Sortiert nach

×

bookmark_border30.01.2004 / Bemerkungen über Herrn Bush, USA

Ich hat­te mir eigent­lich vor­ge­nom­men, nicht über die "TOP 10" Staa­ten der Welt - und ihre poli­ti­schen Füh­rer - zu schrei­ben. Nach­dem ich aber kürz­lich Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Wehr­dienst des US-Prä­si­den­ten gefun­den habe, konn­te ich es mir nicht ver­knei­fen, dazu etwas zu sagen.

Ein­gangs soll­te ich erwäh­nen, daß ich selbst OTL d. Res. [Oberst­leut­nant, sie­he "Dienst­gra­de der Bun­des­wehr"] wur­de und in vie­len Wehr­übun­gen "dem Deut­schen Vol­ke treu" gedient habe. Mitt­ler­wei­le bin ich aus­ge­mu­stert, aber es inter­es­siert mich natür­lich schon noch, was mit unse­rer Bun­des­wehr und bei Sol­da­ten rund um die Welt passiert.

Was war nun der Anlaß, der mich dazu bringt, von mei­nem Vor­satz abzuweichen?

Eine Notiz bei Micha­el Moo­re über den mili­tä­ri­schen Wer­de­gang des Herrn Bush, der jetzt Tau­sen­de sei­ner Sol­da­ten nach Bag­dad und sonst­wo im Irak geschickt hat, damit sie ihm eine Wie­der­wahl für eine zwei­te Amts­pe­ri­ode sichern und er - zuvor Bank­rot­teur, Club­be­sit­zer und Trun­ken­bold - end­lich Papa bewei­sen kann, daß er auch zu etwas taugt.

Der näm­li­che Prä­si­dent hat selbst nie Feind­be­rüh­rung gehabt, obwohl er zu einer Zeit im Dienst bei der Natio­nal Guard war, als sei­ne Kame­ra­den [ob die das auch so bezeich­nen wür­den?] in Viet­nam rei­hen­wei­se vom Viet­kong umge­legt wurden.

Wie hat er das geschafft? Er ist schlicht und ein­fach abge­hau­en und ward erst wie­der gese­hen, als es nicht mehr "brenz­lig" war. Sein Papa und der Rest des Clans haben dann mit Geld und poli­ti­schem Ein­fluß dafür gesorgt, daß es Bush jun. nicht an den Kra­gen ging!

Zitat:
"Bush was appar­ent­ly absent wit­hout offi­ci­al lea­ve from his assi­gned mili­ta­ry ser­vice for as litt­le as seven months (New York Times) or as much as 17 months (Bos­ton Glo­be) during a time when 500,000 Ame­ri­can tro­ops were fight­ing the Viet­nam War. The Army defi­nes a “deser­ter” - also known as a DFR, for “drop­ped from rolls” - as one who is AWOL 31 days or more."

Und jetzt stellt sich die­ser Deser­teur hin und faselt von "Ehre", "Vater­land" und "Tap­fer­keit" und zeigt sich in Flie­ge­r­out­fit, obwohl ihm vor Jah­ren die "Erlaub­nis zum Füh­ren eines Luft­fahr­zeugs" abge­nom­men wor­den ist. Ein star­kes Stück, nach Belü­gen sei­nes Vol­kes nun auch noch die­ser dicke, schwar­ze Fleck auf sei­ner sowie­so schon schmud­de­li­gen Weste!

Ich wün­sche mir, daß er bei den näch­sten Wah­len die Quit­tung bekommt - alle, die nach­fol­gen kön­nen nur bes­ser sein.

bookmark_border31.01.2004 / Bemerkungen zum Hundekauf

Wenn Sie die "Gen­tech­nik" erwar­tet haben, wer­den Sie sicher ent­täuscht sein - aber nicht lan­ge, das The­ma wird spä­ter im Febru­ar nachgeholt.

Wir haben unse­ren letz­ten Hund, Mot­te, kurz vor Weih­nach­ten 2000 ein­schlä­fern las­sen müs­sen, da sie durch Tumor­me­t­a­sta­sen so litt, kei­ne Luft mehr bekam, daß wir es nicht mehr mit anse­hen konn­ten. Das sitzt tief und es braucht Zeit, bis man wie­der an einen neu­en Haus­ge­nos­sen - nein, bes­ser: ein neu­es Fami­li­en­mit­glied - denkt.

Jetzt sind wir so weit. Nach lan­ger, reif­li­cher Über­le­gung, zuletzt war die Aus­wahl auf die Ras­sen Bas­sett und Wei­ma­ra­ner geschrumpft, haben wir uns für eine Wei­ma­ra­ner Hün­din entschieden.

Die gan­ze Fami­lie ist ent­schlos­sen, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit aus­zu­mer­zen. Mitt­ler­wei­le haben wir alle eine beträcht­li­che Anzahl Bücher gele­sen und sind - zumin­dest theo­re­tisch - auf dem neue­sten Stand des Wis­sens über die Ein­glie­de­rung eines Hun­des in die Fami­lie angelangt.

Seit Wochen beschäf­ti­gen wir uns mit die­sem The­ma, da wir aus den Büchern gelernt haben, wie wich­tig es ist, mit "einer Stim­me" zu spre­chen, um den Wel­pen nicht zu ver­un­si­chern. Hun­de­er­zie­hung gleicht inso­weit der "Men­schen­er­zie­hung", Kon­se­quenz und Bere­chen­bar­keit sind zwei wich­ti­ge Grundpfeiler.

Die Aus­wahl von Züch­tern ist beschränkt, da die­se Ras­se bis­her haupt­säch­lich jagd­lich genutzt wird und "Pri­vat­leu­te" ohne Jagd-Inter­es­se nur ver­ein­zelt in den Besitz eines sol­chen Hun­des gelan­gen. Zwei Wür­fe, mit weni­gen Tagen Abstand im Janu­ar gebo­ren, ste­hen zur Wahl. Heu­te haben wir den ersten Wurf ange­se­hen. Die Züch­ter woh­nen nur 40 km ent­fernt, das war ein­fach zu erledigen.

Die Klei­nen sind erst zwei Wochen alt, noch mit geschlos­se­nen Augen, aber doch schon mobil, wenn es dar­um geht sich Nah­rung bei ihrer Mut­ter zu beschaf­fen. Sie fie­pen in hohen Tönen, um Auf­merk­sam­keit zu bekom­men. Eine fröh­li­che Kin­der­stu­be und net­te Leu­te, die sich sehr bemüht um das Wohl­erge­hen zeigen.

Zum näch­sten Züch­ter ist es weit, fast 500 km, das wol­len wir Mit­te Febru­ar erledigen.

Wenn Sie sich jemals ent­schlie­ßen, sich einen Hund zu kau­fen, emp­feh­le ich Ihnen die Lek­tü­re von "Trum­lers Rat­ge­ber für den Hun­de­freund", Pie­per, Mün­chen [1989], jetzt schon in der 6. Auf­la­ge, ISBN 3−492−20940−8. Eber­hard Trum­ler, Hun­de­ken­ner und Mensch mit Gemüt, ist lei­der schon ver­stor­ben, aber sicher füh­rend, was den wis­sen­schaft­li­chen Anspruch angeht. Mit einem Augen­zwin­kern - zwi­schen den Zei­len wahr­zu­neh­men - wird man in die Bedürf­nis­se und Ver­hal­tens­wei­se die­ser älte­sten Beglei­ter des Men­schen ein­ge­führt. Lesenswert!

bookmark_borderBemerkungen zu den heller werdenden Tagen: "LICHTMESS"

Vor vie­len Jah­ren war es mir auf­ge­fal­len, daß plötz­lich eine Art "Licht­sprung" Anfang Febru­ar fest­zu­stel­len war. Die­ses Phä­no­men - so stell­te sich her­aus - tritt immer 40 Tage nach Weih­nach­ten auf.

Obwohl mitt­ler­wei­le auch pseu­do-reli­giö­se Bewe­gun­gen das Ereig­nis ver­ein­nahmt haben, ist der Ursprung wohl in Rei­ni­gungs­vor­schrif­ten des jüdi­schen Glau­bens zu sehen, das zu Zei­ten der Geburt Jesu auf sei­ne Mut­ter, Maria, ange­wen­det die­se zur "Rei­ni­gung" in den Tem­pel führ­te. In der christ­li­chen Leh­re wur­de dar­aus ein Fest der Kerzenweihe:

"In der Ost­kir­che ver­stand man den Fest­an­lass als „Fest der Begeg­nung des Herrn": Der Mes­si­as kommt in sei­nen Tem­pel und begeg­net sym­bo­lisch dem Got­tes­volk des Alten Bun­des. Im Westen wur­de es mehr ein Fest Mari­ens: „Rei­ni­gung Mari­as ” nach den mosai­schen Vorschriften .... "

Nach den Regeln des Juden­tums muß­te sich eine Frau, die gebo­ren hat­te, zunächst zu Hau­se auf­hal­ten und durf­te erst nach einer War­te­zeit - unter­schied­lich lang, je nach­dem ob sie ein Mäd­chen oder einen Kna­ben gebo­ren hat­te - eine Rei­ni­gungs­ze­re­mo­nie durch­füh­ren, die sie wie­der in den All­tag integrierte.

War­um spre­che ich aber auch von der Ver­ein­nah­mung durch "pseu­do-reli­giö­se" Bewe­gun­gen? Lesen Sie selbst: "Bri­gid - Licht­mess, 7.2.2004, Das Früh­lings­er­wa­chen im Alpen­vor­land. Licht­mess ist ein Mond­fest. Kaum ein Mond strahlt hel­ler, als der Febru­ar­voll­mond. Sei­ne Kraft weckt die Pflan­zen, die Bäu­me, berührt Wur­zel und Trie­be, und for­dert das Ver­bor­ge­ne, das, was sich ent­wickeln möch­te. Auch auf uns Men­schen wirkt die­se Ener­gie. Leich­te Wan­de­run­gen und Ritua­le beglei­ten uns beim Mond­fest Bri­gid, und hel­fen uns, uns unse­rer eige­nen Wachs­tums­po­ten­tia­le und Wün­sche bewuß­ter zu werden."

Hier wird - ohne Bezug zum wirk­li­chen Ursprung des Festes, es wird will­kür­lich und ohne Begrün­dung ein paar Tage ver­scho­ben - dem zugrun­de lie­gen­den Ereig­nis der Mond­pha­se "über­sinn­li­che", ja "kul­ti­sche" Bedeu­tung gege­ben. Es wird zum rei­nen "Natur­er­eig­nis", ver­bor­ge­ne Kräf­te [Wo ist der Beweis?] wir­ken angeb­lich in Natur und Mensch. Die­se Art der Schwär­me­rei erin­nert fatal an die Denk­an­sät­ze des Natio­nal­so­zia­lis­mus, weil "Natur­kräf­te" und "Ritua­le" dort eben­so beschwo­ren wurden.

Da hal­te ich es doch mehr mit der "Bau­ern­weis­heit", die aus lang­jäh­ri­ger Beob­ach­tung for­mu­liert: " .... Am 2. Febru­ar macht die Son­ne einen „Sprung” und die Tage wer­den von nun an deut­lich län­ger - so die volks­tüm­li­che Weis­heit: „Bei Neu­jahr wächst der Tag einen Hah­nen­schritt, bis Drei­kö­nig einen Hir­schen­sprung, und bis Licht­meß eine gan­ze Stund’.” .... "

Prak­tisch war für unse­re Alt­vor­de­ren, zu einer Zeit in der sich der Lebens­rhyt­mus durch die kirch­li­chen Feste defi­nier­te, an die­sem Datum bestimm­te, wie­der­keh­ren­de Rou­ti­ne­hand­lun­gen ein­zu­pla­nen: " .... Licht­mess war frü­her Ter­min für den Dienst­bo­ten­wech­sel ("Schlen­kel­tag") sowie für fäl­li­ge Zahlungen, .... "

Zwei zwar unter­schied­li­che, aber doch ähn­li­che, anspre­chen­de Bil­der [Bild 1; Bild 2.] zum Ereig­nis möch­te ich noch anfü­gen, sie zei­gen die Vor­stel­lung Jesu im Tem­pel - ach­ten Sie ´mal dar­auf, wie man damals die Babies wickelte!

Lesen Sie Bemer­kun­gen zum Wan­del der Trink­ge­wohn­hei­ten am 03.02.2004 - HIER!

bookmark_borderBemerkungen zum "starken" Geschlecht

Män­ner, wir müs­sen es ein­se­hen: Frau­en sind - gene­tisch gese­hen - das stär­ke­re Geschlecht. Wäh­rend wir Män­ner mit einem star­ken X-Chro­mo­som und einem schwa­chen Y-Chro­mo­som vor­lieb neh­men müs­sen, haben Frau­en zwei X-Chro­mo­so­men. Der Vor­teil liegt dar­in, daß bei Defek­ten auf einem Chro­mo­som durch das zwei­te kom­pen­siert wer­den kann. Man den­ke nur an die ver­län­ger­te Lebens­er­war­tung der Frau (sie­he Bei­trag vom 22.04.2004: Bemer­kun­gen zum Gesund­heits­we­sen), die doch wohl nicht aus einer unter­schied­li­chen Lebens­wei­se herrührt.

Nur - lei­der - spricht die beob­ach­te­te Wirk­lich­keit vie­ler­orts auf der Welt noch eine ande­re Sprache!

Wie so oft, ist nicht die bio­lo­gi­sche Wahr­heit gefragt, man ver­läßt sich auf tra­dier­te Vor­ur­tei­le und unter­drückt jene, die eigent­lich die bes­se­ren Vor­aus­set­zun­gen haben. Die Eman­zi­pa­ti­on (der Frau) hat in der soge­nann­ten "west­li­chen Welt" wesent­li­che Fort­schrit­te gemacht, ja, ist zuwei­len in´s Gegen­teil ver­kehrt worden.

Gemach! Das Pen­del schwingt hin und her, mal sind die einen, mal die ande­ren mit mehr Bedeu­tung aus­ge­stat­tet. Und eini­gen männ­li­chen Wesen ist es ganz recht, sich bemut­tern zu las­sen- und wenn es sie ihre "Rudel­füh­rer­po­si­ti­on" kostet. Es hat eben nicht jeder den Drang, Alpha-Wolf zu sein, aber bit­te: nicht spä­ter dar­über meckern.

Nun gibt es schon wie­der ängst­li­che See­len, die befürch­ten, die Män­ner wür­den "unter­ge­but­tert". Aber was ist los in Län­dern, die von fun­da­men­ta­li­sti­schen, isla­mi­schen Füh­rern beherrscht wer­den? Wir soll­ten uns nicht nur dar­über "das Maul zer­rei­ßen", son­dern über­le­gen, wie aktiv gehol­fen wer­den kann.

Begrü­ßens­wert ist der Bei­trag, den bei uns bei­de Geschlech­ter in Arbeits-, Fami­li­en- und gesell­schaft­li­chem Leben lei­sten. Die geschlechts-spe­zi­fi­schen Eigen­hei­ten ergän­zen sich ide­al, Puz­zle­teil fügt sich har­mo­nisch zu Puz­zle­teil - wenn man sie nur läßt. Es freut mich zum Bei­spiel, wie mei­ne Toch­ter mit Selbst­ver­ständ­lich­keit "glei­che Rech­te" genießt und offen­sicht­lich ohne Schwie­rig­kei­ten von der "männ­li­chen" Sei­te. Es freut mich auch, zu sehen, wie jün­ge­re Paa­re sich gemein­sam um ihre Kin­der küm­mern und Ent­schei­dun­gen gemein­sam treffen.

Es kehrt "Nor­ma­li­tät" ein und ich hof­fe, das wird sich auch sta­bi­li­sie­ren: Weni­ger Dog­ma­tik - mehr Fle­xi­bi­li­tät und Intui­ti­on. Und dann pro­pa­gie­ren, wei­ter­ge­ben in Län­dern der Erde, wo es nötig ist.

Mor­gen: "Bemer­kun­gen zum Mode­wort "Eva­lua­ti­on". Bis dann.

bookmark_borderBemerkungen zum Modewort "Evaluation"

Zutref­fen­de Benen­nun­gen sind mit unse­rer Spra­che schwer. Was im Eng­li­schen nur ein Wort braucht, for­dert in Deutsch manch­mal gan­ze Sät­ze. Ein sol­ches Bei­spiel ist das Wort "Eva­lua­ti­on". Es wird bei uns nicht mehr so betont, daß man an Eng­lisch denkt. Eher an Latein - und wahr­schein­lich hat es da auch sei­nen Ursprung. Aber das über­las­se ich lie­ber denen, die mehr davon verstehen ....

Mir ist auf­ge­fal­len, wie häu­fig "Eva­lua­ti­on" letzt­hin Ein­gang in die Kon­ver­sa­ti­on gefun­den hat. Beson­ders häu­fig wird es benutzt, wenn eine "rück­wärts­ge­rich­te­te Bewer­tung von Metho­den zur Ergeb­nis­er­rei­chung" beschrie­ben wer­den soll. Der Blick geht also zurück, auf etwas, das bereits abge­lau­fen ist. Wozu? Na, um für die Zukunft Din­ge bes­ser zu machen!

Zwei­fel­haft ist, ob das gelingt. So wie wir nichts aus Geschich­te ler­nen, da sich Kon­stel­la­tio­nen nie exakt gleichen.

Die mit "Eva­lua­ti­on" aus­ge­drück­te Betrach­tungs­wei­se ist jedoch sym­pto­ma­tisch: Statt nach vorn zu schau­en und Lösun­gen zu erdenken ver­sucht man aus ver­gan­ge­nen Ereig­nis­sen Richt­li­ni­en für zukünf­ti­ges Han­deln her­aus­zu­le­sen. So wer­den Res­sour­cen blockiert, die bit­ter nötig wären für zukunfts­ge­rich­te­te Arbeit.

"Eva­lua­ti­on" wird auch im päd­ago­gi­schen Feld gern benutzt. Man gibt sich damit einen "gelehr­ten" Anstrich, man ist in der Lage, sich gewählt aus­zu­drücken. Schü­ler­lei­stung wird "eva­lu­iert". "Wer ist Schuld?" wäre die bes­se­re Fra­ge! Sie ken­nen die Ant­wort, es sind immer die Leh­rer, die etwas falsch gemacht haben [Nein! Ich bin kein Lehrer!].

Nie­mand scheint wahr haben zu wol­len, daß es Lei­stungs­un­ter­schie­de bei den Schü­lern gibt, daß man nicht erwar­ten kann, aus einem Dumm­kopf mit noch so ele­gan­ten Lehr­me­tho­den, noch mehr metho­disch-didak­ti­schen Tricks, noch mehr Stun­den Unter­richt am Tag - mit zusätz­li­chen "Hil­fen" am Nach­mit­tag in der Ganz­tags­be­treu­ung - ein Genie zu zau­bern. Wir haben frü­her als Kin­der gereimt: "Dbd­dhkP-sAv![Doof bleibt doof, da hel­fen kei­ne Pil­len - selbst Aspi­rin versagt!]"

Bleibt noch die Fra­ge nach den Kri­te­ri­en der "Eva­lua­ti­on". Prak­ti­scher­wei­se bestim­men die, die sie durch­füh­ren, auch die Para­me­ter, die unter­sucht wer­den! Hopp­la! Da gibt es doch ein Sprich­wort: "Den Bock zum Gärt­ner machen".

Mei­ne Fra­ge ist also: Wer eva­lu­iert die Eva­lu­ie­ren­den? Und: Muß es Eva­lua­ti­on geben? Was war, bevor es Eva­lua­ti­on gab? Was kostet Eva­lua­ti­on? Wer bestimmt, wann Eva­lua­ti­on ange­bracht ist, wann nicht?

Ich hät­te noch eini­ge Fra­gen, aber das wäre lang­wei­lig .... mor­gen wer­de ich "Bemer­kun­gen über Freund­schaft / Remarks on Fri­end­ship" machen. Zur Abwechs­lung ´mal in Eng­lisch, damit mein "alter" Freund Jim den Text lesen kann .... take care!

bookmark_borderRemarks on "Friendship"

How does one defi­ne "fri­end­ship"? Is it like: "Two birds of a fea­ther stick togeh­ter"? I guess so. We choo­se fri­ends to be simi­lar to what we are, not ali­ke, just similar.

How do we know, someone is a true fri­end? We don´t - ever! What we see is how a per­son acts, and we might be con­vin­ced that this guy or gal is our fri­end - but we can never be sure .... unless fri­end­ship is pro­ven, unless we have gone through hard times and did pre­vail becau­se a fri­end jum­ped in to sup­port us.

Let me tell you a true sto­ry - about a true friend:
When I went to the United Sta­tes in 1963 I was all by mys­elf, no fami­ly, no fri­ends. When I left the USA after my exch­an­ge year I had won one true fri­end - for life!

One day, when I wal­ked to school, a guy stop­ped at the curb and asked me if I nee­ded a ride home. I accept­ed and jum­ped in. Wow, a 63´ con­ver­ti­ble, one of tho­se you see in James-Dean-movies (which is gre­at now, but at that time it was just what the cars were like, no big deal). I got my ride home, and next mor­ning the car pul­led up into my foster parent´s dri­ve­way, Jim - which was his name - picked me up for school. To make the long sto­ry short: This went on every day, until my last day in High-School, i.e. Gou­ver­neur Seni­or High, GHS.

From late August 1963 to June 1964 we got to be the best bud­dies in the world, went through a lot of good and bad times, got into trou­ble here and the­re, but our fri­end­ship grew from day to day. We both had a few "affairs", not­hing real­ly serious, not­hing that kept us from fishing, movies and par­ties. We even play­ed in the Seni­or "Dra­ma" tog­e­ther. Jim won the "Dea­no­ni­an", a speech con­test, I had to do a lot of spee­ches for clubs like the LIONS, ROTARY, 4H, "Future Home­ma­kers of Ame­ri­ca" etc., we sat in front of the TV tog­e­ther in late ´63, when Pre­si­dent Kenn­dy was asas­si­na­ted, when the news about Ame­ri­can sol­diers get­ting kil­led in Viet­nam star­ted to appear on TV.

We knew, it would be hard to part, to let go and both live on dif­fe­rent con­ti­nents after June ´64! We made plans how to keep cont­act, who was going to visit whom at which time - but fate would have it - it was all futile!

I had two more years to go to School in Ger­ma­ny, Jim joi­n­ed the Navy, we had lots of chan­ges of address - and final­ly my mail kept coming back "return to sen­der, reci­pi­ent unknown"! We had lost touch, ouch!

OK, let me tell you, how we got in touch again: It was due to the INTERNET! I lear­ned that one was able to search for peo­p­le at US-tele­pho­ne sites. I did. I found my good old bud­dy, who was - again - living in the Sta­te of New York, after he had been in West Vir­gi­nia and Washing­ton (Sta­te!). So much luck. We made plans to see each other, tal­ked on the pho­ne for hours, on the inter­net, too.

How do I know he is still my best fri­end? He would go out of his way to sup­port me, just like he did the first few months when I deci­ded to live in the USA for some time - may­be forever.

After we had not seen each other for more than 30 years, I was living in his hou­se, dro­ve one of his cars, got help in wha­te­ver situa­ti­on I nee­ded it, got advice how to do things and acti­ve help to set up an account at a local bank, to get a place to live in, to get a pho­ne, to get a driver´s licen­se - I could go on like this, it would be the lon­gest list ever.

How many of you would do a thing like this? How many of you would open your hou­se to a fri­end after 30 years "no see"? Think about it, and you will under­stand what "true" fri­end­ship is. Thanks again, Jim, God bless you!

That´s it for today, sor­ry, no "remarks" tomor­row .... see you!

bookmark_border"Bemerkungen zu Hindernissen / Remarks on Obstacles."

"We shall over­co­me .... some day", that´s what made peo­p­le tick in the six­ties - but did it real­ly hap­pen, did they reach the goals they had, did they suc­ce­ed in over­co­ming the obs­ta­cles socie­ty, the gou­vern­ment, the estab­lish­ment had in store for them?

The flower-power-days are over, histo­ry. Not­hing achie­ved, war whe­re­ver you look, the world is a mess, impe­ria­lism stron­ger than ever: "The Pre­ven­ti­ve Strike" sub­sti­tu­tes decent poli­tics and reason.

Do we have an obli­ga­ti­on to try and chan­ge things, to push har­der to get the obs­ta­cles out of our way?

Let me compa­re the ener­gy we have in ear­ly stages of our lives to a bat­tery - no, not the rech­ar­geable type, one of tho­se old-fashio­ned ones you buy, use and then throw away. When­ever we enga­ge in brin­ging about chan­ges we use up some of our ener­gy. This drains our bat­tery, we have a litt­le less left to use. Now this goes on for years, and, depen­ding on how much and how often we try to do things, the bat­tery loo­ses power. Soo­ner or later we rea­li­ze how much has gone alre­a­dy - and that we need to be careful to keep wha­te­ver is left or at least use it more eco­no­mic­al­ly in the time to come - becau­se we do not want the bat­tery to be total­ly out of power befo­re time.

But what about the obs­ta­cles in this world? Did they get less on the way? May­be to a cer­tain degree, but not much at all. Do I feel bad about not "stop­ping it all"? No, there´s a gene­ra­ti­on after mine, wai­ting to use up their batteries!

Get at it, start doing it, but ask yours­elf - wha­te­ver you want to do - is it worth the energy?

The next topic will be Bemer­kun­gen über Zim­mer­pflan­zen. Sor­ry, tomorrow´s "remarks" in Ger­man only .... bye!

bookmark_border"Bemerkungen über Zimmerpflanzen."

Ich behaup­te, man kann in einem Haus­halt aus dem Pfle­ge­zu­stand der Zim­mer­pflan­zen auf des­sen Gesamt­ver­fas­sung schlie­ßen. Man sieht üppi­ge Blu­men­pracht hier, wel­kes Getrüpp dort - und alle Vari­an­ten dazwischen.

Haus­halt ist über­wie­gend Vor­aus­sicht, Orga­ni­sa­ti­on, ein wenig Impro­vi­sa­ti­on. Gute Pfle­ge von Zim­mer­pflan­zen braucht bei­des, wie ein flo­rie­ren­der Haushalt.

So, wie man Holz ab und an mit einem wachs­hal­ti­gen Pfle­ge­mit­tel poliert, brau­chen Pflan­zen ab und an Dün­ger. Nimmt man zuviel Wachs, z.B. für den Eßtisch, schmie­ren sich die Gäste die Ärmel damit ein, hat man zu wenig benutzt, ist der Tisch stumpf und fleckig, unan­sehn­lich. Zu wenig Dün­ger läßt die Pflan­zen küm­mern, zuviel Dün­ger macht die Blät­ter braun und schrunzlig.

Zu häu­fi­ge Tep­pich­rei­ni­gung läßt den Flor ver­schwin­den, zu wenig Rei­ni­gung sorgt für Staub­wol­ken beim Gehen, es ist eben alles eine Fra­ge der Dosie­rung - so wie die Was­ser­men­ge, die den Zim­mer­pflan­zen das Leben und Über­le­ben ermöglicht.

Nun ist das bei vie­len Pflan­zen unter­schied­lich, Suk­ku­len­ten und Kak­teen brau­chen sel­ten Was­ser und Dün­ger, ledig­lich wenn zum Som­mer hin die Tage beson­ders lang sind. Die mei­sten Zim­mer­pflan­zen kom­men mit ähn­lich wenig Was­ser aus, als Faust­re­gel mag gel­ten: Lie­ber weni­ger als mehr. Vie­le Sumpf­pflan­zen hin­ge­gen lie­ben "nas­se" Füße, gut durch­feuch­te­te Erde. Genaue Anlei­tun­gen zu ein­zel­nen Arten wären hier fehl am Plat­ze, dafür gibt es hin­rei­chend vie­le infor­ma­ti­ve Bücher von sach­kun­di­gen Autoren.

Was aber geht aus den ange­deu­te­ten Bei­spie­len her­vor? Pla­nung, nicht Dilet­tan­tis­mus sorgt für akzep­ta­ble Ergeb­nis­se. Kei­ne noch so gute Pla­nung ersetzt aber das Quent­chen "Impro­vi­sa­ti­on" und "Intui­ti­on", das man auch braucht, um sich bei plötz­li­chen Ver­än­de­run­gen an bestän­dig gedei­hen­den Pflan­zen zu erfreuen.

Zurück zu mei­nem Anfangs­ge­dan­ken: Wenn Pflan­zen zur "Deko­ra­ti­on" die­nen, wird es meist um sie gesche­hen sein. Ver­ständ­nis für die Bedürf­nis­se von Zim­mer­pflan­zen ist Vor­aus­set­zung für ihr Über­le­ben - so, wie Ver­ständ­nis für die Abläu­fe in einem Haus­halt zu des­sen Funk­tio­nie­ren führt. Zwei völ­lig unter­schied­li­che Berei­che - und doch ent­schei­den­de Gemeinsamkeiten.

Mor­gen: Der Kanz­ler geht als Par­tei­vor­sit­zen­der, das ist eine gute Vor­la­ge für Bemer­kun­gen zu Par­tei­en in Deutsch­land. Bis dann.

bookmark_border21 + 29-02-04 Bemerkungen zu Parteien in Deutschland.

Par­tei­en haben einen "Grund­ge­setz­li­chen Auf­trag". Aber irgend­wie ist der seit Grün­dung unse­rer Repu­blik ver­lo­ren gegan­gen. Viel­leicht ist die­se Ent­fer­nung von der Basis der Grund für den Nie­der­gang - alle Par­tei­en haben Mit­glie­der ver­lo­ren. Man­cher Ent­täusch­te ist zu Split­ter­grup­pen über­ge­lau­fen, nur um dann fest­zu­stel­len, wie platt auch deren Stre­ben ist.

In den letz­ten Jah­ren kommt es zu einem nahe­zu expo­nen­ti­el­len Schwund, der sich unter ande­rem auch in den Umfra­gen deut­lich beob­ach­ten läßt. Gleich­zei­tig redu­zie­ren sich Par­tei­en auf weni­ge KÖPFE. Aus­hän­ge­schil­der im wah­ren Sin­ne des Wor­tes, denn auch die Bot­schaf­ten wer­den auf weni­ge Wor­te zusam­men­ge­schmol­zen. Die Pro­gram­me, viel­fach gedruckt und bereit gele­sen zu wer­den, intres­sie­ren schon lan­ge kaum jeman­den. Da nimmt der Büger lie­ber den neu­en Fly­er von Aldi.

Hier könn­te eine der Ursa­chen lie­gen, war­um sich die Men­schen von der Poli­tik und ihren Reprä­sen­tan­ten ent­frem­den: Statt Über­zeu­gung wer­den Schlag­wor­te gebo­ten. Kei­ne Erklä­run­gen für die zuge­ge­be­ner Maßen schwie­ri­gen Pro­ble­me der Zeit, wohl auch, weil man­cher Poli­ti­ker selbst über­for­dert ist. Das geht ein­her mit einer grö­ßer wer­den­den Zahl von exter­nen Bera­tern, die ein­fach nötig sind, um einen Pfad durch das Dickicht der Kom­ple­xi­tät zu schlagen.

Des­we­gen ist das Geschrei um Bera­ter eigent­lich unver­ständ­lich, ´mal abge­se­hen von denen, die ange­tre­ten sind, das Image der BA auf­zu­po­lie­ren. Roland Ber­ger hät­te bes­ser dar­an getan, gera­de die­sen Auf­trag abzu­leh­nen, weil abzu­se­hen war, daß sich an die­sem mise­ra­blen Erschei­nungs­bild auch mit aus­ge­feil­ten Metho­den nichts mehr ver­bes­sern ließ. Ich gehö­re - wie Sie sehen - auch zu denen, die es befür­wor­ten die BA aufzulösen.

Nach­dem unse­re der­zei­ti­ge Füh­rungs­rie­ge sich ent­schlos­sen hat, wie­der ein­mal das Pferd ver­kehrt her­um auf­zu­zäu­men, indem sie die Bür­ger schröpft und inter­na­tio­na­le Unter­neh­men die Gewin­ne ins Aus­land ver­schie­ben läßt fra­ge ich:

Wäre es nicht bes­ser gewe­sen, zunächst eine Steu­er­re­form - nein, bes­ser, eine Steu­er­ver­ein­fa­chung - zu machen und dann erst an die sozia­len Syste­me her­an zu gehen? Das Ver­ständ­nis wäre sicher da gewe­sen, wenn die mei­sten erst ´mal mehr Geld übrig gehabt hät­ten, um dann davon einen Teil wie­der für all­ge­mei­ne, sozia­le Ver­sor­gung her­zu­ge­ben. Lei­der gibt es - soweit mei­ne Recher­che rich­tig ist - zwar genü­gend Sozi­al­ar­bei­ter und Son­der­schul­leh­rer, auch eini­ge Juri­sten, aber kei­ne Psy­cho­lo­gen in Regie­rungs­funk­ti­on. Das ´wär doch ´mal ein Beratungsauftrag!

"Das Image ist alles, der Inhalt kann war­ten", so tex­te­te der Mode­ra­tor in mei­ner Lieb­lings­sen­dung POLYLUX - aber wie lan­ge noch, bevor wir Wahl­quo­ten wie in USA haben [65% der Bevöl­ke­rung in Wahl­li­sten ein­ge­tra­gen, davon wäh­len 50%, tat­säch­lich wäh­len also nur ca. 33% aller Wahl­be­rech­tig­ten! Herr Bush ist dem­nach von ca. 16% der US-Bevöl­ke­rung gewählt worden.].

Ob Herr Mün­te­fe­ring (?) das Ruder her­um­rei­ßen kann? Als "Macher" und "Über­zeu­ger" ist er wohl über­for­dert, da gilt wohl eher "Zucht­mei­ster" oder "Vor­be­ter", denn dazu braucht man nur die ganz nor­ma­len Phra­sen, die selbst der unge­schick­te­ste Poli­ti­ker nach 30 Jah­ren ein­stu­diert haben soll­te. Und der "demon­tier­te" Kanz­ler? Hat jetzt Zeit, braucht nicht mehr mit über­höh­ter Geschwin­dig­keit nach Ber­lin zu düsen - oder düsen zu las­sen. Wird dadurch "die Par­tei" bes­ser? Auch hier wohl bes­ser ein kla­res NEIN!

Sind die ande­ren Par­tei­en bes­ser? JEIN, denn die fähi­gen Leu­te mit guten, zukunfts­wei­sen­den Ideen - wie z. B. Merz - wer­den von der mit­tel­mä­ßi­gen Mit­te und gewählt-wer­den-wol­len­den Spit­ze zurück­ge­pfif­fen oder kalt­ge­stellt, und dafür zah­len wir jeder die­ser Par­tei­en Jahr für Jahr erkleck­li­che Beträ­ge für ihren ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Bei­trag im Staats­we­sen. Eben die­se Par­tei­en haben lan­ge gebraucht, z. B. die Bedeu­tung der Gen­tech­nik für die Wirt­schaft in Deutsch­land zu erken­nen. Bleibt zu hof­fen, daß sich hier ein Wan­del einstellt.

Nach­trag:
Am 29.02.2004 in der Ham­burg-Wahl gewann Ole von Beust (CDU) mit dem höch­sten Stim­men­zu­wachs seit Grün­dung der BRD. An sich ein erfreu­li­ches Ergeb­nis - Nur lei­der wie­der ein Bei­spiel, daß nicht Inhal­te, son­dern Image siegt.

bookmark_borderBemerkungen zur Gentechnik

Kühe mit drei Köp­fen, Men­schen mit sechs Armen, Insek­ten groß wie Tau­ben - das Hor­ror­sze­na­rio lie­ße sich fort­set­zen. Alles ver­meint­li­che Fol­gen der Gen­tech­nik, so kann man lesen. Was ist davon zu halten?

Es ist sicher rich­tig, daß Gefah­ren in jeder Tech­nik lie­gen. Auch in der Gen­tech­nik. Aber Deutsch­land ist das ein­zi­ge Land, in dem Mei­nung vor Infor­ma­ti­on geht. Zu vie­le all­wis­sen­de Fach­leu­te nut­zen die Unwis­sen­heit, die unser Schul­sy­stem hin­ter­läßt, um Stim­mung zu machen - ohne wirk­lich Wis­sen zu ver­brei­ten. Bedau­er­lich ist also nicht, was sie sagen, son­dern daß sie die Schwä­chen ande­rer scham­los ausnutzen.

Unter Gen­tech­nik ver­ber­gen sich meh­re­re Ver­fah­ren, eini­ge völ­lig unge­fähr­lich, ande­re beherrsch­bar gefähr­lich. Es kommt dar­auf an, den Fach­leu­ten die Aus­wahl des Ver­fah­rens zu über­las­sen. War­um? Weil doch wohl nie­mand ernst­haft glau­ben kann, daß die­se Men­schen sich selbst gefährden!

Neh­men wir als erstes das KLONEN. Es ist ein Pro­zeß, bei dem nichts ande­res gemacht wird, als bereits vor­han­de­nes bio­lo­gi­sches Erb­ma­te­ri­al neu zusam­men­zu­stel­len. Ker­ne aus einer Zel­le wer­den in eine ande­re Zel­le über­tra­gen - das war´s. Etwas so, als ob man einen LEGO-Bau­satz für eine Burg dazu benutzt statt­des­sen ein Hoch­haus zu bau­en. Was her­aus­kommt ist natür­lich etwas, das "bio­lo­gisch" nicht ent­stan­den wäre - aber sagen Sie selbst: Kommt Ihnen das beson­ders gefähr­lich vor?

Anders ist es schon bei der NEUKOMBINATION von ein­zel­nen Eigen­schaf­ten von Lebe­we­sen, die von den GENEN bestimmt wer­den. Gene sind Abschnit­te auf der DNS, Des­oxy­ri­bo­nu­clein­säu­re [im eng­li­schen Sprach­raum heißt DNS Des­oxy­ri­bo­Nu­clei­cA­cid], die die­se Eigen­schaf­ten fest­le­gen. Man kann sie "her­aus­schnei­den" und in frem­de Lebe­we­sen ein­set­zen, um die­sen exakt die­se Eigen­schaf­ten zu geben. Das wird z. B. gemacht, um in bestimm­ten Pflan­zen Abwehr­stof­fe zu erzeu­gen, die Insek­ten abweh­ren. Dadurch spart man erstens gif­ti­ge Pflan­zen­schutz­mit­tel, zwei­tens Geld und drit­tens Zeit. Ich kann beim besten Wil­len nicht erken­nen, wie­so das gefährlch sein soll, da die ein­ge­pflanz­ten Gene nicht in das mensch­li­che Erb­gut über­ge­hen kön­nen. Wer etwas ande­res behaup­tet lügt!

Wenn man näm­lich eine sol­che Pflan­ze ißt, wer­den die Zel­len in klein­ste Bau­stei­ne zer­legt - dem mensch­li­chen Ver­dau­ungs­sy­stem ist es egal woher die stam­men - auf­ge­nom­men wer­den sol­che Stof­fe aber nur als eben die­se "klein­sten" Bau­stei­ne, die nicht in der Lage sind irgend­ei­ne Ver­än­de­rung bei uns hervorzurufen.

Wich­ti­ger ist da schon die Sor­ge, die Infor­ma­ti­on könn­te auf ande­re Pflan­zen über­tra­gen wer­den. Das ist sicher mög­lich. Doch sind die Fol­gen gefähr­lich? Für die betrof­fe­nen Fraß­fein­de schon, denn sie wer­den immer weni­ger zu fres­sen fin­den. Es gibt aber nur weni­ge Tie­re, die nur eine ein­zi­ge Nah­rungs­quel­le nut­zen - meist fin­den sie einen Ersatz und kön­nen, viel­leicht in ver­rin­ger­ter Zahl, über­le­ben. Ein paar weni­ger Indi­vi­du­en einer Schäd­lings­art schei­nen mir noch nicht das Geschrei zu recht­fer­ti­gen, das von bestimm­ten Krei­sen hier­zu ange­stimmt wird.

Beson­ders geheim­nis­voll erscheint vie­len Men­schen die drit­te Form, die, zuge­ge­ben, wirk­li­che Gefah­ren in sich trägt: Man pflanzt bestimm­te Eigen­schaf­ten in Viren ein, die ihrer­seits Bak­te­ri­en infi­zie­ren, um sie dann dazu zu bewe­gen, vom Men­schen gewünsch­te Stof­fe zu pro­du­zie­ren. Das nutzt man um z. B. Arz­nei­mit­tel oder ande­re natür­li­che Stof­fe zu erzeu­gen, deren Men­ge in der Natur begrenzt ist und die somit nicht allen Men­schen zur Ver­fü­gung stün­de oder so teu­er wäre, daß sich nur die Wenig­sten eine The­ra­pie lei­sten könn­ten. Hier­un­ter fällt eine "gen­tech­nisch" erzeug­te Sub­stanz aus USA, die in der Lage ist, eine fort­ge­schrit­te­ne Arthro­se so zu ver­än­dern, daß Schmer­zen redu­ziert wer­den und der Ver­lauf ver­lang­samt wird.

Sol­che gen­ver­än­der­ten Bak­te­ri­en sind des­we­gen gefähr­lich, weil es - anders als bei höhe­ren Lebe­we­sen - zu einem "unge­schlecht­li­chen" Aus­tausch von Erb­infor­ma­ti­on zu ande­ren Bak­te­ri­en kom­men kann, dadurch daß die­se sich ein­fach nahe kommen.

Aber:
Sol­che Ver­än­de­run­gen wer­den nur an Bak­te­ri­en vor­ge­nom­men, die dem Men­schen nicht gefähr­lich wer­den kön­nen, da sie von unse­rem System als fremd erkannt und abge­tö­tet wer­den. Zudem sind meh­re­re Sicher­heits­schleu­sen vor­han­den, die ver­hin­dern, daß solch ein Bak­te­ri­um "aus­büchst". Fazit: Auch hier zwar vor­der­grün­dig Gefahr, aber gleich­zei­tig Ent­war­nung, da alle Vor­sor­ge getrof­fen ist, eine Ver­brei­tung zu verhindern.

Und wenn doch ein­mal eins ent­kommt? Die Wahr­schein­lich­keit, daß es sich ein­schlei­chen und ver­meh­ren kann ist 1:1.000.000! Das läßt mich ruhig schlafen.

Anders als der immer häu­fi­ger wer­den­de Gebrauch des Wor­tes "FAKT", über das ich mor­gen in Bemer­kun­gen zum Mode­wort "Fakt" berich­ten wer­de. Ich wün­sche Ihnen eine tol­len Mittwoch.

Nach­trag vom 13. Mai 2004:
Lesen sie HIER kurz und knapp wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Thema.

bookmark_borderBemerkungen zum Modewort "Fakt"

Ist Ihnen auch schon auf­ge­fal­len, daß es immer häu­fi­ger heißt: " Fakt ist ...."? Nun fra­ge ich mich, wo das sei­nen Anfang genom­men hat. Ich erin­ne­re mich, daß es seit kurz nach der Wen­de eine Sen­dung vom dama­li­gen "Ost­deut­schen Rund­funk" gibt, die "Fakt " heißt. Ist das der Ausgangspunkt?

Oder ist es ledig­lich ein Relikt aus der "DDR-Spra­che", die - von Funk­tio­närs­krei­sen initi­iert - sich bemüh­te kurz und knapp zu sein, wenn ihr schon bemer­kens­wer­te Inhal­te fehl­ten? Denk­bar. Aber lei­der nicht zu beweisen.

Den­noch:
Es bleibt ein "Fakt ", daß es aus dem Osten her­über schwapp­te, denn vor 1990 war das Wort nicht im Gebrauch, wenig­stens so wenig, daß es nicht auf­fiel. Jetzt aber schon. Mit der "Ost­al­gie-Wel­le" nimmt der Gebrauch zu.

Ich muß Ihnen eine Anek­do­te zu dem Wort erzählen:
Als wir im Dezem­ber 2002 unse­re dama­li­ge Woh­nung gekün­digt hat­ten, fand - nach Reno­vie­rung - eine förm­li­che Über­ga­be statt.

Halt! Erst muß ich Ihnen noch ver­deut­li­chen, wie die Woh­nung aus­sah, als wir sie über­nom­men haben: Etwa Stil der 50er Jah­re, Küche mit knar­ren­dem Holz­bo­den, Lin­ole­um auf dem Boden zum "Zudecken". Das Bad mit wei­ßem Kachel­ch­ar­me und das Rohr von der Ther­me - die im Flur an der Wand hängt - quer durch´s Bad, über der Wan­ne. Alle Fuß­bö­den sonst bedeckt mit farb­lich unde­fi­nier­ba­rem, ver­dreck­ten Teppichboden.

Der Ver­mie­ter bot an, über­all den Holz­die­len­bo­den frei­le­gen zu las­sen und dann abzu­schlei­fen. Soweit OK. Ich bekam die Erlaub­nis, in der Küche einen Flie­sen­bo­den zu ver­le­gen, die glei­chen Flie­sen als Flie­sen­spie­gel an die Wand [dann habe ich drei Tage lang alte - beige (!) - Flie­sen abge­schla­gen, und weil das Haus schon aus den 50ern ist, kam mir auch der Putz mit ent­ge­gen. Ich habe alles her­ge­rich­tet, Flie­sen fach­ge­recht auf schwim­men­dem Est­rich ver­legt etc., und den Flie­sen­spie­gel nach unse­rem Bedarf ver­legt, Das Ergeb­nis war eine ziem­lich gut moder­ni­sier­te Küche.

Im Bad haben wir eine Rigips­decke ein­ge­zo­gen, einen Lüf­ter ein­ge­baut und so das Hei­zungs­rohr ver­deckt und gleich­zei­tig ver­senk­te Halo­gen­be­leuch­tung ein­ge­baut - man gönnt sich ja sonst nichts. Im Flur haben wir eine Gale­rie ein­ge­baut, mit indi­rek­ter Beleuch­tung und als zusätz­li­chen Stau­raum. Bemer­kung des Ver­mie­ters zu die­ser Zeit: " .... ist ja doch recht ansehn­lich geworden, ... ".

Als wir ein­zie­hen woll­ten, war der Fuß­bo­den mit Lami­nat (!), schep­pernd bei jedem Schritt, belegt. Das haben wir "weg­ge­steckt", man kann ja nicht alles per­fekt haben. Ach so: Die Wän­de färb­ten weiß ab, wenn man sich anlehn­te, das haben wir mit fri­scher Far­be rund­um in Ord­nung gebracht. Die Woh­nung war tat­säch­lich bewohn­bar gewor­den - und eini­ger­ma­ßen "zeit­ge­mäß".

Jetzt, drei Jah­re spä­ter: Der Sohn des Ver­mie­ters (ca. 24) hat "die Ver­miet­ge­schäf­te" über­nom­men, unter­stützt von sei­ner Ver­lob­ten (auch ca. 24, aber neh­men Sie mich bei bei­den nicht beim Wort, sie kön­nen auch älter sein). Der Sohn weiß natür­lich "nichts" von den Abma­chun­gen - wie soll­te er auch, er war ja nicht dabei, und Vatern hat ihm auch nichts gesagt .... da nimmt er an, es hät­ten kei­ne Abspra­chen statt­ge­fun­den. "Sie müs­sen alles abschla­gen, von den Wän­den, und der Putz muß auch erneu­ert wer­den, und neh­men Sie den Flie­sen­bo­den ´raus, das kön­nen wir so nicht übernehmen."

Ich schla­ge die Flie­sen von den Wän­den, alle noch toll in Schuß, weil erst drei Jah­re in Gebrauch, klop­fe alle vom Boden ab, ein Con­tai­ner Schutt - zu unse­ren Lasten, was sonst! Das Bad wird "gnä­dig" so über­nom­men - spart ja auch eine Men­ge Geld.

Und am Abnah­me­tag kommt die Ver­lob­te mit "Schein­wer­fer" und leuch­tet die Wän­de und Decken ab: "Da haben Sie aber nicht gestri­chen!", ertönt es spitz.

Jetzt kommt es: Auf unse­ren Ein­wand, das hät­ten wir in kathastro­pha­lem Zustand über­nom­men zischt sie ein:

"Fakt ist, jetzt ent­spricht das nicht dem, was man Reno­vie­rung nennt!"

Da war es, das Wort "Fakt " - und woher stammt die rotz­na­si­ge Ver­lob­te? Aus Leipzig!

Und ich hat­te mir so sehr vor­ge­nom­men, unse­re Ost­deut­schen Brü­der und Schwe­stern zu lie­ben, als wären es mei­ne eigenen!

Da bie­tet sich an, näch­stens Bemer­kun­gen zu "Stress" zu schrei­ben, denn was folg­te war Stress!

PS
Von unse­rer Kau­ti­on haben wir nur ca. 30% wie­der­ge­se­hen - obwohl wir mit 6 Per­so­nen eine Woche lang reno­viert hatten.

2. PS
Eine Genug­tu­ung bleibt mir noch: Das ver­wöhn­te, fre­che "Fräu­lein Ver­lob­te" hat nicht nur Haa­re auf den Zäh­nen, nein, sie hat dort ein gan­zes Fell! Der "Herr Ver­lob­te" wird - wenn er sie denn tat­säch­lich hei­ra­tet - ein ziem­lich beschwer­li­ches Leben haben, recht so!

bookmark_borderBemerkungen zu "Stress"

"Mach kei­nen Stress!", da hat das Wort eine bestimm­te Bedeu­tung: Ärger, Auf­stand, Auf­he­bens. Dann in ande­rem Sin­ne genutzt: "Puh, das war heu­te wie­der der tota­le Stress!", Anstren­gung, Schwie­rig­keit, Grenz­wer­ti­ges. Zuviel Stress im Büro: Die Arbeit war umfang­reich, kaum zu schaf­fen - oder: Es gab hef­ti­ge Aus­ein­an­der­set­zun­gen, mit Kol­le­gen, dem Chef, Kunden.

Allen gemein­sam:
Ein­wir­kung äuße­rer Umstän­de auf das Indi­vi­du­um - Reak­ti­on des Indi­vi­du­ums auf die­sen Reiz.

Stress ist eine bio­lo­gi­sche Not­wen­dig­keit. Der Adre­na­lin-Aus­stoß ist explo­si­ons­ar­tig, die Wir­kung dau­ert ca. 8 Minu­ten an - und wehe! - wenn in die­sem Zeit­raum etwas pas­siert, das zu neu­em Adre­na­lin ("Streß-Hor­mon", ein Gewebs­hor­mon der Neben­nie­re) führt.

Der Kör­per wird bereit gemacht für "Kampf" oder "Flucht", eine bit­te­re Not­wen­dig­keit für den Urmen­schen - unse­ren Vor­fahr - der blitz­schnell ent­schei­den muß­te, wel­che der bei­den Vari­an­ten er wäh­len wür­de - und für bei­de viel Ener­gie brauchte.

Dau­er­haf­ter Streß ist dage­gen un-bio­lo­gisch, eine Erschei­nung unse­rer Zeit, bei der stän­dig unter­schwel­li­ge Men­gen aus­ge­sto­ßen wer­den, die dann zu Organ­schä­den - Magen, Herz, Gehirn - führen.

Es wird manch­mal zwi­schen Eustress und Dys­tress unter­schie­den. Eustress soll bedeu­ten: Posi­ti­ver, gesun­der - da natür­li­cher - Stress; Dys­tress soll bedeu­ten: Nega­ti­ver, unge­sun­der Stress.

Hüten wir uns vor bei­dem und füh­ren ein aus­ge­gli­che­nes Leben .... anders als jene, die mor­gen in Bemer­kun­gen über Wah­len erwähnt sind, denn Wah­len sind für alle Betei­lig­ten Stress!