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bookmark_borderLese-Empfehlung ....

Lese­emp­feh­lung für die Woche vom 24.04. - 30.04.2005:

  1. / http://dnepr.twoday.net/
  2. / http://eclipse.twoday.net/
  3. / http://muhtiger.twoday.net/
  4. / http://venus.twoday.net/

*edit *
Da mir die Fra­ge gestellt wur­de, war­um ich die­se Blogs empfehle:
Natür­lich wegen der außer­or­dent­lich beein­drucken­den Dumm­heit der dor­ti­gen Bei­trä­ge! Was dach­ten Sie denn?

bookmark_border"Genehm sein" ....

heißt Akzep­tanz zu fin­den. Nun, man lebt mit der Tat­sa­che, nicht immer und über­all "genehm" zu sein. Als Mensch mit Grund­sät­zen - über vie­le Jahr­zehn­te gewach­sen - ist man sehr oft nicht "genehm", häu­fig sogar "unan­ge­nehm".

Scha­de ist aber, wenn man so "unan­ge­nehm" zu sein scheint, daß die ein­fach­sten Regeln der Höf­lich­keit ver­sagt wer­den. Und das von Men­schen, die den Ein­druck erwecken, äußerst tole­rant zu sein.

bookmark_borderUndank und Spott ....

sind das Ergeb­nis vie­ler Bemü­hun­gen, aus­län­di­schen Staats­bür­gern eine Chan­ce zu geben, hier zu leben.

Jüngst sag­te mir in einem Gespräch eine Frau:
"Unse­re Män­ner ver­ach­ten euch Deut­sche(-n Män­ner), weil ihr nicht in der Lage seid, euch in eurem Haus durchzusetzen."

Ein paar Tage spä­ter, in einem Auto­haus. Ich kom­me ins Gespräch mit einem Mann, der sich als Ira­ner bezeichnet:
"Schon als Stu­dent habe ich dar­über gelacht, wie leicht es ist, euer Sozi­al­sy­stem zu über­li­sten und auszunehmen."

In Web­logs lese ich die Kom­men­ta­re von Rus­sen (ein­ge­bür­gert?) und ande­ren Natio­na­li­tä­ten aus dem frü­he­ren Ost­block, die zwar gern alle Annehm­lich­kei­ten in Län­dern wie Öster­reich oder Deutsch­land in Anspruch neh­men, aber nichts als Hohn und Spott über die "son­der­ba­ren Sit­ten" der Men­schen in ihren Gast­län­dern übrig haben. Da wird über Kul­tur und gei­sti­gen Anspruch her­ge­zo­gen - alles ver­packt in ver­meint­li­che Unwis­sen­heit - und kräf­tig auf die ein­ge­dro­schen, die täg­lich zur Arbeit gehen, damit die­se Mecke­rer und Igno­ran­ten ein beque­mes Leben in unse­ren Sozi­al­sy­ste­men füh­ren können.

Und dann die Stel­lung­nah­men der "betrof­fe­nen Gutmenschen":
Ach ja, wie schlimm ist es doch, was man Aus­län­dern antut. Daß man von ihnen ver­langt, wenig­stens soviel Deutsch zu spre­chen, daß sie sich ver­ständlch aus­drücken können ....

Um es ganz deut­lich zu sagen:
Ich habe nichts gegen irgend­wen von irgend­wo­her - solan­ge die­se Men­schen wenig­stens ein Fünk­chen Respekt vor der Tra­di­ti­on des Gast­lan­des haben und sich bemü­hen, selbst für ihren Unter­halt zu sor­gen .... also zumin­dest nicht "die Hand bei­ßen, die sie füttert" ....

bookmark_borderSprachfertigkeit und Integration ....

gehö­ren eng zusam­men. Wer nicht in der Lage ist, die Spra­che des Lan­des, wohin ein­ge­wan­dert wer­den soll, zu ver­ste­hen, geschwei­ge denn zu spre­chen, wird sich wahr­schein­lich nie inte­grie­ren. Zumin­dest sind Zwei­fel berech­tigt, ob sich die­se Per­so­nen über­haupt inte­grie­ren wollen.

In tra­di­tio­nel­len Ein­wan­de­rungs­län­dern, wie Neu­see­land, Austra­li­en, USA oder Kana­da, gehört es zu den Grund­be­din­gun­gen, einen Nach­weis der Aus­drucks­fä­hig­keit in der Lan­des­spra­che zu ver­lan­gen. Inte­gra­ti­on wird dort seit Jahr­zehn­ten for­ciert, ange­fan­gen im Schul­sy­stem bis hin zur Arbeits­stät­te. Es gibt kei­ne Aus­nah­men. Zu mei­ner Ver­wun­de­rung konn­te ich dort auch fest­stel­len, daß eth­ni­sche Grup­pen, die in Euro­pa nicht oder nur in klei­nem Pro­zent­satz inte­gra­ti­ons­wil­lig sind, durch die dor­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen erheb­lich bes­ser inte­griert sind als hier.

* edit *
Bei nähe­rer Betrach­tung drängt sich der Ein­druck auf, daß wir hier in AUS und D die­je­ni­gen Ein­wan­de­rungs­wil­li­gen "abbe­kom­men", die in ande­ren Ein­wan­de­rungs­län­dern schon des­we­gen nicht genom­men wer­den, weil sie unfä­hig oder unwil­lig sind, die dor­ti­gen Bedin­gun­gen zu erfül­len - hier aber "ange­nom­men" wer­den, weil uns eben die­se Kri­te­ri­en feh­len. Oder, wenn sie vor­han­den sind, nicht durch­ge­setzt wer­den .... * /edit *

Nach der durch das Zuwan­de­rungs­ge­setzt gefor­der­ten Sprach­fer­tig­keits­prü­fung schicken sich die Öster­rei­cher an, eine ähn­li­che Rege­lung in die Tat umzu­set­zen, die schon seit vor­letz­tem Jahr dort eine gesetz­li­che Grund­la­ge bekam.

Gut so!


Ich plä­die­re dafür, den bereits hier leben­den Aus­län­dern eine sol­che Sprach­fer­tig­keit abzu­ver­lan­gen, da anson­sten nicht gewähr­lei­stet ist, daß sich die Ein­ge­wan­der­ten sinn­voll inte­grie­ren kön­nen. Wer die Spra­che des Gast­lan­des nicht beherrscht wird sich in Gesell­schaft gleich­spra­chi­ger Men­schen bes­ser füh­len als im Umgang mit denen, die die Lan­des­spra­che spre­chen. Die Fol­ge ist eine Ghet­toi­sie­rung und Per­p­etu­ie­rung der Vor­ur­tei­le gegen - angeb­li­che oder tat­säch­li­che - Den­kungs­art des Gastlandes.

 

Das Goe­the-Insti­tut zeigt einen ande­ren Weg zur Inte­gra­ti­on auf, der auf Frei­wil­lig­keit beruht. Sofern sich eine Inan­spruch­nah­me sol­cher Model­le abzeich­net, hal­te ich Frei­wil­lig­keit alle­mal für ein bes­se­res Modell, als eines, das auf "Zwang" setzt. Daß das Erler­nen der Spra­che - mit gutem Wil­len auch ohne Zwang - funk­tio­niert, ist mir per­sön­lich bekannt: Unse­re por­tu­gie­si­schen Freun­de leben nun nahe­zu 20 Jah­re hier und haben es gelernt. Das soll­ten ande­re Aus­län­der, die hier blei­ben wol­len, auch können ....

 

bookmark_borderStreit ....

ent­stand kürz­lich in einer gesel­li­gen Run­de, ob "Amsel" und "Dros­sel" in Wirk­lich­keit eine ein­zi­ge Spe­zi­es - Tier­art - sei.

An sich ein über­flüs­si­ger Streit, denn schon in dem bekann­ten Volks­lied heißt es ja " .. Amsel, Dros­sel, Fink und Star, und die gan­ze Vogel­schar .. ", was auf unter­schied­li­che Tie­re hinweist.

Nun also - zur Schlich­tung des Strei­tes - die Unterscheidung:

  • Amseln [Tur­dus meru­la] sind schwarz,
    gehö­ren zur Fami­lie der Tur­di­dae (Dros­sel­vö­gel), und
    haben eine Flü­gel­spann­wei­te von 12-13 cm;

  • Dros­seln [Tur­dus phi­lome­los] sind gefleckt, und
    gehö­ren eben­falls zur Fami­lie der Tur­di­dae (Dros­sel­vö­gel),
    Spann­wei­te 11-13 cm.

Bei­de Arten sind Pas­se­rif­or­mes (Sper­lings­vö­gel).