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bookmark_borderSchein & Sein!

Mor­gai­ne stellt die Fra­ge nach der Ehr­lich­keit in "Blog­land", nach der Ehr­lich­keit jener T-Shirt-Ver­trei­ber, die mit lin­ken Sprü­chen, Umwelt­pa­ro­len etc. einen schnel­len Euro machen wollen:

" .. Ich bin nun sehr neu­gie­rig, wie anti­ka­pi­ta­li­stisch eigent­lich die Pro­duk­ti­ons­be­din­gun­gen der T-Shirts mit den schicken lin­ken Anti-Mer­kel-Slo­gans sind." 
Um dann auf die Kri­te­ri­en näher einzugehen:
" .. Da ich erst gestern einen Fra­gen­ka­ta­log für den­je­ni­gen erar­bei­tet habe, der sich die T-Shirt-Pro­duk­ti­on vor Ort anse­hen soll, hät­te ich hier an alle Blog-Shop-Betrei­ber ein paar Fragen:

  • Wo wer­den Eure T-Shirts und son­sti­gen Pro­duk­te produziert? 
  • Wel­che sozia­len Stan­dards wer­den bei die­ser Pro­duk­ti­on erfüllt? 
  • Sind das die Min­dest­so­zi­al­stan­dards wie bei­spiels­wei­se Ver­zicht auf Kin­der-, Skla­ven-, und Gefängnisarbeit? 
  • Wie umwelt­ver­träg­lich ist die T-Shirt-Produktion? 
  • Wie sind die Arbeits­be­din­gun­gen in Eurem eige­nen Laden? 
  • Ihr seid ein Start-Up und jeder arbei­tet unter glei­chen Bedin­gun­gen um der gemein­sa­men Sache willen? 
  • Oder macht die Buch­hal­tung die allein­er­zie­hen­de Mut­ter auf 1-Euro-Basis und Ihr habt dafür genug Geld für weit­aus wich­ti­ge­re Sachen wie Mar­ke­ting, Öffent­lich­keits­ar­beit, Bear­bei­tung von Inter­view-Anfra­gen für Funk und Fern­se­hen, Ein­la­dun­gen zum Abend­essen oder klei­ne, fei­ne Par­ty-Häpp­chen auf dem mei­nungs­bil­den­den Buffett?


"Man darf nie auf­hö­ren, sich die Welt vor­zu­stel­len, wie sie am ver­nünf­tig­sten wäre."
[Fried­rich Dürrenmatt]

Berech­tig­te Fra­gen von Frau Mor­gai­ne - allesamt!
Und Antworten?
Bis­her kei­ne, soweit ich sehen konnte!

Auch kei­ne Stel­lung­nah­men von den sonst hier - ach so bemüh­ten - Ver­fech­tern des sozia­len Ausgleichs ....

Hier, mei­ne Damen und Her­ren, ist die Mög­lich­keit sich für eine wirk­lich gute Sache ein­zu­set­zen - oder zumin­dest auszusprechen!

PS: KOMMENTARE bit­te bei Morgaine!

bookmark_borderDaran krankt es ....

in vie­len Arbeitsbereichen:
" .. Gene­rell stellt sich die Frage,
ob Ziel­vor­ga­ben nicht effek­ti­ver sind als Zeit­vor­ga­ben. "
schreibt Mor­gai­ne und fügt hinzu
" .. Dass die­ses nicht über­all umsetz­bar ist, steht außer Frage."
Die­sen Nach­satz fin­de ich bedau­er­lich, denn es steht zu befürch­ten, daß ihn Geg­ner eines "Ziel­vor­ga­ben-Modells" der­ge­stalt nut­zen, daß sie behaup­ten, die Ver­fech­ter einer sol­chen Ziel­vor­ga­be sei­en sich ihrer Sache nicht sicher ....

Anstatt zu fragen:
"Was errei­chen wir?",
fragt man meist
"Was kostet das?"
Die "Reichs­be­den­ken­trä­ger" sind fort­schritts- und ver­än­de­rungs­feind­lich, weil sie die neu­en Gege­ben­hei­ten intel­lek­tu­ell nicht erfassen ....

Ergeb­nis­ori­en­tier­tes Han­deln mit Zielvorgaben
- das Zukunftsmodell ....

bookmark_borderDas Märchen ....

von den Bre­mer Stadt­mu­si­kan­ten kennt fast jeder. Wesent­li­ches Ele­ment des Mär­chens ist, daß jedes der Tie­re allei­ne nicht hät­te über­le­ben kön­nen, alle Tie­re zusam­men aber haben eine Chan­ce, weil sich ihre Fähig­kei­ten ergän­zen. So ver­ja­gen sie die Räuber:

Da lief der Räu­ber, was er konn­te, zu sei­nem Haupt­mann zurück und sprach: "Ach, in dem Haus sitzt eine greu­li­che Hexe, die hat mich ange­haucht und mir mit ihren lan­gen Fin­gern das Gesicht zer­kratzt. An der Tür steht ein Mann mit einem Mes­ser, der hat mich ins Bein gesto­chen. Auf dem Hof liegt ein schwar­zes Unge­tüm, das hat mit einem Holz­prü­gel auf mich los­ge­schla­gen. Und oben auf dem Dache, da sitzt der Rich­ter, der rief: 'Bringt mir den Schelm her!' Da mach­te ich, daß ich fortkam."
Was ler­nen wir aus die­sem Märchen?
(Man lernt immer etwas aus Märchen!)

Auch man­che Men­schen müs­sen sich zusam­men­tun, weil ihre Ein­zel­lei­stung nicht aus­reicht. Nun hof­fe ich nur, daß sich in sol­chen Fäl­len die Ein­zel­fä­hig­kei­ten eben­so gut ergän­zen, wie es bei den Stadt­mu­si­kan­ten der Fall war.

Andern­falls hät­te näm­lich das Zusam­men­rot­ten kei­nen Sinn
- es käme nichts "Bes­se­res" heraus ....

bookmark_borderA lady ....

in a faded ging­ham dress and her hus­band, dres­sed in a homespun thre­ad­ba­re suit, step­ped off the train in Bos­ton, and wal­ked timid­ly wit­hout an appoint­ment into the Har­vard Uni­ver­si­ty President's outer office.

The secre­ta­ry could tell in a moment that such back­woods, coun­try hicks had no busi­ness at Har­vard and pro­ba­b­ly didn't even deser­ve to be in Cambridge.

"We want to see the pre­si­dent," the man said soft­ly. "He'll be busy all day," the secre­ta­ry snap­ped. "We'll wait," the lady replied.

For hours the secre­ta­ry igno­red them, hoping that the cou­ple would final­ly beco­me dis­cou­ra­ged and go away. They didn't and the secre­ta­ry grew fru­stra­ted and final­ly deci­ded to disturb the pre­si­dent, even though it was a cho­re she always reg­ret­ted. "May­be if you see them for a few minu­tes, they'll lea­ve," she said to him!

He sig­hed in exas­pe­ra­ti­on and nod­ded. Someone of his importance obvious­ly didn't have the time to spend with them, but he dete­sted ging­ham dres­ses and homespun suits clut­te­ring up his outer office. The pre­si­dent, stern faced and with dignity, strut­ted toward the couple.

The lady told him, "We had a son who atten­ded Har­vard for one year. He loved Har­vard. He was hap­py here. But about a year ago, he was acci­den­tal­ly kil­led. My hus­band and I would like to erect a memo­ri­al to him, some­whe­re on campus."

The pre­si­dent wasn't touch­ed.... He was shocked. "Madam," he said, gruf­fly, "we can't put up a sta­tue for every per­son who atten­ded Har­vard and died. If we did, this place would look like a cemetery."

"Oh, no," the lady explai­ned quick­ly. "We don't want to erect a sta­tue. We thought we would like to give a buil­ding to Har­vard." The pre­si­dent rol­led his eyes. He glan­ced at the ging­ham dress and homespun suit, then exclai­med, "A buil­ding! Do you have any earth­ly idea how much a buil­ding costs? We have over seven and a half mil­li­on dol­lars in the phy­si­cal buil­dings here at Harvard."

For a moment the lady was silent. The pre­si­dent was plea­sed. May­be he could get rid of them now. The lady tur­ned to her hus­band and said quiet­ly, "Is that all it costs to start a uni­ver­si­ty? Why don't we just start our own?" Her hus­band nod­ded. The president's face wil­ted in con­fu­si­on and bewilderment.

Mr. and Mrs. Leland Stan­ford got up and wal­ked away, tra­ve­ling to Palo Alto, Cali­for­nia whe­re they estab­lished the uni­ver­si­ty that bears their name, Stan­ford Uni­ver­si­ty, a memo­ri­al to a son that Har­vard no lon­ger cared about.

You can easi­ly judge the cha­rac­ter of others by how they tre­at tho­se who they think can do not­hing for them.

[cre­dits: Mal­colm For­bes via John G.]

bookmark_borderIrgendjemand muß ....

ziem­lich lan­ge krank gewe­sen sein, denn ich kom­me - sta­ti­stisch - auf "0" Krankheitstage ....

Nun hof­fe ich doch sehr, daß, wer immer auch mei­ne - sta­ti­sti­schen - Tage ver­braucht hat, auch wie­der völ­lig gene­sen ist .... dann hät­te sich die Sache wenig­stens gelohnt!

[Ja, ja, ich bin mir bewußt, daß das Jahr noch nicht zu Ende ist. Ich gehe aber 'mal davon aus,
daß ich auch in die­sem Jahr, wie 2004, nicht krank sein werde]

bookmark_border"Zum hinter den Spiegel zu stecken" -

das ist ein Aus­druck dafür, daß etwas Bemer­kens­wer­tes prä­sent gehal­ten wer­den soll. Bei "Exi­sten­zi­el­les Bes­ser­wis­sen" liest frau/man(-n) in der Sei­ten­spal­te fol­gen­den Text (Aus­zug, vol­ler Text dort):

"Exi­sten­zi­el­les Bes­ser­wis­sen, was ist das?
Es kann sich dar­um han­deln, bes­ser über gewis­se gehei­me oder kano­ni­sche Fak­ten Bescheid zu wis­sen, durch ein offe­ne­res, impro­vi­sier­tes Leben mit einer grö­ße­ren Men­ge gesell­schaft­li­cher Daten in Kon­takt zu kom­men, .. Es han­delt sich durch­aus um einen eli­tä­ren Anspruch, aber um kei­nen ari­sto­kra­ti­schen. Das bes­se­re Leben ist erwor­ben, nicht ererbt, es ist eine Fra­ge der Ein­stel­lung ... [D.Diederichsen]"

Ganz rich­tig, die Beto­nung liegt auf "erwor­ben" - und das erfor­dert Anstren­gung. Dar­an schei­tert es meist ....
Anstren­gen will sich kaum noch jemand, aber die mit Anstren­gung (=Lei­stung!) ver­bun­de­ne Beloh­nung wol­len Vie­le haben ....

* edit *
Kur­zer Nachtrag:
Ich den­ke, wenn man auf einer lan­gen Tra­di­ti­on fußt, ist gera­de die­se Tra­di­ti­on ein Ansporn, nicht auf dem aus­zu­ru­hen, was Vor­ge­ne­ra­tio­nen geschaf­fen haben, son­dern sich selbst als der Tra­di­ti­on "wür­dig" zu erweisen ....

bookmark_borderEine feine Grenze ....

zwi­schen "ver­ständ­li­cher" und "unzu­läs­si­ger" Betrof­fen­heit kann leicht über­se­hen werden ....

Betrof­fen zu sein ist eine sehr posi­ti­ve mensch­li­che Regung. Und verständlich.

Ande­rer­seits kann Betrof­fen­heit dann "unzu­läs­sig" sein, wenn der Aus­lö­ser falsch oder ver­zerrt dar­ge­stellt wurde.

Ein prak­ti­sches Beispiel:

Ein Blog­ger, nen­nen wir ihn A, beschwert sich in sei­nem Web­log über einen Post­bo­ten, der immer die Post in den Kasten des Nach­barn wirft. Ein ande­rer Blog­ger, nen­nen wir ihn B, haut in die Ker­be: Die Post wird sowie­so von Tag zu Tag unzuverlässiger.

Das ist unzu­läs­si­ge Betrof­fen­heit. Denn Blog­ger B weiß nichts über die Ver­hält­nis­se vor Ort. Viel­leicht ist der Brief­ka­sten von A nicht beschriftet?

Man soll­te also den Hin­ter­grund genau ken­nen, bevor man Par­tei ergreift!

* edit *
Dazu passt auch das hier ....

bookmark_borderUnsicherheit ....

mit dem Wet­ter - und schon sieht man trotz der Fei­er­ta­ge stän­dig die Land­wir­te auf den Feldern:
Gras schnei­den, Gras wen­den, Heu ein­fah­ren .... ein mühe­vol­ler Job, der zudem immer weni­ger Ein­kom­men bringt. Der­zeit liegt der Milch­preis wohl noch über 20 Cent, aber für wie lange?

Mei­ne frü­he­ren Ver­mie­ter in Schles­wig-Hol­stein gehö­ren auch zu den Milch­bau­ern. Obwohl die gan­ze Fami­lie (4 Erwach­se­ne) mit­ar­bei­tet, und sie 120 Kühe hal­ten, ist das rea­le Ein­kom­men bei ihnen um 13% [gegen­über Vor­jahr] gesunken.

Dar­an soll­ten all Jene auch ein­mal den­ken, die - ihre Fei­er­ta­ge genie­ssend - mit dem Fahr­rad vor­bei radeln, wäh­rend sich die Land­wir­te pla­gen .... denn unse­re Milch kommt nicht aus der Fabrik ....

bookmark_borderAnlage(-n) zum Denken

Ein Ver­gleich:
Was uns wirk­lich von­ein­an­der unter­schei­det ist die DNA*. Sie legt fest, was wir kön­nen - oder eben nicht (="Anla­gen"; "Fer­tig­kei­ten"; "Fähig­kei­ten").
Sie ist das Pro­gramm auf der Hauptplatine. 
Was wir vom Tag der Zeu­gung an ler­nen ist ver­gleich­bar mit den Pro­gram­men auf der Festplatte.
"Feh­ler" sind die "bugs" der Com­pu­ter­pro­gram­me - und wir alle haben sie! In ver­schie­de­nen Pro­gram­men, in unter­schied­li­cher Ausprägung ....

Wenn Vie­le über die glei­chen Pro­gram­me ver­fü­gen, die Ergeb­nis­se aber unter­schied­lich sind, sagt uns das ledig­lich etwas über "Fer­tig­keit der Nut­zung", nicht über die "Güte des Pro­gramms" aus.

Anders gesagt:
Anla­gen der Men­schen sind grund­sätz­lich ver­schie­den. So, wie es ver­schie­de­ne "Schreib­pro­gram­me" gibt, die Unter­schied­li­ches lei­sten, gibt es auch unter­schied­li­che Anla­gen bei Men­schen. Das führt zwangs­läu­fig zu ver­schie­de­nem Den­ken und Han­deln, obwohl die "Ein­ga­be", das, was unse­re Sin­ne auf­neh­men, iden­tisch ist.

Wenn man zusam­men­faßt heißt das:
Ver­schie­de­ne Pro­gram­me = Ver­schie­de­ne Ergebnisse;
Glei­che Pro­gram­me, aber ver­schie­de­ne Hand­ha­bung = Ver­schie­de­ne Ergebnisse.

Dar­aus folgt:
Selbst bei glei­cher Aus­gangs­la­ge ("Anla­gen") müs­sen zwangs­läu­fig die Ergeb­nis­se bei ver­schie­de­nen Men­schen ver­schie­den sein!

Es lebe die Individualität!

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*DNA (auch DNS) Desoxy­ri­bo-Nucleic-Acid, Trä­ger der Erbinformation.