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bookmark_borderDomino ....

vor der Wahl, Mer­kel & Stein­mei­er fal­len um:
Die Abwrack­prä­mie wird nun doch verlängert ....
 
O Wun­der, wer hät­te das gedacht!
 
So kurz vor der Wahl will man nicht sound­so­vie­le poten­ti­el­le Auto­käu­fer ver­prel­len, die nicht in die Puschen gekom­men sind und die Prä­mi­en­aus­schüt­tung doch gern noch mit­neh­men möch­ten - wohin man schaut der­zeit Wohl­ta­ten für das Wahl­volk, Wohl­ta­ten, für die wir alle nach der Wahl und vie­le, vie­le Jah­re dar­über hin­aus, noch bit­ter büßen müssen.

Nur sagt das natür­lich kei­ner von die­sen geschnie­gel­ten, gegel­ten, gelang­weil­ten und über­be­zahl­ten Frau­en und Män­nern die behaup­ten, sie mach­ten "Poli­tik" in Berlin ....



[Bild: Wikipedia]

bookmark_borderFrau Will ....

hat der Kanz­le­rin eine "Plat­form" gebo­ten und brav beim - wahr­schein­lich gut vor­be­rei­te­ten und mit den Par­tei­stra­te­gen abge­spro­che­nen - Fra­ge-Ant­wort-Spiel­chen mit­ge­macht .... so weit so schlecht! 

Mich ärgert ledig­lich, daß es dem unbe­darf­ten Zuse­her vor­gau­kel­te die sonst so schweig­sa­me, zurück­hal­ten­de und ent­schei­dungs­un­wil­li­ge Frau Kanz­ler habe für alle bren­nen­den Pro­ble­me eine Lösung:
Was völ­lig außer Acht geblie­ben ist war die Tat­sa­che, daß genau die­se Kanz­le­rin die letz­ten paar Jah­re regiert und NICHT BESONDERS VIEL gelöst hat - war­um, in drei Teu­fels Namen, soll­te es dann bes­ser wer­den wenn man sie wie­der wählt?

Eine Frau Will die Stich­wor­te gab, eine Kanz­le­rin die bekann­te Paro­len aus­schmückend her­un­ter­be­te­te - nein, so stel­le ich mir eine jour­na­li­sti­sche Glanz­lei­stung nicht vor. Das war Schü­ler­zei­tungs­ni­veau - obwohl, als ich den vor­ma­li­gen DDR-Gro­ßen H. Bent­zi­en (1961 bis 1965 Mini­ster für Kul­tur) Anfang 1965 für unse­re Schü­ler­zei­tung inter­view­te, ging es leb­haf­ter her ....

bookmark_borderEin Zitat
- und sich daraus ergebende Folgerungen ....

[Quel­le des Zitates]
".. Den Laden am Lau­fen .. hal­ten – um jeden Preis. 

.. Räder müs­sen rol­len, Autos müs­sen ver­kauft wer­den, es muss Ban­ken geben, damit man Schul­den machen kann, und im näch­sten Jahr müs­sen wir mehr ver­die­nen als in die­sem, weil wir die Schul­den vom Vor­jahr sonst nicht mehr bedie­nen können. 

Letz­ten Endes ist das sogar verständlich. 

Die Res­sour­cen- und Wachs­tums­kri­se stellt unwei­ger­lich die Grund­la­gen der Indu­strie­ge­sell­schaft selbst in Fra­ge, und es ist eben die­se Indu­strie­ge­sell­schaft, der die poli­ti­schen Eli­ten ihre der­zei­ti­ge Posi­ti­on ver­dan­ken. Man soll­te wohl auf­hö­ren, von ihnen zu erwar­ten, dass sie am eige­nen Ast sägen .. 

Wie gut, daß es wenig­stens eini­ge klar den­ken­de Men­schen gibt die erken­nen, daß es so - wie der­zeit allent­hal­ben zu beob­ach­ten - nicht wei­ter­geht. Nicht wei­ter­ge­hen kann! Wenn sich wesent­li­che Roh­stoff- und Ener­gie­re­sour­cen der völ­li­gen Erschöp­fung nähern wür­de man doch erwar­ten, daß dies von den Regie­rungs­ver­ant­wort­li­chen wahr­ge­nom­men wird - genug Sach­ver­stand zu ihrer Bera­tung ist ja in die­sem Land vor­han­den .... es setzt natür­lich ein PROBLEMBEWUSSTSEIN voraus:
Genau dar­an man­gelt es!

bookmark_borderDas Dilemma unserer Zeit:

Vie­le Men­schen ken­nen zwar bestimm­te Begrif­fe - weil sie als “Schlag­wor­te” in das öffent­li­che Bewußt­sein gebracht wer­den - die Wenig­sten aber sind tat­säch­lich “infor­miert”, d.h. kön­nen sich etwas Kon­kre­tes dar­un­ter vorstellen ….

Jeder hat aber den Ein­druck über­all mit­dis­ku­tie­ren zu kön­nen und zu jedem The­ma Stel­lung neh­men zu müs­sen - wir sind ein Volk von “Halb-Wis­sen­den” und 'Schwaf­lern', weil an einer fun­dier­ten All­ge­mein­bil­dung zugun­sten von Schmal­spur-Schul­zeit gespart wird ….
Das Ego der Schü­ler wird künst­lich ‘auf­ge­bla­sen’ weil kei­ne Kri­tik, kein Urteil mehr erfolgt, son­dern 'Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung' dis­ku­tiert werden.
Beim Wis­sen ist ‘die Luft raus’ weil die Schü­ler in immer kür­ze­ren Abstän­den immer mehr Stoff auf­neh­men sol­len - ohne daß von der Kul­tus­bü­ro­kra­tie bedacht wird, daß die Wis­sens­auf­nah­me pro Zeit­ein­heit eine end­li­che Grö­ße, ein limi­tie­ren­der Fak­tor ist ….

Das Ergeb­nis kann man beobachten:
Einst­mals über­for­der­te Kin­der ent­wickeln see­li­sche Defek­te, wer­den gna­den­lo­se Mana­ger mit skru­pel­lo­sem Gewinn­stre­ben ohne Gewis­sen oder sozia­le Ver­ant­wor­tung. Denn man hat sie durch­ge­peitscht und ihnen auf den Weg gege­ben: Du bist toll, laß' Nichts und Nie­man­den in dei­nem Wege stehen .... 

Dabei kann man den so Han­deln­den kei­nen Vor­wurf machen.
Das hat ihnen ihre Eltern­ge­nera­ti­on eingebrockt!

bookmark_borderIch habe einen guten Freund ....

in den U.S.A. - den ken­ne ich seit 1963.
Es ist seit­dem viel pas­siert, hier wie dort.
Ich habe Ken­ne­dy live gehört und war beeindruckt.
Ich habe - auch 1963 - vier Tage vor dem Fern­se­her geses­sen und erlebt wie eine Nati­on um den ermor­de­ten Ken­ne­dy getrau­ert hat.
 
Heu­te, nach der Amts­ein­füh­rungs­re­de [Kom­men­tier­te Fas­sung!] des Prä­si­den­ten Barack H. Oba­ma habe ich mei­nem Freund ein E-mail geschickt und ihm dazu gra­tu­liert daß er den Anbruch einer neu­en Zeit 'live' mit­er­le­ben kann. Jede Zeit gebiert Men­schen, die die­se Zeit gestal­ten. Barack Oba­ma ist ein sol­cher 'Gestal­ter' ....
 
Es ruht viel Hoff­nung, viel Ver­trau­en, viel Anspruch auf dem Präsidenten:
Hof­fen wir - für uns Alle, auch hier in Euro­pa - daß er die Gele­gen­heit hat sei­ne Ideen, Idea­le und Visio­nen umzu­set­zen .... und für uns Deut­sche wün­sche ich mir, daß ein wenig von der Fähig­keit die­ses Man­nes auf unse­re Poli­tik 'abfärbt' - wir haben es bit­ter nötig!

bookmark_border"Flickschusterei" ....

"Flick­schu­ste­rei" nennt man ein wenig gelun­ge­nes Werk - die SZ meint zum 'Kon­junk­tur­pa­ket'

Mer­kels Milliardenpaket:
Die Tei­le hat sie in der Hand
- doch fehl
(e)t ihr das gei­stig' Band.

Ich hat­te ja zunächst vor nichts zu die­sem Mach­werk der Dilet­tan­ten zu sagen, muß aber zuge­ben, je län­ger ich dar­über nach­den­ke, nach­le­se, mit Ande­ren spre­che, desto ärger­li­cher wer­de ich - nicht, daß das für die Regie­rung von Bedeu­tung wäre, für mich aber schon ....

Was hät­te man für wirk­lich umfas­sen­de, hilf­rei­che Din­ge mit dem vie­len Geld machen kön­nen, das nun wahr­schein­lich sinn­los verpufft:

  • Anstatt jedem Kind € 100,- aus­zu­zah­len hät­te man die Höhe des Betra­ges vom Ein­kom­men der Eltern abhän­gig machen kön­nen - wer wenig ver­dient hät­te mehr für jedes Kind bekom­men, wer mehr ver­dient hät­te weni­ger bekom­men. Das wäre für die, die es am nötig­sten haben ein posi­ti­ves Signal gewesen ....
  • Anstatt jed­we­den Auto­kauf mit einer 'Abwrack­prä­mie' zu beden­ken hät­te man die­se an den Kauf von 'deut­schen' oder 'in Deutsch­land pro­du­zier­ten' Autos kop­peln kön­nen, min­de­stens aber an den Kauf von Kfz, die einen bestimm­te Hub­raum­klas­se nicht überschreiten ....
  • Anstatt die (gera­de erst zum Monats­an­fang erhöh­ten!) Kran­ken­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge zu sen­ken hät­te man den so 'übri­gen' Betrag in das Kran­ken­haus­we­sen pum­pen kön­nen - mit der Auf­la­ge, für eine bestimm­te Zeit kei­ne Per­so­nal­kür­zun­gen vor­zu­neh­men - um die dort wahr­haf­tig zu klei­nen Gehäl­tern beschäf­tig­ten, die eine wich­ti­ge sozia­le Funk­ti­on haben, wenig­stens auf die­sem Wege zu belohnen ....
  • Anstatt mini­ma­le Beträ­ge via Ände­rung der Steu­er­ta­bel­len zu ver­an­las­sen hät­te man eine grund­le­gen­de Reform - mutig! - durch­füh­ren kön­nen, damit gera­de der soge­nann­ten 'Mit­te der Gesell­schaft' ein wenig von der über­pro­por­tio­na­len Last genom­men wor­den wäre, die sie seit Jah­ren trägt: Immer zuviel Geld um För­de­run­gen zu bekom­men, immer zuwe­nig Geld um die gefor­der­ten Rück­la­gen bil­den zu kön­nen und immer genug Geld um zu aller­lei Zah­lun­gen 'soli­da­risch' her­an­ge­zo­gen zu werden ....

Kein Wun­der, daß seit letz­tem Jahr die Zahl der Abwan­de­run­gen aus Deutsch­land die Zahl der Ein­wan­de­run­gen überschreitet ....

Wäre ich so um die Mit­te Drei­ssig, ich hät­te mei­ne Kof­fer schon gepackt!

* edit *
(16−01−2009; 01:13h)
[Zitat: Gre­gor Thü­sing, Lei­ter des Insti­tuts für Sozi­al­recht an der Uni­ver­si­tät Bonn]

Pri­vat Kran­ken­ver­si­cher­te pro­fi­tie­ren nicht von den Staats­zu­schüs­sen. Sie tra­gen aber über das Steu­er­auf­kom­men zu des­sen Finan­zie­rung bei. Hier­in liegt eine Ungleich­be­hand­lung, die sich ver­fas­sungs­recht­lich nicht recht­fer­ti­gen lässt.“ Die­se Argu­men­ta­ti­on ist in Karls­ru­he durch­aus bekannt – der­zeit prü­fen die höch­sten deut­schen Rich­ter etli­che Ver­fas­sungs­be­schwer­den: Sie wen­den sich gegen eben jene Ungleich­be­hand­lung, die der Gesetz­ge­ber nun sehen­den Auges noch ein­mal ver­schärft hat.

'Selbst­los' wie ich nun 'mal bin habe ich dar­an über­haupt nicht gedacht .... 

bookmark_borderIch will nochmal an ....

die Not­wen­dig­keit erin­nern zum Wäh­len / zu Wah­len zu gehen ...!
Was wir in unse­rem Land brau­chen könn­ten wären mehr Men­schen mit Mut.
Mut, das zu sagen, was sie wirk­lich denken.
Mut, ihre Zukunft aktiv zu gestal­ten, indem sie nicht alles mit sich machen las­sen - in der Hoff­nung unge­scho­ren davonzukommen.
Mut zur Wahl zu gehen und nicht die zu wäh­len, die sie immer schon gewählt haben, die bis­her nichts, aber auch gar­nichts getan haben, um ihre groß­spu­ri­gen Ver­spre­chen einzuhalten ....

Wel­cher Trug­schluß wenn man glaubt, es wer­de sich schon Alles von allei­ne zum Besten wen­den! Genau die­ses pas­si­ve Ver­hal­ten ist es, wor­auf Poli­ti­ker & ande­re "Ver­ant­wort­li­che" set­zen. Sie spe­ku­lie­ren dar­auf, daß schon nie­mand sich ener­gisch zur Wehr set­zen wird - und sie damit "freie Bahn" für ihre Vor­ha­ben haben werden ....

Eine Kal­ku­la­ti­on die aufgeht.
Leider!
 

bookmark_border10 Euro, in Worten: "zehn" ....

hör­te ich heu­te eher so neben­bei unse­re Kanz­le­rin als "Steu­er­sen­kung" ver­spre­chen - pro Steu­er­zah­ler .... Das ist ihre Idee von einer
"Steu­er­erleich­te­rung zur Ankur­be­lung der Konjunktur"
.... aber erst ab Juli, damit die Leu­te das auch noch bei der Wahl erinnern!

Ob das die 55% der Wäh­ler wis­sen, die lt. "Polit­ba­ro­me­ter" Mer­kel wie­der als Kanz­le­rin haben möchten?