bookmark_borderSo dumm, dass ihn die Mäuse beißen ...!

Man kann es kaum glau­ben, aber es gibt Men­schen, die die Mess­lat­te immer noch tie­fer legen. Kaum dach­te man "Düm­mer geht nim­mer!" - da wird man von einem neu­en Fall überzeugt:
Es geht noch 'was!

Der jüng­ste Fall kommt (O Wun­der!) wie­der aus U.S.A., wo ein Mode­ra­tor des Sen­ders "FOX" [rechts­la­sti­ger TV Kanal für ein meist unbe­darf­tes Unter­schich­ten­pu­bli­kum] offen­bar­te, er habe sich in den letz­ten zehn Jah­ren nicht mehr die Hän­de gewa­schen, weil - hal­ten sie sich fest - er kei­ne Bak­te­ri­en sehen kön­ne* und daher nicht glau­be, dass es sie über­haupt gibt.

Klei­ne Kin­der den­ken auch, dass man sie nicht sieht wenn sie sich die Augen zuhal­ten. Bis sie zu ver­ste­hen ler­nen, dass man so nicht 'ver­schwin­det'. Ein Fern­seh­mo­de­ra­tor, der auf einer noch unter Klein­kind­ebe­ne ange­sie­del­ten Ent­wick­lungs­stu­fe denkt.

* Cita­ti­on: Germs are not a real thing. I can’t see them; the­r­e­fo­re, they’re not real.

bookmark_borderRentengerechtigkeit

Der Herr Lind­ner, aus­ge­rech­net der, bei des­sen Reden mir immer ganz blü­merant wird ob des Neu­sprech-Jar­gons, [Update 18.31] sagt was ich den­ke [Link mitt­ler­wei­le nicht mehr pas­send, da hat der Mer­kur etwas ver­scho­ben. Es geht um die soge­nann­te *Basis­ren­te* der FDP die dort → Basis­ren­te zu fin­den ist]:
Wer ein­ge­zahlt hat soll auch aus­ge­zahlt bekom­men - eine ein­fa­che mathe­ma­ti­sche Glei­chung, zumal sowie­so schon durch die "Ren­ten­for­mel" dafür gesorgt wird, dass es eine Ein­engung des Ren­ten­be­tra­ges nach oben und unten gibt, die jetzt schon eine Unge­rech­tig­keit gegen­über denen bedeu­tet, die an der Ober­gren­ze ein­ge­zahlt haben. 

Ein­fach ausgedrückt:

Wer viel ein­ge­zahlt hat wird durch die Berech­nung nach unten gedrückt und bekommt pro­por­tio­nal zu wenig, wäh­rend Ein­zah­ler im unte­ren Bereich über­pro­por­tio­nal begün­stigt und so ange­ho­ben wer­den. Das noch­mals zu stei­gern bedeu­tet die Unge­rech­tig­keit der Ren­ten­be­zü­ge noch wei­ter zu steigern.

Bei denen, die stu­diert haben kommt noch eine Kür­zung dazu:r°°e
"Frue*er"™ wur­de die Stu­di­en­zeit bis zur Län­ge der so genann­ten "Regel­stu­di­en­zeit" in die Ren­ten­be­rech­nung ein­be­zo­gen, seit der Regie­rung Schrö­der rech­net nur noch eine *Rumpf­stu­di­en­zeit* von zwei Jah­ren. Das ist gleich­be­deu­tend mir einer Ren­ten­kür­zung für all jene, die an der Höchst­gren­ze ein­ge­zahlt haben. Und wel­cher Name steht hin­ter dem jüng­sten Ver­such für alle, die stu­diert haben, noch wei­ter zu kür­zen? Frau Nah­les, SPD, wer sonst! Wen wun­dert es da noch, dass die SPD im stei­len Sink­flug ist.

Die ein­zig gang­ba­re Form einer Reform zu Bes­ser­stel­lung der unte­ren Ren­ten ist:
Eine pro­por­tio­na­le Anhe­bung aller Ren­ten, auch der Bestands­ren­ten um einen sol­chen Betrag X, dass auf der unter­sten Stu­fe mehr gezahlt wird als der Grund­si­che­rung entspricht.

Alles ande­re wäre ein wei­te­rer Betrug an den Ein­zah­lern, die sich auf das Ver­spre­chen der diver­sen Mini­ster ver­las­sen haben, ihre Ren­te sei sicher und ange­mes­sen dem, was sie gelei­stet & ein­ge­zahlt haben. Es gibt schon Berech­nun­gen der FDP dazu, wie eine *gerech­te Ren­te* erreicht wer­den könn­te - und ich muss sagen, dass mir die­se Vari­an­te sehr viel bes­ser gefällt und weni­ger kom­pli­ziert ist als die von Heil.

Es heißt immer von Poli­ti­ker­sei­te: "Es darf nicht sein, die schrump­fen­de Zahl von Jün­ge­ren mit immer höhe­ren Ren­ten­zah­lun­gen an älte­re zu bela­sten!" Sicher ist das rich­tig, aber woher soll dann das Geld kom­men? Aus Steu­ern, selbst­ver­ständ­lich. Da müs­sen sich die Par­tei­en ein­fach nur ent­schlie­ßen den obe­ren Steu­er­satz für Ver­dien­ste von - sagen wir - mehr als 12 Mil­lio­nen im Jahr wei­ter nach oben, auf 60 oder 70% zu schie­ben - und *null Kom­ma nichts* ist das Geld dafür in den öffent­li­chen Kas­sen .... und wenn das noch nicht reicht, dann sind da noch die Steu­er­ver­mei­der, die gro­ßen, inter­na­tio­na­len Ver­die­ner - da wäre bestimmt ein noch höhe­rer Betrag denk­bar. Wenn man nur woll­te. Kürz­lich las ich das fol­gen­de Zitat dazu:

Die Auf­ga­be eines Berufs­po­li­ti­kers in der markt­kon­for­men Demo­kra­tie ist die Durch­set­zung von Indu­strie­in­ter­es­sen, bei Bedarf auch gegen den Bür­ger. Dazu muss er das The­ma weder ver­ste­hen noch wei­ter­ge­hend ken­nen, die Vor­la­ge bekommt er genau­so zuge­lie­fert wie die PR.
Igno­rance is a choice.
Nur: war­um wer­den sol­che Leu­te und Par­tei­en von so vie­len gewählt?

.... und wenn auch das Besteu­ern der obe­ren 2-5% der Super­rei­chen immer noch nicht aus­reicht um die Ren­ten auf­zu­stocken, dann sind da noch die 19 Mil­li­ar­den [19.000.000.000,- €uro], die jähr­lich (!) an die Kir­chen *ver­teilt* wer­den (um bei­spiels­wei­se die Bischö­fe pro Kopf mit einem Ein­kom­men von mehr als 12.000,- €uro monat­lich aus­zu­stat­ten) - und das vor dem Hin­ter­grund eines jähr­li­chen Schwun­des der Kir­chen­mit­glie­der um rund 10.000 Personen.

bookmark_borderAus der Vergangenheit ....

Geben Sie es zu:
Sie haben schon mal nach frü­he­ren Freund*inn*en im Inter­net gesucht!
Nein?
Dann aber bestimmt nach alten Klas­sen­ka­me­ra­den, Stu­di­en­freun­den, Arbeits­kol­le­gen, Urlaubs­be­kannt­schaf­ten, frü­he­ren Nach­barn .... etc.

Da ist mir doch neu­lich im Besuchs­zäh­ler eine Her­kunfts­an­ga­be auf­ge­fal­len - und in die­ser Sekun­de fing das Kopf­ki­no an, schnurr­ten alte Bil­der und Erin­ne­run­gen durch mei­nen Kopf. Ein ein­zel­nes Stich­wort, und sofort setz­te sich ein bis­her wenig, tat­säch­lich viel­leicht ein, zwei Mal in zehn Jah­ren genutz­ter Teil mei­ner Erin­ne­rung in Gang und beschäf­tig­te mich für Stun­den, kam immer mal wie­der in den Vor­der­grund und mach­te sich da breit.

Natür­lich spin­nen sich die Gedan­ken von da selb­stän­dig wei­ter - davor und danach lie­gen­de Ereig­nis­se wer­den akti­viert, gan­ze Lebens­ab­schnit­te sind plötz­lich wie­der prä­sent und das Grü­beln über damals erleb­te Situa­tio­nen und getrof­fe­ne Ent­schei­dun­gen hört und hört nicht auf ....

Um das irgend­wie in den Griff zu bekom­men fing ich an syste­ma­tisch nach Namen aus die­ser Zeit zu suchen, Name und Vor­na­me, Name und Mäd­chen­na­me, Name und Tätigkeit/Berufsbezeichnung, Name und Stu­di­en­fach und so wei­ter. Die gan­ze Palet­te durch, alle Varia­tio­nen die mir so ein­fie­len. Stun­den ver­gin­gen, manch­mal wur­de ich durch Begrif­fe abge­lenkt und auf Neben­we­ge gescho­ben, dann wie­der zurück und am Ende, nach Stun­den, war ich fast so schlau wie zuvor und noch dazu ein wenig fru­striert ob des mehr als mage­ren Ergeb­nis­ses. Gefun­den habe ich ein­zig den (mitt­ler­wei­le uralten) Vater einer Bekann­ten, er muß jetzt um die 95 Jah­re alt sein ....

Des­we­gen glau­be ich nun:
Sucht man im Inter­net nach Per­so­nen aus dem 'frü­he­ren' Leben, so fin­det man sel­ten oder nur per Zufall das, wonach man gesucht hat. Am schwer­sten ist es bei weib­li­chen Per­so­nen. Weil die meist den Namen ihres Part­ners anneh­men lau­fen die Ver­su­che öfter ins Leere.
null

Ande­rer­seits gibt es ja die The­se man könn­te jeden Men­schen fin­den, weil es nur sechs Schrit­te dahin sei­en [Six degrees of sepa­ra­ti­on; Deutsch "Klei­ne-Welt-Phä­no­men"].

Mir ist es bis­her nicht gelungen.
Hät­ten sie, lie­be Lesen­de, einen Vor­schlag wie es klap­pen könnte?
 
 
* [Abbil­dung: Dani­el' CC BY-SA 3.0 File: Six degrees of separation.svg; crea­ted: 14 Janu­ary 2010]

 

bookmark_borderGenug ...!

Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug
Epikur
[Gele­sen hier → Quel­le; 08.06.2018]

In die­ser Woche habe ich ca. 2 kg bedruck­tes Papier in die Abfall­ton­ne gewor­fen - dar­un­ter vier "Kun­den­zei­tun­gen", sechs Wer­be­blätt­chen, voll­ge­stopft mit Fly­ern von Apo­the­ken, Auto­händ­lern, Beau­ty-Salons. Zwi­schen­durch kamen drei mehr­sei­ti­ge Bro­schü­ren von Super­markt­ket­ten. Dazu noch Kata­lo­ge von Beklei­dungs­fir­men und Elek­tro­nik-Ver­sen­dern, und ' .. ein beson­de­res Ange­bot für Sie: Unser Hemd ohne Kra­gen­knopf .. '.

Ich fra­ge mich tat­säch­lich, ob sol­che Leu­te, die sich der­glei­chen over­kill an Kon­su­men­ten­wer­bung aus­den­ken und in die Tat umset­zen, an dem Erfolg ihrer Bemü­hun­gen etwas zu ver­kau­fen jemals Zwei­fel haben. Die müs­sen doch selbst irgend­wo woh­nen und der­glei­chen Bom­bar­de­ment an 'print'-Werbung aus­ge­setzt sein, oder haben die alle Zugeh­frau­en die ihnen den Brief­ka­sten lee­ren und sol­cher­lei Schund gleich wegwerfen?

Wer es ernst meint mit dem Schutz der Umwelt kann sich vor sol­chen Papier­flu­ten selbst mit Auf­kle­bern auf dem Post­ka­sten nicht schüt­zen, das ist wenig­stens mei­ne Erfah­rung. Egal wo ich bis­her gewohnt habe: Auch mit "Bit­te kei­ne Wer­bung!" am Kasten ist die­ser vollgestopft.

Eine beson­de­re Komik, nein, eher Tra­gik, sehe ich dar­in, dass die Ange­bo­te mit "BIO-", "umwelt­freund­lich", "res­sour­cen­scho­nend" gela­belt wer­den - wo sie doch genau das Gegen­teil die­ser Grund­sät­ze ver­kör­pern. "BIO-"Avocados aus Peru, "BIO-"birnen aus Chi­le, Kar­tof­feln (!) aus Ägyp­ten und "Bio-"Baumwollshirts aus Indi­en & Sri­Lan­ka. Welch ein Hohn.

Die mei­sten Emp­fän­ger sol­cher Wer­be­maß­nah­men haben doch Alles was sie brau­chen, oft noch viel mehr. Stän­dig zu kon­su­mie­ren leert die Resour­cen auf die­sem Pla­ne­ten - und da wird es Zeit die Brem­se anzu­zie­hen wenn unse­re Enkel noch auf die­sem Pla­ne­ten über­le­ben sollen.

Und wis­sen Sie, war­um ich das gera­de heu­te schreibe?
Eine Nach­ba­rin bemerk­te vor­hin in spit­zem Ton: "Also Sie soll­ten häu­fi­ger 'mal nach ihrem Brief­ka­sten sehen, da quillt ja stän­dig alles über!" 

" .. Auf­er­stan­den Aus den Kri­sen Fest ver­an­kert In der Welt .. " so steht Deutsch­land, so Euro­pa. Aber nicht mehr lan­ge, wenn es mit der Ver­schwen­dung end­los so wei­ter geht.

bookmark_borderIntellektuelle ..?!

Wenn sie sich, lie­be Leser, mal so rich­tig "auf­re­gen" wol­len, dann soll­ten sie sich die "Liste der 500 wich­tig­sten Intel­lek­tu­el­len" anse­hen - genauer:
Die 'klick­strecke', die Cice­ro zur Erhö­hung sei­ner 'hits' online präsentiert ....

Außer dem Ex-Ver­fas­sungs­rich­ter Hans-Jür­gen Papier fin­de ich die Aus­wahl der dort vor­ge­stell­ten Per­so­nen eher will­kür­lich als wahr­haf­tig und ganz bestimmt außer­or­dent­lich abschreckend:
Vor allem wenn ich sol­che Köp­fe wie A. Schwar­zer, C. Roche und M. Döpf­ner sehe - zwei bril­li­an­te Medi­en­tus­sen und ein smar­ter Pro­vo­ka­teur - aber doch wohl kaum als "Intel­lek­tu­el­le" zu bezeichnen ....

Eines aber ist sicher:
Was ich in der Kurz­fas­sung gese­hen habe bringt mich bestimmt nicht dazu die Janu­ar-Aus­ga­be gar zu kaufen.

bookmark_borderEin Gedanke (VI) ....

.... zum Wahl­aus­gang in U.S.A.:
 
 

Das Lächeln mei­ner Kan­ze­rin ....
 
....wür­de nie mehr aus ihrem Gesicht ver­schwin­den wenn sie wüß­te, daß mir ein Bekann­ter aus U.S.A. schrieb er hät­te statt Oba­ma lie­ber Frau Mer­kel als Prä­si­dent. Sie sei "toug­her" als Rom­ney. Der arme, ver­blen­de­te Mann - wenn der wüß­te was wir hier wissen ....

bookmark_borderRätselraten ....

Was geht in den Köp­fen von Sech­zehn­jäh­ri­gen vor?

Wahr­schein­lich ein tur­bu­len­tes Gemisch von Stim­mung, Mei­nung und Wis­sen - nicht nach­voll­zieh­bar für Erwach­se­ne, schon erst recht nicht für 'Senio­ren' ....

So, und was ist da ein 'ange­mes­se­nes' Geburtstagsgeschenk?