sind oft nur eine Seite der Medaille. Man kann sich über Vieles Gedanken machen und dazu Position beziehen.
Was mich sehr irritiert ist, wenn Blogger Themen aufnehmen, die unter dem Deckmantel der Empörung über bestimmte Sachverhalte gerade diese forcieren, also in das "öffentliche" Bewußtsein zerren ....
Mit Kalkül werden "heiße Eisen" angefaßt, kontroverse Themen aufgenommen:
Man schreibt über Pornographie;
Man schreibt über Kinderschänder;
Man schreibt über Tsunami.
Oder:
Man streitet mit anderen Bloggern - und Zaungäste wie Voyeure kommen zuhauf, um sich die Querelen, Beleidigungen oder Schimpftiraden zu Gemüte zu führen ....
Das passiert natürlich "rein aus Interesse die Verhältnisse zu bessern und die Mißstände anzuprangern" - Weit gefehlt! Es ist das Schielen nach der Quote ....
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Es fehlen überall dort, wo dieses Thema vertieft behandelt wird Lösungsvorschläge! Da es aber bekannt ist, daß Reden alleine wohl noch nie geholfen hat, sind solche "Beiträge" billige Effekthascherei - ohne jede Folge, aber mit einem gewissen Aufmerksamkeitswert für die Schreiber ....
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Es ist immer gut, Unzulänglichkeiten in dieser Welt aufzuzeigen - dann aber bitte ALLE gleichwertig, nicht selektiv nur jene Themen, die "publikumsträchtig" sind ....
Es ist wenig über die AIDS-Kathastrophe in Afrika zu lesen. Obwohl sich dort ein Drama abspielt, das ganze Generationen dahinrafft. Nur ist das nicht geeignet, Massen an Lesern anzuziehen. Da eignet sich ein Thema wie "Kinderpornographie" schon eher .... Entrüstung, Heuchelei, ungeeignete Vorschläge wie man Abhilfe schaffen könnte - eine "bunte Mischung" aus Meinung und Links - das bringt Aufmerksamkeit. Mehr, als dem Thema angemessen erscheint.
In USA werden Eltern verhaftet, weil sie ihre Kleinkinder in der Badewanne photographieren - wollen wir hier die gleiche Stimmung und die gleiche Handhabung einführen? Mir scheint, eine differenzierte Haltung zum Thema wäre angebracht ....
Und dann noch ein Hinweis aus der Gestaltpsychologie:
Menschen geißeln das am Häufigsten, was ihren eigenen Ängsten, Neigungen und Unzulänglichkeiten entspricht.
Das heißt im Klartext:
Wer sich vehement - und ohne direkt betroffen zu sein - für eine Verfolgung von Kinderporno-Herstellern ausspricht bekämpft damit seine eigene Neigung zu solchen Auswüchsen - der Volksmund sagt dazu: "Den Bock zum Gärtner machen" ....
Überlassen wir doch solche Themen denen, die von Amts wegen damit befaßt sind und genügend Kenntnisse haben, um Abhilfe zu schaffen: den Strafverfolgungsbehörden!