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bookmark_borderSammelsurium ....

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Ent­wick­lung des Brut­to­so­zi­al­pro­duk­tes in Europa



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Ent­wick­lung der Ölför­de­rung und des Bevölkerungswachstums



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Wenn 'alle Stricke rei­ßen' kann man sich ja von den Natur­wis­sen­schaf­ten ent­fer­nen und wie­der 'glau­ben'
- so wie es heu­te schon 45% der Bevöl­ke­rung tun, wäh­rend wei­te­re 45% sich weder für The­is­mus noch Athe­is­mus interessieren:
Haupt­sa­che es gibt Essen, Trin­ken, Mann­schafts­sport & "Sport" zu zweit ....




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QUELLE der Abbildungen 

bookmark_borderWas wir so essen ....

Die mei­sten Men­schen glau­ben an "rei­ne" Pro­duk­te aus dem Super­markt - aber stimmt das so pauschal?
In der nach­fol­gen­den Tabel­le sind eini­ge Nah­rungs­mit­tel auf­ge­führt - und dazu eine Anga­be wie­vie­le Tie­re, Tei­le von Tie­ren, Eier von Tie­ren und, ja, auch Haa­re von Tie­ren in die­sen Nah­rungs­mit­teln ent­hal­ten sein kön­nen .... und hier­bei han­delt es sich nur um eine stich­pro­ben­ar­ti­ge Untersuchung.

Scha­det es uns die­se Nah­rungs­mit­tel zu essen?
Ich fra­ge anders:
Haben wir bis dato einen Scha­den genommen?
Wäh­rend wir nichts davon wußten?
Wohl kaum, also bitte:
Wei­ter wie bis­her, nur etwas infor­mier­ter ....

 

Pro­duct Action Level
Apple but­ter
Apfel­mus
5 insects per 100g
5 Insek­ten pro 100g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Ber­ries
Bee­ren
4 lar­vae per 500g OR 10 who­le insects per 500g
4 Lar­ven oder 10 gan­ze Insek­ten auf 500g 
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Ground papri­ka
Papri­ka­pul­ver
75 insect frag­ments per 25g
75 Insek­ten­tei­le pro 25g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Cho­co­la­te
Scho­ko­la­de
80 micro­sco­pic insect frag­ments per 100g
80 mikro­sko­pisch klei­ne Tei­le von Insek­ten auf 100g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Can­ned sweet corn
Mais in Dosen
2 3mm-length lar­vae, cast skins or frag­ments
ca. 2 3mm-lan­ge Lar­ven, abge­schupp­te Häu­te oder Tei­le davon
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Corn­me­al
Mais­mehl
1 insect per 50g
1 Insekt pro 50g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Can­ned mush­rooms
Pil­ze in Dosen
20 mag­gots per 100g
20 Maden pro 100g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Pea­nut but­ter
Erd­nuß­but­ter
60 frag­ments per 100g (136 per lb)
60 Insek­ten­tei­le pro 100g / 136 pro 460g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Toma­to paste, piz­za, and other sau­ces
Toma­ten­mark, Piz­za, ähn­li­che Saucen
30 eggs per 100g OR 2 mag­gots per 100g
30 (Insek­ten-) Eier oder 2 Maden pro 100g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
Wheat flour
Wei­zen­mehl
75 insect frag­ments per 50g
75 Insek­ten­tei­le pro 50 g
 ∙ ▪  ▪ ∙ 
[Quel­le der Tabel­le]

Source: The Food Defect Action Levels:
Cur­rent Levels for Natu­ral or Unavo­ida­ble Defects for Human Use that
Pre­sent No Health Hazard. Depart­ment of Health & Human Services
1989.

Die­se Tabel­le stellt nur eine Aus­wahl von Pro­duk­ten dar - das heißt aber nicht, daß in ande­ren Nah­rungs­mit­teln weni­ger gefun­den wür­de! Es ist - das sieht man durch die­se Auf­stel­lung - nahe­zu unmög­lich "100% rein" zu ver­ar­bei­ten, immer­hin machen die Insek­ten gut 90% aller Lebe­we­sen aus. Sie sind also - wört­lich zu neh­men - über­all ....
 

 

bookmark_borderGer(har)d S., peinlich ....

Ich begin­ne mit einem Zitat, gefun­den bei "feyn­sinn" - ergänzt durch eine Zei­tungs­no­tiz (Col­la­ge), die heu­te in unse­rem Lokal­blatt zu lesen war - wahr­schein­lich basie­rend auf einer Agen­tur­mel­dung, die auch die SZ brach­te, die bei "feyn­sinn" gelinkt ist ....

"feyn­sinn" schreibt
unter der Über­schrift "Der Ehr­geiz des Pro­le­ten":

.. Es ist pein­lich. Vor vie­len Jah­ren wies Vol­ker Pis­pers schon auf die “Ver­wü­stun­gen” hin, “die der zwei­te Bil­dungs­weg hin­ter­läßt”. Ger­hard Schrö­der ist so ein Self­made­man aus der Unter­schicht, der sich vie­les erar­bei­ten muß­te .. Er ist ein Macht­mensch aus Ehr­geiz, ein Auf­stei­ger .. Der Gedan­ke, daß er auch viel Glück gehabt hat und noch von ganz ande­ren “Lei­stun­gen” pro­fi­tiert hat, ist des Pudels Kern ..
Zum Bei­spiel ist da die SPD, die ihm und ande­ren aus ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen immer Hoff­nung gemacht hat. Gene­ra­tio­nen von Vor­kämp­fern, die dafür gesorgt haben, daß über­haupt so etwas wie Durch­läs­sig­keit in der Gesell­schaft exi­stiert. Die dafür gesorgt haben, daß der Pöbel sich bil­den darf und das “Exi­stenz­mi­ni­mum” mehr ist als ein Stück Brot am Tag.
Zum Bei­spiel ist da sein Feind und Weg­ge­fähr­te Oskar Lafon­taine, der Schrö­ders Wahl­sieg maß­geb­lich ermög­licht hat - mit poli­ti­schen Vor­stel­lun­gen, die der Kanz­ler dann ins Gegen­teil ver­kehrt hat. Schrö­der hat mit der Agen­da 2010 ein sozi­al­dar­wi­ni­sti­sches Pro­gramm auf­ge­legt .. "

Nun der Zeitungsausschnitt:



 
Wahr­haf­tig, so wie es da steht: Im Aus­land .... und so soll­te es auch blei­ben. Er hat sei­ner Par­tei schon genug "Bären­dien­ste" erwie­sen, da mutet eine von Stein­mei­er abge­ge­be­ne Äuße­rung - wenn sie denn so stimmt wie die WN zitiert (sie­he clip­ping) - schon eher als hef­ti­ge Ableh­nung denn als ermun­tern­de Auf­for­de­rung an ....

Aber wie das bei 'Empor­kömm­lin­gen' so ist: Kein Bewußt­sein für Tra­di­ti­on, kei­nes für Anstand und Ehre, statt­des­sen skru­pel­lo­ses Gewinn­stre­ben, kein Fein­ge­fühl, nur bra­chia­les Prol­len, und vor allem ein ein­stu­dier­tes 'fei­nes Beneh­men', das auf­ge­setzt ist und daher auch so wirkt - ein klein­ster Anstoß und die Mas­ke fällt .... der Pro­let kommt zum Vor­schein wenn die rich­ti­gen Stich­wor­te fal­len .... ich erin­ne­re da an die "Ele­phan­ten­run­de" nach der letz­ten Bun­des­tags­wahl in der man den Ein­druck haben konn­te er sei angetrunken ....

Viel Geld als Ersatz für staats­män­ni­sche Grö­ße macht eben aus dem Staats­mann - als der er nach sei­ner Kanz­ler­schaft hät­te abtre­ten kön­nen - das was er schon immer war:
Einen zweit­klas­si­gen, geld­gie­ri­gen Politiker.

"Im Aus­land ist sei­ne Stim­me noch immer gefragt", die Stim­me viel­leicht, aber die Inhal­te? Das kann man zudem auch von diver­sen 'Künst­lern' sagen, die hier­zu­lan­de nicht ein­mal mehr bei Kaf­fee­fahr­ten auf­tre­ten .... nur wird uns Schrö­der als 'Wahl­kämp­fer 2009' nicht erspart blei­ben. Ich befürch­te, daß er, in 'Rattenfänger'-Manier, immer noch eini­ge Unbe­darf­te wird blen­den kön­nen - nicht etwa daß das den SPD-Genos­sen viel hel­fen wür­de, aber es wäre eine noch grö­ße­re Pein­lich­keit als Alles was er bis­her so getrie­ben hat ....

bookmark_borderWie einfach ....

doch das Leben sein kann:
Genug zu essen, genug zu trin­ken, ein Dach über dem Kopf und wenn nötig ein Ofen zum Wär­men .... wenn dann noch ein paar bür­ger­li­che Frei­hei­ten - wie im Grund­ge­setz ver­an­kert - dazu­kom­men ist es schon fast perfekt. 

Da wun­dert es mich immer, wenn so weni­ge Men­schen ein Inter­es­se dar­an haben die­se Frei­hei­ten zu bewah­ren und - wider bes­se­res Wis­sen - immer aufs Neue die Politik/Politiker wäh­len, die ihnen genau die­se Rech­te neh­men wol­len. Die ihnen sogar essen, trin­ken und das Dach über dem Kopf strei­tig machen wenn sie in Not geraten ....

Das alles vor dem Hin­ter­grund, daß jeder der arbei­tet durch Zah­lung von monat­li­chen Bei­trä­gen ein Recht dar­auf erwirbt daß ihm gehol­fen wird. 

Wenn das funk­tio­nier­te wäre das Leben wohl zu einfach .... 

bookmark_borderWieder 'was dazugelernt ....

Meist lese ich ja nur was andern­orts geschrie­ben wird.
Manch­mal aber schrei­be ich auch etwas.
Das kann ein Feh­ler sein - wie ich gestern fest­stel­len mußte:

Auf meh­re­re Kom­men­ta­re die mich in eine 'rech­te' Ecke stell­ten hat­te ich eine Erwi­de­rung geschrie­ben - der Blo­g­in­ha­ber hat es aber vor­ge­zo­gen die­sen Kom­men­tar nicht frei­zu­ge­ben, ihn zu unter­schla­gen .... dafür folg­ten aber eini­ge ande­re, die alle­samt fest­stell­ten was für eine schlim­me und untrag­ba­re Mei­nung ich vertrete.

Ein Kom­men­tar war beson­ders perfide ....
Ich wur­de zuerst - Text­aus­zug - zitiert:
"[...]Wei­ter­hin muß man wis­sen, daß das Leben so ein­ge­rich­tet ist als ob der Westen noch nicht erobert sei: Die U.S.-Bevölkerung ist im Grun­de noch immer auf dem 'trail' nach Westen - nur wird die­ser Westen heu­te durch die glo­ba­le Expan­si­on ersetzt .... die­se 'Ruhe­lo­sig­keit' ist uns im kon­ti­nen­ta­len Euro­pa abhan­den­ge­kom­men, viel­leicht noch in Resten vor­han­den bei den Hol­län­dern und Skan­di­na­vi­ern - das macht sie ja auch so fremd für Vie­le in unse­rem Lande.[...]"

Dann die Ant­wort des anony­men 'Schrei­bers':

Anonym 5. April 2009 19:00
Wis­sen Sie eigent­lich was Sie damit den Opfern des "Trail" nach Westen, der doch angeb­lich nach Cus­ter unbe­wohnt sein soll­te, antun? Die "Ruhe­lo­sig­keit" ist uns Deut­schen nicht ohne Grund abhan­den gekom­men - die 20 Mil­lio­nen Opfer in der angeb­lich unbe­sie­del­ten Ex-Sowjet­uni­on kön­nen heu­te noch ein Lied vom deut­schen "Trail" nach Osten sin­gen, incl. Ausch­witz, Sobi­bor und Birkenau.....
Die Welt hüte sich daher vor einer erneu­ten "deut­schen Ruhe­lo­sig­keit" bzw. "Volk ohne Raum-Theo­rie" aus Deutschland....
In der Hoff­nung Sie nur miß­ver­stan­den zu haben, ver­blei­be ich....
Nur soviel noch:
Eine sol­che Welt wäre nichts für mich, da ich die Shoa, die Mas­sen­mor­de im Osten und die Mor­de an den "Nati­ve Indi­ans" ein­deu­tig ablehne....als Völ­ker­mord und Ver­bre­chen gegen die Menschheit....

Da wird die "Erobe­rung des Westens" leich­ter­hand mit dem Holo­caust gleich­ge­setzt und unter­stellt ich hät­te so etwas 'befür­wor­tet' .... abge­se­hen davon, daß das aus dem Zusam­men­hang geris­sen wor­den war, fin­de ich es erschreckend wie aus einem ein­zi­gen Wort in bester dia­lek­ti­scher Manier aus dem was ich sag­te eine rechts­ra­di­ka­le Äuße­rung kon­stru­iert wird.

Was habe ich mit 'trail' wirk­lich gemeint?
Es war eine Abstrak­ti­on des in der U.S.-Bevölkerung vor­han­de­nen Stre­bens über­all auf der Welt Geschäf­te zu machen - ohne jede Wer­tung. Da wird dann schnell eine Nazi-Paro­le addiert und dann gegen etwas Stel­lung bezo­gen was ich über­haupt nicht gemeint, geschwei­ge denn gesagt habe ...! Ent­we­der war die­se Per­son zu dumm die Abstrak­ti­on zu ver­ste­hen - oder es wur­de absicht­lich 'miß­ver­stan­den' um mich zu düpie­ren - das wäre dann noch eine Stu­fe niedriger.

So muß ich nun in der Gesamt­sicht anneh­men, daß es dem Blo­g­in­ha­ber von "ad sini­stram" nicht dar­um geht eine aus­ge­wo­ge­ne Mei­nungs­viel­falt zu erlau­ben, son­dern vor­ran­gig dar­um sei­ne eige­ne Sicht bestä­tigt zu sehen - dies ver­mu­te ich, weil ich eine gegen­tei­li­ge Vor­stel­lung hin­ge­schrie­ben habe, die dann 'zer­ris­sen' wur­de - und mei­ne Erläu­te­run­gen zur Ver­deut­li­chung wur­den dann kom­plett unter­schla­gen - und das, obwohl ich in einem mail noch­mal dar­an erin­nert habe.

Was habe ich gelernt?
Nie wie­der da kom­men­tie­ren wo der Kom­men­tar erst 'frei­ge­ge­ben' wer­den muß, weil damit der Ver­zer­rung der (eige­nen) Dar­stel­lung durch blan­kes "Weg­las­sen" Vor­schub gelei­stet wird. 

Was habe ich noch gelernt?
Es gibt Kom­men­ta­to­ren die nicht in der Lage sind einen kor­rek­ten Satz hin­zu­schrei­ben - es aber in dem zusam­men­ge­schu­ster­ten Kau­der­welsch schaf­fen ein paar Belei­di­gu­gen unter­zu­brin­gen - sie ver­ste­hen über­haupt nicht wor­um es geht, schla­gen aber um sich, weil sie das immer tun wenn sie sich unter­le­gen fühlen ....

Es gibt zudem Kom­men­ta­to­rin­nen, die etwas ver­ur­tei­len was ich über­haupt nicht geschrie­ben habe - und die aus ein paar Zei­len die sie hier gele­sen haben sofort zu beur­tei­len wis­sen daß mein Web­log völ­lig indis­ku­ta­bel ist .... fünf Jah­re blog­gen beur­teilt in fünf Sekun­den - wenn das nicht eine "aus­ge­wo­ge­ne Beur­tei­lung" ist ....

bookmark_borderAlternative Meinungen ....

Gemein­hin lese ich ja so ca. 30 ver­schie­de­ne Web­logs - täg­lich. Da kommt eini­ges an Infor­ma­ti­on mehr­fach vor, Ten­den­zen zeich­nen sich ab, ganz sel­ten ist eine abwei­chen­de Sicht dabei. 

Nun bin ich aber bei der gestrigen/heutigen Lek­tü­re auf einen Arti­kel bei "ad sini­stram" gesto­ßen, der mich doch eini­ger­ma­ßen betrof­fen mach­te - weni­ger die Form, sehr der Inhalt, noch mehr eini­ge der Kom­men­ta­re. Der Rei­he nach:

Form
Es wird von der ersten Zei­le an iro­ni­siert und ver­ächt­lich gemacht, kein gutes Haar an Oba­ma & Umge­bung gelas­sen, kei­ne Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen den G20-/Na­to-/Eu­ro­pa-Akteu­ren - die doch so offen­sicht­lich außer­or­dent­lich ver­schie­den sind - sprach­lich kriegt Oba­ma sein 'Fett weg' und nicht den Hauch einer Chance.
Da liest sich feyn­sinn schon bes­ser: Es wird abge­wo­gen, es wer­den Fra­gen gestellt, es wird zitiert - kei­ne wohl­fei­len Schlüs­se aus eige­nem Denk­ge­bäu­de und ohne aus­rei­chen­de Informationsbasis.
Ein Zitat scheint mir dafür exem­pla­risch, des­we­gen neh­me ich es hier auf:

.. Ilan Gol­den­berg hat in der Huf­fing­ton Post nicht die gro­ßen Wor­te kom­men­tiert, son­dern die lei­se­ren und stellt fest:
“Egal wie popu­lär er über­all auf der Welt sein mag, der Prä­si­dent könn­te nie­mals die Schä­den, die in acht Jah­ren ange­rich­tet wur­den, in drei Mona­ten repa­rie­ren”. Es sei eine gute Woche für die ame­ri­ka­ni­sche Diplo­ma­tie gewesen. .. "

Ja, das stimmt.
Nach der Lek­tü­re des De Lapuente'schen Ela­bo­rats bleibt bei mir die Frage:
Was hat er denn erwar­tet? Dem Stil nach zu urtei­len könn­te auch die bedau­er­li­che Tat­sa­che daß der "Schie­fe Turm" nichts gegen sei­ne Schief­la­ge unter­nimmt Gegen­stand der Erör­te­rung sein - es käme auf das Glei­che her­aus: Eine Ver­ur­tei­lung, eine Abqua­li­fi­zie­rung, ein Verriß ....

Inhalt
Eine pau­scha­le Ver­ur­tei­lung in Bausch und Bogen - damit ist nie­man­dem gehol­fen. Zumal ich kei­ne ein­zi­ge Zei­le lese in der Alter­na­ti­ven dar­ge­stellt wer­den. Oba­ma nie­der­ma­chen und als "Dem­ago­ge" kenn­zeich­nen, ihn brand­mar­ken und ihm zu unter­stel­len er nut­ze sei­ne Haut­far­be als Mit­tel zum Zweck ist zu leicht. Nein, es ist 'bil­lig'!
Ich habe alle ver­füg­ba­ren Pres­se­kon­fe­ren­zen und ver­öf­fent­lich­ten Wochen­an­spra­chen gesehen/gehört [Whitehouse.com / Blog] und da ist mir der Oba­ma - von dem Rober­to J. De Lapuen­te spricht - nicht begeg­net. Ganz im Gegen­teil: Alles offen­ge­legt, jede Aus­ga­be mit Sinn und Höhe doku­men­tiert, Absich­ten erör­tert und abwei­chen­de Sicht in glei­cher Wer­tig­keit dar­ge­stellt .... ich wünsch­te mir, wir hät­ten erstens Poli­ti­ker die so bemüht sind Öffent­lich­keit zu schaf­fen und die vor allem wis­sen wo ihr Volk der Schuh drückt - hier wird doch das Wahl­volk absicht­lich für dumm ver­kauft und im Unkla­ren gelas­sen, ja man geht in der Poli­tik hier­zu­lan­de mitt­ler­wei­le soweit es offen aus­zu­spre­chen daß man im Zwei­fel auch über den 'unqua­li­fi­zier­ten' Volks­wil­len hin­aus regie­ren will - und bedau­er­li­cher­wei­se ja auch kann. 

Zwei­tens wünsch­te ich mir, daß wir Pol­itii­ker hät­ten die mehr vom Inter­net ver­ste­hen und es des­we­gen nicht regu­lie­ren und 'mund­tot' machen wol­len - die Dis­kus­sio­nen sind ja so weit ver­brei­te, daß ich mir Links schenke ....

Drit­tens wünsch­te ich mir Poli­ti­ker die wie Oba­ma für Poli­tik begei­stern kön­nen, sol­che Per­sön­lich­kei­ten hat­ten wir hier auch, einer ist noch unter den Leben­den: Schmidt, der paf­fen­de Alt-Kanz­ler, ein Intel­lek­tu­el­ler im wah­ren Sin­ne, dem die Mas­se des­sen was sich heu­te hier 'Poli­ti­ker' nennt nicht genü­gen kann ....

Kom­men­tar (Aus­wahl)

.. aber ich, in mir drin, weiß, das die schlacht ver­lo­ren ist. es kommt kei­ne revo­lu­ti­on, wie immer die auch aus­se­hen mag, es kommt kei­ne gegen­be­we­gung, alles ist von denen bis ins klein­ste detail vor­pro­gram­miert. war­um tut nie­mand was? war­um bewegt sich nix? weil die mei­sten men­schen da drau­ssen nicht mal ansatz­wei­se den schmerz spü­ren, den wir spü­ren. sie kön­nen nicht mal ansatz­wei­se zwi­schen gut und schlecht, geschwei­ge denn den schat­tie­run­gen dazwi­schen, entscheiden .. "

Die­se Aus­sa­gen fin­de ich mehr als bedenk­lich, denn es wie­der­holt sich da eine Rhe­to­rik die ich aus der Baa­der-Mein­hof-Zeit sehr gut in Erin­ne­rung habe: Zuerst wird die Pas­si­vi­tät der Mas­sen bedau­ert, dann belä­chelt - und schließ­lich glaubt man 'die Mas­sen' wenn sie sich schon nicht mobi­li­sie­ren las­sen wol­len wenig­stens zwin­gen zu müs­sen end­lich ihr Glück zu fin­den - indem man Bom­ben wirft und expo­nier­te Per­sön­lich­kei­ten liquidiert. 

"wir" sind die, die die Weis­heit haben, und die müs­sen wir auch gegen eine Mehr­heit durch­set­zen - was ist denn das für ein Ver­ständ­nis von "Demo­kra­tie"?

Oder die­se Äußerung:

.. und hof­fen, dass Deutsch­land nie einen "Deut­schen Oba­ma" bekommt. Wir hat­ten schon einen "Füh­rer", und wis­sen was die­ser welt­weit ange­rich­tet hat .. "

Das ist so absurd, es ist vor allem aber ein Zei­chen von man­geln­der Dif­fe­ren­zie­rung. Oba­ma = Hit­ler? Wer - unter Ver­ken­nung der Tat­sa­che, daß es sich schon zuerst ein­mal um vollig ver­schie­de­ne Per­sön­lich­kei­ten mit völ­lig ver­schie­de­nen Absich­ten han­delt - einen sol­chen Ver­gleich wählt dis­qua­li­fi­ziert sich dadurch selbst .... mehr muß man - will ich - nicht dazu sagen.

Nein, Leu­te, so geht das nicht!
Das ist genau­so absurd wie die Rhe­to­rik der ande­ren Sei­te nach der schon wie­der alles ins Lot kommt wenn man nur wie­der Wachs­tum, Kre­di­te und Kon­sum anstößt bzw. erreicht ....

Kon­se­quenz:
Die Fra­ge "Wei­ter Krieg in Afgha­ni­stan?" stellt sich doch so wie das dis­ku­tiert wird über­haupt nicht. Es müß­te hei­ßen: Wie kommt man da so raus, daß mög­lichst wenig Scha­den auf ALLEN Sei­ten ent­steht? Die Euro­pä­er [wir ein­ge­schlos­sen - nach­dem offen­bar ist, daß auch die (ver­lo­ge­ne!) Regie­rung Schrö­der bereits 'Unter­stüt­zung' gelei­stet hat] wol­len doch immer "Glo­ba­li­sie­rung" - und da wäre es doch blau­äu­gig anzu­neh­men man han­de­le sich da nur Vor­tei­le ein, ein, die Nach­tei­le (Ver­pflich­tun­gen) gehö­ren schon dazu .... 

Es wider­spricht auch mei­nem per­sön­li­chen Gefühl von Fair­neß einem 60-Tage-im-Amt-Oba­ma jetzt alle Feh­ler der Ver­gan­gen­heit zuzu­rech­nen und ihm nicht ein­mal den Hauch einer Mög­lich­keit zuzu­bil­li­gen sei­ne aus­glei­chen­den Ideen in Nut­zen für Men­schen - egal wo auf der Welt - umzusetzen.

Sogar Mör­der erhal­ten in unse­rem Rechts­sy­stem nach 26 Jah­ren eine Chan­ce zur Ein­glie­de­rung. Das wol­len wir doch bestimmt einem demo­kra­tisch gewähl­ten Prä­si­den­ten nicht versagen ..?!

bookmark_border300.000 € ....

kostet der Dienst­wa­gen des NRW-Innen­mi­ni­sters Ingo Wolf (FDP). Kein Pro­blem. Ich fin­de, der Mini­ster soll haben was er braucht.

Dienst­wa­gen?
Da fällt mir ein, daß es für "dienst­lich genutz­te Fahr­zeu­ge" die der Arbeit­ge­ber zur Ver­fü­gung stellt gewis­se Steu­er­re­geln gibt: 1% des Kauf­prei­ses wer­den dem Steu­er­pflich­ti­gen monat­lich als "geld­wer­ter Vor­teil" auf sein Gehalt auf­ge­schla­gen und sind mit zu versteuern ....

Ich bin sicher, dem Mini­ster wird die­ser Auf­schlag nicht weh­tun. Und er zahlt ihn bestimmt auch gern, denn schließ­lich hängt ja von der auf­wen­di­gen Sicher­heits­aus­stat­tung sein Leben ab - zudem wird er natür­lich auch Wert dar­auf legen nicht anders als jeder ande­re Bür­ger behan­delt zu wer­den ....bestimmt. Ganz sicher. 

Mini­ster sind doch Vorbilder.
Ich ver­ste­he gar­nicht was da die Grü­nen und die SPD zu meckern haben.

Ob und wie aller­dings der "sicher­heits­tech­ni­sche Umbau" des Mini­ster­hau­ses - der soll lt. Pres­se­be­rich­ten ca. 700.000€ geko­stet haben - auch irgend­wie steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung fin­det, das wür­de mich schon interessieren.

Schließ­lich addie­ren sich so die Kosten für Mini­ster Wolfs Sicher­heit auf etwa 1.000.000€ - in Wor­ten: Eine Mil­li­on Euro. Und das ist erst die Sicher­heits­stu­fe II

Was die Sicher­heits­stu­fe I kostet will ich lie­ber nicht wissen!

bookmark_borderSprachliches Unvermögen ....

Sprach­li­ches Unver­mö­gen wird durch "sms", "chat" und 'com­mu­ni­ties' wie "twit­ter" min­de­stens mitverursacht ....

Wer schon zuvor kaum zur Bil­dung eines voll­stän­di­gen Sat­zes fähig war ver­lernt durch sol­cher­lei "Dien­ste" end­gül­tig kom­plet­te (deut­sche) Sät­ze zu bil­den, so rich­tig mit Sub­jekt*, Verb/Prädikat*, Objekt* [SVO-Sät­ze] ....

Nun wäre das ja an sich noch kein Grund sich um die all­ge­mei­ne Sprach­fä­hig­keit (natür­lich auch die Schreibfer­tig­keit!) Sor­gen zu machen, wenn nicht eini­ge wei­te­re Kri­te­ri­en hin­zu­kä­men, die die Ent­wick­lung der Spra­che bei Ein­zel­nen hem­men (Herkunft/Umfeld) oder gar redu­zie­ren ('peer'-Gruppen mit grup­pen­ty­pi­scher Sprachverkürzung).
 
*Bei­spiel
Die Kin­der inter­es­sie­ren sich für das The­ma "Kom­pass".
- Sub­jekt - Prä­di­kat (=Voll­verb) ------- Objekt
 
*edit* (05.04.2009)
Zufäl­lig stieß ich heu­te auf ein aktu­el­les Bei­spiel, pas­send dazu - nicht ein Satz der eine ange­mes­se­ne, kor­rek­te Form hat:

" .. Anonym .. hat gesagt...
schön­red­ner oba­ma. so falsch ist die kri­tik an dem nich. aber wer vor­ein­ge­nom­men ist sieht das nich. und wer arro­gant macht weil er so toll die us-see­le stu­diert hat, der sieht das auch nich .. "

Man kann zwar noch erken­nen was gemeint ist - aber nur mit Mühe! Mir graust vor der Fol­ge-Gene­ra­ti­on die von sol­chen An-Alpha­be­ten groß­ge­zo­gen wird ....
 
*edit* (06.10.2013)
Das sei "muchl-sprech" - so wur­de mir kürz­lich erklärt. Was auch immer das bedeu­ten mag.