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bookmark_borderVergessen ....

Mmm­pffff ...!

Ich hat­te mir einen Zet­tel geschrie­ben, ihn auf die Tasta­tur des Lap­tops gelegt. Er soll­te mich dar­an erin­nern einem lie­ben Men­schen zum Geburts­tag zu gratulieren.

Wegen meh­re­rer Besor­gun­gen und Behör­den­be­su­chen kam ich aber am näch­sten Tag nicht dazu den Com­pu­ter auf­zu­klap­pen - ver­ges­sen, was ich doch so drin­gend erin­nern wollte!

Lapi­da­rer Satz mei­ner Frau:
Du brauchst wohl bald einen Zet­tel der dich dar­an erin­nert, daß du einen Zet­tel geschrie­ben hast der dich an etwas Wich­ti­ges erin­nern soll ....

Ist es schon soweit?

bookmark_border5 + 5 ....

Wört­li­ches Zitat aus die­ser Quelle:
"5 Worries Par­ents Should Drop, And 5 They Shouldn't"

" .. It turns out most par­ents are worry­ing about all the wrong things. The­se worries that we have are so rare," says Chri­stie Bar­nes, mother of four and aut­hor of ""The Para­no­id Par­ents Gui­de"". It’s like pack­ing a snow sho­vel in case it snows in Las Vegas. Based on sur­veys Bar­nes coll­ec­ted, the top five worries of par­ents are, in order:

  1. Kid­nap­ping
  2. School sni­pers
  3. Ter­ro­rists
  4. Dan­ge­rous strangers
  5. Drugs

But how do child­ren real­ly get hurt or killed?

  1. Car acci­dents
  2. Homic­i­de - usual­ly com­mit­ted by a per­son who knows the child, not a stranger
  3. Abu­se
  4. Sui­ci­de
  5. Drow­ning

Why such a big dis­crepan­cy bet­ween worries and rea­li­ty? Bar­nes says par­ents fix­a­te on rare events becau­se they inter­na­li­ze hor­ri­fic sto­ries they hear on the news or from a fri­end wit­hout stop­ping to think about the odds the same thing could hap­pen to their children.

"I’d love it if every news sto­ry came with a litt­le war­ning at the bot­tom that said, 'Even though this is very tra­gic, this is 1 in 10 mil­li­on, 1 in a mil­li­on or 1 in 20', " says Barnes.

This unneces­sa­ry worry­ing, she argues, is detri­men­tal to par­ents. The stress worry-wracked par­ents endu­re can harm their health and their rela­ti­on­ships with other adults. Also, focu­sing on rare dan­gers dis­tracts par­ents from the dan­gers that matter.

As for child­ren, Bar­nes says that over­pro­tec­ti­ve­ness will hurt them in the long run by making them less resi­li­ent. "We’re tea­ching them to be hel­p­less," she says. "And becau­se we’re so afraid of the world, we’re tea­ching them to be afraid of the world .. "

Mei­ne Ver­mu­tung ist, daß man das auch auf unse­re Ver­hält­nis­se 1:1 über­tra­gen kann. Nimmt man dann noch die - von der ein­schlä­gi­gen Pres­se, den Her­stel­lern und den "Ratgeber"-Schreibern gern genutz­ten The­men "Hygie­ne", "Krank­heit" und "Schul­ver­sa­gen" dazu, so wird unge­fähr deut­lich war­um sich vie­le jun­ge Eltern total über­for­dert füh­len müs­sen ....

bookmark_border" .. How Much Tax Does A Taxpayer Pay? .. "

so lau­tet die Über­schrift* eines Bei­tra­ges im Blog des U.S.-Public-Radio NPR.

Die zuge­hö­ri­ge Berech­nung - hier gra­fisch auf­ge­ar­bei­tet - ist in der Abbil­dung zu sehen. Ein Vier­tel ihres Ein­kom­mens zahlt die jun­ge Fami­lie (zwei Autos und ein Haus) an Steu­ern - ver­gli­chen mit hie­si­gen Ver­hält­nis­sen ein Steu­er­pa­ra­dies .... und den­noch kla­gen die Betrof­fe­nen hef­tig über die­se Belastung.

Wie sähe wohl die Ver­gleichs­rech­nung hier in Deutsch­land aus - kennt jemand sol­che Zahlen?


[Quel­le]

*

(when a tax­payer does pay tax .... das ist ein Wort­spiel bezo­gen auf einen sehr belieb­ten Kin­der­reim:
"How much wood would a wood­chuck chuck, if a wood­chuck could chuck wood?")

 

bookmark_borderAch so ...!

Schon öfter hat­te ich gefragt:
Wem nützt die öffent­li­che Auf­re­gung über ein neben­säch­li­ches Thema?

Jetzt gibt es wie­der einen Para­de­fall: Sarazzin ....
Und von was lenkt die­se Auf­re­gung ab?

Hier­von:

" .. Der­weil wur­de im Bun­des­ka­bi­nett das eigent­lich umstrit­te­ne Spar­pa­ket nahe­zu dis­kus­si­ons­los durch­ge­wun­ken. Es war eine Rand­no­tiz und die nun fol­gen­den Kri­ti­ken und nach­träg­li­chen Ände­rungs­wün­sche gehen im Medi­en­rum­mel um das Buch unter. .. "

[Quel­le; Her­vor­he­bun­gen von mir]
 

bookmark_borderSicherungsverwahrung und wegsperren
- eine deutsche Tradition ....

Zum The­ma "Gleich­falls bedenk­lich" hat­te ich vor eini­ger Zeit schon ein­mal Stel­lung genom­men - heu­te nun stieß ich [via law­blog] noch­mals auf den Begriff. Er wur­de in einer Buch­be­spre­chung 'auf­ge­nom­men' und am Bei­spiel eines Betrof­fe­nen im Drit­ten Reich dargestellt:

Unschul­dig - und doch "ver­wahrt"

" .. Das Son­der­ge­richt berief sich auf Para­graph 42b des Reichs-Straf­ge­setz­buchs: Das "Gesetz gegen gefähr­li­che Gewohn­heits­ver­bre­cher und über Maß­re­geln der Siche­rung und Bes­se­rung" basier­te auf einem Ent­wurf aus der Wei­ma­rer Repu­blik. Mit sei­nem Inkraft­tre­ten 1934 wur­de es zum Instru­ment der natio­nal­so­zia­li­sti­schen Kri­mi­nal­po­li­tik, die den Schutz des tota­li­tä­ren Staa­tes über alles stellte.
Es lie­fer­te nicht nur die recht­li­che Grund­la­ge, um die Gesell­schaft vor schuld­un­fä­hi­gen Gewalt­tä­tern zu schüt­zen, son­dern auch, um poli­ti­sche Fein­de des natio­nal­so­zia­li­sti­schen Staa­tes zu iso­lie­ren: "Volks­schäd­lin­ge", "Gemein­schafts­frem­de", "Min­der­wer­ti­ge". Und zwar unbe­grenzt: Die Ein­wei­sung erfol­ge "so lan­ge, als ihr Zweck es erfor­dert." Zwar war vor Ablauf von drei Jah­ren zu prü­fen, "ob der Zweck der Unter­brin­gung erreicht ist". Doch selbst eine Ent­las­sung konn­te jeder­zeit wider­ru­fen wer­den .. "

[Quel­le]

Hof­fent­lich gibt es in unse­rer Justiz genug Sach­ver­stand um rechts­la­stig-popu­li­sti­schen Bestre­bun­gen in die­ser Hin­sicht Ein­halt zu gebie­ten .... sonst fin­det man über kurz oder lang alle staats- und poli­tik­kri­ti­schen Blog­gen­den in der 'Klap­se' .... Ver­weil­dau­er ungewiß!