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bookmark_borderIch nicht!


  [Aus: MZ v. 20.12.2008]
 

Die Aus­sa­ge ist sehr gewagt. Stimmt auch nicht für den über­wie­gen­den Teil der Stadt­be­völ­ke­rung. Denn ein Drit­tel ist evan­ge­lisch, ein wei­te­res Drit­tel glaubt an über­haupt­nichts und das rest­li­che Drit­tel sind zu 40% prak­ti­zie­ren­de Katho­li­ken .... Genau genom­men sind es also weni­ger als 15% der Bevöl­ke­rung die sich 'freu­en' könn­ten .... Ich bin sicher, von den prak­ti­zie­ren­den Katho­li­ken sind min­de­stens ein Drit­tel auch nicht mit dem neu­en Bischof einverstanden .... 

Es müß­te in der Pres­se­mel­dung also bes­ser heißen:


"Etwa 9% der Mün­ste­ra­ner
freu­en sich auf Genn" 

- aber das wäre wohl kei­ne gute Schlag­zei­le gewesen ....

Ob ein neu­er Bischof kommt ist mir - weil 'nicht-kon­fes­si­ons­ge­bun­den' - genau­so wich­tig (oder unwich­tig) als wenn in Chi­na der sprich­wört­li­che Sack Reis umfällt ....


 

bookmark_borderStecknadel im Heuhaufen ....

.
Unter den vie­len Mil­lio­nen Web­logs gibt es mehr "Gold­stücke" als man per Zufall fin­den kann .... umso erfreu­li­cher ist es dann, wenn man wie­der ein­mal über Eines stol­pert .... ein Bei­spiel dafür, wie man in Ein­klang mit der Natur leben und trotz­dem sei­nen Lebens­un­ter­halt ver­die­nen kann - aller­dings muß man bereit sein auf man­che "'Seg­nun­gen' der Zivi­li­sa­ti­on zu verzichten ....

Fas­zi­nie­ren­de Bilder,
ein fas­zi­nie­ren­des Leben ....
außer­or­dent­lich emp­feh­lens­wer­te Lektüre!

*edit*
Ein neu­es Sprich­wort habe ich auch noch:
“Hap­pier than a coyo­te in a corn pile.”
- es drückt die aller­größ­te Zufriedenheit,
den aller­größ­ten Spaß an einer Sache aus ....

 

bookmark_borderDas hat er sich 'verdient' ....

Man könn­te fast schon Mit­leid mit dem schei­den­den G.W.Bush haben:
Was von sei­ner Prä­si­dent­schaft als 'letz­ter Ein­druck' bleibt ist wahr­schein­lich die Schuh-Attacke eines Jour­na­li­sten wäh­rend einer Pres­se­kon­fe­renz im Irak .... 

Die mit jedem der bei­den Schu­he aus­ge­spro­che­ne Bot­schaft des Schuh­wer­fers war ein­fach und einprägsam.
Erster Schuh:
“this is the fare­well kiss, you dog”
Zwei­ter Schuh:
“This is from the widows, the orphans and tho­se who were kil­led in Iraq,”

Zu Selbst­kri­tik sind aber nur Men­schen mit Gewis­sen und einem Min­dest-IQ fähig - da wun­dert es nie­man­den, wenn der schei­den­de Prä­si­dent ledig­lich einen plat­ten Scherz auf Lager hatte:
“I didn’t know what the guy said but I saw his sole.”

Der Nahe Osten ist sich zumin­dest in der Ein­schät­zung der Bush'schen Taten einig - der Schuh­wer­fer wird als Held gefeiert.

Was als Groß­tat für die Demo­kra­tie gedacht war endet im Cha­os .... aber zwi­schen­durch haben vie­le U.S.-Firmen blen­den­de Geschäf­te gemacht: Da mutet es als 'aus­glei­chen­de Gerech­tig­keit' an, wenn ein Groß­teil der Pro­fi­teu­re das Geld gleich wie­der durch die betrü­ge­ri­schen und unver­ant­wort­li­chen Geschäf­te der Groß­ban­ken und Anla­ge­un­ter­neh­men ver­lo­ren haben ....

bookmark_borderDie Summe aller Unzulänglichkeiten ....

[Der Frau la-mam­ma gewidmet ....]

Ich ver­tre­te seit vie­len Jah­ren die These:
 


"Die Sum­me aller Unzu­läng­lich­kei­ten
eines Arbeits­ver­hält­nis­ses
ist stets gleich."

Was heißt das?
Was immer man arbei­tet, wo immer man arbei­tet, wie immer man arbeitet:
Es gibt immer Chefs, Kol­le­gen, Abläu­fe, Ver­ant­wor­tungs­be­rei­che die unzu­läng­lich sind. Dane­ben natür­lich die Bezah­lung, die Arbeits­stun­den, die Büro­aus­stat­tung, die Kan­ti­ne, der Fir­men­wa­gen, die Spesen:
Immer unzu­läng­lich - mehr oder weniger ....

Wech­selt man also den Job weil ver­meint­lich bes­se­re Bedin­gun­gen herr­schen, so wird man bald fest­stel­len: Es ist wie zuvor - nur ist ein ande­res Pro­blem als frü­her vorhanden .... 

Nun lese ich, daß zwei cle­ve­re Her­ren ein Buch vor­stel­len in dem sie genau dar­über schreiben.

Ach ja, irgend­wo in dem Bericht taucht auch der Begriff: "Ich-Bot­schaft" auf - die "Ich-Bot­schaft" wird als Metho­de zur Reduk­ti­on von Aggres­si­on gegen­über Arbeits­kol­le­gen empfohlen .... 

Wenn sie mich fragen:
Ein alter Hut, denn wenn man an die "Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se"* glaubt wird man auch an Eltern-IchA, Erwach­se­nen- oder Über-IchB und Kind-IchC glau­ben .... und nach die­sem Modell ist es immer schlecht, wenn zwei Per­so­nen auf ver­schie­de­ner Ebe­ne mit­ein­an­der kommunizieren .... 

Ich fin­de es sehr inter­es­sant, wie sol­ches Wis­sen wie­der aus der Ver­sen­kung geholt wird, neu auf­ge­mö­belt ein Buch anfüllt - und nun der stau­nen­den Leser­schaft als etwas völ­lig Neu­es ver­kauft wer­den soll ....
Der beson­de­re Aspekt dabei ist, wie schnell Wis­sen ent­steht und ver­geht. Übri­gens ein Fak­tum auf das auch die Poli­tik ver­traut, näm­lich das 'Ver­ges­sen' in brei­ten Schich­ten der Bevölkerung.

Das Buch ist ein wei­te­rer Beweis dafür.
Zu allerletzt:
So rich­tig "frei" von allen Zwän­gen und Unzu­läng­lich­kei­ten ist man erst als Rent­ner ....


*

  • A für­sorg­lich oder kri­tisch (Eltern-Ich-Zustand)
  • B der Situa­ti­on ange­mes­sen und logisch (Erwach­se­nen-Ich-Zustand)
  • C natür­lich oder ange­passt oder rebel­lisch (Kind-Ich-Zustand).

[Zitat: Wiki­pe­dia]