.... ist bei­lei­be nicht so abge­lau­fen wie es uns die diver­sen Reli­gio­nen weis­ma­chen wol­len.

Ich hat­te kürz­lich schon ein­mal eine sehr ver­ein­fach­te Dar­stel­lung geschrie­ben, die die­se Ent­ste­hung des Lebens beinhal­te­te [grün unter­leg­ter Text].

Wie so oft wur­de jetzt zufäl­lig ein umfang­rei­cher, mit wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en beleg­ter Arti­kel zu die­sem The­ma - aller­dings sehr kom­plex was die not­wen­di­gen Hin­ter­grund­kennt­nis­se angeht - ver­öf­fent­licht. Wer über ver­tief­te Kennt­nis­se der orga­ni­schen Che­mie (hier: Bio­che­mie) ver­fügt, der soll­te den Ursprungs­ar­ti­kel lesen

Wis­sen­schaft; Che­mi­sche Evo­lu­ti­on; Wie leben­de Syste­me aus toter Mate­rie ent­stan­den; Dr. Jan Süt­ter­lin; 7. Nov 2018

Ein kur­zer Aus­zug dar­aus, der sich mit der Wir­kung von wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­sen auf unser Selbst­ver­ständ­nis als Men­schen, bzw. unse­re Ein­ord­nung in die beleb­te Umwelt aus­wirkt:

Die­ser Zusam­men­fas­sung kann man nach Stu­di­um der bis­he­ri­gen Erkennt­nis­se nur zustim­men. Es wird immer deut­li­cher, dass die Grund­la­ge des Lebens aus rein zufäl­lig abge­lau­fe­nen che­mi­schen Pro­zes­sen ent­stan­den ist. Eine The­se, die ich hier schon häu­fi­ger dar­ge­stellt und ver­tre­ten habe. Da freut es mich natür­lich zu lesen, dass die­se Schluß­fol­ge­rung die wahr­schein­lich­ste aller Ent­ste­hungs­hy­po­the­sen ist.

Zugleich kön­nen wir dar­aus den rasan­ten Ent­wickungs­er­folg der Wis­sen­schaft ins­ge­samt erken­nen:
Als ich anfing zu stu­die­ren (1970) gab es das Fach Bio­che­mie noch nicht, es war Teil der Phy­sio­lo­gie. Gene­tik steck­te in den Kin­der­schu­hen und befaß­te sich mit wei­ßen glatt­haa­ri­gen und schwar­zen rau­haa­ri­gen Meer­schwein­chen und roten und wei­ßen Lip­pen­blüt­lern. Heu­te, knapp 50 Jah­re spä­ter, gibt es das Fach "Mole­ku­lar­bio­lo­gie", das bis an die Gren­zen der der­zei­ti­gen Erkennt­nis­se vor­ge­drun­gen ist.

Bedau­er­lich ist aller­dings, dass die gei­sti­ge Erfas­sung die­ses Fort­schritts nicht in glei­cher Wei­se von­stat­ten geht. Immer noch wer­den die Befun­de bezwei­felt, immer noch wer­den die Wis­sen­schaft­ler ange­fein­det, immer noch müs­sen heu­te Men­schen ster­ben, oder wer­den mit dem Tode bedroht, weil sie der Ver­nunft nicht abschwö­ren wol­len, sie­he Paki­stan und Sau­di Ara­bi­en.