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bookmark_borderDer Verkaufstrainer ....

Der Ver­kaufs­trai­ner Wil­liam van Ven­rooij kann mit mei­nem Mit­leid rechnen:
War er doch für eine Serie von Semi­na­ren für Erwach­se­ne zum The­ma "Ver­kaufs­tech­ni­ken"1 von einem gro­ßen, welt­weit täti­gen Unter­neh­men der Medi­zin­tech­nik enga­giert worden ....

"Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve" hieß das Pro­jekt - es unter­stell­te, daß die Ver­kaufs­or­ga­ni­sa­ti­on unzu­rei­chend ver­kauf­te, weil ihr die "Ver­kaufs­kom­pe­tenz" fehlte .... 

Ein Armuts­zeug­nis für die Lini­en- und son­sti­gen Ver­ant­wort­li­chen, die sich bezeich­nen­der­wei­se "Lei­tungs­grup­pe" nen­nen (weil sie manch­mal auf der Lei­tung ste­hen?), denn die Ursa­che des sta­gnie­ren­den Ergeb­nis­ses waren 

  1. Qua­li­täts­män­gel bei den Produkten, 
  2. unzu­rei­chen­de Mar­ke­ting­un­ter­stüt­zung in einem schrump­fen­den Markt und
  3. aus­ufern­de, zeit­fres­sen­de admi­ni­stra­ti­ve Vorgaben .... 

statt­des­sen sto­cher­ten sie wie im Nebel her­um und - unbe­darft und miß­trau­isch wie sie nun ein­mal sind - spieß­ten sie aus­ge­rech­net ein Ver­kaufs­trai­ning auf ....

Nun, man hat also einen Ver­kaufs­trai­ningsGURU gebraucht. Einen, der die Koh­len aus dem - ver­meint­li­chen - Feu­er holen soll­te .... eben jeman­den wie "Wil­liam"2 - Schwarm aller mit­tel­al­ter­li­chen Mäd­chen zwi­schen 45 und 55, die bei sei­nem Anblick in Ver­zückung gerie­ten und nur flü­sternd sei­nen Namen aussprachen ....

Bis Jemand kam und genau­er hin­schau­te waren schon eini­ge Semi­na­re gelau­fen .... der Erfolg war mau, man könn­te also von 'Miß­er­folg' spre­chen .... das ver­bie­tet sich aber heut­zu­ta­ge, denn es wird sich 'posi­tiv' aus­ge­drückt: " .. wir sehen da noch Ergän­zungs- und Erklä­rungs­be­darf .. " - also ein Flop, für den natür­lich nie­mand ver­ant­wort­lich sein woll­te - alle­mal ein Grund die näch­sten Semi­na­re erst zu ver­schie­ben und dann ganz zu kippen:
Ende der "Qua­li­fi­zie­rungs­of­fen­si­ve"!?
Jein, denn da waren ja noch die ver­trag­li­chen Rege­lun­gen mit Wil­liam .... und sie­he da, offen­sicht­lich hat man nun einen Aus­weg aus die­ser Klem­me gefunden:

Es wer­den "freie" Ver­kaufs-Semi­na­re für Jugend­li­che (!) ange­bo­ten. Die kön­nen sich bewer­ben und das Unter­neh­men spons­ort ihre Teil­nah­me - nicht ganz selbst­los, denn immer­hin wer­den die Per­so­nal­ab­tei­lung und soge­nann­te "erfah­re­ne Füh­rungs­kräf­te aus der Mar­ke­ting & Sales-Orga­ni­sa­ti­on" 3 anwe­send sein - angeb­lich natür­lich nur für ein "feed­back", in Wirk­lich­keit zur Beob­ach­tung der Taug­lich­keit der Teil­neh­men­den für das Unternehmen .... 

Armer Wil­liam, da wird ihm sein Carell-ähn­li­ches Kau­der­welsch nichts nüt­zen. Die 'kids' sind 'tough' und fah­ren auf 'zwin­ker-zwin­ker' und 'tät­schel-tät­schel' nicht so ab wie gereif­te Damen um die 50 .... da muß er sein tol­les Semi­nar wie Per­len vor die Säue wer­fen .... Yep, lie­ber Wil­liam, die­ses Semi­nar­ni­veau wirst Du doch bestimmt allei­ne wup­pen? Oder mußt Du Dir wie­der den - etwas höl­zer­nen - Ex-Mili­tär Jean mitnehmen?

Tröst­lich mag für Wil­liam sein, daß letzt­end­lich 'die Koh­le stimmt' - und ich kann mir vor­stel­len, daß er trotz aller gegen­tei­li­gen Behaup­tun­gen dar­an in erster Linie inter­es­siert ist, denn er ist lan­ge genug im Geschäft um zu wissen:


Ver­kauf ist (k)eine Sache der Persönlichkeit:
Mit Semi­nar sind
- 30% Top-Verkäufer,
- 30% ver­die­nen was sie kosten,
- 30% sind emsi­ge Bienen,
aber nicht beson­ders erfolg­reich und
der Rest wird 'mit­er­nährt'
- ohne Semi­nar sieht die Ein­tei­lung genau­so aus ....


 

1 Er benutzt u.a. Tech­ni­ken aus NLP, wie: rap­port her­stel­len durch "pacing" und "lea­ding", sowie chun­king, letz­te­res hori­zon­tal und ver­ti­kal und haste-nich-gesehn ...!


2 Seit ich bei Wil­liam in einem Semi­nar war darf ich ihn 'duzen'
- er besteht sogar dar­auf, daß man das so macht ....


3 Das sind die von wei­ter oben, die den Mist ver­zapft haben - "Jemand" schickt sie nun da hin, in der Hoff­nung, daß sie noch etwas dazu­ler­nen. Ich habe da mei­ne Zweifel .... 


bookmark_border"Augenmaß gefragt" ....

so lau­tet die Über­schrift eines Kurz-Kom­men­tars in unse­rem Lokal­blatt .... völ­lig absur­de Gedan­ken­gän­ge eines offen­sicht­lich ver­wirr­ten Herrn namens "Ras­mus Buchsteiner"

(mehr ....)

bookmark_border"Augenmaß gefragt" ....

lau­tet eine Über­schrift zu einem Kom­men­tar von Ras­mus Buch­stei­ner in unse­rem Lokal­blatt "Mün­ster­sche Zei­tung" vom 27.09.2008 - dem kann man nur bei­pflich­ten. Oder? Was wir hier erle­ben hat zwei Dimensionen:

  1. Es fin­det eine Umkehr der bis­he­ri­gen Rechts­auf­fas­sung unter völ­lig ver­än­der­ten Annah­men statt: 
    • Frü­her war Jeder so lan­ge 'unschul­dig', bis ihm das Gegen­teil bewie­sen wer­den konnte; 
    • Heu­te ist Jemand offen­sicht­lich schon 'schul­dig' wenn es den Ermitt­lungs­be­hör­den in den Kram paßt und sie 'Pseudo'-Erfolge brau­chen, um wahn­wit­zi­ge Geset­ze durchzupeitschen .... 
  2. Das BKA-Gesetz steht vor den abschlie­ßen­den Ver­hand­lun­gen - wie pro­bat, wenn aus­ge­rech­net jetzt "Ter­ro­ri­sten" 'auf­ge­spürt' wer­den um zu ver­deut­li­chen, wie drin­gend wir das BKA-Gesetz brauchen ....

Frü­her haben Redak­teu­re recher­chiert und im Zwei­fel einen rechts­staat­li­chen Stand­punkt ver­tre­ten, heu­te plap­pern sie unge­prüft und ohne Recher­che nach, was ihnen als Pres­se­mit­tei­lung von den staat­li­chen Stel­len 'unter­ge­scho­ben' wird .... Wir sind auf dem Weg in den Über­wa­chungs­staat. Die Pres­se, die jetzt noch nach Ver­schär­fung der - angeb­lich so drin­gen­den - Ter­ro­ris­mus­ab­wehr schreit wird irgend­wann kei­ne Gele­gen­heit mehr zum Schrei(b)en haben: Dann näm­lich, wenn ihr per Not­stands­ge­setz und dem im Namen der Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung ein­ge­führ­ten Anti-Ter­ro­ri­sten-BKA-Gesetz der Maul­korb so eng ange­legt und zuge­schnürt wird, daß sie über­haupt nichts mehr schrei(b)en darf ....

Nein, Herr Buch­stei­ner, so ein­fach, wie Sie uns weis­ma­chen wol­len ist die Sache mit dem Ter­ro­ris­mus dann doch nicht! Wenn der Staat alle sei­ne Bür­ger als poten­ti­el­le Ter­ro­ri­sten behan­delt (Fin­ger­ab­drücke, Augen­scan, DNA-Muster) schießt er weit über das Ziel hin­aus - ein para­no­ider Innen­mi­ni­ster und eine schwa­che Justiz­mi­ni­ste­rin recht­fer­ti­gen noch lan­ge kei­ne Kol­lek­tiv­maß­nah­men­bün­del in der Form, wie sie uns der­zeit anemp­foh­len werden ....

Die Ermitt­ler hät­ten nicht mehr, son­dern weni­ger Rücken­deckung verdient!
Rechts­staat heißt nicht: Der Staat bestimmt - das mag in der DDR so gewe­sen sein ....
Rechts­staat heißt: Es gilt die 'Unschulds­ver­mu­tung' - auch und gera­de für soge­nann­te "Ter­ro­ris­mus­ver­däch­ti­ge".

Oder wün­schen Sie sich Ver­hält­nis­se wie in Guantanamo?


Sie­he dazu auch: MZ v. 20.06.2008
- ins­be­son­de­re drit­ter und sieb­ter Absatz!


bookmark_borderDon Quijote
& Sancho Pansa ....

- so hat­te ich vor ein paar Jah­ren 'mal geschrie­ben - waren doch nicht die 'trau­ri­gen Gestal­ten' für die man sie auf den ersten Blick hal­ten könn­te .... im 'wirk­li­chen Leben' gibt es aller­dings Gestal­ten, die - vor­der­grün­dig - höch­stens die Kör­per­form der Cervantes'schen Gestal­ten haben, die man für klü­ger und erfolg­rei­cher hal­ten könn­te, die aber tat­säch­lich noch schlim­mer dran sind als Jene:

Sie sind nicht nur von unför­mi­ger oder unan­sehn­li­cher Gestalt, nein, sie haben auch noch einen schlech­ten Cha­rak­ter, und noch viel schlim­mer ist, daß sie es selbst wis­sen und aus dem Gefü­ge nicht her­aus­kön­nen, weil ihnen andern­orts nicht die Boh­ne für das, was sie beruf­lich 'dar­stel­len' gege­ben wür­de - wahr­lich eine Zwick­müh­le, arme, bedau­erns­wer­te Menschen ..!?

Nur auf den ersten Blick packt den unbe­darf­ten Beob­ach­ter das Mitleid.

Schon der zwei­te Blick offenbart:
Es sind in Wahr­heit mie­se Cha­rak­te­re, die sich in einem Sumpf aus Intri­gen, fin­ste­ren Machen­schaf­ten und Geheim­bün­de­lei außer­or­dent­lich wohl füh­len .... Sie haben kein Gewis­sen - also kön­nen sie auch von kei­nem Gewis­sen geplagt wer­den wenn sie - wider bes­se­res Wis­sen - Lügen und Ver­leum­dun­gen auf­bau­en um Ande­ren zu scha­den .... sie, die sich durch Bie­nen­fleiß, Katz­buckeln und wahr­schein­lich auch gewis­sen­lo­se Fäl­schun­gen den Anschein intel­lek­tu­el­ler Lei­stung - durch Titel belegt - erwor­ben haben .... ein wei­te­rer Beweis, daß aka­de­mi­sche Titel in unse­rem Lan­de 'wohl­feil' gewor­den sind ....

Im Raum Ludwigshafen/Mannheim sind der­glei­chen Cha­rak­te­re zu fin­den - mit dem Unter­schied zu den Lite­ra­tur­ge­stal­ten, daß Sancho weib­lich, noch etwas rund­li­cher, unför­mi­ger, ver­lo­ge­ner als das Lite­ra­tur-Orgi­nal ist .... Don Qui­chot­te hin­ge­gen ist län­ger, düm­mer und begriffs­stut­zi­ger als sein Lite­ra­tur­vor­bild, aber das kommt wahr­schein­lich von der frü­he­ren Beschäf­ti­gung mit Stei­nen, man sagt ja auch "Dumm wie ein Stein" ....

Ein 'dream-team' - im nega­ti­ven Sin­ne, 'duo infer­na­le' .... "Dick & Doof" - aber nicht die freund­li­che Sor­te, nein, die übel­ste Sor­te die man sich vor­stel­len kann, eher also Bon­ny & Cly­de .... und was hat den 'trau­ri­gen Gestal­ten' ihr gewis­sen­lo­ser Ein­satz, ihr han­deln als 'will­fäh­ri­ges Werk­zeug' gebracht?

Nichts. Sie wur­den bei­de 'abser­viert' ....
Wie sag­te doch Cäsar? "Ich lie­be den Ver­rat aber nicht den Verräter!"
Jene, die sich ihrer bedien­ten schät­zen sie nicht. Sie sind Werk­zeug, abge­legt nach geta­ner Arbeit:
Noch schlim­me­re Cha­rak­ter­schwei­ne, sol­che die betrü­gen, lügen und blen­den haben sich nach vorn gescho­ben - rhe­to­risch geschlif­fen, pfau­en­haft eitel und mensch­lich indis­ku­ta­bel .... rei­hen­wei­se wur­de Inkom­pe­tenz nach oben gespült ....

Was sie nicht wis­sen, was sie nicht glau­ben wür­den sag­te man es ihnen:
Sie wer­den 'über­flüs­sig' sein.
Sie wer­den ungläu­big daste­hen und erkennen,
daß mit ihnen das pas­siert was sie Ande­ren ange­tan haben ....

"Got­tes Müh­len mah­len lang­sam - aber sicher!" pfleg­te mei­ne Groß­mutter zu sagen .... "Ricke, racke, ricke, racke geht die Müh­le mit Geknacke ... " - so heißt es bei Max & Moritz ....
und so wird es auch bei die­sen Bei­den laufen:

Abser­viert, ohne ihre Funk­ti­on in der Hier­ar­chie ihrer Iden­ti­tät beraubt, lee­re Hül­len, kein Hauch von Per­sön­lich­keit zu ent­decken, denn die hat sich schon vor Jah­ren verflüchtigt ....

bookmark_borderItalien (III) ....

Mei­ne Contra­den-Fah­ne "Pog­gio­lo" - die mit den drei Moh­ren­köp­fen - habe ich heu­te her­ge­rich­tet und am Fah­nen­mast befestigt ....



Zwar ist die­se Art der Befe­sti­gung ein wenig "unor­tho­dox" - aber es ist der 'ori­gi­na­len' Befe­sti­gungs­me­tho­de am nächsten ....

[Ja doch, ich mache auch noch ein Bild im Hel­len damit man die Fah­ne bes­ser erken­nen kann ...!]



Schon erle­digt!


[Mehr & aktu­el­le (2014) Bil­der => bra­vio-del­le-bot­ti]

2

bookmark_border"Die Grünen" ....

erneut "Züng­lein an der Waage"*?
Schlimm!
Daher hier ein paar Zei­len zur Erinnerung ....


* [1] unbe­deu­ten­de Sache, die jedoch den Aus­schlag gibt bzw. ein ent­schei­den­der Fak­tor ist.


Nur damit nach der näch­sten Wahl nie­mand sagen kann sie/er habe nicht gewußt, was da bei den Grü­nen an ‘Per­so­nal’ lau­ert und nur dar­auf war­tet die Repu­blik end­gül­tig in den Ruin zu stürzen ….
z.B. C. Roth …. oder Herr Trit­tin (OTon: ” .. Umwelt und Ent­wick­lung gehö­ren eben­so zusam­men, wie wir Sicher­heits­po­li­tik umfas­send neu defi­nie­ren müs­sen. Die Frei­heit von Not, die Frei­heit von Furcht und die Frei­heit in Wür­de zu leben müs­sen zu den Pfei­lern Inter­na­tio­na­ler Poli­tik wer­den. .. ” - wer wür­de die­sem ‘All­ge­mein­platz’ nicht zustim­men? Aber wie soll das gehen? Da schweigt Herr Trit­tin ….), oder Frau Höhn - das ist die Frau, die ver­such­te ihren Mann in den NRW-Staats­dienst ‘ein­zu­schleu­sen’ (OTon Bär­bel Höhn: ” .. NRW war gestern, Ber­lin ist heu­te .. ) …. noch schlim­mer aber Dr. Micha­el Ves­per, vor­mals NRW-Mini­ster für Bau­en und Woh­nen, jetzt bei ‘Olym­pia’ aktiv gewe­sen: Das war der, der es nicht so schlimm fand, daß in Tibet ein paar Men­schen ein­ge­sperrt und eine paar mehr getö­tet wurden ….

Alles “grü­ne Poli­ti­ker” - hof­fent­lich den­ken vie­le Wäh­ler daran …!

C. Roth - revisited ....
(mehr ....)

bookmark_borderC. Roth - revisited ....

Nur damit nach der näch­sten Wahl nie­mand sagen kann sie/er habe nicht gewußt, was da bei den Grü­nen an 'Per­so­nal' lau­ert und nur dar­auf war­tet die Repu­blik end­gül­tig in den Ruin zu stürzen ....
z.B. C. Roth .... oder Herr Trit­tin (OTon: " .. Umwelt und Ent­wick­lung gehö­ren eben­so zusam­men, wie wir Sicher­heits­po­li­tik umfas­send neu defi­nie­ren müs­sen. Die Frei­heit von Not, die Frei­heit von Furcht und die Frei­heit in Wür­de zu leben müs­sen zu den Pfei­lern Inter­na­tio­na­ler Poli­tik wer­den. .. " - wer wür­de die­sem 'All­ge­mein­platz' nicht zustim­men? Aber wie soll das gehen? Da schweigt Herr Trit­tin ....), oder Frau Höhn - das ist die Frau, die ver­such­te ihren Mann in den NRW-Staats­dienst 'ein­zu­schleu­sen' (OTon Bär­bel Höhn: " .. NRW war gestern, Ber­lin ist heu­te .. ) .... noch schlim­mer aber Dr. Micha­el Ves­per, vor­mals NRW-Mini­ster für Bau­en und Woh­nen, jetzt bei 'Olym­pia' aktiv gewe­sen: Das war der, der es nicht so schlimm fand, daß in Tibet ein paar Men­schen ein­ge­sperrt und eine paar mehr getö­tet wurden .... 

Alles "grü­ne Poli­ti­ker" - hof­fent­lich den­ken vie­le Wäh­ler daran ...!


© JUNGE FREIHEIT Ver­lag GmbH & Co. www.jungefreiheit.de 1105 11. März 2005
"Die Bun­des­em­pö­rungs­be­auf­trag­te" von Doris Neu­jahr, JF 1105
[Zitat]

Clau­dia Roth: Die Grü­nen-Che­fin steht mit ihrer Ideo­lo­gie, mora­li­schen Ent­rü­stung und intel­lek­tu­el­len Durch­schnitt­lich­keit für das Pro­fil der Partei

" .. San­dra Maisch­ber­ger hat­te die Nase voll. Nor­ma­ler­wei­se schafft sie es in ihrer nt-v-Sen­dung, auch Lang­wei­lern wie Roland Koch, Chri­sti­an Wulff oder Gui­do Wester­wel­le inter­es­san­te Nuan­cen zu ent­locken, doch gegen den auti­sti­schen Rede­schwall der Grü­nen-Che­fin Clau­dia Roth kam sie nicht an. Sie war ein­fach zu höf­lich, um auf den gro­ben Klotz den schar­fen Keil zu set­zen. Roth hat­te Jörg Hai­ders "Taferl"-Methode über­nom­men und eine Papp­ta­fel mit Ter­min­an­ga­ben ins Stu­dio gebracht, die bewei­sen soll­ten, daß "der Josch­ka" mit dem mut­maß­li­chen Import von Zwangs­pro­sti­tu­ier­ten aus der Ukrai­ne nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. "Der Josch­ka!" sag­te Clau­dia Roth immer wie­der und woll­te wohl aus­drücken: So mensch­lich, so fami­li­är geht es bei den Grü­nen zu! Die Zuschau­er dürf­ten eher an den Satz von Karl Kraus gedacht haben, wonach das Wort "Fami­li­en­ban­de" den Bei­geschmack von Wahr­heit habe. "Wir müs­sen das jetzt abkür­zen, denn gleich kommt Herr Glos", sag­te San­dra Maisch­ber­ger. Man sah ihr an, daß sie sich auf den CSU-Mann freute.


Clau­dia Roth ist die Co-Vor­sit­zen­de einer Regie­rungs­par­tei, sie nimmt an den Koali­ti­ons­run­den im Kanz­ler­amt teil, sitzt im Außen­po­li­ti­schen Aus­schuß des Bun­des­tags, redet im Ple­num und ver­brei­tet ihre Mei­nung in Talk­shows und Inter­views. Zwar ist sie nur die "Unter­vor­sit­zen­de" unter Über­va­ter Josch­ka, doch zugleich ist sie für des­sen System eine unver­zicht­ba­re Stüt­ze. Denn Josch­ka gilt selbst in den eige­nen Rei­hen als Ego­ma­ni­ak, Clau­dia Roth aber ist eine Köni­gin der Her­zen. Die Attri­bu­te, die man ihr zuschreibt, lau­ten: authen­tisch, unmit­tel­bar, unver­bo­gen, emo­tio­nal, mit­füh­lend, spon­tan. Sel­ber nennt sie sich "mensch­lich, direkt und kom­pro­miß­los" - das heißt, mit die­sen Wor­ten hat sie Jesus Chri­stus cha­rak­te­ri­siert, was aber prak­tisch auf das­sel­be hinausläuft.

In der Par­tei und der Öffent­lich­keit bean­sprucht sie den Platz, der seit dem Tod von Petra Kel­ly ver­waist ist. Zwi­schen bei­den lie­gen jedoch Wel­ten: Kel­ly war hoch­in­tel­li­gent, ihre Emo­tio­na­li­tät ener­vie­rend, aber nie berech­nend. Roth ist bau­ern­schlau statt klug, ihre Stim­me klingt absicht­lich auf­ge­reg­ter, als die Sache, über die sie spricht, das recht­fer­tigt. Sie pro­fi­liert sich als all­seits betrof­fe­ne Per­sön­lich­keit. Der FAZ-Jour­na­list Tho­mas Schmid, ein Ken­ner der grü­nen Pap­pen­hei­mer, nann­te sie eine "Quiet­sch­en­te", was hei­ßen soll: innen hohl, außen nied­lich, im Grun­de harmlos.


Doch harm­los ist es eben nicht, wenn eine Per­son wie Roth die deut­sche Poli­tik mit­be­stimmt. Sie wur­de 1955 in Ulm gebo­ren, stu­dier­te Thea­ter­wis­sen­schaf­ten, war danach an klei­nen Büh­nen und spä­ter als Mana­ge­rin der Rock­band "Ton Stei­ne Scher­ben" tätig. Die Band ging 1985 plei­te, Roth sagt, sie löste sich nach "demo­kra­ti­schen Beschluß" auf. Danach war der Sän­ger Rio Rei­ser als "König von Deutsch­land" erfolg­reich - ohne Roth.

Unter dem taz-Arti­kel, der das Ende der Grup­pe ver­mel­de­te, stand eine Anzei­ge der Grü­nen, die eine Pres­se­spre­che­rin such­ten. Da ent­schloß sich Clau­dia Roth, Poli­ti­ke­rin zu wer­den. Ihre Kar­rie­re ver­lief steil: Von 1989 bis 1998 war sie Abge­ord­ne­te im Euro­pa-Par­la­ment, seit 1998 sitzt sie - mit Unter­bre­chung von März 2001 bis Dezem­ber 2002 - im Bun­des­tag. Sie war Men­schen­rechts­be­auf­trag­te im Aus­wär­ti­gen Amt, zwei­mal wur­de sie zur Par­tei­vor­sit­zen­den gewählt. Seit zwan­zig Jah­ren gehört sie zum poli­ti­schen Appa­rat die­ser Repu­blik. Eine schö­ne Pen­si­on ist ihr damit schon ein­mal sicher.

Clau­dia Roth ist die deut­sche Lisa Simpson

Wer in ihren Reden und Arti­keln nach gei­sti­ger Sub­stanz sucht, stößt auf Wort­müll wie "post­mo­der­ne Gesell­schaf­ten" und "mul­ti­kul­tu­rel­le Demo­kra­tie". Im übri­gen beflei­ßigt sie sich einer infan­ti­len Bil­der­spra­che, die dem trans­por­tier­ten Inhalt adäquat ist. Ihren Traum einer Zukunfts­ge­sell­schaft stell­te sie auf einem Par­tei­tag fol­gen­der­ma­ßen dar: Sie radelt mit dem Fahr­rad über die Auto­bahn, links grü­ßen Wind­rä­der, rechts küßt sich ein Schwu­len­pär­chen, dem sie zuwinkt, und das Ziel ist ein mul­ti­kul­tu­rel­les Stra­ßen­fest. Wer die Cho­se bezah­len soll, sag­te sie nicht.

Lie­ber redet sie von "Betrof­fe­nen", für die sie "per­ma­nent Druck" macht und "eine Men­ge erreicht hat". Sie schwärmt von der "fri­schen Poli­tik" und den "wahn­sin­nig tol­len Pro­gram­men" der Grü­nen und zürnt über die­je­ni­gen, die nicht begrif­fen, "wie sich die Gesell­schaft ver­än­dert hat". Am Ascher­mitt­woch 2002 rief sie aus: "Für die Frau gilt nicht mehr Kir­che, Küche und Kin­der, wir Grü­nen wol­len für die Frau­en Kar­rie­re, Kin­der und ande­re Ker­le." Roth ist ledig und kin­der­los. Einer tür­ki­schen Zei­tung erklär­te sie, daß sie nichts gegen die Hei­rat mit einen tür­ki­schen Mann hät­te. Prompt tra­fen Hei­rats­an­trä­ge bei ihr ein, die aber nicht ver­fin­gen. Wie scha­de! Die­sen Kampf der Kul­tu­ren hät­te man gern erlebt.


So ver­bringt sie wei­ter ihre Zeit damit, Unsinn zu ver­brei­ten. "Der Vol­mer-Erlaß war abso­lut rich­tig", fin­det sie, denn er habe "Här­te­fäl­le" bei "Fami­li­en­zu­sam­men­füh­run­gen" ver­hin­dert. "Die Ver­fah­ren, die mit gro­ßer kri­mi­nel­ler Ener­gie zu Schleu­sun­gen aus­ge­nutzt wur­den, waren nicht Teil des Vol­mer-Erlas­ses." So ist es immer bei Roth & Co.: Wir sind die Guten! Die Ver­ant­wor­tung für Risi­ken und Neben­wir­kun­gen unse­rer Hand­lun­gen wei­sen wir daher schärf­stens zurück!

Wenn sie in Talk­shows sitzt und die Kame­ra auf sich gerich­tet weiß, reißt sie die Augen weit auf: Die Augen, das hat sie beim Stu­di­um gelernt, sind der Spie­gel der See­le - und Clau­dia will, daß alle ihre edle See­le sehen kön­nen. Ihr Mund ist halb­of­fen, und zwar aus Zorn über die Unge­rech­tig­keit in der Welt. Es heißt, daß sie ita­lie­ni­sche Brecht-Insze­nie­run­gen mag. Noch mehr mag sie Felli­nis Film "La stra­da", was frei­lich ein rie­si­ges Miß­ver­ständ­nis ist: In den angst­voll gewei­te­ten Augen der klei­nen Gel­so­mi­na (Giu­li­et­ta Masi­na) wird ein Schmerz sicht­bar, des­sen exi­sten­ti­el­le Tie­fe am Ende durch den Tod beglau­bigt wird.


Roths Schmer­zens­aus­druck ist dage­gen ein kal­ku­lier­ter. Sie will sich nicht opfern, son­dern bloß Mehr­hei­ten sam­meln. Ihr Blick ist denn auch trü­be und stumpf vor Berech­nung, selbst wenn die Augen feucht wer­den - und sie wer­den oft feucht. Giu­li­et­ta Masi­na hat­te in ihrem Gesicht ein exi­sten­ti­el­les Dra­ma zur Anschau­ung gebracht, Roth ver­sucht ihre per­sön­li­chen Affek­te künst­lich zum Exi­stenz­dra­ma hoch­zu­stem­men. In Wahr­heit steht sie in der Tra­di­ti­on von Maria Schell, dem ver­heul­ten "Seel­chen" des deut­schen Nachkriegsfilms.

Wegen Roth post­fe­mi­ni­sti­scher Camou­fla­ge fällt das nicht wei­ter auf. Sie spielt die Frau, die sich ihre Weib­lich­keit bewahrt, die aber "ihren eige­nen Weg geht", die sich "ein­mischt", "enga­giert", die "aktiv" ist, die ihre inne­re Bewe­gung nicht ver­steckt, son­dern "ein­bringt". Die­ses Ein­brin­gen erfolgt - neben dem halb­of­fe­nen Mund - durch ein kon­se­quen­tes Wim­pern­klim­pern, das ihren schril­len Wort­kas­ka­den vor­aus­geht. Das ist der Moment der Wahr­heit: Clau­dia Roth ist die deut­sche Lisa Simpson, eine fleisch­ge­wor­de­ne Wie­der­gän­ge­rin der ewi­gen Ner­ven­sä­ge aus der ame­ri­ka­ni­schen Trickfilmserie.

Nur, die klei­ne Lisa ist erst acht und kann sich noch ent­wickeln. Clau­dia Roth wird bald fünf­zig und spielt sich immer noch als frisch­ver­lieb­ter Back­fisch auf. Ob sie nun gut­ge­launt durch eine Nost­al­gie-Show von RTL tän­zelt oder an der Sei­te von SPD-Chef Franz Mün­te­fe­ring zur Pres­se­kon­fe­renz erscheint, macht kei­nen Unter­schied. Win­ke-win­ke, pelz­be­setz­ter Bla­zer, alber­nes Lachen hier, freu­di­ges Wie­der­erken­nen da, fehlt nur noch das Kuß­händ­chen. Clau­dia Roth, eine Kind­frau mit erfah­rungs­lo­sem Apfel­wan­gen­ge­sicht, fore­ver young, Petra Pan, eine Kitsch­fi­gur aus der Retor­te der Popkultur.

Roth steht emble­ma­tisch für den dis­kur­si­ven Alarmismus


Sie wür­de gut in einen nai­ven Mär­chen­film pas­sen. Statt des­sen unter­steht sie sich, bei Erwach­se­nen­the­men mit­zu­re­den, unter ande­rem beim EU-Bei­tritt der Tür­kei. Man dür­fe die Tür­kei nicht "aus­gren­zen", keift sie bei jeder Gele­gen­heit. Aus­gren­zen - das gehört sich bloß bei Neo­na­zis. Was ist das für ein pri­mi­ti­ver, manich­äi­scher Ansatz von Außen­po­li­tik! Spä­te­stens da beginnt das Ver­sa­gen der ande­ren Poli­ti­ker. War­um stürmt Ange­la Mer­kel nach einem Roth-Auf­tritt nicht an das Mikro­phon des Bun­des­tags und gibt ihr - frei nach Fried­rich dem Gro­ßen - Bescheid:
"Frau, ler­ne erst den­ken, bevor Du zu reden beginnst!" 
Und Fried­bert Pflü­ger könn­te Wil­helm Busch zitieren:
"Oft ver­ei­nigt ein Gemü­te / Däm­lich­keit mit Herzensgüte!"

Roths Auf­stieg in der Poli­tik ist Indi­ka­tor einer poli­ti­schen Regres­si­on, die in den acht­zi­ger Jah­ren ein­setz­te. Damals wur­de die Bun­des­re­pu­blik zum "Pup­pen­haus im Wohl­stands­tan­go, bevöl­kert von Mär­chen­prin­zen, Quo­ten­frau­en und Pea­cen­iks, in (dem) sich die noto­risch von schlech­tem Gewis­sen geplag­te Mit­tel­schicht auf der Suche nach Sinn in aber­wit­zi­ge Zukunfts­sze­na­ri­en hin­ein­stei­ger­te" (Cora Ste­phan). Die deut­sche Selbst­the­ma­ti­sie­rung im Schat­ten des Drit­ten Rei­ches führ­te zu einem pri­mi­ti­ven Mora­lis­mus und die­ser zu einem poli­ti­schen Manich­äis­mus, des­sen nega­ti­ver Bezugs­punkt die "deut­sche Gefahr" war. Deut­sche Poli­tik soll­te jetzt "weich" sein, wich­ti­ger als Fach­wis­sen wur­de die "Glaub­wür­dig­keit", und am "glaub­wür­dig­sten" erschien, wer "authen­tisch" war, wer "Gefüh­le", respek­ti­ve "Betrof­fen­heit" zeig­te. Das war die Chan­ce einer medio­ke­ren Figur wie Roth. Wohl­wol­len­de Beob­ach­ter sehen im Erfolg der Grü­nen die gelun­ge­ne Reso­zia­li­sie­rung eines halb­in­tel­lek­tu­el­len Sub­prol­eta­ta­ri­ats. In Wahr­heit hat sich die Aso­zia­li­sie­rung der deut­schen Poli­tik vollzogen.

Der dis­kur­si­ve Alar­mis­mus, eine Abart des poli­ti­schen Aus­nah­me­zu­stan­des, ist das Lebens­eli­xier der Poli­tik­sze­ne, für die Roth emble­ma­tisch steht. Sie kann gar nicht anders, als ihn immer wei­ter eska­lie­ren zu las­sen. Gegen Möl­le­mann und Hoh­mann fuch­tel­te Roth mit dem Volks­ver­het­zungs­pa­ra­gra­phen her­um und stell­te Straf­an­zei­ge. Kar­di­nal Meis­ner warf sie vor, er wür­de die "exi­sten­ti­el­len Nöte" der abtrei­ben­den Frau­en igno­rie­ren. Der Schwan­ger­schafts­ab­bruch ist für die Frau­en ernst, exi­sten­ti­ell ist er hin­ge­gen für den Fötus - ein Unter­schied, den Roth nicht begrei­fen kann. Natür­lich schwant ihr, daß, wür­de man Meis­ners Ver­stand gleich­mä­ßig auf fünf Per­so­nen ver­tei­len, jede ein­zel­ne ihr intel­lek­tu­ell immer noch über­le­gen wäre. Auf eine Dis­kus­si­on, die den Namen ver­dien­te, kann sie sich also nicht einlassen.

Die Maisch­ber­ger-Sen­dung war in die­ser Hin­sicht auf­schluß­rei­cher, als es der Mode­ra­to­rin bewußt war. Maisch­ber­gers uner­schüt­ter­li­ches, spöt­ti­sches Lächeln zeig­te Roth, daß ihre gut­men­scheln­de Frau­en­power ins Lee­re ging. Das war für sie neu, für die­se Situa­ti­on stand ihr weder ein ver­ba­les noch mimi­sches Reper­toire zur Ver­fü­gung. Ihre Rede lief Amok, und das pene­trant naï­ve Apfel­wan­gen­ge­sicht zer­floß ins Kon­tu­ren­lo­se. Über­gangs­los war aus Petra Pan eine kei­fen­de Vet­tel gewor­den. Poli­tisch ist Clau­dia Roth eine Frucht, die nie reif, son­dern vor der Rei­fe faul gewor­den ist. Wohin fau­le Früch­te gehö­ren, ist bekannt.

Grü­nen-Vor­sit­zen­de Clau­dia Roth:
"Wie eine 'Quiet­sch­en­te'
- innen hohl, außen nied­lich, im Grun­de harmlos .. "

[/ Zitat]

Das spricht mir aus der Seele ....


bookmark_borderPer Zufall ....

stieß ich auf die Sei­ten "Täg­lich ein gutes Verb" - dort wer­den, wie der Name schon sagt - Ver­ben gesam­melt, weil sie sonst all­mäh­lich aus dem Wort­schatz ver­schwin­den würden ....

Wer als Frem­der* hier­her kommt und die Spra­che "Deutsch" erst­mals lernt wird ca. 800−1.000 Wor­te ver­ste­hen und etwa die Hälf­te davon nut­zen .... da scheint es mit zuneh­men­der Zahl von Zurei­sen­den, die sich hier ein­bür­gern las­sen wol­len, ange­bracht, eine sol­che Web­sei­te mit Ver­ben vorzuhalten .... 


* Nur vor­beu­gend:
Wir sind alle "Frem­de" in einem ande­ren Land - die­se Aus­sa­ge soll nichts über den Wert von Men­schen sagen, son­dern ledig­lich zur Sprach­fer­tig­keit Stel­lung neh­men. Es wäre also völ­lig unnö­tig, gar absurd, mir "frem­den­feind­li­che Moti­ve" zu unterstellen ....


bookmark_borderWas bedeuten: "Wert" / "Preis"?

Den Unter­schied zwi­schen Wert und Preis einer Sache habe ich im Janu­ar 2007 als Gegen­stand einer Erör­te­rung gewählt, so neben­bei dann noch ein Hin­weis auf den Begriff "Wer­te" - es paß­te dazu ....

Hier nun der Text in Gän­ze, die Dis­kus­si­on ist im 'alten' Web­log zu ver­fol­gen - sehr inter­es­sant! Außer­dem ist die Dis­kus­si­on ein Bei­spiel dafür, wie man 'strei­ten' kann ohne gleich alle Zel­te hin­ter sich abzu­bre­chen - in die­sem Fall freue ich mich beson­ders, daß es gelun­gen ist das Kriegs­beil begra­ben zu hal­ten ....  

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Beim Lesen in einem Web­log, auf das ich gesto­ßen bin, weil die Autorin sich bei mir umge­se­hen hat, wur­de mir deut­lich, daß es schwie­rig ist zwi­schen Wert und Preis einer Sache zu unterscheiden ....

Der Begriff "Wert" ist ideell zu interpretieren.
Will heißen:
Der einer Sache inne­woh­nen­de emo­tio­na­le Bezug zu/-r/-m und die Lei­stung zum Erhalt der/des Besit­zer­s/-in.
Bei WIKIPEDIA heißt es dazu:

" .. In der sub­stan­ti­el­len Ver­wen­dung ist ein Wert etwas, von dem behaup­tet wird, dass es in bestimm­ter Wei­se und in einem bestimm­ten Grad zur äuße­ren oder inne­ren Exi­stenz­er­hal­tung eines Lebe­we­sens bei­trägt, wobei unter Lebe­we­sen ganz all­ge­mein ein System mit einem Über­le­bens­pro­blem zu ver­ste­hen ist. [1] .. "

"Werte" hin­ge­gen sind im Gegen­satz dazu als Sum­me aller ethi­schen und mora­li­schen Grund­sät­ze zu ver­ste­hen, die einen Men­schen bzw. sein Han­deln ande­ren gegen­über ausmachen .... 

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Der Preis einer Sache ist da leich­ter zu definieren:
Der Betrag Gel­des, den eine Per­son dafür her­zu­ge­ben bereit ist .... natür­lich ist das die ein­fach­ste Defi­ni­ti­on, Betriebs­wirt­schaft­ler wer­den sich dar­ob die Haa­re raufen ....
Grei­fen wir also in bewähr­ter Form auf WIKIPEDIA zurück - dort heißt es:

" .. Der Preis, auch Ver­kaufs­preis ist in der Wirt­schafts­wis­sen­schaft der Indi­ka­tor für die Knapp­heit von Gütern, gemes­sen an den ver­füg­ba­ren Men­gen und am Bedarf. Prei­se geben an, auf wel­che Men­gen ande­rer Güter man ver­zich­ten muss, um eine Ein­heit des nach­ge­frag­ten Gutes zu erlan­gen. Dabei kommt es zu einer Wech­sel­wir­kung zwi­schen Ange­bot, Nach­fra­ge und Preis, d.h. sie beein­flus­sen sich gegen­sei­tig. .. "

Die ange­spro­che­nen "ande­ren Güter" sind im all­ge­mei­nen Schei­ne oder Mün­zen - also Geldx. Die Defi­ni­ti­on ver­mei­det eine Fest­le­gung, da es um den Begriff "Tausch" geht:
Ein Gut wird gegen ein ande­res getauscht - wenn bei­de Geschäfts­part­ner damit ein­ver­stan­den sind ....
Das hat aber min­de­stens zwei Voraussetzungen:
Der Käu­fer kennt alle Ange­bo­te und kann sich frei ent­schei­den .... Für bei­de Vor­aus­set­zun­gen gibt es aber Gren­zen - und das obwohl wir heu­te über mehr Infor­ma­tio­nen ver­fü­gen als je zuvor in der Geschich­te der Mensch­heit .... Gera­de die­se Viel­falt an Infor­ma­ti­on ist es, die uns den Blick auf das Wesent­li­che ver­stellt, wir wer­den manu­pu­lier­bar durch das Mar­ke­tingxx ....
So glau­ben z.B. vie­le Men­schen den Slo­gan "Geiz ist geil!" - und kau­fen dann über­teu­er­te Ware weil sie sich nicht mehr die Mühe machen selbst Ver­glei­che anzu­stel­len. Ver­glei­che, die ihnen leicht bewei­sen könn­ten, daß sie durch die Wer­be­aus­sa­ge bewußt getäuschtxxx wur­den / werden ....

x .... das wir als Ergeb­nis von "Arbeit" im Tausch erhalten ....

xx Um Miß­ver­ständ­nis­sen vorzubeugen:
Nicht jede Wer­be­aus­sa­ge ist betrü­ge­risch - aber vie­le Aus­sa­gen las­sen zumin­dest einen Teil der Wahr­heit aus ....

xxx Weil sich der­glei­chen Aus­sa­gen nach eini­ger Zeit als "unwahr" oder min­de­stens "nicht wahr­haf­tig" her­aus­stel­len - und vie­le Men­schen das mer­ken - müs­sen sich die Mani­pu­la­teu­re immer 'mal wie­der etwas Neu­es ein­fal­len las­sen - augen­blick­lich ist es die Vor­sil­be "BIO" mit der Geld geschef­felt wird ....