Im ersten Teil habe ich mich eher zufällig mit dem Thema befaßt - allerdings war ich doch erschrocken, wie sehr Unwissenheit und Hexerei-Glaube, der Glaube an Magie und "böse Mächte" noch (oder wieder?) verbreitet sind ....
Daher einige Zitate - denen ein Text vorangestellt ist, der m.E. gut aufzeigt wie Unwissenheit solchen okkulten Praktiken förderlich ist.
Wir befinden uns im Jahre 2006 (!)
Der folgende Text zeigt, wie im Mittelalter - vermeintliche Hexen - verfolgt wurden, und daß das eine Folge von Unwissenheit war .... es gibt aber heute Menschen, die daran glauben, daß es Hexen, Magier, Zauber/-innen /-er tatsächlich gibt!
" .. Die Kirche und ihre Hexenankläger fanden viele Gründe zur Verfolgung der heilkundigen Frauen. Der Glaube an den Luftschlag der Hexen, ihrer Verwandlung in Tiere oder der Schadenzauber wurde den weisen Frauen vorgeworfen. Da das Volk ohnehin der Meinung war, im Hexenkessel gehe es nicht mit rechten Dingen zu, war es ein leichtes, das Volk gegen die kräuterkundigen Frauen aufzubringen. Ein jeder hatte Angst vor Krankheiten oder Seuchen, durch Hagelschlag oder Dürre beschädigte Ernten. Die Theorie mit dem Dämonenpakt und der Teufelsbuhlschaft der Hexen wirkte glaubhaft, und die Ketzergerichte unterstützten den Glauben an die Realität der Dämonenwelt. So wurden schließlich Zauberei und Aberglaube mit dem Dämonenkult vermengt und zum ketzerischen Straftatbestand erklärt, die Hexerei wurde zum maleficum.
Dabei warf man den Hexen die unterschiedlichsten Taten vor, vom Wettermachen, dem Verhexen von Butter und Milch, dem Anfertigen und Anwenden der Hexensalbe über den Hexenritt, dem Herbeizaubern von Unwettern, Dürreperioden und Epidemien, der Tierverwandlung bis hin zum Bösen Blick, mit dem die Hexen vor allem Tieren und kleinen Kindern schaden konnten, indem sie ihnen den Tod oder eine unheilbare, schwere Krankheit anhexten. Auch der Hexenschuß verdankt seinem Namen dem Glauben, der Rückenschmerz entstamme der Verhexung durch eine böse Frau. Aber auch Männer mussten vor dem bösen Blick auf der Hut sein, da er ihnen angeblich die Manneskraft rauben konnte.
..
Obwohl es schon immer vereinzelte Gegner der Hexenprozesse gab, die sich mutig der Obrigkeit widersetzten und die Willkür der Anklagen oder erzwungenen Geständnisse anprangerten, dauerte es mehrere Jahrhunderte, bis der systematischen Jagd auf die weisen Frauen ein Ende bereitet werden konnte. Die letzten Hexenprozesse fanden in Deutschland zu Lebzeiten Schillers, Goethes, Lessings und Kants statt. Im Jahr 1775 wurde in Deutschland mit Anna Schwägelin, der Tochter eines Tagelöhners, die sich angeblich abfällig über die Mutter Gottes geäußert hatte, die letzte Hexe hingerichtet. Zwar wurden auch in der Zeit danach weiterhin Hexenprozesse geführt, doch endeten sie für die Angeklagten nicht mehr auf dem Scheiterhaufen. .. "
[Quelle / Aus: Angela Troni (Hrsg.),
"Feuer sprühe – Kessel glühe." Ein Hexenkochbuch, Rütten & Loening, Berlin 2002]
Und jetzt als Kontrast einige Hinweise auf immer noch "festen" Hexenglauben - aber auch "Selbstoffenbarungen" von Hexengläubigen (die sich selbst z.T. für "Hexen" halten)
- bitte denken Sie beim Lesen daran:
Wir befinden uns im Jahre 2006 (!)
[Alle Ausschnitte sind Originalzitate aus den genannten Quellen / siehe jeweilige LINKs; Unterstreichungen von mir.]
Bedenken Sie, liebe Leser, daß es sich hier nur um einen winzigen Ausschnitt handelt:
Erschreckend, wie dergleichen Unsinn sich überall verbreitet hat ....