bookmark_borderIst es den Menschen in Ämtern ....

eigent­lich bekannt, wie­viel Streß sie bei jenen Mit­men­schen erzeu­gen, die zwar hier leben, aber noch nicht so firm im "Behör­den­deutsch" sind, weil sie unse­re Spra­che im Umgang mit Per­so­nen im täg­li­chen Leben gelernt haben?

Ich glau­be kaum.
Sonst wür­den sie in ver­ständ­li­cher Spra­che schreiben.
Das wür­de auch vie­len hier in "D" Gebo­re­nen helfen.
Denn auch die tun sich zuwei­len schwer mit dem "Amts­deutsch" ....

bookmark_borderEs heißt wahrscheinlich zu viel zu ....

erwar­ten, wenn man in die­ser Jah­res­zeit den Ver­such unter­nimmt, gro­ße Blu­men­töp­fe pas­send zu den vor­han­de­nen zu kaufen.

Nicht etwa, daß kei­ne da gewe­sen wären.
Ich konn­te sie nur nicht mitnehmen.
Weil sie auf­ein­an­der gesta­pelt und durch Eis mit­ein­an­der ver­klebt waren ....

bookmark_borderGebetsmühlen sind nichts gegen Herrn Ralf Albert ....

In ewi­ger Gleich­för­mig­keit wer­den sei­ne -halt­lo­sen- Anschul­di­gun­gen wie­der holt - so wie jüngst bei syn­op­so, wo Herr Ralf Albert ali­as TomsDi­ner ali­as Muh­Ti­ger am - 8. Dez, 15:10h schon wie­der sei­nen ewig glei­chen Ser­mon herbetet:
[kur­si­ver Text zitiert aus dem Web­log von Herrn syn­op­so]
@alakina:
ich ken­ne die geset­ze und kann sie auch anwen­den. selbst als laie, so im gegen­satz zu so man­chem (so cal­led) rechtsanwalt

=>damit ist Herr Vet­ter (Law­Blog) gemeint, denn wer nicht einer Mei­nung mit Herrn Albert ist - ist unfä­hig. Außer­dem hat Herr Vet­ter 'mal Herrn Albert dort ange­pfif­fen, weil er im 'law­blog' Unfug ver­brei­tet hat - sowas ver­gißt Herr Albert nicht, da haut er drauf!


wolf­gang von sulecki bedient sich ja nach lust und lau­ne an allen ecken und enden. bil­der­klau ist in den archi­ven von help.twoday.net fest­ge­hal­ten 8trotz auf­for­de­rung hat er die geklau­ten bil­der nicht entfernt).
=>Die Bil­der sind schon lan­ge ent­fernt - es war außer­dem eine REAKTION auf geklau­ten Text, mei­nen Text, in dem bewuß­ten Weblog


trotz auf­for­de­rung ver­öf­fent­licht er den inhalt von mails (ver­stoß gegen das brief­ge­heim­nis und das persönlichkeitsrecht)
=>Das Brief­ge­heim­nis ist Herrn Albert auch ein Buch mit sie­ben Siegeln:
Er ver­steht nicht!
Einen Brief, den ich erhal­ten habe - auch wenn er von Herrn Albert stammt - kann ich veöf­fent­li­chen wo und wann ich will .... das hat auch mit dem immer wie­der an den Haa­ren her­bei­ge­zo­ge­nen "Per­sön­lich­keits­recht" über­haupt nichts zu tun ...


er zitiert ohne quel­len­an­ga­be, klaut nach lust und lau­ne tex­te und gra­fi­ken. in der regel ohne das ein­ver­neh­men des urhebers.
=>Sofern sie mir bekannt ist, zitie­re ich immer die Quel­le - über­zeu­gen Sie sich gern hier in mei­nen Beiträgen ....


sor­ry, wenn man die gan­ze geschich­te nicht kennt, soll­te man sich raus hal­ten. denn herr wolf­gang von sulecki ist natür­lich so "schlau" (höhöhö), dass er recht schnell die bei­trä­ge off­line setzt. ändert aber nichts an den anhal­ten­den ver­stö­ßen gegen gel­ten­de gesetze.
=>Da ver­wei­se ich nur auf die gan­ze Web­sei­te von Herrn Albert - unter dem Nick "Muh-Tiger" - alle unlieb­sa­men Bei­trä­ge, in denen er Feh­ler gemacht hat, in denen er Behin­der­te belei­digt hat, sind ver­schwun­den, immer wenn er auf einen Dis­ku­tan­ten trifft, der nicht sei­ner Mei­nung ist: Weg damit - oder ans Bein pin­keln - so wie er hier @alakina: schreibt " .. soll­te man sich raus hal­ten." Das gilt aber nur, wenn man nicht sei­ner Mei­nung ist .... so wie im näch­sten Satz an alakina:
erst­mal infor­mie­ren, dann meckern. punkt.


Und jetzt kommt das Interessanteste:
ich möch­te auch wei­ter­hin nichts mit leu­ten zu tun haben die die­sem wolf­gang von sulecki eine büh­ne bieten. 
=> Dann nicht wie weg von two­day, Herr Albert!
ich möch­te nicht mit fana­ti­schen, ras­si­sti­schen die­bes­ge­s­in­del, wel­ches ihre lebens­kraft aus stal­king bezieht, in ver­bin­dung gebracht werden.

=>Genau die Rechts­ver­stö­ße, die er ande­ren vorwirft:

  • Belei­di­gung und 
  • Üble Nachrede 

die jeder Grund­la­ge ent­beh­ren .... und neh­men sie sich in Acht, lie­be Leser & Kom­men­ta­to­ren, wenn Herr Albert sie hier sieht gilt für sie "Sip­pen­haf­tung" ....


Aber so ist das mit fru­strier­ten Men­schen. Sie kön­nen es ein­fach nicht ertra­gen, wenn jemand mehr weiß als sie, wenn sie ihre ver­dreh­ten Rechts­vor­stel­lun­gen abge­schmet­tert bekom­men - oder wenn jemand ein­fach nur ein aus­ge­gli­che­ner Mensch ist .... noto­ri­sche Que­ru­lan­ten eben. So wie Herr Ralf Albert.

=>
Lesen Sie selbst - über­zeu­gen Sie sich, wer Herr Albert wirk­lich ist:

* edit *
Übrigens:
Der klei­ne Weich­wa­ren­la­den stammt auch aus der Feder Tasta­tur von Herrn Albert - dort gibt er den "Bie­der­mann" .... [Zitat:] Eben­falls soll­te sich auch kei­ner von mar­ki­gen Wor­ten .. abschrecken las­sen. Alles nur juri­sti­sches Gefa­sel .. In die­sem Sin­ne, viel Spaß noch im Weich­wa­ren­la­den. PS: Etwas Wer­bung für die­ses Blog tut immer gut ;)[/Zitat]
=> Gern, dem Wunsch kom­me ich hier nach ....

bookmark_borderWirklich allerletzter Beitrag ....

mit Unter­ti­tel "Urlaubs­im­pres­sio­nen" ....

Wenn man im Herbst­ur­laub 10 Tage lang strah­len­des Son­nen­wet­ter hat­te steht man für vie­le Men­schen offen­sicht­lich als Lüg­ner da:
Nie­mand will das so recht glau­ben.

Ich emp­feh­le daher immer, beim "Meteo­ro­lo­gi­schen Dienst" nach­zu­fra­gen. Dort bekom­men die Zweif­ler - aller­dings mit etwas Ver­zö­ge­rung - Aus­kunft, wie das Wet­ter an einem bestimm­ten Ort zu einer bestimm­ten Zeit tat­säch­lich war .... hilfs­wei­se auch hier (kostet 'was!)

Aber bit­te beden­ken Sie:
Auch wenn das tat­säch­li­che Wet­ter objek­tiv schlecht war, kann das emp­fun­de­ne Wet­ter blen­dend gewe­sen sein .... und "Wet­ter" fällt ja eh' nicht in die Kate­go­rie "Exak­te Wissenschaft"!

bookmark_borderWortbrüchig?

In einem email wur­de mir heu­te vor­ge­wor­fen, ich hät­te mich nicht an Ver­ein­ba­run­gen gehalten.

Hab' ich doch!

Ich hat­te nur ver­ges­sen, die geän­der­te Ver­si­on - mit den ver­ein­bar­ten Kor­rek­tu­ren - als Kopie an den Vor­wer­fen­den zu senden.

In einem ersten Anflug von Ver­stimmt­heit woll­te ich schon zum Tele­fon greifen.
Schimpfen.
Gut, daß ich es mir anders über­legt habe ....

Denn schließ­lich konn­te mein Gegen­über ja nicht wis­sen, daß die Ände­run­gen schon gemacht waren - und ich nur ver­ges­sen hat­te, dar­über zu informieren.

Nun bin ich schon wie­der ganz ruhig ....

bookmark_borderEin gutes Gefühl ....

wenn man mit 60 mit­ten­drin steht und nicht nur sei­nen Schre­ber- oder Vor­gar­ten pfle­gen darf .... es tut sich doch etwas in D.
Einen Stim­mungs­um­schwung zu kon­sta­tie­ren wäre mög­li­cher­wei­se zu weit gegrif­fen, aber ein all­mäh­li­ches Umden­ken ist schon zu erken­nen .... dazu pas­sen ein paar Ratschläge:

  • an 20-jäh­ri­ge: Jetzt wer­den die Grund­mau­ern für das wei­te­re Leben gelegt .... "Par­ty" ist toll, aber kann man davon leben?
  • an 30-jäh­ri­ge: Nein, das Unter­neh­men kommt auch ohne Sie aus .... und vie­le, die mit Ihnen zusam­men­ar­bei­ten haben viel­leicht kein Stu­di­um, aber sehr viel mehr Erfah­rung. Das soll­ten Sie sich zunut­ze machen, anstatt dar­über zu lästern ....
  • * edit *
  • an 35-jäh­ri­ge: Bevor Sie leicht­fer­tig der Her­ab­stu­fung oder Ent­las­sung älte­rer Kol­le­gen zustim­men beden­ken Sie bit­te, daß Sie auch bald soweit sind ....
  • an 45-jäh­ri­ge: Haben Sie noch ihren Job? Dann müs­sen Sie bei einem Unter­neh­men sein, das län­ger­fri­stig denkt .... wenn Sie gera­de ihren Job los­ge­wor­den sind: davon geht die Welt nicht unter, es gibt immer Alternativen ....
  • * end edit *
  • an 50-jäh­ri­ge: Die Zeit drängt, schaf­fen Sie sich ein Hob­by an - wenn Sie jetzt das "Fal­sche" gewählt haben ist bis zum Ruhe­stand noch genug Zeit zu wechseln .... 
  • an 60-jäh­ri­ge:
      (Für die im Ruhestand) 
    • Genie­ßen Sie die Zeit! 
    • (Für die, die noch arbeiten) 

    • Nie­mand hat mehr Erfah­rung als Sie - sei­en Sie groß­zü­gig bei der Wei­ter­ga­be, aber nicht pikiert, wenn jemand nichts davon hören will ....

Ach ja, klei­ner Nach­satz für all die Leser, die mei­ne Rat­schlä­ge (s.o.) "bescheu­ert" finden:
Lesen Sie doch ein­fach in sol­chen Blogs, die eine Mei­nung ver­tre­ten, die Ihrer eige­nen Mei­nung ähn­li­cher ist ....

PS
Sie­he auch die­sen Bei­trag zum Thema ....

bookmark_borderViele verzwickte Verwechslungsgeschichten ....

Unter dem Titel
"Das klei­ne Ich-bin-Ich -
oder: Wer andern in der Nase bohrt ist selbst ein Schwein."
schreibt Herr human über die Fra­ge, wer hier wer ist bei twoday.

Eine wit­zi­ge Geschich­te - eine tol­le PR.
Dan­ke, Herr human!

PS:
Eben sah ich, daß unter dem Titel "Das klei­ne Ich-bin-Ich" beim Herrn baron der glei­che Arti­kel zu lesen ist ....
Dan­ke auch an Sie, Herr baron!

bookmark_borderVersteckte ....

oder offe­ne For­de­run­gen nach Zen­sur der Web­lo­g­in­hal­te gibt es immer wie­der. Erstaun­lich, bedenkt man, daß immer irgend­wer für irgend­wen "uner­träg­lich" zu sein scheint ....

Wer For­de­run­gen nach Beschrän­kung der Inhal­te auf­stellt muß damit rech­nen, viel­leicht ein­mal selbst betrof­fen zu sein!

Ich zumin­dest plä­die­re für abso­lu­te Meinungsfreiheit,
solan­ge sie sich im Rah­men der Geset­ze bewegt.

Ohne jeden Abstrich.
Ohne jede Einschränkung.

bookmark_borderVor Jahren ....

- als ich noch zur Schu­le ging - ver­dien­te ich mir ein Zubrot durch Nach­hil­fe­stun­den. Gutes Geld, ich bekam fast soviel wie ein Eng­lisch­leh­rer. Man schätz­te, so ver­mu­te ich, die Tat­sa­che, daß ich ein Jahr in USA ver­bracht hat­te und flie­ßend sprach. Ein "sehr gut" in Eng­lisch und eine Emp­feh­lung des Eng­lisch­leh­rers mögen auch dazu bei­getra­gen haben.

In den letz­ten zwei Jah­ren vor dem Abitur bekam ich DM 50,- Taschen­geld, ein ansehn­li­cher Betrag Mit­te der 60'er Jah­re. Durch besag­te Nach­hil­fe­tä­tig­keit konn­te ich den Betrag auf­stocken - und war so finan­zi­ell recht gut gestellt. Das traf auch auf mei­ne Fami­lie zu, wir leb­ten zu die­ser Zeit in einem geräu­mi­gen Haus mit Damen- und Her­ren­zim­mer neben einem groß­zü­gig geschnit­te­nen Wohn­zim­mer, an das das Eßzim­mer angrenz­te. Ein offe­ner Kamin zwi­schen Wohn- und Her­ren­zim­mer war - für dama­li­ge Zei­ten - ein Luxus, den nicht Vie­le hatten.

In den Feri­en aller­dings waren kei­ne Nach­hil­fe­stun­den mög­lich und ich hat­te mich bei der damals noch exi­stie­ren­den "Syl­ter Insel­bahn" als Schaff­ner bewor­ben. Ich wur­de ange­stellt und begann eine Zweit­kar­rie­re als "Insel­bahn­schaff­ner".

Ich leb­te also in dem Bewußt­sein, es man­ge­le mir - und mei­ner Fami­lie - an Nichts.

Bis, ja, bis ich eines Tages in mei­ner Schaff­ner­rol­le einem wun­der­schö­nen Mäd­chen einen Fahr­schein von Wester­land nach Hör­num verkaufte ....

Nun muß man wis­sen: Wer mor­gens nach Hör­num fuhr hat­te meist eine Über­fahrt nach Hel­go­land gebucht - und muß­te abends mit der Insel­bahn wie­der zurück. Der Fahr­plan des Zuges war mit dem Ein­tref­fen der Fäh­re abgestimmt.

Die Ange­be­te­te - man konn­te nicht anders, als die­ses zar­te, lie­be Geschöpf "anbe­ten" - hat­te wäh­rend der Fahrt nach Hör­num unmiß­ver­ständ­li­che Signa­le ver­sandt, daß sie mich, den "Schaff­ner" offen­sicht­lich ganz pas­sa­bel fand .... aber ich brach­te es, stof­fe­lig und zugleich schüch­tern, nicht über's Herz sie direkt anzu­spre­chen. Nun woll­te ich ihr aber andeu­ten, daß ich am Abend wie­der da sein wür­de, und als sich die Gele­gen­heit ergab, teil­te ich dies einem ande­ren Rei­sen­den so laut mit, daß sie es hören mußte.

Den gan­zen Tag lang schweb­te ich irgend­wie auf Wol­ken ob der Aus­sicht, sie am Abend wie­der zu sehen. Dann woll­te ich mir ein Herz neh­men und sie anspre­chen. Ich leg­te mir tau­sen­de von For­mu­lie­run­gen zuf­recht, ver­warf sie eben­so oft, dach­te mir neue, bes­se­re aus. Kurz: Ich schien gewapp­net und vorbereitet.

Der Abend kam, sie kam mit der Fäh­re zurück, stieg in mei­nen Wagen ein, lächel­te mir zu. Ich war stumm wie ein Fisch, unfä­hig auch nur ein Wort her­aus­zu­brin­gen .... mit schwit­zi­gen Hän­den und schwir­ren­den Gedan­ken beob­ach­te­te ich sie und konn­te mir ein­fach kein Herz fas­sen, war wie gelähmt.

Wir näher­ten uns Wester­land. Da war sie ein­ge­stie­gen - da wür­de sie auch wie­der aus­stei­gen. Und ich Esel hät­te spä­te­stens dann die Chan­ce mei­nes Lebens verpaßt ....

"Wester­land Haupt­bahn­hof, umstei­gen zur Bun­des­bahn. Rei­sen­de nach List blei­ben bit­te in die­sem Zug, der nach kur­zem Auf­ent­halt nach List wei­ter­fah­ren wird!" hör­te ich mich sagen - und war doch sehr erstaunt zu bemer­ken, daß die jun­ge Dame sit­zen blieb. Sie mach­te kei­ne Anstal­ten, die Insel­bahn zu verlassen.

Gal­gen­frist, dach­te ich. Sie mag dich offen­sicht­lich, sonst wäre sie schon nicht mehr hier, schloß sich an. Ja, da saß sie nun in dem leer gewor­de­nen Wagen. Als in Kam­pen die letz­ten Fahr­gä­ste den Zug ver­las­sen hat­ten waren wir allein.

"Du hast ver­ges­sen mir einen Fahr­schein nach List zu ver­kau­fen", sag­te sie, als der Zug wie­der anfuhr. "Wirst Du kei­ne Schwie­rig­kei­ten haben, wenn man merkt, daß du Schwarz­fah­rer dul­dest?" Ich war platt, aber gleich­zei­tig hör­te ich mich sagen "Ach, gute Freun­de dür­fen schon 'mal gra­tis mitfahren!"

"So", ant­wor­te­te sie schel­misch, "wir sind also gute Freun­de. Davon habe ich bis­her nichts gemerkt und erfah­ren hät­te ich es wohl nie, wenn ich nicht bis zur End­sta­ti­on mit­ge­fah­ren wäre." Das Eis war gebro­chen, jetzt trau­te ich mich zu spre­chen. Und es wur­de ein lan­ges Gespräch ....

Wir hat­ten mitt­ler­wei­le die Bahn ver­las­sen und saßen auf einer Bank am Bahn­hof in List. Ich hat­te kurz unter­bre­chen müs­sen, denn es gehör­te zu mei­nen Schaff­ner­pflich­ten, beim Ran­gie­ren der Lok zu hel­fen. "Na", sag­te der Kol­le­ge Lok­füh­rer zu mir, "unser Hilfs­schaff­ner auf Frei­ers­fü­ßen? Dann nimm Dir 'mal Zeit, kannst ja mit dem letz­ten Zug zurück­fah­ren." Ich glau­be ich war nie wie­der einem Men­schen so dank­bar wie dem Zug­füh­rer in die­sem Augenblick.

Wir - die elfen­glei­che Ange­be­te­te und ich - saßen noch lan­ge und spra­chen: Über uns, unse­re Fami­li­en, unse­re Freun­de, unse­re Inter­es­sen - eben über alle Din­ge, die in sol­cher Situa­ti­on wis­sens­wert erschei­nen .... bis dann der letz­te Zug nach Wester­land ging und wir mit­fah­ren muß­ten. Mitt­ler­wei­le hat­te ich erfah­ren, daß es ihr letz­ter Tag auf Sylt war. Sie muß­te am näch­sten Tag mit ihren Eltern zurück nach Ham­burg. Ich hat­te ihre Adres­se und ihr Ver­spre­chen, sich mit mir in Ham­burg zu tref­fen. Ich soll­te nur bei ihr anru­fen, das gin­ge dann klar.

So ein­fach, wie das geklun­gen hat­te, war es dann aber doch nicht. Ich rief an und eine Haus­da­me war am Appa­rat: "Das gnä­di­ge Fräu­lein ist jetzt nicht zu spre­chen, sie übt am Flü­gel", ein ande­res Mal hieß es "Das gnä­di­ge Fräu­lein hat pri­va­te Spa­nisch­stun­den und kann jetzt nicht mit ihnen spre­chen" und so wei­ter .... aber ich hat­te ver­spro­chen mich zu mel­den - sie hat­te ver­spro­chen mich zu tref­fen, da woll­te ich mich von einer Haus­da­me nicht so abfer­ti­gen las­sen. Hart­näckig­keit zahlt sich manch­mal aus, nach dem x-ten Anruf hat­te ich dann die Haus­da­me so zer­mürbt, daß sie es wohl für bes­ser hielt, "das gnä­di­ge Fräu­lein" ans Tele­fon zu holen.

Ich ver­gaß vor Freu­de, daß es end­lich geklappt hat­te, mich über die Abwim­me­lei zu beschwe­ren, war froh, end­lich mit ihr spre­chen zu kön­nen. Wir ver­ab­re­de­ten uns für die fol­gen­de Woche, ich soll­te sie zu Hau­se abholen.

Der Rest der Geschich­te ist kurz. Wie am Anfang berich­tet kom­me ich ja nicht gera­de aus ärm­lich­sten Ver­hält­nis­sen. Aber das Haus, in dem die schö­ne Ham­bur­ge­rin wohn­te war schon eher als "sehr geräu­mi­ge Vil­la" zu bezeich­nen. Ich wur­de ins Haus "ein­ge­las­sen". Ich wur­de von der Mut­ter emp­fan­gen. Ich bekam sehr deut­lich mit­ge­teilt, daß man auf kei­ne Fall dul­den wer­de, daß sich "unse­re Toch­ter" mit mir tref­fen werde ....

Als ich von der Türe weg über Mar­mor­kies zum Tor des Anwe­sens stapf­te und mich umblick­te mei­ne ich hin­ter einem Vor­hang eine Bewe­gung gese­hen zu haben. Aber viel­leicht war auch das eine Illusion ....

PS
Ich hof­fe für die - ver­geb­lich - Ange­be­te­te, daß sie, trotz aller Wid­rig­kei­ten, ein glück­li­ches Leben hat(-te) ....