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bookmark_bordersms & emoticons:

Es ist schon bedauerlich,
wenn Kon­ver­sa­ti­on in Halb­sät­zen stattfindet ....

Auf einen voll­stän­dig aus­for­mu­lier­ten Satz erwar­tet man doch wohl min­de­stens eben­so­viel Mühe von den Adres­sa­ten - oder ist das im Zeit­al­ter von Emo­ti­cons und sms schon zuviel verlangt?

bookmark_borderBrüderlich geteilt - Schwesterlich beschissen ....
*edit 06-2023*[added translation to English]

Stel­len sie sich fol­gen­de Situa­ti­on vor:
Café im Super­markt - mit Eis­the­ke, eine Kugel für 50 Cent - davor zwei Schwe­stern, eine ca. 8, die ande­re ca. 4 Jah­re alt.

Die Bedie­nung fragt die bei­den jun­gen Damen nach ihren Wün­schen. Die älte­re Schwe­ster fängt an
"Ich neh­me eine Kugel Schokoladeneis."
"Ich auch", kräht die klei­ne Schwester.

Die Bedie­nung nimmt zwei Töpf­chen her und schau­felt Scho­ko­la­den­eis in den ersten Becher. Fer­tig - und über den Tre­sen gereicht - die gro­ße Schwe­ster greift zu.

Nun nimmt die Bedie­nung das Eis­be­hält­nis her­aus und sagt
"Da ist nur noch ein Rest drin"
- und zur klei­nen Schwe­ster gewandt
"Da hast Du aber Glück,
das ist mehr als ein Eis aber weni­ger als zwei .... "

In die­sem Moment gibt die gro­ße Schwe­ster der klei­ne­ren den Becher mit Scho­ko­la­den­eis, von dem sie schon ein wenig geges­sen hat und sagt
"Hier, du kannst schon 'mal mit die­sem anfan­gen - ich war­te noch bis das ande­re Eis fer­tig ist"

Die Klei­ne nimmt den ange­bo­te­nen Becher.
Wie gut für die Gro­ße, daß das so pro­blem­los über die Büh­ne ging!

Wie heißt es doch im Sprichwort:
"Brü­der­lich geteilt - Schwe­ster­lich beschissen .... "

Goog­le-Über­set­zung:
Ima­gi­ne the fol­lo­wing situation:
Café in the super­mar­ket - with an ice cream coun­ter, a scoop for 50 cents - in front of it two sisters, one about 8, the other about 4 years old.

The wai­tress asks the two young ladies what they would like. The older sister begins
"I'll have a scoop of cho­co­la­te ice cream."
"Me too," crows the litt­le sister.

The wai­tress takes two pots and scoops cho­co­la­te ice cream into the first pot. Done - and han­ded over the coun­ter - the big sister grabs it.

Now the wai­ter takes out the ice cream con­tai­ner and says
"There's only one scoop left"
- and tur­ned to the litt­le sister
"But you're lucky
that's more than one ice cream scoop but less than two...."

At that moment, the big sister gives the litt­le one the cup with cho­co­la­te ice cream, of which she has alre­a­dy eaten a litt­le and says
"Here, you can start with this one - I'll wait until the other ice cream is ready"

The litt­le one takes the offe­red cup.
How good for the big one that it went so smoothly!

As the say­ing goes:
"Brot­her­ly Divi­ded - Sister­ly defrauded ...." 

bookmark_borderDie Mär von den vielen Ferientagen der Lehrer ....

geht ja schon seit Jah­ren um. Nicht etwa, daß sich die Kri­ti­ker Mühe machen das ein­mal nüch­tern und rea­li­stisch zu betrach­ten - nein, es ist ja viel ein­fa­cher sein Vor­ur­teil zu pflegen ....

Was sind denn nun die Fakten?

Gehen wir 'mal von fol­gen­der Annah­me aus:

  1. Oster­fe­ri­en: 2 Wochen = 10 Tage;
  2. Pfingst­fe­ri­en: 2 Tage;
  3. Som­mer­fe­ri­en: 6 Wochen = 30 Tage;
  4. Herbst­fe­ri­en: 2 Wochen = 10 Tage;
  5. Weih­nachts­fe­ri­en 2 Wochen = 10 Tage.

Das macht zusam­men 61 Tage. Davon müs­sen alle Tage abge­zo­gen wer­den, die ande­re Arbeit­neh­mer auch haben:

  1. Ostern: 1 Tag (Oster­mon­tag)
  2. Pfing­sten: 1 Tag (Pfingst­mon­tag)
  3. Herbst­fe­ri­en: 1 Tag (Tag d. dtsch. Einheit)
  4. Weih­nachts­fe­ri­en: 6 Tage (24./25./26./31./01./06.)

Das sind ins­ge­samt 9 Tage - die haben ande­re Arbeit­neh­mer auch.

Es blei­ben also (61 - 9) 52 Tage Feri­en übrig ....
Dann rech­nen wir davon die 1x monat­lich - außer­halb der Schul­zeit - statt­fin­den­den Kon­fe­ren­zen mit je einem Halb­tag ab: 10 Mona­te x 12 Tag = 5 Tage. Es blei­ben also 47 Feri­en­ta­ge übrig.

Davon zie­hen wir die Wochen­end­ver­an­stal­tun­gen ab: Schul­fest 1 Tag, Sport­fest 1 Tag. Es ver­blei­ben (47 - 2) noch 45 Ferientage.

Dazu kom­men die Schul­land­heim­ta­ge, alle 4 Jah­re 4 Tage, das macht pro Jahr einen wei­te­ren Tag, es blei­ben also 44 Ferientage.

Jetzt rech­nen wir noch die Eltern­aben­de und Eltern­sprech­ta­ge ab: Pro Jahr sind das noch­mal 8 Halb­ta­ge = 4 Tage, es blei­ben nun­mehr 40 Feri­en­ta­ge übrig.

Aha. 40 Feri­en­ta­ge gegen­über 30 Urlaubs­ta­gen für den durch­schnitt­li­chen Arbeit­neh­mer. Das sind 25% mehr Ferientage.

Ooops!
Da habe ich doch glatt vergessen:
Die Leh­rer müs­sen in der letz­ten Som­mer­fe­ri­en­wo­che schon wie­der in die Schu­le. Das bedeu­tet: Wei­te­re 5 Tage von den Feri­en­ta­gen abzie­hen: Es blei­ben also noch 35 Feri­en­ta­ge übrig - ver­gli­chen mit den 30 Tagen, die nor­ma­le Arbeit­neh­mer haben sind das ca. 16% mehr ....

Dabei ist Fol­gen­des zu bedenken:
Die Feri­en­ta­ge sind fest. Kein Leh­rer kann zu einer ande­ren Zeit Urlaub machen - anders als der durch­schnitt­li­che Arbeit­neh­mer, der frei ent­schei­den kann, wann er gern Feri­en haben möchte ....

Nun fra­ge ich sie, lie­be LeserInnen:
Wür­den sie für fünf zusätz­li­che Urlaubs­ta­ge in Kauf neh­men, daß man ihnen vor­schreibt wann sie Urlaub machen dürfen?


Ach ja, ich bin kein Leh­rer - spre­che also nicht in eige­ner Sache ....

bookmark_borderFakten, Fakten, Fakten ....

und immer an die Leser den­ken ....

" .. 9 erschüt­tern­de Fak­ten mein Leben betref­fend .." sagt Herr pikas

Da will ich mich doch gleich ein­rei­hen und
noch erschüt­tern­de­re Fak­ten mein Leben betref­fend liefern:

  1. Ich mag kei­ne Kat­zen;
  2. Ich esse Inne­rei­en (Leber, Nie­re, etc. );
  3. Ich trin­ke kein Was­ser;
  4. Ich tra­ge Schu­he nur mit Ledersohlen;
  5. Ich mei­de Men­schen­an­samm­lun­gen, vor allem wenn gleich­zei­tig Musik gespielt wird;
  6. Ich lese nur Fach­bü­cher;
  7. Ich sehe kaum Fern - und wenn, dann nur Krimis;
  8. Ich bin trau­rig, wenn ich sehe, wie (man­che) Eltern mit ihren Kin­dern umgehen; 
  9. Ich lese gern bei Frau Buden­zau­be­rin - sie ist so außer­or­dent­lich kon­se­quent - auf ihre Art .... 

bookmark_borderEin juristisches Problem ....

wur­de in mei­nem Bekann­ten­kreis diskutiert:

Mie­ter wer­den von einem Mak­ler angerufen,
der von ihrem Haus­wirt den Auf­trag hat das Haus
- in dem sie zur Mie­te wohnen -
zu verkaufen.

Nun stel­len sich ver­schie­de­ne Fragen

  1. Müs­sen die Mie­ter eine Besich­ti­gung zulassen?
    Übli­cher­wei­se steht ja im Miet­ver­trag nur etwas über das Recht des Ver­mie­ters, der nach Anmel­dung kom­men darf.
  2. Wenn ja, wie oft müs­sen sie das zulassen?
    Man könn­te kon­stru­ie­ren, daß es den Mie­tern dadurch recht unge­müt­lich gemacht wird, indem stän­dig neue Besich­ti­gun­gen ange­setzt wer­den.
  3. Wenn ja, und gesetzt den Fall, der Mak­ler kommt mit Men­schen, die sie unter ande­ren Bedin­gun­gen nie in ihre Woh­nung (hier: das gemie­te­te Haus) las­sen wür­den, müs­sen sie die trotz­dem hereinlassen?

Die Dis­kus­si­on war zwar hef­tig, aber nicht beson­ders ergiebig
- kei­ne Fach­leu­te dabei ....

Kennt jemand von den Lesern die Antworten?

bookmark_borderVogelgrippe (II) - Nachtrag

Wie bereits in mei­nem ersten Bei­trag dar­ge­stellt, ist es sehr unwahr­schein­lich, daß Men­schen von der Vogel­grip­pe infi­ziert und geschä­digt wer­den - von weni­gen Aus­nah­men abgesehen.

Mit Inter­es­se las ich daher ein Inter­view mit Prof. Georg Peters, Direk­tor des Insti­tuts für Medi­zi­ni­sche Mikro­bio­lo­gie der Uni­ver­si­tät Mün­ster - Mit­glied der "Task Force" für Seu­chen­be­kämp­fung des Lan­des NRW - in unse­rem Lokalblatt.

Aus­zug aus dem Inter­view [Quel­le: WN vom 24.02.2006, R PO4]

    WN
  • Was macht Ihnen momen­tan im Zusam­men­hang mit der Vogel­grip­pe die größ­ten Sorgen?
  • Peters:

  • Ich bin ent­setzt über den Umgang mit dem The­ma in der Öffent­lich­keit. Ech­te Exper­ten sind in der Medi­en­be­richt­erstat­tung nicht von ver­meint­li­chen zu unter­schei­den, und alle zusam­men sor­gen dafür, daß es zu unan­ge­mes­se­nen Reak­tio­nen kommt.
  • WN:

  • Sind die Aus­wir­kun­gen der Vogel­grip­pe denn weni­ger gefähr­lich als es im Moment erscheint?
  • Peters:

  • Epi­de­mien sind immer gefähr­lich. Sie kön­nen sogar sehr gefähr­lich sein. Aber es deu­tet bis­her noch nichts dar­auf hin, daß das Vogel­grip­pe-Virus wirk­lich die Pan­de­mie aus­lö­sen wird, von der alle reden.
  • WN:

  • Wenn Poli­ti­ker jetzt schon davon spre­chen, daß die Fuß­ball-Welt­mei­ster­schaft wegen H5N1 aus­fal­len könn­te, hal­ten sie das für völ­lig übertrieben?
  • Peters:

  • Wenn wirk­lich eine Pan­de­mie auf­tritt, wäre die­se Fra­ge sicher über­flüs­sig. Aber nach allem, was bis­her über H5N1 bekannt ist, ist es sehr wahr­schein­lich, daß, wenn über­haupt, nur in Ein­zel­fäl­len Men­schen erkran­ken wer­den. So wie bis­her ja auch in Asi­en und in der Tür­kei. Hier kön­nen even­tu­ell Geflü­gel­hal­ter gefähr­det sein. Ich ken­ne in Deutsch­land kein Hotel, das in sei­ner Lob­by Hüh­ner­hal­tung betreibt.
  • ...
    WN

  • Wie wird sich die Vogel­grip­pe bei uns wei­ter auswirken?
  • Peters:

  • Wenn das Virus so gefähr­lich wäre, wie vie­le glau­ben, dann müß­te es jetzt schon vie­le Ansteckungs­her­de über­all in Deutsch­land und den Nach­bar­län­dern geben. Das ist bis­her nicht der Fall. Ich habe dar­um Hoff­nung, daß sich die Aus­brei­tung auf Nord­deutsch­land und viel­leicht Tei­le Skan­di­na­vi­ens und das Bal­ti­kum beschränkt.
  • ...
    WN

  • Wer­fen Sie den Medi­en Panik­ma­che vor?
  • Peters:

  • Wenn über­haupt, fin­det sie ja unfrei­wil­lig statt. Aber die vie­len Rat­schlä­ge, die jetzt zu hören sind, sind schon ziem­lich merk­wür­dig. Natür­lich soll­te man mit Blick auf die Vogel­grip­pe kei­ne toten Vögel oder Geflü­gel­kot anfas­sen. Aber mal ganz ehr­lich: Wer macht so was hier denn ständig?