bookmark_borderManchmal ....

ärge­re ich mich dar­über, daß mir nicht so tol­le Wor­te wie z.B.


per­hor­res­ziert *


ein­fal­len bzw. ich sie bis­her noch nie gehört habe.

Bin ich mög­li­cher­wei­se nicht aus­rei­chend gebildet?
Oder 'falsch' gebil­det, mehr prak­tisch als theoretisch?

* per­hor­res­ziert erklärt bei wik­tio­na­ry, im Syn­onym­ver­zeich­nis.

bookmark_border" .. an forderster Front .. "

Ver­wirrt durch den Teilsatz


" .. an forder­ster Front .. "


in einem viel­ge­le­se­nen, her­aus­ra­gen­den Web­log begab ich mich auf die Suche. Es hät­te ja sein kön­nen, daß es sich hier­bei tat­säch­lich um eine Ände­rung han­delt, die die neue Recht­schrei­bung verlangt ....

Nein.
Falsch.
Es muß nach wie vor


" .. an vorder­ster Front .. "


geschrie­ben werden!

Als wei­te­re Lek­tü­re zum Wochen­en­de und zur Erhei­te­rung der genaig­ten geneig­ten Leser­schaft füge ich noch die vol­gen­den fol­gen­den "Fund­stücke" - der "Neu­en Recht­schrei­bung" sei Dank! - hinzu.

Mein 'Lieb­lings­falsch­wort':


Beton­steh­le



 
(M)eine Aus­wahl - aber es gibt noch viel, viel mehr:
 
Ago­rhyth­mus
Algo­rit­mus
Vier-Jah­res­tief abge­brüt
agres­siv Stand­art über­säht
Kar­ri­ka­tur Festungs­ath­mo­sphä­re fiber­haf­te Suche
Ven­ster schließen! für's Ohr für's Image
für's Wör­ter­buch für's Publi­kum Fahr­plan Anfrage
Die Vor­schlä­ge
blei­ben wage
Fab­rick for­wärts­ori­en­tiert
Jeman­dem
Refe­renz erweisen
Num­me­ri­sche Daten Geschirr­spüh­ler
Rechts­schreib­re­form Kuhan­del Gross­stadt
Stip­vi­si­te Affai­re Schma­ro­zer
Katha­ly­se eng­li­sche Brokken Asi­l­an­ten

 
[Tabel­le mit Xinha!]

Sowas kommt dabei her­aus wenn man Grund­sät­ze der gewach­se­nen Spra­che auf­gibt und sie durch Belie­big­keit ersetzt. Belie­big­keit, die zugun­sten Jener wirkt, die kei­ne Sprach­wur­zeln in die­sem Land hat­ten und Jener, die nie eine Fremd­spra­che (außer mög­li­cher­wei­se Eng­lisch) erlernt haben.

Ich war bestimmt zu kei­ner Zeit mei­nes Lebens ein Freund davon alle Schü­ler mit Grie­chisch oder Hebrä­isch zu quä­len. Aber hie und da ein paar Hin­wei­se auf die latei­ni­schen Wur­zeln vie­ler deut­scher Wor­te hal­te ich auch heu­te noch für sinn­voll und angebracht.

*edit*

1. Bei­spiel
Gera­de las ich auf einer YAHOO-Seite:
" .. Kürz­lich ver­öf­fent­lich­te „The New York Times" einen Arti­kel, laut dem immer mehr Men­schen .. " - da ist er wie­der, der Dativ, der den Tod des Geni­tiv bedeutet ....

2. Bei­spiel
Radio-Inter­view, ein bekann­ter Autor spricht:
" .. Wäh­rend dem Schrei­ben denkt man nicht dar­an .. " - da weiß man doch sofort, war­um es Lek­to­ren gibt ....

bookmark_borderWortbedeutungen ....

Als ich kürz­lich das Wort "Kaval­ka­de" benutz­te war um mich erst Schwei­gen und dann kam die Frage:
Was ist das, eine Kaval­ka­de?

Der­glei­chen Wor­te wer­den "aus­ster­ben". Da bin ich sicher. Denn wenn "hey, alda" und "was geht?" oder "auf­ge­bitch­te tus­se" der Stan­dard­wort­schatz einer jun­gen Gene­ra­ti­on sind haben kom­ple­xe Begrif­fe kei­nen Bestand ....

bookmark_borderEin paar ....

"net­te" Belei­di­gun­gen gefällig?

  • "His mother should have thrown him away and kept the stork."
    Mae West 
  • "Some cau­se hap­pi­ness whe­re­ver they go; others, when­ever they go."
    Oscar Wilde 
  • "He loves natu­re in spi­te of what it did to him."
    For­rest Tucker 
  • Mein Favo­rit, weil er auf vie­le Möch­te­gern-Blog­gen­de (letz­ter Absatz) zutrifft:
    "Some have delu­si­ons of ade­qua­cy."
    Wal­ter Kerr 
  • "He has all the vir­tu­es I dis­li­ke and none of the vices I admi­re."
    Win­s­ton Churchill 

bookmark_borderE-I-N-M-A-L-I-G ...!

Das ist es, was ich an juri­sti­schen Tex­ten so lie­be - die unnach­ahm­li­che Ver­klau­su­lie­rung völ­lig bana­ler Sach­ver­hal­te durch Satz­bau­stei­ne wie den folgenden:


" .. die Aus­füh­run­gen blei­ben im Ungefähren .. "



.... oder die­sen Satz - ein ech­tes "Schätz­chen":

" .. dass das Per­sön­lich­keits­recht eines Menschen ..
sei­nem Trä­ger kei­nen Anspruch dar­auf vermittelt,
öffent­lich nur so dar­ge­stellt zu werden,
wie es ihm selbst genehm ist .. "



.... oder die­se Feststellung:

" .. Die Ver­jäh­rung ist ein Mit­tel zum Zweck, nicht Selbstzweck .. "


[Text gele­sen bei "http://www.jurabilis.de/" und "http://www.stefan-niggemeier.de/blog/"
- hier 'über­ar­bei­tet' und neu gestaltet.]

bookmark_border"..meine kleinen Äugchen.."



Das las ich jüngst in einem Weblog ....

Das tut weh.
".. mei­ne klei­nen Äuglein .. "
oder mög­li­cher­wei­se noch
".. mei­ne klei­nen Äugelchen .. "
- das hät­te gepaßt.

Aber "Äug­chen" ..!?


2. Beispiel



Das las ich in einem Web­log mit "lite­ra­ri­schem Anspruch" ....



Die/der Schrei­ber/-in "assi­stiert" - wahr­schein­lich erschöpft sich das im Nach­schla­gen der kor­rek­ten Schreibweise ....

Hier also ein paar Wor­te in einer Tabel­le auf­ge­li­stet: "sämt­li­che" (farb­lich her­vor­ge­ho­ben) wird - auch nach neu­er 'Recht­schrei­bung' immer noch mit einem "m" geschrieben ....


bookmark_borderDEKLINATION (Linguistik):
Flexion der Substantive,
Artikel, Adjektive und Pronomen.

   

Weib­lich

 Kasus
(Fall)
 Sin­gu­lar
(Ein­zahl)
 Plu­ral
(Mehr­zahl)
 Nomi­na­tiv
 WER

 die Katze

 die Katzen 
 Geni­tiv
 WESSEN

 der Katze

 der Katzen 
 Dativ
 WEM

 der Katze

 den Katzen 
 Akku­sa­tiv
 WEN

 die Katze

 die Katzen

 

Männ­lich

 Kasus
(Fall)
 Sin­gu­lar
(Ein­zahl)
 Plu­ral
(Mehr­zahl)
 Nomi­na­tiv
 WER

 der Hund

 die Hunde 
 Geni­tiv
 WESSEN

 des Hundes

 der Hunde 
 Dativ
 WEM

 dem Hund(e)

 den Hunden 
 Akku­sa­tiv
 WEN

 den Hund

 die Hunde

 

☉ Säch­lich

 Kasus
(Fall)
 Sin­gu­lar
(Ein­zahl)
 Plu­ral
(Mehr­zahl)
 Nomi­na­tiv
 WER

 das Bild

 die Bilder 
 Geni­tiv
 WESSEN

 des Bildes

 der Bilder 
 Dativ
 WEM

 dem Bild(e)

 den Bildern 
 Akku­sa­tiv
 WEN

 das Bild

 die Bilder

 

bookmark_borderParallel-synchrone Verwirrung ....

Aus Anlaß eines Bei­tra­ges bei "two­day" hat­te ich den Begriff "Syn­chronizi­tät" als Über­schrift gewählt:
Damit woll­te ich aus­drücken, daß zwei unter­schied­li­che Pro­zes­se sich auf der glei­chen Zeit­ach­se gleich­sin­nig verändern ....

Soweit war das noch ganz ein­fach. Um aber sicher zu gehen dach­te ich:
Ein Blick in WIKIPEDIA kann nicht scha­den, mög­li­cher­wei­se soll­te ich lie­ber den Begriff "Par­al­lelität" wäh­len um das aus­zu­drücken, was ich sagen will.

Mit die­sem Gedan­ken ging es erst 'rich­tig' los - eine Lek­ti­on in Sachen "Was der nor­ma­le Mensch sich unter einem bestimm­ten Begriff vor­stellt ist bestimmt nicht das, was er bedeutet!"

Das paßt alles nicht so recht.
Soll­te der Wort­stamm "Par­al­lel~" viel­leicht doch pas­sen­der sein?

* Stun­den später:
.... "Par­al­le­li­tät" wäre wohl die ein­fa­che, weni­ger kom­ple­xe Über­schrift gewe­sen .... das stimmt zwar nicht so ganz, aber "Par­al­le­lis­mus" trifft es auch nicht so gut .... ich soll­te statt­des­sen "Par­al­le­le" schrei­ben .... oder doch besser ....


* [Bild­quel­le Uhr]

bookmark_borderGenial - mit Birkenbihl ....

Teil 301

Eine beson­ders 'genia­le' Bir­ken­bihl-Jün­ge­rin schreibt (wört­li­ches Zitat):>

.. (Son­nen­pünkt­chen)
Lala­la... Lang­sam werd ich lang­wei­lig. Ich hab mal wie­der irgend­wann ein­fach auf­ge­hört.. Ich glaub, immer wenn mein Kern­the­ma aus mei­nem Kern­in­ter­es­se rückt, weil ich so sehr aus
(sic!) der Suche bin, ver­schwin­det die Moti­va­ti­on wie­der, sich damit wei­ter zu beschäftigen .. 

Bei so vie­len "Kern"ereignissen und (schwar­zen?) "Moti­va­ti­ons­lö­chern" geht natür­lich hier und da der Blick für das Wesent­li­che ver­lo­ren .... "geni­al" ist der Satz "Lang­sam werd ich lang­wei­lig" nach mei­ner Kennt­nis der deut­schen Gram­ma­tik nicht - aber viel­leicht kommt nach 'geni­al' erst­mal 'black-out' und dann, viel viel spä­ter 'kor­rek­ter Satzbau' ....

Mein Favo­rit ist aber:
"Ich hab mal wie­der irgend­wann ein­fach auf­ge­hört.." - der Satz mit den zwei Punk­ten am Ende - und mit drei Prä­po­si­tio­nen (zwei Prä­po­si­tio­nen und einem Modal­wort?), davon zwei Zeit­be­stim­mun­gen nacheinander (!)

  1. mal wie­der
  2. irgend­wann
  3. und

  4. ein­fach

Das ist ? ge-ni-al-

[Ande­rer­seits:
Als ich kürz­lich hör­te, daß eine bald-pro­mo­vier­te Zahn­ärz­tin schrieb "ver­viel" (von "ver­fal­len") und "all­ge­main" (!) dach­te ich:
Mit die­ser Recht­schrei­bung hät­te man 'frü­her' nicht ein­mal das Abitur bestan­den .... hof­fent­lich kann sie bes­ser Zäh­ne ziehen!]


*edit*
Einen Bei­trag zur Frage:
Was taugt die Bir­ken­bihl-Metho­de zum Fremdsprachenlernen?
fin­det man unter dem Titel "The Bir­ken­bihl method for lan­guage lear­ning" .... um es kurz zu sagen: Der Autor lehnt die Bir­ken­bihl-Metho­de ab. Ich auch - aber das ist ja nichts Neues ....

bookmark_borderSonderbar.

Von 'emo­tio­na­ler Intel­li­genz' ist oft die Rede.
In Betrie­ben, in Behör­den, überall.
Semi­na­re wer­den dar­über abgehalten.
Jeder braucht sie, sie ist unver­zicht­bar ....

Son­der­bar.
Das gilt wohl immer nur zwi­schen den in sol­chen Insti­tu­tio­nen Beschäftigten.

Wenn es näm­lich um deren Umgang mit Außen­ste­hen­den geht ist die­se viel­ge­rühm­te 'emo­tio­na­le Intel­li­genz' wie weg­ge­wischt, cau­se per­due, fort, verschwunden ....