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bookmark_border25.01.2004 / Bemerkungen zu Farben

Immer, wenn ich durch ein Kauf­haus gehe, schaue ich mir die Par­fü­me­rie­ab­tei­lung an. Nicht sehr genau, zuge­ge­ben, aber doch von Fer­ne, so beim Durch­schlen­dern. Sie ver­mu­ten jetzt sicher, ich tue das, weil ich mir die Ver­käu­fe­rin­nen anschau­en will - fast rich­tig! Der Grund, den Sie viel­leicht ver­mu­ten ist aller­dings falsch, ich schaue mir mit Fas­zi­na­ti­on an, wie die­se Ver­käu­fe­rin­nen sich bewe­gen, höre zu, wie sie reden und erfreue mich dar­an, wie schön far­big ihre Gesich­ter sind.

Na, end­lich, wer­den sie sagen, jetzt ist er beim The­ma. Jein. Auf die Far­be kom­me ich gleich, zuerst muß ich noch ´was los­wer­den: Ich stau­ne immer wie­der, wie­so die­se vor­neh­men, von aller gemei­nen Welt ent­rück­ten Damen sich her­ab­las­sen, in einem Kauf­haus zu ver­kau­fen. Sie sind doch nach Geha­be und Kun­den­an­spra­che zu Höhe­rem gebo­ren, füh­len sich irgend­wie depla­ziert unter all die­sen igno­ran­ten Käu­fern .... ähn­li­ches fin­det man nur noch in Mode­ge­schäf­ten. Das aller­dings weiß ich nur vom Hören­sa­gen, denn da wo ich kau­fe sind die Ver­käu­fer noch auf dem Weg nach oben und ent­spre­chend beflissen.

Heu­te las ich mit Erstau­nen, daß in einem Münster´schen Kauf­haus ein Mann (!) in der Par­fü­me­rie arbei­tet! Wenn das kei­ne Gleich­be­rech­ti­gung ist. End­lich, nach der männ­li­chen Heb­am­me - per Gerichts­be­schluß zu die­ser Pro­fes­si­on zuge­las­sen - so völ­lig ohne juri­sti­sches Zutun ein Mann als Ver­käu­fer in der Par­fü­me­rie - sie mer­ken, ich bin ganz hin und weg.

Er ist, dem Bild, und beglei­ten­dem Text nach, aller­dings nicht in "Kriegs­be­ma­lung", wie sei­ne weib­li­chen Kol­le­gin­nen, son­dern ganz nor­mal in Anzug und Kra­wat­te, könn­te glatt für einen Bän­ker durchgehen.

Ein­gangs hat­te ich auf mei­ne Gewohn­heit hin­ge­wie­sen, mir die far­bi­gen Gesich­ter der Par­fü­me­rie­ver­käu­fe­rin­nen anzu­se­hen. Ein wah­res Far­ben­spek­trum, neben dem jeder Regen­bo­gen blaß aus­sieht. Ich fra­ge mich, wie wer­den die­se Damen wohl "unge­schminkt" aussehen?

Dazu muß ich berich­ten, daß ich ein­mal vor Jah­ren zu Besuch in Ber­lin war, bei Freun­den. Die Dame des Hau­ses hat­te ich schon gele­gent­lich getrof­fen, immer top zurecht gemacht und natür­lich auch geschminkt.

Zu dem frag­li­chen Zeit­punkt, als ich dort über­nach­te­te, wur­de es ein "lan­ger" Abend, ich erin­ne­re mich schwach, daß wir es schaff­ten, einer Fla­sche Cal­va­dos - mit ein­ge­schlos­se­nem Apfel (grün) - auf den Grund zu schau­en. Ziel war, den Apfel aus der Fla­sche zu holen und zu essen. Wegen der fort­ge­schrit­te­nen Stun­de - nicht etwa weil wir zu Viert die Fla­sche geleert hat­ten - dau­er­te das gerau­me Zeit.

Der Mor­gen war dem­entspre­chend: Grau­sig! Und damit nicht genug, die Haus­her­rin kam, um zu wecken. Zuerst hat­te ich sie nicht erkannt, dach­te mit schwe­rem Kopf es sei viel­leicht noch jemand zum Über­nach­ten mit­ge­kom­men, doch kein Zwei­fel, das fal­ti­ge, ein­ge­fal­le­ne und fah­le Gesicht war .... das "unge­schmink­te" Gesicht unse­rer Gast­ge­be­rin. In die­sem Moment wur­de aus mei­ner eher schwa­chen Ableh­nung von Schmin­ke ein Kreuzzug!

Um ihnen noch einen aktu­el­le­ren Gedan­ken mit­zu­tei­len: In Hol­land gibt es - das ging kürz­lich durch die Pres­se - eine Gale­rie [KUNSTFABRIEK], bei der man Bil­der bestel­len kann, nach Pho­to oder ande­rer Vor­la­ge, in Öl, auch Aus­schnit­te "Alter Mei­ster". Gra­tu­la­ti­on an die bei­den Inha­ber, die es ver­stan­den haben, eine wei­te­re Markt­lücke ideen­reich zu fül­len! Gemalt wird übri­gens in Chi­na, weil, laut Aus­sa­ge des einen Besit­zers, Seri­en von Ver­su­chen in ande­ren Län­dern nichts so Gutes erga­ben, wie die Ver­su­che bei den Chi­ne­sen. Da sieht man es ´mal wie­der: 6000 Jah­re Kunst­ver­stand und Übung sind eben nicht zu toppen.

Nun habe ich doch mit "Far­ben" abge­schlos­sen. Halt, nein, nicht ganz: Das begehr­te­ste Motiv der Kunst­fa­b­riek fehlt noch - Stilleben. So, das war´s.

bookmark_border26-01-2004 / Bemerkungen über ebay

Die "Non-Sen­se-Wer­bung" oder das "Mar­ke­ting-Over­kill"

Haben Sie das auch schon gehabt? Sie suchen z.B. in GOOGLE nach einer bestimm­ten Sache und wel­che Links Sie auch immer öff­nen: Hin­wei­se auf Ange­bo­te von "ebay", mit gerin­ge­rer Häu­fig­keit auch von AMAZON. Im ersten Fall wer­den dem Sur­fer, der nach etwas ganz ande­rem sucht "gebrauch­te *was-auch-immer*" ange­bo­ten, im zwei­ten Fall Bücher zum The­ma *was-auch-immer*. Schlicht aus­ge­drückt: Das nervt!

Wenn ich z.B. nach "Ear­th­qua­ke" [Erd­be­ben] suche, wird mir angeboten:

Nun fra­ge ich mich, wer mir wohl die­ses Objekt ver­kau­fen könn­te. Hat "ebay" eine gehei­me Sta­ti­on als Kun­den, die in der Lage ist mich mit einem Erd­be­ben aus­zu­stat­ten, kann ich Wün­sche äußern, wo die­ses Erd­be­ben statt­fin­den soll und reicht es, wenn ich für´s Erste einen Ein­satz von €1,oo wage? Wie wird sicher­ge­stellt, daß ich mein "Erd­be­ben" auch bekom­me, wenn ich den Zuschlag habe? Wird mir ein­ge­räumt, vom Kauf zurück­zu­tre­ten, wenn ich mit der Stär­ke des Erd­be­bens [auf der Rich­ter-Ska­la] nicht zufrie­den bin?

Wenn ich die Anzei­ge genau lese, könn­te ich mir auch ein "second-hand-Erd­be­ben" kau­fen. Wel­cher Erd­be­ben­fan macht das? So rich­tig kra­chen kann es doch nur beim ersten Mal - sie­he "Nach­be­ben", die geben doch kaum noch etwas her!

Auch die Suche nach "Ther­mo­dy­na­mik" brach­te ein uner­war­te­tes Ergebnis:

Ther­mo­dy­na­mik

Da bin ich doch platt! Ther­mo­dy­na­mik bei "ebay" im Ange­bot. Und sooo ein lan­ger grü­ner Bal­ken - hoch­in­ter­es­sant. Viel­leicht gibt es einen "Vier­ten Satz der Ther­mo­dy­na­mik" von dem die Phy­si­ker noch nichts wis­sen, der bei "ebay" aber schon zu Bie­ter­an­sturm führt - und bei­na­he hät­te ich nichts davon gewußt, wäre ich bei mei­ner Suche nicht auf das Schnäpp­chen hin­ge­wie­sen worden.

Sie wer­den den­ken: "Das ist nicht zu über­tref­fen!" Doch! Lesen Sie bit­te fol­gen­des Angebot:

Offen­sicht­lich wird bei "ebay" nichts dem Zufall über­las­sen, gefällt ihnen ihre Reli­gi­ons­ge­mein­schaft nicht mehr - kau­fen Sie sich doch eine neue. Auch hier wie­der der lan­ge grü­ne Über­ein­stim­mungs­bal­ken, das ist wohl die Stan­dard­län­ge, egal wonach man sucht ..... doch Spaß bei­sei­te: Ist das nicht auch eine uner­wünsch­te Art von Blocka­de, "Spam" in Such­ma­schi­nen? Ist "ebay" etwa "bes­ser" oder "exkul­piert wegen Bedeutsamkeit"?

In die­sem Zusam­men­hang möch­te ich Sie bit­ten, auf ähn­li­che Ange­bo­te zu ach­ten, wenn Sie auf der Suche sind - und mir die Bei­spie­le als screen­shot zu sen­den. Ich habe vor, mich bei Goog­le über die­se Art uner­wünsch­ter Wer­bung zu beschwe­ren. Sie kostet mei­ne - und Ihre - Zeit und ist nach mei­nem Ver­ständ­nis eine noch grö­ße­re Zumu­tung als all die uner­wünsch­te email oder die lästi­gen Pop-Ups.

Nach­trag am 01−03−04:
Die­se Infor­ma­ti­on erhielt ich in GOOGLE als ich heu­te nach "Apo­the­ke" suchte


bookmark_border27.01.2004 / Bemerkungen zur Steuerreform. Welche Steuerreform?

Eigent­lich woll­te ich mich hier doch nur über das "Reförm­chen" vom letz­ten Jahr lustig machen. Nahe­zu ein Jahr krei­ste der Berg und gabar die berühm­te Maus - etwas, das den Namen "Reform" nicht ver­dient. Schon gar nicht den Begriff "Ent­la­stung", denn wie wir erfah­ren haben, han­delt es sich im Schnitt um ca. €300,oo pro Jahr, oder, wie ein Jour­na­list aus­ge­rech­net hat: Ein­mal im Monat Piz­za für die gan­ze Familie!

Bei mir hat jeden­falls die Reform nicht ein­mal dafür gereicht, denn gleich­zei­tig wur­de mei­ne Kran­ken­ver­si­che­rung um ca. €50,oo monat­lich erhöht, da ist im Gegen­teil nur eine Piz­za weni­ger drin.

Das trau­rig­ste ist doch, daß die wirk­li­chen Exper­ten zwar wis­sen, wie man eine Steu­er­re­form machen soll­te, aber nicht genü­gend "Haus­macht" haben, um sich durch­zu­set­zen. Wenn man dann ihre Model­le durch die Aus­schuß­man­gel dreht, wird ein Kom­pro­miß dar­aus, der viel­leicht noch fünf Pro­zent von dem ent­hält, was ver­nünf­tig gewe­sen wäre.

Es ist sicher rich­tig, daß in USA man­ches schief läuft, von den Fehl­grif­fen, Ver­säum­nis­sen und ras­si­schen Unge­rech­tig­kei­ten ganz zu schwei­gen, den­noch ist das Land ein Bei­spiel dafür, wie ein­fach Steu­ern - oder bes­ser Steu­er­erklä­run­gen sein kön­nen. Durch­schnitt­lich zwei Sei­ten, manch­mal noch zwei wei­te­re Sei­ten Anla­gen, das ist alles! Der Steu­er­satz für einen Durch­schnitts­ver­dienst von $32.000,oo liegt bei 11%, für bei­de Steu­er­ar­ten, Sta­te und Fede­ral zusam­men, die MwSt. beträgt durch­schnitt­lich ca. 4,5%. Und das geht nur, weil alle - wirk­lich alle - Unter­neh­men, die ihre Waren oder Dienst­lei­stun­gen im Land ver­kau­fen, dort auch Steu­ern zah­len. Kei­ne Model­le wie hier, Gewin­ne in´s Aus­land ver­schie­ben, Ver­lu­ste in Deutsch­land anset­zen. Ver­glei­chen Sie das ´mal mit dem, was hier zu zah­len ist, bzw. sich hier abspielt!

Heu­te hat mit dem Beschluß der CDU / CSU zu einer gemein­sa­men Vor­ge­hens­wei­se wenig­stens Ver­nunft ein­ge­setzt wo vor­her Zwist herrsch­te. Es bleibt abzu­war­ten, was schluß­end­lich dar­aus wird. Hof­fent­lich set­zen sich im zwei­ten Anlauf die Fach­leu­te durch.

Etwas liegt mir noch am Her­zen: Ich möch­te für eine Redu­zie­rung der Staats­aus­ga­ben plä­die­ren. Nicht sol­che Aus­ga­ben, die in Sozi­al­sy­ste­me flie­ssen, son­dern sol­che, die in die Taschen von Abge­ord­ne­ten, ihren Mit­ar­bei­tern, Kom­mis­sio­nen, Ver­bän­den wie dem DGB landen.

Wesent­lich wäre auch, bestimm­te Hin­der­nis­se für unter­neh­me­ri­sches Enga­ge­ment zu besei­ti­gen: Hand­werks­kam­mern, Indu­strie- und Han­dels­kam­mern, Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten, Land­schafts­ver­bän­de, kurz all jene "Zwi­schen­be­hör­den", die von nie­man­dem gewählt wer­den, kei­ner demo­kra­ti­schen Kon­trol­le unter­lie­gen, da ihre Mit­glie­der zwangs­wei­se zu sol­chen werden.

Die­se Insti­tu­tio­nen ersticken jun­ge Unter­neh­men mit ihren For­de­run­gen. Die anfangs drin­gend benö­tig­te Liqui­di­tät wird abge­schöpft und vie­le schei­tern des­we­gen - Nutz­nie­sser sind ledig­lich die "künst­lich" gestütz­ten Insti­tu­tio­nen und Ban­ken, die so oder so ihr Geschäft machen. War­um sol­len sie also den Erfolg der Jung­un­ter­neh­mer wün­schen, wenn sie doch das glei­che Geld erhal­ten, egal ob Erfolg oder Miß­er­folg vorliegen.

bookmark_borderBemerkungen über Arzneimittel ....

Es wird immer behaup­tet wir hät­ten viel zu vie­le Arz­nei­mit­tel in Deutsch­land. Falsch! Wir haben im Gegen­teil zu weni­ge Arz­nei­mit­tel. Wie begrün­de ich die­se Aus­sa­ge? Neh­men wir zum Bei­spiel die Hyper­to­nie, den Bluthochdruck. 
Die Ursa­chen für Hyper­to­nie kön­nen (Aus­wahl!) sein: 

• Ver­en­gung der Arte­ri­en (Arte­rio­skle­ro­se)
• Herz­schwä­che (Insuf­fi­zi­enz)
• Nie­ren­er­kran­kung (Neph­ro­pa­thie)
• Stoff­wech­sel­ver­än­de­run­gen (Meta­bo­li­sches Syndrom) 

Da ist es doch jedem Men­schen ein­leuch­tend, daß für die Sen­kung des Druckes in jedem Fall ein unter­schied­li­ches Medi­ka­ment nötig ist. Man benutzt z.B. beim Kochen doch auch unter­schied­li­che Gefä­sse, wie Töp­fe, Kas­se­ro­len, Pfan­nen etc., da zwar alle die Essens­zu­be­rei­tung erlau­ben, aber jedes für einen bestimm­ten Zweck bes­ser als das ande­re Gefäß geeig­net ist. 

Daher behaup­te ich: Wir haben zu wenig Arz­nei­mit­tel, denn wir haben noch nicht das beste Medi­ka­ment für jeden Zweck, sprich: Aus­lö­ser von Krankheit. 

Jetzt gibt es aber Inter­es­sen­grup­pen, die behaup­ten, man kön­ne mit 100 Medi­ka­men­ten "gute Medi­zin" betrei­ben. Mag sein. Das ist viel­leicht für Län­der denk­bar, in denen die Men­schen noch sehr viel natür­li­cher - und gesün­der - leben als wir hier in Deutsch­land. Dort rei­chen Mit­tel gegen Infek­tio­nen, Schmerz etc., wäh­rend wir hier Mit­tel gegen Zivi­li­sa­ti­ons­fol­ge­krank­hei­ten wie die oben erwähn­te Hyper­to­nie brau­chen - und das geht eben nicht mit den "100 lebens­not­wen­di­gen Arz­nei­en" lt. WHO [World Health Organization]. 

Wenn nun aber kei­ne neu­en Medi­ka­men­te mehr ver­ord­net wer­den dür­fen? Wenn die Refor­men nur noch "bil­li­ge", nach­ge­mach­te Arz­nei­mit­tel (Gene­ri­ka) zulas­sen? War­um nicht "freie Arz­nei­mit­tel" kau­fen und noch die Pra­xis­ge­bühr sparen? 

Da gibt es ein Pro­blem [trifft nur hier in Deutsch­land so zu, in ande­ren EU Län­dern ist der Markt­zu­gang völ­lig anders und kon­su­men­ten­freund­li­cher gestaltet]: 

Frei ver­käuf­li­che Arz­nei­mit­tel sind - über­wie­gend - sol­che Pro­duk­te, die wegen der Ände­run­gen in der Ver­schrei­bungs­pflicht aus dem Ver­ord­nungs-Seg­ment des Mark­tes her­aus­ge­fal­len sind, oder von Anfang an nicht in die Ver­schrei­bungs­pflicht her­ein genom­men wur­den, weil es Zwei­fel an ihrer Wir­kung gab. Grund dafür ist in den mei­sten Fäl­len - von Aus­nah­men wie Knob­lauch­pil­len ein­mal abge­se­hen - sie haben sich in kli­ni­schen Prü­fun­gen als unwirk­sam erwie­sen. ["Unwirk­sam" heißt hier: Eine Wir­kung konn­te sta­ti­stisch nicht nach­ge­wie­sen wer­den, obwohl sie bei eini­gen Pro­ban­den gese­hen wurde]. 

Was wir brau­chen ist der sorg­fäl­ti­ge­re Umgang mit den Arz­nei­mit­teln, die ver­ord­net wer­den. Kein Arz­nei­mit­tel hilft, wenn es in einer Schub­la­de oder dem Bade­zim­mer­schrank ver­gam­melt. Ein­neh­men hilft.

War­um neh­men vie­le Pati­en­ten ihre Arz­nei nicht ein? Weil sie auf der Infor­ma­ti­on, die bei­gelegt ist, ein wah­res Horr­o­sze­na­rio vor­fin­den. Ist das wirk­lich alles als Neben­wir­kung zu erwarten? 

Nein, nein, nein - in 98% aller Fäl­le! Die Anga­ben müs­sen näm­lich schon dann auf­ge­druckt wer­den, wenn sie ein­mal in ein­hun­dert­tau­send Fäl­len auf­tre­ten, oder wenn bei einer ähn­li­chen Arz­nei ein sol­cher Fall ein­ge­tre­ten ist. Wer weiss das schon oder bekommt es erklärt? Fast nie­mand, wenig­stens sehr weni­ge Pati­en­ten, die das Glück haben, zu einem gedul­di­gen, ver­ant­wor­tungs­vol­len Arzt oder Apo­the­ker gehen zu kön­nen, der nicht nur auf "den schnel­len Euro" erpicht ist [mehr zu die­sem The­ma an ande­rer Stelle]. 

"Inno­va­ti­on" des Pati­en­ten­ver­hal­tens - aber auch der Pro­du­zen­ten-hal­tung - tut Not!

bookmark_border29.01.2004 / "Bemerkungen über Innovation"

[Von Latei­nisch: innovatio]

Vor weni­gen Tagen hat­te "PANORAMA", bis­sig und kri­tisch wie immer, einen Zusam­men­schnitt aus vie­len Jahr­zehn­ten Poli­ti­ker­re­den. Immer wie­der tauch­te das Wort "Inno­va­ti­on" auf, ´mal freund­lich säu­selnd, ´mal dro­hend-unheils­schwer. Was auch immer ver­spro­chen wur­de ist - bis heu­te - nicht wahr gemacht worden.

Wun­dert uns das? Nein, denn auf dem lan­gen Weg nach oben, in ein poli­ti­sches Amt oder zu einem Man­dat, schlei­fen sich die Ecken und Kan­ten, Wider­spruchs­geist und Begei­ste­rung für eine Sache so weit ab, daß nur noch Mit­tel­maß übrig bleibt. Mit­tel­mä­ßi­ge Poli­ti­ker wer­den auch nur mit­tel­mä­ßi­ge Poli­tik machen, sie wer­den mit­tel­mä­ßi­ges Per­so­nal haben, das ihnen zuar­bei­tet .... und so ver­brei­tet sich in Deutsch­land seit vie­len Jah­ren ....? Mittelmaß!

Was aber bedeu­tet "Inno­va­ti­on", von der immer wie­der ver­spro­chen wird, sie wer­de kommen?

Las­sen Sie mich zunächst selbst definieren:
"Inno­va­ti­on ist, wenn Poli­ti­ker nichts Kon­kre­tes anzu­bie­ten haben". Stimmt nicht? Dann viel­leicht besser:

"Inno­va­ti­on oder Erneue­rung bzw. Ver­än­de­rung im tech­ni­schen, sozia­len oder wirt­schaft­li­chen Bereich ist eine neue, fort­schritt­li­che Lösung eines bestimm­ten Pro­blems, zu unter­schei­den in Pro­dukt­in­no­va­tio­nen und Pro­zess- bzw. Ver­fah­rens­in­no-vatio­nen, z. B. Neue­run­gen in der Pro­duk­ti­on oder im Ver­trieb, orga­ni­sa­to­ri­sche Ver­än­de­run­gen bei admi­ni­stra­ti­ven Abläu-fen" [Quel­le 1].

Das gefällt Ihnen immer noch nicht? Hier folgt eine wei­te­re Definition:
"Inno­va­ti­on ist eine erfolg­rei­che Über­füh­rung von Ent­deckun­gen in Ver­kaufs­er­fol­ge. Die­ser Sach­ver­halt gilt für jede Inno­va­ti­ons­stra­te­gie (kumu­la­ti­ve Inno­va­ti­on = kon­ti­nu­ier­li­che Wis­sens- und Inno­va­ti­ons­ent­wick­lung; radi­ka­le Inno­va­ti­on = Kom­bi­na­ti­on von Spit­zen­tech­no­lo­gien und Dienst­lei­stun­gen)" [Quel­le 2].

Wie man sieht, gibt es kei­ne "all­ge­mein­gül­ti­ge" Defi­ni­ti­on für die­sen Begriff! Damit ist er gera­de­zu geschaf­fen für Poli­ti­ker, denn alles, was sie brau­chen sind sol­che Wort­hül­sen, die alles oder nichts bedeu­ten kön­nen - hier ist dann kei­ne Mög­lich­keit, ohne lang­wie­ri­ge Erör­te­run­gen die Aus­sa­gen, die gemacht wur­den als lee­re Phra­sen zu entlarven.

Also:Je schwam­mi­ger, desto besser!
Hier­zu ist das Wort "Inno­va­ti­on" bestens geeignet.

Manch­mal wäre es mir lie­ber, die zukünf­ti­gen Schrit­te unse­rer Regie­rung wür­den in plat­tem Deutsch, ohne Fremd­wor­te, erklärt. Und bei man­chem Regie­rungs­mit­glied habe ich die Ver­mu­tung, der Reden­schrei­ber wuß­te zwar, was das benutz­te Wort bedeu­tet - was aber auf den Red­ner kei­ne Schlüs­se zuläßt ....

bookmark_border29.01.2004 / Ergänzung 1

Bemer­kun­gen über Möbel­lie­fe­ran­ten und Möbel
[Hier: SKANDI Möbel, Bösensell ]

Wir haben im Novem­ber, der Auf­for­de­rung fol­gend, "zu kon­su­mie­ren", einen Eßtisch und sechs Stüh­le gekauft. Aus­lie­fe­rung noch vor dem Fest.

Als näch­stes kommt eine Bestä­ti­gung ins Haus geflat­tert: "Wir freu­en uns, Ihnen mit­zu­tei­len, daß Ihre bestell­ten Möbel zwi­schen der 7. und 8. Woche 2004 gelie­fert wer­den." WOW, das wären fast drei Mona­te gewe­sen, genug Zeit irgend­wo in Asi­en das Holz zu schla­gen und zu Stüh­len und Tisch zu ver­ar­bei­ten, da war ich doch platt.

Ein Anruf mit der Dro­hung, per Ein­schrei­ben mit­tei­len zu wol­len, vom Kauf zurück zu tre­ten, ergab das Ver­spre­chen, es wer­de nun doch noch vor Weih­nach­ten gelie­fert. Und tat­säch­lich, am 19.12.2003 kam die Lie­fe­rung. Ein Tisch, zwei Ansteck­plat­ten, OK. Zwei mal drei Stüh­le, schon weni­ger OK. Wir hat­ten 1 x 6 glei­che Stüh­le erwar­tet, nicht 1 x 3 eine Form und noch­mal 3, ande­re Form.

"Hal­looo, wer­den Sie die drei - egal wel­che - gegen ande­re tau­schen, damit alle 6 Stüh­le gleich sind?" Die Gegen­sei­te ver­spricht hoch und hei­lig, das wer­de " ... noch im Janu­ar ... " gesche­hen. Wir warten.

Dann letz­te Woche der Brief: Unse­re Stüh­le sind da! Wann soll man lie­fern? Wir eini­gen uns auf den 29.01.2004, 08:30 - 10:00h.

Die Schel­le geht um 08:30h, das ist pünkt­lich. Nach 10 Minu­ten ist alles abge­schlos­sen, ich betrach­te die Stüh­le " ... alle aus der glei­chen Serie ... ", doch lei­der wie­der zwei, die so ganz nicht pas­sen. Form unter­schied­lich, aber viel­leicht bin ich auch nur zu pin­ge­lig .... auf jeden Fall blei­ben die jetzt hier, ich bin´s satt, zu diskutieren.

Ist das wohl ein gewoll­ter Effekt?

Heu­te Mit­tag kom­men zwei Sofas und ein Ses­sel - ich fürch­te, das wird "Ergän­zung 2"!?

bookmark_border29.01.2004 / Ergänzung 2

Bemer­kun­gen über Möbel
[Hier: UNI-POLSTER, Münster ]

Eins mit Stern für Uni-Pol­ster. Danke!
Es gibt noch Ser­vice in der "Ser­vice-Wüste" Deutschland!

Ein dickes Lob für Uni-Pol­ster, da hat wirk­lich alles geklappt. Die Lie­fe­rung kam zum avi­sier­ten Zeit­punkt - trotz Schnee und dar­aus resul­tie­ren­dem Cha­os. Der Lie­fer­fah­rer und sein Hel­fer waren freund­lich, haben allen Dreck weg­ge­räumt, die Tacker­na­deln nicht in die Gegend gewor­fen, son­dern ordent­lich in einen Ascher getan, und sie haben sogar unse­re alten Sofas samt Ses­sel gegen eine gering­fü­gi­ge Ent­sor­gungs­ge­bühr mit­ge­nom­men. Das war mir ein Trink­geld wert!

Wir haben dann noch eine hal­be Stun­de hin- und her­ge­räumt, aber jetzt steht alles so, wie es uns gefällt. Auf­at­men! Aus­ru­hen! Einen Augen­blick in den neu­en Möbeln sit­zen und froh sein, daß man den Kauf nicht bereut.

PS:
Ich wer­de einen Brief an die Zen­tra­le von UNI-POLSTER schrei­ben, denn man soll sich auch ´mal bedan­ken, wenn etwas gut geklappt hat. Die hören doch sonst immer nur Beschwer­den. Bei der Gele­gen­heit könn­te ich anmer­ken, daß die Web­sei­te noch sehr ent­wick­lungs­fä­hig ist.

bookmark_border30.01.2004 / Bemerkungen über Herrn Bush, USA

Ich hat­te mir eigent­lich vor­ge­nom­men, nicht über die "TOP 10" Staa­ten der Welt - und ihre poli­ti­schen Füh­rer - zu schrei­ben. Nach­dem ich aber kürz­lich Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Wehr­dienst des US-Prä­si­den­ten gefun­den habe, konn­te ich es mir nicht ver­knei­fen, dazu etwas zu sagen.

Ein­gangs soll­te ich erwäh­nen, daß ich selbst OTL d. Res. [Oberst­leut­nant, sie­he "Dienst­gra­de der Bun­des­wehr"] wur­de und in vie­len Wehr­übun­gen "dem Deut­schen Vol­ke treu" gedient habe. Mitt­ler­wei­le bin ich aus­ge­mu­stert, aber es inter­es­siert mich natür­lich schon noch, was mit unse­rer Bun­des­wehr und bei Sol­da­ten rund um die Welt passiert.

Was war nun der Anlaß, der mich dazu bringt, von mei­nem Vor­satz abzuweichen?

Eine Notiz bei Micha­el Moo­re über den mili­tä­ri­schen Wer­de­gang des Herrn Bush, der jetzt Tau­sen­de sei­ner Sol­da­ten nach Bag­dad und sonst­wo im Irak geschickt hat, damit sie ihm eine Wie­der­wahl für eine zwei­te Amts­pe­ri­ode sichern und er - zuvor Bank­rot­teur, Club­be­sit­zer und Trun­ken­bold - end­lich Papa bewei­sen kann, daß er auch zu etwas taugt.

Der näm­li­che Prä­si­dent hat selbst nie Feind­be­rüh­rung gehabt, obwohl er zu einer Zeit im Dienst bei der Natio­nal Guard war, als sei­ne Kame­ra­den [ob die das auch so bezeich­nen wür­den?] in Viet­nam rei­hen­wei­se vom Viet­kong umge­legt wurden.

Wie hat er das geschafft? Er ist schlicht und ein­fach abge­hau­en und ward erst wie­der gese­hen, als es nicht mehr "brenz­lig" war. Sein Papa und der Rest des Clans haben dann mit Geld und poli­ti­schem Ein­fluß dafür gesorgt, daß es Bush jun. nicht an den Kra­gen ging!

Zitat:
"Bush was appar­ent­ly absent wit­hout offi­ci­al lea­ve from his assi­gned mili­ta­ry ser­vice for as litt­le as seven months (New York Times) or as much as 17 months (Bos­ton Glo­be) during a time when 500,000 Ame­ri­can tro­ops were fight­ing the Viet­nam War. The Army defi­nes a “deser­ter” - also known as a DFR, for “drop­ped from rolls” - as one who is AWOL 31 days or more."

Und jetzt stellt sich die­ser Deser­teur hin und faselt von "Ehre", "Vater­land" und "Tap­fer­keit" und zeigt sich in Flie­ge­r­out­fit, obwohl ihm vor Jah­ren die "Erlaub­nis zum Füh­ren eines Luft­fahr­zeugs" abge­nom­men wor­den ist. Ein star­kes Stück, nach Belü­gen sei­nes Vol­kes nun auch noch die­ser dicke, schwar­ze Fleck auf sei­ner sowie­so schon schmud­de­li­gen Weste!

Ich wün­sche mir, daß er bei den näch­sten Wah­len die Quit­tung bekommt - alle, die nach­fol­gen kön­nen nur bes­ser sein.

bookmark_border31.01.2004 / Bemerkungen zum Hundekauf

Wenn Sie die "Gen­tech­nik" erwar­tet haben, wer­den Sie sicher ent­täuscht sein - aber nicht lan­ge, das The­ma wird spä­ter im Febru­ar nachgeholt.

Wir haben unse­ren letz­ten Hund, Mot­te, kurz vor Weih­nach­ten 2000 ein­schlä­fern las­sen müs­sen, da sie durch Tumor­me­t­a­sta­sen so litt, kei­ne Luft mehr bekam, daß wir es nicht mehr mit anse­hen konn­ten. Das sitzt tief und es braucht Zeit, bis man wie­der an einen neu­en Haus­ge­nos­sen - nein, bes­ser: ein neu­es Fami­li­en­mit­glied - denkt.

Jetzt sind wir so weit. Nach lan­ger, reif­li­cher Über­le­gung, zuletzt war die Aus­wahl auf die Ras­sen Bas­sett und Wei­ma­ra­ner geschrumpft, haben wir uns für eine Wei­ma­ra­ner Hün­din entschieden.

Die gan­ze Fami­lie ist ent­schlos­sen, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit aus­zu­mer­zen. Mitt­ler­wei­le haben wir alle eine beträcht­li­che Anzahl Bücher gele­sen und sind - zumin­dest theo­re­tisch - auf dem neue­sten Stand des Wis­sens über die Ein­glie­de­rung eines Hun­des in die Fami­lie angelangt.

Seit Wochen beschäf­ti­gen wir uns mit die­sem The­ma, da wir aus den Büchern gelernt haben, wie wich­tig es ist, mit "einer Stim­me" zu spre­chen, um den Wel­pen nicht zu ver­un­si­chern. Hun­de­er­zie­hung gleicht inso­weit der "Men­schen­er­zie­hung", Kon­se­quenz und Bere­chen­bar­keit sind zwei wich­ti­ge Grundpfeiler.

Die Aus­wahl von Züch­tern ist beschränkt, da die­se Ras­se bis­her haupt­säch­lich jagd­lich genutzt wird und "Pri­vat­leu­te" ohne Jagd-Inter­es­se nur ver­ein­zelt in den Besitz eines sol­chen Hun­des gelan­gen. Zwei Wür­fe, mit weni­gen Tagen Abstand im Janu­ar gebo­ren, ste­hen zur Wahl. Heu­te haben wir den ersten Wurf ange­se­hen. Die Züch­ter woh­nen nur 40 km ent­fernt, das war ein­fach zu erledigen.

Die Klei­nen sind erst zwei Wochen alt, noch mit geschlos­se­nen Augen, aber doch schon mobil, wenn es dar­um geht sich Nah­rung bei ihrer Mut­ter zu beschaf­fen. Sie fie­pen in hohen Tönen, um Auf­merk­sam­keit zu bekom­men. Eine fröh­li­che Kin­der­stu­be und net­te Leu­te, die sich sehr bemüht um das Wohl­erge­hen zeigen.

Zum näch­sten Züch­ter ist es weit, fast 500 km, das wol­len wir Mit­te Febru­ar erledigen.

Wenn Sie sich jemals ent­schlie­ßen, sich einen Hund zu kau­fen, emp­feh­le ich Ihnen die Lek­tü­re von "Trum­lers Rat­ge­ber für den Hun­de­freund", Pie­per, Mün­chen [1989], jetzt schon in der 6. Auf­la­ge, ISBN 3−492−20940−8. Eber­hard Trum­ler, Hun­de­ken­ner und Mensch mit Gemüt, ist lei­der schon ver­stor­ben, aber sicher füh­rend, was den wis­sen­schaft­li­chen Anspruch angeht. Mit einem Augen­zwin­kern - zwi­schen den Zei­len wahr­zu­neh­men - wird man in die Bedürf­nis­se und Ver­hal­tens­wei­se die­ser älte­sten Beglei­ter des Men­schen ein­ge­führt. Lesenswert!

bookmark_borderBemerkungen zu den heller werdenden Tagen: "LICHTMESS"

Vor vie­len Jah­ren war es mir auf­ge­fal­len, daß plötz­lich eine Art "Licht­sprung" Anfang Febru­ar fest­zu­stel­len war. Die­ses Phä­no­men - so stell­te sich her­aus - tritt immer 40 Tage nach Weih­nach­ten auf.

Obwohl mitt­ler­wei­le auch pseu­do-reli­giö­se Bewe­gun­gen das Ereig­nis ver­ein­nahmt haben, ist der Ursprung wohl in Rei­ni­gungs­vor­schrif­ten des jüdi­schen Glau­bens zu sehen, das zu Zei­ten der Geburt Jesu auf sei­ne Mut­ter, Maria, ange­wen­det die­se zur "Rei­ni­gung" in den Tem­pel führ­te. In der christ­li­chen Leh­re wur­de dar­aus ein Fest der Kerzenweihe:

"In der Ost­kir­che ver­stand man den Fest­an­lass als „Fest der Begeg­nung des Herrn": Der Mes­si­as kommt in sei­nen Tem­pel und begeg­net sym­bo­lisch dem Got­tes­volk des Alten Bun­des. Im Westen wur­de es mehr ein Fest Mari­ens: „Rei­ni­gung Mari­as ” nach den mosai­schen Vorschriften .... "

Nach den Regeln des Juden­tums muß­te sich eine Frau, die gebo­ren hat­te, zunächst zu Hau­se auf­hal­ten und durf­te erst nach einer War­te­zeit - unter­schied­lich lang, je nach­dem ob sie ein Mäd­chen oder einen Kna­ben gebo­ren hat­te - eine Rei­ni­gungs­ze­re­mo­nie durch­füh­ren, die sie wie­der in den All­tag integrierte.

War­um spre­che ich aber auch von der Ver­ein­nah­mung durch "pseu­do-reli­giö­se" Bewe­gun­gen? Lesen Sie selbst: "Bri­gid - Licht­mess, 7.2.2004, Das Früh­lings­er­wa­chen im Alpen­vor­land. Licht­mess ist ein Mond­fest. Kaum ein Mond strahlt hel­ler, als der Febru­ar­voll­mond. Sei­ne Kraft weckt die Pflan­zen, die Bäu­me, berührt Wur­zel und Trie­be, und for­dert das Ver­bor­ge­ne, das, was sich ent­wickeln möch­te. Auch auf uns Men­schen wirkt die­se Ener­gie. Leich­te Wan­de­run­gen und Ritua­le beglei­ten uns beim Mond­fest Bri­gid, und hel­fen uns, uns unse­rer eige­nen Wachs­tums­po­ten­tia­le und Wün­sche bewuß­ter zu werden."

Hier wird - ohne Bezug zum wirk­li­chen Ursprung des Festes, es wird will­kür­lich und ohne Begrün­dung ein paar Tage ver­scho­ben - dem zugrun­de lie­gen­den Ereig­nis der Mond­pha­se "über­sinn­li­che", ja "kul­ti­sche" Bedeu­tung gege­ben. Es wird zum rei­nen "Natur­er­eig­nis", ver­bor­ge­ne Kräf­te [Wo ist der Beweis?] wir­ken angeb­lich in Natur und Mensch. Die­se Art der Schwär­me­rei erin­nert fatal an die Denk­an­sät­ze des Natio­nal­so­zia­lis­mus, weil "Natur­kräf­te" und "Ritua­le" dort eben­so beschwo­ren wurden.

Da hal­te ich es doch mehr mit der "Bau­ern­weis­heit", die aus lang­jäh­ri­ger Beob­ach­tung for­mu­liert: " .... Am 2. Febru­ar macht die Son­ne einen „Sprung” und die Tage wer­den von nun an deut­lich län­ger - so die volks­tüm­li­che Weis­heit: „Bei Neu­jahr wächst der Tag einen Hah­nen­schritt, bis Drei­kö­nig einen Hir­schen­sprung, und bis Licht­meß eine gan­ze Stund’.” .... "

Prak­tisch war für unse­re Alt­vor­de­ren, zu einer Zeit in der sich der Lebens­rhyt­mus durch die kirch­li­chen Feste defi­nier­te, an die­sem Datum bestimm­te, wie­der­keh­ren­de Rou­ti­ne­hand­lun­gen ein­zu­pla­nen: " .... Licht­mess war frü­her Ter­min für den Dienst­bo­ten­wech­sel ("Schlen­kel­tag") sowie für fäl­li­ge Zahlungen, .... "

Zwei zwar unter­schied­li­che, aber doch ähn­li­che, anspre­chen­de Bil­der [Bild 1; Bild 2.] zum Ereig­nis möch­te ich noch anfü­gen, sie zei­gen die Vor­stel­lung Jesu im Tem­pel - ach­ten Sie ´mal dar­auf, wie man damals die Babies wickelte!

Lesen Sie Bemer­kun­gen zum Wan­del der Trink­ge­wohn­hei­ten am 03.02.2004 - HIER!

bookmark_borderBemerkungen zum "starken" Geschlecht

Män­ner, wir müs­sen es ein­se­hen: Frau­en sind - gene­tisch gese­hen - das stär­ke­re Geschlecht. Wäh­rend wir Män­ner mit einem star­ken X-Chro­mo­som und einem schwa­chen Y-Chro­mo­som vor­lieb neh­men müs­sen, haben Frau­en zwei X-Chro­mo­so­men. Der Vor­teil liegt dar­in, daß bei Defek­ten auf einem Chro­mo­som durch das zwei­te kom­pen­siert wer­den kann. Man den­ke nur an die ver­län­ger­te Lebens­er­war­tung der Frau (sie­he Bei­trag vom 22.04.2004: Bemer­kun­gen zum Gesund­heits­we­sen), die doch wohl nicht aus einer unter­schied­li­chen Lebens­wei­se herrührt.

Nur - lei­der - spricht die beob­ach­te­te Wirk­lich­keit vie­ler­orts auf der Welt noch eine ande­re Sprache!

Wie so oft, ist nicht die bio­lo­gi­sche Wahr­heit gefragt, man ver­läßt sich auf tra­dier­te Vor­ur­tei­le und unter­drückt jene, die eigent­lich die bes­se­ren Vor­aus­set­zun­gen haben. Die Eman­zi­pa­ti­on (der Frau) hat in der soge­nann­ten "west­li­chen Welt" wesent­li­che Fort­schrit­te gemacht, ja, ist zuwei­len in´s Gegen­teil ver­kehrt worden.

Gemach! Das Pen­del schwingt hin und her, mal sind die einen, mal die ande­ren mit mehr Bedeu­tung aus­ge­stat­tet. Und eini­gen männ­li­chen Wesen ist es ganz recht, sich bemut­tern zu las­sen- und wenn es sie ihre "Rudel­füh­rer­po­si­ti­on" kostet. Es hat eben nicht jeder den Drang, Alpha-Wolf zu sein, aber bit­te: nicht spä­ter dar­über meckern.

Nun gibt es schon wie­der ängst­li­che See­len, die befürch­ten, die Män­ner wür­den "unter­ge­but­tert". Aber was ist los in Län­dern, die von fun­da­men­ta­li­sti­schen, isla­mi­schen Füh­rern beherrscht wer­den? Wir soll­ten uns nicht nur dar­über "das Maul zer­rei­ßen", son­dern über­le­gen, wie aktiv gehol­fen wer­den kann.

Begrü­ßens­wert ist der Bei­trag, den bei uns bei­de Geschlech­ter in Arbeits-, Fami­li­en- und gesell­schaft­li­chem Leben lei­sten. Die geschlechts-spe­zi­fi­schen Eigen­hei­ten ergän­zen sich ide­al, Puz­zle­teil fügt sich har­mo­nisch zu Puz­zle­teil - wenn man sie nur läßt. Es freut mich zum Bei­spiel, wie mei­ne Toch­ter mit Selbst­ver­ständ­lich­keit "glei­che Rech­te" genießt und offen­sicht­lich ohne Schwie­rig­kei­ten von der "männ­li­chen" Sei­te. Es freut mich auch, zu sehen, wie jün­ge­re Paa­re sich gemein­sam um ihre Kin­der küm­mern und Ent­schei­dun­gen gemein­sam treffen.

Es kehrt "Nor­ma­li­tät" ein und ich hof­fe, das wird sich auch sta­bi­li­sie­ren: Weni­ger Dog­ma­tik - mehr Fle­xi­bi­li­tät und Intui­ti­on. Und dann pro­pa­gie­ren, wei­ter­ge­ben in Län­dern der Erde, wo es nötig ist.

Mor­gen: "Bemer­kun­gen zum Mode­wort "Eva­lua­ti­on". Bis dann.

bookmark_borderBemerkungen zum Modewort "Evaluation"

Zutref­fen­de Benen­nun­gen sind mit unse­rer Spra­che schwer. Was im Eng­li­schen nur ein Wort braucht, for­dert in Deutsch manch­mal gan­ze Sät­ze. Ein sol­ches Bei­spiel ist das Wort "Eva­lua­ti­on". Es wird bei uns nicht mehr so betont, daß man an Eng­lisch denkt. Eher an Latein - und wahr­schein­lich hat es da auch sei­nen Ursprung. Aber das über­las­se ich lie­ber denen, die mehr davon verstehen ....

Mir ist auf­ge­fal­len, wie häu­fig "Eva­lua­ti­on" letzt­hin Ein­gang in die Kon­ver­sa­ti­on gefun­den hat. Beson­ders häu­fig wird es benutzt, wenn eine "rück­wärts­ge­rich­te­te Bewer­tung von Metho­den zur Ergeb­nis­er­rei­chung" beschrie­ben wer­den soll. Der Blick geht also zurück, auf etwas, das bereits abge­lau­fen ist. Wozu? Na, um für die Zukunft Din­ge bes­ser zu machen!

Zwei­fel­haft ist, ob das gelingt. So wie wir nichts aus Geschich­te ler­nen, da sich Kon­stel­la­tio­nen nie exakt gleichen.

Die mit "Eva­lua­ti­on" aus­ge­drück­te Betrach­tungs­wei­se ist jedoch sym­pto­ma­tisch: Statt nach vorn zu schau­en und Lösun­gen zu erdenken ver­sucht man aus ver­gan­ge­nen Ereig­nis­sen Richt­li­ni­en für zukünf­ti­ges Han­deln her­aus­zu­le­sen. So wer­den Res­sour­cen blockiert, die bit­ter nötig wären für zukunfts­ge­rich­te­te Arbeit.

"Eva­lua­ti­on" wird auch im päd­ago­gi­schen Feld gern benutzt. Man gibt sich damit einen "gelehr­ten" Anstrich, man ist in der Lage, sich gewählt aus­zu­drücken. Schü­ler­lei­stung wird "eva­lu­iert". "Wer ist Schuld?" wäre die bes­se­re Fra­ge! Sie ken­nen die Ant­wort, es sind immer die Leh­rer, die etwas falsch gemacht haben [Nein! Ich bin kein Lehrer!].

Nie­mand scheint wahr haben zu wol­len, daß es Lei­stungs­un­ter­schie­de bei den Schü­lern gibt, daß man nicht erwar­ten kann, aus einem Dumm­kopf mit noch so ele­gan­ten Lehr­me­tho­den, noch mehr metho­disch-didak­ti­schen Tricks, noch mehr Stun­den Unter­richt am Tag - mit zusätz­li­chen "Hil­fen" am Nach­mit­tag in der Ganz­tags­be­treu­ung - ein Genie zu zau­bern. Wir haben frü­her als Kin­der gereimt: "Dbd­dhkP-sAv![Doof bleibt doof, da hel­fen kei­ne Pil­len - selbst Aspi­rin versagt!]"

Bleibt noch die Fra­ge nach den Kri­te­ri­en der "Eva­lua­ti­on". Prak­ti­scher­wei­se bestim­men die, die sie durch­füh­ren, auch die Para­me­ter, die unter­sucht wer­den! Hopp­la! Da gibt es doch ein Sprich­wort: "Den Bock zum Gärt­ner machen".

Mei­ne Fra­ge ist also: Wer eva­lu­iert die Eva­lu­ie­ren­den? Und: Muß es Eva­lua­ti­on geben? Was war, bevor es Eva­lua­ti­on gab? Was kostet Eva­lua­ti­on? Wer bestimmt, wann Eva­lua­ti­on ange­bracht ist, wann nicht?

Ich hät­te noch eini­ge Fra­gen, aber das wäre lang­wei­lig .... mor­gen wer­de ich "Bemer­kun­gen über Freund­schaft / Remarks on Fri­end­ship" machen. Zur Abwechs­lung ´mal in Eng­lisch, damit mein "alter" Freund Jim den Text lesen kann .... take care!