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bookmark_borderKaffee

Als "Viel­trin­ker" bin ich ja stän­dig auf der Suche nach der 'besten Sor­te' - und natür­lich soll der Preis in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur Qua­li­tät des Pro­duk­tes stehen. 

Das Kaf­fee­ko­chen - ich den­ke da an vie­le Beob­ach­tun­gen die ich als Kind im Hau­se mei­ner Groß­mutter mach­te - war ein Ritu­al. Kaf­fee war bis in die 60'er Jah­re ein Luxus. Es gab auch kei­nen fer­tig gemah­le­nen Kaffee.
   
Bei Oma wur­de die Kaf­fee­müh­le zwi­schen die Knie geklemmt und ein Täß­chen Boh­nen ein­ge­füllt - dann wur­de gut fünf Minu­ten von Hand gemahlen ....
Das Kaf­fee­pul­ver sam­mel­te sich in einer klei­nen Schub­la­de unter­halb des Mahl­werks, wur­de dann vor­sich­tig - um nichts zu ver­schüt­ten - in die Kaf­fee­kan­ne gefüllt.
   
In eine rich­ti­ge Por­zel­lan­kan­ne, mit lan­gem Aus­guß und pas­sen­dem Deckel, sowas ist heu­te eine Sel­ten­heit. Dar­auf gab man kochend­hei­ßes Was­ser und war­te­te eine Wei­le, damit die Aro­ma­stof­fe aus dem Kaf­fee­pul­ver gelöst wer­den konn­ten. Schließ­lich wur­de der Kaf­fee - nach gutem Umrüh­ren des Kan­nen­in­hal­tes - durch ein Sieb in die Tas­sen gefüllt. Ich erin­ne­re mich noch gut an das Aro­ma, das so sehr schnell den Raum erfüll­te. Mög­lich, daß genau die­ses Erleb­nis mich so nach­hal­tig zum Kaf­fee­trin­ker 'geprägt' hat.

   
Nach einer Peri­ode des Auf­schwungs für Por­zel­lan-Kaf­fee­fil­ter mit Fil­ter­tü­ten kam dann der 'Sie­ges­zug' der Kaf­fema­schi­nen - die mach­ten all das, was frü­her in Ein­zel­schrit­ten erle­digt wer­den muß­te 'auto­ma­tisch':
   
Kaf­fee in die Fil­ter­tü­te, Fach schlie­ßen, Was­ser in die Maschi­ne fül­len, anschal­ten und war­ten, bis die meist glä­ser­ne Kan­ne gefüllt war. Vor­bei das Kaf­fee-Ritu­al. Ein deut­li­cher Ver­lust der Wert­schät­zung eines mit Lie­be gebrau­ten Kaf­fees, ein wei­te­rer Ver­lust an 'Lebens­qua­li­tät'.

Über die Unsit­te "Pul­ver­kaf­fee" zu brü­hen wer­de ich hier nur soviel sagen:
Es ist ein Sakri­leg! Schnell, schnel­ler am schnell­sten! So etwas ist beim Kaf­feegenuß unan­ge­mes­sen .... und das Gebräu, das da her­aus­kommt ver­dient den Namen "Kaf­fee" nicht!

Als die ersten Kaf­fee­au­to­ma­ten auf den Markt kamen und deren Prei­se sich noch in für 'Pri­vat­leu­te' uner­schwing­li­chen Höhen beweg­ten war es außer­or­dent­lich müh­sam unge­mah­le­nen Kaf­fee für die­se Maschi­nen zu fin­den: Kei­ner der gro­ßen Namen im Kaf­fee­markt bot etwas ande­res als gemah­le­nen, vaku­um­ver­pack­ten Kaf­fee an.

Das hat sich in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert. Immer mehr Fir­men ver­kau­fen unge­mah­le­nen Kaf­fee - doch häu­fig noch mit sehr schlech­ter Qua­li­tät! Viel­fach wer­den ein­fach nur die her­kömm­li­chen Sor­ten mit sehr schwa­cher Röstung als Boh­nen statt Pul­ver ver­kauft - die aber zu unver­hält­nis­mä­ßig höhe­ren Prei­sen als der gemah­le­ne Kaf­fee, das 'riecht' ver­däch­tig nach "Abzocke":
Wenn ver­schie­de­ne Ver­ar­bei­tungs­schrit­te - nach dem Rösten - weg­fal­len, wie das z.B. das Mah­len des Kaf­fees, so soll­te doch der Ver­brau­cher­preis nied­ri­ger sein als der für das gemah­le­ne Pro­dukt. Das Gegen­teil ist der Fall. Die unge­mah­le­nen Sor­ten sind meist 30 bis 50% teu­rer als gemah­le­ne Kaffees.

Nach einer Zeit der 'Absti­nenz' (= Nicht-Prä­senz) der gro­ßen Röster ent­deckt man immer öfter auch bei ihnen Ange­bo­te (unge­mah­le­ne Boh­nen) für den Kaf­fee­au­to­ma­ten - und das zuneh­mend zu ange­mes­se­ne­ren Prei­sen. Ob da ein Umden­ken stattfindet?

   
Eines jedoch ist sicher:
Ein stark gerö­ste­ter, von Hand gemah­le­ner, mit kochen­dem Was­ser gebrüh­ter (besten­falls in einer Espres­so­ma­schi­ne süd­eu­ro­päi­scher Art berei­te­ter) Kaf­fee ist immer noch das Beste was dem Kaf­fee­ge­nie­ßer pas­sie­ren kann ....

Ich geh' jetzt erst 'mal einen Kaf­fee trinken.



Bildquellen

bookmark_border"Seniorität"

Das Wort höre ich immer häu­fi­ger:  

"Eine gewis­se Senio­ri­tät kann durch­aus nütz­lich sein!"
"Senio­ri­tät bedeu­tet Erfah­rung - und das ist immer von Vorteil!"
"Men­schen mit Senio­ri­tät gehen Din­ge ruhi­ger an!"  

Es ist aber ein gro­bes Miß­ver­hält­nis zwi­schen tat­säch­li­chem Wil­len 'Senio­ren' zu beschäf­ti­gen und den vor­an­ge­stell­ten Aus­sa­gen vor­han­den. Wie mag das zusammenpassen?

Mei­ne Beur­tei­lung ist unge­fähr diese:
Wenn 'Senio­ren' nicht nur Facherfah­rung in ihrem jewei­li­gen Arbeits­ge­biet haben, son­dern auch anson­sten 'fit' geblie­ben sind - z.B. einen Com­pu­ter ohne frem­de Hil­fe nicht nur an- und aus­schal­ten, son­dern auch für mehr als nur Schreib­ar­bei­ten/e-mail/­Power­Point zu nut­zen in der Lage sind, dann könn­te "Senio­ri­tät" ein Vor­teil sein ....

Weil aber gut 80% der über 55-jäh­ri­gen 'nix mit Com­pu­ter' zu tun haben wol­len und zudem über­wie­gend auch ganz zufrie­den mit einem (Vor-) Ruhe­stand sind, ist es natür­lich schwer für inter­es­sier­te Arbeit­ge­ber die 'Spreu' vom 'Wei­zen' zu tren­nen .... und da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz*:
Wird die Suche nach geeig­ne­ten 'Senio­ren' zu müh­sam behilft man sich halt mit den durch­aus vor­han­de­nen jün­ge­ren Kräf­ten und läßt das Kri­te­ri­um "Senio­ri­tät" fallen ....
 
Natür­lich liegt es auch an der Defi­ni­ti­on von "Senio­ri­tät" - da sind näm­lich sehr unter­schied­li­che Akzen­te mög­lich. WIKIPEDIA ver­läßt uns hier, denn dort wird der Begriff ledig­lich in Hin­blick auf die Beam­ten­be­sol­dung erläu­tert .... bes­ser ist die Defi­ni­ti­on bei "Cope" (cope­net): Da aller­dings wird fest­ge­tellt, daß das Lebens­al­ter unbe­deu­tend sei - und ich wage es dem zu wider­spre­chen. Grund­sätz­lich näm­lich fin­det man die 'Eigen­schaf­ten' erfah­rungs­be­dingt eher bei Älte­ren. Das schließt aber nicht aus, der­glei­chen manch­mal auch bei Jün­ge­ren zu beobachten.


* Da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz
Mit der Redens­art wird aus­ge­sagt, dass etwas eine Art Teu­fels­kreis ist, in dem sich Ursa­che und Wir­kung wech­sel­sei­tig bedin­gen: Wenn wir Geld für die Anschaf­fun­gen von der Bank haben wol­len, müs­sen wir erst nach­wei­sen, dass wir Sicher­hei­ten haben. Die Ame­ri­ka­ner nen­nen es "catch22"
 

 
[ (cope­net) / cope-Zitat(-e) früher:
|toter Link! http://www.copenet.de/infoservice/archiv/200501.html;
|toter Link! http://www.copenet.de/tippsundtricks/infoservice/archiv/200501.php]

bookmark_border"baloney detection"

Zehn Fra­gen kön­nen dabei hel­fen zwi­schen Wis­sen­schaft und Hum­bug* zu unterscheiden:

  1. How relia­ble is the source?
    Wie ver­läß­lich ist die Quelle?

  2. Does the source make simi­lar claims?
    Macht die Quel­le ähn­li­che Annahmen?

  3. Have the claims been veri­fi­ed by someone else?
    Wur­den die Anah­men von unab­hän­gi­gen Drit­ten bestätigt?

  4. Does this fit with the way the world works?
    Ist das, was behaup­tet wird, nach aller (Lebens-) Erfah­rung wahrscheinlich?

  5. Has anyo­ne tried to dis­pro­ve the claims?
    Wur­de schon ver­sucht die Annah­me zu widerlegen?

  6. Whe­re does the prepon­derance of the evi­dence point to?
    In wel­che Rich­tung deu­tet der über­wie­gen­de Teil der Beweise?

  7. Is the clai­mant lay­ing by the rules of sci­ence?
    Hält sich der Behaup­ten­de an die Regeln der Wissenschaft?

  8. Is the clai­mant pro­vi­ding posi­ti­ve evi­dence?
    Kann der Behaup­ten­de selbst posi­ti­ve Bewei­se erbringen?

  9. Does the new theo­ry account for (at least) as many as the old theo­ry?
    Schließt die neue Theo­rie min­de­stens sovie­le Ein­zel­hei­ten (bewei­send) ein wie die vorherige?

  10. Are per­so­nal beliefs dri­ving the cla­im?
    Gibt es Zei­chen dafür, daß per­sön­li­che Über­zeu­gun­gen die Trieb­fe­der der Behaup­tun­gen sind?

* Hum­bug (Unsinn) = Pseu­do-Wis­sen­schaft, Eso­the­rik, Annah­men, Wunschdenken ....

Hier noch das Video mit wei­ter­füh­ren­den Erläu­te­run­gen:




[via Astro­dic­ti­cum Sim­plex | Quel­le]
 

bookmark_borderWenn ich den größten Unterschied ....

zwi­schen Öster­rei­chern und Deut­schen nen­nen soll­te fällt mir ein:

  • Die Öster­rei­cher trau­ern der Zeit nach, in der ihr Land 'kolo­ni­al-impe­ria­le Dimen­sio­nen' hat­te - und wären alle gern Geheim­rat, Pro­fes­sor oder min­de­stens Doktor ....
  • Die Deut­schen geben vor Demo­kra­ten zu sein und Auto­ri­tä­ten nicht zu fürch­ten - um dann bei erster Gele­gen­heit 'umzu­fal­len' und sich unter­wür­figst anzudienen.

Ich möch­te lie­ber Öster­rei­cher sein.

 

bookmark_borderAch, das wundert mich aber ..?!

".. "Unse­re Unter­su­chung zeigt, dass wir es heu­te nicht nur mit einer zuneh­men­den Poli­tik­ver­dros­sen­heit zu tun haben, son­dern auch mit einer Jour­na­lis­mus­ver­dros­sen­heit. Die For­schungs­er­geb­nis­se bestä­ti­gen ein­deu­tig eine Abnah­me des öffent­li­chen Ver­trau­ens in den Jour­na­lis­mus", erklärt Wolf­gang Dons­bach, Pro­fes­sor am Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und Lei­ter der Stu­die. Die­ses Ver­trau­en sei aber in einer Demo­kra­tie not­wen­dig, damit die ver­schie­de­nen Tei­le einer Gesell­schaft trotz viel­fäl­ti­ger eige­ner Inter­es­sen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren könn­ten .. Eine deut­li­che Mehr­heit der Befrag­ten beschreibt Jour­na­li­sten als käuf­lich. Rund zwei Drit­tel glau­ben, dass bezahl­te Recher­chen häu­fig vor­kom­men oder dass die Inter­es­sen von Anzei­gen­kun­den auch in der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung berück­sich­tig wer­den .. Unter den 18- bis 24-Jäh­ri­gen ver­steht jeder Zwei­te Blog­ging als Journalismus .."
[Zitat]
 
Mehr zum The­ma "Jour­na­lis­mus":

bookmark_border"Qualitätsjournalismus"
- eine Resolution schafft Unruhe

[ZITAT eines Kom­men­tars zum Aus­gangs­ar­ti­kel von DonAl­phon­so via fefe]

" .. Jour­na­li­sten haben schein­bar immer noch nicht ver­stan­den, dass nicht Goog­le der Feind ist, son­dern Mobile.de, monster.de und Immobilienscout24 (nur exem­pla­risch). Das hat den Zei­tun­gen vor knapp 10 Jah­ren den Hals gebro­chen. Die FAZ hat sich z.B. im Stel­len­markt dumm und däm­lich ver­dient. Weil die FAZ die ein­zi­ge Zei­tung war, in der man die guten Jobs fin­den konn­te. Hier wur­de die Ziel­grup­pe zusam­men­ge­bracht. Genau das Glei­che gilt für Immo­bi­li­en­an­zei­gen und Auto­an­zei­gen in loka­len Zeitungen.

Kei­ne der alten Zei­tun­gen hat es geschafft, hier früh genug zu reagie­ren. Und als man es dann end­lich ange­gan­gen ist, wur­de das gepreist wie vor­her im Print und natür­lich hat es auch dann nie­mand gekauft. Eine Anzei­ge im Inter­net kostet aber ziem­lich genau nichts. Craigs­list in den USA zeigt es. Inzwi­schen sind die Prei­se auf dem Niveau der Kon­kur­renz ange­kom­men, aber die ehe­mals so üppi­ge Mar­ge ist hin.

Das hat den ersten gro­ßen Knick in den Ein­nah­men gebracht. Ver­glei­che mal einen Anzei­gen­teil 1995 mit dem von heu­te. Da sind die Ein­nah­men geschätzt um mind. 80% gesunken. ..

Ab die­sem Zeit­punkt hat die Pres­se den Kampf gegen die Inter­net­kon­kur­renz ver­lo­ren. Der erste gro­ße Bat­zen, mit dem man quer­fi­na­zie­ren konn­te, war weg. Es wur­de gespart (was aus qua­li­ta­ti­ver Sicht falsch ist, aber wirt­schaft­lich wohl ein­fach nicht anders ging), aber damit wur­de das Pro­dukt wie­der ein Stück gene­ri­scher, sprich man hat die glei­chen News wie die ande­ren. Und da die auch im Inter­net sind und zwar am Tag vor­her, hat die Zei­tung ein Problem.

Eine Lösung für eine ein­zel­ne Zei­tung habe ich auch nicht. You’re doomed .. "

Ja, wer zu spät kommt den bestraft das Leben, ich hat­te ja schon vor ein paar Wochen auf die Unsin­nig­keit der Ver­le­ger­for­de­rung hin­ge­wie­sen ihre (von Agen­tu­ren abge­schrie­be­nen und schlecht gekürz­ten) "Wer­ke" als "Kul­tur­gut" zu verkaufen .... 

bookmark_borderSabine Bätzing

Eine gewis­se Frau .... Bät­zing* (SPD)
- ein sonst farb­los-hin­ter­wäld­le­ri­sches Mäus­chen aus dem tief­sten Wester­wald - macht sich in Ber­lin mau­sig und will nun den Rau­chern das Rau­chen auch in deren eige­nem Auto (!) ver­bie­ten .... Als näch­stes wird wahr­schein­lich ver­bo­ten, daß man in sei­nem Wohn­zim­mer in der Nase bohrt .... 

Die glei­che " .. Sabi­ne Bät­zing will schließ­lich ein Gesetz auf den Weg brin­gen, dass die Hero­in-Abga­be an Schwerst­ab­hän­gi­ge erleich­tern soll .. "
Aha, ein Herz für Jun­kies, die machen ja auch kei­nen Qualm - ich bezweif­le aller­dings, daß Frau Bät­zing schon 'mal so einem wasch­ech­ten Jun­kie die Hand geschüt­telt hat .... und wer bezahlt das Heroin?

Ich sehe mein (frü­her schon geäu­ßer­tes) Vor­ur­teil bestätigt:
Der mitt­le­re Ver­wal­tungs­ap­pa­rat ist der Unter­gang für jede bür­ger­li­che Frei­heit - und letzt­lich der Demo­kra­tie .... Mit­tel­maß sucht die tota­le Kon­trol­le .... und will Allen die eige­ne Art zu leben auf­zwin­gen: Die SED-Bon­zen haben eine 'Schau­büh­ne' dafür unter­hal­ten - die DDR .... 

*

  • Bät­zing, Sabi­ne, SPD, Dipl.Verwaltungswirtin, mail­to: sabine.baetzing@bundestag.de, http://www.sabine-baetzing.de/
    • Sabi­ne Bät­zing, geb. 13.02.1975 in Alten­kir­chen, ver­hei­ra­tet, katho­lisch, wohn­haft in Altenkirchen 
    • 1994 Abitur am Wester­wald Gym­na­si­um Altenkirchen 
    • 1994 - 1997 Aus­bil­dung im geho­be­nen, nicht­tech­ni­schen Dienst zur Diplom-Ver­wal­tungs­wir­tin (FH) bei der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung Altenkirchen 
    • 1997 - 2002 Beam­tin bei der Ver­bands­ge­mein­de Alten­kir­chen bei der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung Alten­kir­chen, dort zustän­dig für die EDV-Organisation 
    • Na, und dann ab 2002 Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te - Gehalt ver­fünf­facht - eine für­wahr stei­le Karriere .... 

PS: Wahlergebnis(-se)


*edit*
Sie­he hier­zu auch "Denk­ver­bot am Steu­er" ....

∙ ▪  ▪ ∙
 

[Zitat aus 100-zeilen-hass-fur-sabine-bätzing]


Das ist ein Jammer:
Die Dum­men sind so sicher und die Geschei­ten so vol­ler Zweifel“


– die­ses Zitat wird dem Alt­kanz­ler Hel­mut Schmidt zuge­schrie­ben. Für Sabi­ne Bät­zing ist die Welt ohne gro­ße Zweifel.
Die Bun­des­dro­gen­be­auf­trag­te hät­te aller­dings auch so ihre Pro­ble­me mit dem kan­ti­gen Alt­kanz­ler. Die Ver­su­che der 34-jäh­ri­gen, dem Sou­ve­rän sei­ne Ent­schei­dungs­fä­hig­keit in all­täg­li­chen Din­gen wie dem Tabak­kon­sum abzu­spre­chen, wür­den bei ihrem 91-jäh­ri­gen Par­tei­freund sicher nur ein abschät­zi­ges Augen­brau­en­zucken hervorrufen. 

Sabi­ne Bät­zing hat den Rau­chern den Krieg erklärt .. Wenn die Poli­tik auf die ele­men­ta­ren Fra­gen unse­rer Zeit kei­ne Ant­wor­ten fin­det, dilet­tiert sie ger­ne auf Neben­kriegs­schau­plät­zen her­um. Beson­ders beliebt sind dabei sol­che The­men, bei denen sie auf ihre mora­li­sche Luft­ho­heit pochen kann. Galt es frü­her als selbst­ver­ständ­lich, dass der Bür­ger ein erwach­se­nes Indi­vi­du­um ist, des­sen Frei­heit nicht über Gebühr ein­ge­schränkt wer­den darf, so defi­niert sich die heu­ti­ge Poli­tik als „güti­ger Vater“ (s.o.!) .. "



[Quel­le]

bookmark_borderWas unterscheidet uns (Europäer)
von den Amerikanern?

" .. Über den Reich­tum einer ent­wickel­ten Gesell­schaft ent­schei­det heu­te in erster Linie das Netz­werk von Wis­sen­schaft, Tech­no­lo­gie und Wirt­schaft. Das ame­ri­ka­ni­sche Netz­werk ist anders ver­drah­tet als das Euro­päi­sche. Es ist schnel­ler, effi­zi­en­ter, mus­ku­lö­ser. Das euro­päi­sche ist trä­ger und sta­bi­ler. .. " - so lau­tet die Ein­lei­tung eines Bei­trags von Prof. Dr. Gert Keil, vor­mals Frei­burg, jetzt Poli­tik­be­ra­ter in Berlin.

Die Beob­ach­tung, daß in Ame­ri­ka schnel­ler gehan­delt und weni­ger gezau­dert wird ist sicher ein wesent­li­cher Unter­schied. 'Hier­zu­lan­de wer­den eher Beden­ken gegen­über neu­en tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen vor­ge­bracht' stimmt sicher auch. Die Ame­ri­ka­ner sei­en uns in Hin­blick auf Tech­no­lo­gie auf allen Fel­dern vor­aus ist bestimmt nicht kor­rekt. Was sie beherr­schen ist:
Auf­stre­ben­de Wis­sen­schaft­ler anlocken - und danach deren Ergeb­nis­se als "Ame­ri­ka­nisch" zu verkaufen!

Inso­weit ist die Fra­ge­stel­lung eher: Wie hält man die Spit­zen­for­scher im Lan­de bzw. in Euro­pa? Eine Fra­ge, die sich mög­li­cher­wei­se in die­ser Form immer sel­te­ner stel­len wird, weil das Finan­zie­rungs­sy­stem in U.S.A. sich bekann­ter­ma­ßen in einer tief­grei­fen­den Kri­se befindet ....

Als näch­sten Punkt muß man die Alters­struk­tur ver­glei­chen. Dabei kommt her­aus, daß die ame­ri­ka­ni­schen Erfol­ge von sehr jun­gen For­schern erreicht wer­den, die sich dann - weil ihr Inter­es­se an grund­le­gen­der For­schung mit der zuneh­men­den Aner­ken­nung schwin­det - auf ihren Erfol­gen (und dem damit ver­bun­de­nen finan­zi­el­len Pol­ster) aus­ru­hen. Hier­zu­lan­de wer­den die Ergeb­nis­se durch­schnitt­lich erst eini­ge Jah­re spä­ter gewon­nen, dafür ist aber das For­scher­stre­ben ste­tig und hält über eine län­ge­re Zeit­span­ne an - trotz der vie­len bür­o­k­tra­ti­schen Hin­der­nis­se des (läh­mend ver­wal­te­ten) Wissenschaftsapparates ....

Ein wei­te­rer - wesent­li­cher - Aspekt fehlt in den Keil'schen Betrach­tun­gen: Ame­ri­ka­ner sind "wachs­tums­gläu­big" - wird ihnen die Gewiß­heit auf Wachs­tum genom­men - und es sieht der­zeit ganz danach aus - dann ver­sie­gen die Inve­sti­tio­nen in die Wis­sen­schaf­ten und es kommt zu einer Aus­trock­nung der Forschungsaktivitäten.

Die Finanz­kri­se - mögen ihre Aus­wir­kun­gen auch noch so dra­ma­tisch selbst für Euro­pa aus­se­hen - wird so mög­li­cher­wei­se zur Ret­tung der Spit­zen­for­schung durch Ver­rin­ge­rung der Abwan­de­rung nach U.S.A. .... wenn es dann noch gelingt, die büro­kra­ti­schen Hür­den zu ver­rin­gern könn­ten wir den frü­he­ren Vor­sprung wie­der­ge­win­nen oder - wie im Fall der Nano-Tech­no­lo­gie (in der wir ent­ge­gen der von Dr. Keil ver­tre­te­nen The­se welt­weit füh­rend sind) halten.

Min­de­stens ich wür­de es mir so wünschen.

bookmark_borderErinnern! Alternativ wählen!


" .. Unmut muß sich auch in Wahl­er­geb­nis­sen niederschlagen!!

Der nun mitt­ler­wei­le hef­tig umstrit­te­ne Gesetz­ent­wurf ist nicht allein der Gesetz­ent­wurf von Ursu­la von der Ley­en, es ist der Gesetz­ent­wurf, der von einer schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen wur­de. Von rot und schwarz!

Wie dop­pel­zün­gig mal wie­der die SPD ist, zeigt sich dar­in, daß sie sich nun für eine öffent­li­che Anhö­rung im Unter­aus­schuss (27.5) aus­ge­spro­chen hat. Toll, toll – Jubel!!! Aber das ist die sel­be SPD, die noch vor weni­gen Tagen dem Gesetz­ent­wurf mal eben zuge­stimmt hat!

Poli­tik soll­te für uns und nicht gegen uns gemacht wer­den. Idea­ler­wei­se mit uns, und genau des­halb gehe ich zur Euro­pa­wahl und mach mein Kreuz sicher nicht bei den Wahl­ver­spre­chern (von CDU & SPD, auch nicht bei­den Hel­fers­hel­fern von FDP & Grünen) .. "


[Zitat/Bild "Stopp­schild"] | [Bild "Merkel"/Quelle]


"Pro­jekt >18" für die SPD
  "Pro­jekt >29" für die CDU 

bookmark_borderZwiespalt

Ich bin näch­stens zu einer Fei­er ein­ge­la­den. Erfreu­lich ist dar­an, daß da vie­le Men­schen zusam­men­kom­men die ich schät­ze und mit denen ich gern zusam­men bin. Uner­freu­lich ist, daß die Fei­er mit (min­de­stens) einem Kirch­gang ver­bun­den ist. 

Ich ste­he in dem Zwie­spalt mich durch den 'Got­tes­dienst' in eine Situa­ti­on zu bege­ben in der ich den Schein wah­ren muß obwohl ich lie­ber die Wahr­heit leben wür­de, also nicht teil­zu­neh­men, dem fernzubleiben. 

Kir­che - und die dazu­ge­hö­ri­ge 'Ideo­lo­gie' - ist ein Ver­spre­chen an Men­schen das nicht gehal­ten wer­den kann. Min­de­stens bin ich davon über­zeugt. Was Kir­che ver­spricht ist ein Leben nach dem Tode - für das es aus mei­ner Über­zeu­gung kei­ne Bewei­se gibt und das ich daher für eine gigan­ti­sche Irre­füh­rung halte. 

Nun ist die Fra­ge die ich mir stel­le etwa so:
Soll ich der Tra­di­ti­on fol­gen und der Dis­kus­si­on um mei­ne Ein­stel­lung ausweichen?
Oder soll ich mich so ver­hal­ten wie es mei­ner Über­zeu­gung ent­spricht und mich von der - sinn­lo­sen - Zere­mo­nie fernhalten?

Noch habe ich ja etwas Zeit.
Das ist gut so.
Ändert aber nichts dar­an, daß es irgend­wann ent­schie­den wer­den muß.

bookmark_borderExperten ....

Die Ent­wick­lung immer umfang­rei­che­rer und inhalts­rei­che­rer Daten­ban­ken - wie z.B. WIKIPEDIA - hat zu einem son­der­ba­ren Phä­no­men geführt:
Das Land ist voll von "Exper­ten" die zu Allem & Jedem ihre Mei­nung herausposaunen.

Wozu brau­chen wir noch die 'stu­dier­ten' Exper­ten? Steht doch alles im Inter­net. Da kann man rasch ein paar Infor­ma­tio­nen zusam­men­le­sen und drei­mal umge­rührt als "Exper­ti­se" zum Besten geben. 

Halt! Halt!
So geht das bestimmt nicht.
Das kann so nicht funktionieren!

Bruch­stücke sam­meln und neu ver­knüp­fen reicht nun 'mal nicht um ein kor­rek­tes Bild eines Sach­ver­hal­tes zu zeich­nen: Das erfor­dert jah­re­lan­ges Stu­di­um, die Fähig­keit zur Abstrak­ti­on und vor allem eine - wohl­ver­stan­de­ne - Skep­sis gegen­über dem all­zu Offensichtlichen. 

Völ­lig falsch ist das der­zei­ti­ge Ver­ständ­nis der 'Wer­tig­keit' sol­cher Lai­en­aus­sa­gen im Ver­gleich zu denen von - aus­ge­bil­de­ten - Wissenschaftlern. 


Allein die Tat­sa­che, daß da manch­mal zwei Mei­nun­gen schein­bar gleich­be­rech­tigt neben- oder unter­ein­an­der in Inter­net­dis­kus­sio­nen oder in Blog­bei­trä­gen und den zuge­hö­ri­gen Kom­men­ta­ren ste­hen bedeu­tet noch lan­ge nicht, daß die­se Äuße­run­gen auch tat­säch­lich als gleich­wer­tig zu betrach­ten sind.


Der Schein trügt.
Wie so oft.

So hilf­reich das Inter­net in vie­ler­lei Hin­sicht ist, so segens­reich im Sin­ne von Erwei­te­rung des Hori­zon­tes jedes ein­zel­nen Nut­zers, so gefähr­lich ist es auch, wenn eben­die­se Nut­zer nicht zwi­schen fun­dier­tem Tat­sa­chen­wis­sen und sub­jek­ti­ver Mei­nung differenzieren ....

bookmark_border"Qualitäts-Journalismus" - versagt ...!

Da lese ich mit Freu­de fol­gen­des [Zitat]:

.. Die eta­blier­te Pres­se, die sich so ger­ne, in durch­aus selbst­ge­rech­tem Ton, als “vier­te Macht im Staat” und als ein­zi­ge Quel­le objek­ti­ver Nach­rich­ten­ver­mitt­lung und Welt­in­ter­pre­ta­ti­on geriert, hat ange­sichts der bei­spiel­lo­sen Demon­ta­ge von Grund­rech­ten lei­der kom­plett versagt.

Das Recht auf Infor­ma­ti­ons- und Mei­nungs­frei­heit wird wesent­lich ein­ge­schränkt, aus Grün­den, die ent­we­der schlicht­weg erfun­den oder mani­pu­liert sind, mit Mit­teln, die weder trans­pa­rent noch demo­kra­tisch kon­trol­lier­bar oder legi­ti­mier­bar sind, unter unsach­li­cher und geschmack­lo­ser Dif­fa­mie­rung jeg­li­cher Kri­ti­ker - Na und?
Kein Anlaß, in den Redak­ti­ons­bü­ros unse­rer sog. “Qua­li­täts­pres­se” kri­ti­sche Wor­te zu finden! .. " 

Die Erklä­rung ist einfach:
Nach­dem man Anfang des Jah­res die Archi­ve der Rund­funk­an­stal­ten bekämpft - und mit Hil­fe der Poli­tik als 'Kon­kur­ren­ten' aus­ge­schal­tet hat - schaut nun die ver­sam­mel­te Print-Medi­en-Welt mit klamm­heim­li­cher Freu­de zu wie das Inter­net als Kon­kur­renz auch noch aus­ge­schal­tet wird ....


Machen wir uns doch nichts vor:
Nach­rich­ten aus den 'news-tickern' von heu­te ste­hen frü­he­stens mor­gen in den Zei­tun­gen. Weil das immer mehr Zei­tungs­le­ser erken­nen bestel­len sie die Blät­ter ab - es ist die Angst der Eta­blier­ten ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren die sie dazu bringt sich wie die 'Drei Affen' zu verhalten ....

Was 'die Eta­blier­ten' nicht beden­ken ist das bekann­te Niem­öl­ler-Zitat. Wenn sie dann zen­siert wer­den ist nie­mand mehr da sie zu verteidigen ....