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bookmark_border"Bemächtigung"

Wir haben uns dar­an gewöhnt die moder­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on zu nut­zen. Man macht sich kei­ne Gedan­ken mehr - es sei denn, irgend­wel­che Stö­run­gen zwin­gen dazu, sich mal wie­der damit zu beschäftigen.

Als ich heu­te Mor­gen mit einem Freund sprach muß­te ich dar­an den­ken wie sehr die Ver­ein­fa­chung vor allem jenen Men­schen hilft, die sich schrift­lich weni­ger geschickt aus­drücken - spre­chen kann jeder, auch wenn es mit der Recht­schrei­bung hapern sollte.

Inso­weit ist die Erfin­dung des Tele­fons zugleich eine "Bemäch­ti­gung" all jener Men­schen gewe­sen, die bes­ser münd­lich als schrift­lich aus­drücken kön­nen was sie wol­len. Zugleich bringt die tele­fo­ni­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on noch die Stim­me als Hin­weis auf die Stim­mung der Gesprächs­teil­neh­mer in den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zeß ein - das kann Miß­ver­ständ­nis­sen vor­beu­gen, die manch­mal nur dadurch ent­ste­hen, daß das geschrie­be­ne Wort ver­schie­den inter­pre­tiert wer­den könn­te. Und ver­schie­den inter­pre­tiert wird.

Ähn­lich sieht es auf der näch­sten Stu­fe der tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten aus: Das Inter­net gibt Vie­len eine Mög­lich­keit sich an eine brei­te Öffent­lich­keit zu wen­den die frü­her, schon allei­ne wegen man­gel­haf­ter Recht­schrei­bung, nie die Gele­gen­heit gehabt hät­ten in eine Leser­brief­spal­te zu gelangen.

"Bemäch­ti­gung" ist also ein Pro­zeß mit meh­re­ren Stu­fen. Den­ken wir an den ersten Schritt über­haupt, so war es der Buch­druck, dann das Tele­fon, jetzt das Inter­net - und wer weiß, was dann die näch­ste Stu­fe sein wird.

Der Demo­kra­tie hat die­se Ver­brei­te­rung der Infor­ma­ti­ons­ba­sis jeden­falls gute Dien­ste getan. Nun muß nur noch dar­auf geach­tet wer­den, daß die Poli­ti­ker und ande­re Nutz­nie­ßer der her­kömm­li­chen Beschrän­kun­gen für die Mas­se der Bevöl­ke­rung die­se Errun­gen­schaf­ten nicht wie­der 'kas­sie­ren'.

Ansät­ze dazu gibt es in meh­re­ren Wel­len, natio­nal und inter­na­tio­nal. Ich freue mich mit­zu­er­le­ben wie sich Men­schen in allen Län­dern gegen die­se Ver­su­che das Rad zurück­zu­dre­hen zur Wehr set­zen und tat­säch­lich Erfolg haben.

bookmark_borderUnverhofft ....

An man­chen Tagen ballt sich das Unglück gleich hau­fen­wei­se und die Welt scheint zusammenzustürzen ....

So erfuhr ich heu­te vom plötz­li­chen Tod eines Bekann­ten, einer Tumor­er­kran­kung bei einer sehr jun­gen Frau, es schüt­te­te wie aus Kübeln und gegen­über wur­de bei Erd­ar­bei­ten ein höl­li­scher Lärm verursacht.

Hat jemand noch mehr zu bieten?

bookmark_borderEinstens ....


[Quel­le]
Im Jah­re 1901, so ist beim Wet­ter­bo­ten zu sehen, wur­de zum ersten Mal eine staat­lich 'ver­ord­ne­te' Recht­schrei­bung ein­ge­führt. Das war ein Mei­len­stein der deut­schen Geschich­te - und was danach kam war nicht mehr von den glei­chen Idea­len getra­gen und geriet zu Murks ....

*edit*
Falls sich noch jemand fragt: "War­um steht sowas eigent­lich aus­ge­rech­net auf einer Sei­te wie 'Der Wet­ter­bo­te'?" dann kann ich nur ant­wor­ten "Hab' ich mich auch schon gefragt. Aber bes­ser da als nirgends."

bookmark_borderDie Wurzel allen Übels ....

Wie ich gestern gelernt habe war ein Ita­lie­ner, ein tos­ka­ni­scher Kauf­mann namens Fran­ces­co di Mar­co Dati­ni, Begrün­der des "Bank­we­sens".

Gebo­ren im tos­ka­ni­schen PRATO, einem der Stadt FLORENZ zuge­rech­ne­ten Ort, leb­te er den grö­ße­ren Teil sei­nes Lebens jedoch - nach eini­gen Jah­ren des Auf­ent­hal­tes in AVIGNON - in FLORENZ, von wo aus er sein Han­dels­im­pe­ri­um auf­bau­te und betrieb [wei­te­re Infor­ma­tio­nen sie­he WIKIPEDIA].

Dati­nis 'Ver­dienst' ist der Auf­bau eines Bank­we­sens das ohne Bar­geld aus­kam. Inso­weit darf man ihn als Begrün­der der moder­nen Ban­ken­struk­tur bezeich­nen. Zudem stammt von ihm die soge­nann­te "dop­pel­te Buch­füh­rung", die in ihrer ursprüng­li­chen Form bis heu­te in Gebrauch ist.

Zwei wesent­li­che Unter­schie­de zum Bank(un-)wesen unse­rer Zeit gibt es allerdings:

  • Zin­sen wur­den zu dama­li­ger Zeit als "Tod­sün­de" gese­hen:
    "Zin­sen zu neh­men ist der Tod der See­le".

Da Dati­ni wohl doch Zin­sen zu neh­men pfleg­te wähl­te er einen übli­chen Aus­weg - Gutes zu tun und einen Teil der 'sün­di­gen' Gel­der an Bedürf­ti­ge abzugeben:

  • Dati­ni begrün­de­te eine bis heu­te bestehen­de Stif­tung zur Betreu­ung von Kin­dern und Armen, die auf eine 600-jäh­ri­ge Geschich­te zurückblickt.

Ob 'ban­co', 'giro' oder 'sal­do' - vie­le bank­üb­li­che Begrif­fe erin­nern noch heu­te dar­an, wo das Bank­we­sen begrün­det wur­de. Schaut man sich an was dar­aus gewor­den ist, so ent­ste­hen Zwei­fel, ob die­se "Erfin­dung" der Mensch­heit tat­säch­lich bes­ser hät­te erspart wer­den sollen ....

bookmark_borderfeeling ....

" .. Fee­ling Prag
fee­ling 1: geden­ke dem gedankenstrich. //.. "

Ich fra­ge mich, wie es sich Men­schen lei­sten kön­nen für län­ge­re Zeit nach Prag zu ver­rei­sen wenn sie des Geni­tivs nicht mäch­tig sind.

*edit*
Noch ein Bei­spiel für Sprachverhunzung

 


 
- und kom­me mir nie­mand mit "Lokal­ko­lo­rit"! In die­sem Bei­spiel ist der Spre­cher blind für die Tat­sa­che, daß er sich durch sei­ne Aus­sa­ge selbst als zu den'Spacken' gehö­rig outet
....

*2. edit*
Ein wei­te­res Bei­spiel, geschrie­ben von einem "Fach­an­walt":

bookmark_borderNee, neee, neeee ...!

War­um soll man sich denn
für einen klei­nen Lohn umbringen??

Da ich bestimmt nicht in dem Ruf ste­he ein 'Kapi­ta­li­sten­freund' zu sein neh­me ich den obi­gen Spruch pro­blem­los auf. Um auf das dahin­ter ste­hen­de Pro­blem auf­merk­sam zu machen.

Viel den­ken so. Was aber schon vom Ansatz her falsch ist, denn sie erken­nen den Denk­feh­ler nicht:

Wer wenig Lohn bekommt hat in den mei­sten Fäl­len* auch nicht viel anzu­bie­ten - kei­ne Aus­bil­dung, kei­ne Erfah­rung, kein Bock auf Arbeit ....

Ande­re müs­sen das aus­glei­chen was ein der­art Min­der­lei­sten­der anrich­tet. Letzt­lich lei­det aber selbst der­je­ni­ge, der glaubt für wenig Geld auch nicht lei­sten zu müs­sen - irgend­wann ist dann der eige­ne Job weg weil das Unter­neh­men in Kon­kurs geht.

* Um Miß­ver­ständ­nis­sen vorzubeugen:
Ich weiß, daß es vie­le Arbeits­ver­hält­nis­se gibt in denen man qua­li­fi­zier­ten Men­schen Hun­ger­löh­ne zahlt - weil die SPD als Erfül­lungs­ge­hil­fe vor­ma­li­ge CDU-PLä­ne zur Auf­wei­chung der Arbeits­ge­setz­ge­bung in die Tat umge­setzt hat.
Die davon Betrof­fe­nen mei­ne ich aber bestimmt nicht.

bookmark_borderUnnötige Qualen ....


Psy­cho­lo­gists say human rea­so­ning is shaped by two distinct modes of thought: one that’s syste­ma­tic, ana­ly­ti­cal and cogni­ti­on-inten­si­ve, and ano­ther that’s fast, uncon­scious and emo­tio­nal­ly charged ..
The rese­ar­chers belie­ve a second lan­guage pro­vi­des a useful cogni­ti­ve distance from auto­ma­tic pro­ce­s­ses, pro­mo­ting ana­ly­ti­cal thought and redu­cing unthin­king, emo­tio­nal reac­tion.
*

[Quel­le des oben­ste­hen­den Zita­tes]


Das Argu­ment "Mathe­ma­tik bis zum Abitur föde­rt das abstrak­te Denk­ver­mö­gen" hat vie­le Gene­ra­tio­nen von Schü­lern mög­li­cher­wei­se grund­los geplagt. For­scher haben die Aus­wir­kung des Han­delns von Per­so­nen unter­sucht, denen Auf­ga­ben in einer Fremd­spra­che auf­ge­tra­gen wurden.

Für das Ein­üben von Abstrak­ti­ons­fä­hig­keit bei Schü­lern scheint es durch­aus schon zu genü­gen ihnen min­de­stens eine Fremd­spra­che so bei­zu­brin­gen, daß sie in die­ser den­ken können.
(Zu die­sem Zweck ist ein Aus­lands­jahr wäh­rend der Ober­stu­fe wohl die ziel­füh­ren­de Methode.) 

Das Ergeb­nis der Unter­su­chung kann näm­lich (sie­he Zitat oben) - kurz - so zusam­men­ge­faßt werden:
Wer (nur) in sei­ner eige­nen Spra­che denkt han­delt eher emo­tio­nal - wer in einer frem­den Spra­che denkt (zu den­ken in der Lage ist!) han­delt eher rational.

Mich hat die Mathe­ma­tik ein Leben lang 'gequält'.
Nun erken­ne ich wie unnö­tig das war:
Daß ich trotz­dem ratio­nal den­ken lern­te rührt - min­de­stens in mei­nem Fall - vom Erwerb von Fremd­spra­chen­kennt­nis­sen her .... Die Fremd­spra­che soll­te aber nicht "Latein" sein, denn wer, außer dem römisch-katho­li­schen Kle­rus, denkt schon in einer "toten" Sprache? 


* Die Zusam­men­stel­lung bei "wired" basiert auf fol­gen­der Veröffentlichung:
“The For­eign-Lan­guage Effect: Thin­king in a For­eign Ton­gue Redu­ces Decis­i­on Bia­ses.” By Boaz Key­sar, Sayuri L. Hay­a­ka­wa and Sun Gyu An. Psy­cho­lo­gi­cal Sci­ence, published online 18 April 2012.

bookmark_borderSehr treffend dargestellt - wie im richtigen Leben ....

Ich bin ein gro­ßer Fan von "Dil­bert" - wenn auch nicht jeden Tag der 'gro­ße Wurf' gelingt, so ist doch die täg­lich erschei­nen­de Dar­stel­lung der klei­nen und gro­ßen Schwä­chen von Vor­ge­setz­ten und Unter­ge­be­nen im Geschäfts­all­tag sehr überzeugend ....

Ich fin­de der heu­ti­ge car­toon ist ein sehr gutes Bei­spiel für einen 'gro­ßen Wurf'....


[Quel­le]

bookmark_borderSie hat es wieder getan ....

Unse­re Herr­sche­rin über All­ge­mein­plät­ze und unwi­der­leg­ba­re Selbstverständlichkeiten
- U. v. d. Ley­en, der­zeit Arbeitsministerin -
hat wie­der ein­mal ein b r a n d h e i s s e s The­ma aufgegriffen:


" .. So wie es Arbeits­schutz­maß­nah­men wie Bau­hel­me gebe, müs­se es auch psy­chi­schen Arbeits­schutz geben. "In der Frei­zeit soll­te Funk­stil­le herr­schen", for­der­te von der Leyen. .. "

[Quel­le des Zita­tes]

Quiz­fra­ge:
Gibt es ein Leben ohne die wei­sen Rat­schlä­ge von U.v.d.L.?
Wo kämen wir nur hin wenn wir die­se Frau nicht hätten ..?!

bookmark_borderApple: Original abgezockt ....


" .. Das neue Mac­book Pro wird laut Apple bereits aus­ge­lie­fert und kostet rund 2.200 US-Dol­lar. .. Der deut­sche Preis steht mitt­ler­wei­le fest. 2.280 Euro ver­langt Apple in Deutsch­land für das Mac­book Pro mit Reti­na-Dis­play .. "

[Zitat-Quel­le]



[screen aus Trailer]

Der aus 2.200 US$ umge­rech­ne­te Preis ent­spricht 1.757 €. Plus 19% MwSt. (333 €) wären das 2.090 € für ein Gerät mit glei­cher Aus­stat­tung. Kosten soll es bei uns aber 2.280 € (net­to = 1.915).

Iden­ti­sches Gerät, aber ein um ca. 10% (genau: 9,1%) höhe­rer Preis. Bei sol­chen Kal­ku­la­ti­ons­sprün­gen fra­ge ich mich immer ob Unter­neh­men mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se so über­haupt kei­ne Angst haben ihre Kun­den könn­ten es eines Tages satt haben der­art abge­zockt zu werden ....

Anders gesagt:
Wenn man das Gerät bei einer US-Rei­se kauft hat man (selbst ange­nom­men es wird Ein­fuhr­um­satz­steu­er* gezahlt obwohl das Gerät nicht neu, son­dern gebraucht ist) min­de­stens die Hälf­te der Rei­se­ko­sten schon wie­der 'drin' ....


* auf umge­rech­ne­te 1.757 € zu zah­len, nicht auf den deut­schen Preis von 1.915 €); Kurs­schwan­kun­gen ändern die Relation.

bookmark_border"Jahrhunderttausende" ....

Genau­so unvor­stell­bar wie "vie­le Bil­lio­nen €uro" .... und doch wer­den wir heut­zu­ta­ge stän­dig mit sol­chen Super­la­ti­ven konfrontiert.

Das zeigt uns, daß der Mensch im Grun­de nicht für sol­che enor­men Zah­len struk­tu­riert ist. Wir den­ken in klei­ne­ren Einheiten.

Der alte Spruch:
"Eins, Zwei, Viele ...."
beschreibt unse­re Gren­zen wahr­schein­lich am treffendsten.