Oder:
Über wie viele Ecken kennen sich zwei beliebige Erdenbürger?
Wie klein ist die Welt?
- das ist die Ausgangsfrage eine Experimentes aus dem Jahr 1967. Nun ist das an sich weithin bekannt und eigentlich keiner weiteren Erwähnung wert.
Oder doch?
Na klar, denn - wer will - kann sich jetzt
per Internet an dem Experiment beteiligen.
Wenn Sie das tun habe ich eine Bitte:
Schreiben Sie doch nach Abschluß hier einen Kommentar dazu.
Danke!

Vor dem Abschluss: Über wieviele Ecken sind wir denn im RL bekannt? Noch weniger als die berühmten sieben? [das ist keine versteckte Message, ich wüsste noch nichts von Verbindungen.] Aber das lösen wir wohl besser nicht im Blog.
Wie es in der Überschrift .... steht:
Sechs Ecken trennen uns von irgendeiner unbekannten Person auf der Welt ....
... behaupten manche. Ich halte das für großen Unsinn: Milgrams Experiment war regional eingeschränkt, vor allem aber kamen von einigen hundert versandten Heftchen nur wenige dutzend ans Ziel, und für die Berechnung der durchschnittlichen "Degrees of Separation" wurden nur die wenigen Erfolgreichen verwendet.
Es gibt Menschen, die gerne Briefe/Mails schreiben, telefonieren, weit reisen, Leute einladen, sehr viele andere aus verschiedenen Schichten kennen ... - mit solchen Leuten sind erfolgreiche Verbindungen mit relativ wenigen "Degrees of Separation" auch über weite Entfernungen möglich.
Viele sind aber eingeschränkter: die wenigen Arbeitskollegen sind gleichzeitig die Freunde, die selbst wiederum nur mit Leuten aus dieser Clique befreundet sind, alle wohnen in demselben Dorf/Kleinstadt... keine Verbindung nach aussen wäre zwar übertrieben, aber was nützt es, wenn die Verbindung so viele Ecken bräuchte, dass sie vorher längst abgerissen wäre? Wenn schon die Motivation, das Heftchen weiterzuschicken geringer ist, weil der Empfänger glaubt, dass keiner seiner wenigen Freunde näher dran ist?
Man könnte zum Beispiel sagen [Zahlen erfunden]: 5% der Bevölkerung in ... kennen sich über bis zu 5 Ecken, 3% über bis 6-12 Ecken, 2% über 13-30 Ecken.
Sofern man .... an entlegene Gegenden der Welt denkt - etwa abgeschlossene Alpentäler - mag Ihre Vermutung hinsichtlich der Motivation und Vergleichbarkeit zutreffen.
Es ist jedoch bestimmt etwas Wahres an der Sache:
Wie Sie richtig andeuten, mag es darauf ankommen " .. sehr viele andere aus verschiedenen Schichten .. " zu kennen - Reisen etc. bildet demnach und führt zu besserer Kommunikation.
Darf man daraus den Umkehrschluß ziehen?
Wer 25 Jahre lang auf Mallorca urlaubt, zuhause im Kegelclub seine Erfüllung findet und schon immer bei der gleichen Firma arbeitet ist demnach ein kommunikativer Autist?
Ist es das, was man daraus schließen muß?
Dann wäre ja so manches, was sich hier in Weblogs abspielt garnicht mehr so unerklärlich ....