Das Faß ist voll - meine Geduld am Ende ....

Als wir uns in 2021 schwe­ren Her­zens von einem Haus­bau in Bad Hers­feld ver­ab­schie­de­ten, weil die Prei­se für Holz [Kon­struk­ti­ons­voll­holz] und Stahl inner­halb weni­ger Wochen um 100 bis 200% in die Höhe schos­sen, stell­te sich die Fra­ge wie es wei­ter gehen sollte.

Die Ant­wort dar­auf war der Kauf eines fer­ti­gen Hau­ses aus dem Bestand, eine *Gebraucht-Immo­bi­lie*. Die­ses Haus fan­den wir nach mona­te­lan­ger Suche und vie­len gefah­re­nen Kilo­me­tern schließ­lich in Papen­burg im Ems­land. Ein Haus mit Cha­rak­ter und Stil­merk­ma­len die man anson­sten nicht mehr bekommt, weil es kei­ne Hand­wer­ker mehr gibt die das zu bezahl­ba­ren Prei­sen her­stel­len, oder schlicht­weg ableh­nen, statt­des­sen Lager­wa­re als Alter­na­ti­ve anbie­ten, weil sie nicht das Per­so­nal haben, das sich dar­auf ver­steht die­se älte­re Gestal­tung fach­ge­recht einzubauen.

Das Haus befin­det sich an einer Anlie­ger­stra­ße, einer "Tem­po 30 Zone", die sich zwi­schen zwei Nord-Süd-Ver­bin­dungs­stra­ßen erstreckt.

Wie sich im Ver­lauf der Jah­re her­aus­stell­te ist genau die­ser Umstand die Ursa­che für vie­le Fah­rer die par­al­lel ver­lau­fen­de Land­stra­ße mit meh­re­ren Ampeln zu mei­den und unse­re Stra­ße als "Schleich­weg" zu nut­zen - aller­dings nicht im Sin­ne von "schlei­chend", son­dern im Sin­ne von "rasend":


Es wer­den Geschwin­dig­kei­ten von 80 und mehr km/h erreicht (wie mit­tels der auf­ge­stell­ten Radar­an­zei­gen ["Sie fah­ren XX km/h"; mit rotem Empö­rungs­smi­ley] abzu­le­sen) - völ­lig ohne jedes Unrechts­be­wußt­sein der Fah­rer, die sich offen­bar nicht bewußt sind, daß ihr Ver­hal­ten zum sofor­ti­gen Füh­rer­schein­ent­zug (!) füh­ren wür­de .... wenn denn irgend­wann die mehr­fa­chen Ver­su­che die Behör­den, Stadt­ver­wal­tung, Kreis­ver­wal­tung, Kreis­po­li­zei­di­rek­ti­on, zum Han­deln zu bewe­gen Erfolg gehabt hät­ten.
 

Nun habe ich zwei Trans­pa­ren­te [130 x 200 cm] in Auf­trag gege­ben die der­zeit in Fer­ti­gung sind. Die­se wer­de ich auf unse­rem Grund­stück (Rücken an Rücken) so auf­stel­len, daß sie im Vor­bei­fah­ren gut zu lesen sind. Ich hof­fe auf soviel Rest-Anstand der die Raser dazu bewe­gen möge ihre Geschwin­dig­keit den Vor­ga­ben anzupassen.

Zwei tote Igel habe ich schon von der Stra­ße gekratzt. Das waren zwei zuviel.
Die Radar­an­zei­gen allein konn­ten sie nicht ret­ten, viel­leicht geht es mit dem visu­el­len Appell zu Mäßi­gung, bevor letzt­lich ein Kind, eine behin­der­te Per­son, oder ein Seni­or als Opfer zu bekla­gen sind.

Ich will nicht ver­schwei­gen, was ich hin­ge­gen für den wahr­schein­li­che­ren Aus­gang halte:
Es wer­den freund­li­che Mit­ar­bei­ten­de der Stadt hier auf­tau­chen die mich dar­über beleh­ren wer­den eine sol­che Auf­stel­lung von Trans­pa­ren­ten sei rechts­wid­rig und daher zu entfernen ...!

Kommentare

  1. Wie kann etwas rechts­wid­rig sein, das die Rechts­la­ge unter­stützt, indem es zur Beach­tung der Geschwin­dig­keits­be­gren­zung aufruft?! 

    Und da Du das Trans­pa­rent auf Dei­nem Grund­stück auf­stel­len willst - wie könn­te man Dir das ver­bie­ten? Erre­gung öffent­li­chen Ärger­nis­ses durch Hin­weis auf eine gesetz­li­che Vor­schrift? Das wäre ja zum Lachen.

    Wie ste­hen denn Dei­ne Nach­barn zu Dei­nem Vor­ha­ben? Die sind doch auch betrof­fen und müss­ten doch auf Dei­ner Sei­te stehen.

    1. Moin Ingrid,
      mei­ne Befürch­tung grün­det sich auf die Beob­ach­tung, daß Behör­den eher die angrei­fen¹ die Miß­stän­de auf­zei­gen als Jene die sie verursachen.
      Man­che Reak­ti­on *der Obrig­keit* kann man mit logi­schem Den­ken nicht erfassen ....

      Mit meh­re­ren Nach­barn habe ich gespro­chen, einer davon war frü­her in lei­ten­der Funk­ti­on bei der Poli­zei. Sein Hin­weis war entmutigend:
      Es sei eine Ver­knap­pung von Per­so­nal gegen­über frü­her ein­ge­tre­ten, und man habe man­nig­fal­ti­ge Neben­auf­ga­ben zu erle­di­gen. Sol­che Kon­trol­len, die hier nötig wären, sei­en per­so­nal­in­ten­siv - da enga­gie­re man lie­ber exter­ne Fir­men die mit Radar­wa­gen an bekann­ten Brenn­punk­ten mehr her­ein­brin­gen als sie kosten ... garan­tier­ter Pro­fit für die Gemeinde.

      Ein ande­rer Nach­bar meint es sei ziel­füh­ren­der gemein­sam die Umwid­mung in eine Anlie­ger­zo­ne / Spiel­stra­ße anzu­stre­ben - weil Kin­der im Wohn­ge­biet hin­zu­ge­kom­men seien ...

      Noch ist etwas Zeit, denn das Gestän­ge muß noch ein­ge­rich­tet wer­den wenn die bei­den Ban­ner fer­tig sind. Ich wer­de berich­ten was wei­ter passiert ....

      ¹ PS
      Es gibt bestimmt eine Ver­ord­nung dar­über was man auf dem Grund­stück pla­ka­tie­ren darf - ich mei­ne ein­mal gele­sen zu haben selbst Namens­schil­der sei­en reguliert ...

      1. Die Idee mit der Spiel­stra­sse ist doch prima!
        Nur dumm, wenn dann nie ein Kind dort spie­len mag,
        weil die Autos immer so durchrasen.

        1. Das wer­den sich wohl nur wirk­lich sehr dum­me Fah­rer erlau­ben, denn Tem­po 20 ist dort ja schon zu schnell! Man­che die­ser Stra­ßen sind mit beson­de­ren *Schi­ka­nen* gegen Raser aus­ge­baut, da ist wohl wenig Ein­sicht von­nö­ten, denn wenn die fehlt geht das Auto kaputt.

  2. Moin Wolf­gang,
    nach lan­ger Pau­se wie­der ein Kom­men­tar von mir.
    Was den Erfolg dei­ner Trans­pa­ren­ten-Akti­on angeht bin ich zwar ziem­lich skep­tisch, aber zumin­dest mal den Ver­such zu unter­neh­men ist es alle­mal wert.
    Vie­le Grüße
    Fred

    1. Hal­lo Fred,
      "unver­hofft kommt oft", wie schön wie­der mal von dir zu hören!

      Den Skep­ti­zis­mus tei­le ich (wie oben im Nach­satz ange­deu­tet), doch man soll nie die Hoff­nung auf­ge­ben bevor nicht end­gül­ti­ge & abschlie­ßen­de Ent­schei­dun­gen getrof­fen wor­den sind.

      Heu­te habe ich - ganz in die­sem Sin­ne - das Gestän­ge gekauft das die Poster/Transparente tra­gen soll und wie­der ein­mal gemerkt:
      Die Bau­märk­te sind alle­samt auf Apo­the­ken-Preis-Niveau angekommen .... ☹

      PS
      Ich hof­fe du hat­test Gele­gen­heit und gesund­heit­lich weni­ger Ein­schrän­kun­gen die dir erlaub­ten auch die ande­ren inzwi­schen erschie­ne­nen Arti­kel anzusehen/zu lesen ....

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