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bookmark_borderNeulich im Zoo (II)
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nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
das ist ein Ausdruck dafür, daß etwas Bemerkenswertes präsent gehalten werden soll. Bei "Existenzielles Besserwissen" liest frau/man(-n) in der Seitenspalte folgenden Text (Auszug, voller Text dort):
"Existenzielles Besserwissen, was ist das?
Es kann sich darum handeln, besser über gewisse geheime oder kanonische Fakten Bescheid zu wissen, durch ein offeneres, improvisiertes Leben mit einer größeren Menge gesellschaftlicher Daten in Kontakt zu kommen, .. Es handelt sich durchaus um einen elitären Anspruch, aber um keinen aristokratischen. Das bessere Leben ist erworben, nicht ererbt, es ist eine Frage der Einstellung ... [D.Diederichsen]"
Ganz richtig, die Betonung liegt auf "erworben" - und das erfordert Anstrengung. Daran scheitert es meist ....
Anstrengen will sich kaum noch jemand, aber die mit Anstrengung (=Leistung!) verbundene Belohnung wollen Viele haben ....
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Kurzer Nachtrag:
Ich denke, wenn man auf einer langen Tradition fußt, ist gerade diese Tradition ein Ansporn, nicht auf dem auszuruhen, was Vorgenerationen geschaffen haben, sondern sich selbst als der Tradition "würdig" zu erweisen ....
Gilt nicht (mehr) die Aussage des Sprichwortes:
"Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil."?
Soll man zurückstecken, wenn grobe Klötze drohen?
Die Geschichte Deutschlands hat gezeigt, wohin das führte:
Die groben Klötze haben die Macht an sich gerissen. Weil eine Mehrheit zurückhaltend war. Weil man nicht daran glaubte, Gleiches mit Gleichem vergelten zu müssen. Mittelmaß und Dummheit triumphierten - und triumphieren noch!
Es wurden doch schon Forderungen wie "Geh Sterben!" oder Todesstrafe für dies und jenes gefordert .... daran erkennt man die wahre Natur: Subalterne Elemente, die, wenn sie die Macht hätten, rücksichtslos alles niedermachten, was sie nicht verstehen.
Ein SS-Mann hat 1934 zu meinem Vater gesagt:
"Euch Intellektuellen brauchen wir nur, bis das Reich aufgebaut ist, dann werden wir uns mit euch befassen!"
Sind wir wieder so weit? Als Erstes kommen die Drohungen.
Wenn man sich nicht wehrt kommen die Taten.
Mangelnde Zivilcourage macht es möglich!
Sofern ich es mit Menschen zu tun habe, die sich an Regeln - geschrieben oder ungeschrieben - halten, will ich gern "die andere Wange" hinhalten. Aber nicht mehr, wenn der Mob unkontrolliert rast, wild um sich schlägt ....
Warum ich hier weiter zu Bloggen gedenke?
Weil man diese Möglichkeit nicht alleine Jenen überlassen darf, die daraus eine dümmliche Soße machen, die sich mit Ihresgleichen zusammenrotten, die am lautesten schreien - oder am gründlichsten jammern ....
Ich möchte nicht wissen, wie viele Versager (im richtigen Leben) hier den dicken Max makieren. Sozial unangepaßt, aber in der Lage, eine Tastatur zu bedienen. Unter dem Deckmantel der Anonymität ihren Brei aus Gemeinheiten und Verleumdungen kochen .... nein, von solchen Machenschaften darf man sich nicht einschüchtern lassen, sonst ist es irgendwann zu spät sich zu wehren ....
* edit *
Das Thema wurde am 28.05.2005 mit einem Voltaire'schen Zitat belegt hier nochmals aufgenommen ....
"Da siehst Du, was die Gentechnik uns bringt!"
war Erziehung (II) - ein Problem - und heute sind die damals Fünf- bis Zehnjährigen selbst Eltern. Sie haben Probleme mit Regeln - und ihre Kinder später auch .... wie in der Bibel gesagt wird: " ..heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied .. " [AT, 2. Buch Mose, Kap. 020, Vers 5]
http://www.re-actio.com/weblog/klaro_1.jpg" width="450" height="285";
[Originalgröße HIER]
TABUs - ein Problem damals wie heute - und keiner will etwas abgeben ....
http://www.re-actio.com/weblog/tabus_1.jpg" width="450" height="285";
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Erziehung (I) - ein Problem damals wie heute - und jeder hat eine Meinung dazu ....
http://www.re-actio.com/weblog/erziehung_1a.jpg" width="450" height="325";
[Originalgröße HIER]
Möchte man sagen, wenn es um das Kleingedruckte in Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen geht.
Es gibt in vielen Verträgen einen Passus zur sogenannten "abstrakten Verweisung". Damit ist gemeint, daß die Versicherung auf eine Tätigkeit verweisen kann, die die/der Versicherte trotz Einschränkungen zu tun in der Lage wäre.
Das hat natürlich zur Folge, daß weniger oder überhaupt nicht gezahlt wird ....
wurde der Leib Christi [" ... offiziell „Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ .. "] zwar nicht, als Grundlage für Fronleichnam ist er jedoch nicht wegzudenken. Die Hostie in der katholischen Kirche repräsentiert denn auch "den wahrhaftigen Leib".
Viele Bilder - aus der christlichen Tradition entstanden - sind heute noch so wirkungsvoll wie damals, als sie entstanden. Darunter sind viele "Grablegungsbilder", mit dem Sammelbegriff "Pieta" bezeichnet.
Nur eines hat sich geändert:
Die tiefe Frömmigkeit ist verschwunden, in Profanität umgeschlagen. Wer aber keine Wurzeln hat, ist willenloser Spielball von Zeitströmungen ....
Was bisher geschah:
Die Rechtschreibung, gefesselt auf der Streckbank, gepeinigt von Folterknechten und Foltermeister, will nicht abschwören ….
Fortsetzung ....
[Erster Scherge nähert sich, eine glühende Zange in Händen, schickt sich an Rechtschreibung damit in den Arm zu zwicken]
Erster Scherge:
Gestehe, Schreckliche, daß Du überheblich bist!
Gestehe, daß Du dich für etwas Besseres hältst!
Verspreche, daß Du hinfort nie wieder in die Öffentlichkeit treten wirst!
{Regie: Hinten links im Kerker öffnet sich langsam eine Tür, Ritter Syntax schleicht sich herein, schaut sich um, hebt sein Schwert und streckt den Foltermeister mit einem Streich nieder}
Syntax [an die restlichen finsteren Charaktere gerichtet]:
Weh Euch, jetzt ist das Ende eures schändlichen Frevels gekommen ….
{Regie: Tumult!
Die zwei Schergen stürzen sich auf ihn, er wehrt sie ab, schägt ihnen die Köpfe ab und wendet sich dem dritten Schergen zu, der unterdessen Rechtschreibung an mehreren Stellen mit der glühenden Zange gezwickt hat und sich anschickt, ihr durch einen mächtigen Hieb mit der Zange den Garaus zu machen. Ganz konzentriert auf sein Vorhaben bemerkt der dritte Scherge nicht, wie Syntax sich nähert und ihm das Schwert durch den Leib bohrt}
[Dritter Scherge, im Sterben, die Zange entfällt seinen Händen, spricht gurgelnd die letzten Worte]:
Es werden andere nach uns kommen. Noch habt ihr nicht gesiegt!
{Regie: Syntax befreit Rechtschreibung von ihren Fesseln, hebt sie auf seine starken Arme}
Syntax:
Oh, meine geliebte Rechtschreibung. Soviel Schmach ist Euch widerfahren. Ich werde Euch in Meister Merlins Obhut bringen, damit er Eure Wunden heilt ….
Rechtschreibung [sieht ihn schmachtend an]:
Oh, Syntax, mein Held, Ihr seid so stark und mutig ….
{Regie: Während sie noch spricht wird das Licht im Kerker schwächer, bis es schließlich ganz verlischt. Man hört scheppernde Geräusche und Türenschlagen, Vorhang zu!}