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Wie schaf­fen es die Grü­nen immer wie­der, sol­che Sitz­zah­len / Pro­zent­wer­te zu errei­chen? Ich glau­be - und dafür gibt es Bewei­se, wie etwa den anrol­len­den Castor­trans­port - sie tun es, indem sie die Erfol­ge in der Koali­ti­on (Bund, Län­der) sich selbst zuord­nen und die Miß­er­fol­ge der Oppo­si­ti­on (vor­zugs­wei­se!) oder ihren Koali­ti­ons­part­nern zuschrei­ben. Beson­ders gut kann das mein Erz­feind Trit­tin. Was mich noch mehr wun­dert ist die Tat­sa­che, daß sich das die ande­ren ein­fach so gefal­len lassen.



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....hier steht, was sonst noch so auffiel:

Archiv

Eine The­se zur Nach­hal­tig­keit des Ler­nens lautet:

"Ler­nen ist Verhaltensänderung".

Nun habe ich eine Vari­an­te gehört:

"Kri­tik ist die Vor­aus­set­zung für Verhaltensänderung",

dar­aus wird dann:

"Kri­tik ist die Vor­aus­set­zung für Gehaltsände­rung".

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immer noch Archiv

Ich habe eben mal einen Blick auf die ande­ren blogs gewor­fen, die unter myblog.de zu fin­den sind: wow, da ist man­ches inter­es­san­te The­ma ver­tre­ten, ich bin ganz hin und weg, aber auch platt über vie­les "Plat­te".

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Son­der­bar, wie mut­los und schlaff und ver­zagt man­che von jenen sind, die doch "die Zukunft" sein sollen ....

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Gera­de habe ich eini­ge Sei­ten & Kom­men­ta­re gele­sen, bei denen es um Geo­gra­phie-Kennt­nis­se in ver­schie­de­nen Län­dern der Welt ging. Dazu eine - nicht reprä­sen­ta­ti­ve - Anmerkung:

Als ich in USA unter­rich­te­te, habe ich mei­ne Stu­den­ten die Namen euro­päi­scher Staa­ten in Land­kar­ten ein­tra­gen las­sen; etwa 40% konn­ten mehr als die Hälf­te rich­tig benennen.

Wegen des Pro­te­stes, man sei ja nicht aus Euro­pa, des­we­gen dort schlech­ter bewan­dert, habe ich zur näch­sten Vor­le­sung eine "lee­re" US-Kar­te mit­ge­bracht und aus­fül­len las­sen [Name des Staa­tes und Hauptstadt].

Ergeb­nis: Kein Teil­neh­mer erreich­te mehr als 70%, die Hälf­te weni­ger als 30%! Bil­den Sie sich selbst Ihr Urteil.

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Haben Sie am Don­ners­tag, 12.02.2004, die Nach­rich­ten zu Herrn Bush, USA, gehört oder gese­hen? Jetzt ist es vor­bei mit "Kriegs­held", hof­fent­lich mer­ken sich das die US-Wähler!

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GOOGLE fällt ja immer etwas ein, wenn es dar­um geht, einen beson­de­ren Tag, ein Kalen­der­er­eig­nis zu bege­hen. Manch­mal ist es aller­dings "platt" und wenig anspre­chend, sie­he fol­gen­des Beispiel:


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Wie viel schö­ner war da


oder

oder


bookmark_borderBemerkungen zum Wandel der Trinkgewohnheiten

Was­ser, Was­ser, Was­ser - das ist das neue In-Getränk! Natür­lich ist es begrü­ßens­wert, wenn der Kon­sum von Alko­hol zurück­geht, denn das kann nur posi­tiv für die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung sein.

Die Tat­sa­che, daß

  • immer mehr Jugendliche 
  • immer frü­her
  • immer mehr Alko­hol verzehren

muß aller­dings sehr nach­denk­lich machen!

Erschrocken bin ich auch 2002, kurz vor mei­ner Abrei­se aus USA. Da war näm­lich in der Zei­tung zu lesen, Milch sei gesund­heits­schäd­lich, man möge vom Ver­zehr abse­hen, und nun lese ich den glei­chen Unfug in der Wochen­end­aus­ga­be einer über­re­gio­na­len Zei­tung. Es gibt auch eine Inter­net­adres­se, www.milch-den-kuehen.de , die so ziem­lich alle Übel der Welt auf den Milch­ge­nuss zurück­führt. Bedau­er­lich, wenn aus­ge­rech­net der größ­te Unsinn über den Atlan­tik schwappt.

Aber gibt es denn in unse­rem Staat immer nur Schwarz-Weiß? Alles-oder-Nichts? Offensichtlich!

Was - in drei Teu­fels Namen - ver­an­laßt sol­che Reak­ti­on? Es gibt kei­ne "Bewei­se", ledig­lich Ver­mu­tun­gen. Dage­gen hält die DGE [Deut­sche Gesell­schaft für Ernäh­rung] nach wie vor an ihrer Emp­feh­lung fest, täg­lich Milch und/oder Milch­pro­duk­te, 250 ml plus 60 g Käse. Bra­vo, wei­ter so!

Jahr­zehn­te lang wur­de gegen Kaf­fee gehetzt. kei­ne der vie­len Stu­di­en konn­te jemals nach­wei­sen, daß Kaf­fee schlecht für die Gesund­heit ist, und den­noch wie­der­ho­len bestimm­te Medi­en - gebets­müh­len­ar­tig - ihre Bot­schaft vom "Kil­ler Kaffee".

Das Mot­to:

Ste­ti­ge Wie­der­ho­lung prägt auch dann das Vorurteil,
wenn die Aus­sa­ge nicht wahr ist. Sie ken­nen das.
"Etwas bleibt immer kle­ben" hat schon man­chen Unschuldigen
den guten Ruf gekostet.


Ich "oute" mich gern als pas­sio­nier­ten Kaf­fe­t­rin­ker - täg­lich zwei Kan­nen zu acht Tas­sen - min­de­stens - abends viel­leicht mit Milch, halb-und-halb. Mein Magen ist in Ord­nung, bes­ser könn­te es nicht sein, mein Blut­druck ist pri­ma, ich schla­fe sofort ein, wenn ich spät abends noch Kaf­fee getrun­ken habe - wahr­schein­lich bin ich für die Kaf­fee­geg­ner nur "die Aus­nah­me von der Regel".

Ich glau­be, die Genuß­feind­lich­keit - bezo­gen auf alles, was Spaß macht (!) - die sich zusam­men mit einer "Keim­frei­heit" von Haus­hal­ten aus­brei­tet, hat fata­le Fol­gen in der Zukunft: Anfäl­li­ge Kin­der, die bei der gering­sten Expo­si­ti­on gegen­über Kei­men "umkip­pen"; Bade­zim­mer und Küchen so ste­ril wie frü­her nur Ope­ra­ti­ons­sä­le und jetzt auch noch der "Ent­zug" eines der älte­sten, bewähr­te­sten Nah­rungs­mit­tel - mit H. Hei­ne "Denk´ich an Deutsch­land in der Nacht ... "

Ich ver­mu­te, dahin­ter stecken anthro­po­so­phisch erzo­ge­ne Milch­fein­de, die es satt hat­ten ange­säu­er­te Bio-Milch zu trin­ken, die trotz stän­di­ger Auf­for­de­rung im Schlamm zu spie­len es nicht taten und sich nun rächen, indem sie alles ins Gegen­teil ver­keh­ren - oder ist es viel­leicht doch ganz anders?

bookmark_border01-03-04 Bemerkungen zu "Oldies R Goodies"

War­um ist die Grün­der­wel­le der "new eco­no­my" gescheitert?
Sind die 33% der 55 - 65-jäh­ri­gen die noch arbei­ten selbst dar­an schuld?
Geht das denn über­haupt: Arbei­ten bis 67?

Dazu erschien jüngst in der Apo­the­ken Umschau v. 16−02−04 ein Bei­trag. Drei Vor­ur­tei­le, die all­ge­mein ver­tre­ten wer­den, sind dort widerlegt.

1. The­se:
Über 50-jäh­ri­ge sind in der heu­ti­gen Arbeits­welt nur ein­ge­schränkt zu gebrau­chen
FALSCH!
Die Pro­duk­ti­vi­tät ist gleich, aber sie wird anders erreicht. Was ein­ge­bracht wird: Erfah­rung, bes­se­rer Umgang mit Men­schen, bes­se­rer Über­blick. Als Bei­spiel wird ange­führt, daß zwar eine 20-jäh­ri­ge schnel­ler am Com­pu­ter tip­pen kann, wenn es aber um die Füh­rung eines Sekre­ta­ri­ats geht, ist ihr die älte­re Kol­le­gin überlegen.

2. The­se:
Alte Men­schen sind nicht mehr lern­fä­hig
FALSCH!
Es gibt der­zeit in Deutsch­land mehr als 30.000 Stu­die­ren­de im Ren­ten­al­ter, dane­ben hun­dert­tau­sen­de Gast­hö­rer. Neu­es Wis­sen wird - nach Unter­su­chun­gen der Uni Bre­men - zwar lang­sa­mer, dafür aber inten­si­ver aufgenommen.

3. The­se:
Wer alt ist krän­kelt und ist psy­chisch schlecht drauf
FALSCH!
In einer Viel­zahl von Stu­di­en wur­de nach­ge­wie­sen, daß die "Grant­ler" [Bei­spiel Stat­ler und Wal­dorf auf dem Bal­kon bei den Mup­pets] eine klei­ne Min­der­heit bei den Älte­ren sind. Über­wie­gend sind sie zufrie­de­ner, weni­ger von Krank­heit ein­ge­schränkt, weil sie gelernt haben, kör­per­li­che Ein­schrän­kung zu kom­pen­sie­ren. Als Ange­stell­te sind sie aus­glei­chend und weni­ger krank (!) als ihre jün­ge­ren Kol­le­gen. Sie ken­nen die Abläu­fe bes­ser und wenn sie in Teams mit jün­ge­ren zusam­men­ar­bei­ten sor­gen sie für den nöti­gen Anteil "Beson­nen­heit".

Ach ja - zurück zur Ein­gangs­the­se: Hät­ten die dot.coms mehr älte­re Mit­ar­bei­ter gehabt, wären ihre Chan­cen zu "Über­le­ben" bes­ser gewe­sen. In USA gab es dazu eine Unter­su­chung. Sol­che dot.coms, die einen 20%-igen Anteil Mit­ar­bei­ter über 55 hat­ten, haben den Crash der "New Eco­no­my" über­lebt .... erzäh­len sie das 'mal ihrer Personalabteilung!

bookmark_borderBemerkungen zu chronischen Kranheiten

Vie­le chro­ni­sche Krank­hei­ten neh­men seit Jah­ren extrem zu:

  • All­er­gien,
  • Dia­be­tes,
  • Rheu­ma.

Allein 2003 stieg die Zahl der Dia­be­ti­ker um 30.000 Pati­en­ten an, und das nicht etwa, weil man bewuß­ter nach ihnen "gesucht" hät­te, nein, weil man bei Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen mehr davon "aus­ge­fil­tert" hat - die Zahl ist abso­lut gewachsen.

Mit einer chro­ni­schen Krank­heit zu leben heißt sich nach den Bedin­gun­gen der Krank­heit zu rich­ten, sein Leben umzu­stel­len und sich völ­lig neu zu ori­en­tie­ren. Das ist für die Mas­se der Betrof­fe­nen nicht leicht und sie suchen Hilfe.

Son­der­ba­rer­wei­se bie­ten gera­de die Kran­ken­kas­sen wenig Hil­fe, sie stre­ben viel­mehr danach, Model­le zu ent­wickeln, die Kosten spa­ren. Hil­fe kommt von einer Sei­te, die in der Dis­kus­si­on um das Gesund­heits­we­sen oft als Buh­mann dar­ge­stellt wird: Von der Industrie.

Ohne die breit ange­leg­ten Unter­richts- und Pati­en­ten­auf­klä­rungs-Kam­pa­gnen der Indu­strie wären die Chroniker 

  • schlecht bera­ten,
  • schlecht geschult und noch 
  • schlech­ter versorgt.

Vie­le wir­ken am Erfolg mit: Ärz­te, Bera­ter, Apo­the­ker, Inter­es­sen­grup­pen und Selbst­hil­fe­ver­ei­ne. Die Zusam­men­ar­beit ist gut, manch­mal sehr gut - und die betrof­fe­nen Pati­en­ten pro­fi­tie­ren davon.

Ein gutes Bei­spiel, wie durch gemein­sa­mes Han­deln etwas erreicht wer­den kann. Hof­fent­lich wir­ken sich die ein­ge­lei­te­ten Refor­men im Gesund­heits­we­sen nicht so aus, daß die sich gera­de erst ent­wickeln­de Betreu­ungs­kul­tur "aus­ge­trock­net" wird und die wün­schens­wer­ten Ent­wick­lun­gen zum Erlie­gen kom­men, bevor sie ein Maxi­mum an Nut­zen für die Betrof­fe­nen bie­ten konnten.

bookmark_border28-02-04 Bemerkungen über US-Teenager-Sex ....

.... scheint doch immer wie­der als The­ma pro­bat zu sein. Ich ver­wet­te mei­nen alten Hut, daß der bewuß­te Herr S. viel­leicht 'mal kurz in Urlaub in den USA war, anson­sten aber sicher sei­ne Infor­ma­tio­nen daher bekommt, wo die mei­sten Anstö­ße zu sei­nen Ein­las­sun­gen zu fin­den sind: im Internet!

Ich erlau­be mir, da ich drei­ein­halb Jah­re (1999 - 2002) unun­ter­bro­chen in USA gewohnt/gelebt habe und an einer Uni­ver­si­tät die sozia­le Grup­pe unter­rich­tet habe, über die Herr S. schreibt, sei­nen The­sen hef­tig zu wider­spre­chen! Und obwohl ich von Herrn Bush nichts hal­te (sie­he: Bemer­kun­gen über Herrn Bush, USA) bleibt doch fest­zu­stel­len, daß in einem Land wie USA ande­re Moral­vor­stel­lun­gen als bei uns herr­schen und wir nicht groß­kot­zig daher­re­den und die Gege­ben­hei­ten als "ver­ab­scheu­ungs­wür­dig" oder "rea­li­täts­fern" gei­sseln können.

Ich glau­be viel­mehr, Herr S. hat Frust, da - trotz "Sex & Crime" in sei­nen Bei­trä­gen, die sei­ner eige­nen Aus­sa­ge zufol­ge angeb­lich Leser en mas­se brin­gen sol­len - seit Tagen nie­mand es für nötig hält sich mir sei­nen "Aus­füh­run­gen" in Kom­men­tar aus­ein­an­der zu set­zen. Liegt es viel­leicht dar­an, daß sich die Aus­wahl der The­men "immer nur um das "EINE" rankt? Dür­fen wir anneh­men, daß Herr S. schon Golf spielt oder kocht, statt selbst Sex zu haben?

Als ich kürz­lich über "Recht­schreib­re­form" schrieb, fühl­te sich Herr S. betrof­fen und kom­men­tier­te: ".... Ich sage es klar: Solan­ge wir in Deutsch­land noch über „Recht­schrei­bung“ dis­ku­tie­ren wol­len, sit­zen die fal­schen Leu­te an den Schalt­stel­len der Kul­tur. Aber eigent­lich sit­zen die nur noch in der FAZ, in der Zunft der Edel­schrei­ber und in der Leh­rer­schaft, wenn ich es mir recht über­le­ge. Mir, für mei­nen Teil, ist es (Par­don) Sch...egal, ob „Pho­to­gra­phie“ oder „Foto­gra­fie“ geschrie­ben wird, solan­ge jemand weiß, wovon redet. .... (die Recht­schreib­prü­fung weist "Pho­to­gra­phie" selbst­ver­ständ­lich und mit Recht als "falsch" aus)". Bewei­se ent­hält die­ser Absatz nicht. Wie­so wird "Pho­to­gra­phie" ".... selbst­ver­ständ­lich und mit Recht .... " nicht so geschrie­ben? Und war­um schreibt Herr S.: ".... die Recht­schreib­prü­fung weist .... ", etwa weil er ohne Recht­schreib­prü­fung nicht in der Lage wäre "recht zu schrei­ben"? Wün­schen wir uns - vor die­sem Hin­ter­grund, Herr S. wäre bei der FAZ oder Leh­rer, bei­des Jobs um die er die Amts­in­ha­ber offen­sicht­lich benei­det und von denen er glaubt, sie weit­aus bes­ser machen zu kön­nen? Die armen Leser, die armen Kinder!

Wei­ter so! Fort­set­zung des Kom­men­tar-Boy­kotts gegen Herrn S.!

PS:
Hier ist alles ohne Recht­schreib­prü­fung geschrie­ben, sol­che "Krücken" brau­che ich nicht.

bookmark_border27-02-04 Bemerkungen zu Solidarität ....

Soli­da­ri­tät zu ver­lan­gen fällt jenen leicht, die am System des "Ver­tei­lens" nur als Ver­tei­ler betei­ligt sind.

Bei­spiel Kran­ken­kas­sen / -bei­trä­ge / -leistungen:
Aus den Bei­trä­gen der "ordent­lich" zah­len­den Mit­glie­der wer­den alle mit­ver­sorgt, die der Kran­ken­kas­se ange­hö­ren, ohne selbst Bei­trä­ge zu lei­sten. Sozi­al­hil­fe­emp­fän­ger mit 0% Bei­trags­lei­stung erhal­ten 100% Kas­sen­lei­stung - eine "wun­der­sa­me" Geldvermehrung?

Nein, das wird von denen auf­ge­bracht, die 100% zah­len und sel­ten oder nie Lei­stun­gen in Anspruch neh­men. Ich kann es nicht ver­ste­hen, daß die, die zum Arzt gehen jetzt über €10,oo schimp­fen. Wer - wenn nicht sie, die die Arbeits­kraft der Pra­xen in Anspruch neh­men - soll denn, bit­te­schön, dafür zah­len? Etwa die, die gesund sind und kei­nen Arzt brau­chen, über das hin­aus, was sie sowie­so schon berappen?

Das System, einst gegrün­det um die Ein­zah­ler vor krank­heits­be­ding­ter Not und Zah­lung zu schüt­zen, ist ein Umver­tei­lungs­sy­stem gewor­den, das jene voll ver­sorgt, die es ver­ste­hen das System zu nut­zen. Maß­lo­se Ansprü­che ohne jeden Realitätsbezug!

Ähn­lich sieht es in ande­ren Berei­chen aus: Unab­hän­gig davon, ob ein Bür­ger die Ange­bo­te nutzt wird sie/er erst ein­mal zur Kas­se gebeten.

Bei­spiel städ­ti­sche Schwimmbäder:
Obwohl nur ca. 8% der Ein­woh­ner ein sol­ches Ange­bot nut­zen, zah­len alle für des­sen Unter­halt. 82% der Ein­woh­ner zah­len also für 8% mit - und nicht zu knapp!

Wäre es nicht ange­mes­sen, zu ver­lan­gen, daß jene, die zum Schwim­men gehen auch die tat­säch­li­chen Kosten tra­gen, die sie ver­ur­sa­chen? Wenn ich mir den Luxus eines "pri­va­ten" Schwimm­bads lei­ste, muß ich auch dafür bezah­len. Und die öffent­li­chen Bäder sind doch bei der Nut­zungs­re­la­ti­on sicher als "Pri­vat­bad" für 8% anzusehen.

Auch ande­re "öffent­li­che" Ein­rich­tun­gen könn­ten hier als Bei­spiel die­nen: Fuß­ball­plät­ze / Sta­di­en, Straßenbahn/Busse, etc., immer über­wie­gend bezahlt von denen, die über­haupt kei­nen Gebrauch davon machen.

Dafür fehlt dann das Geld an ande­re Stel­le: Schu­len, Stra­ßen­bau, Poli­zei, Alten­ein­rich­tun­gen .... tut mir leid, aber ich habe die Nase voll von Soli­da­ri­tät, die mich in fünf­zig Jah­ren nur Geld - und nicht zu knapp - geko­stet hat, ohne daß ich in den Berei­chen, die mir nüt­zen, eine ange­mes­se­ne Lei­stung erhal­ten hätte.

Ist es nicht auf­fäl­lig, wer vor allem auf Soli­da­ri­tät pocht? Ein letz­tes Beispiel:
Ich habe nahe­zu 20 Jah­re den Höchst­bei­trag zur Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung gezahlt, dann war ich 12 Jah­re selb­stän­dig tätig. Mein Anspruch beim Arbeits­lo­sen­geld €0,oo! Alle vor­her gezahl­ten Bei­trä­ge per­dü! Momen­tan arbei­te ich wie­der "ange­stellt". Mehr als €150,oo monat­li­cher Bei­trag, Anspruch bis Juli 2005 (!) €0,oo! Das heißt: 24 x €150,oo in das System gezahlt, €3.600,oo, und kei­nen Cent Anspruch. Da wäre es mir lie­ber, ich könn­te die­sen Betrag als "Not­gro­schen" bei­sei­te legen und mich selbst versorgen.

bookmark_border26-02-2004 / Bemerkungen zur Rechtschreibreform

Es war wohl zu erwar­ten: Die Reform der Recht­schreib­re­form steht an. Die geplan­ten Ände­run­gen sind so umfang­reich, daß man wohl von einer völ­lig neu­en Recht­schrei­bung spre­chen darf - mit dem Rat­ten­schwanz an Fol­gen, wie neue Wör­ter­bü­cher, neue Schul­bü­cher, neue Rechtschreib-CDs.

Pho­to­gra­phie - Foto­gra­fie? Schluß­satz - Schluss­satz? Auf­wen­dig - Auf­wän­dig? Wün­schens­wert wäre, wenn - die hier nur in weni­gen Bei­spie­len dar­ge­stell­ten - Ver­stüm­me­lun­gen, Ver­dop­pe­lun­gen und Umlaut­än­de­run­gen zurück­ge­nom­men wür­den. Aber das ist wohl nur ein Wunschtraum.

Darf man den Umfra­gen (Bei­spie­le: Umfra­ge [1]; Umfra­ge [2]) Glau­ben schen­ken, so ist eine Mehr­zahl von Bür­gern in den deutsch­spra­chi­gen Län­dern schon nicht mit der ersten Reform zufrie­den gewe­sen. Nichts­de­sto­we­ni­ger wird in der Pres­se der Ein­druck erweckt, alles sei per­fekt, alle sei­en zufrieden.

Dabei ist nichts in Ord­nung. Die­je­ni­gen, die die Recht­schrei­bung "alter Art" wirk­lich beherrsch­ten wur­den ver­un­si­chert und hat­ten plötz­lich das Gefühl nichts mehr zu wis­sen. Die­je­ni­gen, die schon immer Pro­ble­me mit der Recht­schrei­bung hat­ten wur­den durch die kom­ple­xen Neu­re­ge­lun­gen noch mehr ver­un­si­chert. Alle, die dazwi­schen lie­gen machen sowie­so was sie wol­len - kei­ner macht wirk­lich alles rich­tig, es sei denn sie/er ver­läßt sich auf das Recht­schreib­pro­gramm des Com­pu­ters. Wer hät­te etwas ande­res erwartet?

Ich plä­die­re für eine Rück­kehr zur Recht­schrei­bung vor allen Refor­men. Ich plä­die­re auch für inten­si­ve­re Beschäf­ti­gung mit der Recht­schrei­bung in Schu­len. Ich plä­die­re für eine Recht­schrei­bung, die denen ein Dorn im Auge war, die dar­in Attri­bu­te wie "Bür­ger­lich­keit", "Gemein­sinn" und "Tra­di­ti­on" ver­steckt sahen und sie des­we­gen los­wer­den wollten!

bookmark_border25-02-2004 / Nichts als "heiße Luft"!

Wer es Ende der 60er Jah­re noch nicht glaub­te, fin­det in der heu­ti­gen Tages­po­li­tik den Beweis: Die Ent­schei­der in der Poli­tik sind jene, die antra­ten, "den Marsch durch die Insti­tu­tio­nen" zu vollenden.

Was ist dabei auf der Strecke geblie­ben? Das Niveau der Poli­tik, die tra­dier­ten Wer­te, der aka­de­mi­sche Anspruch und der Zusa­men­halt von Fami­lie und Nachbarschaft.

Das "mehr Arbei­ter­kin­der in aka­de­mi­sche Aus­bil­dung" hat nur statt­ge­fun­den, weil ent­lang des Weges die Ansprü­che immer wei­ter abge­senkt wur­den, sodaß schließ­lich jene nur mit­tel­mä­ßig begab­ten Schwät­ze­rIn­nen mit genü­gend Kame­ra­t­aug­lich­keit, "top foto­gen" und stets einen mun­te­ren Spruch parat, weit nach vorn gespült wur­den und jetzt "die Spit­ze­po­si­tio­nen" einnehmen.

Es scheint, als ob nur die Medi­en­taug­lich­keit noch zählt, Sub­stanz im Sin­ne von Bil­dung, Den­ken, Abwä­gen, Han­deln ist nicht mehr not­wen­dig. Ganz im Gegen­teil: Bezah­lung rich­tet sich nicht mehr danach, was die/der Betrof­fe­ne lei­stet oder gelernt hat, son­dern danach, wie gut man sich dar­stellt. Aus­se­hen statt Köpf­chen - das bringts.

Und wenn das noch nicht reicht: Das Steu­er- und Sozi­al­ab­ga­ben­pa­ket ist so ein­ge­rich­tet, daß Mehr­lei­stung und höhe­rer Bei­trag zum Gesamt­ergeb­nis der Wirt­schaft so nivel­liert wer­den, daß, bei Ein­kom­men zwi­schen 2000 und 5000€ brut­to, der Net­to­be­trag sich nur noch um 200 bis 500€ unterscheidet.

Der seit drei­ssig Jah­ren zuneh­men­de Man­gel in Poli­tik und Ver­wal­tung - ja, auch in Schu­len und Hoch­schu­len - hat zu dem geführt, was wir heu­te wahr­neh­men und bit­ter beklagen:

  • Gleich­schal­tung und Gleichmacherei,
  • Nie­der­gang aller Sozialsysteme,
  • Aus­ga­ben­flut für Berater,
  • schnel­ler wer­den­de Bewe­gung der Steuerschraube .... 

.... und kein Ende abzusehen!

Wenn eine Bevöl­ke­rung der­glei­chen mit­macht - so wie hier bei uns - kann es doch nur bedeu­ten, daß man sich in gan­zer Brei­te auf ein alter­na­ti­ves Lebens­kon­zept ein­ge­stellt hat: "Spaß"!

Inso­fern haben die Acht­und­sech­zi­ger samt Erben erreicht, wozu sie auf­ge­ru­fen und was sie selbst vor­ge­lebt haben. Aber um wel­chen Preis!

bookmark_borderSchau, schau

"In den USA soll es weit über eine Mil­li­on von ihnen geben, hier­zu­lan­de haben die Web­logs Schät­zun­gen zufol­ge noch nicht ein­mal die Zehn­tau­sen­der-Mar­ke geknackt. Doch die "Blogo­sphä­re" brei­tet sich wei­ter aus, die Gemein­de der "Blog­ger" wächst unauf­halt­sam .... " heißt es in einem Arti­kel bei der "Tages­schau".

http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID2801606_REF3_NAVSPM11174,00.html

Ich bezweif­le, ob die geschätz­te Zahl so stimmt. Es mag schon so vie­le Web­logs vom Namen her geben, aber wie ein Blick in eines der Verzeichnisse

http://www.weblogverzeichnis.de

zeigt, sind vie­le nach kur­zer Zeit "tot" - es bleibt bei weni­gen Ein­trä­gen, es fehlt am Durch­hal­te­ver­mö­gen und die Fluk­tua­ti­on ist groß.

Inter­es­sant ist aber eine Ein­schät­zung am Ende des Arti­kels, wonach " .... Ann Moo­re, der Che­fin (des) US-Ver­la­ges "Time" .... die "Ver­brei­tung unkon­trol­lier­ter Medi­en im Web mehr Angst als alles ande­re." ein­jagt. Ja, an Aktua­li­tät und The­men­brei­te sind die Web­logs den eta­blier­ten Maga­zi­nen sicher eini­ges vor­aus - wenn es auch bis­wei­len schwer ist, 'die Spreu vom Wei­zen zu trennen'.

Ich ver­brin­ge jeden­falls in den letz­ten Wochen mehr Zeit beim Lesen und Suchen als beim Recher­chie­ren und Schrei­ben. Und mit Ver­laub: Die "BLOG AWARDS" sind viel­leicht ein Hin­weis, aber kei­ne Gewähr für Qua­li­tät, Ori­gi­na­li­tät, geschwei­ge denn Brauch­bar­keit - eher ein Hin­weis auf mehr oder weni­ger ver­netz­te Gleich­ge­sinn­te, hier wohl eher "mehr". Von Aus­nah­men wie "LAW BLOG" http://udoslive.blogspot.com und "Elfen­gleich" http://www.elfengleich.de/index.php 'mal abgesehen.

bookmark_border"JOKE"

Es ist schon kuri­os, was man­chen Zeit­ge­nos­sen so ein­fällt. Nach­dem kürz­lich ein Gericht ver­bot, einem Kind 12 Vor­na­men - natür­lich alle "aus­ge­fal­len" und "unüb­lich" - zu geben, fand ich die nach­fol­gen­de Geburts­an­zei­ge in mei­ner Lokalzeitung:

Mal abge­se­hen von dem tat­säch­li­chen Namen "Joke" - der wohl ein Witz ist! - erschließt sich mir nicht der Sinn der wei­te­ren Ein­las­sun­gen des Eltern­paa­res: " ....freu­en sich .... über einen wei­te­ren Dosenöffner."

Ich fra­ge mich, wie das Eltern-Kind-Ver­hält­nis wohl in 14 Jah­ren sein wird .... ?