bookmark_border"Qualitätsjournalismus"

Unter­ti­tel: Und ich, war­um fragt mich niemand ...?

Die Stadt Mün­ster führt all­jähr­lich - wie in der Abbil­dung des Arti­kels aus der "West­fä­li­sche Nach­rich­ten" vom 20.11.2009 zu sehen ist - eine "Bür­ger­be­fra­gung" durch. Das ist eine durch­aus begrü­ßens­wer­te Maßnahme:
Die Stadt­ver­wal­tung fragt die Bür­ger, die Bür­ger ant­wor­ten.
 
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Doch jetzt stellt sich der inter­es­sier­te Bür­ger die Frage:
"Wer wählt die zu teil­neh­men­den Bür­ger aus, und nach wel­chen Kriterien?"
Die Ant­wort auf dar­auf bleibt der Redak­teur der den Arti­kel ver­faßt hat, ein Herr Mar­tin Kalit­sch­ke, schul­dig - dabei ist es doch die Auf­ga­be eines Jour­na­li­sten Hin­ter­grün­de zu erfor­schen und Auf­klä­rung zu suchen bzw. zu schaffen ....

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Ich woh­ne z.B. seit 1984 in Mün­ster. Die "Bür­ger­be­fra­gung" gibt es lt. Arti­kel der WN seit 1988 [sie­he dazu klei­nen Aus­schnitt links], das sind 21 Jah­re. In all die­sen Jah­ren wur­de ich noch nie "befragt", obwohl ich in die­ser Zeit in vier ver­schie­de­nen Stadt­tei­len gewohnt habe - und, wie eine Blitz­um­fra­ge bei all mei­nen Bekann­ten aus Mün­ster ergab - auch von denen hat noch nie­mand an der Umfra­ge teilgenommen ...!

Wer also wird befragt?
Mit einer "hand­ver­le­se­nen" Befrag­ten­schar lie­ße sich treff­lich die Poli­tik der Stadt "posi­tiv" dar­stel­len - ist es das, was den Ober­bür­ger­mei­ster dazu bewegt zu bemer­ken das sei 'noch ausbaufähig'?
Wer also wird befragt?
Men­schen, von denen die Stadt­ver­wal­tung annimmt sie sei­en den Maß­nah­men gegenüber

  • 'kri­tisch'
  • 'posi­tiv'
  • 'neu­tral'

ein­ge­stellt? Oder sind es rein zufäl­lig aus­ge­wähl­te Menschen
denen ledig­lich gemein­sam ist daß sie in Mün­ster wohnen?

Der Bei­trag der WN jeden­falls gibt zu die­ser wich­ti­gen Aus­wahl kei­ne Ant­wort - genau­so­we­nig wer­den die Inhal­te genannt, zu denen in der "Bür­ger­um­fra­ge" Stel­lung genom­men wer­den soll. Man kann näm­lich 'ergeb­nis­of­fen' oder 'füh­rend' oder gar 'sug­ge­stiv' fragen:
Je nach Fra­ge­stel­lung ist dann die Ant­wort mög­li­cher­wei­se schon vorweggenommen ....
Aber da bin ich wahr­schein­lich schon wie­der zu kri­tisch oder gar miß­trau­isch der 'Obrig­keit' gegenüber.
 
Die wür­de sol­cher­lei Mani­pu­la­tio­nen nie zuge­ben zulassen.
Die will ja nur unser Bestes.

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[Abbil­dungs-Quel­le: West­fä­li­sche Nach­rich­ten vom 20.11.2009]
 

bookmark_borderEU-Zahlen: Arbeitskosten & Wohnsituation

[Quel­le: EU, die­se Tabel­len gehö­ren zum Bei­trag "Min­dest­lohn"]

Arbeits­ko­sten je Stun­de und Struk­tur der Arbeitskosten,
2006

(1) | (in €)
(2) | (in %)
(3)
(4)
(5)
EU27
20,35
:
:
:
Bel­gi­en
31,58
69,2
30,3
0,5
Bul­ga­ri­en
1,65
78,5
20,9
0,7
Tsch. Repu­blik
7,14
72,6
26,1
1,3
Däne­mark
31,98
86,7
10,9
2,4
Deutsch­land
27,70
76,3
23,3
0,4
Est­land
5,50
73,6
25,1
1,3
Irland
:
:
:
:
Grie­chen­land
13,37
78,8
21,7
0,0
Spa­ni­en
15,77
73,4
24,9
1,7
Frank­reich
30,31
67,1
28,6
4,3
Ita­li­en
21,39
:
:
:
Zypern
11,98
84,9
15,1
0,0
Lett­land
3,1
78,7
20,6
0,8
Litau­en
4,21
71,5
28,2
0,3
Luxem­burg
31,98
83,9
15,2
0,9
Ungarn
6,34
69,1
26,9
4,0
Mal­ta
8,69
93,1
6,9
0,0
Nie­der­lan­de
27,41
76,9
21,0
2,1
Öster­reich
26,67
73,2
24,0
2,8
Polen
6,03
80,2
16,6
3,3
Por­tu­gal
10,97
77,5
21,2
1,3
Rumä­ni­en
2,68
72,1
26,1
1,8
Slo­we­ni­en
11,29
82,6
13,4
4,0
Slo­wa­kei
5,33
75,0
24,1
0,9
Finn­land
27,39
78,0
20,8
1,2
Schwe­den
32,16
66,2
30,6
3,3
Ver. König­reich
24,47
79,2
18,4
2,5
Island
32,37
83,6
16,4
0,0
Schweiz
33,81
83,5
14,9
1,6

(1) Durch­schnitt­li­che Arbeits­ko­sten je Stunde
(2) Struk­tur der Arbeitskosten
(3) Gesamt­löh­ne und -gehälter
(4) Arbeit­ge­ber­bei­trä­ge zur Sozialversicherung
(5) Ande­re Arbeitskosten
: Daten nicht verfügbar

horizontal line
Wohn­be­sitz­ver­hält­nis­se der Haus­hal­te in %,
2005

Wohn­ei­gen­tum
Mie­te**
EU25
62,7
37,3
Bel­gi­en
66,6
33,5
Bul­ga­ri­en
:
:
Tsch. Repu­blik
70,6
29,4
Däne­mark
58,2
41,8
Deutsch­land
44,3
55,7
Est­land
88,0
12,0
Irland
77,7
22,3
Grie­chen­land
73,2
26,8
Spa­ni­en
83,3
16,8
Frank­reich
58,3
41,7
Ita­li­en
71,9
28,1
Zypern
68,3
31,7
Lett­land
76,7
23,3
Litau­en
87,8
12,2
Luxem­burg
69,4
30,6
Ungarn
86,5
13,5
Mal­ta
75,0
25,0
Nie­der­lan­de
54,3
45,7
Öster­reich
51,6
48,4
Polen
54,4
45,6
Por­tu­gal
72,9
27,1
Rumä­ni­en
:
:
Slo­we­ni­en
81,6
18,4
Slo­wa­kei
77,4
22,7
Finn­land
66,0
34,0
Schwe­den
60,6
39,4
Ver. König­reich
68,5
31,5
Island
82,5
17,5
Nor­we­gen
75,8
24,2

: Daten nicht verfügbar

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bookmark_borderEin Grund mehr ....

bestimmt nicht SPD - schon gar­nicht CDU - zu wählen:
" .. Vier Tage vor der Bun­des­tags­wahl hat jetzt die Medi­en­kom­mis­si­on des SPD-Vor­stan­des unter Vor­sitz von Marc Jan Eumann (Foto) am Mitt­woch einen Antrag für den näch­sten ordent­li­chen Bun­des­par­tei­tag der Sozi­al­de­mo­kra­ten im Novem­ber in Dres­den vor­ge­legt. Der Titel des Antra­ges: "Ohne freie Medi­en gibt es kei­ne freie demo­kra­ti­sche Gesell­schaft - Vor­schlä­ge der SPD zur Kri­se auf dem Zei­tungs­markt". Dar­in heißt es, die Zei­tungs­land­schaft in Deutsch­land stecke "in ern­sten Schwie­rig­kei­ten". Dar­aus resul­tie­re "ein Ver­lust von Mei­nungs- und Ange­bots­viel­falt droht eben­so wie der Ver­lust von Qua­li­täts­jour­na­lis­mus". Aus­führ­lich beschreibt der Antrag, dem freie Medi­en am Her­zen lie­gen, dann aller­dings aus­schließ­lich die Situa­ti­on der Tages­zei­tun­gen und Ver­la­ge .. Der blin­de Aktio­nis­mus zur Ret­tung von Ver­la­gen, die sich zu lan­ge zu sicher fühl­ten und jetzt die Schuld und Ret­tung nur bei Ande­ren suchen, gras­siert aber nicht nur bei der SPD. Beim medienforum.nrw in Köln im Juni setz­te sich auch CDU-Mann Jür­gen Rütt­gers (Foto), Mini­ster­prä­si­dent des Lan­des Nord­rhein-West­fa­len, für eine Unter­stüt­zung der Ver­la­ge ein .. "

| [Quel­le] | Bild © SPD-Land­tags­frak­ti­on NRW | [via "law­blog"]

bookmark_border"Quo vadis" Deutschland?

Einen sehr detail­liert aus­ge­ar­bei­te­ten Arti­kel zur Angst des Estab­lish­ments vor dem Inter­net kann man bei "KAUSCH & FRIENDS" lesen, ent­lang der Zeit­li­nie für tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen in der Com­pu­te­rei - des­we­gen will ich hier auch nur emp­feh­len und nicht wei­ter zusam­men­fas­sen. Es ist ein etwas län­ge­rer Bei­trag. Aber es lohnt sich!

Ich wäre aller­dings dank­bar für eure Einschätzungen
- nur so, um mei­ne eige­ne Posi­ti­on zu prüfen. 

bookmark_borderWas unterscheidet uns (Europäer)
von den Amerikanern?

" .. Über den Reich­tum einer ent­wickel­ten Gesell­schaft ent­schei­det heu­te in erster Linie das Netz­werk von Wis­sen­schaft, Tech­no­lo­gie und Wirt­schaft. Das ame­ri­ka­ni­sche Netz­werk ist anders ver­drah­tet als das Euro­päi­sche. Es ist schnel­ler, effi­zi­en­ter, mus­ku­lö­ser. Das euro­päi­sche ist trä­ger und sta­bi­ler. .. " - so lau­tet die Ein­lei­tung eines Bei­trags von Prof. Dr. Gert Keil, vor­mals Frei­burg, jetzt Poli­tik­be­ra­ter in Berlin.

Die Beob­ach­tung, daß in Ame­ri­ka schnel­ler gehan­delt und weni­ger gezau­dert wird ist sicher ein wesent­li­cher Unter­schied. 'Hier­zu­lan­de wer­den eher Beden­ken gegen­über neu­en tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen vor­ge­bracht' stimmt sicher auch. Die Ame­ri­ka­ner sei­en uns in Hin­blick auf Tech­no­lo­gie auf allen Fel­dern vor­aus ist bestimmt nicht kor­rekt. Was sie beherr­schen ist:
Auf­stre­ben­de Wis­sen­schaft­ler anlocken - und danach deren Ergeb­nis­se als "Ame­ri­ka­nisch" zu verkaufen!

Inso­weit ist die Fra­ge­stel­lung eher: Wie hält man die Spit­zen­for­scher im Lan­de bzw. in Euro­pa? Eine Fra­ge, die sich mög­li­cher­wei­se in die­ser Form immer sel­te­ner stel­len wird, weil das Finan­zie­rungs­sy­stem in U.S.A. sich bekann­ter­ma­ßen in einer tief­grei­fen­den Kri­se befindet ....

Als näch­sten Punkt muß man die Alters­struk­tur ver­glei­chen. Dabei kommt her­aus, daß die ame­ri­ka­ni­schen Erfol­ge von sehr jun­gen For­schern erreicht wer­den, die sich dann - weil ihr Inter­es­se an grund­le­gen­der For­schung mit der zuneh­men­den Aner­ken­nung schwin­det - auf ihren Erfol­gen (und dem damit ver­bun­de­nen finan­zi­el­len Pol­ster) aus­ru­hen. Hier­zu­lan­de wer­den die Ergeb­nis­se durch­schnitt­lich erst eini­ge Jah­re spä­ter gewon­nen, dafür ist aber das For­scher­stre­ben ste­tig und hält über eine län­ge­re Zeit­span­ne an - trotz der vie­len bür­o­k­tra­ti­schen Hin­der­nis­se des (läh­mend ver­wal­te­ten) Wissenschaftsapparates ....

Ein wei­te­rer - wesent­li­cher - Aspekt fehlt in den Keil'schen Betrach­tun­gen: Ame­ri­ka­ner sind "wachs­tums­gläu­big" - wird ihnen die Gewiß­heit auf Wachs­tum genom­men - und es sieht der­zeit ganz danach aus - dann ver­sie­gen die Inve­sti­tio­nen in die Wis­sen­schaf­ten und es kommt zu einer Aus­trock­nung der Forschungsaktivitäten.

Die Finanz­kri­se - mögen ihre Aus­wir­kun­gen auch noch so dra­ma­tisch selbst für Euro­pa aus­se­hen - wird so mög­li­cher­wei­se zur Ret­tung der Spit­zen­for­schung durch Ver­rin­ge­rung der Abwan­de­rung nach U.S.A. .... wenn es dann noch gelingt, die büro­kra­ti­schen Hür­den zu ver­rin­gern könn­ten wir den frü­he­ren Vor­sprung wie­der­ge­win­nen oder - wie im Fall der Nano-Tech­no­lo­gie (in der wir ent­ge­gen der von Dr. Keil ver­tre­te­nen The­se welt­weit füh­rend sind) halten.

Min­de­stens ich wür­de es mir so wünschen.

bookmark_borderRolle rückwärts ....

Mit bit­te­rer Ent­täu­schung habe ich gele­sen, daß Prä­si­dent Oba­ma die Son­der­ge­rich­te nun doch bestehen las­sen will - und das nur weni­ge Tage nach sei­nem Rück­zie­her hin­sicht­lich der umstrit­te­nen Fol­ter-Pho­tos .... ich hat­te wirk­lich geglaubt, er sei 'anders' als vie­le sei­ner Vor­gän­ger, ins­be­son­de­re der letzte ....

[Zitat aus der Netzzeitung]

" .. Nach Ansicht des Vor­sit­zen­den der .. ACLU, Antho­ny Rome­ro, beru­hen die Tri­bu­na­le auf ver­fas­sungs­wid­ri­gen Grund­la­gen und zie­len dar­auf ab, «Schuld­sprü­che sicher­zu­stel­len, kei­ne fai­ren Pro­zes­se». Rome­ro kün­dig­te mas­si­ven Wider­stand an. Es hand­le sich um eine «alar­mie­ren­de Ent­wick­lung», erklär­te auch das Zen­trum für Ver­fas­sungs­rech­te in Washing­ton, das sich seit Jah­ren um eine bes­se­re Rechts­stel­lung der Gefan­ge­nen im US-Lager Guan­ta­na­mo auf Kuba bemüht. Oba­ma habe vor sei­ner Wahl die Hoff­nung geweckt, mit den «gefähr­li­chen Expe­ri­men­ten» sei­nes Amts­vor­gän­gers Geor­ge W. Bush zu brechen .. "

*edit*
Sie­he dazu auch:

  1. Litt­le Known Mili­ta­ry Thug Squad Still Bru­ta­li­zing Pri­soners at Git­mo Under Obama 
  2. und

  3. "Cen­ter for Con­sti­tu­tio­nal Rights [CCR] Urges Oba­ma Admi­ni­stra­ti­on to Aban­don Fai­led Guan­ta­na­mo Mili­ta­ry Commissions"

Dabei hat er so viel­ver­spre­chend angefangen ....

bookmark_border"Qualitäts-Journalismus" - versagt ...!

Da lese ich mit Freu­de fol­gen­des [Zitat]:

.. Die eta­blier­te Pres­se, die sich so ger­ne, in durch­aus selbst­ge­rech­tem Ton, als “vier­te Macht im Staat” und als ein­zi­ge Quel­le objek­ti­ver Nach­rich­ten­ver­mitt­lung und Welt­in­ter­pre­ta­ti­on geriert, hat ange­sichts der bei­spiel­lo­sen Demon­ta­ge von Grund­rech­ten lei­der kom­plett versagt.

Das Recht auf Infor­ma­ti­ons- und Mei­nungs­frei­heit wird wesent­lich ein­ge­schränkt, aus Grün­den, die ent­we­der schlicht­weg erfun­den oder mani­pu­liert sind, mit Mit­teln, die weder trans­pa­rent noch demo­kra­tisch kon­trol­lier­bar oder legi­ti­mier­bar sind, unter unsach­li­cher und geschmack­lo­ser Dif­fa­mie­rung jeg­li­cher Kri­ti­ker - Na und?
Kein Anlaß, in den Redak­ti­ons­bü­ros unse­rer sog. “Qua­li­täts­pres­se” kri­ti­sche Wor­te zu finden! .. " 

Die Erklä­rung ist einfach:
Nach­dem man Anfang des Jah­res die Archi­ve der Rund­funk­an­stal­ten bekämpft - und mit Hil­fe der Poli­tik als 'Kon­kur­ren­ten' aus­ge­schal­tet hat - schaut nun die ver­sam­mel­te Print-Medi­en-Welt mit klamm­heim­li­cher Freu­de zu wie das Inter­net als Kon­kur­renz auch noch aus­ge­schal­tet wird ....


Machen wir uns doch nichts vor:
Nach­rich­ten aus den 'news-tickern' von heu­te ste­hen frü­he­stens mor­gen in den Zei­tun­gen. Weil das immer mehr Zei­tungs­le­ser erken­nen bestel­len sie die Blät­ter ab - es ist die Angst der Eta­blier­ten ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren die sie dazu bringt sich wie die 'Drei Affen' zu verhalten ....

Was 'die Eta­blier­ten' nicht beden­ken ist das bekann­te Niem­öl­ler-Zitat. Wenn sie dann zen­siert wer­den ist nie­mand mehr da sie zu verteidigen ....

 

bookmark_borderWenn man ....

bei "ETWAS" mit­ma­chen will muß man sich schon an REGELN hal­ten - sonst läuft man Gefahr nicht mit­ma­chen zu dür­fen ....

Vor lan­ger, lan­ger Zeit hat­te ich 'mal eine bestimm­te Vor­stel­lung von einem Blog­ger, der auch bei two­day schrieb - das ist über 1.500 Tage her. Neu­lich bin ich - per Zufall - auf eine Sei­te gesto­ßen die er jetzt betreibt, der drit­te oder vier­te Anlauf "seri­ös" zu werden.

Als ich da las dach­te ich:
Jetzt hat er es (end­lich) ver­stan­den, er hat gelernt, daß die Welt sich nicht nach ihm rich­ten wird, son­dern daß er sich nach der Welt rich­ten muß. Daß er min­de­stens einen Kom­pro­miß mit der Welt suchen muß, anstatt nur zu opponieren ....

REGELN, die steu­ern das Zusam­men­le­ben. Da geht es halt nicht, daß man sich Alles so hin­biegt wie es gera­de paßt. Das gibt Ärger. Da wird man schnell einsam.

Oder man darf bei "Abge­ord­ne­ten­watch" kei­ne Fra­gen stel­len. Die Kon­se­quenz wäre dann, das eige­ne Han­deln zu hin­ter­fra­gen, anstatt sich belei­digt, trot­zig und unver­söhn­lich abzuwenden:

"Ätsch!"
wenn ihr mich nicht so wollt wie ich bin
- dann eben nicht! 

So reagie­ren Kinder.
Und Erwach­se­ne, die ganz innen nur ver­letz­te, ein­ge­schnapp­te Kin­der sind .... 

War­um ich das hier schreibe?
Weil mei­ne "Erz-Fein­din", die nim­mer­mü­de, unfehl­ba­re, und lie­ben­de Mut­ter Frau BUDENZAUBERIN ihr Web­log dicht­ge­macht hat - irgend­wann reicht es ja auch - nein, nicht wirk­lich, sondern:

Weil ich nach 1.900 Tagen blog­gen 'mal einen Blick zurück wer­fen woll­te .... und die 'sto­ry' hat doch einen unver­wech­sel­ba­ren 'human touch'.
Das ist gefragt, heutzutage.

 

bookmark_borderAbgründe der menschlichen Natur ....

tun sich auf, wenn man "die Hin­ter­las­sen­schaft" der Bush-Regie­rung - deren fin­ster­ste Sei­te! - liest. Hier ein Text zur Ein­stim­mung, das Ori­gi­nal und die ver­link­ten "Memos" ist eine unab­dig­ba­re Lek­tü­re um zu erken­nen, wie ver­rot­tet die Admi­ni­stra­ti­on Bush war ....

[Zitat aus der NY Times online, vom 18 April, 2009]
" .. Editorial
The Tor­tu­r­ers’ Manifesto
Published: April 18, 2009

To read the four new­ly released memos on pri­soner inter­ro­ga­ti­on writ­ten by Geor­ge W. Bush’s Justi­ce Depart­ment is to take a jour­ney into depravity.

Their lan­guage is the pre­cise bureau­cra­te­se favor­ed by dun­ge­on masters throug­hout histo­ry. They detail how to fashion a col­lar for slamming a pri­soner against a wall, exact­ly how many days he can be kept wit­hout sleep (11), and what, spe­ci­fi­cal­ly, he should be told befo­re being locked in a box with an insect — all to stop just short of having a jury deci­de that the­se acts vio­la­te the laws against tor­tu­re and abu­si­ve tre­at­ment of prisoners.

In one of the more nau­sea­ting pas­sa­ges, Jay Bybee, then an assi­stant att­or­ney gene­ral and now a fede­ral judge, wro­te admi­rin­gly about a con­trap­ti­on for water­boar­ding that would lurch a pri­soner upright if he stop­ped breathing while water was pou­red over his face. He prai­sed the Cen­tral Intel­li­gence Agen­cy for having doc­tors rea­dy to per­form an emer­gen­cy tra­cheo­to­my if necessary.

The­se memos are not an honest attempt to set the legal limits on inter­ro­ga­ti­ons, which was the aut­hors’ sta­tu­to­ry obli­ga­ti­on. They were writ­ten to pro­vi­de legal immu­ni­ty for acts that are cle­ar­ly ille­gal, immo­ral and a vio­la­ti­on of this country’s most basic values.

It sounds like the plot of a mob film, except the lawy­ers asking how much their cli­ents can get away with are from the C.I.A. and the lawy­ers coa­ching them on how to com­mit the abu­ses are from the Justi­ce Depart­ment. And it all play­ed out with the bles­sing of the defen­se secre­ta­ry, the att­or­ney gene­ral, the intel­li­gence direc­tor and, most likely, Pre­si­dent Bush and Vice Pre­si­dent Dick Cheney.

The Ame­ri­cans Civil Liber­ties Uni­on deser­ves cre­dit for suing for the memos’ release. And Pre­si­dent Oba­ma deser­ves cre­dit for over­ru­ling his own C.I.A. direc­tor and orde­ring that the memos be made public. It is hard to think of ano­ther case in which docu­ments stam­ped “Top Secret” were released with hard­ly any deletions .. "


Sol­che Rechts­brü­che kön­nen nur ver­hin­dert wer­den wenn ALLE Akti­vi­tä­ten einer Regie­rung offen­ge­legt wer­den müs­sen - Ver­tu­schung und Geheim­nis­krä­me­rei, der Aus­schluß der Öffent­lich­keit, füh­ren dazu, daß sich die Rechts­bre­cher sicher fühlen ....

Vor die­sem Hin­ter­grund ist es umso bedeut­sa­mer gegen jede Art von Zen­sur zu protestieren!

 

 

bookmark_borderGründe für Unwissenheit ...

.
Grün­de für Unwis­sen­heit vie­ler Schü­ler in Ame­ri­ka im Fach "Geschich­te" mag es geben wie Sand am Meer .... einer jedoch sticht aus der Mas­se heraus:
Es ist die US-zen­trier­te Sicht­wei­se, die sich selbst genügt und alle 'frem­den' Sicht­wei­sen ausblendet ....

[Zitat]*
" .. the­re is one distinct advan­ta­ge that the­se other count­ries have over the United Sta­tes in this rela­ti­on­ship: They are con­stant­ly expo­sed to the U.S., recei­ving a dai­ly dose of infor­ma­ti­on on the U.S. and Ame­ri­cans, stu­dy­ing Eng­lish at school ..

Ame­ri­cans, in sharp con­trast, seem to know rela­tively litt­le about other count­ries and cul­tures. This iso­la­tio­nist ten­den­cy is nowhe­re more appa­rent than within our own edu­ca­tio­nal system .. 

Few are more awa­re of this iso­la­tio­nism than midd­le school and high school tea­chers, par­ti­cu­lar­ly tho­se who teach histo­ry using stan­dard texts that - not sur­pri­sin­gly - view the signal events of Ame­ri­can histo­ry with a kind of natio­nal solip­sism.


* Das Zitat basiert auf einem Zeitschriftenartikel:
"The Mudd­le Machi­ne: Con­fes­si­ons of a Text­book Edi­tor".

 
 

bookmark_borderDie "dunkle Seite" der Macht ....

wird in einem sehr auf­schluß­rei­chen "Independent"-Artikel beschrieben:
Abgrün­de tun sich auf, es wer­den ver­zerr­te Dar­stel­lun­gen in den (mei­sten) West­me­di­en entlarvt.


" .. ever­ything in Dubai is fake. .. The trees are fake, the workers' con­tracts are fake, the islands are fake, the smi­les are fake – even the water is fake! .. Dubai .. is an illu­si­on, not real. You think you have seen water in the distance, but you get clo­se and you only get a mouthful of sand .. "


Sehr lesens­wert!
(via NIGHTLINE)