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bookmark_border.... noch wäre etwas zu ändern ...

Gestern las ich einen aus­führ­li­chen Bei­trag bei 'hei­se'[Zita­te unten stam­men daher] zu einem The­ma, das mir sehr am Her­zen liegt. Obwohl die Zei­chen dafür nicht gut ste­hen habe ich die Hoff­nung noch nicht auf­ge­ge­ben, daß die Ver­nunft - irgend­wie - doch noch siegt ....





   


Auf einen ein­fa­chen Nen­ner gebracht:

In einer end­li­chen Welt kann es
kein unend­li­ches Wachs­tum geben

Aller­dings scheint das nicht in die Köp­fe der­je­ni­gen Ver­tre­ter des puren "Kapi­ta­lis­mus" zu pas­sen die an den Zin­sen und Zin­ses­zin­sen und durch die Pro­duk­ti­ons­spi­ra­le gut verdienen.

bookmark_borderKabong ...!

Für vie­le Men­schen sind soge­nann­te "Schick­sals­schlä­ge" belegt mit Tod, schwe­rer Krank­heit oder Kata­stro­phen. Alle­samt Ereig­nis­se denen man macht­los gegen­über­steht und an denen man selbst dann nichts ändern könn­te wenn man es vor­her wüß­te. Die­ses Gefühl der Macht­lo­sig­keit ist es wohl, was der­glei­chen Ereig­nis­se so gefürch­tet macht.

Aber auch weni­ger umfas­sen­de Ver­än­de­run­gen kön­nen sich für das Indi­vi­du­um so bzw. ähn­lich ein­schrän­kend auswirken.

Es braucht nicht unbe­dingt einen 'Tsu­na­mi' um aus dem see­li­schen Gleich­ge­wicht gewor­fen zu werden.

bookmark_border.. & so ..

" .. war G ♥ bei mir, und 's war schon cool ((8 ..
(: Ein­fach mal auf dem Sofa sit­zen & labern & so .. "

bookmark_borderGut gemeint ist nicht immer auch gut gedacht ....

Am 12. August - also gera­de mal vor zwei Wochen schrieb ich in einem Arti­kel:


"Ein wesent­li­cher Aspekt des natur­wis­sen­schaft­li­chen Han­delns & For­schens soll­te die Ein­be­zie­hung der Fol­gen für die Gesell­schaft .. sein - dar­an man­gelt es bei immer schnel­ler wer­den­den Entwicklungszyklen."



Die Wirk­lich­keit über­holt der­glei­chen Gedan­ken­gän­ge manch­mal sehr schnell, schnel­ler oft als man sich vor­stel­len will.

Da hat eine Grup­pe von Dok­to­ran­den* dar­über nach­ge­dacht wie man die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Fal­le von Kata­stro­phen ver­bes­sern könn­te und vor­ge­schla­gen dies mit Hil­fe eines Net­zes von Rou­tern zu ver­su­chen - pri­va­te Rou­ter, wohl­ge­merkt. Die sol­len zusam­men­ge­schal­tet wer­den und für Sta­bi­li­tät sorgen.

Gut gemeint ist nicht immer auch gut gedacht ....

Das Pro­blem dabei wäre, daß jeder Besit­zer einer Art Not­fall-Schal­ter zustim­men müß­te der sei­ne eige­nen Rech­te als 'admin' aus­schal­tet und dafür einer Not­fall­or­ga­ni­sa­ti­on die Rech­te überträgt.

Sol­cher­lei Über­le­gun­gen und For­schun­gen dazu soll­te ein ver­ant­wor­tungs­be­wuß­ter Wis­sen­schaft­ler über­haupt nicht anstel­len, denn das Miß­brauchs­po­ten­ti­al bei Weg­ga­be der pri­va­ten Rech­te an "Orga­ni­sa­tio­nen", mögen sie auch noch so unver­däch­tig sein, birgt stets ein unab­wäg­ba­res und nicht zu ver­hin­dern­des Risiko.

[Hier fin­det man eine umfang­rei­che­re Erör­te­rung mit wei­te­ren tech­ni­schen Details - in eng­li­scher Sprache]

* Kamill Panit­zek, Imma­nu­el Schwei­zer, Tobi­as Bön­ning, Gero Sei­pel and Max Mühl­häu­ser "First respon­der com­mu­ni­ca­ti­on in urban envi­ron­ments" in Int. J. Mobi­le Net­work Design and Inno­va­ti­on, 2012, 4, 109-118

bookmark_border... auf-GEZ-eigt ...

Die GEZ - die hat es die­ser Tage nicht leicht, denn sie ist wegen des Rund­funk­staats­ver­tra­ges der ab 2013 in Kraft tre­ten soll unter Beschuß. Zu Recht, wie ich meine.

Der Text unten zeigt sehr deut­lich - in Ana­lo­gie - auf, war­um die Begrün­dung für die "Haus­halts­ab­ga­be" jeder nach­voll­zieh­ba­ren Logik ent­behrt. Aber das ver­wun­dert fast schon nicht mehr. Der Sinn für Logik scheint der Poli­tik in unse­rem Land schon lan­ge abhan­den gekom­men zu sein ....



   

[Quel­le: telepolis/forum]

bookmark_borderKann mir mal jemand helfen?



   

[Quel­le: pop-con­sul­ting]

Der vor­ste­hen­de Text stammt von einer Dienst­lei­stungs­agen­tur die umfang­rei­che Geschäf­te mit der Senats­ver­wal­tung und ande­ren, teil­wei­se halb-öffent­li­chen Trä­ger­ge­sell­schaf­ten macht.

Ich ver­ste­he nicht, was mit die­sem Text aus­ge­sagt wer­den soll.

Mög­lich, daß es sich um eine Geheim­spra­che han­delt die nur Päd­ago­gen und die Ber­li­ner Senats­ver­wal­tung beherrschen.

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*Nach­satz*
Wer denkt sich für eine seriö­se Agen­tur einen so bescheu­er­ten Namen wie "pop-con­sul­ting" aus?

bookmark_borderDie "Qualitätspresse-Briefkasten-Tante" rät ....





   



[ Quel­le via Demo­kra­tie & All­tag ]

Man soll sich Zeit neh­men wenn man auf­ge­regt ist. Weil - wenn man eine Nacht dar­über geschla­fen hat - sich Vie­les weni­ger auf­re­gend dar­stellt als zuvor.
Sagt man.

Ich bin aber auch nach reif­li­cher Über­le­gung und Schlaf immer noch außer­or­dent­lich ver­är­gert über das, was die­se Kum­mer-Brief­ka­sten-Tan­te den Lesern der "Ber­li­ner Mor­gen­post" da völ­lig blau­äu­gig aber natür­lich 'poli­ti­cal­ly cor­rect' empfiehlt.

Unter Ver­drän­gung der Tat­sa­chen - daß näm­lich ein Teil derer, die das sogen­an­te "Kiez-Deutsch" spre­chen, das nicht des­we­gen tut weil Jugend­li­che sowas gemein­hin tun, son­dern sie tun es weil sie es nicht bes­ser können!

Anders aus­ge­drückt:
Ein Teil der Jugend­li­chen ist nicht mehr in der Lage ver­nünf­ti­ges Deutsch zu spre­chen und behilft sich mit einer Art Ersatz­spra­che - die nen­nen 'wohl­mei­nen­de' Men­schen wie besag­te Frau Dr. Hei­de­ma­rie Arn­hold dann beschö­ni­gend "Kiez-Deutsch", obwohl klar ist, daß es sich dabei um ein wir­res und kei­nes­falls ein­heit­li­ches Kau­der­welsch han­delt, das nur beding­te Ähn­lich­kei­ten mit der deut­schen Spra­che hat und daher wohl kaum noch als "Deutsch" bezei­chet wer­den kann. Es ist auch kein "Dia­lekt", Dia­lek­te sind über Jahr­hun­der­te gewach­se­ne Sprach­for­men mit eige­ner Gram­ma­tik, son­dern es ist schlicht Unfä­hig­keit gepaart mit dem Unwil­len die Lan­des­spra­che kor­rekt zu nut­zen - und solan­ge dage­gen kei­ne Oppo­si­ti­on ent­steht sehen sich die­se frem­deln­den Sprach­fau­len auch noch bestätigt.

Es geht doch. Es wird akzep­tiert, sie haben dar­aus kei­ne Nach­tei­le. Es wehrt sich nie­mand dage­gen. Pri­ma! Wei­ter so.

Anstatt nun zu for­dern, man sol­le den Jugend­li­chen, die nicht in der Lage sind kor­rek­tes Deutsch zu spre­chen dies bei­brin­gen, wird der klein­ste gemein­sa­me Nen­ner pro­pa­giert und Eltern wer­den auf­ge­for­dert das bei ihren Kin­dern nicht nur zu dul­den, son­dern sogar noch zu fördern.

Besag­te Frau Dr. Arn­hold ver­steigt sich sogar soweit das auch noch als eine posi­ti­ve Ent­wick­lung der Jugend­kul­tur zu bezeichnen.

Sehr geehr­te Frau Dr. Arn­hold, das ist, da bin ich mir sicher, der fal­sche Weg.

Die "Weich­spül­me­tho­de" mag Kon­flik­te abmil­dern - die zugrun­de lie­gen­den Pro­ble­me wer­den so aber nicht gelöst. Das ist Kindergarten-'pille-palle':
" .. gebt euch die hand und sagt alles ist wie­der gut .. ".

Rich­tig wäre den Eltern zu raten ihren Kin­dern den Umgang mit Jugend­li­chen zu ver­bie­ten die nicht in der Lage sind ein kor­rek­tes Deutsch zu spre­chen. Die Ent­wick­lung der Sprach­fä­hig­keit ist auch vom Umfeld abhän­gig - und daher kann sich die­se unzu­läng­li­che Sprach­fer­tig­keit einer Min­der­heit prä­gend - und zwar im nega­ti­ven Sin­ne - auf die Mehr­heit auswirken.

bookmark_borderBitterböse ....

.... ist die Kari­ka­tur, die auf die in Kas­sel statt­fin­den­de "cari­ca­tu­ra" hin­weist - und dem­entspre­chend sind auch die Reak­tio­nen der Amtskirchen.



   

[Quel­le: hna via law­blog]
Ich wün­sche mir, daß die Aus­stel­lungs­lei­tung bei ihrer Hal­tung bleibt und kei­ner­lei Zen­sur ausübt.

*edit*
Ich habe noch zwei Kari­ka­tu­ren gefun­den die mir gefallen:

 



   


   

[Quel­le: cari­ca­tu­ra-web­sei­te]

bookmark_borderUrsachenforschung ....

Es wird viel geschrie­ben über die Arbeits­lo­sig­keit in Spa­ni­en und deren Ursa­chen. Ich bin nun kein Sozi­al­wis­sen­schaft­ler, son­dern Bio­lo­ge und wir haben auch Unter­su­chungs­ge­gen­stän­de deren Lebens­äu­ße­run­gen, Lebens­funk­tio­nen und Inter­ak­tio­nen stu­diert wer­den. Inso­weit füh­le ich mich 'auto­ri­siert' zumin­dest ein Schlag­licht auf die Ver­hält­nis­se zu wer­fen und die Fra­ge nach dem "War­um?" zu stellen.

Die 'her­ren­lo­sen Kin­der' in Spa­ni­en fal­len zunächst ein­mal nicht unbe­dingt auf, sind sie doch den über­wie­gen­den Teil des Tages in der Schu­le. Am Wochen­en­de und im Urlaub wird aller­dings das gan­ze Aus­maß der Unzu­läng­lich­kei­ten sichtbar:
Spa­ni­sche Kin­der sind arme, ver­wahr­lo­ste, unbe­auf­sich­tig­te und abge­scho­be­ne Kin­der - anders als bei uns, wo sich Eltern dar­auf freu­en mit ihren Kin­dern ein paar Stun­den, ein paar Tage gemein­sam zu ver­brin­gen, tei­len sich hier Eltern und Kin­der in ver­schie­de­ne Grup­pen und jede Grup­pe lebt so vor sich hin - unter­bro­chen ledig­lich bei Fami­li­en­fei­ern, oder zu den Mahl­zei­ten, vor deren Beginn dann lang­ge­zo­ge­ne Schreie die Kind­lein her­bei­brin­gen sollen.
"Aaal­va­rooooo!" tönt es dann z.B. quer über die 'Pla­za' oder ent­lang der 'Cal­le'. Von dem so her­bei­zi­tier­ten aller­dings kei­ne Spur - und da sei­ne Mut­ter (oder Eltern) nicht weiß wo er ist und ihn des­we­gen dort nicht abho­len könn­te ver­legt sie sich auf wei­te­re Rufe. Die ver­hal­len, wie die Vori­gen, ergebnislos.
Ein "Iiiii­vaaaaaa­an!" reagier­te, an sich schon eine Beson­der­heit, dann doch noch - ich habe mit­ge­zählt - auf den elf­ten (!) Ruf sei­ner Mutter.

Wenn die Kin­der klein und nied­lich sind dür­fen sie ALLES. Sie wer­den wie die Baby­pup­pen mei­ner Schwe­stern in nied­li­che rosa Kleid­chen oder bläu­li­che Jäck­chen gesteckt und über­all her­um­ge­zeigt, dabei ange­sta­chelt das and­res­sier­te Ver­hal­ten zu zei­gen, von dem ihre Eltern glau­ben es sei von Vor­teil für die Zukunft des Nachwuchses.

Das "alles dür­fen" schlägt dann spä­ter um. Weil die Kin­der her­um­kas­pern wie sie es frü­her gelernt und getan haben. Wenn sie aber älter gewor­den sind fin­det es nie­mand mehr nied­lich, da wird es eher zur Plage.
So schlägt es nach­fol­gend in völ­li­ge Ver­wahr­lo­sung und Frech­heit (auch den Eltern gegen­über) um. Die wol­len dann lie­ber die Kin­der weit weg haben, sonst gibt es für sie nur Dis­kus­sio­nen, Strei­te­rei­en und bestimmt kei­ne Ruhe. Doch die wol­len sie haben, die spa­ni­schen Eltern, denn sie lie­ben es mit ihren Ver­wand­ten und Freun­den in fröh­li­cher Run­de laut­stark zu dis­ku­tie­ren, zu schwa­dro­nie­ren und zu scher­zen. Die Män­ner las­sen klei­ne Anzüg­lich­kei­ten los und die ver­sam­mel­te Damen­welt kichert hin­ter ihren Fächern fei­xend dar­über. Da pas­sen frei­lich kei­ne klei­nen Kin­der dazu, vor allem nicht, wenn sie Auf­merk­sam­keit haben wol­len. Sie wer­den ver­scheucht, mit Geld, Eis, Süßig­kei­ten besto­chen eine Wei­le Ruhe zu geben und igno­riert - ihre Bedeu­tungs­lo­sig­keit steht in umge­kehr­tem Ver­hält­nis zu dem viel­be­schwo­re­nen medi­ter­ra­nen Sip­pen­zu­sam­men­halt und zu der Auf­merk­sam­keit die sie frü­her hatten.

Das Ergeb­nis sind Van­da­lis­mus, Über­grif­fe, zügel­lo­ses Trin­ken im Teen­ager­al­ter .... die spä­te Rache, gebo­ren aus dem Allein­ge­las­sen­sein und der Vernachlässigung.

Ver­murk­ster Anfang - schlimm­ste Ergeb­nis­se, das erin­nert mich sehr an miß­ra­te­ne Ver­su­che der Hundeerziehung:
Was bei einem Jung­hund noch 'nied­lich' ist, z.B. wenn er mit sei­nen klei­nen Pfo­ten einen Schuh packt und an ihm her­um­zu­na­gen ver­sucht, wird spä­ter zu einem Rie­sen­pro­blem wenn er sich ein paar teu­re Leder­schu­he für mehr als zwei­hun­dert Euro als 'Kau­kno­chen' vornimmt.

Hier offen­bart sich dem­nach der Grund für ein gene­rel­les Pro­blem der Art wie spa­ni­sche Kin­der (auch por­tu­gie­si­sche, da hat­te ich vie­le Beob­ach­tungs­ge­le­gen­hei­ten) erzo­gen werden.

Anstatt intel­lek­tu­el­le Lei­stung in den Vor­der­grund zu stel­len wird den Jun­gen eine Macho-Rol­le einstudiert:
Fuß­ball, For­mel I, Kampf­spie­le, Prot­zen mit den aktu­el­len 'gad­gets' und der Aus­beu­lung ihrer Hose (nicht erfun­den, selbst beoachtet!).

Die Mäd­chen wer­den auf ihre Rol­le als Mut­ter und Sex­ob­jekt getrimmt:
Ober­tei­le für Biki­nis bei nicht vor­han­de­ner Brust, farb­li­che Abstim­mung auf 'girlie'-rosa und son­sti­ge Bon­bon­far­ben (schlimm­ste geschmack­li­che Ent­glei­sun­gen), Pup­pen­wa­gen und wei­te­res 'mäd­chen­ty­pi­sches' Spiel­zeug, aus­ufern­de Haar­pfle­ge, Schmink­sets - und sie 'dür­fen' den Müt­tern dabei hel­fen die Haus­ar­bei­ten zu erle­di­gen wäh­rend der Papa ruht und der Bru­der sich bei einem Video­spiel entspannt ....

Ein­gangs hat­te ich erwähnt nach wem (bei­spiel­haft) Müt­ter rufen - es mag den geneig­ten Lesen­den nicht auf­ge­fal­len sein, aber die Namen waren mit Bedacht gewählt:
Jun­gen wer­den geru­fen - Mäd­chen ver­dum­men im Hau­se vor sich hin!

Mitt­ler­wei­le wun­dert es mich nicht mehr wenn ich die Zah­len für Jugend­ar­beits­lo­sig­keit höre. Das hat sei­nen Grund. Nicht nur in der gene­rel­len wirt­schaft­li­chen Schief­la­ge Spa­ni­ens durch den Zusam­men­bruch der völ­lig über­hitz­ten Bau­tä­tig­keit. Son­dern ins­be­son­de­re weil die Kna­ben dumm & faul & auf­säs­sig sind, zwar Alles haben aber nichts dafür tun wol­len. Die­se Beschrei­bung stellt eine Zusam­men­fas­sung aus meh­re­ren (pri­va­ten) Gesprä­chen mit Arbeit­ge­bern dar die sich zur Lage der Per­so­nal­be­schaf­fung äußer­ten, bzw. beklag­ten, es gäbe nicht genü­gend qua­li­fi­zier­te jun­ge Leu­te jen­seits der Putz- und Verkaufsarbeitsebene.

Die Mäd­chen wie­der­um wer­den 'künst­lich' dumm gehal­ten, indem man ihnen Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten vor­ent­hält "weil sie ja doch früh hei­ra­ten" - das Hei­rats­al­ter in Spa­ni­en ist 14 (!) Jah­re und eine Initia­ti­ve es auf 16 her­auf­zu­set­zen wur­de abge­schmet­tert. Das ist im EU-Ver­gleich das 'jüng­ste' lega­le Heiratsalter.

Die schma­le Ober­schicht, die den über­wie­gen­den Teil der Groß­be­trie­be auch in der Land­wirt­schaft hält, die Schlüs­sel­funk­tio­nen in Poli­tik, Wirt­schaft und Ban­ken­we­sen besetzt, die­se 'Erb­hö­fe' inner­halb der eige­nen Clans wei­ter­ver­erbt und die dem ver­stor­be­nen Gene­ral Fran­co noch immer hin­ter­her­trau­ert ist dage­gen ganz anders aufgestellt:

Sie erzieht ihre Kin­der zu Lei­stung, schickt sie zu Pri­vat­schu­len und bil­det sie umfas­send, inclu­si­ve der heu­te uner­läß­li­chen Fremd­spra­chen aus, wäh­rend im öffent­li­chen Schul­sy­stem ledig­lich ein paar Kin­der­gar­ten­rei­me als 'eng­li­sche Sprach­aus­bil­dung' ange­bo­ten wer­den. Jede ernst­haf­te Sprach­aus­bil­dung ist pri­vat und wegen der Kosten neh­men dies nur sehr weni­ge vor­aus­schau­en­de Eltern auf sich.

Ins­ge­samt also eine nie­der­schmet­tern­de Bilanz. Die Hoff­nung, das Land kön­ne die­se extre­men Bil­dungs- und Ver­hal­tens­de­fi­zi­te sei­ner Jugend in abseh­ba­rer Zeit über­win­den, ist blau­äu­gig, naïv und nutz­los. Vor die­sem Hin­ter­grund ist auch klar, daß es kei­ne wirt­schaft­li­che Erho­lung geben wird und alles Geld der Welt - zunächst natür­lich erst­mal das der bür­gen­den EU-Län­der - ohne Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on ver­sickern wird. Oder in die Taschen derer fließt, die anders sind als die hier über­wie­gend betrach­te­te spa­ni­sche 'Mas­se':
Die der "Ober­schicht", die zuvor ange­spro­chen wurde.

Da sich sol­che Erzie­hungs­de­fi­zi­te über vie­le Jahr­zehn­te hin­ge­zo­gen haben ist natür­lich nicht mit einer raschen Bes­se­rung der Zustän­de zu rech­nen - hier müß­te aus mei­ner Sicht ein wesent­li­cher Umden­kungs­pro­zeß in Gang gesetzt wer­den. Dafür aber sehe ich weder Initia­ti­ven noch Moti­va­ti­on brei­ter Schich­ten. Scha­de, wo Spa­ni­en doch so ein schö­nes Land mit so vie­len Mög­lich­kei­ten ist.