bookmark_borderAngesichts ....

des dro­hen­den Todes eines nahe­ste­hen­den Fami­li­en­mit­glieds kommt schmerz­lich zu Bewußt­sein, daß nach Abtre­ten der Vor-Gene­ra­ti­on die eige­ne Gene­ra­ti­on die näch­ste ist ....

Zitat:
"Der Mensch ist das ein­zi­ge Lebe­we­sen, das weiß, daß es ster­ben wird. Die Ver­drän­gung die­ses Wis­sens ist das ein­zi­ge Dra­ma des Menschen." 
[Fried­rich Dürrenmatt]

bookmark_borderNochmal ....

zur The­se:
"In Deutsch­land bestimmt all­zu oft die sozia­le Her­kunft über die Chan­cen zur schu­li­schen Entwicklung."

Unter­stellt man, daß es Grün­de hat, war­um die Eltern eines Kin­des mit "schlech­te­ren Chan­cen" in dem sozia­len Umfeld leben in dem sie leben, so ver­wun­dert es doch nicht, wenn sie ihren Kin­dern nicht hel­fen kön­nen .... oft geht das gar soweit, daß sie nicht wol­len, daß ihr Kind geför­dert wird. Es gibt aber auch das Gegenteil ....

Ich erin­ne­re einen Fall:
Mut­ter Sekre­tä­rin, Vater Gärt­ner. Der ein­zi­ge Sohn wird zum Stu­di­um getrimmt, Nach­hil­fe, Betreu­ung, alles ver­füg­ba­re Geld für die "Kar­rie­re" des Kin­des .... der Sohn stu­diert Che­mie, schließt mit "sehr gut" ab, bekommt ein Sti­pen­di­um in Oxford, pro­mo­viert "sum­ma cum lau­de" zum Dok­tor der Chemie.

Ein Jahr spä­ter ver­läßt er die Uni­ver­si­tät um See­fun­ker zu werden.

Mit sei­nen Eltern spricht er nicht mehr - zu sehr haben sie ihn "durch­ge­peitscht", ihm sei­ne Nei­gun­gen aberzo­gen - um ihm "ein bes­se­res Leben" zu ermög­li­chen .... er spricht auch nicht mehr mit ihnen, weil sie kein The­ma haben, wor­über sie spre­chen könn­ten. Ent­we­der sie ver­ste­hen nicht, wovon er spricht, weil sie nicht sein Fach­wis­sen haben - oder sie spre­chen von Din­gen, zu denen er kei­nen Zugang hat, weil sie in "sei­ner Welt" nicht vor­kom­men, oder sie fan­gen an zu strei­ten, weil er nicht die in ihn gesetz­ten Erwar­tun­gen erfüllt hat "etwas aus sei­nem Dok­tor" zu machen .... Scher­ben allent­hal­ben, nichts stimmt mehr ....

* edit *
Nachtrag

"Bil­dung ist in kei­nem ande­ren Land
so stark vom Geld­beu­tel der Eltern
abhän­gig wie in Deutsch­land."
[M. Demm­ler, GEW]

Dazu nur einen Satz:
Daß der Geld­beu­tel der Eltern nicht so groß ist, könn­te doch auch den Grund haben, daß schon die Eltern (schlicht aus­ge­drückt) "dumm" waren .... wie­so soll­ten sie dann super-intel­li­gen­te Kin­der haben?

* edit *
Wenn Sie wei­ter­e­le­sen wollen .....
Noch lie­ber wäre man­chen Zeit­ge­nos­sen dies ....

bookmark_borderPhasen exzessiven ....

Schrei­bens von Web­log­ein­trä­gen füh­ren zum Rück­zug von Fami­lie, Freun­den und Bekannten.

Zum Einen, weil sie nicht wis­sen, ob sie "ver­wur­stet" wer­den, zum Ande­ren weil sie nicht gegen die "Ver­bis­sen­heit beim Schrei­ben" ankom­men, in die Schrei­be­rIn­nen verfallen.

Wenn ihnen also ihre sozia­len (off­line) Kon­tak­te lieb sind
- prü­fen sie ihr Blog-Verhalten ....

bookmark_borderZur Frage von Rache ....

eine inter­es­san­te Dis­kus­si­on bei 40something

Son­der­bar, ....daß bis­her noch nie­mand auf die Idee kam, die The­se an sich in Fra­ge zu stellen.
Kon­se­quenz heißt doch:
Sich erin­nern, wie zuvor über eine Sache geur­teilt wur­de, wel­che Hand­lung oder Fol­ge wün­schens­wert erschien. Nur Per­so­nen, die ein "kur­zes" Gedächt­nis haben oder die sprung­haft sind "ver­ges­sen", was frü­her rich­tig war.

Inso­weit plä­die­re ich eher dafür, daß man­geln­de Kon­se­quenz ein Man­gel an Intel­li­genz, zumin­dest aber an Erin­ne­rung ist.

Rache hin­ge­gen ist in der Tat etwas für Idio­ten, also schon in sich ein Zei­chen von man­geln­der Intel­li­genz. Denn der den­ken­de Mensch fragt nach Lösun­gen für Kon­flik­te - wäh­rend Rache nur neue Kon­flik­te erzeugt!

bookmark_borderErlebnisse ....

der "beson­de­ren Art":

Mit net­ten Men­schen einen Tag im Muse­ums­dorf ver­brin­gen, gemüt­li­ches Mit­tag­essen mit ört­li­chen Spe­zia­li­tä­ten genie­ssen, plau­schen bis zum Nachmittagskaffee.
Den gemein­sa­men Teil des Tages nach Been­di­gung der Kaf­fee­ta­fel aus­klin­gen lassen ....

Kein Zwang zu "action" - ein­fach Leben!

bookmark_borderUnterstellt ....

man, daß "Blog­land" ein Spie­gel der Gesell­schaft ist, könn­te man es mit einer Groß­stadt wie z.B. New York vergleichen.
Alles vor­han­den, was die mensch­li­che Natur so bietet:

  • Ver­sa­ger & Gewinner
  • Mecke­rer, Lüg­ner & Fanatiker
  • Psychopathen
  • Kran­ke & Gesunde
  • Alkoholiker 
  • Ego­ma­nen & Heulsusen
  • Schlaue & Doofe
  • Ausgeflippte
  • etc. 

Wie im rich­ti­gen Leben
.... gibt's hier eigent­lich "nor­ma­le" Menschen?

bookmark_borderAnlage(-n) zum Denken

Ein Ver­gleich:
Was uns wirk­lich von­ein­an­der unter­schei­det ist die DNA*. Sie legt fest, was wir kön­nen - oder eben nicht (="Anla­gen"; "Fer­tig­kei­ten"; "Fähig­kei­ten").
Sie ist das Pro­gramm auf der Hauptplatine. 
Was wir vom Tag der Zeu­gung an ler­nen ist ver­gleich­bar mit den Pro­gram­men auf der Festplatte.
"Feh­ler" sind die "bugs" der Com­pu­ter­pro­gram­me - und wir alle haben sie! In ver­schie­de­nen Pro­gram­men, in unter­schied­li­cher Ausprägung ....

Wenn Vie­le über die glei­chen Pro­gram­me ver­fü­gen, die Ergeb­nis­se aber unter­schied­lich sind, sagt uns das ledig­lich etwas über "Fer­tig­keit der Nut­zung", nicht über die "Güte des Pro­gramms" aus.

Anders gesagt:
Anla­gen der Men­schen sind grund­sätz­lich ver­schie­den. So, wie es ver­schie­de­ne "Schreib­pro­gram­me" gibt, die Unter­schied­li­ches lei­sten, gibt es auch unter­schied­li­che Anla­gen bei Men­schen. Das führt zwangs­läu­fig zu ver­schie­de­nem Den­ken und Han­deln, obwohl die "Ein­ga­be", das, was unse­re Sin­ne auf­neh­men, iden­tisch ist.

Wenn man zusam­men­faßt heißt das:
Ver­schie­de­ne Pro­gram­me = Ver­schie­de­ne Ergebnisse;
Glei­che Pro­gram­me, aber ver­schie­de­ne Hand­ha­bung = Ver­schie­de­ne Ergebnisse.

Dar­aus folgt:
Selbst bei glei­cher Aus­gangs­la­ge ("Anla­gen") müs­sen zwangs­läu­fig die Ergeb­nis­se bei ver­schie­de­nen Men­schen ver­schie­den sein!

Es lebe die Individualität!

∙ ▪  ▪ ∙
 

*DNA (auch DNS) Desoxy­ri­bo-Nucleic-Acid, Trä­ger der Erbinformation.

bookmark_borderVöllig ausgetickt?

Schon erstaun­lich, was eine Mischung aus

  • man­gel­haf­ter Bildung, 
  • Einsamkeit, 
  • Mißgunst, 
  • Min­der­wer­tig­keits­ge­füh­len und 
  • eine gehö­ri­ge Por­ti­on Alko­hol zusam­men bewirken!

"Nachts, wenn der Frust kommt!" möch­te man zusammenfassen ....

Bedau­er­li­che Men­schen - und doch eigent­lich nicht? Weil sie wenig­stens hier ihr Web­log als ein Ven­til benut­zen kön­nen, sich eine Pseu­do-Per­sön­lich­keit schaf­fen, ihren Frust her­aus­las­sen, ihren Welt­schmerz in jedes ihrer nie­der­ge­schrie­be­nen Schimpf­wor­te packen können ....

Mög­lich, daß das den Unter­gang min­de­stens auf­schiebt, viel­leicht sogar ver­hin­dert .... zu wün­schen wäre es ihnen, die doch anson­sten so gark­ei­ne Per­spek­ti­ve haben ....

Wir lesen ihre nächt­li­chen "lite­ra­ri­schen" Frust­pro­to­kol­le und wün­schen ihnen, sie mögen Frie­den mit sich - und der Welt - fin­den. Sie mögen erken­nen, daß nicht eine herz­lo­se Gesell­schaft ihren Nie­der­gang ver­ur­sacht hat, son­dern sie selbst mit ihrem maß­lo­sen Anspruch, dem maß­lo­sen Anspruch all derer,
die nur HABEN aber nicht LEISTEN wollten:

Was wir der­zeit erle­ben ist die Quit­tung für Jah­re des Über­flus­ses, in denen auch jene über­mä­ßig ver­brauch­ten, die zur Schaf­fung des­sen, was da war, nichts bei­getra­gen haben ....

Ich wün­sche Allen - den­noch - einen schö­nen, son­ni­gen Sonntag!

bookmark_borderBemerkungen zur Zukunft (I)

Selbst­ver­ständ­lich kann nie­mand in die Zukunft sehen. Aber man kann sich den Mög­lich­kei­ten die die Zukunft bie­ten wird nähern, indem man schaut, wie sich bestimm­te Ereig­nis­se und Maß­nah­men in der Ver­gan­gen­heit aus­ge­wirkt haben.

Ein Blick zurück bie­tet also Model­le, wie die Zukunft sein könn­te. Man iden­ti­fi­ziert "Fak­to­ren", die zu Ände­run­gen füh­ren und schaut, wie sie von­ein­an­der abhän­gen. Für weni­ge Jah­re läßt sich so die Zukunft beschreiben.

Fir­men machen das um sich auf die Zukunft vor­zu­be­rei­ten. Jede Fami­lie macht das aus ähn­li­chen Grün­den. Auch wer noch Sin­gle ist plant irgend­wie voraus.

Neh­men wir ein­mal ein Bei­spiel:
Laden­öff­nungs­zei­ten.
Heu­te sind nahe­zu alle Geschäf­te wäh­rend der Woche von 08 bis 20 Uhr offen - wer sich die­sem Trend ver­schließt wird bald nicht mehr "im Geschäft" sein!

Ohne Zukunfts­for­scher zu sein behaup­te ich, daß wir bald - unter Pro­test der Kir­chen - auch an Sonn­ta­gen ein­kau­fen können.
Warum?
Weil sich immer mehr Men­schen zwar noch einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft (evangelisch/katholisch) zuge­hö­rig füh­len, aber nicht mehr "prak­ti­zie­ren­de Chri­sten" sind - und weil der Anteil von Bür­gern wächst, die zu ande­ren Glau­bens­ge­mein­schaf­ten gehö­ren, bei denen der Sonn­tag kei­ner­lei Bedeu­tung hat ....

Mehr zum The­ma "Zukunft":
Eine wis­sen­schaft­li­che Pro­gno­se ist hier zu finden.

bookmark_borderBemerkungen zur Verbraucherstimmung



Laut EU [Quel­le: dpa] soll sich die Stim­mung der Ver­brau­cher in Rich­tung "KONSUM" ver­scho­ben haben - was natür­lich von der Regie­rung als Erfolg der der­zei­ti­gen Poli­tik ver­ein­nahmt wird! Nun ist es aber so, daß auch lang­le­bi­ge Kon­sum­gü­ter irgend­wann ein­mal aus­ge­tauscht wer­den müs­sen, weil sie vom Zahn der Zeit auf­ge­fres­sen wurden ....

Jah­re­lan­ge Kauf­zu­rück­hal­tung hilft dann nichts, es muß Ersatz für aus­ge­fal­le­ne Gerä­te her .... Selbst wenn man unter­stellt, nicht alles sei "Ersatz­be­darf", so muß doch bezwei­felt wer­den, daß die Aus­sa­ge, die Kon­su­men­ten sei­en in "bes­se­rer Stim­mung", stimmt. Zwangs­wei­se kau­fen zu müs­sen führt dazu, daß kurz­le­bi­ge­re Pro­duk­te - die man zu nied­ri­ge­ren Prei­sen erwer­ben kann - gewählt werden.

Also:

Bei­lei­be kein Auf­schwung, son­dern "Ersatz­be­schaf­fung"!

Und wei­ter­hin gilt das Sprich­wort:

"Eine Schwal­be macht noch kei­nen Sommer"

bookmark_borderBemerkungen zur Moral

Moral bedeu­tet Unter­schied­li­ches für jeden Men­schen. Eine Defi­ni­ti­on lau­tet etwa folgendermaßen: 

Mora­li­sche Wer­te sind die Gesamt­heit aller sitt­li­chen Grund­sät­ze, Nor­men und Wer­te, die das Mit­ein­an­der und zwi­schen­mensch­li­che Ver­hal­ten in einer Gesell­schaft regu­lie­ren, und vom über­wie­gen­den Teil aller zu die­ser Gesell­schaft gehö­ren­den Indi­vi­du­en als ver­bind­lich akzep­tiert wird.

Ist eine Per­son schlech­ter als die ande­re, nur weil sie deren Wert­vor­stel­lun­gen nicht teilt? Sicher nicht!
Es erschwert aber das Zusam­men­le­ben, wenn die Vor­stel­lun­gen von "Moral" sehr weit aus­ein­an­der­lie­gen (sie­he Dis­kus­si­on HIER und HIER).

Inso­weit bleibt nur festzustellen:
Gelas­sen­heit und Nach­den­ken füh­ren zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen als Auf­re­gung und uner­füll­ba­re Forderungen ....

Manch­mal hilft es auch, Aus­wüch­se nur zu ignorieren ....