Als wir hier vor knapp vier Jahren eingezogen sind konnte ich im ersten Frühjahr zwei Katzen zählen, eine schwarze Katze mit weißen Spitzen an den Vorderpfoten und einen graumelierten Kater. Im zweiten Jahr kamen eine Tabby-Katze und eine schwarz-weiß gefleckte Katze dazu. In diesem Jahr waren es bisher drei neue Katzen: Eine fast durchgängig graue Katze, eine japanische Katze mit Kindchen-Gesicht und Mini-Ohren, und ein massiger schwarzer Kater der selbst Hunden gegenüber äußerst aggressiv ist.
In unserem Garten fand ich in den vergangenen Jahre Spuren von erlegten Vögeln - zweifelsfrei von Katzen getötet - allein in diesem Jahr waren es drei Fälle. Natürlich habe ich das nicht direkt beobachtet, doch gegenüber der Zahl von zwei toten Vögeln in den drei Vorjahren war das eine erschreckende Steigerung.
Es wird empfohlen Katzen wenigstens mit Glöckchen auszustatten damit sie als Lauerjäger rechtzeitig erkannt werden wenn sie zum Tötungssprung ansetzen und dabei das Glöckchen Töne abgibt. Die Kreativität der Katzenbesitzer-Ausreden warum sie das ablehnen ist groß. Immer mehr Vögel bezahlen diese Nachlässigkeit mit ihrem Leben.
Was als *Schmusekatze* auf ihrem Sofa oder Bett liegt und schnurrt, liebe Katzenbesitzer, ist ein von Natur aus sehr gut ausgestattetes Raubtier! Doch im Gegensatz zu wilden Katzen und ihren Verwandten haben Hauskatzen keine Sperre aufzuhören zu jagen wenn sie satt sind und gefressen haben. So werden ihre Beutetiere unsinnigerweise reduziert, denn sie dienen nicht einmal mehr dazu Hunger zu stillen, sondern pure Mordlust zu befriedigen.
Ich empfehle gern das nachfolgende Video:
Es wird dort aufgezeigt welchen ökologischen Schaden Hauskatzen als *FREIGÄNGER* anzurichten in der Lage sind und wie sie mit Schuld daran tragen, daß unsere heimische Vogel-¹, Reptilien-², und Nagerwelt³ ausgerottet werden.

Beispiele: ¹ Spatzen, Amseln, Meisen; ² Frösche, Kröten, Eidechsen; ³ Mäuse, Siebenschläfer, Maulwürfe


Ich würde mir auch wünschen, dass diese gesamte Katzenbagage meinen so herrlich verwilderten Garten meiden würde. Und die Nachbarn nicht ständig auf der Suche nach ihrer ausgebüxten Katze sein müssten. Vielleicht hätte dann auch mal ein Vogelnest eine Chance.
Was mich stört ist der Unterschied der Bewertung:
Daß überall penibel darauf geachtet wird Hundekot durch die Besitzer entfernen zu lassen. Ich bin sehr dafür das zu verlangen, weil ich selbst ja auch nicht in Hundekot treten will ....
Doch wie sieht es mit den Exkrementen der Katzen aus?
Ich habe mehrfach an verschiedenen Stellen in unserem Garten Katzenkot gefunden der wegen der anderen Art der Verdauung bei Katzen im Vergleich zu dem von Hunden sehr viel übler riecht.
PS:
Wo immer in Filmen üble Charaktere [Bondfilme, Der Pate, ..] auftauchen haben sie stets Katzen auf dem Schoß - das muß entweder ein Vorurteil sein oder historische Wurzeln haben ....
Moin Wolfgang,
du hast natürlich recht. Nicht nur Vögel zählen bei Katzen zu ihren Beutetieren. In weit größerem Ausmaß sind es Nagetiere, insbesondere Wühlmäuse. Letztere können große Schäden, z. B. an Deichen, anrichten. Ihre Reduzierung ist also dringend geboten. Von daher gesehen sind Katzen als nützlich anzusehen und nicht nur eine Plage wie du schreibst.
Was das von dir vorgeschlagene Tragen von "Glöckchen" betrifft, so ist inzwischen erwiesen, dass Vögel das Bimmeln oft gar nicht als Warnung vor drohender Gefahr empfinden.
Das Entfernen von Katzenkot ist übrigens für ihre Besitzer ungleich schwieriger, da sich die Tiere relativ selten auf öffentlichen Wegen und Plätzen entleeren. Sie deshalb aber einzusperren, halte ich für falsch.
Mein Fazit: Katzen haben nicht nur schlechte, sonder auch gute Seiten! ;-)
Moin Fred,
"Wo Licht ist ist auch Schatten!" - insoweit ist dir zuzustimmen.
Katzen entleeren sich gern auf sandigen Böden, nicht auf Pflaster, das kann ich bestätigen, denn den Katzenkot finde ich immer an solchen Stellen die zwischen Pflanzen ohne Bewuchs brach liegen - weswegen ich diese seit zwei Jahren mit gröberem Aquarienkies beschütte .... nicht immer ist das erfolgreich, denn die lieben Tierchen kratzen den Kies beiseite und machen dann auf die freien Stellen ihr 'Geschäft'.
Auf Bauernhöfen und auf Deichen mag das Vorkommen von Katzen hilfreich sein .... wenn ich jedoch das Inland betrachte wird das Verhältnis Deiche-Gärten eher in Richtung 1:99 tendieren und dann schwindet dieser vermeintliche Nutzen umgehend.
Der größere Schaden wird an Deichen jedoch von Bisamratten hervorgebracht (die keine Rattenverwandten sind, sondern eine größere Art von Wühlmäusen) - da haben Katzen eine eher geringe Chance abzuhelfen, denn die verschwinden im Wasser! Es hilft tatsächlich nur die Bejagung.
Zitat: ".. Bevölkerungskreise, die keine Lasten des Deichschutzes zu tragen haben, folgen teilweise der Einschätzung in anderen Ländern, die die Bisamratte tolerieren oder sogar schützen. Der Bisam ist 2017 in die Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung für die Europäische Union aufgenommen worden .." Wie unschwer zu erkennen ist bleibt es durch diese Gegenüberstellung den Lesenden überlassen wohin sie tendieren wollen.
Wenn möglich wüßte ich gern die Quelle für die mangelhafte Wirkung von Glöckchen .... bei Gelegenheit, es eilt nicht ....
Hier 2 Links:
https://www.zooplus.de/magazin/katze/katzenhaltung/katzenhalsband-mit-glocke
https://flappiedoors.com/blogs/jagdverhalten/katze-gloeckchen-voegel?srsltid=AfmBOor9uZdTmzAdr5A7NK7tblGbFbd32g7H-dAoI8gukgxuRxhoV7TJ
Nach weiteren Recherchen habe ich festgestellt, dass auch Quellen für eine Befürwortung des Glöckchens existieren. Mein Vorschlag: Wir beenden das Thema.
Nur *Beenden* ist wenig befriedigend.
Danke für die Links, wobei der zweite schon selbst die Frage offen läßt bzw. nicht endgültig Stellung bezieht.
Wir können doch feststellen, daß zu diesem Punkt gegensätzliche Auffassungen veröffentlicht sind, und, wir als Laien / nicht mit dieser Materie direkt Befaßte, keine endgültige Aussage zum Nutzen / zur Nutzlosigkeit machen können ....
In wissenschaftlichen Arbeiten wird an dieser Stelle vermerkt ".. um eine endgültige Bewertung veröffentlichen zu können sind weitere Feldversuche erforderlich .."
Mein Fazit mit Begründung:
Da Katzen - wie zuvor bereits erwähnt - Lauerjäger sind, die geduldig & reglos sitzen, dann bei Beute in Reichweite bis zu 2 m hoch/weit springen können, werden sie bei dem Sprung mit Glocke ein Geräusch verursachen. Das sollte reichen um Beute aufmerksam zu machen, selbst wenn diese nicht spezifisch etwas damit verbindet ....
"Wir können doch feststellen, daß zu diesem Punkt gegensätzliche Auffassungen veröffentlicht sind, und, wir als Laien / nicht mit dieser Materie direkt Befaßte, keine endgültige Aussage zum Nutzen / zur Nutzlosigkeit machen können ...."
Einverstanden.
Was mich am meisten beschäftigt, wenn ich eine Katze durch meinen Garten streunen sehe, ist: Die wird doch nicht etwa hier ihre Jungen aufziehen wollen?! Nachdem ich mich wegen dieser Befürchtung schon verspotten lassen musste, eine Katze ziehe ihre Jungen doch nicht im Freien auf, habe ich mich heute der Frage mal per Google genähert. Und siehe da, es ist sehr wohl möglich, dass eine Katze ihren Nachwuchs in meinem Garten einnistet. Und das will ich auf gar keinen Fall! Ich bin als Katzen-Ersatzoma nicht geeignet. Also alles raus aus dem Garten, was einer Katze als regensicherer Unterschlupf dienen könnte! Wird demnächst in Angriff genommen, auch wenn es dann für die Insekten weniger gemütlich wird.
Und dass die Eidechsen verschwunden sind, ist hoffentlich nicht auf Katzen zurückzuführen. Oder doch?
Doch, das sind Tiere die den Jagdtrieb der Katzen besonders stimulieren.
Den Eidechsen fehlen aber zuerst einmal die Verstecke und Überwinterungsmöglichkeiten in den top-gepflegten und gezirkelten Gärten, mit Randsteinen und Mähkante ....
Sofern es sich nicht um Hauskatzen handelt die *Freigänger* sind ist es wohl auszuschließen - die haben ja Menschen die sie versorgen .... allerdings bestimmt denkbar bei verwilderten Katzen die kein *Zuhause* haben.
[Insekten finden in sehr engen Orten Unterschlupf, in die keine Katze passen würde ....]