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bookmark_borderDaran krankt es ....

in vie­len Arbeitsbereichen:
" .. Gene­rell stellt sich die Frage,
ob Ziel­vor­ga­ben nicht effek­ti­ver sind als Zeit­vor­ga­ben. "
schreibt Mor­gai­ne und fügt hinzu
" .. Dass die­ses nicht über­all umsetz­bar ist, steht außer Frage."
Die­sen Nach­satz fin­de ich bedau­er­lich, denn es steht zu befürch­ten, daß ihn Geg­ner eines "Ziel­vor­ga­ben-Modells" der­ge­stalt nut­zen, daß sie behaup­ten, die Ver­fech­ter einer sol­chen Ziel­vor­ga­be sei­en sich ihrer Sache nicht sicher ....

Anstatt zu fragen:
"Was errei­chen wir?",
fragt man meist
"Was kostet das?"
Die "Reichs­be­den­ken­trä­ger" sind fort­schritts- und ver­än­de­rungs­feind­lich, weil sie die neu­en Gege­ben­hei­ten intel­lek­tu­ell nicht erfassen ....

Ergeb­nis­ori­en­tier­tes Han­deln mit Zielvorgaben
- das Zukunftsmodell ....

bookmark_borderNochmal ....

zur The­se:
"In Deutsch­land bestimmt all­zu oft die sozia­le Her­kunft über die Chan­cen zur schu­li­schen Entwicklung."

Unter­stellt man, daß es Grün­de hat, war­um die Eltern eines Kin­des mit "schlech­te­ren Chan­cen" in dem sozia­len Umfeld leben in dem sie leben, so ver­wun­dert es doch nicht, wenn sie ihren Kin­dern nicht hel­fen kön­nen .... oft geht das gar soweit, daß sie nicht wol­len, daß ihr Kind geför­dert wird. Es gibt aber auch das Gegenteil ....

Ich erin­ne­re einen Fall:
Mut­ter Sekre­tä­rin, Vater Gärt­ner. Der ein­zi­ge Sohn wird zum Stu­di­um getrimmt, Nach­hil­fe, Betreu­ung, alles ver­füg­ba­re Geld für die "Kar­rie­re" des Kin­des .... der Sohn stu­diert Che­mie, schließt mit "sehr gut" ab, bekommt ein Sti­pen­di­um in Oxford, pro­mo­viert "sum­ma cum lau­de" zum Dok­tor der Chemie.

Ein Jahr spä­ter ver­läßt er die Uni­ver­si­tät um See­fun­ker zu werden.

Mit sei­nen Eltern spricht er nicht mehr - zu sehr haben sie ihn "durch­ge­peitscht", ihm sei­ne Nei­gun­gen aberzo­gen - um ihm "ein bes­se­res Leben" zu ermög­li­chen .... er spricht auch nicht mehr mit ihnen, weil sie kein The­ma haben, wor­über sie spre­chen könn­ten. Ent­we­der sie ver­ste­hen nicht, wovon er spricht, weil sie nicht sein Fach­wis­sen haben - oder sie spre­chen von Din­gen, zu denen er kei­nen Zugang hat, weil sie in "sei­ner Welt" nicht vor­kom­men, oder sie fan­gen an zu strei­ten, weil er nicht die in ihn gesetz­ten Erwar­tun­gen erfüllt hat "etwas aus sei­nem Dok­tor" zu machen .... Scher­ben allent­hal­ben, nichts stimmt mehr ....

* edit *
Nachtrag

"Bil­dung ist in kei­nem ande­ren Land
so stark vom Geld­beu­tel der Eltern
abhän­gig wie in Deutsch­land."
[M. Demm­ler, GEW]

Dazu nur einen Satz:
Daß der Geld­beu­tel der Eltern nicht so groß ist, könn­te doch auch den Grund haben, daß schon die Eltern (schlicht aus­ge­drückt) "dumm" waren .... wie­so soll­ten sie dann super-intel­li­gen­te Kin­der haben?

* edit *
Wenn Sie wei­ter­e­le­sen wollen .....
Noch lie­ber wäre man­chen Zeit­ge­nos­sen dies ....

bookmark_borderModerne Zeiten (III)

Rück­sicht­nah­me ist - lei­der - für vie­le Men­schen ein Fremd­wort gewor­den. Faßt man Rück­sicht­nah­me als Teil von "Mensch­lich­keit" auf, besteht sogar eine Ver­pflich­tung zur Rück­sicht­nah­me und dar­aus resul­tie­ren­der Hilfs­be­reit­schaft (das Straf­ge­setz­buch defi­niert unter­las­se­ne Hil­fe­lei­stung als Straftatbestand).

Respekt vor Mit­men­schen gebie­tet, sich ver­pflich­tet zu füh­len, neben dem eige­nen Wol­len immer auch die Belan­ge ande­rer Men­schen zu beden­ken.

Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen machen vor, was Mensch­lich­keit bedeu­tet: Sie enga­gie­ren sich für Men­schen in Not - ohne Anse­hen von Ras­se, Reli­gi­on oder Herkommen.

All die­se Über­le­gun­gen schei­nen theo­re­tisch vor­han­den zu sein. Jeden­falls spre­chen vie­le Men­schen davon.
Nur:
Prak­tisch merkt man im täg­li­chen Umgang nichts oder nicht viel davon. Jeder strebt nur danach, sich selbst den größt­mög­li­chen Vor­teil zu ver­schaf­fen, für sich selbst - zur Not auch auf Kosten Ande­rer - das Beste "her­aus­zu­ho­len" ....

bookmark_borderModerne Zeiten (II)

Zu: "Schwan­ger­schaft & Geburt"
Als es noch Groß­fa­mi­li­en gab, als Groß­el­tern, Eltern und Kinder
- manch­mal auch noch Onkel und Tan­te / Nich­te und Neffe -
unter einem Dach wohn­ten, brauch­te man sie nicht, die Dien­ste einer Dou­la.

Wur­de eine Frau schwan­ger, so waren in der Fami­lie und in der - noch intak­ten Nach­bar­schaft - genü­gend Frau­en mit Geburts­er­fah­rung, die mit Rat & Tat zur Sei­te ste­hen konn­ten .... dazu muß heu­te eine Dou­la enga­giert wer­den, die sol­che Funk­tio­nen zur Geburts­vor­be­rei­tung und -beglei­tung erfül­len kann.

Vor allem Eines ist die­ser "neue" Beruf":
Eine klu­ge Geschäfts-Idee, Fül­lung einer Lücke zwi­schen Schwan­ge­rer und Heb­am­me, die nach wie vor zur Geburt anwe­send ist ....

bookmark_borderModerne Zeiten (I)

Zu: "Erzie­hung"
Eltern - und das ist heu­te wohl weit­ge­hend ver­lo­ren­ge­gan­gen - sind ver­pflich­tet .. Gren­zen zu setzen.
Man nann­te das frü­her "Erzie­hung".
Heu­te wird das durch Fern­se­hen, Game­Boy-Spie­le und Musik-Vide­os erledigt.
Das Ergeb­nis kann man dann - 12-jäh­rig, sau­fend trin­kend und schwan­ger* - in den Nach­mit­tags­shows "bewun­dern"!

* Das männ­li­che Pen­dant hat mit 14 bereits die erste Jugend­stra­fe hin­ter sich und rotzt spuckt in mehr oder weni­ger regel­mä­ßi­gen Abstän­den auf den Boden ....

bookmark_borderÄhnlichkeiten (II) ....

Wer in den letz­ten Tagen die Nach­rich­ten ver­folgt hat, konn­te lesen, daß wie­der ein­mal ein Poli­ti­ker einen ver­ba­len Aus­rut­scher bedau­ern muß. Der baye­ri­sche SPD-Vor­sit­zen­de ver­glich den Wahl­slo­gan der CDU
"Sozi­al ist, was Arbeit schafft!"
mit der Paro­le der NSDAP über Konzentrationslager-Eingängen
"Arbeit macht frei".

Nun ist die Auf­re­gung groß. Auf allen Seiten.

Bei der SPD vor allem wegen des Unge­schicks eines anson­sten belieb­ten Poli­ti­kers - das Ärger­nis ist weni­ger die Aus­sa­ge selbst, so scheint es, als die Tat­sa­che, daß sie eine Steil­vor­la­ge für hämi­sche Repli­ken der (Noch-)Opposition darstellt ....

Bei der CDU eher posi­ti­ve "Auf­re­gung", die Mög­lich­keit, es einem Expo­nen­ten der (Noch-)Regierungspartei "heim­zu­zah­len" und so neben­bei von eige­ner momen­ta­ner Schwä­che wegen der ver­öf­fent­lich­ten Steu­er­plä­ne ablenkt.

Wun­dert es da noch jeman­den, wenn der gebeu­tel­te, von stän­dig neu­en Steu­er­for­de­run­gen Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen betrof­fe­ne Bür­ger lie­ber wei­ter schwitzt, Eis ißt und war­tet, bis der Wahl­tag kommt ....

bookmark_borderÄhnlichkeiten ....

zwi­schen zwei völ­lig ver­schie­de­nen Sach­ver­hal­ten kön­nen oft - fälsch­lich - als "von­ein­an­der abhän­gi­ge Fak­to­ren" inter­pre­tiert wer­den. Rich­tig ist es hin­ge­gen, über "Ana­lo­gien" nachzudenken.

Wie ich dar­auf komme?
Nun, in der Wer­bung gilt, daß von "X" ver­schick­ten Sen­dun­gen 1,5 bis 2,5% "Rück­läu­fe", d.h. Ant­wor­ten zu erwar­ten sind ....

Wenn man Web­log­ein­trä­ge als "Wer­bung" defi­nier­te und die Kom­men­ta­re als "Ant­wor­ten", wobei die gezähl­ten Besu­cher dem "X" ent­spre­chen, ergibt sich eine Rela­ti­on, die etwa dop­pelt so hoch ist, dem­nach bei 3 - 5% liegt.

Womit bewie­sen ist:
Web­logs sind effek­ti­ver als ("print"-)Werbung - und eini­ge Blog­ger haben das ja auch schon für sich "ent­deckt" und ihr Web­log kommerzialisiert ....

bookmark_borderDas Märchen ....

von den Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten kennt fast jeder. Wesent­li­ches Ele­ment des Mär­chens ist, daß jedes der Tie­re allei­ne nicht hät­te über­le­ben kön­nen, alle Tie­re zusam­men aber haben eine Chan­ce, weil sich ihre Fähig­kei­ten ergän­zen. So ver­ja­gen sie die Räuber:

Da lief der Räu­ber, was er konn­te, zu sei­nem Haupt­mann zurück und sprach: "Ach, in dem Haus sitzt eine greu­li­che Hexe, die hat mich ange­haucht und mir mit ihren lan­gen Fin­gern das Gesicht zer­kratzt. An der Tür steht ein Mann mit einem Mes­ser, der hat mich ins Bein gesto­chen. Auf dem Hof liegt ein schwar­zes Unge­tüm, das hat mit einem Holz­prü­gel auf mich los­ge­schla­gen. Und oben auf dem Dache, da sitzt der Rich­ter, der rief: 'Bringt mir den Schelm her!' Da mach­te ich, daß ich fortkam."
Was ler­nen wir aus die­sem Märchen?
(Man lernt immer etwas aus Märchen!)

Auch man­che Men­schen müs­sen sich zusam­men­tun, weil ihre Ein­zel­lei­stung nicht aus­reicht. Nun hof­fe ich nur, daß sich in sol­chen Fäl­len die Ein­zel­fä­hig­kei­ten eben­so gut ergän­zen, wie es bei den Stadt­mu­si­kan­ten der Fall war.

Andern­falls hät­te näm­lich das Zusam­men­rot­ten kei­nen Sinn
- es käme nichts "Bes­se­res" heraus ....