bookmark_borderMakro

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Mar­chan­tia poly­mor­pha (Viel­ge­stalt-Brun­nen­le­ber­moos);
Sub­sp. ~ ruderalis

Die­ses Mini-Pflänz­chen - ca. 2 cm - wird ganz groß wenn man die ent­spre­chen­de Kame­ra benutzt. Ich habe das erste Bild in unse­rem Blu­men­ka­sten geknipst, die fol­gen­den Bil­der stam­men von ver­schie­de­nen Foto­gra­fen [sie­he Anga­ben dort], weil mein 'Schnell-Knips-Appa­rat' nicht so per­fek­te Makro­auf­nah­men ermöglicht.

Kom­plet­te Pflanze:

1
[ Pho­to: WvS]
Der Pfeil zeigt auf einen Brut­be­cher in dem schon Jung­pflan­zen zu sehen sind; bei Regen wer­den die­se Minis her­aus­ge­wa­schen, weg­ge­spült und wenn sie gün­sti­ge Bedin­gun­gen fin­den wächst ein neu­es Pflänz­chen daraus ....

Brut-Becher:

1
[ Pho­to: Wal­ter OBERMAYER]

1 [cc Pho­to: Hol­ger Cas­sel­mann; Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on-Share Ali­ke 3.0 Unported]

Zel­len:

1
[ Pho­to: Wal­ter OBERMAYER]

bookmark_border25. April 2014

1  Tag des Baumes

Bäu­me ver­sor­gen uns mit dem lebens­wich­ti­gen Sau­er­stoff und ver­min­dern das CO2 - es ist sehr bedau­er­lich, dass vie­le Men­schen über­haupt nicht wis­sen, was Bäu­me für die Umwelt lei­sten. Ohne Bäu­me wür­den wir all­mäh­lich ersticken.

"Stört" ein gro­ßer Baum irgend­wel­che Bau­maß­nah­men so wird schnell zur Säge gegrif­fen ... was meh­re­re Jahr­zehn­te, ja manch­mal sogar Jahr­hun­der­te brauch­te um zu wach­sen wird so in weni­gen Minu­ten gedan­ken­los zerstört.

Sie­he hier­zu auch:
- http://www.kleiner-kalender.de/event/tag-des-baumes/4831-welt.html;
- http://baum-des-jahres.de/index.php?id=7
- http://www1.wdr.de/themen/panorama/tagdesbaumes118.html

bookmark_border1,618

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".. Seit dem 19. Jahr­hun­dert wur­de ..(der "Gol­de­ne Schnitt").. zunächst in der ästhe­ti­schen Theo­rie .. und dann auch in künst­le­ri­scher, archi­tek­to­ni­scher und kunst­hand­werk­li­cher Pra­xis als ein idea­les Prin­zip ästhe­ti­scher Pro­por­tio­nie­rung bewer­tet. Die wahr­neh­mungs­psy­cho­lo­gi­sche Fra­ge der Nach­weis­bar­keit einer der­art beson­de­ren ästhe­ti­schen Wir­kung ist in der For­schung aller­dings umstrit­ten, des­glei­chen die histo­ri­sche Fra­ge, ob der Gol­de­ne Schnitt auch schon bei der Pro­por­tio­nie­rung von Kunst- und Bau­wer­ken älte­rer Epo­chen eine Rol­le gespielt hat .."

Das Fern­se­hen ließ Sen­ta Ber­ger durch eine Sen­dung führen.
[".. Vor­hang auf zur Pre­miè­re: um 19.30 Uhr prä­sen­tiert Sen­ta Ber­ger den ersten Teil der zwei­tei­li­gen histo­ri­schen Spu­ren­su­che "Die Geschich­te der Schön­heit". Als erste weib­li­che Mode­ra­to­rin berei­chert die Gran­de Dame des deut­schen Films die Rie­ge der Ter­ra X-Prä­sen­ta­to­ren. Mit Charme, Klug­heit und augen­zwin­kern­der Iro­nie bewegt sie sich als Kund­schaf­te­rin durch das Reich ästhe­ti­scher Rät­sel und Geheim­nis­se .."]
Es ist mitt­ler­wei­le mehr­fach wis­sen­schaft­lich fun­diert nach­ge­wie­sen, daß die Benut­zung des "Gol­de­nen Schnitts" kei­nes­falls in der kunst­hi­sto­ri­schen Fach­welt akzep­tiert ist - ganz im Gegen­teil. Aber wie so oft inter­es­siert sich dafür nie­mand solan­ge die Idee sich treff­lich ver­mark­ten läßt - und der Ein­satz von Frau Ber­ger ver­spricht "Quo­te".
Damit sind wir end­gül­tig auf dem Niveau der wer­be­fi­nan­zier­ten Sen­der angekommen.

In der Bio­lo­gie aller­dings muß man die The­se etwas dif­fe­ren­zier­ter betrach­ten, denn es gibt Nach­wei­se des Vorkommens:

 
".. Bei die­sen Pflan­zen teilt der Win­kel zwi­schen zwei auf­ein­an­der fol­gen­den Blät­tern den Voll­kreis von 360° im Ver­hält­nis des Gol­de­nen Schnit­tes, wenn man die bei­den Blatt­wur­zeln durch eine Par­al­lel­ver­schie­bung eines der Blät­ter ent­lang der Pflan­zen­ach­se zur Deckung bringt. Es han­delt sich dabei um den Gol­de­nen Win­kel von etwa 137,5° .."
 
Wie nach­zu­le­sen ist han­delt es sich um rein zufäl­li­ge Wachs­tums­form die eine opti­ma­le Licht­aus­beu­te für mög­lichst vie­le Blät­ter ermög­licht. Die Ver­tei­lung ist mathe­ma­tisch zu erfas­sen - so wie Vie­les sich mathe­ma­tisch erfas­sen läßt - aber ohne Ursa­che zu sein. Ich habe das - für mich - aus bio­lo­gi­scher Sicht so entschieden:
Pflan­zen ken­nen kei­ne Mathe­ma­tik. Wie erfolg­reich sie sind hängt von der gün­sti­gen Ver­tei­lung der Blät­ter ab - sol­che Pflan­zen bei denen die Blät­ter mehr Licht bekom­men pflan­zen sich mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit fort. So wird durch die Gene­ra­tio­nen eine bes­se­re Wuchs­form zum Standard. 

Ins­ge­samt ist es ein Bei­spiel dafür, wie fach­frem­de Erwä­gun­gen oder fach­fer­ne Schluß­fol­ge­run­gen die Sicht­wei­se ver­fäl­schen. Ein wei­te­res Argu­ment sol­che Über­le­gun­gen den Fach­wis­sen­schaft­lern zu überlassen.

Quel­le de Zitate

bookmark_borderRohrkolben- oder Schilfblüte ....

Kor­rekt, kein 'typo'
- es soll tat­säch­lich "Schilf­blü­te" heißen,
nicht 'Stil­blü­te' ....
Der 'Rohr­kol­ben' sieht dem 'Schilf' ähn­lich, daher kommt es von der Benen­nung her manch­mal zu Verwechslungen ....

 Übersicht  Blü­te 1
 Blü­te 2


Im lin­ken Bild sind zwei Pflan­zen mit Blü­ten­stän­den zu sehen, eine klei­ne­re (li.) und eine größere(re.). Bild 1 (Mit­te) zeigt dann eine Ver­grö­ße­rung, deut­lich zu erken­nen im obe­ren, schon leicht bräun­lich gefärb­ten Teil der Blü­te der 'männ­li­che' Blü­ten­stand. Dar­un­ter, noch grün gefärbt, der weib­li­che Blü­ten­stand. Die­ser ver­wan­delt sich dann zu dem brau­nen Gebil­de, das dem Frucht­stand den Namen gege­ben hat "Kano­nen­put­zer".
In Bild 2 (re.) ein jün­ge­rer, noch unrei­fer Blütenstand:
Dort ist auch der männ­li­che Teil der Blü­te noch grün, man kann auch noch die vor­mals bedecken­den Hüll­blät­ter als Frag­men­te erkennen ....

[232683/3235]

bookmark_borderEine einmalige Gelegenheit ....

zwei äußerst sel­te­ne Ereig­nis­se zugleich zu sehen gibt es der­zeit im Bota­ni­schen Gar­ten (Insti­tut für Bota­nik der West­fä­li­schen Wil­helms-Uni­ver­si­tät Münster):



  • Eine ca. 45 Jah­re alte "Schwa­nen­hals-Aga­ve" [Aga­ve atte­nua­ta] blüht erst­mals und ent­wickelt dabei einen zwei bis drei Meter hohen Blü­ten­stand, der - wegen sei­nes Eigen­ge­wichts nach vor­ne weg­ge­beugt - wie ein Schwa­nen­hals aus­sieht. Daß Aga­ven - wie hier A. atte­nua­ta - nur in grö­ße­ren Zeit­ab­stän­den blü­hen hängt mit der Ansamm­lung von aus­rei­chen­den Nähr­stoff­men­gen zusam­men, die für die teils bis zu 10 m hohen Blü­ten­stie­le gebraucht wer­den. Meist ster­ben die Pflan­zen nach der Blü­te ab, haben aber zuvor zahl­rei­che Able­ger pro­du­ziert, sodaß sie wei­ter am Stand­ort ver­tre­ten sind;



  • Eine "Wel­wit­schie" [Wel­wit­s­chia mira­bi­lis], hei­misch nur auf einem schma­len Strei­fen Lan­des in der Nami­bi­schen Wüste, blüht nun zum ersten mal nach 60 Jah­ren. Die Wel­wit­s­chia ist inso­fern bemer­kens­wert, als sie - meist - nur zwei Blät­ter hat, die vom Ursprung her wach­sen und am Ende aus­trock­nen. Die Pflan­zen sind über­wie­gend sehr alt 1- bis 2000 Jah­re sind kei­ne Sel­ten­heit. Das in Mün­ster blü­hen­de Exem­plar wur­de ursprüng­lich - vor ca. 60 Jah­ren - aus einem Samen gezo­gen. W. mira­bi­lis ist zwei­häu­sig, das heißt es gibt männ­li­che und weib­li­che Pflanzen