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bookmark_borderBemerkungen zu US AIRWAYS

US AIRWAYS macht es ihren Flug­gä­sten wirk­lich schwer, sie zu mögen!

Fol­gen­de Begebenheit:
Flug gebucht von Frank­furt nach Bos­ton, Rück­flug von Phoe­nix, AZ nach Phil­adel­phia, PA, von dort am näch­sten Tag zurück nach Frank­furt. Abso­lu­ter Son­der­preis: €900.- / Person.

Wegen Über­bu­chungs­ge­fahr ver­langt die Gesell­schaft, drei Tage vor inter­na­tio­na­lem Flug dort anzu­ru­fen, um die Ver­füg­bar­keit bestä­ti­gen zu lassen.

Nun traf es sich, daß wir einen inner­ame­ri­ka­ni­schen Flug gebucht hat­ten: Bos­ton - Phoe­nix - Phoe­nix - Bos­ton. Wir waren also schon aus Phoe­nix zurück und woll­ten - mit Miet­wa­gen - nach Phil­adel­phia fah­ren um von dort aus den gebuch­ten und bezahl­ten Flug wahr­zu­neh­men.

Anruf bei US AIRWAYS
[O=US AIRWAYS-Mitarbeiterin;
S=Supervisor besag­ter Mitarbeiterin;
I=Ich]

  • I: Ich möch­te einen Flug am xx.xx.2004 von Phil­adel­phia nach Frank­furt für 2 Per­so­nen (Namens­nen­nung) bestä­ti­gen lassen ... 
  • O: Sie sind bei uns am xx.xx.2004 nicht für einen Flug gebucht ... 
  • I: Die Flug­num­mer ist xxxx, sehen Sie doch bit­te noch­mal nach ... 
  • O: Tat­säch­lich, aber Sie sol­len von Phoe­nix nach Phil­adel­phia fliegen ... 
  • I: Stimmt, aber auf die­sen Teil des Flu­ges ver­zich­te ich, wir wer­den ab Phil­adel­phia fliegen ... 
  • O: Sir, das ist eine frei­wil­li­ge Ände­rung der Buchung, das kostet eine Umbuchungsgebühr ... 
  • I: Der Flug ist doch schon bezahlt. Und Sie haben zwei zusätz­li­che Plät­ze, die Sie sicher noch in den näch­sten drei Tagen ver­kau­fen können ... 
  • O: Trotz­dem, Sir, frei­wil­li­ge Ände­rung heißt Umbu­chungs­ge­bühr, das ist unse­re Firmenpolitik ... 
  • I: Ich soll also für etwas, das ich bereits bezahlt habe und jetzt nicht mehr wahr­nehmn will noch eine Straf­ge­bühr zahlen? 
  • O: Es ist Fir­men­po­li­tik bei US AIRWAYS bei frei­wil­li­ger Ände­rung durch den Kun­den eine Gebühr zu erheben ... 
  • I: Wie hoch ist die­se Gebühr? 
  • O: Pro Per­son $150.-
  • I: Und wenn Sie die Flü­ge erneut ver­kau­fen bekom­me ich das Geld erstattet? 
  • O: Es ist Fir­men­po­li­tik bei US AIRWAYS bei frei­wil­li­ger Ände­rung durch den Kun­den eine nicht rück­zahl­ba­re Gebühr zu erheben ... 
  • I: Kann ich bit­te mit einem Super­vi­sor sprechen? 
  • O: Ich ver­bin­de Sie ....

Nach 12 Minu­ten (!) War­te­zeit am Telefon

  • O: Alle Super­vi­sor sind der­zeit in Kun­den­ge­sprä­chen. Möch­ten Sie warten? 
  • I: Selbst­ver­ständ­lich!

Nach wei­te­ren 17 Minu­ten(!) War­te­zeit am Telefon

  • O: Ich ver­bin­de Sie jetzt mit einem Supervisor ...

Noch­mals 4 Minu­ten Wartezeit

  • S: Es tut mir leid, daß Sie war­ten muß­ten, wie kann ich Ihnen helfen? 
  • I: bete die Sto­ry noch­mals her weil der Super­vi­sor kei­ne Ahnung hat wor­um es geht ....
  • S: Tut mir leid, aber es ist Fir­men­po­li­tik bei US AIRWAYS bei frei­wil­li­ger Ände­rung durch den Kun­den eine nicht rück­zahl­ba­re Gebühr zu erheben ... 
  • I (schon etwas ärger­lich, aber noch erstaun­lich ruhig):
    Das hat mir Ihre Mit­ar­bei­te­rin schon mehr­mals mit­ge­teilt, ich dach­te, Sie als Super­vi­sor könn­ten etwas Ver­nünf­ti­ges tun und die­sen Unsinn beenden ... 
  • S: Sir, ich kann Ihnen nur bei der Gebüh­ren­hö­he ent­ge­gen­kom­men. Sind Sie mit $100.- einverstanden? 
  • I: Nein, aber habe ich eine Wahl? 
  • S: Nein, denn wenn Sie das nicht zah­len, ver­fal­len alle gebuch­ten Lei­stun­gen, also auch Ihr Flug nach Frankfurt ...

Ich sehe im Gei­ste - wie Dago­bert Duck - Dol­lar-Zei­chen vor mei­nen Augen. Und zwar Tau­sen­de, denn das kosten "spon­ta­ne" Flü­ge, die kurz­fri­stig gebucht werden ....

  • ich sage:
    OK, kann ich sicher sein, daß ich beim Ein­checken kei­ne Schwie­rig­kei­ten haben werde? 
  • S: Nicht wenn Sie die $200,- zah­len, ich gebe das in's System ein ...

Ver­ste­hen Sie jetzt, war­um ich davor war­ne mit US AIRWAYS zu flie­gen? Und war­um die Gesell­schaft um's Über­le­ben kämpft?

bookmark_border"Parkwunder"

Am letz­ten Don­ners­tag muß­te ich nach Ber­ge­dorf [Außen­be­zirk von Ham­burg im Süd­osten], und zwar ganz in die Nähe vom Bahn­hof, da wo der Fuß­gän­ger- und Auto­ver­kehr sich tref­fen und einem recht viel Geduld und Behar­rungs­ver­mö­gen abfordern.

Nach zwei­mal krei­sen um den Block: End­lich! Eine Park­lücke - und auch noch groß genug, das recht lan­ge Auto aufzunehmen.

Park­platz auf der lin­ken Sei­te einer Ein­bahn­stra­ße, ich also rechts neben den Vor­der­wa­gen, Rück­wärts­gang, ein­schla­gen und los ... vor­ne ein­schwen­ken, da wird's hin­ten knapp ... etwas geht noch ... da ertönt ein lau­tes Getö­se auf dem Dach: Ein jun­ger Mann, ca. 25, haut mit sei­nem Han­dy (!) auf's Dach und brüllt etwas wie " ... mein gan­zes Auto* kaputt ... ".

Auf "P" stel­len und 'raus: Es ist wahr, die Stoß­stan­gen berüh­ren sich. Ich frage:
"Sol­len wir die Poli­zei und eine Ambu­lanz holen?"
Er brüllt in's Telefon:
"Der Typ fragt, ob wir einen Kran­ken­wa­gen holen sol­len!" - dann, zu mir:
"Sie haben mein gan­zes Auto kaputt gefahren!"
Ich sage:
"Sie haben mir mit Ihrem Han­dy eine Beu­le in's Dach geschla­gen, und, schau­en Sie doch 'mal genau hin, nicht 'mal ein Krat­zer, kei­ne Del­le an Ihrem Auto - was ist also mit der Polizei?"
Er schaut, redet wie­der mit dem Han­dy, blafft in mei­ne Richtung:
"Ach, schon gut, so schlimm war's dann doch nicht."

Die in Rei­he auf der rech­ten Sei­te war­ten­den Taxi­fah­rer hat­ten - ihren grin­sen­den Gesich­tern nach zu urtei­len - sicher eine Vor­stel­lung, die es nicht alle Tage gibt ....

* [Kadett, Bj. ca. 1985!]

bookmark_border"Wohnungswunder"

Waren Sie schon 'mal in Hamburg?
Mit dem Auto?
Und haben Sie einen Park­platz gefunden?

Neu­lich sag­te ein Bekann­ter zu mir:
"Bes­ser als ein Lot­to­sech­ser ist, in Eppen­dorf abends um 21:00h einen Park­platz zu finden!"

Ich neh­me an das war etwas über­trie­ben, aber es ist wahr­haf­tig eine Her­aus­for­de­rung. Was hat mich wohl dazu gebracht, mir mit­ten in die­sem Cha­os eine Woh­nung zu mieten?

Ja, ganz recht, ich habe eine Woh­nung gefun­den - und noch dazu zu einem für Ham­burg erstaun­li­chen Miet­preis von €430.- warm für 2-Zim­mer, 50 m²!

bookmark_borderHochsubventioniert!

Was kostet 8,9 cent net­to und wird durch Auf­schlä­ge von ins­ge­samt 2,4 cent auf 11,3 cent ver­teu­ert?

Der Strom aus Wind­kraft­an­la­gen! - pro Kilowattstunde

Im neu­en Ener­gie­ein­spei­sungs­ge­setz wird fest­ge­legt, daß min­de­stens 8,9 cent / Kilo­watt­stun­de zu ver­gü­ten sind. Dazu kom­men noch:

  • Für die dau­er­haf­te Inbe­trieb­hal­tung kon­ven­tio­nel­ler Kraft­wer­ke - der Strom aus Wind­kraft ist unstet und steht nicht immer zur Ver­fü­gung - zusätz­lich 1,5 cent.
  • Für zusätz­li­chen Rege­lungs­auf­wand - der Strom muß ja "irgend­wie" in's Netz kom­men - zusätz­lich 0,7 cent.
  • Für wei­te Trans­port­we­ge von der Erzeu­gungs­stel­le bis zum Ver­brauchs­ort - also zwi­schen Küsten­re­gio­nen und Bin­nen­land - zusätz­lich 0,2 cent.

Es ste­hen also dem 
Wind­strom für 11,3 cent

Aus­ga­ben für 
kon­ven­tio­nell erzeug­ten Strom von 3 cent 

gegenüber.

Für die Spin­ne­rei­en eini­ger weni­ger Grü­ner zah­len also ALLE

Und nicht zu knapp: 
Die Mehr­ko­sten lie­gen bei 8,3 cent / Kilo­watt­stun­de
.

bookmark_borderAnspruch und Wirklichkeit

Aus einer Umfra­ge der For­schungs­grup­pe Wah­len im Auftrag
der Land­tags­frak­ti­on der Grü­nen in Nord­rhein-West­fa­len geht hervor:

  • Im All­tag ver­hal­ten sich die Grü­ne-Anhän­ger nicht anders
    als die Anhän­ger ande­rer Parteien
    • Grü­ne-Anhän­ger fah­ren etwa gleich häufig
      "sehr gern" oder "gern" wie die Anhän­ger ande­rer Parteien
    • Drei­mal sovie­le SPD-Anhänger
      wie Grü­ne-Anhän­ger ver­zich­ten auf das Autofahren
    • Dop­pelt sovie­le CDU-Anhänger
      wie Grü­ne-Anhän­ger ver­zich­ten auf das Autofahren



Im All­tag scheint also die Bequem­lich­keit das "grü­ne Gewis­sen" zu über­tö­nen .... und wenn man dann noch wüß­te, wie es mit dem Schad­stoff­aus­stoß der "grü­nen" Autos bestellt ist .... viel­leicht käme dann her­aus, daß gera­de die, die "Umwelt­schutz" und "CO2-Ver­zicht" pre­di­gen, die schlimm­sten Umwelt­sün­der sind!

bookmark_borderRatten sind verträglicher ....

ja, davon woll­te ich spre­chen, Rat­ten sind auch sozia­ler als Men­schen, vor allem Men­schen in Groß­städ­ten. Nach einem Jahr in Ber­lin und schon nach nur weni­gen Wochen in Ham­burg - glei­ches Bild - hat sich die­se Über­zeu­gung gefestigt.

Japa­ni­sche For­scher haben fol­gen­de Hypo­the­se auf­ge­stellt und expe­ri­men­tell belegt:

Drängt man Rat­ten auf engen Raum zusam­men, so sinkt ihre Frucht­bar­keit, wäh­rend die Bereit­schaft zur Aggres­si­on steigt. Aller­dings zeigt es sich, daß immer nur annä­hernd rang­glei­che Art­ge­nos­sen Aggres­si­ons­ziel sind.

Das ist bei Men­schen anders:
Aggres­si­ons­ziel sind immer - ver­meint­lich oder tat­säch­lich - Schwächere.

  • Erwach­se­ne schimp­fen Kin­der aus, anstatt die Eltern der Kin­der als Ver­ur­sa­cher von Stö­run­gen anzugreifen
  • Auto­fah­rer sind rück­sichts­los gegen­über Fuß­gän­gern und Radfahrern
  • Fah­rer mit gro­ßen Autos glau­ben, denen mit klei­ne­ren Autos gegen­über mehr Rech­te zu haben
  • Trotz ein­schlä­gi­ger Regeln wer­den im Stra­ssen­ver­kehr die "Orts­frem­den" geschnit­ten, aus­ge­hupt, nicht in die Spur gelas­sen, abge­drängt, etc.

Eng zusam­men­ge­pfercht auf klei­nem Raum, weni­ger Nach­kom­men pro Eltern­paar, Aggres­si­on wohin man schaut:

Die typi­sche Großstadtatmosphäre!

In Ham­burg und Mün­chen woh­nen in 75% der Woh­nun­gen kin­der­lo­se Paa­re / Lebens­ge­mein­schaf­ten oder Sin­gles; in Ber­lin sind 80% der Bevöl­ke­rung über 50 Jah­re alt - und bekannt­lich kann man in die­sem Alter nur noch sel­ten zum Bevöl­ke­rungs­wachs­tum bei­tra­gen .... von der "Stim­mung" ganz zu schwei­gen! Die "Sze­ne" ersetzt die Fami­lie und ist sozia­les Umfeld ohne sozia­le Bindung:
Ver­ein­sa­mung inmit­ten von Men­schen­mas­sen, ohne Aus­sicht auf Bes­se­rung für die näch­ste Gene­ra­ti­on - armes Deutschland!

PS:
Ich suche trotz­dem noch eine Woh­nung in Ham­burg.

bookmark_borderNicht schon wieder Fussball!

Geht es ihnen auch so?
Wohin man hört oder sieht: Fuss­ball, Fuss­ball, Fussball!
Dabei ist es wie mit Wahlen.
Alle wis­sen, es wird gewählt.
Weni­ge inter­es­sie­ren sich dafür und gehen hin.
Vie­le inter­es­siert es nicht, sie wol­len auch nichts davon hören.

Muß man aus der Tat­sa­che, daß über Wah­len zwei Tage lang berich­tet wird, über Fuss­ball jedoch mehr als eine Woche schlie­ssen, daß Fuss­ball wich­ti­ger ist als Wahlen?

bookmark_borderIst das wahr?

Gesprächs­wei­se habe ich heu­te fol­gen­des erfahren:

  • Wenn die US Regie­rung jeman­den "inten­siv ver­hört" haben will wird die­se Per­son angeb­lich in die Tür­kei geschickt - dort erle­digt man das dann .... 
  • wenn sie aber jeman­den "ver­schwin­den" las­sen wol­len, wird die Per­son angeb­lich nach Syri­en geschickt, weil man sich dort mit so etwas auskennt ....

Unge­heu­er­lich, wenn es wahr wäre!
Was dafür spricht ist,
daß die US Admi­ni­stra­ti­on bei­de Län­der "hät­schelt".
Was dage­gen spricht ist,
daß so etwas wohl kaum auf län­ger "geheim" blei­ben könn­te - sie­he Fol­te­run­gen im Irak.

Hat jemand hier schon davon gehört?

bookmark_borderTroja 'mal anders ....

Ein wei­te­res Bei­spiel, daß aus der Geschich­te nichts, aber auch gar nichts gelernt wird:

Da ist der Fall "TROJA". Jeder (?) kennt die Geschich­te. aber nie­mand - wenig-stens in unse­rer jet­zi­gen Regie­rung - scheint sich dar­an zu erin­nern, wenn es um die Erwei­te­rung der EU um die Tür­kei geht.
So, wie die Rufe von Kas­san­dra, Lao­ko­on und Pria­mos unge­hört ver-schall­ten, gar als "Mies­ma­che­rei", "Frem­den­feind­lich­keit" und "Spaß­ver-der­be­rei" ange­pran­gert wur­den, geht es auch heu­te wieder.

Der Außen­mi­ni­ster, unser "Gesicht von Deutsch­land" in der Welt, phi­lo­so­phiert über " eine Mil­li­ar­de Mos­lems, die zwi­schen Marok­ko und dem Hin­du­kusch leben " und das unge­heu­re Gefähr-dungs­po­ten­ti­al für Euro­pa, das sich dar­aus ergibt, wenn man " nichts tut ".

Die "gro­ßen Fort­schrit­te", die Fischer in der heu­ti­gen Tür­kei sieht, und die ihn zu der The­se ver­an­las­sen, sie sei "reif" für Euro­pa, waren nur mög­lich, weil das Mili­tär - frü­her wie heu­te - das bestehen­de qua­si-demo­ka­ti­sche, anti-fun­da­men­ta­li­sti­sche System stützt. Aber um wel­chen Preis:

  • Folter, 
  • jah­re­lan­ge Unter­su­chungs­haft ohne Anklage, 
  • poli­tisch und eth­nisch moti­vier­te Gefäl­lig­keits­ur­tei­le gegen Regimekritiker!

Das "Phi­lo­so­phi­sche Quar­tett" hat jüngst den Ver­gleich mit dem "Tro­ja­ni­schen Pferd" gemacht [des­sen ich mich hier wegen sei­ner Schlüs­sig­keit bedie­ne] und die Tür­kei als sol­ches gese­hen. Da steht also das Pferd vor den Toren Brüs­sels, wie einst sein Pen­dant vor Tro­ja und war­tet, her­ein­ge­zo­gen zu wer­den. In Tro­ja hat das zur Hin­met­ze­lung der Tro­ja­ner und Ver­skla­vung der Über­le­ben­den geführt.

Was erwar­tet uns in Euro­pa, wenn ähn­li­ches pas­siert? Wenn unse­re poli­ti­schen Hasar­deu­re von ROT und GRÜN, unfä­hig sich die Fol­gen aus­zu­den­ken oder unfä­hig die­se über­haupt zu erken­nen, unter dem Bei­fall ihrer meist unbe­darf­ten Kli­en­tel, die Sei­le packen und das Pferd nach Brüs­sel schleppen?

Die geschätz­ten Kosten allei­ne für Deutsch­land lie­gen bei 14 Mil­li­ar­den €, und das zu einer Zeit, in der der Finanz­mi­ni­ster sowie­so nicht mehr Herr der Lage ist, nicht weiss, woher das Geld kom­men soll um nur die wesent­lich­sten Löcher im Staats­haus­halt zu stopfen.

"Es ist eine törich­te stra­te­gi­sche Dumm­heit, wenn wir jetzt nicht die Tür­kei in Euro­pa ver­an­kern", so lau­te­te ein State­ment von Fischer, der sich in den letz­ten Mona­ten sowie­so eher um Afgha­ni­stan und den Irak als um Deutsch­land zu küm­mern scheint.

Umge­kehrt wird dar­aus ein Schuh!

Sicher, eine kom­plet­te Abschot­tung gegen die Tür­kei ist falsch. Aber war­um denn immer gleich eine voll­kom­me­ne Ver­ei­nah­mung? Gibt es denn nicht Nuan­cen zwi­schen schwarz und weiss? - man nennt sie "GRAUSTUFEN"! Frei­lich ist es ein­fa­cher nach dem Alles-oder-Nichts-Prin­zip, das erfor­dert am wenig­sten Intel­li­genz und Über­le­gung - und der­glei­chen sucht man ja wohl ver­ge­bens bei unse­rer der­zei­ti­gen Regierung.

Ein DANKE zum Schluss:
an alle Wäh­le­rIn­nen, die zur Euro­pa­wahl gegan­gen sind und so dazu bei­getra­gen haben, daß "EUROPA" neu dis­ku­tiert wur­de . Dan­ke!

bookmark_borderNoam Chomsky: Terrorismus

In Pro­gramm­ki­nos ist jetzt der Film 

"Power and Ter­ror - Noam Chom­sky: Gesprä­che nach 911"




ange­lau­fen, der all jenen zu emp­feh­len ist, die immer noch glau­ben "die USA" oder "die Ame­ri­ka­ner" als brei­ige, unde­fi­nier­te Mas­se von dicken Ham­bur­ger­es­sern und maß­lo­sen Kapi­ta­li­sten ver­un­glimp­fen zu müssen.

Nach die­sem Film soll­te auch der hart­näckig­ste "Feind" wis­sen, daß es in den USA eine inner­staat­li­che Oppo­si­ti­on mit her­aus­ra­gen­den Köp­fen - wie eben Noam Chom­sky - gibt, die sich auch von der der­zei­ti­gen "Falken"-Administration nicht den Schneid abkau­fen lassen.

Wer ist Noam Chom­sky und was denkt er?
Vor­der­grün­dig ein welt­be­rühm­ter Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler aus Cam­bridge, Mas­sa­chus­setts, in "Zweit­funk­ti­on" so etwas wie ein "intel­lek­tu­el­les Gewis­sen", der - anders als Micha­el Moo­re ein Mei­ster der Dik­ti­on und der lei­sen Töne - den Ver­ant­wort­li­chen rund um die Welt, allei­ne durch Vor­trä­ge, das Fürch­ten beibringt.

Chom­sky sieht Demo­kra­tie und Men­schen in (ver­meint­lich sta­bi­len) demo­kra­ti­schen Syste­men durch "impe­ria­li­sti­sche Staa­ten wie: USA, Eng­land, Isra­el" gefähr­det, weil sie den Ter­ror­an­schlag 911 "als Vor­wand benut­zen um har­te, repres­si­ve Maß­nah­men durch­zu­set­zen, denen die Bevöl­ke­rung grund­sätz­lich ableh­nend gegenübersteht".

Den Ter­ro­ris­mus defi­niert Chom­sky dem­nach fol­ge­rich­tig auch nicht nur als Erschei­nung, die sich auf isla­mi­sche Wirr­köp­fe beschränkt, son­dern viel­mehr als breit prak­ti­zier­te Vor­ge­hens­wei­se von Regie­run­gen, inter­na­tio­na­len Kon­zer­nen und inter­na­tio­na­len Wirt­schafts­or­ga­ni­sa­tio­nen. Die gegen­wär­ti­ge US-Regie­rung strebt sei­ner Mei­nung nach "die gewalt­tä­ti­ge Kon­trol­le der Welt" an.

Sei­ne The­se, nach der "die Mäch­ti­gen der Welt" Kriegs­ver­bre­chen, Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit und Ter­ror­angst sowohl aus­füh­ren, dul­den, schü­ren - wie auch für ihre eige­nen Zwecke ein­set­zen, gip­felt in dem Satz: "Man muß den Men­schen die Wahr­heit sagen, nicht den Mäch­ti­gen - die ken­nen sie!"

Trotz des bit­te­ren Fazits plä­diert Chom­sky dafür, sich nicht her­un­ter­zie­hen zu las­sen, opti­mi­stisch zu blei­ben und dar­an zu glau­ben, daß Demo­kra­tie über allen Machen­schaf­ten steht - und daher nicht wirk­lich in Gefahr ist.

bookmark_borderIsch lihbe sehtze wi:

Zitat:
" ... es hat hier heu­te -wie so oft- den gan­zen tag nur gereg­net und zwar in ströh­men! ... "

kohmt "ströh­men" nun von stroh oder von strohm??

Und kommt die Recht­schrei­bung von Stroh im Kopf oder weil jemand unter Strom steht? Sie­he dazu auch: elfen­gleich; "krie­se"

Nach­satz:
Ab Janu­ar 2005 wer­den schrift­li­che Arbei­ten im Fach "Deutsch" nach den Regeln der neu­en Recht­schrei­bung zen­siert .... und das heißt nicht: "über­prüft und gestri­chen", son­dern: "mit Noten versehen"!

2. Nach­satz:
Ein­mal mehr stellt sich außer­dem die Fra­ge, nach wel­chen Kri­te­ri­en für "WHAT'S HOT TWODAY" aus­ge­wählt wird ....

bookmark_borderTollkühne Forderungen

Einen bemer­kens­wer­ten Arti­kel unter der obi­gen Über­schrift konn­te man heu­te in der Sonn­tags­zei­tung "Der Sonn­tag in Mün­ster" lesen. Die­ser tref­fen­den Dar­stel­lung ist nichts hinzuzufügen!

"US-Prä­si­dent Geor­ge W. Bush und sei­ne Regie­rung tre­ten die Flucht nach vor­ne an. Gemein­sam mit Groß­bri­tan­ni­ens Pre­mier Tony Blair ver­lan­gen sie eine neue UN-Reso­lu­ti­on, die eine Ent­sen­dung wei­te­rer inter­na­tio­na­ler Trup­pen in den Irak regeln soll - unter dem eige­nen, das heißt US-ame­ri­ka­ni­schen Ober­be­fehl.

Bush und sein Ver­tei­di­gungs­mi­ni­ster Donald Rums­feld haben Chuz­pe - traut ihnen doch kaum noch jemand zu, die eige­nen, offen­bar völ­lig außer Rand und Band gera­te­nen Streit­kräf­te im Zwei­strom­land noch unter Kon­trol­le hal­ten zu können.

Ein Ende der Fol­ter­bil­der und -berich­te aus dem berÜch­tig­ten Gefäng­nis Abu Ghraib bei Bag­dad ist nicht abzu­se­hen. Wegen der grau­en­haf­ten, durch nichts zu ent­schul­di­gen­den Vor­fäl­le im Abu-Ghraib-Gefäng­nis muss­te sich Rums­feld bereits vor dem Kon­gress in Washing­ton ver­ant­wor­ten. Und auch die US-ame­ri­ka­ni­sche Öffent­lich­keit ent­zieht der selbst­herr­li­chen Besat­zungs­po­li­tik der Bush-Regie­rung immer mehr die Unterstützung.

Viel­leicht ist aber gera­de das der Grund dafür, dass die US-Admi­ni­stra­ti­on just zu die­sem Zeit­punkt for­dert, es soll­ten sich wei­te­re inter­na­tio­na­le Trup­pen frei­wil­lig ihrem Kom­man­do unterwerfen:
Kurz vor den US-Wah­len, mit dem Rücken zur Wand ste­hend, sucht sie ihre Pro­ble­me ein­mal mehr mit der Brech­stan­ge zu lösen.

Viel­leicht liegt die Ursa­che inden immer toll­küh­ner wer­den­den For­de­run­gen der Bush-Regie­rung aber auch schlicht im Rea­li­täts­ver­lust. Es ist gut mög­lich, dass Bush und Rums­feld den Blick für die Wirk­lich­keit ver­lo­ren haben." 

Chri­sti­an Bes­se; "Der Sonn­tag in Mün­ster", 30. Mai 2004; 10. Jahrgg.; # 22.