Da schaut man einmal ein paar Tage nicht genau hin was so im Lande passiert ... und schon macht der Bundespräsident Mist.
Das ist nichts Neues, eher eine Art 're-play'.
Obschon ich die RAF und ihre Motive anders sehe als 'mainstream' und das gerne vermitteln möchte, ist es doch mindestens geschmacklos sie in einem Atemzug mit Rosa Luxemburg, Hildegard von Bingen oder Hannah Arendt zu nennen. Wie überhaupt kommt es, in dieser Frauenriege 'bedeutsame' Persönlichkeiten zu sehen?
Genauso unverständlich wie G. Ensslin in dieser Reihung zu haben ist es, H. Arendt und Hildegard von Bingen zu vergesellschaften. Das hat man davon, wenn frühe Esoterik und religiöse Verzücktheit zu einem 'Lebenswerk' hochstilisiert werden - während beispielsweise Widerstand gegen autoritäre Machtstrukturen des frühen deutschen Kaiserreichs und angrenzender Gebiete bestenfalls als zu belächelnde, tumbe Toren dargestellt werden (Beispiel: Michael Kohlhaas).