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bookmark_borderIch plädiere für ....

ein Ein­heits­au­to mit zwei Gän­gen: Vor­wärts und Rückwärts!

Heu­te fuhr ich in die Stadt.
Die Strecke dort­hin beträgt 9 Km.
Meist darf man 70 Km/h fahren.
Nor­ma­ler­wei­se braucht man 15 min. zum Zentrum.

Es sei denn, man hat Fah­rer vor sich, die nur den zwei­ten und drit­ten Gang benut­zen - und den auch nur bis maxi­mal 55 Km/h ....
Da braucht man für die glei­che Strecke die dop­pel­te Zeit.
Ich fah­re gern Auto.
Aber nicht so gern län­ger als nötig - wegen ein paar Schlafmützen ....

Alter­na­tiv wäre denk­bar, ALLE Autos mit Auto­ma­tik zu verkaufen.
Weil offen­sicht­lich vie­le Fah­rer vom Schal­ten & Auf­pas­sen was um sie her­um pas­siert so sehr in Anspruch genom­men sind, daß sie ent­we­der das eine oder ande­re nicht gere­gelt bekommen ....

(Ich las vor eini­ger Zeit, daß nur in "D" die Zahl der zuge­las­se­nen Schalt­fahr­zeu­ge höher ist als die Auto­ma­tik­fahr­zeu­ge - wenn die Leu­te so über­for­dert sind, war­um kau­fen sie dann Schaltwagen?)

bookmark_borderEin 'ordentlicher' Krieg muß her ...!

.
Natür­lich ist die Über­schrift pro­vo­ka­tiv und nicht so gemeint wie sie da steht, son­dern eher als Slo­gan, aller­dings mit einem wah­ren Kern. 

Der Gedan­ke kam mir, als ich gestern die Kanz­le­rin und den Finanz­mi­ni­ster vor den Mikro­fo­nen ste­hen sah, mit ihrer lächer­li­chen Botschaft 

.. Die Spar­ein­la­gen sind sicher! 

- das hat­ten wir doch schon frü­her 'mal, nur war es da der Arbeits­mi­ni­ster, der verkündete: 

.. Die Ren­ten sind sicher! 

Unser Pro­blem ist offen­sicht­lich, die Zah­len und Fak­ten spre­chen für sich: Jahr­zehn­te­lang Frie­den, kei­ne Aus­dün­nung der Alten durch Seu­chen, Hun­ger oder Ver­schüt­ten, Ver­bren­nen und In-die-Luft-jagen .... kein Wun­der, daß es da für die Jün­ge­ren nicht mehr reicht .... kei­ne Aus­dün­nung der Jüng­sten und Jün­ge­ren - aus den vor­ge­nann­ten Grün­den - kein Wun­der, daß es da deren Eltern­ge­nera­ti­on nicht mehr reicht, hin­ten und vor­ne nicht reicht!

Krieg wird offen­sicht­lich heut­zu­ta­ge durch "Wirt­schafts­ka­ta­stro­phen" ersetzt: Ver­nich­tung von Res­sour­cen durch Gewinn­ma­xi­mie­rung, die Einen zocken ab, die Ande­ren kön­nen es kaum noch bezah­len - der Ver­tei­lungs­kampf hat ver­schie­de­ne Facet­ten, alles zwi­schen ange­spann­ter Wirt­schafts­la­ge und offe­nem Krieg - bis nach Euro­pa ist der Krieg noch nicht vor­ge­drun­gen. Noch nicht. 

Der Ver­tei­lungs­kampf ist schon da. Die - oft zitier­te - "Sche­re" wei­tet sich, ein Vier­tel der Nati­on lebt am Ran­de des Exi­stenz­mi­ni­mums, Ten­denz steigend!

Und in die­ser Situa­ti­on haben Kanz­le­rin und Finanz­mi­ni­ster nichts Bes­se­res zu bie­ten als 'bai­lout' in Mil­li­ar­den­hö­he für die Wirt­schaft, angeb­lich um 'Schlim­me­res' abzu­wen­den, und wohl­fei­le, ein­lul­len­de, beschwich­ti­gen­de Flos­keln für das 'gemei­ne Volk' ....

Ja, laßt um Him­mels Wil­len eure Spar­gro­schen bei den Ban­ken: Es lohnt sich nicht das Geld abzu­ho­len weil dem­nächst sowie­so die Welt­wirt­schaft zusam­men­bricht und nach der dann fol­gen­den Wäh­rungs­re­form ist es weg - Pro­fit machen nur die, die Schul­den haben. Denn die sind dann auch weg - wie von Zauberhand ...!

bookmark_borderZwischenzustand ....

Es gibt zu Zei­ten - sel­ten, aber doch wahr­ge­nom­men - son­der­ba­re "Zwi­schen­zu­stän­de": Damit mei­ne ich das Gefühl zwar alles erle­digt zu haben aber den­noch dumpf im Hin­ter­kopf den Gedan­ken zu wäl­zen etwas ver­ges­sen zu haben ....

Gehäuft tritt die­ses "Zwi­schen­zu­stand-Gefühl" auf wenn grö­ße­re Rei­sen bevor­ste­hen. Nein, es ist nicht der Gedan­ke mög­li­cher­wei­se etwas zu ver­säu­men mit­zu­neh­men, es ist viel­mehr die vage Furcht etwas erle­di­gen zu müs­sen von dem man nicht mehr weiß, was es war .... wobei man glaubt, daß es bestimmt sehr wich­tig sein muß ....

Die­se Beschäf­ti­gung mit einem 'fik­ti­ven Ver­säum­nis' - denn man ist sich ja nicht wirk­lich sicher, daß es auch ein­tre­ten wird - erzeugt eine unge­sun­de Unru­he. Mir raubt es manch­mal sogar den Schlaf.



Daß mir jetzt nie­mand mit "Alz­hei­mer läßt grü­ßen" oder "So fängt Demenz an" kommt ...!

bookmark_borderDer Glaube an Zahlen ....

- vor­mals nur in den U.S.A. ver­brei­tet (und man sieht ja gera­de, wohin das die­ses Land gebracht hat: An den Rand des Ruins!) - schafft sich nun auch bei uns immer mehr Raum:
Kürz­lich las ich, daß die "Cre­dit­re­form" - eines jener 'ver­deckt im Hin­ter­grund arbei­ten­den' Schnüf­fel­un­ter­neh­men, denen nie­mand kon­trol­lie­rend auf die Fin­ger bzw. in die Com­pu­ter schaut und die des­we­gen ver­brei­ten kön­nen was sie wol­len ohne je dafür in Regreß genom­men wer­den zu kön­nen - die Wahr­schein­lich­keit von Fir­men­plei­ten im Mün­ster­land 'hoch­ge­rech­net' haben will .... es sei, so "Cre­dit­re­form" in den näch­sten Mona­ten mit wei­te­ren Fir­men­plei­ten zu rech­nen, mehr als im Ver­gleich zum Vorjahr ....

Ein moder­nes Ora­kel, fürwahr.
Nur mit dem fei­nen Unter­schied, daß frü­her die Ora­kel - im schlimm­sten Fall - einer Per­son gescha­det haben.
Sol­che moder­nen Augu­ren scha­den indi­rekt einer gan­zen Regi­on, machen Fir­men kaputt und Arbeit­neh­mer arbeitslos ....

Unkon­trol­liert,
Unge­straft, und offen­sicht­lich lediglich
mit der Genau­ig­keit von Horo­sko­pen:
Man braucht von Markt und Geld kei­ne Ahnung zu haben, um vor­her­sa­gen zu kön­nen, daß der Nie­der­gang im Ban­ken­be­reich und der Ver­lust von ange­leg­ten Gel­dern zu Plei­ten füh­ren wird - wahr­schein­lich mehr als im Vor­jahr, als die Ban­ken­land­schaft noch unge­stört und unent­deckt 'zocken' konnte ....

Wenn man eine Pla­ti­tu­de aber nur sicher genug vorträgt
- und sie mit ein paar Excel-Charts untermalt -
wird man zum "Exper­ten" ....

Armes Deutsch­land!
Wir ersticken an der­glei­chen "Exper­ti­sen" ....

bookmark_borderArbeit ....

muß 'erle­digt' wer­den. Dazu braucht man (min­de­stens) Pla­nung, Sach­kennt­nis und Arbeitsmittel.
Nach der For­mel "Arbeit / Zeit = Lei­stung"a ergibt sich die 'per­sön­li­che' Kom­po­nen­te der/des Arbei­ten­den, d.h. ihre/seine auf­ge­brach­te Energie.

Wenn nun eine bestimm­te Arbeit zu erle­di­gen ist kann - nach der obi­gen For­mel - ent­we­der mehr Zeit und weni­ger Lei­stung pro Zeit­ein­heit (4) oder weni­ger Zeit und mehr Lei­stung pro Zeit­ein­heit (1) zum Ergeb­nis füh­ren .... die Arbeit bleibt also gleich, egal ob man sie in kur­zer oder län­ge­rer Zeit erle­digt, nur der indi­vi­du­el­le Auf­wand - die Lei­stung - unter­schei­det sich.

Dar­aus erge­ben sich vier Model­le für die Erle­di­gung von Arbeit, von denen zwei oben schon erläu­tert wurden

1 wenig Zeit - viel Arbeit

2 wenig Zeit - wenig Arbeit

3 viel Zeit - viel Arbeit

4 viel Zeit - wenig Arbeit

Für den Fall (2) ergibt sich eine Min­der­lei­stung, im Fall (3) eine Mehr­lei­stung im Ver­gleich zu (1) und (4)b. Über­trägt man die­se Betrach­tung nun auf das 'gewöhn­li­che' Arbeits­le­ben so kann man dar­aus "Arbeits-Typen" her­lei­ten: Und für alle fin­det man Beispiele ....

Die mei­sten mei­ner frü­he­ren Kol­le­g/-inn/-en waren vom Typ (4) - gaben sich aber den Anschein Typ (3) zu sein, indem sie jeden wis­sen lie­ßen wie schwer sie doch arbei­te­ten und wie­viel Zeitc sie für die Arbeit auf­bräch­ten - das ent­behr­te natür­lich jeder Rele­vanz, weil sie wie 'blin­de Hüh­ner' über­all hin­pick­ten und zufäl­lig 'mal ein Korn tra­fen, kei­ne von ihnen konn­te nach­voll­zieh­bar erklä­ren wie ihr Vor­ge­hen sich tat­säch­lich in Markt­er­folg umsetz­te .... ich nen­ne die­sen Typ gern "flei­ßi­ge Bie­nen", viel Gebrumm und wenig Sub­stanz, das Vor­ge­hen könn­te man auch mit "Sto­chern im Nebel" vergleichen.

Son­der­bar, daß sie bei vie­len Vor­ge­setz­ten als 'bei­spiel­haft' gal­ten, war doch der zusätz­li­che Kapi­tal­ein­satz zusam­men mit dem Ver­hal­ten nicht beson­ders her­vor­ra­gend - Aktio­nis­mus und sehr viel Geld ver­bra­ten - mich wun­dert, wer so etwas auch noch als 'vor­bild­lich' anse­hen kann ....

Rück­blickend kommt mir der Gedan­ke, daß die­se Vor­ge­setz­ten noch nie etwas von Kosten-Nut­zen-Rech­nung gehört haben, und vor allem die unver­brüch­lich-loya­le Unter­wer­fung hono­rier­ten. "Deutsch"* eben .... 

a All­ge­mei­ne Definition
Ener­gie ist die Fähig­keit, phy­si­ka­li­sche Arbeit zu ver­rich­ten. Um Was­ser zu erwär­men, um den Glüh­fa­den einer Lam­pe zum Glü­hen zu brin­gen oder um einen Motor zu dre­hen, braucht man Energie.
Unter Lei­stung ver­steht man die pro Zeit umge­setz­te Ener­gie, das heißt die pro Zeit ver­rich­te­te Arbeit, ver­brauch­te Strom­men­ge oder zuge­führ­te Wär­me­men­ge.
[Quel­le]
Im Text oben ver­ste­he ich unter "Ener­gie" jenen Auf­wand an kör­per­li­cher und gei­sti­ger Kraft, den ein Indi­vi­du­um als "Arbeits­kraft" = Lei­stung einbringt.

b Die Ergeb­nis­se von (1) und (4) sind gleichwertig!

c Den über­wie­gen­den Teil wohl als "Schwätz­chen" oder Einkäufe ...!


* " .. wel­che Zukunfts­per­spek­ti­ven sind von einem Land zu erwar­ten, in dem jede Form von Eigen­in­i­ta­ti­ve bestraft .. wird? Wo .. Phan­ta­sie­lo­sig­keit und Gleich­ma­che­rei belohnt wer­den und alles Abwei­chen­de im Keim erstickt wird? Die Grund­la­ge von Fort­schritt - im Sin­ne von Wei­ter­ent­wick­lung - ist aber gera­de die Norm­ver­let­zung, die Frei­heit der Gedan­ken und des Experimentierens .. "

bookmark_borderTag der
Deutschen Einheit
(2008)

Vori­ges Jahr hat­te ich schon den Tag der Deut­schen Ein­heit bespro­chen: Mit einem Ver­weis auf die Behand­lung des The­mas durch unser Lokal­blatt "Mün­ster­sche Zei­tung" .... heu­te über­trifft sich das Blatt noch­ein­mal selbst indem es titelt:


" .. Deutsch­land wird erwachsen .. "


Die Fra­gen in der Abbil­dung sind Teil eines Quiz, für des­sen Lösung eine Schiffs­rei­se nach Tene­rif­fa winkt - falls jemand teil­neh­men möch­te: Die Lösung lau­tet "DIE DEUTSCHE EINHEIT" .... man muß anru­fen (0137 - 8440011 - max. 50 Cent) und Name und Tele­fon­num­mer ange­ben - das war's ...!

Ich will nicht schrei­ben, was ich von allen Fra­gen hal­te. Wohl aber eine Anmer­kung zum Niveau, denn wenn ich schon im letz­ten Jahr dach­te es gin­ge nicht schlim­mer: Wer in die­sem Jahr die Fra­gen zusam­men­ge­stellt hat ent­larvt sich als höch­stens mit­tel­mä­ßig gebil­det .... es ist ein Armuts­zeug­nis, wenn im - vor­mals als "Land der Dich­ter und Den­ker" bezeich­ne­ten - Deutsch­land einem Redak­teur (?) kei­ne bes­se­ren Fra­gen als die nach einem Renn­fah­rer, einem Rock­star und dem Beginn des Okto­ber­fe­stes einfallen .... 

"Brot & Spie­le" - dar­an ist schon das römi­sche Welt­reich zerbrochen ....


Bild-Quel­le: Mün­ster­sche Zei­tung [MZ] v. 02.10.2008