Vor Tagen hatte ich einen Artikel* zu dem etwas seltsamen Geschäftsgebaren und der Unwissenheit des zuständigen Regionalleiters geschrieben - und hatte darauf vertraut, daß er Deutsch versteht und Inhalte von Texten sinnerfassend lesen kann. Das war ganz offensichtlich falsch, denn heute kam folgendes E-Mail:
Am 19.05.26 um 11:35 schrieb Andreas Weber von Enpal:
> Enpal
> Guten Tag Herr Sulecki,
> ich habe Ihnen letztens wegen Ihres neuen Wärmepumpen-Komplettangebots geschrieben – und wollte mich noch einmal persönlich bei Ihnen melden.
> Auch wenn Ihr PV-Projekt leider nicht umsetzbar war, können Sie mit einer Wärmepumpe Ihre Energiekosten deutlich senken:
> Die Komponenten sind exakt auf Ihren Heizbedarf abgestimmt, wir sichern Ihnen die für Sie maximale KfW-Förderung – und der Enpal Service sorgt dauerhaft für einen reibungslosen Betrieb.
> Wir haben viel Zeit und Mühe investiert, um die beste Lösung für Ihr Zuhause in Papenburg zu finden. Ich bin überzeugt, dass unser aktuelles Angebot Ihnen signifikante Einsparungen ermöglichen wird.
> Entdecken Sie jetzt Ihr persönliches Wärmepumpen-Angebot – ich bin sicher, es wird Sie überzeugen:
> Zu Ihrem Wärmepumpen-Angebot >>
> Wärmste Grüße
> Andreas Weber
> Regionalleiter für Papenburg
> Enpal
>
> Enpal B.V. | Bödikerstraße 25 | 10245 Berlin
> Registergericht: Niederländische Handelskammer I Registernummer: 89067363
> Geschäftsführer: Mario Kohle, Stephan Rink, Johannes Röhren, Viktor Wingert
>
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Achten Sie bitte, liebe Lesende, auf die besondere Ironie des letzten Satzes (s.o.) von Herrn Eber, genannt Weber, mit "W" als erstem Buchstaben.
Meine Antwort an Herrn Weber von ENPAL:
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Sehr geehrter Herr Eber*,
mein PV-Projekt läuft bestens und ich staune über die Impertinenz mit der Sie meinen Wunsch mich nun endlich in Ruhe zu lassen ignorieren.
Meinen Artikel mit dem Titel "Offener Brief an Herrn Andreas Weber, Regionalleiter in Papenburg von ENPAL" haben Sie offensichtlich nicht gelesen sonst wüßten Sie ja, daß ich davon abrate mit ihrem Unternehmen Geschäfte zu machen.
* Mein Name ist Wolfgang von Sulecki, abgekürzt W. v. Sulecki. Lt. Gesetzgebung der Weimarer Republik wurden alle Adelstitel abgeschafft und als Namensbestandteil gesetzt. Das bedeutet: das "von" gehört zum Nachnamen wie das "W" zu Weber. Ich habe das in der Anrede einmal an ihrem Namen demonstriert und hoffe Sie haben etwas daraus gelernt. Ihre Anrede für mich wäre korrekt demnach → Guten Tag Herr von Sulecki,
Höflichkeit und korrekter Namensgebrauch sollten bei Unternehmen die einen gewissen Anspruch erwarten selbstverständlich sein.
Grüße aus Papenburg,
vS
Sie finden eine Erläuterung zum Namensrecht hierunter angeheftet [Chat GPT]:
>
Frage
> Welche Regelung besteht seit der Weimarer Republik in Hinblick auf Adelstitel und deren Gebrauch im allgemeinen Sprach- und Schriftverkehr?
Antwort
> Seit der Novemberrevolution und der anschließenden Weimarer Reichsverfassung gilt in Deutschland grundsätzlich:
> Der Adel wurde rechtlich abgeschafft.
> Adelstitel gelten seitdem nicht mehr als Titel oder Standesbezeichnungen, sondern nur noch als Bestandteil des Familiennamens.
> Die maßgebliche Regelung stand in Artikel 109 Absatz 3 der Weimarer Reichsverfassung von 1919:
> „Öffentlich-rechtliche Vorrechte oder Nachteile der Geburt oder des Standes sind aufzuheben.
> Adelsbezeichnungen gelten nur als Teil des Namens und dürfen nicht mehr verliehen werden.“
> Diese Regelung gilt bis heute weiter, weil sie über Artikel 123 des Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland fortwirkt.
> Praktische Folgen im allgemeinen Sprach- und Schriftverkehr:
> Früherer Adel wie „Graf“, „Freiherr“, „Prinz“ usw. ist heute rechtlich Teil des Nachnamens.
> Beispiel: „Karl Freiherr von X“ → „Freiherr“ ist Namensbestandteil.
> Es gibt keine besonderen rechtlichen Privilegien mehr.
> Die Anredeformen werden gesellschaftlich teilweise weiter verwendet, haben aber keine amtliche Sonderstellung.
> Das Adelsprädikat „von“ oder „zu“ ist ebenfalls nur noch Teil des bürgerlichen Namens.
> Besonderheit:
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> In amtlichen Dokumenten müssen diese Bestandteile genauso geführt werden wie andere Nachnamenbestandteile.
> Neue Adelstitel dürfen in Deutschland nicht verliehen werden.
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Offener Brief an Herrn Andreas Weber, Regionalleiter in Papenburg von ENPAL