja, Provokation ist mein zweiter Vorname - halten Sie dagegen, lassen Sie's krachen:
Ich geh schon 'mal einen Sekundanten suchen ....
PS
Wenigstens hatte die Nachkriegsgeneration noch ein Fünkchen Ehrgefühl und ganz sicher bessere Umgangsformen. Empathie war nicht deren Stärke, völlig klar.
Aber:
Können Sie denn keiner der 18 Thesen etwas abgewinnen?
Das würde mich doch sehr wundern ....
2. PS
Nun hätte ich doch glatt - vor lauter Eifer ihren Unmut zu dämpfen - vergessen, Ihnen ebenfalls ein fröhliches "Gutes Neues Jahr!" zuzu
rufenschreiben ....Da ich mich ja so gerne richtig beliebt mache: Nummer 18 finde ich gut. Sehr gut sogar! In "Generation Blogger" hatte ich mit wahrem Genuss verschiedene Experten-Blogs zitiert, in denen man sich unter Umgehung journalistischer Torhüterschaft zu Themen wie Astronomie oder Physik informieren kann (konnte?) und in der Vermittlung von tatsächlichem Expertenwissen für alle Interessierten einen der großen Vorteile von Blogs gesehen. Ich sehe natürlich ein: Das sieht die Content-Industrie ganz besonders gerne!
Der Vater meiner Tochter wird von einem Privat-Sender gerne als Experte zu USA-Fragen interviewt. Steht halt in der Kartei. Ei, was sag ich denn nu ganz vorsichtig ...? Vielleicht dieses: Nicht, dass er kein Experte wäre. Er ist es! Aber eben doch keine eiermilchlegende Wollmilchsau ...
Ich sagte es ja bereits: Und wieder hatte sie sich liebend gerne in die Nesseln gesetzt! Dabei praktizierte sie doch sonst gar kein S/M ...
Ach, .... es freut mich sehr festzustellen, daß Sie offensichtlich irgendwie wieder "online" sind - ja, was die Astrologie angeht: Ich habe auch ein Horoskop für Sie .... garantiert stimmig und zutreffend ....
Ich sprach von Astronomie, nicht Astrologie!
Das scheint ja ein Horoskop mit Ewigkeitsklausel zu sein. Im Text ist von 2004 die Rede. Aber Gefahr für mein Herz besteht immer. In der Tat! Es soll sogar Leute geben, die das gut finden.
2004? .... da müssen Sie einen anderen Text haben als ich - das Horoskop ist doch toll, und selbst wenn irgendwo eine falsche Jahreszahl sein sollte ist es das einzig richtige und gültige Horoskop für 2006!!!!!
Da steht überall 2004. Bis auf die Überschrift. Macht ja fast nix.
Ich fand besonders diesen Satz so interessant:
Es ist im allgemeinen für Jungfrau-geborene nicht nötig, sich Sorgen um die Gesundheit zu machen, in 2004 sollten Sie aber dafür sorgen, nicht zuviel Zeit im Arbeitsprozeß zuzubringen. Ihr Aszendenteneinfluß ist stark negativ geprägt, es besteht Gefahr für Ihr Herz!
Is aber immer gültig, die Aussage, schon klar. Ähh, wie hieß doch gleich dieser Effekt? Barnum-Dingsda-Effekt?
Update: Noch so einen netten Film? Soll gut sein fürs Herz. Auch für Ihr Herz.
Möglich, daß Sie .... noch eine veraltete Ausgabe haben - da hilft nur: Seite aufrufen und mehrmals "reload" (verschlungene Pfeile, ähnlich recycling) zu drücken-dann wird Alles gut ....
Zum Anfang zurück:
Welche von den Thesen könnten Sie denn möglicherweise unterstützen?
Ahh, ein guter Spruch am Abend ist doch FAST immer erquickend und labend. Hätten Sie auch noch was anderes auf Lager? Etwas im Sinne von: Was du nicht willst, ...
Gut. Ich geh mal reloaden! ... Done! Toller Trick. Die Jahreszahlen wechseln. Die Sätze nicht. Sie Genie, Sie!
Thesen unterstützen? Sagte ich doch: Nummer 18! Das war ernst gemeint. Nummer 13, Alkohol bei Kindern, soll laut Statistiken, die ich kenne, ebenfalls stimmen. Meine Tochter fand den Sekt zu Silvester übrigens auch lecker. Ich habe sie sogar ermutigt, zu trinken. Eine Frage des maßvollen Umgangs und der Erklärung, wie Alkohol wirkt. Sie trinkt jetzt Sekt mit Molke. Schmeckt wie ein Milch-Shake. Rotwein habe ich ihr auch schon mal angeboten und sie hat dankend abgelehnt.
Tja .... Horoskope sind schon trickreich: Springende Jahreszahlen inklusive!
Und hinsichtlich #18 - ist das alles? Da hätte ich doch auf mehr gehofft ....
Hab gerade ein Update gemacht. Mal schauen, was ich noch finde. Und Sie brauchen auch nicht genau auf den Punkt zu kommen.
Was bitte meinen Sie mit Nr. 16? Sex als Ersatz für Konversation? Ja und? Immer nur reden ist ziemlich anstrengend, finden Sie nicht?
Soll ich Ihnen morgen noch mehr Stoff für Nr. 18 liefern? Tu' ich doch glatt. Ich mache mich wirklich richtig gerne noch weiter unbeliebt.
Gute Nacht, Sie Luntenlegermeister, Sie! :-)
Wünsch' ich .... Ihnen auch
- im Bewußtsein, daß Sie eine Löschdecke parat haben ....
Keine Löschdecke. Nur ebenfalls ein Arsenal an Zündschnüren und die Gewissheit, den Finger rechtzeitig am Abzug zu haben.
P.S. Die Mail ist am 30. Dezember herausgegangen und hoffentlich angekommen. Sie fanden ja das in meinem Blog angerissene Konzept für meine neuen Pläne recht interessant.
Nun hatte ich gehofft .... ich könnte Sie als "Feuerwehr" abgeben, wenn 'mal Bedarf sein sollte - und da stellen Sie sich als Brandstifterin heraus .... na, das wird wohl ein Duo infernale. Was sich da zusammenbraut!
Ein email habe ich nicht bekommen, sind Sie hinsichtlich der Adresse ganz sicher? Oder haben Sie das von einer anderen email-Adresse aus versandt?
Ich bin die Feuerwehr. Und die Sprengmeisterin. Und die Streichholzzündlerin. Und Sie: Sie sind verdammt gut ...
Die mail ging an Ihren Bruder im Geiste. Herrn Kinomu ... War das etwa falsch? Ich stehe nicht gerne alleine gelassen im Wald. Da fürcht' ich mich. Und mache dann ganz dumme Sachen. Vor lauter Ärger ;-)
Ufff .... und ich dachte schon ich hätte das mail übersehen!
Herr kinomu wird sicher weiterleiten .... einstweilen also kein Grund zur Sorge - er wird Urlaub machen ....
Herr WVS,
sehe ich so aus, als ob sich zwei Gehirnzellen bei mir mit dem Denken abwechseln ... ?
Ohne vergleichen zu wollen .... muß ich Ihnen sagen, daß es sehr wohl Lebewesen mit zwei Hirnzellen gibt, die durchaus zu erstaunlicher Leistung fähig sind .... na gut, ehrlich gesagt können es auch ein paar mehr Zellen sein ....
Es wäre auch keineswegs ungewöhnlich wenn ich eventuell gelöscht hätte - Sie haben sicher bemerkt, daß ich zunächst den Fehler bei mir suchte(!) - weil ich manchmal schnell bei der Hand bin mit dem Löschen: Zu viele schlechte Erfahrungen ....
Was bin ich froh, Herr WVS, dass ich Ihnen vertrauen kann. Sie gehören zum Glück nicht zur Medien-Mafia, die per Monitor-Screening nette Dinge abzapt und ständig startbereit auf wunderbare Ideen von kreativen Menschen wartet. Ich empfehle in solchen Fällen ja den offensiven Umgang mit den Ideen, jeder soll es hören und verbreiten und selber machen ... denn nichts stimuliert doch das Eigene mehr als all die Me-Too-Produkte und Projekte. Open Source halt! :-)
Erinnern Sie sich noch an den Existenzgründerhype um das Jahr 1998? Das Jahr, in dem ich mit einem Projekt scheiterte. Das Jahr, als McKinsey und Stern und ... Existenzgründerwettbewerbe auslobten, die Gründer mit Beratungsleistung abspeisten und deren Ideen einkassierten, um dann derart inspiriert diese Ideen als eigene Unternehmensberatungen weiterzugeben? Als ich das einem Anwalt erzählte - Raten Sie doch mal, was der einige Monate später auf seiner Visitenkarte stehen hatte? Es war das Jahr, in dem ich mich hilfesuchend an eine Unternehmensberaterin wendete. Ihr erzählte, mit solch einem Auftritt wie dem ihren würde ich meine Seminare auch immer beginnen. Und ihr dann erst mal über den Medien-Markt referierte. Raten Sie mal, was die Lady einige Wochen später auf ihrer Visitenkarte stehen hatte ... ? Es war das Jahr, in dem ich auch die Einladung vom Verband jung-dynamischer Unternehmer erhielt ... Über so etwas amüsiere ich mich heute köstlich.
Ich erinnere mich noch sehr genau .... als mich (1999) ein Student nach meiner Meinung zu "dot-coms" fragte und ich ihm erklärte, daß von Nichts nichts kommt - große Aufregung im Hörsaal .... und nur drei Jahre später platzte dann die Seifenblase und hat unzählige Existenzen vernichtet bzw. viele US-Rentner um ihre Altersversorgung gebracht, weil auch staatliche und halbstaatliche Rentenkassen den Schaumschlägern auf den Leim gekrochen sind ....
Ja, was das "Anzapfen" angeht habe ich auch so meine Erfahrungen: " Machen Sie uns doch einen Vorschlag, wie wir diese Schulung anpacken sollten .... " - natürlich gratis als Vorab-Leistung. Nachdem der Vorschlag da war bekam dann ein "Ausführender" Freiberufler den Auftrag: Billiger, da zu eigenem Denken nicht fähig. Solche "Unternehmensberater" haben dann eine Ausbildung in zwei Tagen durchgezogen - obwohl jeder Beteiligte wußte, daß es unter vier Tagen, besser fünf, nichts bringt - aber nach "oben" konnte man Vollzug zu günstigen Konditionen melden (das "deutsche Wesen", Sie wissen schon ....).
PS
Das dollste Beispiel habe ich 'mal in einem Vorzimmer gehabt - bei AOL(!) - da saß eine junge Frau, ca. Mitte zwanzig, die erzählte von mehreren Jahren Auslandsaufenthalt, zwei abgeschlossenen Studiengängen und mehreren Jahren Führungserfahrung - da bin ich mit meinen (damals) End-Vierzigern platt gewesen .... und raten Sie 'mal, wer den Auftrag bekam .... !
Das ja köstlich. Passt aber zu den Erfahrungen, die ich gemacht habe. Na ja, aber was soll ich sagen? Mir hat man zu diesem Zeitpunkt auch noch alles Mögliche erzählen können. Dass mein in Auftrag gegebener Internet-Auftritt meines damaligen Projekts zum Beispiel nicht funktioniere und auf meinem Bildschirm auf ein Drittel zusammenschrumpfe, liege nur an meiner falschen Benutzung. Sagte die Internet-Agentur. Dummes dummes kleines Mädchen aber auch!
Wir haben halt den Aufbruch herbeigesehnt. Besonders als Frau war da so viel Hoffnung, Selbstständigkeit und Kinder unter einen Hut zu bringen. Wir haben an den Hype geglaubt. Und sind den Schaumschlägern auf den Leim gegangen. Heute sind die Fronten noch härter geworden. Und die Wahl der Waffen auch.
Touché ....
Nein. Nicht. Doch auf der anderen Seite?
Das sollte heißen: Glaub' ich - denen werden Sie's geben ....
Ah so!
Soll ich jetzt die mail mit den Silvester-Grüßen noch weiterleiten oder mailen Sie mich an? Ich nehme Sie nämlich tatsächlich ernst ... :-)
Nein, .... ich warte geduldigst, bis ich mail bekomme ....
... "drei Jahre später platzte dann die Seifenblase"...
Sie meinten vermutlich drei Monate? (März 2000)
1998, das war das Jahr der Russlandkrise (darüber, dass ich damals keine Norilsk Nickel-Aktien gekauft habe, ärgere ich mich noch heute - obwohl die Yukos-Zerschlagung letztes Jahr gezeigt hat, dass die Furcht vor Enteignung in diesem Land nicht ganz unberechtigt ist) und dem Beinahe-Zusammenbruch von Long-Term Capital Management (LTCM), der die Fragilität des Finanzsystems zeigte.
Den Boom der Dotcom-Aktien sah ich 1999 als Pyramidenspiel, das besser früher als später ein Ende haben sollte - Illusionen sind meine Sache nicht.
Ihre Angabe mit .... drei Monaten ist sicher von Europa aus gesehen korrekt - allerdings hielten in der US-Gesellschaft die Analysten bis Ende 2001 noch die Hoffnung aufrecht, durch Konsolidierung z.B. in Auffanggesellschaften werde man in der Lage sein den Schaden zu minimieren .... insoweit ist wohl mein damaliger Aufenthaltsort bestimmend für die Einschätzung gewesen ....
Was das Gesamtgebäude angeht so bin ich überzeugt:
Ein paar Computer und eine gute Idee sind nicht Garant für Erfolg - wie man ja auch erkennen konnte .... den "dot-coms" fehlte zudem Know-how zu längerfristiger Finanzplanung und Stabilisierung des Geschäfts durch intelligente Zukäufe .... zu jung, zu unerfahren, zu selbstsicher, zu sehr von ihrer Unfehlbarkeit und von der "Machbarkeit" überzeugt - das konnte nur schief gehen ....
... schief gehen für die Aktionäre. Viele der Dotcom-Gründer und -Investoren, die rechtzeitig ausgestiegen sind, haben selbst grossen finanziellen Erfolg, gerade weil sie ihre Chancen viel zu positiv eingeschätzt haben, von teilweise sehr weltfremden Ideen überzeugt waren - und andere davon überzeugen konnten. Mit Zweifel an der Sinnhaftigkeit oder Machbarkeit hätten sie es erst gar nicht versucht - aber Zweifel hätten auch viele längerfristig erfolgreiche Firmen verhindert.
Ach ja, die US-Analysten und Investmentbanker. Die haben gut daran verdient, Mist als Gold zu verkaufen und wollten an ihren Kunden noch einwenig verdienen... und die Fondsmanager hatten auch kein Interesse daran, die Party für beendet zu erklären.
Diesen historischen Vergleich finde ich sehr gut gelungen. Leseempfehlung.
" .. für die Aktionäre .. " - Stimmt! Es gibt ja auch bei uns Beispiele zuhauf, die auf der Welle mitreiten wollten - und es z.T. auch taten.
Es ist unstreitig, daß aus dem Crash auch einige wenige Gründer mit Ideen - oder größerer Skrupellosigkeit? - wie Phönix aus der Asche stiegen. Ein Beweis dafür, daß gute Ideen auch bei einem allgemeinen Abwärtstrend durchzusetzen sind. Auch dafür, daß man zwischen dem Einzelschicksal und dem Einfluß auf die ökonomische Entwicklung in ihrer Gesamtheit unterscheiden muß (ähnlich in der genannten Quelle).
Die Begeisterungsfähigkeit der Amerikaner wächst mit dem in Aussicht gestellten "profit" - leider setzt auf dem Weg dorthin manchmal der gesunde Menschenverstand aus ....
"Produktivitätsgewinn" kann auf verschiedenem Wege gemessen werden. Ein guter Freund - der wirklich erhebliche Beträge zu investieren in der Lage ist - hat mir zu denken gegeben: "Wir bauen überall Neues auf. An anderen Stellen reißen wir Altes ab. Netto haben wir also nichts an Substanz gewonnen - und doch sind einige Menschen bei diesem Prozeß arm, andere reich geworden. Man muß nur sehen, daß man auf der richtigen Seite steht!" - Recht hat er. Doch um "auf der richtigen Seite" stehen zu können muß man genug Sachverstand haben - und in der Lage sein viel Geld zu investieren. Weil es ohne diese Voraussetzungen nicht funktioniert scheitern so Viele ohne eigentlich zu wissen warum ....
Analysten & Fondsmanager
Da haben viele verzögert und ihre eigene Haut zu retten versucht - weil sie wußten:
Wenn die Bombe platzt werden sie von der Explosion betroffen sein ....