Dem *Director Think Tank* am Süddeutsche Zeitung-Institut, befaßt mit der digitalen Transformation von Kultur, Gesellschaft und Unternehmen, zu widersprechen ist eine gewagte Sache. Klar. Ich habe keine Bücher geschrieben, kenne mich nicht in der Jugendkultur aus, und es fehlt mir ein journalistischer Hintergrund. Laufen kann ich allerdings, in meiner Jugend kurze und mittlere Strecken, aber mit 80 nur noch jenseits von Wettkämpfen ein paar Tausend Schritte, wie empfohlen. Zwanzig Jahre Feld-, Wald-, und Wiesen-Blog betrieben zu haben, und auf Basis akademischer Abschlüsse ein erfolgreiches Berufsleben gestaltet zu haben zählt ja wohl nicht gegen so viel geballte Kompetenz aus Mitarbeit und Praktika in jungen Jahren als Grundlage für ein Journalismus-Studium. "Lobe dich selbst - andere werden es nicht tun!" ist nahe genug an der Wahrheit und Selbstvertrauen kann nie schaden!?
Trotzdem:
Was mich sofort stutzig werden läßt, dann umtreibt, ist, wenn ein Blog mit einem Betreiber, der alle seine berufliche Positionen, seine Werke und Schriften, und vor allem seine umfassenden Kompetenzen in vielerlei Sach- und Fachgebieten aufzählt, in seinem Blog keine Kommentare zuläßt.
Traut er sich nicht gegenteilige Meinungen oder Fakten zu kontern?
Hält er jene, die seine Gedanken aufnehmen und verarbeiten für so viel weniger gebildet, so daß sie ihm keine angemessenen Diskussionspartner sein können?
Hat er schlichtweg keine Zeit sich mit Alternativen zu befassen weil er schon alle überlegt, geprüft, und bis auf wenige verworfen hat?
Ist ihm nicht klar, daß ein Blog davon lebt / leben sollte mit den Lesenden ins Gespräch zu kommen?
Wenn dann noch ein smiley am Blogtitel angehängt ist, der suggeriert: Nicht so Ernst nehmen - ist doch alles cool, easy, chill .... dann ist das der perfekte Weg sich bei Mißverständnissen elegant heraus zu reden, flockig, mit einem Lächeln, war doch nicht so, sondern ganz anders gemeint. So lassen sich bequem und ohne Folgen Unverschämtheiten einfügen die im Nachhinein problemlos zu relativieren sind.

Preise werden verliehen weil irgendwann irgend jemand damit angefangen hat Preise zu vergeben. Sind sie erst einmal da erwartet die Gesellschaft eine Fortsetzung, neue Preisträger. Wenn die Wahl eng wird und keine Top-Kandidaten in Sicht sind - dann wird schon mal auf die zweite oder dritte Wahl zurück gegriffen allerdings ohne das bekannt zu machen. Man geht mit der zu verleihenden Würde stets gleich um. Schwamm drüber, es geht weiter, die nächste Verleihung kommt ja schon bald.
Zurück bleibt die Frage ob denn eine Preisverleihung gleichbedeutend ist mit der Erkenntnis die Basis dafür sei eine absolute Annahme, ein Faktum, eine unumstößliche Gewißheit - das übrigens sehr viel zwingender in den Geisteswissenschaften, während es das Wesen der Naturwissenschaften ist stets zu zweifeln und Widerlegung des Bekannten zu versuchen.
Da haben es die Geisteswissenschaftler - die Journalisten rechnen sich denen doch zu? - natürlich leichter ihre Meinung als durch breiten Konsens getragene Erkenntnis zu etablieren. Wer wollte widersprechen, wo es doch nicht um Fakten geht die man so einfach mit anderen Fakten widerlegen kann? Wird also eine These aufgestellt und bekannt gemacht, wirken nicht nur die beinhalteten Darlegungen, sondern gleichsinnig die Reputation dessen, der diese Thesen dargestellt und veröffentlicht hat.

Unser Land leidet an Selbstüberhöhung wo Selbstkritik angemessen wäre. Es wird mit Gefühl beurteilt wo Fakten als Kriterium angemessener wären. Viel wichtiger als etwas zu wissen ist die richtigen Leute zu kennen .... Sie wissen schon, *networking und so*, eine Hand wäscht die andere, tust-du-mir-nichts-tu-ich-dir-nichts .... über Allem schwebt das Regelwerk für Fortkommen: Wenn überhaupt Kritik, dann nur in Metaphern verkleidet.

Nun zum Anlaß für all das, was weiter oben steht:
"Deutschlands bekanntester Teenager: Fünf Gründe warum dieses Land mehr Zahide braucht"
Was Deutschland zuerst braucht ist der Erhalt der Sprache, die als umfassende Gemeinsamkeit die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Denkens und Handelns bestimmt.
Es ist völlig unverständlich, wenn Mängel in der Ausdrucksweise, der Sinnerfassung, und dem Reglement der Sprache zu einer "Jugendversion der Zukunft" hochstilisiert werden anstatt sie als unzureichende Fähigkeit sich korrekt auszudrücken anzuprangern, Herr von Gehlen!
RAP ist Ausdruck von Rohheit, der Unfähigkeit erlittene oder gefühlte Erniedrigung angemessen zu verarbeiten weil aus der eigenen Sozialisation keine Mechanismen dafür zur Verfügung sind - archaische Strukturen eben. Verachtung von Werten die eine Gesellschaft zusammen halten, ein Instrument Unverschämtheiten ungestraft loszuwerden, ja sogar gesetzeswidrige Neigungen als *Kunst* verkleidet im *mainstream* unterzubringen, sie so zu bagatellisieren und schleichend das Koordinatenkreuz des Selbstverständnisses der Gesellschaft ins Negative zu verschieben.
14 Jahre, Sängerin Sing-Sang-Sprecherin und Tänzerin - das reicht?
Da fällt mir doch sofort die Fabel von Ameise und Grille ein:
Wenn der heranwachsenden Jugend kritiklos solche Beispiele, Werte (?) als Grundlage für eine erstrebenswerte persönlich Zukunft vorgegaukelt werden - wie soll dann jemals die Kultur von Arbeit und Freizeit hergestellt werden die vormals den Erfolg des Landes als Grundlage ermöglichte?
Irgendwie aneinander gereihte Texte ohne viel Sinn und Herumgehüpfe solo oder als Gruppe, das als *Tanz* benannt wird, als Ersatz für Anstrengung zu lernen, sich zu bewähren und die Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten? Reicht es denn tatsächlich ein Idol zu werden wenn man lange Haare und Reste von Babyspeck hat .... oh, wie niedlich, und noch ein Plüschtier dabei!?
Vor ein paar Jahren hätte ich noch behauptet das wäre wohl eine vorübergehende Erscheinung, Pubertät und so, aber nachdem ich diese unangemessenen Lobpreisungen vom *Director Think Tank* am Süddeutsche Zeitung-Institut lesen mußte kommen mir da heftige Zweifel ....
Bitte, Herr von Gehlen, erklären Sie mir wie auf dieser schmalen Basis eine gesellschaftliche Stabilität erreicht und aufrecht erhalten werden kann, aus was werden Werte geschöpft, die die Gesellschaft mit allem versorgen was zum Überleben gebraucht wird. Halten Sie die Rapper für die prädestinierten Gestalter der Zukunft?

Hey Wolfgang, hier vermisse ich aber eine gewisse Altersmilde! :-) Ist doch klar, dass unsereiner Musikgeschmack und Ausdrucksweisen einer 14-Jährigen und ihrer Fans nicht teilen kann! Ich hab mir das Video angesehen, den Gehlen-Post gelesen, mir den Text anzeigen lassen:
https://www.musixmatch.com/de/songtext/ZAH1DE/Mona-Lisa-Motion-Einmal-um-die-Welt
und dann noch eine ausführliche Rezension von Universal gelesen:
https://www.universal-music.de/zah1de/news/zah1de-veroeffentlicht-neuen-song-mona-lisa-motion-einmal-um-die-welt-275629
Lesenswert, denn da werden ihre Texte / ihr Auftreten in die Musikgeschichte des deutschen Raps eingeordnet - etwas, das ich normal nicht verfolge, du?
Insgesamt mag ich deiner Kritik nicht folgen. Deine Beschreibung zu Rap trifft auf Zahide nun wirklich nicht zu, die geradezu aus Ausbund jugendlicher Fröhlichkeit wirkt! (völlig anders als alls "angry young man-Songs und der ganze Gangster-Rap).
Dass sie "Babyspeck" zeigt, ist GUT, damit ist sie nämlich ein Role-Model für Pubertierende, die mit ihrem Körper hadern, der für viele immer nicht dünn genug ist!
"wie soll dann jemals die Kultur von Arbeit und Freizeit hergestellt werden die vormals den Erfolg des Landes als Grundlage ermöglichte?"
Da mahnst du Werte und Haltungen an, die mir mit 14 (=1968! Ich war Fan der Hippie-Kultur) gepflegt am A.. vorbei gegangen sind! :-)
Übrigens vermisse ich hier die Möglichkeit, Quellen zu verlinken, ohne die URL abbilden zu müssen - die Abwesenheit einer Kommentarfunktion bei von Gehlen ist allerdings schlimmer!
Sonderbar, daß sich die Argumente in Generationenwellen wiederholen:
Was ich (1958) hörte war schlimmstenfalls "Dschungelmusik", oder etwas milder "Amerikanische Schreierei". Das, obwohl die Texte durchaus sinnvoll / stimmungsvoll / alltagsbezogen waren!
Im Unterschied zu heute waren Texte grammatikalisch *normal*, Worte *verständlich ausgedrückt* und von der Sprachebene her *alltagsbezogen*. Man konnte ohne Interpretation durch Spezialdienste verstehen um was es ging.
Im Einzelnen:
Angefangen hat alles als Tänzerin der Kreuzberger Tanzcrew Lunatix unter der Obhut ihres Tanzlehrers Serdar Bogatekin
Dies "als Tänzerin" halte ich für eine sehr übertriebene Formulierung weil hier Hüpferei nach Rhythmus zum "Tanz" erklärt wird - früher war das Teil des Sportunterrichts und hieß "Gruppengymnastik".
Ohne Musik gibt es keinen Tanz und ohne Tanz keine Musik, das ist auch Zahide und ihrer Crew klar. Dazu kam ihre Liebe zur Musik, insbesondere zu Rap, die sie von klein auf prägte und es war schnell klar, dass sie sich auch einmal musikalisch ausprobieren möchte.
und ihrer Crew
Was das Mädchen von klein auf prägte war also ein Kauderwelsch, eine Sprachverhunzung.
Genau das habe ich im Artikel angesprochen:
Wer nicht genug Sprachverständnis hat muß in *vereinfachter Sprache* sprechen und versteht keine komplexen Sätze, geschweige denn deren Inhalt.
Es ist also Musik für ein Gruppe die der Sprache nicht mächtig ist, und der man entgegen kommt indem ihre Unfähigkeit und Lernunwilligkeit akzeptiert, ja geradezu als *normal* darstellt.
Noch platter gesagt:
Die Faulheit und Dummheit - die das Erlernen der Sprache verhindert - wird normalisiert und so akzeptiert.
Arbeitgeber können mit solchen Personen nichts anfangen, weswegen diese auf *Stütze* angewiesen sind. Das schränkt ihre Fähigkeiten der Teilnahme am normalen Leben ein und sie suchen nach Kompensationsmöglichkeiten - und was ist da einfacher als ein paar krumme Sachen abzuziehen ....
Daß ein Cro und ein Haftbefehl (hält das jemand für einen angemessenen Künstlernamen?) irgendwann immer häufiger in Interviews positiv übereinander sprachen und schließlich sogar einen Song miteinander machten, war damals revolutionär.
Normal ist doch, wenn Menschen gesittet miteinander umgehen. Wieso wird es dann hier herausgehoben dargestellt als ob es eine lobenswerte Besonderheit sei? Im Umkehrschluß bedeutet das doch eine Verrohung der Gesellschaft in der das *über andere herziehen* als akzeptabel angesehen wird.
jetzt vereint Zahide drei Welten auf einmal und eröffnet einer jungen Generation die Welt zu Songs, die einst vorherige Generationen maßgeblich geprägt haben.
Ist es plötzlich die Aufgabe von Songschreiberinnen / deren Crews in die Erziehung der jüngeren Generationen einzuwirken? Ist es wünschenswert, ist es sinnvoll, ist es vom Inhalt her das, was die Eltern und die sonstige Umgebung darstellt?
PG-13
Ich habe heftige Zweifel, daß diese Betrachtung mit dem Inhalt "drei Welten" selbst von denen verstanden wird die altersmäßig dazu gehören oder darüber stehen - es ist eine Betrachtung die einen längeren Zeitrahmen umfaßt, und so etwas können nur Personen einführen die einen sehr viel umfangreicheren Zeitraum überschauen als das hier ins Visier genommene Publikum.
Das *drei Welten* umfassen und *PG-13* sind artifizielle Annahmen die eine Gruppe über denn Kamm schert die inhomogen ist und damit kann nur näherungsweise adäquat gehandelt werden.
Vorheriger Text zur Ergänzung belassen
Moin Claudia,
ich war 1968 mit 23 Oberfähnrich / Kompanieoffizier, und hatte ungefähr 60 Soldaten zu führen .... durch einen der Mannschaften (der eine Kiste mit über 200 Singles in vier Reihen besaß) lernte ich Musik aus der Zeit kennen die ich ansonsten nie gehört hätte.
Da war ich schon ein wenig 'erwachsen', aber du hast mit Recht vermutet, daß ich mit 14 [1959] anders gedacht habe als 1968 - und die Musik war bestimmt von "Stairway to the Sea" und "Sugar-Sugar-Baby" ....
FAZIT
Es findet eine schleichende Beeinflussung statt die ansonsten gesellschaftliche Abweisung sanktionierte und verriß.
Schlechtes Benehmen, Mißachtung von Andersdenkenden und soziale Unterschiede werden instrumentalisiert.
Die META Ebene des Geschehens in den (a)sozialen Medien, der Jugendsubkultur werden nicht als Gefahr gesehen und wenn, dann wird ihr Einfluß blauäugig unterschätzt.
Ein Teil der gesellschaftlichen Trennlinien sind genau diesem Faktum zuzurechnen. Mit Herrn von Gehlen sind an dieser Entwicklung die Medien insgesamt beteiligt - die Feigheit dem Verfall etwas entgegen zu setzen ist empörend, genau so wie die Neigung im Sumpf der Gesellschaft zu wühlen und die Erkenntnisse als allgemeingültig zu beschreiben.
*update* (23−12−2025)
Nochmal ganz knapp - ist mir eingefallen als ich nochmal durchgelesen habe:
Bei diesem Thema wandelt sich bei mir die AltersMILDE in AltersSTARRSINN ....
Mit einer Mischung aus Erstaunen und leiser Erheiterung stelle ich fest, dass das Ab- und Bewerten von Musik sich wie ein roter Faden durch mein Leben zieht. Deutsche Schlager waren für mich lange ein rotes Tuch. Später rückten Techno und Rap an diese Stelle. Heute blicke ich auf solche kulturellen Entwicklungen gelassener. Manchem Techno- oder Rap-Stück kann ich durchaus etwas abgewinnen. Ob das nun am Alter liegt, wage ich zu bezweifeln – vielleicht eher daran, dass ich manche alten Schlager inzwischen mitsinge, als hätte es in meiner Jugend nie eine Aversion gegeben.
Gerade Rap verbinde ich – vermutlich zu pauschal und sicher nicht frei von Unkenntnis – oft mit Texten, die ich als unwürdig empfinde: abwertend, provokant, nicht selten auf Kosten von Frauen oder Minderheiten. Die sprachliche Verrohung, die damit manchmal einhergeht, verstärkt diesen Eindruck. Umso irritierender war für mich eine ganz andere Erfahrung: Erst kürzlich habe ich in meinen Spotify-Playlists KI-generierte „Musik“ entdeckt – und das auch nur durch gezielte Nachrecherche. Diese Musik hat mir gefallen. Das hat mich überrascht und, ehrlich gesagt, auch getroffen. Vielleicht ist das auf einer anderen Ebene beunruhigender als jede sprachliche Entgleisung.
Wie auch immer: Es war eine spannende Diskussion mit vielen interessanten Perspektiven und Aspekten, die zum Nachdenken anregen.
Schöne Weihnachten und alles Gute für das neue Jahr.
[Für meine Antwort muß ich etwas ausholen. Komme allerdings später doch noch auf den Punkt]
Schade, daß die Diskussionen nicht umfangreicher sind, so wie vor 15, 20 Jahren als das Bloggen noch neu war.
[Gerade die Bloggenden die hier lesen und schreiben einmal ausgenommen!]
Manchmal, wenn ich auf 'alte' Artikel stoße weil irgendwer sie über eine Suche angeklickt hat, finde ich seitenweise Kommentare von unterschiedlichen Lesenden - meist sehr gesittet, leider auch oft in die Gosse abrutschend. Ich erinnere wie damals viele Störenfriede (erstaunlich viele Frauen darunter) nach und nach von der Bildfläche verschwunden sind. Das lag - auch - an der Sprachebene und der Art der Argumentation ohne Fakten, ein Zustand der sich nach dem Aufschwung der *asozialen* Plattformen zurückbildete, weil neue Kampfarenen zur Verfügung standen die weniger Aufwand erforderten.
Was ich damit ansprechen will ist die Sprache, die während dieser gesamten Jahre seit ca. 1990 immer mehr vereinfacht gesprochen und geschrieben wird, nicht zuletzt von denen, die sie als zweite (oder gar dritte oder mehr) Fremdsprache zu nutzen gezwungen sind und nicht die Kapazität haben die erforderlichen Regeln zu beachten. Heraus kommt dann oft das Gebrabbel das in manchen Musikströmungen gar noch bewundernd als Ausdruck einer geänderten Jugendkultur gefeiert wird - gefördert von Unternehmen, die aus den Freizeit- und Musik-Gewohnheiten dieser Altersgruppen Kapital schlagen.
Ich denke da immer gleich an "Geh isch Aldi!" so als Leitidee der Sprachvereinfachung (!) für Minderbemittelte.
Es geht zwar von der Musik aus, der wahre Knackpunkt ist jedoch die dahinter stehende *Szene* mit einem Denken (und Handeln) das geeignet ist die Kultur hierzulande zu zerstören.
Menschen die die Sprache nicht beherrschen werden die Kultur unseres Landes bestimmt nicht bereichern, wenn es die vorige Frau Kulturstaatsministerin, ehemals Bundesempörungsbeauftragte Roth, noch so heftig & oft behauptet. Das ist meine Sorge, der Grund warum ich für eine viel umfangreichere Unterrichtung der Einwandernden und der Eingewanderten plädiere. Das dort fehlende Geld ist letztlich aus meiner Sicht ein Grund dafür, daß breite Bevölkerungsteile sich entfremdet fühlen und den Rechtsradikalen zulaufen. Fehlende Sprachfertigkeit führt zu fehlendem Integrationsgrad und der wiederum zu abweichendem Verhalten. Bei Enttäuschen der Vision vom hiesigen Wunderland zu aggressivem Verhalten, das sich in Extremen Ausgleich sucht ....
Da ich den jüngeren Musikformen (spätestens seit Techno) nichts abgewinnen kann und eher ein Hörer von Chansons und Klassik bin, mit wenigen Ausnahmen wie (beispielsweise) Elton John, Earth & Fire, Mike Oldfield, Janis Joplin, Amy Winehouse etc., habe ich keine vertieften Kenntnisse über RAP, außer dem worüber ich zufälligerweise stolpere.
Das Wenige reicht mir um genau die Inhalte zu bemängeln die Sie angesprochen haben. Plus die Gefahr für Gewöhnung an derartige Abartigkeiten von Beziehung wie sie dort gepredigt werden.
Das Gehüpfe eines 14-jährigen Kindes wird als *Tanz* bezeichnet, ihre gebrochene Sprache als Vorbild für Altersgenossen, gefördert und gehypt durch kommerzielle Interessen einer Musikvermarktungsgesellschaft. Ihre *Andersartigkeit* ist altersbedingt, ihr Inhaltsgemenge altersangemessen wenn man großzügig denkt, doch daraus ein *Vorbild* zu konstruieren halte ich für zu weit gegriffen.
Sie schrieben: "..Erst kürzlich habe ich in meinen Spotify-Playlists KI-generierte „Musik“ entdeckt – und das auch nur durch gezielte Nachrecherche. Diese Musik hat mir gefallen .." Das macht mich neugierig, hätten Sie ein Beispiel dafür?
Jedenfalls:
Ihnen und ihrer Frau ebenso gute Wünsche für ein paar geruhsame Festtage und ein frohes neues Jahr!