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bookmark_borderBemerkungen zur Moral

Moral bedeu­tet Unter­schied­li­ches für jeden Men­schen. Eine Defi­ni­ti­on lau­tet etwa folgendermaßen: 

Mora­li­sche Wer­te sind die Gesamt­heit aller sitt­li­chen Grund­sät­ze, Nor­men und Wer­te, die das Mit­ein­an­der und zwi­schen­mensch­li­che Ver­hal­ten in einer Gesell­schaft regu­lie­ren, und vom über­wie­gen­den Teil aller zu die­ser Gesell­schaft gehö­ren­den Indi­vi­du­en als ver­bind­lich akzep­tiert wird.

Ist eine Per­son schlech­ter als die ande­re, nur weil sie deren Wert­vor­stel­lun­gen nicht teilt? Sicher nicht!
Es erschwert aber das Zusam­men­le­ben, wenn die Vor­stel­lun­gen von "Moral" sehr weit aus­ein­an­der­lie­gen (sie­he Dis­kus­si­on HIER und HIER).

Inso­weit bleibt nur festzustellen:
Gelas­sen­heit und Nach­den­ken füh­ren zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen als Auf­re­gung und uner­füll­ba­re Forderungen ....

Manch­mal hilft es auch, Aus­wüch­se nur zu ignorieren ....

bookmark_borderBemerkungen zum Fußball

Mich ver­wun­dert es nicht, daß es jetzt auch einen "Fuß­ball­skan­dal" gibt.
"Wer Wind sät, wird Sturm ern­ten" sagt das Sprichwort.
Der DFB, immer gie­ri­ger in sei­nen For­de­run­gen, die Ver­ei­ne und deren Spie­ler immer unver­schäm­ter - da fehl­ten doch irgend­wie die "Unpar­tei­ischen"!

Heu­te ist klar:
Es gibt kei­nen Altru­is­mus im pro­fes­sio­nel­len Fußball ....

Leid tun mir aller­dings die vie­len wirk­lich begei­ster­ten Fuß­bal­ler in den Kin­der- und Jugendmannschaften:
Deren Idea­lis­mus dürf­te stark gelit­ten haben, für man­chen Jung-Fuß­bal­ler ist sicher eine Welt zusammengebrochen ....

bookmark_borderBemerkung zu Zielen

Heu­te, Gespräch mit Pati­en­ten im Kli­ni­kum, Wartezone.
Zwei Her­ren um die 50, einer mit Seh­stö­rung, der ande­re mit baye­ri­schem Akzent. Der Bril­len­trä­ger schweigt, zwi­schen dem Bay­ern (B) und mir (wvs) ent­spinnt sich ein Dialog:

wvs:
"Sie klin­gen so, als ob Sie von wei­ter her kommen."
B:
"I hob na Peru wolln."
wvs:
"Und da sind Sie in Ham­burg hängengeblieben?"
B:
"I hob mir halt dacht' fremd is fremd
- und zoahlt hams bes­ser hier, do bin i blibn!"

Schwei­gen.
Der Bril­len­trä­ger bemerkt:
"Ich bin aus Fin­ken­wer­der, das ist auch schon Ausland .... "

Na, wenn das nicht Erkennt­nis­se sind ....

bookmark_borderBemerkungen zu Frisören

Sie ken­nen den Spruch:
"Hast Du kei­nen Fri­sör, dem Du das erzäh­len kannst?"

Nein, habe ich nicht!
Seit mei­nem Umzug aus Schles­wig-Hol­stein nach Ham­burg ist mir der Fri­sör verlorengegangen ....

Was für vie­le Frau­en die beste Freun­din ist, ist der Fri­sör für den Mann!

Es besteht ein tie­fes Ver­trau­ens­ver­hält­nis, man kennt sich in- und aus­wen­dig, bespricht wich­ti­ge Lebens­ent­schei­dun­gen und natür­lich auch, wie Alles im Lan­de bes­ser sein könn­te, hör­te man nur:
Auf .... den Fri­sör und sei­ne Kunden ....

Ver­ste­hen Sie jetzt was ich momen­tan durchmache?

PS:
Wenn einer der Leser einen Fri­sör im Umkreis des Sie­mers­plat­zes (HH) kennt, und den Preis für Her­ren­schnit­te dort: Bit­te mit­tei­len! Soll­te von der Art sein, die sich noch trau­en die Haa­re kurz zu schnei­den: Danke.

bookmark_borderBemerkungen zu Gerichtsshows

Sie ken­nen das:
Kinder machen Rollenspiele.
Die Auf­ga­ben wer­den "ver­teilt":
"Ich wär' die Prin­zes­sin und hät­te ein silb­ri­ges Kleid und wäre ganz schön und wäre im Schloß."
"Und ich wäre der Prinz und ganz stark und hät­te eine Rüstung und wür­de den bösen Räu­ber töten und den Drachen."
Es mel­det sich ein drit­tes Kind:
"ich will aber auch 'was sein!"
"Du kannst der Baum sein, der am Schloß steht."
"Man­no, immer ich, ich will auch 'mal Prin­zes­sin sein!"

Die Schrei­ber von moder­nen Gerichts­shows müs­sen wohl tief im Inne­ren sehr, sehr jung geblie­ben sein, denn sie den­ken sich für die täg­li­che Berie­se­lung genau sol­che "Geschich­ten" aus:

  • bar jeden Bezugs zur Wirklichkeit,
  • völ­lig unglaubwürdig, 
  • mit Cha­rak­te­ren, die es nicht gibt, 
  • aber auf das "gesun­de Volks­emp­fin­den" getrimmt -

Es wer­den Kli­schees bedient.
Scha­de um die Zeit, den Auf­wand und das Geld!

bookmark_borderBemerkungen zu Generationen

Ich fin­de es immer wie­der erstaun­lich, wie sel­ten man über die Tat­sa­che nach­denkt, daß die jewei­li­ge "Vor"-Generation vom vor­ma­li­gen "Leben", dem All­tag, sehr wenig weiss. Kürz­lich kram­te ich mei­nen alten Plat­ten­spie­ler her­vor, um ihn an die Anla­ge anzu­schlie­ßen - ich woll­te eini­ge mei­ner Lang­spiel­plat­ten hören.

Stau­nen bei anwe­sen­den Kindern:
"Was ist das für ein Apparat?"
"Damit kann man Musik hören."
"Und wo geht die CD rein?"
"Das ist kein CD-Spie­ler, damit spielt man Platten."
"Was ist eine Platte?"
"Das ist so was änli­ches wie eine CD, nur größer."
"Wie groß?"
Ich zei­ge etwa Piz­za­tel­ler­grö­ße und sage:
"So groß wie ein Pizzateller."
Ganz stolz, einen Ver­gleich aus dem All­tag der Kin­der gebracht zu haben ....
doch sofort wie­der auf dem Boden der Tatsachen:
"Du lügst, eine CD so groß wie ein Piz­za­tel­ler paßt nir­gends rein!"
Ich blei­be ruhig:
"Die kommt auch nicht rein, die legt man drauf, auf die­sen Teller."
"Wie­vie­le Lie­der sind da drauf?"
"Nur ein Kon­zert, dafür muß man die Plat­te umdrehen."
"Du lügst schon wie­der, eine CD kann man nicht umdrehen."
Ich ertap­pe mich bei dem Gedan­ken laut zu wer­den .... ent­schlie­ße mich aber für ein sanftes:
"Das stimmt nicht, es ist die Wahr­heit, aber ich den­ke, Du bist noch zu klein dafür, das rich­tig zu verstehen."
Ganz falsch!
Denn jetzt schal­tet sich die Mut­ter ein und erklärt mir, Kin­der sei­en nie, nie, nie zu klein etwas zu verstehen.
Die Schuld liegt bei mir, weil ich nicht rich­tig erklärt habe ....

Ich zie­he es vor, nicht wei­ter zu diskutieren.
Bre­che mei­ne Anschluß­ver­su­che ab.
Zie­he mich in mein Arbeits­zim­mer zurück.
Und den­ke über Gene­ra­tio­nen­kon­flik­te nach ....

bookmark_borderBemerkungen zum "besser wissen"

War­um, so fra­ge ich mich, fällt es man­chen Men­schen so schwer, zwischen

"bes­ser wis­sen" und "Bes­ser­wis­se­rei"


zu unterscheiden?

Es ist doch völ­lig nor­mal, etwas nicht - oder nicht rich­tig - zu wis­sen. Nur dadurch, daß man dar­auf hin­ge­wie­sen wird, kann man sich "bil­den" und selbst "bes­ser" wer­den .... statt­des­sen reagie­ren jene, die Feh­ler gemacht haben, oft aggres­siv. Eine Kor­rek­tur wird per­sön­lich genom­men, so, als ob es ein Angriff sei.

Wenn wir uns erin­nern, wie wir alle ein­mal ange­fan­gen haben:

  • Die ersten Din­ge haben wir von unse­ren Eltern gelernt, die ja auch nicht alles wis­sen konn­ten - und trotz­dem has­sen wir sie nicht dafür ....
  • Dann haben wir in Kin­der­gar­ten und Schu­le gelernt. Abstrak­tes, nicht immer ver­wert­ba­res Wis­sen. Aber ins­ge­samt wohl eine Ansamm­lung von Fak­ten und Daten. Man­ches haben wir ver­ges­sen, es wur­de zu wenig genutzt. Ande­res haben wir behal­ten. Es war uns "nütz­lich"!
  • Oder wir soll­ten etwas ler­nen, was wir nicht moch­ten, ablehn­ten, von vorn­her­ein als "nicht nütz­lich" ein­stuf­ten. Das hat bei Vie­len den Ein­druck hin­ter­las­sen, gezwun­gen zu wer­den Unnüt­zes auf­zu­neh­men. Und dar­aus ent­steht eine Abnei­gung - nicht nur gegen den Stoff, son­dern vor allem gegen die "Ver­mitt­ler"!

Jetzt schließt sich der Kreis:
Wir sind nicht böse weil uns Unnüt­zes ver­mit­telt wer­den soll­te, son­dern böse mit denen, die ver­mit­telt haben .... viel­leicht ist das der Grund, war­um Men­schen, die uns auf Feh­ler hin­wei­sen, ein­fach "schlech­te Kar­ten" haben - obwohl doch ihr Hin­weis für uns, zumin­dest zukünf­tig, außer­or­dent­lich "nütz­lich" ist, denn wir haben etwas dazugelernt!

* edit *
sie­he hier­zu auch: Emo­tio­nen (letz­ter Absatz).

* 2. edit *
"Bes­ser­wis­se­rei" wird oft unter­stellt - was den Dia­log gründ­lich stört! Ich den­ke, sie liegt nur dann vor, wenn mit der Kor­rek­tur ein Angriff auf die Per­son, die Per­sön­lich­keit ver­bun­den ist.

bookmark_borderBemerkungen zu stoischer Ruhe

Ich schrieb kürz­lich vom Trans­port mei­ner Spülmaschine.
Es half mir ein Mit­ar­bei­ter der HKB.
Besag­te HKB hat einen Gol­den Retriever.
Der Hund ist hochinteressant.

Er wan­dert von sei­nem Plätz­chen vor der Tür die Stra­ße ent­lang, setzt sich zwi­schen die Begren­zungs­pfäh­le an der näch­sten Stra­ßen­ecke und war­tet .... auf wen oder was wis­sen die net­ten Men­schen von HKB nicht. Er sitz dort für Stun­den, ohne sich zu rüh­ren. Sie las­sen ihn ein­fach dahin lau­fen, weil er manch­mal drin­nen nicht mehr blei­ben will.

Nun sage noch einer, Tie­re hät­ten kei­ne Persönlichkeit!

bookmark_borderBemerkungen zu Errungenschaften

Gestern war es end­lich soweit: Spül­ma­schi­nen­kauf!*
Dem beson­ders gün­sti­gen Ange­bot bei "toom" - €299,- - konn­te ich nicht wider­ste­hen. Also: Nichts wie hin ....

Ein net­ter jun­ger Mann in der Elek­tro­ab­tei­lung rann­te los, um die Maschi­ne aus dem Lager zu holen. "Es kann etwas dau­ern" hör­te ich ihm noch rufen, dann war er weg.

Es dau­er­te gut 25 Minu­ten bis er zurück­kam - ohne Maschine!

"Ja, ich muß Ihnen sagen, das Modell aus der Wer­bung ist nicht mehr da. Aber wir haben noch ein ande­res Modell am Lager - wenn Sie das haben wol­len. Es ist nur Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se B."

Ich fra­ge nach dem Preis. Der Unter­schied zwi­schen Klas­se A und B ist €60,-! Ich sage: "Holen Sie die Maschi­ne, ich nehm' sie!" Bei dem gerin­gen Auf­kom­men an schmut­zi­gem Geschirr in einem Ein-Per­so­nen-Haus­halt macht das kaum einen Unterschied ....

Nach wei­te­ren 20 Minu­ten War­te­zeit zur Kas­se, €60,- gespart, er hilft mir noch, die Maschi­ne ins Auto zu laden, wünscht mir einen schö­nen Abend, und schärft mir ein, den Bon auf­zu­he­ben: "Wegen der Garan­tie, man weiß ja nie!"

Heu­te habe ich die Maschi­ne in den drit­ten Stock gebracht, ein freund­li­cher - kräf­ti­ger - Mit­ar­bei­ter der HKB (Hansea­ti­sche Kran­kenbeför­de­rung, 040-515151) mach­te es mög­lich, allei­ne hät­te ich das nie geschafft. Ange­schlos­sen ist sie jetzt auch, sie läuft.

Ich den­ke, man soll­te auch ein­mal erwäh­nen, daß es noch hilfs­be­rei­te Ver­käu­fer und freund­li­che Kran­ken­be­för­de­rungs­mit­ar­bei­ter gibt: "Dienst­lei­ster" im wah­ren Sinne.

Viel­leicht wird es ja doch noch etwas mit "Dienst­lei­stun­gen" in unse­rem Land ....

* [für die Zweitwohnung]

* edit *
Wenn ich im Ver­gleich dazu an den hoch­nä­si­gen Ver­käu­fer bei Media­Markt den­ke wird mir ganz anders ....

bookmark_borderBemerkungen zu "Reinecke Fuchs"

In der Fabel "Rei­necke Fuchs" von Johann Wolf­gang von Goe­the, (Kurz­in­halt hier), schafft es der schlaue Fuchs, anstatt ver­ur­teilt zu wer­den, sei­nen Wider­sa­cher Ise­grimm anzu­kla­gen und ver­ur­tei­len zu lassen.

Dar­an den­ke ich häu­fig, wenn ich in man­chen Web­logs lese. An die dia­lek­ti­sche Umkeh­rung - hier wohl bes­ser als "web­log­gi­sche Umkeh­rung" zu bezeichnen:

Der schlaue Autor stellt sich ganz dumm.
Und über­läßt es sei­nen Lesern,
ver­meint­li­che Wis­sens­lücken auszufüllen ....

Oder ist es ganz anders?

Der Autor ist tat­säch­lich ungebildet.
Und sei­ne Leser hel­fen ihm auf die Sprünge ....
Da wer­de ich an den Begriff "Bau­ern­schläue" erinnert ....

bookmark_borderWelcher Brezel-Typ sind Sie?

Unter­ti­tel:
"Bemer­kun­gen zu Bre­zeln und Brezel-Essern "
Ken­nen Sie schon die "Bre­zel-Typo­lo­gie"?
Nein?
Nun, es han­delt sich um eine jüngst ver­öf­fent­lich­te Stu­die der Wirt­schafts­aka­de­mie Mann­heim, die sich mit den psy­cho­lo­gi­schen und markt­wirt­schaft­li­chen Hin­ter­grün­den des Bre­zel­ver­zehrs näher befaßt hat.


kdfpö

Die Stu­die wur­de in Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­band Süd­deut­scher Brezn­bäcker (VSB, Stutt­gart) durch­ge­führt. Sowohl der Frei­staat Bay­ern als auch das Land Baden-Würt­tem­berg haben das Vor­ha­ben groß­zü­gig aus Mit­teln der Frem­den­ver­kehrs- und Wirt­schafts­för­de­rung ihrer ein­schlä­gi­gen Mini­ste­ri­en geför­dert. Für Bay­ern zeich­ne­te ver­ant­wort­lich Frau Mini­ste­ri­al­di­ri­gen­tin X. Wax­hu­ber , für Baden-Würt­tem­berg Staats­se­kre­tär F. Pflei­de­rer.

In die Stu­die auf­ge­nom­men wur­den nur die "rei­nen Brezn", d.h. sol­che, die in kei­ner Wei­se ver­fei­nert waren, also weder belegt noch von außen mit ande­ren Ingre­di­en­zen als kör­ni­gem Salz ver­se­hen.

Es wur­den ins­ge­samt sie­ben Typen von Bre­zel-/Brezn-Essern iden­ti­fi­ziert, die drei Ober­grup­pen, hier mit 1. / 2. / 3. gekenn­zeich­net, und vier Unter­grup­pen zugehören:

    1. 
  • Der Stamm-Esser
    beginnt mit dem dicken, bogen­för­mi­gen Teil der Bre­zel, um sich sodann ent­we­der nach rechts oder links oben weiterzuarbeiten.
  • Die Sub-Typen hier­zu sind:

    • a. Stamm-Mümm­ler
      die zu die­sem Typ gehö­ri­gen Pro­ban­den zeich­nen sich durch Umschlie­ßung der Bre­zel mit den Lip­pen und nach­fol­gen­des all­mäh­li­ches "Ein­schie­ben" in den Mund, wobei die Bre­zel zunächst nicht gekaut, son­dern nur mit Spei­chel erweicht und in der Mund­höh­le umge­wälzt wird. Nach aus­ge­bi­ger Erwei­chung wer­den Ein­zel­brocken geschluckt;
    • und

    • b. Stamm-Kau­er
      die mit rascher, stak­ka­to­ar­ti­ger Bewe­gung bei­der Kie­fer die Bre­zel in klein­ste Bis­sen zer­le­gen und mit eben­sol­cher Geschwin­dig­keit abschlucken;

    2.

  • Der Kern-Esser
    bricht alle Bogen­för­mi­gen Tei­le der Bre­zel ab, ver­wahrt sie in der Tüte und beginnt den Schmaus mit dem Kern­stück, da, wo sich zwi­schen den Bre­zel-Ohren und dem Bre­zel-Bauch die ein­fa­che Win­dung der Bre­zel befindet.
  • Die Sub-Typen hier­zu sind:

    • a. Kern-Spleiß­er
      tren­nen die inein­an­der ver­schlun­ge­nen Strän­ge der Bre­zel, um sie sodann getrennt lang­sam zu zerkauen; 
    • und

    • b. Kern-Bei­sser
      neh­men die ver­schlun­ge­nen Mit­tel­tei­le fron­tal in Angriff, um sie mit schnel­ler Bewe­gung zu zerkauen; 

    3.

  • Der Ohren-Esser
    star­tet sei­nen Bre­zel-Genuß ent­we­der am rech­ten oder lin­ken Bre­zel-Ohr, das vom Rest ent­fernt in der rechten/linken Hand gehal­ten wird. Der Rest der Bre­zel ver­weilt in der ver­blei­ben­den (ande­ren) Hand.
    [Anmer­kung: Ein­ar­mi­ge wur­den nicht in die Stu­die auf­ge­nom­men, um das Ergeb­nis frei von sta­ti­sti­schen Abwei­chun­gen bei Ein-Hand-Gebrauch zu halten].
    Die Sub-Typen hier­zu sind:
    • a. Ohren-Packer
      tren­nen bei­de Ohren ab, legen sie über­ein­an­der, um sie dann mit schie­ben­der Bewe­gung dem Mun­de zuzuführen; 
    • und

    • b. Ohren-Tren­ner
      ver­zeh­ren bei­de Hälf­ten unab­hän­gig von­ein­an­der, wobei zwei wei­te­re Sub­ty­pen sicht­bar wer­den, nämlich 
      • ver­setz­ter Ver­zehr, bei dem das rech­te Ohr in den rech­ten Mund­win­kel, danach das lin­ke Ohr in den lin­ken Mund­win­kel gescho­ben werden
      • davon abweichend 

      • syn­chro­ner Ver­zehr, bei dem zugleich rech­tes und lin­kes Bre­zel­ohr beid­hän­dig der jewei­li­gen Mun­decke zuge­scho­ben und abge­bis­sen werden.

Aus­wer­tung
Wel­cher Bre­zel-Typ sind Sie?
Hier nach­le­sen, was das über Sie verrät:

    1a
    Sie sind ent­schlos­sen, las­sen aber noch Durch­set­zungs­ver­mö­gen ver­mis­sen. Blei­ben Sie auf der Stel­le die Sie jetzt innehaben.
    1b
    Sie sind ent­schlos­sen und ver­fü­gen über aus­ge­spro­chen aus­ge­präg­tes Durch­set­zungs­ver­mö­gen. Aus Ihnen könn­te Gro­ßes werden!
    2a
    Sie lie­ben es den Din­gen auf den Grund zu gehen, haben weder Rast noch Ruh, bis Ihnen das gelun­gen ist. Wenig Nei­gung zu Führen.
    2b
    Zwar wür­den Sie gern das Wesen der Din­ge erfor­schen, las­sen sich jedoch von sinn­li­chen Genüs­sen von jenem Zie­le ablen­ken. Vor­schnel­le Ent­schei­dun­gen machen es Ihnen schwer, sich als Füh­rungs­kraft durchzusetzen.
    3a
    Kein Pro­blem ist Ihnen kom­pli­ziert genug, Sie trach­ten danach, Her­aus­for­de­run­gen zu erwei­tern und zu verkomplizieren.
    3b1
    Lösun­gen gehen Ihnen rasch von der Hand, bei der Form der Aus­füh­rung sind sie noch unentschlossen.
    3b2
    Sie jon­glie­ren meh­re­re Bäl­le auf ein­mal und kön­nen ver­schie­de­ne Füh­rungs­auf­ga­ben gleich­zei­tig meistern. 

Beson­de­rer Dank an Pro­fes­sor Dr. Drs.hc mult. S. Ander­lech und sei­nem Forschungsteam.
Soll­ten Sie noch Fra­gen zum Design oder der Durch­füh­rung der Stu­die haben, schrei­ben Sie bit­te ein email an:
sebaldus.anderlech@salzamt.edu