bookmark_borderNachricht von ....

SAM den im Nor­den Verweilenden:
Trotz Sturm, Regen und tie­fem Sand sind Alle fröh­lich und guten Mutes.
Das "Mate­ri­al" hält den Umwelt- und son­sti­gen Bela­stun­gen stand.
Mei­ne schlim­men Befürch­tun­gen hin­sicht­lich des Beher­ber­gungs­be­trie­bes bzw. des­sen Art mit Gästen umzu­ge­hen konn­ten nicht bestä­tigt, also zer­streut werden ....

Ich hof­fe auf wei­te­re 'gute Nachrichten'.

bookmark_borderTraurig, traurig, traurig ....

> ((((º>

Vor gut zwei Wochen hat­te ich eine Ane­mo­ne mit Sym­bio­se­krab­be gekauft - bei­de waren mun­ter und leben­dig, schie­nen sich gut ein­ge­wöhnt zu haben. Das hat sich seit heu­te Nach­mit­tag zu mei­ner Bestür­zung geändert:
Die Krab­be 'bewacht' die Ane­mo­ne zwar noch, doch die zieht sich - nach und nach - immer mehr zusam­men, stülpt dabei ihr Inner­stes nach außen und die Ten­ta­kel­be­we­gun­gun­gen wer­den schwä­cher .... so wie es aus­sieht wird es wohl nicht mehr lan­ge dau­ern bis sie ihr Leben 'aus­haucht' ....

Die Was­ser­wer­te sind unver­än­dert, Fut­ter diver­ser Art wur­de immer sofort ange­nom­men, die Tem­pe­ra­tur stimmt .... ein Rät­sel, was da als Ursa­che in Fra­ge kommt.

*edit*
Nach­dem ich etwas 'her­um­ge­stö­bert' habe scheint sich eine Erklä­rung abzuzeichnen:
Es wird davor gewarnt Muschel­fleisch zu füt­tern weil es zu Fäul­nis in der Ane­mo­ne kom­men kann - das wuß­te ich vor­her noch nicht. Ich dach­te auf­grund mei­ner Beob­ach­tun­gen, es sei ein gern genom­me­nes Fressen ....

bookmark_borderDie erste Jahreshälfte in Bildern ....

"click!" auf das Bild öff­net eine neue Sei­te:
Die Navi­ga­ti­ons­lei­ste befin­det sich am obe­ren Rand
"Wei­ter" star­tet jeweils ein neu­es Bild.




Die Datei als *ppt
- dann kommt man auch in den Genuß der Hintergrundmusik -
zum herunterladen:

 

DOWNLOAD

bookmark_borderWenn ich 'mal ....

früh auf­ste­he - so wie in die­ser 'hei­ßen' Zeit - bin ich immer wie­der erstaunt über die Geschäf­tig­keit vie­ler Men­schen so früh am Morgen.

Das ist "unna­tür­lich", ein Ergeb­nis jah­re­lan­ger Kon­di­tio­nie­rung durch (früh begin­nen­de) Schu­le, Öff­nungs­zei­ten, all­ge­mei­ne Gepflogenheiten.

Es müß­te nicht sein - es ist "das System" ....
und: WER will das eigentlich?

Schu­le beginnt bestimmt nur des­we­gen so früh, damit die Kin­der 'ver­wahrt' sind wenn ihre Eltern zur Arbeit het­zen - dabei ist es in Stu­di­en her­aus­ge­kom­men, daß nicht weni­ger gelernt wür­de wenn die Schu­le um 09:00h statt um 08:00h begänne ....

bookmark_borderFamilienrituale ....

sind nicht über­flüs­sig und anti­quiert - sie tra­gen zur Erzie­hung und zum Zusam­men­halt bei. Zu die­sem Ergeb­nis kommt eine neue Stu­die (sie­he 'clip­ping').
Nun, das ist nichts wesent­lich Neu­es. Wer nach­denkt kommt von selbst zu dem Ergeb­nis, daß in Fami­li­en, in denen jedes Fami­li­en­mit­glied für sich lebt kein 'Zusam­men­halt' bestehen kann - man lebt rein zufäl­lig unter einem Dach. Den­noch ist es wich­tig, gera­de in einer Zeit von "Patch­work-Fami­li­en", daß 'mal wie­der auf die­sen Zusam­men­hang zwi­schen Zusam­men­halt und sozia­lem Beneh­men auf der einen Sei­te und dem gemein­sa­men Tun eine enge Ver­bin­dung besteht.

Wenn sich alle Fami­li­en­mit­glie­der nur "selbst ver­wirk­li­chen" kann weder für sie selbst noch für die Gesell­schaft ein Nut­zen ent­ste­hen. Aber viel­leicht ist es den Poli­ti­kern trotz aller gegen­tei­li­gen Beteue­run­gen für 'intak­te Fami­li­en' zu sein ja ganz recht - gibt es ihnen doch Mög­lich­kei­ten zum Ein­griff in Berei­che, in denen sie bes­ser nicht 'mit­mi­schen' soll­ten. Zuviel Staat tut nie­mals gut, schon gar­nicht in die­sem Kern­be­reich der Gesellschaft.



bookmark_border4. Juli ....

und ich habe trotz vie­ler Beden­ken die Ame­ri­ka­ni­sche Flag­ge raus­ge­hängt. Dies heu­te 'mal nur als Zei­chen der Ver­bun­den­heit zu mei­nen dor­ti­gen Bekann­ten. Ich will mich ja fort­an beflei­ssi­gen dif­fe­ren­zier­ter zu urtei­len - und da fal­len man­che Men­schen in den U.S.A. nicht in das all­ge­mei­ne Raster ....

bookmark_borderÜber den Sinn ....

Wie bekannt betrei­be ich ein Meer­was­ser­aqua­ri­um. Nach­dem die wesent­li­chen Schrit­te zur Sta­bi­li­tät die­ses "Mini-Öko-Systems" abge­schlos­sen sind habe ich Zeit, mich auch 'mal ein­fach nur davor­zu­set­zen und die Tie­re zu beobachten.

Gestern nun konn­te ich beim Ein­kauf von Lebend­fut­ter nicht widerstehen:
Ich habe einen klei­nen "Schwarm" Grü­nes Schwal­ben­schwänz­chen [Chro­mis viri­dis] gekauft (Ein kur­zes Video folgt) - zwar woll­te ich zunächst nur sechs Tie­re erste­hen, aber dann wur­den doch zehn dar­aus. Dem Ver­käu­fer sei Dank, denn er hat vier Tie­re 'kosten­frei' dazugegeben.

Gestern saß ich län­ge­re Zeit vor dem Aqua­ri­um und beob­ach­te­te das mun­te­re Trei­ben die­ser pfeil­schnel­len Fische. Wenn sie sich irgend­wie bedroht füh­len bal­len sie sich zu einem Schwarm zusam­men und syn­chro­ni­sie­ren ihre Bewe­gun­gen - anson­sten sind sie über­all im Becken ver­teilt und stän­dig auf der Suche nach etwas Fressbarem.



Kur­ze Fassung

Lan­ge Fassung


Wenn man das Trei­ben beob­ach­tet stel­len sich meh­re­re Fra­gen, von denen ich hier erst­mal nur eine her­aus­neh­men will:
Wozu sind die­se Fische da?
(Damit mei­ne ich natür­lich 'in der Natur', nicht hier bei mir im Aquarium.)

Her­um­schwim­men - Fres­sen - sich ver­meh­ren, das ist es, was sie den lie­ben lan­gen Tag lang tun. Aber ist das wirk­lich schon Alles?
Wie pas­sen sie in das Öko-System aus dem sie stammen?
Was ist da ihre 'Auf­ga­be'?

Fra­gen über Fra­gen tun sich auf.
Wahr­schein­lich hat das etwas damit zu tun daß ich immer noch auf Ant­wor­ten zu sol­chen Fra­gen 'neu­gie­rig' bin, schließ­lich brach­ten mich sol­che Pro­ble­me dazu anstatt BWL lie­ber Bio­lo­gie zu stu­die­ren. Jah­re nach dem Stu­di­um kom­me ich zu dem Ergeb­nis, daß die dama­li­ge Ent­schei­dung rich­tig war. Ich wür­de es glatt wie­der tun.

bookmark_borderMilch ....

Seit eini­ger Zeit wird ja in den mei­sten Han­dels­ket­ten nur noch die­se "sup­er­halt­ba­re" Milch ver­kauft. Ich kann ver­ste­hen, daß man aus Grün­den der Halt­bar­keit zu sol­chen Pro­duk­ten greift - aller­dings ver­ste­he ich nicht, wenn es zum zwei­ten oder drit­ten Mal geschieht ....

Den Grund dafür sehe ich, nein, bes­ser: schmecke ich .... es ist nicht mehr der typi­sche "Frisch­milch­ge­schmack" vorhanden ...!

Eine Alter­na­ti­ve - die auch noch der orts­na­hen Land­wirt­schaft hilft - wäre, die Milch direkt vom Bau­ern­hof zu bezie­hen. Das ist nicht wesent­lich auf­wen­di­ger vom Preis her, dafür ist aber die Milch "frisch" und weit­ge­hend unbe­han­delt - das schmeckt man ....

Die Adres­sen fin­det man im Inter­net wenn man ein­gibt "Milch vom Hof" oder "Milch direkt vom Bau­ern" .... für die Münster'sche Umge­bung kann ich aus jetzt schon mehr­jäh­ri­ger, guter Erfah­rung L. Gro­ße Kin­trup empfehlen: 
Promp­te Lie­fe­rung und freund­li­cher Ser­vice bei mode­ra­ten Preisen ....

bookmark_borderKaffee

Als "Viel­trin­ker" bin ich ja stän­dig auf der Suche nach der 'besten Sor­te' - und natür­lich soll der Preis in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur Qua­li­tät des Pro­duk­tes stehen. 

Das Kaf­fee­ko­chen - ich den­ke da an vie­le Beob­ach­tun­gen die ich als Kind im Hau­se mei­ner Groß­mutter mach­te - war ein Ritu­al. Kaf­fee war bis in die 60'er Jah­re ein Luxus. Es gab auch kei­nen fer­tig gemah­le­nen Kaffee.
   
Bei Oma wur­de die Kaf­fee­müh­le zwi­schen die Knie geklemmt und ein Täß­chen Boh­nen ein­ge­füllt - dann wur­de gut fünf Minu­ten von Hand gemahlen ....
Das Kaf­fee­pul­ver sam­mel­te sich in einer klei­nen Schub­la­de unter­halb des Mahl­werks, wur­de dann vor­sich­tig - um nichts zu ver­schüt­ten - in die Kaf­fee­kan­ne gefüllt.
   
In eine rich­ti­ge Por­zel­lan­kan­ne, mit lan­gem Aus­guß und pas­sen­dem Deckel, sowas ist heu­te eine Sel­ten­heit. Dar­auf gab man kochend­hei­ßes Was­ser und war­te­te eine Wei­le, damit die Aro­ma­stof­fe aus dem Kaf­fee­pul­ver gelöst wer­den konn­ten. Schließ­lich wur­de der Kaf­fee - nach gutem Umrüh­ren des Kan­nen­in­hal­tes - durch ein Sieb in die Tas­sen gefüllt. Ich erin­ne­re mich noch gut an das Aro­ma, das so sehr schnell den Raum erfüll­te. Mög­lich, daß genau die­ses Erleb­nis mich so nach­hal­tig zum Kaf­fee­trin­ker 'geprägt' hat.

   
Nach einer Peri­ode des Auf­schwungs für Por­zel­lan-Kaf­fee­fil­ter mit Fil­ter­tü­ten kam dann der 'Sie­ges­zug' der Kaf­fema­schi­nen - die mach­ten all das, was frü­her in Ein­zel­schrit­ten erle­digt wer­den muß­te 'auto­ma­tisch':
   
Kaf­fee in die Fil­ter­tü­te, Fach schlie­ßen, Was­ser in die Maschi­ne fül­len, anschal­ten und war­ten, bis die meist glä­ser­ne Kan­ne gefüllt war. Vor­bei das Kaf­fee-Ritu­al. Ein deut­li­cher Ver­lust der Wert­schät­zung eines mit Lie­be gebrau­ten Kaf­fees, ein wei­te­rer Ver­lust an 'Lebens­qua­li­tät'.

Über die Unsit­te "Pul­ver­kaf­fee" zu brü­hen wer­de ich hier nur soviel sagen:
Es ist ein Sakri­leg! Schnell, schnel­ler am schnell­sten! So etwas ist beim Kaf­feegenuß unan­ge­mes­sen .... und das Gebräu, das da her­aus­kommt ver­dient den Namen "Kaf­fee" nicht!

Als die ersten Kaf­fee­au­to­ma­ten auf den Markt kamen und deren Prei­se sich noch in für 'Pri­vat­leu­te' uner­schwing­li­chen Höhen beweg­ten war es außer­or­dent­lich müh­sam unge­mah­le­nen Kaf­fee für die­se Maschi­nen zu fin­den: Kei­ner der gro­ßen Namen im Kaf­fee­markt bot etwas ande­res als gemah­le­nen, vaku­um­ver­pack­ten Kaf­fee an.

Das hat sich in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert. Immer mehr Fir­men ver­kau­fen unge­mah­le­nen Kaf­fee - doch häu­fig noch mit sehr schlech­ter Qua­li­tät! Viel­fach wer­den ein­fach nur die her­kömm­li­chen Sor­ten mit sehr schwa­cher Röstung als Boh­nen statt Pul­ver ver­kauft - die aber zu unver­hält­nis­mä­ßig höhe­ren Prei­sen als der gemah­le­ne Kaf­fee, das 'riecht' ver­däch­tig nach "Abzocke":
Wenn ver­schie­de­ne Ver­ar­bei­tungs­schrit­te - nach dem Rösten - weg­fal­len, wie das z.B. das Mah­len des Kaf­fees, so soll­te doch der Ver­brau­cher­preis nied­ri­ger sein als der für das gemah­le­ne Pro­dukt. Das Gegen­teil ist der Fall. Die unge­mah­le­nen Sor­ten sind meist 30 bis 50% teu­rer als gemah­le­ne Kaffees.

Nach einer Zeit der 'Absti­nenz' (= Nicht-Prä­senz) der gro­ßen Röster ent­deckt man immer öfter auch bei ihnen Ange­bo­te (unge­mah­le­ne Boh­nen) für den Kaf­fee­au­to­ma­ten - und das zuneh­mend zu ange­mes­se­ne­ren Prei­sen. Ob da ein Umden­ken stattfindet?

   
Eines jedoch ist sicher:
Ein stark gerö­ste­ter, von Hand gemah­le­ner, mit kochen­dem Was­ser gebrüh­ter (besten­falls in einer Espres­so­ma­schi­ne süd­eu­ro­päi­scher Art berei­te­ter) Kaf­fee ist immer noch das Beste was dem Kaf­fee­ge­nie­ßer pas­sie­ren kann ....

Ich geh' jetzt erst 'mal einen Kaf­fee trinken.



Bildquellen

bookmark_border"wayback" hat helfen können ....

Der Text ist wie­der verfügbar ....


Freitag, 18. Januar 2008

 [Zitat]

"Alles ist RELATIEF" oder wie ein altlinker Muensterlaender und eine Businessfrau aus Duesseldorf ein amuesantes Lehrstueck fuer Blogger schrieben.

" .. Zum Schluss moech­te ich euch einen sehr schoe­nen ver­ba­len Zwei­kampf zwi­schen einer PR-Jour­na­li­stin und einem Hard­core-Blog­ger vor­stel­len, der mich sehr amue­siert, gleich­zei­tig auch zum Nach­den­ken gebracht hat. Das Gan­ze spielt sich um 2006 ab zwi­schen einer Dues­sel­dor­fe­rin und einem Muen­ster­laen­der, ist also nicht nur pas­send zum The­ma "Blog­ger­mut und Red­lich­keit", son­dern auch zur Regi­on. Die bei­den dis­ku­tie­ren, strei­ten, legen ihre Stand­punk­te dar und druecken sich am Ende - trotz ver­mut­lich star­ker und gra­vie­ren­der Unter­schie­de in der Theo­rie, der Pra­xis und im ideo­lo­gi­schen Ansatz - ihre Aner­ken­nung aus. Herr­li­che Streit­kul­tur vom Feinsten.

Bei dem anonym auf­tre­ten­den Blog­ger han­delt es sich, wenn man den Spu­ren und Aeu­sse­run­gen sorg­fael­tig nach­geht, um einen Pen­sio­ni­sten mit viel Zeit im schoe­nen Muen­ster­land. Er hat einen poli­tisch "lin­ken", ja, sehr lin­ken Back­ground und scheint vom schoe­nen Muen­ster­land aus mit der Welt zu hadern - vor allem auch mit Ame­ri­ka­nis­men in der deut­schen Spra­che, der Muen­ster­schen Zei­tung, den Grue­nen, der Umwelt­be­we­gung und den nach­hal­ti­gen Ener­gien, zumals der Wind­kraft (ver­mut­lich vesperrt ihm der Blick auf Wind­rae­der die schoe­ne Aus­sicht in die schoe­ne Muen­ster­laen­der Landschaft). 

Poli­tisch wuer­de ich ihn, deutsch­tue­melnd und ein biss­chen alt­links-alt­backen, wie er argu­men­tiert, bei der guten alten DKP ver­or­ten - sein Blog nennt sich "RELA­tief - nichts ist so wie es zu sein scheint", hier prae­sen­tiert mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung. Ich fin­de die­sen kratz­buer­stig-melan­cho­li­schen Sil­ver Sur­fer-Blog­ger sehr amue­sant und habe schon viel ueber sei­ne Bei­trae­ge geschmunzelt.

Sein weib­li­cher Spar­ring­part­ner vom Rhein heisst Eli­ta Wie­gand und nennt sich eine "Quer­den­ke­rin" aus Dues­sel­dorf. Frau Wie­gand ist um die 50, ist von Hau­se aus, sagt sie, Jour­na­li­stin und macht jetzt etwas unge­schickt in "alter­na­ti­ver PR". Zumin­dest hat sie sich eine selt­sam-ver­quol­le­ne angli­zi­sti­sche PR-Fach­spra­che ange­eig­net, die manch­mal selt­sam glatt, dann wie­der froeh­lich-naiv und gele­gent­lich alles ande­re als trans­pa­rent, son­dern opak klingt. Was genau sie will, bleibt oft unklar.

Frau Wie­gand ist irgend­wie invol­viert in das Mar­ke­ting eines Busi­ness-Netz­wer­kes bzw. "Clubs" namens innovativ.in fuer "Wert­schoep­fer, Inno­va­to­ren und Quer­den­ker" und hat lei­der etwas Mue­he, das Anlie­gen ihrer Orga­ni­sa­ti­on auf den Punkt zu brin­gen: irgend­wie ein Netz­werk von Fir­men, aber auch Behoer­den, die "Money und Moral" ver­knuep­fen und einem ethi­schen, nach­hal­tig wir­ken­den "Human-Kapi­ta­lis­mus" das Wort reden. 

Klingt alles in allem nicht ganz unsym­pa­thisch, zumin­dest sehr tren­dy und zieht bei­lei­be nicht nur grue­ne Unter­neh­men an wie die Macher von Rapun­zel, hier
Nae­he­res. Obwohl - so ganz klar ist mir nicht, was die wol­len. Wer­de ich mich mal nae­her mit beschaeftigen. 

Lei­der mach­te die gelern­te Jour­na­li­stin schon vor einer Wei­le einen Feh­ler und zog sich damit den Zorn und die Hae­me auf die Unab­haen­gig­keit "ihres" Medi­ums pochen­der Blog­ger zu: sie the­ma­ti­sier­te die Instru­men­ta­li­sie­rung von Web­logs als Mar­ke­ting­in­stru­men­te, ganz unver­bluemt, ent­waf­fend froeh­lich und ein biss­chen naiv. Mitt­ler­wei­le hat sie sich fuer so eini­ge Tor­hei­ten ent­schul­digt und hat dazu gelernt: 

Hier ihr immer noch bemer­kens­wer­tes State­ment und "Suen­den­be­kennt­nis" zum The­ma Blog­gen - mit und ohne PR-Hin­ter­grund. Auch welt­kind hat sich so eini­ges davon zu Her­zen genommen ;-).

Nun kann man einem alten lin­ken Muen­ster­laen­der, der ver­mut­lich auch noch irgend­wie mit Jour­na­lis­mus zu tun hat­te (man merkt es an Klei­nig­kei­ten), nicht mit rhei­nisch-froeh­li­cher Ver­mi­schung von PR und Repor­ta­ge im Kar­ne­vals­stil kom­men ;-). Und es ent­sponn sich ein amue­san­ter rhe­to­ri­scher Schlag­ab­tausch im Kom­men­tar­teil - den letz­lich "Frau Eli­ta" (wie unser Muen­ster­laen­der sie anzueg­lich nennt, ver­mut­lich an eine Dame aehn­li­chen Vor­na­mens und ande­ren Kali­bers den­kend ;-)) nach Punk­ten gewann, wie unser Blog­ger aner­ken­nend zugibt, noch­mals ;-). Bit­te unbe­dingt mal lesen, ist Real­sa­ti­re pur und sehr lehrreich. 

Beson­ders wit­zig: der alte Zau­sel haelt die auch nicht mehr tau­fri­sche "Frau Eli­ta" fuer einen jun­gen Huep­fer "um die 40", "jung, beruf­lich enga­giert, aus­ge­la­stet und ver­mut­lich finan­zi­ell gut aus­ge­stat­tet", sie ihn fuer einen des­il­lu­sio­nier­ten "Hartz IV-Emp­faen­ger" (was auch nicht zutrifft). Frau Eli­ta kaempft mit Schirm, Charme und Melo­ne - und zum Schluss "bewun­dert" er sie fuer ihren "Mut" ;-).

Auf "sei­nem" Blog hat­ten die bei­den sich einen aehn­li­chen Schlag­ab­tausch gelie­fert - auch hier kla­rer Punkt­sieg fuer "Frau Eli­ta" - "Alles wird gut" troe­stet sie unse­ren Muen­ster­laen­der, nach­dem die­ser ihr maech­tig knar­zig an den Kar­ren gefah­ren war, und er atte­stiert ihr: "Beim Dees­ka­la­ti­ons­se­mi­nar haben Sie wenig­stens gut auf­ge­passt" ;-). Irn­gend­wann ertei­len sie sich - bei­de katho­lisch? - gegen­sei­tig die "Abso­lu­ti­on" ;-).

Der stren­ge Medi­en­kri­ti­kus vom Aasee kam ver­mut­lich mit einer blog­gen­den Eigen­art "Frau Eli­tas" nicht klar, und ich gebe zu, mich irri­tiert es auch: einer­seits macht sie froeh­lich PR und geizt nicht mit - zuge­ge­ben daem­li­chen - Angli­zis­men wie "Best Prac­ti­ce" (wofuer unser Muen­ster­laen­der das schoe­ne deut­sche "Erfolgs­re­zept" for­dert); ande­rer­seits schmug­gel­te sie in ihr Blog hoechst kri­ti­sche und lesen­wer­te jour­na­li­sti­sche Bei­trae­ge: ueber die umstrit­te­nen Prak­ti­ken der Fir­ma Muel­ler Milch etwa; oder auch den Bericht ueber die mut­mass­li­che Aus­beu­tung eines Stra­ssen­mu­si­kers durch die Kaf­fee-Ket­te Star­bucks in Dues­sel­dorf und Essen, wie hier zu lesen.

Manch­mal ist es ein schma­ler Grad, zwi­schen PR und Repor­ta­ge; weiss ich sel­ber zu genau. Und die bei­den zei­gen wie­der ein­mal mehr, wie man auch auf hohem Niveau mit­ein­an­der strei­ten, unter­schied­li­che poli­ti­sche Ansich­ten und doch Respekt vor­ein­an­der haben kann. Auch als alt­lin­ker Blog­ger und als umwelt­be­weg­te Business-Journalistin.

Irgend­wie ist Herr RELA­tief aus Muen­ster ein wenig ver­liebt in "Frau Eli­ta" aus Dues­sel­dorf, scheint mir. Wae­re das nicht Anlass fuer eine herr­li­che Lie­bes­ge­schich­te im Stil von "E-Mail fuer dich" in der nordhrein-west­fae­li­schen Blogo­sphae­re? Mein Blei­stift ist gezueckt...... .. "

[/Zitat]

2 Kommentare:

wvs Hat gesagt…

Ich bin immer noch ganz sprach­los ob der Tat­sa­che, daß aus­ge­rech­net Frau Eli­ta und ich hier zu sol­chen Ehren kommen ....

Gestat­ten Sie, lie­ber Kol­le­ge, den­noch drei Anmer­kun­gen:
1. Ich bin nicht in Frau Eli­ta ver­liebt und habe außer­dem eine sehr genaue Vor­stel­lung wie sie aus­sieht;
2. Es mag mög­li­cher­wei­se so klin­gen, als ob ich 'lin­ke Ideen' vertrete/propagiere - das ist aber ein fal­scher Ein­druck. Es ist eher so, daß man­che Ideen aus dem lin­ken Spek­trum für unse­re Gesell­schaft sinn­voll sind - und war­um soll­te ich etwas Sinn­vol­les den Lin­ken allein über­las­sen?
3. " .. prae­sen­tiert (er sich) mit einer nicht ganz unwah­ren Kri­tik an der Muen­ster­schen Zei­tung - fällt es Ihnen so schwer ein­fach zu sagen: Er hat Recht mit sei­ner Kri­tik an der Mün­ster­schen Zeitung? 

Ich dan­ke Ihnen herz­lich für die­se mit Augen­zwin­kern und Schmun­zeln ver­faß­te Erör­te­rung - und hier ist ein Angli­zis­mus ange­zeigt:
"You made my day ...."

PS
Hät­ten Sie nicht Lust am 01.03.08 nach Ber­lin zu kom­men? Wenn Sie das nicht schaf­fen wür­de ich Sie gern zu einem - völ­lig unver­bind­li­chen - Kaf­fee ein­la­den wenn Sie das näch­ste Mal in Mün­ster sind ....

welt­kind
Hat gesagt… 

Wer­ter Herr WVS

Ihre char­man­te Ein­la­dung hat mir wirk­lich sehr geschmei­chelt. Wenn ich auch fuerch­te, es vor­erst bei einer vir­tu­el­len Tas­se Kaf­fee - nicht von Star­bucks ;-) - bewen­den las­sen zu mues­sen. Den­noch - recht herz­li­chen Dank.

Zu Ihnen und Frau Eli­ta auf die­sem Blog: Bonum Bono. Man liest soviel "Hirn­schrott", wie Sie sagen wuer­den, in diver­sen Blogs, dass der­art intel­li­gen­te Debat­ten erfreu­en. Zumal, wenn sie in der Regi­on gefuehrt werden.

Die Ein­ord­nung Ihrer Per­son in die DKP neh­me ich nach Ihrem Hin­weis mit Ent­schul­di­gung zurueck. Es klang halt ein biss­chen nach des­il­lu­sio­nier­tem Genos­sen ;-). Wenn ich mich geirrt haben soll­te - mea cul­pa (schon wieder).

Zur Muen­ster­schen Zei­tung habe ich mich dahin gehend so vor­sich­tig aus­ge­drueckt, da ich die Hin­ter­gruen­de und Zusam­men­haen­ge nicht ken­ne. Und aus dem "Tages­ge­schaeft" bin ich schon zu lan­ge raus. Wae­re aber fuer nae­he­re Infor­ma­tio­nen sehr dankbar.

By the way: Mit Angli­zis­men an sich habe ich kei­ne Pro­ble­me. Zumal ja die "Agen­tur", die "Depe­sche", das "Tele­fon", gar der "Redak­teur" kei­ne so arg deut­schen Woer­ter sind, nicht wahr? Alles ande­re wae­re Sprach­ras­sis­mus. Sehr habe ich aller­dings etwas gegen Wort­ver­ne­be­lun­gen mit Hil­fe von Fremd­woer­tern und Fach­chi­ne­sisch - egal, ob auf Eng­lisch, Fran­zoe­sisch, Deutsch­neu­sprech oder Latein. Da bin ich ganz Pop­per. Habe ich Ihr d´accord?

Recht herz­li­che Grue­sse ins schoe­ne Muen­ster aus dem nicht ganz so schoe­nen Gelsenkirchen.

welt­kind