bookmark_borderGutachten ....

sind ja dazu da Klar­heit zu schaf­fen, objek­ti­ve und nach­voll­zieh­ba­re Fak­ten dar­zu­le­gen und so für Trans­pa­renz im Mei­nungs­streit zu sor­gen - soweit so gut ....

Nun liegt ein Gut­ach­ten zur Netz­fil­te­rung vor - das, so darf man wohl mit Recht behaup­ten, sowohl für den Innen­mi­ni­ster wie auch für die Fami­li­en­mi­ni­ste­rin eine schal­len­de Ohr­fei­ge darstellt:

"Gut­ach­ten des Wis­sen­schaft­li­chen Dien­stes des Deut­schen Bun­des­ta­ges zur geplan­ten Netz­z­ensur."

so lau­tet der Titel und man kann es jetzt - dank 'netzpolitik.org' - HIER herunterladen ....
Was auf dem Spiel steht beschreibt 'netzpolitik.org' so:


" .. Die Plä­ne der Bun­des­re­gie­rung sind ein Damm­bruch für Inter­net­zen­sur in Deutsch­land und gefähr­den die offe­ne Infra­struk­tur des Net­zes und .. Kommunikationsfreiheit .. "


Da nie­mand außer einer Hand­voll völ­lig maß­lo­ser Poli­ti­ker aus CDU und CSU das will, unter­stützt von ein­schlä­gig bekann­ten und vor­be­la­ste­ten SPD-Poli­ti­kern, muß es in das Bewußt­sein ALLER gerückt werden:
Des­we­gen die Bit­te an hier Lesen­de min­de­stens einen Link zur 'netzpolitik.org' bei sich auf­zu­neh­men, bes­ser noch ein paar Zei­len zu schrei­ben, wie ich es hier getan habe - wenn wir auch zukünf­tig "frei­en" Zugang zum Inter­net - ohne staat­li­che oder vom Staat beauf­trag­ter Orga­ni­sa­tio­nen (!) - haben wol­len muß jetzt gehan­delt werden.
Bevor es zu spät ist .... 

Schwei­gen heißt:
Den Zen­so­ren in die Hän­de spielen!

*edit*
Wes Gei­stes die "Hüter von Recht und Gesetz" sind beweist fol­gen­des Zitat (Glos­se zum Fall Man­nichl, Passau)


Wenn es Erfolg ver­spricht”, sagt (ein) Soko-Insi­der, “darf sich der wehr­haf­te Rechts­staat nicht von Bür­ger­rech­ten und sol­chem Pil­le­pal­le behin­dern lassen.”


- und anstatt sol­che Rechts­bre­cher vom Dienst zu sus­pen­die­ren wer­den sie noch beklatscht!



[Zitat von 'netzpolitik.org'] Der Bun­des­ver­band Digi­ta­ler Wirt­schaft hat vor kur­zem ein ähn­li­ches Gut­ach­ten ver­öf­fent­licht: Rechts­gut­ach­ten zum “Haf­tungs­re­gime für Host- und Access-Pro­vi­der im Bereich der Tele­me­di­en“. Das fin­det sich HIER als PDF.
 

bookmark_borderZum Nachdenken (III)
Schützt uns “die Regierung”?

Ein wesent­li­ches Ver­spre­chen der Regie­rung ist
"Schutz vor inne­rer und äuße­rer Aggres­si­on".
Unter ande­rem dafür müs­sen wir Steu­ern zahlen.
Aber stimmt das denn über­haupt mit dem Schutz?

Die Regie­rung behaup­tet zwar uns nach außen zu schüt­zen - aber kein Regie­rungs­mit­glied geht mit einer Waf­fe in der Hand in ein ande­res Land um dort unse­re Frei­heit zu ver­tei­di­gen .... die Regie­rung 'läßt ver­tei­di­gen': Es sind wie­der­um die Bür­ger, dies­mal in Uni­form, die nach drau­ßen geschickt wer­den um dort das zu tun, was ihnen die Regie­rung aufträgt ....
Bezah­len müs­sen wie­der­um wir ALLE - ob wir das Han­deln der Regie­rung nun gut fin­den oder nicht! Wir wer­den also in der (unse­rer!) Frei­heit unser hart ver­dien­tes Geld so aus­zu­ge­ben wie wir es für rich­tig hal­ten von der Regie­rung gehin­dert - das ist eine Form von Aggres­si­on der wir nicht ent­kom­men kön­nen, gegen die schützt uns niemand ....

Wie sieht es mit der Sicher­heit nach innen aus? Schützt uns da die Regie­rung? Wir wer­den erst­mal gene­rell unter Ver­dacht gestellt, wer­den aus­ge­späht, per Video ver­folgt, unse­re Kon­ten wer­den ein­ge­se­hen, unse­re Mail wird gele­sen und schließ­lich will der Herr Innen­mi­ni­ster noch gern wis­sen wo wir was im Inter­net lesen .... und dafür bezah­len wir auch noch, denn all die­se Maß­nah­men kosten ja schließ­lich Geld und das kommt von denen, die rund um die Uhr bespit­zelt und aus­ge­späht werden:
Den Bür­gern die­ses Landes!

Ja, höre ich schon, das ist ja nicht so schlimm, ich bin ja ein recht­schaf­fe­ner Mensch, mir will ja kei­ner was .... daß das nicht so ist konn­te man in den ver­gan­ge­nen ersten Tagen des Jah­res in vie­len Orga­ni­sa­tio­nen sehen - und glaubt denn wirlklich jemand allen Ern­stes, das wäre anders wenn es eine von der Regie­rung ein­ge­setz­te Insti­tu­ti­on / ein Kon­sor­ti­um tut?

Dann wird man mir die Not­wen­dig­keit von Poli­zei vor­hal­ten - auch da bezah­len wir dafür, daß uns etwas auf­ge­zwun­gen wird was nicht in unse­rem Sin­ne ist: Ich neh­me nur das Bei­spiel 'har­te Dro­gen'. Wären die­se Sucht­mit­tel nicht geäch­tet, dann gäbe es damit kein Geld zu ver­die­nen - dann brauch­te man schon viel weni­ger Poli­zei, oder die könn­te sich bes­ser dar­um küm­mern Kin­der vor Über­grif­fen zu schützen .... 

Son­der­bar ist doch, daß es Such­mit­tel gibt die kei­ner 'Kon­trol­le' oder 'Äch­tung' unter­lie­gen - wie wäre es z.B. mit Zucker? Der ist in vie­len Nah­rungs­mit­teln ent­hal­ten und ver­ur­sacht Abhän­gig­keit. Die wird noch dadurch geför­dert, daß uns Zucker von frü­he­ster Kind­heit an unter die Nah­rung gemischt wird - bis wir so kon­di­tio­niert sind, daß wir spä­ter gera­de­zu danach lech­zen .... Zucker macht nicht nur abhän­gig, son­dern auch dick, schwer­fäl­lig, über­ge­wich­tig, führt zu Herz­in­farkt und Schlag­an­fall - und doch käme nie­mand auf die Idee die Poli­zei aus­zu­sen­den um nach Zucker­ver­brau­chern zu fahnden.

Was ist also der Unterschied?
An den 'har­ten' Dro­gen ver­die­nen nur Weni­ge, an Zucker ver­die­nen Vie­le: Genau die wären der Regie­rung sehr böse, soll­te die es wagen Zucker als Dro­ge zu verbieten ....

Wir ler­nen also:
Min­der­hei­ten von gerin­ger Grö­ße haben kei­nen Ein­fluß auf das Han­deln der Regie­rung, ab einer bestimm­ten Grö­ße aber, zusam­men mit Inter­es­sen aus der Indu­strie, wer­den die­se Grup­pen mäch­tig genug ihre For­de­run­gen als Regie­rungs­pro­gram­me zu eta­blie­ren - was ihnen dabei hilft ist die Struk­tur der 'poli­ti­schen Land­schaft' - die Parteien .... 

Es reicht hier­zu­lan­de auf die Par­tei­en, oder noch bes­ser: auf die Abge­ord­ne­ten, die sich aus die­sen Par­tei­en rekru­tie­ren einen Ein­fluß zu haben - so Weni­ge sie als Grup­pie­rung im Ver­gleich zur gro­ßen Zahl der Bür­ger auch sein mögen. Jeg­li­ches Inter­es­se kann so gegen den aus­drück­li­chen Wil­len der Bür­ger und gegen deren eige­ne Vor­stel­lun­gen durch­ge­setzt wer­den .... im Zwei­fel durch die Poli­zei - von eben­die­sen Bür­gern über Steu­ern bezahlt.

bookmark_borderZum Nachdenken (II)
Wer wählt & wer bezahlt "die Regierung"?

Herr Hexa schrieb als Ant­wort auf mei­nen vori­gen Beitrag:
" .. Obwohl ich Dir instink­tiv zustim­me, geht es den­noch um wei­te­re Faktoren:
- Gemeinwohl
- medi­zi­ni­sche Grundversorgung
- Recht und Ordnung
um nur drei Fak­to­ren zu nen­nen ..
(und dann schrieb er noch)
Ich stel­le die Fra­ge mal anders: wie weit darf eine Regie­rung die Rech­te eines Indi­vi­du­ums beschnei­den? Wer­den aktu­ell nicht die Per­sön­lich­keits­rech­te mit Füssen getre­ten, da die Regie­rung uns alle über einen (sehr nied­ri­gen) Kamm sche­ren will. Zugestimmt .. "

Ich stel­le dage­gen:
Gibt es etwas daß eine 'Regie­rung' allei­ne tun kann, ohne sich auf Jeman­den zu ver­las­sen? Die Regie­rung lebt ein­zig und allei­ne von dem Gedan­ken der uns ein­ge­bläut wurde:
"Damit das Staats­we­sen funk­tio­niert braucht es eine Regierung."
Umge­kehrt wird ein Schuh dar­aus - Regie­rung braucht Men­schen, die sich ihrer Rech­te bege­ben und sich regie­ren lassen!

Regie­rungs­an­ge­stell­te brau­chen die Regie­rung - sonst hät­ten sie kei­nen Job .... 

Auf­trag­neh­mer, die für die Regie­rung arbei­ten brau­chen die Regie­rung - sonst hät­ten sie kei­ne Aufträge ....

Die Medi­en brau­chen die Regie­rung - wer sorgt dafür, daß sie ihre 'Gebüh­ren' GEZahlt bekom­men? Und gäbe es kei­ne Regie­rung wäre auch sehr viel weni­ger zu berichten ....

Anwäl­te brau­chen die Regie­rung - weil ohne kom­ple­xe Geset­ze, die Lai­en nicht mehr ver­ste­hen und die teil­wei­se gegen 'natür­li­ches Rechts­emp­fin­den' geschrie­ben sind, Anwäl­te viel weni­ger Arbeit hätten ....

Ärz­te brau­chen die Regie­rung - nicht etwa, daß die Men­schen kei­ne Ärz­te brauch­ten, aber Pati­en­ten könn­ten indi­vi­du­ell Hono­ra­re ver­ein­ba­ren, das geht nicht, weil die Stan­des­or­ga­ni­sa­tio­nen unter Schutz der Regie­rung stehen ....

Ban­ken / das Finanz­we­sen braucht die Regie­rung - weil sie ihnen erlaubt von den Bür­gern Geld zu neh­men und zu ver­wah­ren und aus dem so ein­ge­nom­me­nen Geld durch mehr­fa­ches Lei­hen und Wie­der­ver­lei­hen immer mehr Geld zu machen - und die Regie­rung druckt (via Bun­des­bank) locker die dazu­ge­hö­ri­gen Banknoten ....

Die Liste derer die von der Regie­rung direkt oder indi­rekt abhän­gig sind ist lang, mehr als ich zuvor (oben) auf­ge­führt habe.
Sind die­se Leu­te dafür daß es eine Regie­rung gibt?
Klar doch, sie leben ja davon!

Han­delt die Regie­rung tat­säch­lich im Inter­es­se ALLER Bürger?
Nein, sie han­delt nur in ihrem eige­nen Interesse
- und im Inter­es­se derer, die von ihr unmit­tel­bar abhängen ....

Ver­tei­digt uns die Regie­rung nach außen?
Nein, sie rekru­tiert Bür­ger das zu tun. Im Fal­le von 'Krieg' auch gegen deren Willen ....
Die Schur­ken, die behaup­ten es gäbe nur die Lösung "Krieg" sit­zen der­weil gemüt­lich hin­ter ihren gro­ßen Schreib­ti­schen und 'las­sen kämpfen' ....

"Ver­dient" ein Regie­rungs­mit­glied das Geld das er/sie kostet?
Nein, das Geld wird zwangs­wei­se den Bür­gen weggenommen ....

Es gibt also
1.) eine gro­ße Grup­pe von Bür­gern, die von der Regie­rung abhän­gig sind und sie schon des­we­gen brau­chen und
2.) die Regie­rungs­mit­glie­der selbst, die natür­lich eine Insti­tu­ti­on "Regie­rung" brau­chen, damit sie über­haupt einen Job haben .... bezah­len müs­sen das all Jene, die übrig bleiben:
Du, ich, und vie­le Andere ....

Regie­rung mono­po­li­siert oder ver­gibt bestimm­te Funk­tio­nen: Geld, Gerech­tig­keit, Erzie­hung, Post­dienst, Poli­tik, etc. nach Außen - wer die­se Funk­tio­nen nut­zen will ist also gezwun­gen sie von der "Regie­rung" abzunehmen ....

Schlim­mer noch!
Es gibt vie­le Funk­tio­nen - da nennst Du z.B. die Auto­bah­nen - ich den­ke aber auch an Sport­stät­ten, reprä­sen­ta­ti­ve Gebäu­de, Armee, etc. - die vie­le Bür­ger weder haben wol­len noch tat­säch­lich brau­chen: Trotz­dem müs­sen sie dafür bezahlen ....
Wenn es kei­nen direk­ten 'Ein­griff' der Regie­rung gibt dann ist es oft eine 'auto­ri­sier­te' Orga­ni­sa­ti­on, die die­se Auf­ga­ben über­nimmt: Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten, IHK / HWK, diver­se Bun­des­an­stal­ten für dies und für jenes .... alle­samt von den Bür­gern bezahlt, ob sie sie brau­chen oder nicht ....

Die­se Punk­te stan­den zur Diskussion:
Gemein­wohl / Auto­bah­nen - das zahlt nicht "die Regie­rung", das zah­len wir selbst, direkt oder indi­rekt über Steuen
Medi­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung - das zahlt nicht "die Regie­rung" - das zah­len wir selbst, direkt oder indi­rekt über Steuern
Recht & Ord­nung - da zah­len wir sogar dafür, daß unse­re Per­sön­lich­keits­rech­te von der Regie­rung ein­ge­schränkt wird und wir von denen, die wir bezah­len, daß sie für Recht und Ord­nung sor­gen, immer drei­ster unter­drückt und geknech­tet werden ....

Brau­chen wir - die 'Zah­ler' - also eine Regierung?
NEIN.

Nun muß nur noch dis­ku­tiert wer­den, wei ein Staats­we­sen - das wir als Gesamt­heit aller Bür­ger ja sind - ohne eine sol­che para­si­ti­sche Grup­pe, genannt "die Regie­rung", exi­stie­ren könnte .... 

bookmark_borderZum Nachdenken (I)
Wodurch ist eine Regierung legitimiert?

Regie­rung muß sein, heißt es. Sie tut Vie­les, was der ein­zel­ne Bür­ger nicht tun könn­te. Sie wird 'demo­kra­tisch' gewählt und des­we­gen regiert sie uns im Namen aller Bürger.
So oder ähn­lich wird "Regie­rung" begrün­det, für not­wen­dig erklärt.

Wer wählt die Regierung?
Eine Anzahl von Bür­gern - durch ihre Stimmabgabe.

Was macht die Regierung?

Sie regelt das Zusam­men­le­ben indem Rech­te geschaf­fen und ver­wal­tet wer­den. Um dies zu lei­sten ver­schafft sich die Regie­rung über Steu­ern Geld. Das Geld wird Allen abge­nom­men und von der Regie­rung wie­der ver­teilt - nach­dem ein Teil für deren Unter­halt und den dahin­ter ste­hen­den Appa­rat (Ver­wal­tung) abge­zweigt wurde.

Wir stel­len also fest:

Die Regie­rung wird von Bür­gern gewählt,
ver­wal­tet und erläßt Gesetze
und erhebt Steu­ern damit sie arbei­ten kann.

Nun mei­ne Fra­ge:
Hat mein Nach­bar, hat ein Bekann­ter, ein Kollege
das Recht über mich zu bestimmen?
Über das zu bestim­men was ich darf oder nicht darf?
Wie ich mein Geld ausgebe?

Nein.

Wenn die Genann­ten also nicht über mich bestim­men kön­nen, wie kön­nen sie dann durch Wahl eine Regie­rung ins Amt brin­gen - und angeb­lich dadurch 'legi­ti­mie­ren' - die nun ihrer­seits mei­ne Rech­te beschnei­det und mich dazu zwingt für Din­ge zu zah­len oder Din­ge zu tun die ich nicht will oder brau­che oder selbst kann?

bookmark_borderWettbewerbsfähigkeit ....

dar­ge­stellt als Blockdiagramm:




[Quel­le]
Was nicht unmit­tel­bar zu sehen ist sind die Grün­de für die so rasant gestie­ge­ne Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Staa­tes: Es sind die Ände­run­gen in der Arbeits­ge­setz­ge­bung - nament­lich die Aus­wei­tung der 400€-Jobs und der Zeit­ar­beit .... woll­ten wir das wirklich?
 

bookmark_borderNostalgie ....

Nost­al­gi­sche Gefüh­le erfas­sen mich jedes­mal, wenn ich das Kaiser's (Kaf­fee) Logo sehe - das beglei­tet mich näm­lich seit mei­ner Kind­heit .... es war. neben Ede­ka, eine der ersten Ket­ten in Deutsch­land - noch dazu eine, wo es immer gut nach Kaf­fee duftete ....

Das ist sel­ten gewor­den. Heut­zu­ta­ge ver­schwin­den ja nach und nach bestimm­te 'Mar­ken' - weil die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen kei­nen Bezug mehr dazu haben .... die Mar­ke­ting-Stra­te­gen sind alle­samt jün­ger als ihr (noch kau­fen­des) Publi­kum. Sie bestim­men, wel­che Maß­nah­men durch­ge­führt wer­den. 'line exten­si­on' folgt auf 'line exten­si­on', das kann auf Dau­er nicht gut gehen ....

Der Wett­be­werb um die immer älter wer­den­den Kun­den wird sich in den näch­sten Jahr­zehn­ten noch ver­schär­fen - viel­leicht ler­nen die Anhän­ger der 'wah­ren Mar­ke­ting­leh­re' dann aus ihren Mißerfolgen:
Es wer­den sich im Markt näm­lich jene 'Mar­ken' hal­ten, die ihren Nut­zern Kon­ti­nui­tät nicht nur ver­spre­chen, son­dern auch tat­säch­lich bie­ten!


Zur Schreib­wei­se von Kaiser's
 

bookmark_border"Währungsreform" ....

kei­ne schlech­te Idee - weni­ger gut auf­ge­nom­men wohl nur von denen, die viel 'Besitz' in bestimm­ten 'Wer­ten' haben, also den Anla­ge­be­ra­tern ver­trau­ten .... bei die­sen Un-Sum­men - man spricht ja mitt­ler­wei­le von Bil­li­ar­den (!) - wird es sich wohl kaum ver­mei­den lassen:
Unse­re der­zei­ti­ge Regie­rung ist ja immer etwas 'lang­sam' bis sie erfaßt hat was läuft .... und was dewe­gen getan wer­den muß.

Noch­mal ganz von vor­ne anfan­gen .... jetzt wer­den wir das wohl als 'Gesamt­be­völ­ke­rung' - und dann auch gleich in ganz Euopa - (wie­der) ein­mal erle­ben .... es hat 1948 geklappt, die Wirt­schaft ist wie­der in Gang gekom­men - war­um soll­te es nicht 2009 auch klappen?

*edit / Nachtrag*
" .. Es han­delt sich um eine Art vor­sor­gen­der Wäh­rungs­re­form - aller­dings ohne dass es eine neue Wäh­rung im Sin­ne des Aus­tauschs des bedruck­ten Papiers geben muss. Die ver­staat­li­chen Finanz­in­sti­tu­tio­nen neh­men den Kre­dit­müll aus den Bilan­zen und bekom­men ohne Alt­la­sten die Luft für neue Kre­di­te. “Soweit das eben geht” bedeu­tet, dass vie­le Men­schen sehr viel soge­nann­tes Geld ver­lie­ren. Die­ses Geld war das Ver­spre­chen auf die Par­ti­zi­pa­ti­on an das zukünf­ti­ge Lei­stungs­ver­mö­gen der Welt­wirt­schaft .. " - das ist bei weiss­gar­nix (24. Janu­ar 2009) zu lesen .... ich freue mich natür­lich, wenn kom­pe­ten­te­res Wirt­schafts­wis­sen mei­ne The­se unter­mau­ert .... wenn­gleich auch kurz danach ein - sehr abge­mil­der­ter - 'Sal­to rück­wärts' im glei­chen Web­log auf­taucht: Ja was denn nun? möch­te man da fragen ....

bookmark_borderEine Frage an die Stadtwerke Münster ....

Mir brennt - fast schon im wah­ren Sin­ne des Wor­tes! - eine Fra­ge an die Stadt­wer­ke Mün­ster auf der Seele:

Wenn die Bericht­erstat­tung der "West­fä­li­schen Nach­rich­ten" (sie­he Aus­schnitt unten) kor­rekt ist, nach der die Stadt­wer­ke nahe­zu aus­schließ­lich Gas aus den Nie­der­lan­den und Nord­deutsch­land bekom­men - soge­nann­tes "Low-Gas" (mit nied­ri­gem Brenn­wert) - wie ist es dann zu erklä­ren, daß im Ver­gleich zum letz­ten Jahr der Ener­gie-Äqui­va­lenz-Fak­tor* in mei­ner Gas-Abrech­nung her­aufgesetzt wur­de und mir so das soge­nann­te "High-Gas" (mit hohem Brenn­wert) - das kommt aus Ruß­land - abge­rech­net wird? Wenn ich "Low-Gas" bekom­me müß­te der Brenn­wert­fak­tor (Ener­gie-Äqui­va­lenz-Fak­tor) doch sinken?

Als ich zuletzt bei den Stadt­wer­ken war erklär­te mir ein Mit­ar­bei­ter: "Das wird nach einer kom­pli­zier­ten For­mel berech­net, da kann ich ihnen nicht hel­fen, das machen Spe­zia­li­sten." - klar, sol­che - ver­meint­li­chen - Argu­men­te wer­den immer dann gebracht wenn man Leu­te für dumm ver­kau­fen will für eine Hand­lung kei­ne ande­re (sub­stan­ti­el­le) Erklä­rung hät­te als: Mehr 'pro­fit' erwünscht .... 




[Quel­le: WN v. 22.01.2009]
 
* Da Gas ja in m³ auf der Gas­uhr ange­zeigt wird erfolgt eine Umrech­nung mit­tels eines "Fak­tors" in den Brenn­wert, d.h. die Wär­me­men­ge, die ein m³ Gas abge­ben kann. So kann es also - theo­re­tisch! - sein, daß man weni­ger m³ Gas ver­braucht und den­noch einen höhe­ren Preis dafür zah­len muß ....
 
* edit *
 Schau­en Sie 'mal in ihrer eige­nen Rech­nung nach: Das ist ein äußerst effek­ti­ver, abso­lut heim­li­cher und meist unbe­ach­tet blei­ben­der Weg eine Preis­er­hö­hung 'unter­zu­brin­gen' von der die Kun­den nichts wis­sen sollen ....
 

bookmark_border50, 30, 18 ....

50, 30, 18 .... Milliarden (!) *
- was kommt als näch­ster Betrag für die "Ret­tung" der HYPO REAL ESTATE ins Gespräch?

Aus der Wer­bung (home­page) der HYPO REAL ESTATE [Zitat]:

" .. Die Hypo Real Estate Bank bie­tet ihren Kun­den kei­ne Stan­dard­lö­sun­gen, son­dern ent­wickelt für jede Trans­ak­ti­on indi­vi­du­el­le, auf das Anlie­gen der Kun­den abge­stimm­te Finanzierungen. .. "

Wohl eher mit min­de­rem Erfolg - wenn man das 'Ergeb­nis' beurteilt ....

Eine Fra­ge treibt mich bei die­sen - auch für ande­re Insti­tu­te - umher­schwir­ren­den Mil­li­ar­den­be­trä­gen um:
Wenn soviel Geld gebraucht wird muß doch annä­hernd soviel irgen­wo 'ver­sickert' sein, muß also irgend­wo Jemand etwa die­sen Betrag als 'Gut­ha­ben' ver­bucht, in die eige­nen Taschen gesteckt haben ....

Mei­ne Idee von Gerech­tig­keit wäre, zunächst alle Ver­ant­wort­li­chen, die in den letz­ten drei Jah­ren bei den Plei­te-Insti­tu­ten den Mist ver­zapft haben raus­zu­wer­fen, dann nach dem 'ver­schwun­de­nen' Geld zu suchen und es den Zockern wie­der abzu­neh­men .... und für die Zukunft wünsch­te ich mir eine per­sön­li­che Haf­tung - mit ihrem Pri­vat­ver­mö­gen - für sol­che Bänker.


* Hin­sicht­lich die­ser Zah­len sind unter­schied­li­che Anga­ben in der Pres­se zu lesen - auch das ein Indiz dafür, daß es wei­te­re 'Über­ra­schun­gen' geben könnte ....
 

bookmark_borderKeynes ....

ist im law blog (RA Udo Vet­ter) mit einem Link vertreten:
Dort wird ver­sucht, sei­ne Theo­rie in Kurz­form zu ver­deut­li­chen und eini­ge Bei­spie­le zu geben, was das für bestimm­te Annah­men bedeutet.

Völ­lig ver­nach­läs­sigt wird aber die Frage:
Hat Keynes über­haupt die Wirk­lich­keit beschrie­ben oder etwas, was der Wirk­lich­keit der momen­ta­nen Wirt­schafts­sy­ste­me nur ähn­lich sieht ...?

Na, jeden­falls war mein Kom­men­tar folgender:


# wvs (Link) meint: (10.1.2009 um 00:40)

Nur zwei kur­ze Absät­ze zu Keynes:

1. Das Modell geht davon aus, daß kon­stan­tes Wachs­tum statt­fin­det, das einer auf­ge­nom­me­nen Geld­men­ge plus Zin­sen ent­spre­chen muß - da aber z.Zt. die Wer­te, die den Immo­bi­li­en und Geld­an­la­gen ent­spre­chen, nur noch einen Bruch­teil der buch­mä­ßi­gen Wer­te aus­ma­chen, wird das so beschrie­be­ne Wirt­schafts­mo­dell zusammenbrechen ….

2. Die durch staat­li­che Maß­nah­men ver­füg­ten Geld­men­gen (”Inve­sti­tio­nen” nach denen geschrien wird) sind nicht durch erar­bei­te­te Waren und Dienst­lei­stun­gen gedeckt:
Sie ent­ste­hen nur dadurch, daß der Staat Geld druckt! Eine ‘Luft­num­mer’, die immer tie­fer ins Ver­der­ben führt ….

Eine ’sta­bi­le’ Wirt­schaft lie­ße sich nur dadurch her­stel­len, daß ein Schnitt die Wäh­run­gen, allen vor­an den U.S.-$$, abwer­tet und nach einer sol­chen ‘Reform’ von vorn begon­nen wird ….


" .. Wenn die Men­schen aus Sor­ge um die Zukunft nicht mehr kon­su­mie­ren und die Unter­neh­men trotz nied­ri­ger Zin­sen nicht inve­stie­ren, ent­wicke­le sich eine Abwärts­spi­ra­le. In einer sol­chen Situa­ti­on müs­se der Staat aktiv wer­den und Arbeit schaf­fen, mein­te Keynes. .. "

Falsch, ganz falsch - sage ich.
Aber wer bin ich schon, daß ich dem 'gro­ßen Keynes widerspreche ....
Was mich aller­dings in mei­ner Mei­nung bestärkt ist die Tat­sa­che, daß die Ver­schul­dung des Staa­tes - z.B. der BRD - durch Staats­an­lei­hen (also: Geld aus dem 'Nichts'!) geschieht - die­se Staats­an­lei­hen aller­dings müs­sen zunächst erst ein­mal ver­kauft wer­den, damit Geld ver­füg­bar wird .... und da sieht es sehr, sehr fin­ster aus.

Selbst wenn die­ses Geld irgend­wann zurück­ge­zahlt wer­den könn­te - Kapi­tal plus Zin­sen (!) - dann gin­ge das nur unter der Annah­me, daß das Gesamt­vo­lu­men der Wirt­schaft bis zum Aus­zah­lungs­zeit­punkt enorm gewach­sen wäre - und genau das wird nicht mög­lich sein, denn die Resour­cen, auf denen das ste­te Wachs­tum seit mehr als hun­dert Jah­ren beruh­te sind im Schwin­den begriffen:
Des­we­gen hat Keynes nicht recht.
 

bookmark_borderVon einem "Hosenkauf" ....

Es hat bestimmt kei­nen beson­de­ren 'Nach­rich­ten­wert' von einem/meinem Hosen­kauf in der ver­gan­ge­nen Woche zu berich­ten - wären da nicht eini­ge Gedan­ken und grund­sätz­li­che Über­le­gun­gen rund um die­sen Kauf aufgetreten ....

  1. Das Sor­ti­ment ver­schie­de­ner Ein­zel­händ­ler gleicht sich in einer Hin­sicht: Grö­ßen, die der Kun­de sucht sind nicht in aus­rei­chen­der Men­ge vor­han­den - es häu­fen sich auf den Aus­la­ge­ti­schen unver­käuf­li­che, da nicht den nach­ge­frag­ten Kon­fek­ti­ons­grö­ßen ent­spre­chen­de Waren.
    [Ich habe mich meh­re­re Stun­den in ver­schie­de­nen Her­ren­ab­tei­lun­gen auf­ge­hal­ten, manch­mal nur zuge­hört, manch­mal selbst eine Kon­ver­sa­ti­on begon­nen - über­all das glei­che Bild: Für hoch­ge­schos­se­ne, dün­ne Män­ner ist Ware da, die Mas­se der Käu­fer aber ist mit­tel­groß und hat eine star­ke Tail­le ....]
  2. Bewähr­te Qua­li­tät wie "Den­im" wird selbst bei teu­rer 'Designer'-Ware zuneh­mend durch bil­lig­sten Stoff ersetzt - Aus­se­hen und Anfüh­len des Stof­fes erin­nern mehr an Putz­lap­pen als an Hosenstoffe .... 
  3. Wenn die Stoff­qua­li­tät noch ver­tret­bar ist schrecken die­se Klei­dungs­stücke durch fürch­ter­li­che oder emp­find­li­che Far­ben ab:
    Ent­we­der sind die Stof­fe so hell, daß sie nach einem Mal tra­gen schon in die Wäsche/Reinigung müß­ten, oder sie sind so stark gemu­stert, mit Auf­schrif­ten ver­se­hen, mit Nie­ten oder Blech­stücken ver­ziert, daß sie viel­leicht in eine zwie­lich­ti­ge Knei­pe oder schlecht beleuch­te­te Dis­ko pas­sen wür­den, aber von gei­stig gesun­den Men­schen nicht auf der Stra­ße getra­gen werden ....
  4. Ganz beson­ders ärger­lich fin­de ich aber fol­gen­de Beob­ach­tung - die zuge­ge­ben nichts mit der Ware selbst zu tun hat, des­we­gen aber nicht weni­ger bedeut­sam ist:
    Man sucht ver­ge­bens nach Ver­kaufs­per­so­nal solan­ge man sich noch nicht ent­schie­den hat, Hil­fe bei der Suche brauch­te oder schlicht (wenn allei­ne beim Ein­kauf) jeman­den brauch­te, der die näch­ste Grö­ße brin­gen könn­te, weil man in Unter­ho­sen schlecht zum Klei­der­stän­der lau­fen kann ....
    Sucht man aller­dings mit Ware, die man kau­fen will nach einer Kas­se - dann kom­men eil­fer­tig meh­re­re Ver­käu­fe­rIn­nen wie aus dem Nichts um ihre "per­sön­li­che" Bar­code-Kenn­zeich­nung auf das Eti­kett zu kle­ben und so Erfolg beim Ver­kauf vorzutäuschen ....

Es wun­dert mich nun nicht mehr*, daß in 2008 in unse­rer Mit­tel­stadt (250.000 Ein­woh­ner) drei große/mittelgroße Ket­ten­fi­lia­len schlie­ßen muß­ten (u.a. Weh­mey­er), weil die Geschäf­te nichts mehr ein­brach­ten .... ich neh­me an, die Filia­len von Peek & Clop­pen­burg und Sinn-Lef­fers wer­den in 2009 die Näch­sten sein ....
* (weil ich im gan­zen letz­ten Jahr kei­ne Hose gekauft habe)
 

bookmark_borderWie zynisch ist es ....

wenn in einem Monats­blatt* der che­mi­schen Indu­strie eine Schlag­zei­le lautet:


"400 Euro gibt es brut­to für netto"

.... und dann im Bei­trag dar­auf ver­wie­sen wird, daß es sich dabei um einen Mini-Job han­delt, der neben der nor­ma­len Beschäf­ti­gung aus­ge­übt wer­den könn­te - wobei natür­lich (!) eine wöchent­li­che Arbeits­zeit von 48 Stun­den nicht regel­mä­ßig über­schrit­ten wer­den dürfe ....

Für wie bescheu­ert hal­ten sol­che Blät­ter eigent­lich ihre Leser?
Wie­vie­le Leser wer­fen sol­chen Mist eigent­lich gleich in den Abfall?

Könn­te man das Geld, das so etwas kostet nicht bes­ser verwenden?
 


* "aktiv"