|
|
|
|
|
[Thanks, John]
*edit* (29.09.;12:15h)
Eins hab ich gerade noch gefunden:
|
nichts ist so, wie es zu sein scheint ....
|
|
|
|
|
[Thanks, John]
*edit* (29.09.;12:15h)
Eins hab ich gerade noch gefunden:
|
Eine beliebte Methode von eigenen Schwächen abzulenken ist, diese anderen Menschen anzulasten und dann dafür zu sorgen, daß Jede/-r diese Information erfährt und sie den Betroffenen zuordnet.
Wir kennen das - um es zu verdeutlichen - von den vermeintlich ach so faulen Studenten:
Seit "B*LD" in den späten Sechzigern sie als ständig müde, immer zu spät, bekifft und grundfaul kennzeichnete hängt jedem Studenten dieses 'image' an. Ein perfektes Beispiel von Meinungsmanipulation ....
Fragt man nämlich heute einen 'abhängig Beschäftigten' nach seiner Vorstellung des Studentenlebens dann werden genau diese vorgenannten Eigenschaften herausgekramt.
Das ist kein Rufmord im eigentlichen Sinne sondern lediglich ungerechtfertigt. Ärgerlich ist es aber doch, denn es tut den vielen arbeitsamen und gleichzeitig ihren Lebensunterhalt verdienenden Studenten Unrecht.
Mich ärgert z.B. persönlich, daß man mir das 'label' (Etikett) eines Langschläfers angehängt hat. Wenn ich nachts um drei oder vier zu Bett gehe und erst um 09:30 h aufstehe mag das dem flüchtigen Betrachter so erscheinen, obwohl es tatsächlich nur fünfeinhalb oder sechseinhalb Stunden sind. Allerdings habe ich dann weniger geschlafen als Jene, die mir das 'label' verpaßten:
Die schlafen von 22:00 h bis 08:00 h gute zehn Stunden und machen nachmittags noch ein 'Nickerchen'.
Auf deren Schlafzeiten komme ich noch nicht mal, wenn ich am Nachmittag noch einen zweieinhalbstündigen Mittagsschlaf halte.
Es ist eben Alles 'relativ'.
" .. Ja, da bin ich wieder, und dieses mal etwas strukturisierter. Hoffentlich. Zumindest habe ich mir vorgenommen regelmässig neue Beiträge zu posten, .. Ich peile 1x pro Woche an, samstags zwischen 18 und 19 Uhr .. "
Das nenne ich "Struktur"!
Da kann sich so mancher Zeitgenosse (der möglicherweise nur die Benutzung von Fremdworten beherrscht) eine Scheibe abschneiden ...!
Medizinische Studien durchzuführen bedeutet - neben den notwendigen Therapiekenntnissen - auch über mehr als grundlegende Statistikkenntnisse zu verfügen. Oder das Glück zu haben, einen Statistiker als Co-Autor gewinnen zu können.
Selbst wenn diese Voraussetzungen vorhanden sind bedeutet das Ergebnis einer solchen Studie nicht, daß jetzt ein allgemeingültiges Dogma verkündet würde - vielmehr wird eine Aussage über eine gewisse Wahrscheinlichkeit * gemacht mit der ein in der Studie überprüftes Ergebnis eintreten kann. Aber nicht muß.
Das ist der entscheidende Punkt.
Hier trennen sich Verständnis und Urteilsvermögen
von Wissenschaftlern und Laien.
Wissenschaftler und wissenschaftlich Gebildete hingegen interpretieren dergleichen mit der nötigen Vorsicht und erst wenn sich - in wiederholt durchgeführten Studien - frühere Ergebnisse wiederholen lassen, messen sie ihnen eine gewisse Bedeutung bei. Was noch nicht heißt, daß sie sie für allgemeingültig halten. Sie sind - selbst nach mehreren Wiederholungen - lediglich wahrscheinlicher geworden.
Kürzlich sah ich wieder ein trauriges Beispiel für diese mangelnde Urteilsfähigkeit in einem Weblog. Die Interpretation war dementsprechend mangelhaft und typisch für unbedarfte Laien:

Der gepriesene "Zellforscher" hat gleich mehrere grundlegende Fehler gemacht die seine "Studie" als wissenschaftlichen Schrott kennzeichnen:
und
Aus der Pressemitteilung haben unzählige unwissende Redakteure/-innen abgeschrieben/wörtlich übernommen und so mehr oder weniger verkürzte und damit noch weniger wissenschaftliche Artikel 'verfaßt'. Die Blogschreiberin, offenbar bedauerlicherweise naturwissenschaftlich nicht sehr gebildet, konnte z.B. noch nicht einmal sinngemäß wiedergeben was da stand und hat eine Passage genau ins Gegenteil dessen verkehrt was in der Pressemitteilung bekannt gemacht worden war [siehe Hervorhebung]. Bei der mangelhaften Qualität der Studie fällt das aber kaum noch ins Gewicht.
Studien mit solchen Fallzahlen - im vorliegenden Fall waren es elf (!) Probanden - sind bestenfalls Geldverschwendung, meist aber Arbeiten zu nur einem Zweck:
Sie erhöhen die Zahl der Publikationen und damit das Bleiberecht der Autoren im U.S.-Wissenschaftsbetrieb.
Um das beurteilen zu können muß man nicht unbedingt dort gelehrt haben.
Es reicht, wenn man ein wenig Sachverstand hat, der nicht vom Gedanken des persönlichen Profits korrumpiert ist, kritisch liest und vor allem nicht alles, was in einschlägigen Werbeblättern und Fitnesszeitschriften steht, blauäugig konsumiert ....
*
Testverfahren sollen Hypothesen (=vermutete Sachverhalte) anhand von Versuchsergebnissen gegenüber täuschenden Zufallseffekten absichern.
Resultat eines statistischen Schlusses ist eine bestimmte Wahrscheinlichkeit .. Eine getroffene Aussage .. kann nicht als sicher, sondern als mehr oder weniger wahrscheinlich gewertet werden. Immer bleibt eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass die Aussage mit einem Fehler behaftet ist.
[http://user.meduni-graz.at/helmut.hinghofer-szalkay/Biometrie.htm]
Kurzfassung:
Jede Studie kann nur Wahrscheinlichkeit, nie Gewißheit darstellen.
Wird daher eine Gewißheit postuliert muß man eine Täuschung(-sabsicht) unterstellen.
**
Bias (Systematische Fehler)
HIER => Publication Bias:
Es werden nur Studien publiziert die einen positiven Effekt einer medizinischen Massnahme nachweisen und negative Studien werden nicht publiziert.
[http://www.awanet.ch/nv/EBM/Glossar.asp#Randomisierung%20%28Randomized,%20Random%20allocation,%20Randomisation%29]
Kurzfassung:
Die publizierende Person 'will' keine negativen Ergebnisse veröffentlichen.
Publizierte Ergenisse sind stets positiv hinsichtlich der Grundannahme.
***
Blindungsfehler
Blindung bedeutet, dass die betreffende Person (Proband/In, Therapeut/In oder Untersucher/In) nicht gewusst hat, welcher Gruppe der Proband zugeordnet worden ist. Außerdem wird eine Blindung von Probanden und Therapeuten nur dann als gegeben angenommen, wenn davon ausgegangen werden kann, dass sie nicht in der Lage gewesen wären, zwischen den Behandlungen, die in den verschiedenen Gruppen ausgeführt wurden, zu unterscheiden.
[http://www.pedro.org.au/german/downloads/pedro-scale/]
Kurzfassung:
Wissen Untersucher und Probanden von ihrer Gruppenzugehörigkeit ist das Ergebnis nicht vertrauenswürdig. Weiß nur der Untersucher davon ist das Ergebnis verfälscht. Mit geringerer Wahrscheinlichkeit gilt dies für Probanden.
****
"Gleichheit"
Eine echte Gleichheit muss in Studienzahlen mit wesentlich höheren Fallzahlen belegt werden .. Eine höhere Fallzahl ließe den statistischen Unterschied zwischen den einzelnen Gruppen, d. h. die Streuung sinken, so dass das Konfidenzintervall (= Vertrauensbereich, je kleiner, desto besser) enger werden würde. Lässt somit eine klinische Studie, aufgrund einer zu geringen Fallzahl, keine eindeutigen Rückschlüsse zu, ist sie unterdimensioniert, d. h. sie liefert nicht die ausreichende statistische Power, um eine fallzahlabhängige Trennschärfe eines statistischen Tests zu erzielen.
[http://www.uniklinikum-saarland.de/profil/freunde-des-uks/klinische-studien/]
Kurzfassung:
Hohe Fallzahlen reduzieren die Streuung und erhöhen den Vertrauenesbereich.
Niedrige Fallzahlen erhöhen die Streuung und vermindern den Vertrauensbereich.
setzt uns Tag für Tag die Werbebranche vor:
"Ich liebe Wasser.
Weil es so ist wie es ist."
Zwar ist es so, aber abgepackt in zukünftigen Plastikmüll der hormonähnliche Stoffe ausdünstet, wird aus "rein" nun mal "vergiftet" ....
Davon sagt die Werbung allerdings nichts.
*edit*
Diese Werbung ist früher schon mal 'stilhäschen' aufgefallen ....
Manche "Investition" in das eigene Aussehen - sofern man denn mit dem natürlich Vorhandenen unzufrieden ist - wird verheimlicht. Klar, wo ein wenig 'nachgeholfen' wurde muß es nicht an die große Glocke gehängt werden. Es soll ja so getan werden als ob es schon immer so gewesen sei .... natürlich eben.

Andere "Investitionen" scheinen eher zweifelhaft - sieht man ihnen doch die Künstlichkeit an:
Oft gerade wegen des Fehlens jeglicher Fehler, einer übernatürlichen Makellosigkeit, völlig verschieden von 'natürlichem' Aussehen, dem eine gewisse Asymetrie eigen ist.
Lohnt sich so etwas für die 'Trägerin'?
Einmal Playboy - und dann?
Wo nur "Körper" signalisiert wird - siehe Abbildung - wird kaum "Geist" erwartet. Wundert da noch jemanden die Assoziation "blond-dumm"?
Im englischen Sprachraum gibt es den treffenden Begriff "busybody" - er beschreibt diese eigentümliche Art von demonstrativer Geschäftigkeit die eigentlich garkeine wirkliche Beschäftigung ist ....
Dieses meist ziellose hin-und-her täuscht dem zufälligen Betrachter wichtige Aktivitäten vor und ist doch nur eine Art Schauspiel, schlecht und hölzern, in dem Gesten, Bewegungen und sogar Gesprochenes seltsam überbetont und nur für das vermeintliche (oder tatsächliche?) Publikum aufgeführt werden.
Gespielte Bedeutsamkeit wo es grundsätzlich schon - und wahrscheinlich schon immer - an Bedeutung fehlt.
Eine Variante von Potjomkin.
Achten Sie mal darauf.
Wenn man genauer hinsieht sieht man es häufiger als zunächst angenommen.
Manche Arbeiten rund um Haus & Hof erledigt in diesen Tagen der Hausherr* selbst. Mehr oder weniger geschickt. Versiert vorwiegend durch das Sudium der in den Baumärkten ausliegenden "Arbeitsanleitungen" für die diversen do-it-yourself-Wechselfälle des Heimwerkerdaseins ....
Das Problem dabei ist, daß es meist nicht so klappt wie dort in "Schritt-für-Schritt"-Bildern gezeigt und versprochen. Es stellt sich irgendein Hindernis ein, dessen Auftreten nachher vom Mitarbeiter des gewählten Heimwerkermarktes etwa so kommentiert wird:
"Da haben Sie irgendwas übersehen oder falsch gemacht!"
Klar, der Schreiber der Anleitungen war bestimmt ein Profi. Profis machen keine Fehler, nur ungeschickte, des Lesens unfähige Heimwerker.
* Natürlich gilt das ebenso für die heimwerkende Hausfrau
Auf der Messe "Du & deine Welt in Hamburg", "Hamburgs Einkaufs- und Erlebnismesse" (-> 30.09.2012)
treten verschiedene Schauspieler auf:
Hat man das gelesen ist man bestens über die Qualität des Angebotes und die Absichten der Veranstalter orientiert:
Mit drittklassigen, abgehalfterten 'Schauspielern' die Muttchen hinlocken und ihnen unnützes Zeug aufschwatzen .... eine etwas anders geartete Version dessen, was man unter "Kaffeefahrt" versteht.
Solche Messen sind keine schlechte Verdienstmöglichkeit für die Ausrichter - sie kassieren zweifach:
- Zuerst von den Ausstellern,
- dann von den Besuchern.
Unterm Strich bleibt da ein hübsches Sümmchen übrig ....
Ab und zu gehe ich mal auf die Startseite von "twoday" und blättere durch diese und die Folgeseiten. Die meisten Blogger sind mir wenigstens vom Namen her bekannt, manche sogar aus der Anfangszeit 2003/2004.
Andere wiederum sind im Laufe der Jahre hinzugekommen und einige davon haben durchgehalten.
Man sieht:
Mit Regelmäßigkeit bloggen und - auch für Fremde interessante - Inhalte überlegen und sie dann zu publizieren ist (unter anderem) eine Frage der Standhaftigkeit und des Willens weiterzumachen - selbst wenn die Resonanz nicht den anfänglichen Erwartungen entspricht. Es ist also nicht so mal eben mit Links zu machen, ein wenig Zeit und HIrnschmalz muß man schon investieren.
So verschwinden die »Eintagsfliegen« meist schon recht schnell wieder. Ich habe oft den Eindruck die haben vergessen, daß sie da irgendwo ein Blog eingerichtet hatten. Na ja, die Inhalte sind dann auch entsprechen dünn, da ist es nicht schade, wenn sie schnell wieder weg sind. Erstaunlich auch die Beobachtung, daß die meisten dieser Eintagsfliegen der Blog schreiben - ob da ein Zusammenhang besteht? Irgendwie scheinen sie jedenfalls nicht das richtige Verhältnis zum Bloggen zu haben.
Eine Zwischengruppe sind - für mich - jene Bloggenden, die irgendeine Geschäftsidee transportieren wollen, die »Kommerzblogger«. Manchmal selbsternannte Experten die dann nur heiße Luft produzieren - und wenn man denen ein paar Argumente entgegenhält werden sie ängstlich(!) unsicher (!) und merken, daß man nicht jeden Unfug schreiben kann weil es sofort Gegenwind gibt. Aus die Maus - die sind dann sehr schnell wieder bei twitter und facebook, da kommt es auf Inhalte nicht so sehr an.
Dann gibt es noch die »sporadischen Wiederkehrer«. Die erinnern sich offenbar - im Gegensatz zu den »Eintagsfliegen« - häufiger mal daran, daß sie da irgendwo noch ein Blog haben das grausam vernachlässigt ist. Dann werden ein, zwei Beiträge verfaßt und schon ist es wieder irgendwie unwichtiger als das reale Leben und es kommen wieder für Zeiten keine Beiträge.
Die »Quartalsblogger« (die nenne ich mal so in Anlehnung an die "Quartalssäufer", weil der Rhythmus ähnlich ist) bleiben schon länger bei der Sache. Sie haben intensive Perioden des Blogschaffens mit interessanten Artikeln und wiederkehrender Leserschaft - doch plötzlich ist es still, totenstill, sie sind untergetaucht und bis zum nächsten 'Quartal' hört und sieht man sie nicht.
Die Gruppe der elitären, abgehobenen Blogger - wahrscheinlich würden sie sich selbst als »Eliteblogger« bezeichnen (wenn das nicht so völlig unter ihrer Würde wäre, versteht sich sowas doch von selbst aus dem, was sie der Welt in ihrem Blog zu bieten haben) - ist klein aber fein:
Man spielt sich gegenseitig 'die Bälle zu' und vergrault das lästige, gemeine Bloggervolk indem man es ein- zwei Mal düpiert und ansonsten ignoriert. "Ihresgleichen" werden hofiert, man hört förmlich den Speichel fließen ....
Ermüdend finde ich meist die »Weltverbesserer«, mit sehr einseitiger Sicht der Welt, ohne Einsicht und ohne je in der Lage zu sein auch mal zuzugeben, daß sie sich irren, verrannt haben oder schlicht Fakten unberücksichtigt ließen. Diese sture Beharrlichkeit mit der die Position verteidigt wird erheitert mich manchmal ein wenig. Auf Dauer aber wird sowas langweilig.
Weniger lustig sind die »Gemütsblogger« - da meine ich die "wir-sind-doch-Alle-eine-große-Familie-und-haben-uns-lieb"-Blogger, ein wenig tumb oder unbedarft, aber durchaus zum Hassen bereit. Sie rotten sich gern zusammen ("Gleich und Gleich gesellt sich gern") weil sie glauben das mache sie stärker, obwohl genau das schon ihre Schwäche zeigt. Viele darunter die zwar nur mittelmäßig begabt, aber davon überzeugt sind, außerordentlich klug zu sein.
Eine gewisse Bauernschläue und Lebensfähigkeit, praktischen Verstand, spreche ich denen nicht ab. Sie sind aber nun mal keine Einsteins und schlimmerweise wollen sie das soooo gerne sein. Manno! Aufstampf!
Mittlerweile weiß man aus Studien warum das so ist. In dieser Gruppe habe ich einige besonders langjährige Feinde. Die gehören wohl irgendwie dazu.
Die »Kometen« sind mir besonders ans Herz gewachsen:
Sie tauchen langsam am Bloggerhoriziont auf. Sammeln rasch eine begeisterte Leserschar. Sind witzig, erfahren, zugewandt und freundlich.
Zissssssch!
Dann sind sie weg.
Um die ist es schade.
Sie waren eine echte Bereicherung.
Zwei Hände voll Blogs & Blogger bleiben aus der großen Masse übrig - für mich, das ist jetzt eine sehr individuelle Sichtweise. Die lese ich gern, gehe regelmäßig hin und habe den Eindruck etwas dazuzulernen, etwas Witziges serviert zu bekommen - das aber auf hohem Niveau, bzw. Erfahrungen, Lebensweisheiten, und einfach eine andere Sichtweise kennengelernt zu haben.
Traurig finde ich es immer, wenn gute Blogs nach Jahren aufhören, resignieren? Ich kann sie vielfach verstehen, denn sich ständig mit Kommentaren / Kommentierenden auseinandersetzen zu müssen die nicht im Ansatz verstanden haben was sie da gerade gelesen haben macht auf Dauer bestimmt keinen Spaß.
Ich habe keine Beispiele angeführt. Das hat gute Gründe. Für jede Kategorie habe ich dennoch Beispiele parat.
Ein Blog ist mir jüngst aufgefallen. Es vereint Unwissenheit mit narzisstischer Selbstüberhöhung. Dessen "Titel" möchte ich - beispielhaft - ein wenig näher betrachten:
[Ein "twoday" Blog]
Was habe ich daran auszusetzen?
Es ist ja nur die Überschrift. Das, was in den Beiträgen steht, ist auch nicht besser. Der durch den Titel vermittelte Eindruck trügt nicht.
Insgesamt ein 'gewollt-und-nichts-gewußt' Titel, da hätte der Urheber besser vorher ein wenig Recherche zum naturwissenschaftlichen Hintergrund getrieben ....
Wie auch bei anderen "Blogs" ist schon dieser krampfhafte aber mißglückte Originalitätsversuch (?) im Blogtitel ein Hinweis:
Zu wenig nachgedacht
- da wird der Rest auch nicht besser sein.
Abschließend sag' ich nur "fickhase"!
°update° [07.11.2019]
Heute lief eine Sendung zur "Entschlackung", "Entsäuerung", "Detox Entgiftungskur" .... [Körper entschlacken mit Detox - Wie gesund ist das?; Ein Film von Bärbel Merseburger-Sill]
Der bewußte Herr, der Drogist Dr. h.c. Jentschura sieht sich dadurch bestätigt, dass Menschen seine Produkte kaufen - ein Zirkelschluss, typisch für alle Argumente, die in sich selbst ihre Relevanz bestätigen. Das Ungeheuer von Loch Ness steckt ja auch seinen Kopf in mehr oder weniger regelmäßiger Folge aus dem Wasser um im Gespräch zu bleiben.
Was allerdings wirklich "WAHR" ist:
Der Herr Dr. h.c. Jentschura verdient sein Vermögen durch die Gutgläubigkeit einerseits und andererseits oft damit vergesellschaftete Unwissenheit in medizinischen Tatsachen (i.e. Grundlagen der Anatomie und Physiologie, sowie der Chemie)

Dr. h.c. - der sogenannte "Ehrendoktor" - kostet nicht viel. Mindestens nicht im Vergleich zu einer "echten" Promotion, die gemeinhin bis zu fünf Jahre dauern kann. Das bedeutet natürlich einigen finanziellen Aufwand.
Da ist der "h.c." ein Schnäppchen in zweierlei Hinsicht:
1. Akademisch braucht man dafür nichts zu leisten;
2. Man bekommt ihn für Geld in wenigen Tagen.

[Quelle] Drogist Dr. h.c. P. Jentschura
Daher hat ihn auch der "ORGON"-Drogist P. Jentschura (Abbildung oben), selbsternannter Heiler von vielerlei Zipperlein. Er hat seinen "Dr. h.c." von einer dubiosen pseudo-wissenschaftlichen Privatorganisation (gegr. am 31. August 1990 in Moskau, näheres siehe übernächsten Absatz).
Seine Firma vertreibt diesen Humbug für mächtig viel Geld. Es finden sich offenbar immer wieder "Gläubige", die bereit sind sowas zu kaufen ....
".. Die Akademie für Naturwissenschaften in Moskau {nicht zu verwechseln mit der renommierten "Akademie der Wissenschaften" in Moskau} würdigte das Lebenswerk von Peter Jentschura und verlieh ihm am 1. Juni 2007 die Ehrendoktorwürde im Fachbereich Biomedizin. .." - in Moskau kann man Vieles kaufen, auch Titel wie "Dr. h.c." - viele Leichtgläubige mußten bluten um das zu ermöglichen ....
Die Akademie ist mittlerweile verschwunden, weg aus dem Internet. Die verkauften Titel ohne Leistungen allerdings bleiben. Einige bayerische CSU-Größen haben von dort* auch "pseudo-akademische" Ehrungen erfahren .... eine Hand wäscht eben die andere ....
ORGON-Energie
" .. Einstein bestätigte tatsächlich die Reichschen Vorhersagen, konnte das Phänomen aber ohne Zuhilfenahme der Orgonhypothese erklären .. " - das sagt in knappen Worten:
Nichts dran am ORGON - es gibt keine ORGON-Energie. Einen zweiten Brief des ORGON-Apologeten beantwortete Einstein nicht mehr ....
Trotzdem wird das Vorhandensein dieser ominösen "Energie" bis heute behauptet. Beweise gelten in den esoterischen Zirkeln nicht, da reicht es an etwas "zu glauben".
* ein "Referent" bei CDU/CSU ist in der Spitze dieser pseudo-wissenschaftlichen Organisation tätig ....
°update°
Dank an den Herrn Pathologen für die Übersendung dieses LINKS zum Thema - lesen Sie dort die Kommentare / Kundenrezensionen, es lohnt sich ....
°update° [12.09.2017]
Der Link zum Orgonakkumulator - Verkaufspreis 1.250,00 € - ist 'tot' → neuer Link https://blog.psiram.com/2013/05/der-hildegard-orgonakkumulator-von-jentschura-ein-screenshot/ | unter anderem da wird er verkauft → https://www.darmvital.net/produkte/jentschura-shop/hildegard-orgonakkumulator.html
Manche Blogger sind elitäre Sch****er und merken nicht, daß sie durch die Art ihrer Argumentation mehr über sich selbst und ihre Abgehobenheit vom 'normalen Leben' preisgeben als ihnen lieb sein kann.
Einzelne Sätze können noch so gedrechselt daherkommen und den Versuch machen die Lesenden über die wahre Auffassung des Autors zu täuschen - sowohl in Nuancen des Ausdrucks als auch in ihrer Gesamtheit stellen sie die Gedankenwelt des Verfassers dar.
Manchmal ist das, was dabei herauskommt erschreckend.
Ich hätte nie geglaubt, daß Jemand in der heutigen Zeit, mit all den Medienangeboten und Informationsfluß ohne Ende, noch so uninformiert über seine Mitmenschen sein kann. Oder so arrogant, egoistisch, narzistisch, vermessen, bzw. abgestumpft gegenüber der Not Anderer.
(Ich bitte die drastische Ausdrucksweise in der Überschrift / dem ersten Absatz zu entschuldigen.
Das schafft das nötige "Ventil" um nicht vor Ärger zu platzen.)