Sortiert nach

×

bookmark_borderEin "BRAVO!" ....

1

.
.... für den neu­en grie­chi­schen Finanz­mi­ni­ster und die gesam­te Linie der Regie­rung. Sie zei­gen auf, was sich ande­re Regie­run­gen bis­her nicht getraut haben:
Es ist nicht "alter­na­tiv­los" wie auf den Ban­ken­crash reagiert wur­de, es wur­de zugun­sten der Bank­in­sti­tu­te und gegen die Inter­es­sen der Bevöl­ke­run­gen in Euro­pa gehan­delt. Das wol­len die Grie­chen nun ändern.

Was dazu zu wis­sen ist kann man nach­le­sen - im Blog des grie­chi­schen Finanz­mi­ni­sters Yanis Varou­fa­kis "thoughts for the post-2008 world"

 ・  ⚫  ・ 

Kern der neu­en Sicht­wei­se ist die schlich­te Fest­stel­lung, dass die bis­he­ri­ge Poli­tik der EU & betei­lig­ten Insti­tu­tio­nen nicht zu einer Ver­bes­se­rung der Situa­ti­on geführt haben, son­dern die bereit­ge­stell­ten Mit­tel in, wie es der Finanz­mi­ni­ster for­mu­liert, "unde­fi­nier­ba­re schwar­ze Löcher" ver­senkt wurden.

Ein Zitat aus 2013:

» .. Europe’s economic malaise (is) not just another cyclical slump but largely a structural problem based on a European Union that (is) “a fundamentally anti-democratic, irrational cartel that has put Europe’s peoples on a path to misanthropy, conflict and permanent recession.” .. «

[Über­set­zung:
» .. Euro­pas schlech­te Wirt­schafts­la­ge ist nicht nur ein kon­junk­tu­rel­ler Ein­bruch, son­dern weit­ge­hend ein struk­tu­rel­les Pro­blem auf der Grund­la­ge einer Euro­päi­schen Uni­on, die "ein grund­le­gend anti­de­mo­kra­ti­sches, irra­tio­na­les Kar­tell dar­stellt, das die Völ­ker Euro­pas auf den Weg zu Men­schen­ver­ach­tung, Kon­flik­ten und dau­er­haf­ter Rezes­si­on geführt hat.".. «]

 ・  ⚫  ・ 

Mei­ne Vor­her­sa­ge ist, dass die neue Regie­rung in Grie­chen­land die Groß­un­ter­neh­mer ent­eig­nen oder min­de­stens mit dra­sti­schen Abga­ben bele­gen wird, denn wenn man den ver­öf­fent­lich­ten Zah­len und fis­ka­len Ver­ord­nun­gen glau­ben darf sind vie­le der 'Groß­ver­die­ner' bis­her fast völ­lig von Steu­er­zah­lun­gen befreit gewe­sen, haben jedoch den grie­chi­schen Staat viel Geld für den Aus­bau der benö­tig­ten Infra­struk­tur gekostet.
Ein typi­scher Fall von "Gewin­ne pri­va­ti­sie­ren, Ver­lu­ste sozia­li­sie­ren."

Als kurz­fri­sti­ge Maß­nah­me wird wohl Ruß­land die drin­gend­sten Finan­zen bereit­stel­len, ein Ange­bot dazu soll vorliegen .... 

 ・  ⚫  ・ 

Nach­satz:
Wo in unse­rer Regie­rung ist auch nur ein Mini­ster der sich im Inter­net aus­kennt und wo ist jemand aus der Regie­rung, der schon län­ge­re Zeit ein Blog betreibt? Schon dar­aus erkennt man - ohne über­haupt nur wei­te­re Über­le­gun­gen anzu­stel­len - WO die moder­ne­re Poli­tik zu erwar­ten ist. 

Wäh­rend hier­zu­lan­de stets ein "Wei­ter wie gehabt!" gepre­digt wird sagt die neue grie­chi­sche Regie­rung "So nicht mehr, es müs­sen neue Ideen und Ansät­ze aus­pro­biert werden."

Möge es zu unser aller Wohl gelingen.

bookmark_borderGriff in die Klamottenkiste .... 
*update* (30.01.2015)

.
Der Staat besteht aus ein­zel­nen Men­schen. Angeb­lich ist die Poli­tik von die­sen Men­schen beauf­tragt deren Inter­es­sen wahr­zu­neh­men. Eine Ver­selb­stän­di­gung in ein Gebil­de das sich "Staat" nennt und sei­nen Auf­trag­ge­bern zuwi­der­han­delt ist in unse­rem Grund­ge­setz nicht vor­ge­se­hen, denn dort heißt es:

"Alle Staats­ge­walt geht vom Vol­ke aus. Sie wird vom Vol­ke in Wah­len und Abstim­mun­gen und durch beson­de­re Orga­ne der Gesetz­ge­bung, der voll­zie­hen­den Gewalt und der Recht­spre­chung ausgeübt."

Frü­her wur­de das - zu Zei­ten - anders gese­hen und der "Staat" wur­de als abstrak­te Grö­ße betrach­tet, der sei­ne "Unter­ta­nen", ver­schlei­ernd als "Ein­zel­we­sen" bezeich­net, sei­ner­seits von Rech­ten aus­schlie­ßen kön­nen sollte:

.. Die Frei­heit des Indi­vi­du­ums rich­tet sich immer nach der Frei­heit, die ein Volks­kör­per an sich zu genie­ßen in der Lage ist, und die Frei­heit des Indi­vi­du­ums muss ihm um so mehr ein­ge­glie­dert wer­den, je grö­ßer die aku­ten Gefah­ren sind, von denen der Staats­kör­per an sich tem­po­rär bedroht ist.
Die­se Begren­zung der Gei­stes- und Mei­nungs­frei­heit kann eine frei­wil­li­ge, sie kann aber auch eine erzwun­ge­ne sein.
Sie wird sich immer dann zum Segen des gan­zen Staats­we­sens aus­wir­ken, wenn die Mehr­heit der Wohl­mei­nen­den sie sich frei­wil­lig auf­er­legt und sie von Staats wegen den reni­ten­ten und sabo­tie­ren­den Ele­men­ten auf­ge­zwun­gen wird.
Der Staat kann sich gar nicht die­ses sou­ve­rä­ne Recht von irgend­ei­nem Ein­zel­we­sen neh­men las­sen.
In dem Augen­blick, in dem der Staat sich die­ses sou­ve­rä­nen Rech­tes begibt, begibt er sich der Mög­lich­keit, eine ziel­be­wuß­te und kon­se­quen­te Poli­tik nach innen und nach außen zu betreiben .. "

[Zitat]

Das war Josef Göb­bels. Wir hören heu­te wie­der Kom­men­ta­re der Poli­tik die zum Inhalt haben man müs­se - natür­lich zum Nut­zen "des Vol­kes" - Ein­schrän­kun­gen der Mei­nungs- und Pres­se­frei­heit vornehmen.

Das Wohl des deut­schen Vol­kes ist bereits beein­täch­tigt, wer­den doch immer mehr Geset­ze & Ver­ord­nun­gen erlas­sen die den (fik­ti­ven) "Staat" anstel­le der Bür­ger zum Sou­ve­rän erklä­ren, oder, wenn das nicht aus­drück­lich so bestimmt ist, min­de­stens Ein­schrän­kun­gen der Rech­te von Bür­gern vorsehen. 

Das Grund­ge­setz, ein­zi­ges Hin­der­nis und 'Boll­werk' gegen die aus­ufern­de Kon­trol­le und Macht­be­fug­nis des Staa­tes, ist in ernst­haf­ter Gefahr. Um ihre Inter­es­sen und die ihrer Geld­ge­ber zu betrei­ben schert es die Ver­ant­wort­li­chen nicht wenn es "unver­äu­ßer­ba­re" Antei­le im Grund­ge­setz betrifft und die­se außer Kraft setzt.

"Recht ist was dem Vol­ke nützt!"
- so hieß es schon ein­mal - und wir sind auf dem 'besten' Wege das noch­mals zu erleben ....

 ・  ⚫  ・ 

*edit*
(30.01.2015)
Sie­he hier­zu den Arti­kel "Über­wa­chung Total" von Doc­tor Snug­gles - in dem unter Bezug auf die NSA- & Pris­m­ak­ti­vi­tä­ten dar­ge­stellt wird, dass die Kom­plett­über­wa­chung nicht vor den Anschlä­gen in New York, Lon­don & Paris schüt­zen konn­te wäh­rend gleich­zei­tig Bür­ger­rech­te der ver­meint­li­chen "Sicher­heit" geop­fert wurden.

*2.edit*
(30.01.2024)
"lebenskunst.me/archives/610" exi­stiert nicht mehr aktiv im Inter­net, der Link führt jetzt zu einer Ker­stin Neu­mann, die mit dem hier bespro­che­nen The­ma kei­ne Ver­bin­dung hat. Den Arti­kel auf den ich mich bezo­gen hat­te fin­den Sie nun → dort

bookmark_borderSammelsurium (XIV)

.
Es haben sich wie­der ein paar The­men ange­sam­melt bei denen ich kei­ne umfang­rei­chen Erör­te­run­gen schrei­ben will, die mir aber trotz­dem der Erwäh­nung wert scheinen.

 [Wie immer: "click!" auf die Bil­der vergrößert] 

1.
Klimawandel

1

Es sind ja kei­ne Rie­sen­schwan­kun­gen im Kli­ma, die da gemes­sen wor­den sind [Sehens­wer­te Ani­ma­ti­on] - den­noch ist es beun­ru­hi­gend zu erken­nen, dass es einen Trend nach oben gibt. Dar­an kön­nen nur sol­che Poli­ti­ker vor­bei­se­hen die - geblen­det vom Geld der Lob­by­isten - ein­fach nichts sehen wol­len.

 ・  ⚫  ・ 

2.
"copyright" und Autorenvergütung

Es wird immer behaup­tet die Ver­öf­fent­li­chung wis­sen­schaft­li­cher Wer­ke lei­de dar­un­ter, dass ein­zel­ne Ver­la­ge damit ledig­lich Geld ver­die­nen wol­len und so den frei­en Zugang zu Wis­sen, das nicht von ihnen selbst gene­riert wur­de unter 'Ver­schluß' hal­ten - dass so Wis­sen­schaft künst­lich ver­teu­ert und unzu­gäng­lich gemacht werde.

Arbei­ten, die schon von der All­ge­mein­heit aus Steu­ern finan­ziert & ermög­licht wer­den unter­lie­gen dann plötz­lich den "Rech­ten" von Ver­la­gen, die nichts, aber auch gar­nichts dafür gelei­stet haben, aber kräf­tig kassieren.

1

Abge­bil­det ist ein screen shot aus dem Ver­lags­an­ge­bot von "ELSEVIER", einem Ver­lag der sich bei mir noch nie gemel­det hat um mir 'Tan­tie­men' zu zah­len - obwohl man dort für mei­ne ver­öf­fent­lich­te Diplom­ar­beit pro Abruf [*.pdf] immer­hin stol­ze US$ 41.95 haben will, ich ver­mu­te das ist der Preis ohne MwSt. :c(

Der erst­ge­nann­te 'Autor' ist übri­gens der Pro­fes­sor, bei dem ich die Arbeit geschrie­ben habe. Außer Rat hat er nichts bei­getra­gen, aber das ist bei die­ser Art von Ver­öf­fent­li­chung immer noch so: Weil ohne 'pro­fes­so­ra­len' Touch die Arbeit von der Zeit­schrift wohl nicht ange­nom­men wür­de - ein wei­te­rer Ana­chro­nis­mus, denn der Inhalt stand ja schon vor­her fest.

 ・  ⚫  ・ 

3.
HOLA [Hohe Landesschule Hanau]

Von 1955 bis 1962 bin ich SCHÖLER die­ser höhe­ren Lehr­an­stalt gewe­sen - die Schu­le selbst und die Räum­lich­kei­ten in ihr erin­ner­ten doch sehr an die in dem Film "Die Feu­er­zan­gen­bow­le" gezeig­ten Bei­spie­le - ledig­lich das Lyce­um / Lyze­um [Mäd­chen­gym­na­si­um] war nicht in Sicht­wei­te, son­dern ein paar Kilo­me­ter ent­fernt. Scha­de - aber ich erin­ne­re mich ganz schwach, dass wir doch 'Kon­tak­te' dort­hin knüpf­ten .... ;c)

Ein paar Jah­re nach mei­nem Aus­schei­den aus der HOLA wegen Umzugs nach Nord­deutsch­land [Wester­land / Sylt] hat man aller­dings die alt-ehr­wür­di­ge Insti­tu­ti­on für Mäd­chen geöff­net - und das Mäd­chen­gym­na­si­um für Knaben.
Gar­nicht so lan­ge her, die Gleich­be­rech­ti­gung.

Auf dies The­ma gebracht hat mich die­se Abbil­dung zu den Ehemaligen:

1

 ・  ⚫  ・ 

4.
Wieder mal: Spam

Ab und an bekommt wohl jeder des­sen Daten irgend­wann zu Bestel­lun­gen oder Anmel­dung auf Web­sei­ten ein­ge­ge­ben wur­den sol­che Spam-Mails:

1

Wie ein­fäl­tig die­se Spam­mer in Wahr­heit sind ent­deckt man bei nähe­rem Hin­se­hen: Es wim­melt von Gram­ma­tik- und Recht­schreib­feh­lern - vor allem sol­chen, die ein 'Mut­ter­sprach­ler' sel­ten machen wür­de, die aber bei Über­set­zung auftreten.
"Staats­an­walt & Schufa" - das ist der Ham­mer in die­sem Mail.

 ・  ⚫  ・ 

bookmark_borderGott - Heimat - Familie 
*update* (13.02.2015)

.

Killing Ragheads1
for Jesus

“Ame­ri­can Sni­per” lio­ni­zes the most despi­ca­ble aspects of U.S. socie­ty — the gun cul­tu­re, the blind ado­ra­ti­on of the mili­ta­ry, the belief that we have an inna­te right as a “Chri­sti­an” nati­on to exter­mi­na­te the “les­ser breeds” of the earth, a gro­tes­que hyper­mas­cu­li­ni­ty that banis­hes com­pas­si­on and pity, a deni­al of incon­ve­ni­ent facts and histo­ri­cal truth, and a belitt­ling of cri­ti­cal thin­king and artis­tic expres­si­on. Many Ame­ri­cans, espe­ci­al­ly white Ame­ri­cans trap­ped in a sta­g­nant eco­no­my and a dys­func­tion­al poli­ti­cal system, yearn for the sup­po­sed moral rene­wal and rigid, mili­ta­ri­zed con­trol the movie vene­ra­tes. The­se pas­si­ons, if rea­li­zed, will extin­gu­ish what is left of our now-anemic open society.
 
 ・  ⚫  ・ 

1 'Lum­pen­köp­fe' [Despek­tier­li­cher Slang für "Turban­trä­ger"; auch 'towel­head' ]
"Ame­ri­can Sni­per" ver­göt­tert die ver­ab­scheu­ungs­wür­dig­sten Aspek­te der US-Gesell­schaft: die Waf­fen­kul­tur, eine blin­de Anbe­tung des Militärs,
den Glau­ben, dass wir2 als eine "christ­li­che" Nati­on ein ange­bo­re­nes Recht haben, die "Unter­men­schen" der Erde zu ver­nich­ten, ein gro­tes­kes Macho­ver­hal­ten, das Mit­ge­fühl und Mit­leid ver­bannt, eine Negie­rung von unbe­que­men Fak­ten und histo­ri­scher Wahr­heit, und eine Her­ab­set­zung kri­ti­schen Den­kens und künst­le­ri­schen Aus­drucks pro­pa­giert. Vie­le Ame­ri­ka­ner, vor allem wei­ße Ame­ri­ka­ner, die in einer sta­gnie­ren­den Wirt­schaft und einem dys­funk­tio­na­len poli­ti­schen System gefan­gen sind, seh­nen sich nach der angeb­li­chen mora­li­schen Erneue­rung und einer unbeug­sa­men, mili­ta­ri­sier­ten Kon­trol­le die der Film ver­ehrt. Die­se Grund­über­zeu­gun­gen, falls rea­li­siert, ersticken was von der jetzt schon ver­blas­sen­den offe­nen Gesell­schaft noch vor­han­den ist.
 

 ・  ⚫  ・ 

2 [die U.S.A.]
[Den eng­li­schen Ori­gi­nal­text von Chris Hedges fin­den Sie unter die­sem Link: "Kil­ling Rag­heads for Jesus"; Posted on Jan 25, 2015.
Über­set­zung W.v.Sulecki]


 ・  ⚫  ・ 

*update*
(05.02.2015)
Eine spon­ta­ne Stra­ßen­um­fra­ge als Video zeigt:
Die ideo­lo­gi­sche Aus­sa­ge des Films* fällt auf frucht­ba­ren Boden, denn die Ame­ri­ka­ner sind davon über­zeugt 'aus­er­wählt' zu sein ihre Sicht der Wahr­heit (so genau ist das nicht zu defi­nie­ren, man könn­te es als "Exzep­tio­na­lis­mus" zusammenfassen)
 ・  ⚫  ・ 

* " .. Ame­ri­can Sni­per has war­ped Ame­ri­cans’ fra­gi­le litt­le minds .. "
[Über­set­zung:
"Ame­ri­can Sni­per" hat die zer­brech­li­chen klei­nen ame­ri­ka­ni­schen Köp­fe durcheinandergewirbelt.]

 ・  ⚫  ・ 

*update*
(13.02.2015)
Sie­he hier­zu ein Inter­view mit Noam Chomsky

bookmark_borderDie Bahn beschwert sich ....

.
.... über die Kon­kur­renz durch Fernbusse.

Da wäre es doch ange­brach­ter, wenn die Bahn sich fra­gen wür­de was sie denn falsch macht. Wes­we­gen ihr zuneh­mend die Kun­den weg­lau­fen und die Fern­bus­se bevorzugen.

Ich hät­te min­de­stens schon einen Tip:
Inter­net in allen Zügen.

Eine zwei­te, sehr ein­fach zu bewerk­stel­li­gen­de Maß­nah­me könn­te "benut­zer­freund­li­ches Sit­zen" sein - denn die Art wie man in den Zügen sitzt hat sich seit Anbe­ginn nicht wesent­lich gewan­delt, da gäbe es noch viel Ver­bes­se­rungs­be­darf. OK, 'mal abge­se­hen davon, dass es nur noch zwei Klas­sen und nicht vier gibt und die Sit­ze nicht mehr aus Holz gefer­tigt werden.

Drit­tens müß­te über eine Alter­na­ti­ve zur Gepäck­auf­be­wah­rung wäh­rend der Rei­se nach­ge­dacht wer­den - die­se Schlep­pe­rei hin­ein und her­aus ist, beson­ders bei einer altern­den Bevöl­ke­rung, kein Anreiz sich der Bahn anzuvertrauen.

Vier­tens könn­te mög­li­cher­wei­se eine bes­se­re Bezah­lung bes­ser geeig­ne­tes Per­so­nal anzie­hen und das könn­te bes­ser geschult wer­den. In "Kun­den­freund­lich­keit" zum Bei­spiel. Da hapert es wohl derzeit.

So, fünf­tens, sech­stens und so wei­ter über­las­se ich denen, die das haupt­be­ruf­lich bei der Bahn machen soll(t)en.

_

bookmark_borderEin "Josef Mühlbacher" schreibt mir.
*update* (22.01.2015)

Es fängt ganz harm­los an ....

Es kom­men­tiert ein
Josef Mühl­ba­cher
Josef@jos.it
194.96.98.159

.... und wenn man nach­sucht stellt sich her­aus, dass es eine Umlei­tung auf eine ande­re Domain ist, von der aus der Kom­men­tar geschrie­ben wurde.
Dahin­ter steckt "parkingcrew.net" über die nach ein­ger Such­ar­beit zu lesen ist:

Web­sites get hijacked by par­king page
Some­ti­mes it shows my actu­al web­site, but a cou­ple of minu­tes after reque­st­ing it, when I revi­sit my site it shows a par­king page (from parkingcrew.net).

Es geht also dar­um eine Web­site auf der der Kom­men­tar erscheint zu hacken, zu infi­zie­ren, um sie danach zu über­neh­men und - ich ver­mu­te wohl nicht falsch - damit bestimmt kei­ne wohl­tä­ti­gen Zwecke zu verfolgen.

 ・  ⚫  ・ 

Ich hat­te dem ver­meint­li­chen Herrn Mühl­ba­cher Gele­gen­heit gege­ben sich inner­halb einer vor­ge­ge­be­nen Zeit zu iden­ti­fi­zie­ren - was nicht erfolgte.

 ・  ⚫  ・ 

*edit*
Mitt­ler­wei­le bekam ich eine Infor­ma­ti­on per E-Mail zum Text des angeb­li­chen Hernrn Mühlbacher:
Der Text wur­de geklaut, und zwar wört­lich (!) von HIER ....

bookmark_borderHeads, I win.
Tails, you lose.

.
"..A Self-Per­pe­tua­ting Machi­ne for Ame­ri­can Insecurity
Wel­co­me to the Natio­nal Secu­ri­ty Sta­te of 2015.."

(Über­set­zung: Ein Per­pe­tu­um mobi­le ame­ri­ka­ni­scher Unsi­cher­heit - Herz­lich will­kom­men im "Staat der natio­na­len Sicher­heit von 2015")
[LINK: Tom Engel­hardt]

Wir schrei­ben das Jahr 1963 und ich bin im Juli des Jah­res auf dem Weg in die U.S.A., in den Nor­den des Staa­tes New York, nach GOUVERNEUR, einem klei­nen Nest mit damals etwa 5.000 Einwohnern.

Schü­ler­aus­tausch für ein Jahr, orga­ni­siert vom AFS, Ame­ri­can Field Ser­vice, einer wohl­tä­ti­gen Orga­ni­sa­ti­on, die - mit Unter­stüt­zung der U.S.-Regierung - Schü­ler aus aller Welt nach U.S.A. ver­frach­tet und dort mit dem "Ame­ri­can way of life" ver­traut macht. 

Im Süd­osten der U.S.A. liegt Kuba. Kuba, das seit 1960 unter einem U.S.-Embargo ächtzt. Das man ver­ge­bens in 1961 mit einer völ­ker­rechts­wid­ri­gen Inva­si­on (Schwei­ne­bucht) in die Knie zwin­gen woll­te um die Revo­lu­tio­nä­re um Fidel Castro aus dem Land zu jagen. Denn die hat­ten das kor­rup­te, aber U.S.-freundliche Régime Ful­gen­cio Bati­sta getürzt und vor­bei war es mit den Spiel­höl­len und der Pro­sti­tu­ti­on, aus denen U.S.-Gangster rei­che Gewin­ne machten.

1962 dann die soge­nann­te "Rake­ten­kri­se" - die Welt stand für ein paar Tage am Ran­de des Abgrunds und es war vie­len Men­schen rund um den Glo­bus noch nicht ein­mal rich­tig bewußt.

Ich rei­se 1963 nach U.S.A., acht­zehn Jah­re alt, ohne mir Gedan­ken dar­über zu machen, dass die Welt kurz davor noch sehr knapp einem Atom­krieg ent­kom­men ist, weil die U.S.A. Rake­ten in der Tür­kei sta­tio­niert hat­ten und die UDSSR dar­auf­hin Rake­ten nach Kuba ver­schifft hat. Wäh­rend mei­nes Auf­ent­hal­tes (bis Juni 1964) wird Prä­si­dent John F. Kenn­dy in Dal­las, Texas, erschossen.

Das war der Beginn des poli­ti­schen Den­kens bei mir. Hat­te ich zuvor noch völ­lig sorg­los nur mit hal­bem Ohr zuge­hört wenn von poli­ti­schen Ereig­nis­sen in den ver­schie­den­sten Län­dern der Welt die Rede war, so hör­te ich von da an sehr inten­siv zu. Im wesent­li­chen des­halb, weil es den zustän­di­gen Behör­den nicht gelang [bzw., wie mitt­ler­wei­le bekannt wur­de, nicht gelin­gen soll­te] die Ermor­dung des Prä­si­den­ten aufzuklären.

Seit­her ist die Welt trotz aller Bemü­hun­gen nicht "siche­rer" gewor­den. Alle Maß­nah­men das zu ändern haben nur zu mehr Unsi­cher­heit und Ein­schrän­kung der gesetz­lich ver­brief­ten Rech­te geführt.

Die U.S.A. ste­hen seit Jah­ren auf der Stu­fe der von ihnen als "Unrechts­staa­ten" bezeich­ne­ten Län­der - sie haben über­all auf der Welt nach Güt­dün­ken Rechts­brü­che began­gen und zwar meist im Gehei­men, zuneh­mend aber auch völ­lig offen und ohne Skru­pel. Aus dem Bewußt­sein her­aus "die letz­te Ord­nungs­macht der Welt" zu sein.

Wo sie ein­ge­grif­fen haben hat sich nichts ver­bes­sert. Der Haß auf die­se Nati­on ist ste­tig gewach­sen. Mit immer neu­en Inter­ven­tio­nen als "Welt­po­li­zei" wird das eher schlim­mer als bes­ser wer­den - und mit den Schnüf­fe­lei­en gegen Freund und Feind durch die Geheim­dien­ste der U.S.A. eska­lier­te die­se Feind­schaft noch­mals in nie gekann­te Berei­che. "Freun­de" haben die Ame­ri­ka­ner - man soll­te bes­ser sagen: Die ame­ri­ka­ni­schen Admi­ni­stra­tio­nen - nur noch bei den Regie­run­gen und unbe­darf­ten Hohl­köp­fen, die nur die Vor­zü­ge (?) des "ame­ri­can way of life" sehen und die nega­ti­ven Sei­ten ausblenden.


Das ist nicht mehr das Land, in das ich 1963 als Aus­tausch­schü­ler gereist bin, vol­ler Erwar­tung, Hoff­nung und mit Ach­tung vor den demo­kra­ti­schen Errun­gen­schaf­ten aus der Vergangenheit.

 


[Der ganz oben ver­link­te Arti­kel von Tom Engel­hardt ist in eng­li­scher Spra­che ver­faßt - wer in der Lage ist das (sinn­erfas­send) zu lesen soll­te es wirk­lich tun. Es ist eine scho­nungs­lo­se Dar­stel­lung des U.S.-Verfalls, der geeig­net ist selbst gut­wil­li­ge U.S.-Freunde ins Grü­beln zu brin­gen. Oder dazu, vom Freund zum Feind zu mutieren.]

bookmark_border"gap"

.
"gap" - das ist das eng­li­sche Wort für "Lücke", "Abstand" oder "Spalt". Es wird aller­dings auch in über­tra­ge­nem Sin­ne genutzt und hat dann die Bedeu­tung von Dis­kre­panz, Dif­fe­renz, Inkongruenz.

Um die­sen - über­tra­ge­nen - Begriff geht es hier. Gestern las ich einen Arti­kel der sich mit den Medi­en (nicht nur in unse­rem Lan­de) auseinandersetzt. 

Ein schein­ba­rer Neben­aspekt kam dabei nur am Ran­de vor:

Das Miß­ver­hält­nis zwi­schen öffent­li­cher Wahr­neh­mung und poli­ti­scher Beur­tei­lung (sowie Abhil­fe­ver­su­chen!) all­ge­mei­ner gesell­schaft­li­cher Realität.

Unter der Annah­me, dass nicht alle Poli­ti­ker Hohl­köp­fe sind, son­dern durch­aus gebil­de­te Men­schen mit Lebens­er­fah­rung, und ihre Hand­lungs­wei­se für eine brei­te Öffent­lich­keit nicht schlüs­sig und kon­se­quent erscheint, sind ihre Lösungs­an­sät­ze oft völ­lig unverständlich.

Der Grund für die­sen "gap" in der Wahr­neh­mung muß also woan­ders gesucht werden. 

Es wird oft von einer "Volks­fer­ne" der Poli­tik gespro­chen. Das ist eine Tat­sa­che. Wer abge­schot­tet von der Mas­se dem poli­ti­schen Geschäft nach­geht und dafür viel Zeit auf­zu­wen­den hat wird sich zuneh­mend von der Basis ent­fer­nen. Der durch­schnitt­li­che Poli­ti­ker ist daher auf alter­na­ti­ve Quel­len ange­wie­sen, die bedau­er­li­cher­wei­se eben nicht das dar­stel­len was die Bevöl­ke­rung in ihrem Lebens­um­feld wahr­nimmt. Son­dern das, was eine Jour­na­li­sten­gil­de für berich­tens- und beach­tens­wert hält. 

Wobei das oft des­we­gen nur ein klei­ner Aus­schnitt des "rea­len Lebens" ist, weil auch die Medi­en­leu­te nur eine begrenz­te Sicht der Wirk­lich­keit haben kön­nen - sind sie doch Teil der Gesell­schaft und des­we­gen in einer Art sozia­li­siert, die ihnen nur weni­ge Facet­ten des Gesamt­bil­des eröffnen. 

Anders gesagt:
Wer in einer bestimm­ten Gesell­schafts­schicht auf­ge­wach­sen ist urteilt nach den dort vor­han­de­nen Kri­te­ri­en über die gesell­schaft­li­chen Strö­mun­gen und das muß immer weni­ger sein als das Gesamt­bild des­sen, was tat­säch­lich vor­han­den ist.

Der "gap" ist dem­nach eine zwei­sei­ti­ge Falle:
Die Bericht­erstat­ter sehen ande­re Facet­ten als die Bevöl­ke­rung all­ge­mein, die Poli­tik wie­der­um nur einen Aus­schnitt des­sen, was die Medi­en wie­der­ge­ben .... da muß die WIRKLICHKEIT der gesell­schaft­li­chen Ereig­nis­se - zwangs­läu­fig - auf der Strecke blei­ben. So lan­ge, bis die Brei­te des beschrie­be­nen "gaps" redu­ziert wer­den kann.

Da liegt mei­ne Hoff­nung auf dem Inter­net, vor­aus­ge­setzt, es bleibt wei­ter­hin bei der bis­her geüb­ten Netzneutralität. 

_

bookmark_border"Mutter Maulwurf, ich habe die Sonne gesehen!" *

.
oder: 

"Lichttherapie"

Als ich ein klei­ner Bub war leb­te ich in HANAU am Main, der "Stadt des edlen Schmuckes". Die­se Stadt ist auch Sitz der Fir­ma Heraeus, die ein Gerät mit dem Namen Künst­li­chen Höhen­son­ne – Ori­gi­nal Hanau [ver­ein­facht: "Ori­gi­nal Hanau Höhen­son­ne"] pro­du­ziert hat.

Wir wur­den als Schul­klas­se [der Brü­der-Grimm-Schu­le, einer der dama­li­gen Grund­schu­len vor Ort 195152 und in den Fol­ge­jah­ren] klas­sen­wei­se durch einen "Tun­nel" aus Höhen­son­nen geschickt. Die­ser Tun­nel war ca. 30 m lang, die Höhen­son­nen waren neben­ein­an­der an Decke und Wän­den lücken­los ange­bracht. In der Mit­te des Tun­nels ver­lief ein Steg mit seit­li­chen Hand­läu­fen, so gebaut, dass es nicht mög­lich war die Höhen­son­nen beim Durch­lau­fen zu errei­chen oder anzufassen.

Bis auf die Unter­ho­se ent­klei­det muß­ten wir, geschützt nur von einer spe­zi­el­len UV-Bril­le, lang­sam hin­ter­ein­an­der durch die­sen Höhen­son­nen­tun­nel lau­fen, nach ein paar Schrit­ten anhal­ten, uns um uns selbst dre­hen und dann wie­der weitergehen.
Die­se als "Höhen­son­nen­kur" bezeich­ne­te Pro­ze­dur wie­der­hol­te sich ein­mal wöchent­lich wäh­rend des gesam­ten Schuljahres.

In dem Tun­nel war es heiß - stickig bis zur Atem­be­klem­mung durch das wegen der UV-Strah­lung ent­ste­hen­de, gesund­heits­schäd­li­che & übel­rie­chen­de Ozon - und es roch zudem schreck­lich nach Schweiß. Wer sich in der Ana­to­mie & Phy­sio­lo­gie ein wenig aus­kennt weiß, dass vor allem Kin­der im Grund­schul­al­ter wenig schwit­zen, und es außer­or­dent­li­cher Bedin­gun­gen bedarf damit es doch passiert.

Mitt­ler­wei­le ist bekannt, dass die dort ent­ste­hen­de 'har­te' UV-Strah­lung mit Blau- und Ultra­vio­lett­an­teil in frü­hem Lebens­al­ter zur Aus­lö­sung von Haut­krebs [ganz unten] bei­trägt bzw. die­sen zeit­ver­setzt in höhe­rem Lebens­al­ter aus­lö­sen kann.

Wir waren also die "Ver­suchs­ka­nin­chen" für die Fir­men­in­ter­es­sen des Unter­neh­mens - das unter Mit­wir­kung der Schul­be­hör­den an der Opti­mie­rung sei­ner Pro­duk­te arbeitete.
Natür­lich wur­den, wie immer in sol­chen Fäl­len, Vor­tei­le für die Gesund­heit der so 'behan­del­ten' Schü­ler in den Vor­der­grund gestellt:

Die in der Auf­zäh­lung genann­ten Krank­hei­ten bzw. Befind­lich­keits­stö­run­gen sind durch eine soge­nann­te "Licht­the­ra­pie" natür­lich nicht zu behan­deln, schon erst recht nicht durch eine 'har­te' UV-Strah­lung, wie sie in den ersten Jah­ren nach dem Krieg bis in die spä­ten sech­zi­ger Jah­re prak­ti­ziert wur­de, da die Gerä­te noch nicht über ent­spre­chen­de Schutz­ein­rich­tun­gen verfügten.

Vor dem Hin­ter­grund die­ses Rück­blicks - bedau­er­li­cher­wei­se lie­gen kei­ne Zah­len zu Erkran­kungs­häu­fig­keit an Haut­krebs unter den 'behan­del­ten' Schü­lern vor, bzw. sind nicht ver­öf­fent­licht - ist es erschreckend wie kri­tik­los im Fern­se­hen neu­er­li­che Ver­su­che eine "Licht­the­ra­pie" zu eta­blie­ren ** dar­ge­stellt wer­den [Lokal­zeit Mün­ster­land vom 12.01.2015; mit u.a. Sabi­ne Rid­der-Scha­phorn, Psychiaterin]. 

" .. Wis­sen­schaft­lich ist es unklar - wer heilt hat Recht .. " sagt im Video ein Arzt [Dr. Micha­el Feld u.a.] - eine immer wie­der von der soge­nann­ten "Erfah­rungs­me­di­zin" her­an­ge­zo­ge­ne Phra­se, die längst wider­legt ist.

Die Aus­sa­gen der Pati­en­ten und die der The­ra­peu­tin wer­den [in dem erst­ver­link­ten Video] unwi­der­spro­chen in den Raum gestellt. Weil die Grund­re­geln des "sorg­fäl­ti­gen Jour­na­lis­mus" nicht beach­tet wer­den, nach denen eine sol­che Aus­sa­ge veri­fi­ziert wer­den muß und wei­te­re Quel­len her­an­ge­zo­gen wer­den sol­len, ent­steht der Ein­druck, dass es ein wah­res Glück für die Pati­en­ten ist sich die­ser "Behand­lung" zu unterziehen.

Mein Urteil:
Schlech­ter Journalismus,
schlech­te Aus­sich­ten für die Patienten,
dilet­tan­ti­sche Provinzquacksalberei.

 ・  ⚫  ・ 

*
[Fami­lie Maul­wurf (pixi Nr. 289) Taschen­buch – 1979 von Otto Frel­lo (Autor)]

**
Die soge­nann­te "Behand­lung" mit einer "Höhen­son­ne" ist nicht iden­tisch mit den in den Vide­os gezeig­ten Licht­quel­len. Deren Strah­lungs­in­ten­si­tät ist sehr viel schwä­cher als die einer Höhensonne.
_