Sortiert nach

×

bookmark_borderMesser - Beipackzettel ....

Noch ein rascher Gedan­ke zum Prin­zip "Ursa­che - Wir­kung"
Wenn die Her­stel­ler von Küchen­mes­sern wie Her­stel­ler phar­ma­zeu­ti­scher Pro­duk­te behan­delt wür­den, klän­ge das etwa so:

Mes­ser:
Nur für den äußer­li­chen Gebrauch!
Nicht in Rich­tung auf Per­so­nen hal­ten, die sich - zufäl­lig oder gewollt - der Mes­ser­spit­ze lang­sam oder schnell nähern könnten.
Soll­te trotz bestim­mungs­ge­mä­ßem Gebrauch das Mes­ser durch die Haut­ober­flä­che einer Per­son drin­gen, so ist als Akut­maß­nah­me für Blut­stil­lung zu sor­gen und je nach Schwe­re und Tie­fe des Ein­drin­gens ein Arzt oder eine Kli­nik hinzuzuziehen ....

bookmark_borderZuwanderung ....

und das Zuwan­de­rungs­ge­setz - auf's Neue:

Es wun­dert sich die Regie­rung - und mit ihr die Oppo­si­ti­on - war­um wohl

  • qua­li­fi­zier­te Zuwan­de­rer kaum zu gewin­nen sind. Das 
  • IT-Spe­zia­li­sten-Son­der­kon­tin­gent wur­de auch nie rich­tig aus­ge­schöpft. Die größ­te Sor­ge berei­tet auch, daß sich nicht mehr Zuwan­de­rer fin­den, die 
  • 1 Mio.€ inve­stie­ren und zehn Arbeits­plät­ze schaf­fen wollen ....

"Düwel ook" - wie man im West­fä­li­schen sagt ....

Ich hät­te da eine Idee:
Wenn ein poten­ti­el­ler Zuwan­de­rer sich die Besteue­rung sei­nes zukünf­tig mög­li­chen Ein­kom­mens in Deutsch­land ansieht und fest­stellt, er muß ca. 60% "abge­ben" - dann ver­geht Vie­len die Lust am Zuwan­dern nach Deutschland ....
Sol­che Leu­te sind nicht auf den Kopf gefal­len. Sie gehen nach Kana­da, Neu­see­land, Austra­li­en oder USA. In kei­nem die­ser Län­der liegt die Abga­ben­quo­te für "Bes­ser­ver­die­ner" über 30% .... war­um also mehr bezahlen?

bookmark_borderDas Feministische Manifest

Von: Bre­mer Begi­nen­hof Modell

Dr.Erika Rie­mer-Nol­te­ni­us

via Attac - Frau­en­netz / zur Dis­kus­si­on und Weiterleitung:

Das Femi­ni­sti­sche Manifest

Das mensch­li­che Leben auf der Erde ist bedroht, nicht so sehr von Natur­ka­ta­stro­phen wie Erd­be­ben, See­be­ben oder Über­flu­tun­gen, son­dern in erster Linie durch den Men­schen selbst.

Seit etwa sechs­tau­send Jah­ren domi­niert die männ­li­che Herr­schaft das gesell­schaft­li­che Leben; die matri­ar­cha­len Lebens­for­men frü­he­rer Zei­ten wur­den zurück­ge­drängt und ver­nich­tet. Dadurch ist ein Ungleich­ge­wicht ent­stan­den, eine Schief­la­ge, die sich ver­häng­nis­voll auf die Natur und die Mensch­heit aus­wirkt. Femi­ni­sti­sche Über­zeu­gun­gen und Ideen ver­su­chen seit gerau­mer Zeit, in Koope­ra­ti­on mit fort­schritt­li­chen ein­sich­ti­gen Män­nern, das aus den Fugen gera­te­ne Gleich­ge­wicht wie­der her­zu­stel­len, um viel­leicht doch noch in letz­ter Minu­te den Unter­gang der Mensch­heit zu verhindern.

Die wesent­li­chen Ele­men­te des Femi­nis­mus sind:

  1. Die Ver­eh­rung und der Schutz der Natur. Sie zu bewah­ren, ist ober­stes Ziel. Das Leben auf dem Pla­ne­ten Erde ist gekenn­zeich­net durch die Prin­zi­pi­en der Fül­le und des Über­flus­ses. Es gibt genug Was­ser und Nah­rungs­mit­tel für alle Lebe­we­sen, nie­mand brauch­te zu hun­gern, wenn es eine welt­wei­te, gerech­te Ver­tei­lung gäbe. Die­se Gerech­tig­keit gilt es zu realisieren. 
  2. Das zwei­te Prin­zip des Femi­nis­mus ist die gleich­wer­ti­ge Viel­falt aller Kul­tu­ren, Ras­sen und aller Men­schen, sowie die Gleich­wer­tig­keit der Geschlech­ter. In frü­he­ren Jahr­hun­der­ten haben Euro­pä­er ande­re Völ­ker ver­sklavt und kolo­ni­siert, weil sie sich für wei­ter ent­wickelt hiel­ten und es als ihr selbst­ver­ständ­li­ches Recht ansa­hen, auf­grund der Aus­beu­tung ande­rer ihren eige­nen Reich­tum zu ver­grö­ßern. Die­ses Unrecht wird zuneh­mend erkannt. 
  3. Der Wert eines Men­schen beruht nicht auf sei­nen mate­ri­el­len Gütern, wie z.B. Geld oder Akti­en. Viel­mehr bil­den Lie­bes­fä­hig­keit, und der Ein­satz für das Gemein­wohl die vor­züg­li­che Basis. Die Lei­stun­gen der Frau­en im Bereich der Wei­ter­ga­be des Lebens und des Erzie­hens der näch­sten Gene­ra­ti­on sind mit Geld nicht zu bewer­ten, denn sie sind unbe­zahl­bar. Das gilt natür­lich auch für Män­ner, die ihren Kin­dern Zeit wid­men und sich ihnen zuwenden. 
  4. Geld ist kein Selbst­zweck, son­dern Mit­tel zum Zweck. Obwohl das, was im Leben am wich­tig­sten ist, unbe­zahl­bar ist, brau­chen doch alle Men­schen eine mate­ri­el­le Grund­la­ge zum Leben. Bis­her glaub­ten wir, daß unse­re Erwerbs-Arbeit und unser Ein­kom­men in einem ver­nünf­ti­gen und gerech­ten Ver­hält­nis zuein­an­der stün­den. Inzwi­schen wis­sen wir, daß dies nicht der Fall ist, daß es vie­le Ver­mö­gen­de gibt, die nie erwerbs­tä­tig waren, son­dern allein von Zin­sen leben und daß lebens­er­hal­ten­de Dien­ste am Men­schen total unter­be­zahlt sind. 
  5. Des­halb for­dern Femi­ni­stin­nen die Ent­kop­pe­lung von Erwerbs­ar­beit und Ein­kom­men. Sie for­dern ein bedin­gungs­lo­ses Grund­ein­kom­men für alle aus Steu­er­mit­teln, das ihnen eine men­schen­wür­di­ge Exi­stenz ermög­licht. Alle sind dann auf­ge­ru­fen, selbst und frei zu ent­schei­den, wie sie ihre Lebens­zeit ent­spre­chend ihren Nei­gun­gen , Talen­ten und Bega­bun­gen ein­tei­len und in die Gemein­schaft ein­brin­gen. Das Wohl der Men­schen ist der Maß­stab, nicht der Pro­fit der Wirtschaft. 
  6. Ein Grund­prin­zip der Natur, ist das Prin­zip des bedin­gungs­lo­sen Schen­kens. Selbst­lo­ses Schen­ken berei­tet Freu­de auf bei­den Sei­ten Es ist mit kei­ner Erwar­tung ver­bun­den, wie beim Tau­schen. Schen­ken setzt vor­aus, daß man/frau etwas besitzt. Und dies ist in der Tat bei jedem Men­schen der Fall: Das Kost­bar­ste, über das wir alle ver­fü­gen, ist unse­re Lebens­zeit. Sie ist für alle gleich wert­voll. Könn­ten wir mehr von unse­rer Lebens­zeit ande­ren Mit­men­schen schen­ken (statt Geld ver­die­nen zu müs­sen), sähe die Welt schon ganz anders aus. 
  7. Femi­ni­stin­nen sind Pazi­fi­stin­nen und leh­nen jede Form von Gewalt ab. Sie wol­len kei­ne Krie­ge, kei­nen Men­schen­han­del, kei­ne Aus­beu­tung von Kin­dern und Frau­en. Daher for­dern sie die Abschaf­fung der Rüstungs­in­du­strie, der Armeen und suchen Kon­flikt­re­ge­lun­gen auf diplo­ma­ti­schem Wege. Für die­sen Bereich sind Frau­en ganz beson­ders auf die Zusam­men­ar­beit mit Män­nern ange­wie­sen, denn Krie­ge sind immer Män­ner­sa­che gewe­sen, die Opfer aber wer­den zuneh­mend Men­schen der Zivil­be­völ­ke­rung, ins­be­son­de­re Alte, Frau­en unbe­tei­lig­te Män­ner und Kinder. 
  8. Die Char­ta der Men­schen­rech­te ist Maß­stab und Leit­li­nie für eine femi­ni­sti­sche Lebens­wei­se. Wür­den die Men­schen­rech­te mehr respek­tiert und welt­weit durch­ge­setzt, dann hät­te die Mensch­heit gute Überlebenschancen.
    Ober­ster Wert ist der Respekt vor allem Leben­di­gen, vor der Lebens­wei­se der Mit­men­schen. Es gibt nicht nur eine Wahr­heit, eine Reli­gi­on und einen Weg zur Lebens­be­wäl­ti­gung, son­dern unend­lich vie­le. Des­halb leh­nen wir Fun­da­men­ta­lis­men ab.
  9. Die femi­ni­sti­sche Visi­on der Zukunft sieht eine tota­le Ver­än­de­rung der kapi­ta­li­sti­schen Wirt­schafts­ord­nung vor: Statt Pro­fit­ma­xi­mie­rung der share-hol­der steht das Wohl aller Men­schen im Mit­tel­punkt. Nicht mehr Markt und Wett­be­werb wer­den die maß­geb­li­chen Kri­te­ri­en des Wirt­schaf­tens aus­ma­chen, son­dern anstel­le von Kon­kur­renz wird es Koope­ra­ti­on geben und statt künst­li­cher Knapp­heit, her­vor­ge­ru­fen durch eine para­si­tä­re Geld­ord­nung, wer­den Bedürf­nis­se am tat­säch­li­chen Bedarf ori­en­tiert befrie­digt.. Was heu­te noch als Uto­pie erscheint, kann mor­gen schon Wirk­lich­keit wer­den, denn alle Ver­än­de­run­gen begin­nen als Wunsch­träu­me im mensch­li­chen Bewußtsein. 
  10. Wir Femi­ni­stin­nen haben ein posi­ti­ves Men­schen­bild und sind davon über­zeugt, daß kein Kind als böse, nei­disch, miß­gün­stig usw. auf die Welt kommt, son­dern erst durch sei­ne Lebens­er­fah­rung geprägt wird und sei­nen Cha­rak­ter ent­wickelt, wobei die ersten drei Jah­re ganz ent­schei­dend sind. Die­se beja­hen­de Ein­stel­lung zum Men­schen, sei­ner Intel­li­genz und sei­nen Fähig­kei­ten und sei­ner grund­sätz­li­chen Ent­schei­dungs­frei­heit begrün­den unse­ren Opti­mis­mus, an eine Zukunft der Mensch­heit zu glau­ben, obwohl die Uhr eigent­lich schon 5 Minu­ten nach Zwölf anzeigt. 

Bre­men, den 1. März 2006
Dr.Erika Riemer-Noltenius
=> gefun­den bei Mor­gai­ne - 6. Mrz, 18:11

Track­back URL:
http://morgaine.twoday.net/stories/1661109/modTrackback

Dazu schrieb:
vol­taire - 6. Mrz, 22:36
[ORIGINAL-TEXT - spä­ter offen­sicht­lich geän­dert]

Faul­heit für alle!
Zu die­sem Mani­fest könn­te man man­ches sagen....

Wenn aller­dings die Ver­fas­ser die­ses Mani­fests die Erde regie­ren, wer­den die Flei­ssi­gen auf den Mars asu­wan­dern müs­sen, es sei denn, sie wol­len sich zu Skla­ven der Fau­len machen.

Übri­gens: Nicht alle Frau­en sind faul. Es soll da wel­che geben, die arbei­ten 40 Stun­den die Woche und erzie­hen Kin­der. Die kön­nen dann aber nicht in Blogs über dies und das par­lie­ren (z.B. Geschlechts­or­ga­ne, Ver­un­stal­tung des Kör­pers, Unter­wer­fungs­spiel­chen usw.) . Sind das Para­si­ten nach femi­ni­sti­scher Les­art? Nein, wahr­schein­lich sind die nur dumm, weil sie sich nicht täg­lich von den sog. Femi­ni­stin­nen abgrenzen.

Wie sag­te unser Bun­des­kanz­ler: "Es gibt kein Recht auf Faul­heit!" Gilt auch für Feministinnen!

Mal sehen, wie lan­ge die­ser Bei­trag hier steht....
antworten


Sie­he auch Arti­kel von Herrn seh­pferd rund um das The­ma "Mani­fest" ....

bookmark_borderTeufelszeug ....

aus der Hexen­kü­che der Che­mie .... und was nach nüch­ter­ner Betrach­tung davon übrig­bleibt ist folgendes:

Wenn ich schon als "Eides­hel­fer" in einem Arti­kel von "arte" (geht es da bei den Sen­dun­gen nicht auch um Markt­an­tei­le?) lese: Prof. Gerd Glaes­ke, Phar­ma­ko­lo­ge an der Uni­ver­si­tät Bre­men oder Prof. Dr. Peter Schön­ho­fer* sagen über dies oder das Arz­nei­mit­tel .... dann den­ke ich: 
Das ist doch das Insti­tut, das gegrün­det wur­de, weil der Pro­fes­sor kei­nen ordent­li­chen Lehr­stuhl bekam ....

Ich habe vie­le Jah­re (Benzo)Diazepine, dar­un­ter auch "Tavor" unter­rich­tet. Der arte-Arti­kel ist nicht nur ten­den­zi­ös, er ist in hohem Maße von Unkennt­nis zur Phar­ma­ko­lo­gie der (Benzo)Diazepine gekennzeichnet. 

Nur soviel - lai­en­ver­ständ­lich - zu die­ser Substanzgruppe:
Es gibt von einer Grund­sub­stanz (Mut­ter­sub­stanz!) aus­ge­hend ver­schie­de­ne Mole­kül­va­ri­an­ten, die z. T. beträcht­lich von­ein­an­der abwei­chen­de Eigen­schaf­ten haben.
Wäh­rend eini­ge vorrangig 
distan­zie­rend wir­ken, sind andere 
angst­lö­send und wie­der andere
schla­fin­du­zie­rend
- alle Kom­po­nen­ten kön­nen als Mix oder iso­liert gefun­den werden. 

Es gibt also nicht "Die (Benzo)Diazepine"!

TAVOR
hat von allen (Benzo)Diazepinen die stärk­ste angst­lö­sen­de Wir­kung - und wenn man einem Angst­pa­ti­en­ten durch ein Medi­ka­ment die Angst nimmt wird er wei­ter danach ver­lan­gen - aus Angst, wie­der Angst haben zu müs­sen .... die­sen Umstand ein­zu­schät­zen und recht­zei­tig die The­ra­pie mit Tavor abzu­set­zen ist die ärzt­li­che Kunst .... wenn also jemand ange­grif­fen wer­den müß­te, ist es nicht der Her­stel­ler der Sub­stanz, son­dern der The­ra­peut, der es dem Pati­en­ten unter mög­li­cher­wei­se fal­schen Anwei­sun­gen gibt .....
ROHYPNOL
ist von allen (Benzo)Diazepinen die Sub­stanz mit der stärk­sten schlaf­an­sto­ßen­den Wir­kung, man nennt es scherz­haft auch "Bett­kan­ten-Schlaf­mit­tel" - weil man nach Ein­nah­me bes­ser in sein Bett als auf den Boden fällt - denn die Wir­kung setzt schlag­ar­tig ein ....

Es braucht Jah­re, um sich in die­se Mate­rie ein­zu­le­sen und eine objek­ti­ve Sicht zu gewin­nen - aber wie so oft wird den Halb­ge­bil­de­ten - nichts ande­res sind die mei­sten Jour­na­li­sten, die über medi­zi­ni­sche The­men schrei­ben - geglaubt: 
Man hat es ja schwarz auf weiß - das muß doch rich­tig sein!!!

*Die­se For­schungs­schwer­punk­te kon­zen­trie­ren sich zum einen auf die Zusam­men­hän­ge von Wirk­sam­keit, Nut­zen und Wirt­schaft­lich­keit sowie deren recht­li­che Regu­lie­run­gen (Medi­zin­recht, Arz­nei­mit­tel­recht, Haf­tungs­recht, Dienst­lei­stungs­recht) und die Mög­lich­kei­ten der bes­se­ren Ope­ra­tio­na­li­sie­rung von Hand­lungs­an­lei­tun­gen durch die Metho­de der Evi­dence-Based Medi­ci­ne im Rah­men von Kosten/­Nut­zen-Ana­ly­sen und pro­ba­bi­li­sti­scher Model­lie­rung. Fer­ner geht es um die Beein­flus­sung der Arzt­/­Pa­ti­ent-Kom­mu­ni­ka­ti­on ins­be­son­de­re durch Tech­ni­sie­run­gen (Ver­wen­dung von Maschi­nen und Exper­ten­sy­ste­men) der Medi­zin (empi­ri­sche Psy­cho­lo­gie, Per­sön­lich­keits­rech­te, Arzt­haf­tungs­recht) und die durch Öko­no­mi­sie­rungs­vor­ga­ben aus­ge­lö­sten Reak­tio­nen der Akteu­re des Medi­zin- und Gesundheitssystems.

Was mich beson­ders an der Dar­stel­lung bei Frau Mor­gai­ne ärgert, da ich mehr als zehn Jah­re zu Ben­zo­dia­ze­pi­nen unter­rich­tet habe und nichts, aber auch gar­nichts außer der Über­schrift bei dem arte-Arti­kel zu die­ser Wirk­stoff­grup­pe stimmt ....
Was mich noch mehr ärgert ist, daß Sie Din­ge z.B. zu Kava-Kava nach­plap­pern, die in irgend­wel­chen Maga­zi­nen à la MAXI ver­brei­tet wer­den .... da hät­te ich doch mehr Dif­fe­ren­zie­rung von Ihnen erwar­tet .... ich habe näm­lich auch für ein Unter­neh­men gear­bei­tet, das vor­hat­te Kava-Kava in Deutsch­land zu ver­kau­fen - und dann davon Abstand nahm, weil sich her­aus­stell­te, daß es in wirk­sa­mer Dosie­rung Leber­schä­den her­vor­ruft - bei unter­schwel­li­ger Dosie­rung - die dann natür­lich auch kei­ne Wir­kung hat (!) - kann man das vermeiden.
Was also die Pro­pa­gan­di­sten von Kava-Kava tun ist Folgendes: 
Sie dosie­ren für die Anwen­dung hoch - für die Tier­ver­su­che nied­rig und voi­la! - kei­ne Leber­to­xi­zi­tät mehr sta­ti­stisch zu sehen .... das ist moder­ne Zauberei!

bookmark_borderMein Verdacht, ....

daß man es in unse­rem Land kei­nes­falls auf ehr­li­che Wei­se, son­dern nur durch Lug und Trug und Steu­er­hin­ter­zie­hung zu etwas brin­gen kann, erhielt neue Nahrung:
Im Gespräch mit einem Immo­bi­li­en­mak­ler erfuhr ich, wie er sei­ne Pro­vi­sio­nen in der Ver­gan­gen­heit - und immer noch - so geschickt hin- und her­schiebt, daß nur eine redu­zier­te steu­er­li­che Bela­stung dabei her­aus­kommt .... so läßt sich treff­lich "Geld machen".

Ange­mei­ert sind letzt­lich die Steu­er­zah­ler, denen der Arbeit­ge­ber namens und im Auf­tra­ge des Staa­tes gleich einen ordent­li­chen Bat­zen ihres Ein­kom­mens abnimmt ....

bookmark_borderVertrauen ....

Hät­ten sie Ver­trau­en zu einem Arzt, der ihnen zunächst auf die - wahr­heits­ge­mä­ße - Ant­wort, daß sie nicht mehr rau­chen, aber für fast 30 Jah­re geraucht haben, Vor­hal­tun­gen dazu macht, dann aber ein Medi­ka­ment ver­schreibt, bei dem als Kon­tra­in­di­ka­ti­on u.a. "Rau­chen" bzw. "Ex-Rau­cher mit Gefäß­ver­än­de­run­gen" etc. auf­ge­führt sind?

Wenn dann noch das Medi­ka­ment als Infu­si­on* anstatt als Sprit­ze** gege­ben wird, kommt der Ver­dacht auf, es gehe dem The­ra­peu­ten mehr um sei­nen Gewinn als um die gesund­heit­li­che Wie­der­her­stel­lung sei­ner Patienten ....


Ich hat­te ja schon ange­deu­tet
:
Ein­mal "in der Man­gel" kann es nur noch schlech­ter werden ....

Nichts ist schlim­mer als Ver­trau­ens­bruch - egal von wem!


Kosten­ka­ta­log
* Injek­ti­on i.V. = 4,83 / 6,01
** Infu­si­on i.V. = 8,28 / 10,31 (!)
[ohne "all­ge­mei­ne Kosten" und "Sach­ko­sten"; Injek­ti­on = 3,40; Infu­si­on = 6,00]
Die Kosten­dif­fe­renz beträgt also im Extrem­fall (6,53 zu 16,31) € 9,78 (!).

bookmark_bordersms & emoticons:

Es ist schon bedauerlich,
wenn Kon­ver­sa­ti­on in Halb­sät­zen stattfindet ....

Auf einen voll­stän­dig aus­for­mu­lier­ten Satz erwar­tet man doch wohl min­de­stens eben­so­viel Mühe von den Adres­sa­ten - oder ist das im Zeit­al­ter von Emo­ti­cons und sms schon zuviel verlangt?

bookmark_borderBrüderlich geteilt - Schwesterlich beschissen ....
*edit 06-2023*[added translation to English]

Stel­len sie sich fol­gen­de Situa­ti­on vor:
Café im Super­markt - mit Eis­the­ke, eine Kugel für 50 Cent - davor zwei Schwe­stern, eine ca. 8, die ande­re ca. 4 Jah­re alt.

Die Bedie­nung fragt die bei­den jun­gen Damen nach ihren Wün­schen. Die älte­re Schwe­ster fängt an
"Ich neh­me eine Kugel Schokoladeneis."
"Ich auch", kräht die klei­ne Schwester.

Die Bedie­nung nimmt zwei Töpf­chen her und schau­felt Scho­ko­la­den­eis in den ersten Becher. Fer­tig - und über den Tre­sen gereicht - die gro­ße Schwe­ster greift zu.

Nun nimmt die Bedie­nung das Eis­be­hält­nis her­aus und sagt
"Da ist nur noch ein Rest drin"
- und zur klei­nen Schwe­ster gewandt
"Da hast Du aber Glück,
das ist mehr als ein Eis aber weni­ger als zwei .... "

In die­sem Moment gibt die gro­ße Schwe­ster der klei­ne­ren den Becher mit Scho­ko­la­den­eis, von dem sie schon ein wenig geges­sen hat und sagt
"Hier, du kannst schon 'mal mit die­sem anfan­gen - ich war­te noch bis das ande­re Eis fer­tig ist"

Die Klei­ne nimmt den ange­bo­te­nen Becher.
Wie gut für die Gro­ße, daß das so pro­blem­los über die Büh­ne ging!

Wie heißt es doch im Sprichwort:
"Brü­der­lich geteilt - Schwe­ster­lich beschissen .... "

Goog­le-Über­set­zung:
Ima­gi­ne the fol­lo­wing situation:
Café in the super­mar­ket - with an ice cream coun­ter, a scoop for 50 cents - in front of it two sisters, one about 8, the other about 4 years old.

The wai­tress asks the two young ladies what they would like. The older sister begins
"I'll have a scoop of cho­co­la­te ice cream."
"Me too," crows the litt­le sister.

The wai­tress takes two pots and scoops cho­co­la­te ice cream into the first pot. Done - and han­ded over the coun­ter - the big sister grabs it.

Now the wai­ter takes out the ice cream con­tai­ner and says
"There's only one scoop left"
- and tur­ned to the litt­le sister
"But you're lucky
that's more than one ice cream scoop but less than two...."

At that moment, the big sister gives the litt­le one the cup with cho­co­la­te ice cream, of which she has alre­a­dy eaten a litt­le and says
"Here, you can start with this one - I'll wait until the other ice cream is ready"

The litt­le one takes the offe­red cup.
How good for the big one that it went so smoothly!

As the say­ing goes:
"Brot­her­ly Divi­ded - Sister­ly defrauded ...." 

bookmark_borderDie Mär von den vielen Ferientagen der Lehrer ....

geht ja schon seit Jah­ren um. Nicht etwa, daß sich die Kri­ti­ker Mühe machen das ein­mal nüch­tern und rea­li­stisch zu betrach­ten - nein, es ist ja viel ein­fa­cher sein Vor­ur­teil zu pflegen ....

Was sind denn nun die Fakten?

Gehen wir 'mal von fol­gen­der Annah­me aus:

  1. Oster­fe­ri­en: 2 Wochen = 10 Tage;
  2. Pfingst­fe­ri­en: 2 Tage;
  3. Som­mer­fe­ri­en: 6 Wochen = 30 Tage;
  4. Herbst­fe­ri­en: 2 Wochen = 10 Tage;
  5. Weih­nachts­fe­ri­en 2 Wochen = 10 Tage.

Das macht zusam­men 61 Tage. Davon müs­sen alle Tage abge­zo­gen wer­den, die ande­re Arbeit­neh­mer auch haben:

  1. Ostern: 1 Tag (Oster­mon­tag)
  2. Pfing­sten: 1 Tag (Pfingst­mon­tag)
  3. Herbst­fe­ri­en: 1 Tag (Tag d. dtsch. Einheit)
  4. Weih­nachts­fe­ri­en: 6 Tage (24./25./26./31./01./06.)

Das sind ins­ge­samt 9 Tage - die haben ande­re Arbeit­neh­mer auch.

Es blei­ben also (61 - 9) 52 Tage Feri­en übrig ....
Dann rech­nen wir davon die 1x monat­lich - außer­halb der Schul­zeit - statt­fin­den­den Kon­fe­ren­zen mit je einem Halb­tag ab: 10 Mona­te x 12 Tag = 5 Tage. Es blei­ben also 47 Feri­en­ta­ge übrig.

Davon zie­hen wir die Wochen­end­ver­an­stal­tun­gen ab: Schul­fest 1 Tag, Sport­fest 1 Tag. Es ver­blei­ben (47 - 2) noch 45 Ferientage.

Dazu kom­men die Schul­land­heim­ta­ge, alle 4 Jah­re 4 Tage, das macht pro Jahr einen wei­te­ren Tag, es blei­ben also 44 Ferientage.

Jetzt rech­nen wir noch die Eltern­aben­de und Eltern­sprech­ta­ge ab: Pro Jahr sind das noch­mal 8 Halb­ta­ge = 4 Tage, es blei­ben nun­mehr 40 Feri­en­ta­ge übrig.

Aha. 40 Feri­en­ta­ge gegen­über 30 Urlaubs­ta­gen für den durch­schnitt­li­chen Arbeit­neh­mer. Das sind 25% mehr Ferientage.

Ooops!
Da habe ich doch glatt vergessen:
Die Leh­rer müs­sen in der letz­ten Som­mer­fe­ri­en­wo­che schon wie­der in die Schu­le. Das bedeu­tet: Wei­te­re 5 Tage von den Feri­en­ta­gen abzie­hen: Es blei­ben also noch 35 Feri­en­ta­ge übrig - ver­gli­chen mit den 30 Tagen, die nor­ma­le Arbeit­neh­mer haben sind das ca. 16% mehr ....

Dabei ist Fol­gen­des zu bedenken:
Die Feri­en­ta­ge sind fest. Kein Leh­rer kann zu einer ande­ren Zeit Urlaub machen - anders als der durch­schnitt­li­che Arbeit­neh­mer, der frei ent­schei­den kann, wann er gern Feri­en haben möchte ....

Nun fra­ge ich sie, lie­be LeserInnen:
Wür­den sie für fünf zusätz­li­che Urlaubs­ta­ge in Kauf neh­men, daß man ihnen vor­schreibt wann sie Urlaub machen dürfen?


Ach ja, ich bin kein Leh­rer - spre­che also nicht in eige­ner Sache ....