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bookmark_border"Seniorität"

Das Wort höre ich immer häu­fi­ger:  

"Eine gewis­se Senio­ri­tät kann durch­aus nütz­lich sein!"
"Senio­ri­tät bedeu­tet Erfah­rung - und das ist immer von Vorteil!"
"Men­schen mit Senio­ri­tät gehen Din­ge ruhi­ger an!"  

Es ist aber ein gro­bes Miß­ver­hält­nis zwi­schen tat­säch­li­chem Wil­len 'Senio­ren' zu beschäf­ti­gen und den vor­an­ge­stell­ten Aus­sa­gen vor­han­den. Wie mag das zusammenpassen?

Mei­ne Beur­tei­lung ist unge­fähr diese:
Wenn 'Senio­ren' nicht nur Facherfah­rung in ihrem jewei­li­gen Arbeits­ge­biet haben, son­dern auch anson­sten 'fit' geblie­ben sind - z.B. einen Com­pu­ter ohne frem­de Hil­fe nicht nur an- und aus­schal­ten, son­dern auch für mehr als nur Schreib­ar­bei­ten/e-mail/­Power­Point zu nut­zen in der Lage sind, dann könn­te "Senio­ri­tät" ein Vor­teil sein ....

Weil aber gut 80% der über 55-jäh­ri­gen 'nix mit Com­pu­ter' zu tun haben wol­len und zudem über­wie­gend auch ganz zufrie­den mit einem (Vor-) Ruhe­stand sind, ist es natür­lich schwer für inter­es­sier­te Arbeit­ge­ber die 'Spreu' vom 'Wei­zen' zu tren­nen .... und da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz*:
Wird die Suche nach geeig­ne­ten 'Senio­ren' zu müh­sam behilft man sich halt mit den durch­aus vor­han­de­nen jün­ge­ren Kräf­ten und läßt das Kri­te­ri­um "Senio­ri­tät" fallen ....
 
Natür­lich liegt es auch an der Defi­ni­ti­on von "Senio­ri­tät" - da sind näm­lich sehr unter­schied­li­che Akzen­te mög­lich. WIKIPEDIA ver­läßt uns hier, denn dort wird der Begriff ledig­lich in Hin­blick auf die Beam­ten­be­sol­dung erläu­tert .... bes­ser ist die Defi­ni­ti­on bei "Cope" (cope­net): Da aller­dings wird fest­ge­tellt, daß das Lebens­al­ter unbe­deu­tend sei - und ich wage es dem zu wider­spre­chen. Grund­sätz­lich näm­lich fin­det man die 'Eigen­schaf­ten' erfah­rungs­be­dingt eher bei Älte­ren. Das schließt aber nicht aus, der­glei­chen manch­mal auch bei Jün­ge­ren zu beobachten.


* Da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz
Mit der Redens­art wird aus­ge­sagt, dass etwas eine Art Teu­fels­kreis ist, in dem sich Ursa­che und Wir­kung wech­sel­sei­tig bedin­gen: Wenn wir Geld für die Anschaf­fun­gen von der Bank haben wol­len, müs­sen wir erst nach­wei­sen, dass wir Sicher­hei­ten haben. Die Ame­ri­ka­ner nen­nen es "catch22"
 

 
[ (cope­net) / cope-Zitat(-e) früher:
|toter Link! http://www.copenet.de/infoservice/archiv/200501.html;
|toter Link! http://www.copenet.de/tippsundtricks/infoservice/archiv/200501.php]

bookmark_border"wayback" hat helfen können ....

Der Text ist wie­der verfügbar ....


Freitag, 18. Januar 2008

 [Zitat]

"Alles ist RELATIEF" oder wie ein altlinker Muensterlaender und eine Businessfrau aus Duesseldorf ein amuesantes Lehrstueck fuer Blogger schrieben.

" .. Zum Schluss moech­te ich euch einen sehr schoe­nen ver­ba­len Zwei­kampf zwi­schen einer PR-Jour­na­li­stin und einem Hard­core-Blog­ger vor­stel­len, der mich sehr amue­siert, gleich­zei­tig auch zum Nach­den­ken gebracht hat. Das Gan­ze spielt sich um 2006 ab zwi­schen einer Dues­sel­dor­fe­rin und einem Muen­ster­laen­der, ist also nicht nur pas­send zum The­ma "Blog­ger­mut und Red­lich­keit", son­dern auch zur Regi­on. Die bei­den dis­ku­tie­ren, strei­ten, legen ihre Stand­punk­te dar und druecken sich am Ende - trotz ver­mut­lich star­ker und gra­vie­ren­der Unter­schie­de in der Theo­rie, der Pra­xis und im ideo­lo­gi­schen Ansatz - ihre Aner­ken­nung aus. Herr­li­che Streit­kul­tur vom Feinsten.

Bei dem anonym auf­tre­ten­den Blog­ger han­delt es sich, wenn man den Spu­ren und Aeu­sse­run­gen sorg­fael­tig nach­geht, um einen Pen­sio­ni­sten mit viel Zeit im schoe­nen Muen­ster­land. Er hat einen poli­tisch "lin­ken", ja, sehr lin­ken Back­ground und scheint vom schoe­nen Muen­ster­land aus mit der Welt zu hadern - vor allem auch mit Ame­ri­ka­nis­men in der deut­schen Spra­che, der Muen­ster­schen Zei­tung, den Grue­nen, der Umwelt­be­we­gung und den nach­hal­ti­gen Ener­gien, zumals der Wind­kraft (ver­mut­lich vesperrt ihm der Blick auf Wind­rae­der die schoe­ne Aus­sicht in die schoe­ne Muen­ster­laen­der Landschaft). 

Poli­tisch wuer­de ich ihn, deutsch­tue­melnd und ein biss­chen alt­links-alt­backen, wie er argu­men­tiert, bei der guten alten DKP ver­or­ten - sein Blog nennt sich "RELA­tief - nichts ist so wie es zu sein scheint", hier prae­sen­tiert mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung. Ich fin­de die­sen kratz­buer­stig-melan­cho­li­schen Sil­ver Sur­fer-Blog­ger sehr amue­sant und habe schon viel ueber sei­ne Bei­trae­ge geschmunzelt.

Sein weib­li­cher Spar­ring­part­ner vom Rhein heisst Eli­ta Wie­gand und nennt sich eine "Quer­den­ke­rin" aus Dues­sel­dorf. Frau Wie­gand ist um die 50, ist von Hau­se aus, sagt sie, Jour­na­li­stin und macht jetzt etwas unge­schickt in "alter­na­ti­ver PR". Zumin­dest hat sie sich eine selt­sam-ver­quol­le­ne angli­zi­sti­sche PR-Fach­spra­che ange­eig­net, die manch­mal selt­sam glatt, dann wie­der froeh­lich-naiv und gele­gent­lich alles ande­re als trans­pa­rent, son­dern opak klingt. Was genau sie will, bleibt oft unklar.

Frau Wie­gand ist irgend­wie invol­viert in das Mar­ke­ting eines Busi­ness-Netz­wer­kes bzw. "Clubs" namens innovativ.in fuer "Wert­schoep­fer, Inno­va­to­ren und Quer­den­ker" und hat lei­der etwas Mue­he, das Anlie­gen ihrer Orga­ni­sa­ti­on auf den Punkt zu brin­gen: irgend­wie ein Netz­werk von Fir­men, aber auch Behoer­den, die "Money und Moral" ver­knuep­fen und einem ethi­schen, nach­hal­tig wir­ken­den "Human-Kapi­ta­lis­mus" das Wort reden. 

Klingt alles in allem nicht ganz unsym­pa­thisch, zumin­dest sehr tren­dy und zieht bei­lei­be nicht nur grue­ne Unter­neh­men an wie die Macher von Rapun­zel, hier
Nae­he­res. Obwohl - so ganz klar ist mir nicht, was die wol­len. Wer­de ich mich mal nae­her mit beschaeftigen. 

Lei­der mach­te die gelern­te Jour­na­li­stin schon vor einer Wei­le einen Feh­ler und zog sich damit den Zorn und die Hae­me auf die Unab­haen­gig­keit "ihres" Medi­ums pochen­der Blog­ger zu: sie the­ma­ti­sier­te die Instru­men­ta­li­sie­rung von Web­logs als Mar­ke­ting­in­stru­men­te, ganz unver­bluemt, ent­waf­fend froeh­lich und ein biss­chen naiv. Mitt­ler­wei­le hat sie sich fuer so eini­ge Tor­hei­ten ent­schul­digt und hat dazu gelernt: 

Hier ihr immer noch bemer­kens­wer­tes State­ment und "Suen­den­be­kennt­nis" zum The­ma Blog­gen - mit und ohne PR-Hin­ter­grund. Auch welt­kind hat sich so eini­ges davon zu Her­zen genommen ;-).

Nun kann man einem alten lin­ken Muen­ster­laen­der, der ver­mut­lich auch noch irgend­wie mit Jour­na­lis­mus zu tun hat­te (man merkt es an Klei­nig­kei­ten), nicht mit rhei­nisch-froeh­li­cher Ver­mi­schung von PR und Repor­ta­ge im Kar­ne­vals­stil kom­men ;-). Und es ent­sponn sich ein amue­san­ter rhe­to­ri­scher Schlag­ab­tausch im Kom­men­tar­teil - den letz­lich "Frau Eli­ta" (wie unser Muen­ster­laen­der sie anzueg­lich nennt, ver­mut­lich an eine Dame aehn­li­chen Vor­na­mens und ande­ren Kali­bers den­kend ;-)) nach Punk­ten gewann, wie unser Blog­ger aner­ken­nend zugibt, noch­mals ;-). Bit­te unbe­dingt mal lesen, ist Real­sa­ti­re pur und sehr lehrreich. 

Beson­ders wit­zig: der alte Zau­sel haelt die auch nicht mehr tau­fri­sche "Frau Eli­ta" fuer einen jun­gen Huep­fer "um die 40", "jung, beruf­lich enga­giert, aus­ge­la­stet und ver­mut­lich finan­zi­ell gut aus­ge­stat­tet", sie ihn fuer einen des­il­lu­sio­nier­ten "Hartz IV-Emp­faen­ger" (was auch nicht zutrifft). Frau Eli­ta kaempft mit Schirm, Charme und Melo­ne - und zum Schluss "bewun­dert" er sie fuer ihren "Mut" ;-).

Auf "sei­nem" Blog hat­ten die bei­den sich einen aehn­li­chen Schlag­ab­tausch gelie­fert - auch hier kla­rer Punkt­sieg fuer "Frau Eli­ta" - "Alles wird gut" troe­stet sie unse­ren Muen­ster­laen­der, nach­dem die­ser ihr maech­tig knar­zig an den Kar­ren gefah­ren war, und er atte­stiert ihr: "Beim Dees­ka­la­ti­ons­se­mi­nar haben Sie wenig­stens gut auf­ge­passt" ;-). Irn­gend­wann ertei­len sie sich - bei­de katho­lisch? - gegen­sei­tig die "Abso­lu­ti­on" ;-).

Der stren­ge Medi­en­kri­ti­kus vom Aasee kam ver­mut­lich mit einer blog­gen­den Eigen­art "Frau Eli­tas" nicht klar, und ich gebe zu, mich irri­tiert es auch: einer­seits macht sie froeh­lich PR und geizt nicht mit - zuge­ge­ben daem­li­chen - Angli­zis­men wie "Best Prac­ti­ce" (wofuer unser Muen­ster­laen­der das schoe­ne deut­sche "Erfolgs­re­zept" for­dert); ande­rer­seits schmug­gel­te sie in ihr Blog hoechst kri­ti­sche und lesen­wer­te jour­na­li­sti­sche Bei­trae­ge: ueber die umstrit­te­nen Prak­ti­ken der Fir­ma Muel­ler Milch etwa; oder auch den Bericht ueber die mut­mass­li­che Aus­beu­tung eines Stra­ssen­mu­si­kers durch die Kaf­fee-Ket­te Star­bucks in Dues­sel­dorf und Essen, wie hier zu lesen.

Manch­mal ist es ein schma­ler Grad, zwi­schen PR und Repor­ta­ge; weiss ich sel­ber zu genau. Und die bei­den zei­gen wie­der ein­mal mehr, wie man auch auf hohem Niveau mit­ein­an­der strei­ten, unter­schied­li­che poli­ti­sche Ansich­ten und doch Respekt vor­ein­an­der haben kann. Auch als alt­lin­ker Blog­ger und als umwelt­be­weg­te Business-Journalistin.

Irgend­wie ist Herr RELA­tief aus Muen­ster ein wenig ver­liebt in "Frau Eli­ta" aus Dues­sel­dorf, scheint mir. Wae­re das nicht Anlass fuer eine herr­li­che Lie­bes­ge­schich­te im Stil von "E-Mail fuer dich" in der nordhrein-west­fae­li­schen Blogo­sphae­re? Mein Blei­stift ist gezueckt...... .. "

[/Zitat]

2 Kommentare:

wvs Hat gesagt…

Ich bin immer noch ganz sprach­los ob der Tat­sa­che, daß aus­ge­rech­net Frau Eli­ta und ich hier zu sol­chen Ehren kommen ....

Gestat­ten Sie, lie­ber Kol­le­ge, den­noch drei Anmer­kun­gen:
1. Ich bin nicht in Frau Eli­ta ver­liebt und habe außer­dem eine sehr genaue Vor­stel­lung wie sie aus­sieht;
2. Es mag mög­li­cher­wei­se so klin­gen, als ob ich 'lin­ke Ideen' vertrete/propagiere - das ist aber ein fal­scher Ein­druck. Es ist eher so, daß man­che Ideen aus dem lin­ken Spek­trum für unse­re Gesell­schaft sinn­voll sind - und war­um soll­te ich etwas Sinn­vol­les den Lin­ken allein über­las­sen?
3. " .. prae­sen­tiert (er sich) mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung - fällt es Ihnen so schwer ein­fach zu sagen: Er hat Recht mit sei­ner Kri­tik an der Mün­ster­schen Zeitung? 

Ich dan­ke Ihnen herz­lich für die­se mit Augen­zwin­kern und Schmun­zeln ver­faß­te Erör­te­rung - und hier ist ein Angli­zis­mus ange­zeigt:
"You made my day ...."

PS
Hät­ten Sie nicht Lust am 01.03.08 nach Ber­lin zu kom­men? Wenn Sie das nicht schaf­fen wür­de ich Sie gern zu einem - völ­lig unver­bind­li­chen - Kaf­fee ein­la­den wenn Sie das näch­ste Mal in Mün­ster sind ....

welt­kind
Hat gesagt… 

Wer­ter Herr WVS

Ihre char­man­te Ein­la­dung hat mir wirk­lich sehr geschmei­chelt. Wenn ich auch fuerch­te, es vor­erst bei einer vir­tu­el­len Tas­se Kaf­fee - nicht von Star­bucks ;-) - bewen­den las­sen zu mues­sen. Den­noch - recht herz­li­chen Dank.

Zu Ihnen und Frau Eli­ta auf die­sem Blog: Bonum Bono. Man liest soviel "Hirn­schrott", wie Sie sagen wuer­den, in diver­sen Blogs, dass der­art intel­li­gen­te Debat­ten erfreu­en. Zumal, wenn sie in der Regi­on gefuehrt werden.

Die Ein­ord­nung Ihrer Per­son in die DKP neh­me ich nach Ihrem Hin­weis mit Ent­schul­di­gung zurueck. Es klang halt ein biss­chen nach des­il­lu­sio­nier­tem Genos­sen ;-). Wenn ich mich geirrt haben soll­te - mea cul­pa (schon wieder).

Zur Muen­ster­schen Zei­tung habe ich mich dahin gehend so vor­sich­tig aus­ge­drueckt, da ich die Hin­ter­gruen­de und Zusam­men­haen­ge nicht ken­ne. Und aus dem "Tages­ge­schaeft" bin ich schon zu lan­ge raus. Wae­re aber fuer nae­he­re Infor­ma­tio­nen sehr dankbar.

By the way: Mit Angli­zis­men an sich habe ich kei­ne Pro­ble­me. Zumal ja die "Agen­tur", die "Depe­sche", das "Tele­fon", gar der "Redak­teur" kei­ne so arg deut­schen Woer­ter sind, nicht wahr? Alles ande­re wae­re Sprach­ras­sis­mus. Sehr habe ich aller­dings etwas gegen Wort­ver­ne­be­lun­gen mit Hil­fe von Fremd­woer­tern und Fach­chi­ne­sisch - egal, ob auf Eng­lisch, Fran­zoe­sisch, Deutsch­neu­sprech oder Latein. Da bin ich ganz Pop­per. Habe ich Ihr d´accord?

Recht herz­li­che Grue­sse ins schoe­ne Muen­ster aus dem nicht ganz so schoe­nen Gelsenkirchen.

welt­kind

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Zehn Fra­gen kön­nen dabei hel­fen zwi­schen Wis­sen­schaft und Hum­bug* zu unterscheiden:

  1. How relia­ble is the source?
    Wie ver­läß­lich ist die Quelle?

  2. Does the source make simi­lar claims?
    Macht die Quel­le ähn­li­che Annahmen?

  3. Have the claims been veri­fi­ed by someone else?
    Wur­den die Anah­men von unab­hän­gi­gen Drit­ten bestätigt?

  4. Does this fit with the way the world works?
    Ist das, was behaup­tet wird, nach aller (Lebens-) Erfah­rung wahrscheinlich?

  5. Has anyo­ne tried to dis­pro­ve the claims?
    Wur­de schon ver­sucht die Annah­me zu widerlegen?

  6. Whe­re does the prepon­derance of the evi­dence point to?
    In wel­che Rich­tung deu­tet der über­wie­gen­de Teil der Beweise?

  7. Is the clai­mant lay­ing by the rules of sci­ence?
    Hält sich der Behaup­ten­de an die Regeln der Wissenschaft?

  8. Is the clai­mant pro­vi­ding posi­ti­ve evi­dence?
    Kann der Behaup­ten­de selbst posi­ti­ve Bewei­se erbringen?

  9. Does the new theo­ry account for (at least) as many as the old theo­ry?
    Schließt die neue Theo­rie min­de­stens sovie­le Ein­zel­hei­ten (bewei­send) ein wie die vorherige?

  10. Are per­so­nal beliefs dri­ving the cla­im?
    Gibt es Zei­chen dafür, daß per­sön­li­che Über­zeu­gun­gen die Trieb­fe­der der Behaup­tun­gen sind?

* Hum­bug (Unsinn) = Pseu­do-Wis­sen­schaft, Eso­the­rik, Annah­men, Wunschdenken ....

Hier noch das Video mit wei­ter­füh­ren­den Erläu­te­run­gen:




[via Astro­dic­ti­cum Sim­plex | Quel­le]
 

bookmark_borderFAKE-Dilbert

mit Text zur gefäl­li­gen Interpretation ....

Ich stel­le mir vor:
Der Chef ist ein Deut­scher Poli­ti­ker, 'Fake-Dil­bert' ist ein Deut­scher Bür­ger .... tja, lie­be Leu­te, so sieht's aus! Bald wird es noch mehr Grün­de geben die 'auf­müp­fi­gen' Grund­ge­setz­ver­fech­ter 'mund­tot' zu machen ....
 




  [Quel­le]
 

bookmark_borderEs geht abwärts ....

und das schnel­ler als zuvor erwartet ....
 




  [Quel­le]
 
Wie ja schon frü­her berich­tet gibt es seit gerau­mer Zeit Hin­wei­se, daß das Erd­öl spä­te­stens 2050 außer­or­dent­lich knapp sein wird - das bedeu­tet eine Umwäl­zung welt­weit, mit hef­tig­sten Ver­tei­lungs­kämp­fen. "Übrig blei­ben" nur Jene, die unab­hän­gig von Öl Nah­rung zu pro­du­zie­ren in der Lage sind - und da fra­ge ich:
Wer kann noch 'Land­wirt­schaft' betrei­ben die soviel abwirft, daß man davon leben und im näch­sten Jahr neu säen kann?

Vor die­sem Hin­ter­grund erscheint es plau­si­bel anzu­neh­men, daß die soge­nann­ten "Indu­strie­län­der" hin­ter die soge­nann­ten "Drit­te-Welt-Län­der" zurück­fal­len werden ....

bookmark_borderDer Herr Bundespräsident ....

hat ein Gäste­buch. Dort kann man ihm schrei­ben. Über Alles, was man für wich­tig hält und wovon man meint er sol­le es wissen ....

Es schei­nen sich in den letz­ten Tagen ver­mehrt Bür­ger an den Herrn Bun­des­prä­si­den­ten zu wen­den um ihm hin­sicht­lich des “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” (ZugEr­schwG) ihre Betrof­fen­heit dar­zu­stel­len .... sie bit­ten ihn, die Ange­le­gen­heit sehr sorg­fäl­tig zu prüfen.

*edit*
Auch das "Gäste­buch" scheint nicht 'tabu' - nach­dem zunächst vie­le, vie­le Bei­trä­ge zum Sperr­ge­setz dort zu lesen waren hat sich die Zahl allein heu­te auf nur noch ca. 10 Bei­trä­ge redu­ziert .... muß uns die­se Form der "Zen­sur" zu den­ken geben?
 
(mehr ....)

bookmark_borderMein Brief an den Bundespräsidenten H. Köhler ....

den ich auch in das "Gäste­buch" ein­ge­tra­gen habe - dort aller­dings erscheint er nicht, wie ich über­haupt ver­mu­te, daß alle Ein­trä­ge zum The­ma "Inter­net­s­pr­er­ren" nach dem 19.06.2009 weg sind ....

*edit/update*
Seit heu­te Nach­mit­tag sind wei­te­re Ein­trä­ge im Gäste­buch 'auf­ge­taucht' - bedau­er­li­cher­wei­se war mein Bei­trag wie­der nicht dabei .... den Text hat­te ich aber schon als E-Mail geschickt als er gestern im Gäste­buch zwar als "ange­nom­men" ange­zeigt wur­de aber nicht zu sehen war:

Sehr geehr­ter Herr Bundespräsident,

manch­mal ist es ganz lehr­reich zu lesen was im Aus­land über Ent­wickun­gen im eige­nen Land berich­tet wird - ich ver­mu­te des­we­gen, daß auch Sie aus­län­di­sche Quel­len verfolgen.

Ich möch­te Sie auf eine zusam­men­fas­sen­de Stel­lung­nah­me zur Inter­net­zen­sur einer aner­kann­ten Pro­fes­so­rin [Ms. MacK­in­non, Pro­fes­sor of Jour­na­lism / Uni­ver­si­ty of Hong Kong] auf­merk­sam machen:

[Zitat aus "Wall­Street­Jour­nal"]
” .. In a peti­ti­on against the bill, Ger­man civil liber­ties groups call it “untrans­pa­rent and uncon­trollable, sin­ce the ‘block lists’ can­not be inspec­ted, nor are the cri­te­ria for put­ting a Web site on the list pro­per­ly defi­ned.” The­se con­cerns aren’t unfoun­ded: Some Ger­man poli­ti­ci­ans have alre­a­dy sug­ge­sted exten­ding the block list to Isla­mist Web sites, video games and gambling Web sites, while book publishers have sug­ge­sted it would also be nice to block file-sha­ring sites too .. ”

Wei­ter schreibt sie:
” .. if tech­ni­cal cen­sor­ship systems are to be put in place, they must be suf­fi­ci­ent­ly trans­pa­rent and accoun­ta­ble so that they do not beco­me opaque exten­si­ons of incum­bent power — or get hijacked by poli­ti­cal­ly influ­en­ti­al inte­rest groups wit­hout the public kno­wing exact­ly what is going on .. ”

Gera­de im letz­ten Absatz wird for­mu­liert wel­che Gefahr von dem nun­mehr ver­ab­schie­de­ten “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” (ZugEr­schwG) aus­geht - denn dies beinhal­tet die auf­ge­führ­ten intrans­pa­ren­ten Ver­fah­rens­wei­sen, die zudem eine - erst­ma­li­ge! - Grenz­über­schrei­tung hin­sicht­lich der Gewal­ten­tei­lung bedeutet.

Hier wer­den also nicht nur im Grund­ge­setz ver­an­ker­te Bür­ger­rech­te miß­ach­tet, son­dern zugleich ein wesent­li­ches Prin­zip einer demo­kra­ti­schen Rechts­ord­nung - die Gewal­ten­tei­lung - auf­ge­ho­ben. Die von den Geg­nern befürch­te­ten erwei­ter­ten “Wün­sche” von Inter­es­sen­grup­pen waren schon weni­ge Stun­den nach Ver­ab­schie­dung des Geset­zes zu lesen und sind seit­her täg­lich erwei­tert wor­den - da auch expo­nier­te Frak­ti­ons­mit­glie­der der Par­tei­en ‘mit­for­dern’ muß wohl davon aus­ge­gan­gen wer­den, daß sol­che Aus­wei­tun­gen bereits geplant und vor­be­rei­tet sind. Genau das wur­de aber vor der Ver­ab­schie­dung hef­tigst abge­strit­ten. Mit der­glei­chen Unwahr­hei­ten zu ope­rie­ren ist bestimmt nicht geeig­net das Ver­trau­en der Bür­ger in die Politik/Politiker zu verbessern.

Dies alles geschieht gegen den aus­drück­li­chen Sach­rat von (in den Wirt­schafts­aus­schuß ein­ge­la­de­nen) Staats­recht­lern, Betrof­fe­nen­ver­bän­den, IT-Sach­ver­stän­di­gen und doch immer­hin 135.000 Mit-Pepten­ten einer online-Peti­ti­on gegen die­ses Gesetz.

Der Effekt im Sin­ne des Schut­zes von Kin­dern vor Miß­brauch wird als ‘mar­gi­nal’ bis ‘unwirk­sam’ ein­ge­schätzt. Es wird kei­ner der für Miß­brauch Ver­ant­wort­li­chen durch die­ses Gesetz gestoppt - son­dern im Gegen­teil durch das “Stopp­schild” gewarnt.

Gera­de wir Deut­schen sol­len doch beson­ders auf­merk­sam sein, denn in unse­rer Geschich­te gibt es ja bedau­er­li­che Bei­spie­le für zu lan­ges Schwei­gen der Bür­ger - bis es zu spät war!
Ich bit­te Sie daher, dem “Zugangs­er­schwe­rungs­ge­setz” ihre Unter­schrift zu verweigern.

Mit freund­li­chen Grüßen,
wvs


*2.edit*
Es ist ganz offen­sicht­lich, daß Bei­trä­ge wie­der her­aus­ge­nom­men wur­den - und es schei­nen auch noch ande­re Bei­trä­ge irgend­wie zu verschwinden ....