bookmark_borderDas hatten wir doch schon 'mal ....


Das fin­de ich auch.
Weil wir anson­sten auch gleich wie­der sagen könnten:
"Recht ist was dem Vol­ke nützt!"
So etwa muß man wohl die sich letz­tens häu­fen­den Attacken des Innen­mi­ni­sters auf das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt sehen .... 

" .. Mit dem Gesta­po­ge­setz von 1936, das staats­po­li­zei­li­che Aktio­nen grund­sätz­lich der rich­ter­li­chen Nach­prü­fung ent­zog, war der größ­te Schritt zum per­ma­nen­ten Aus­nah­me­zu­stand getan. Als der Gesta­po per Gesetz zuge­stan­den wur­de, was sie vor­her schon längst prak­ti­ziert hat­te, zer­fiel der Rechts­schutz des Indi­vi­du­ums voll­stän­dig. Nun konn­te die Gesta­po selbst ent­schei­den, wel­cher Tat­be­stand als poli­tisch galt und wer als gefähr­li­cher Staats­feind zu ver­fol­gen war .. "

Was beim "Kin­der­por­no­gra­phie-Sperr­ge­setz" geplant ist, näm­lich den BND allei­ne ohne jeg­li­che Kon­trol­le ent­schei­den zu las­sen ist genau das, was im Drit­ten Reich zu unkon­trol­lier­ba­ren Will­kür­ak­ten der 'Gehei­men Staats­po­li­zei' (und in der DDR: der Staats­si­cher­heit) und letzt­lich zur Liqui­da­ti­on jeg­li­cher Oppo­si­ti­on gegen das Régime führte.

Der Herr Innen-Mini­ster aber gibt sich indi­gniert, weil sei­nen ad-hoc- und us de la-mäng-Geset­ze, die alle­samt der Recht­mä­ßig­keit ent­beh­ren, immer häu­fi­ger "Ver­fas­sungs­wid­rig­keit" beschei­nigt wird und sie nur mit zahl­rei­chen, wesent­li­chen Ände­run­gen in die Pra­xis gehen ....
Daher plä­die­re ich für Augen­maß in der Sache und Abwahl der Ver­ant­wort­li­chen für die­se abwe­gi­gen Geset­zes­vor­ha­ben, die nur Wahl­kampf­ge­tö­se dar­stel­len! Anstel­le des obi­gen Sat­ze soll­te in einem Rechts­staat gelten:


Nur was Recht ist,
nützt dem Volke."



 

bookmark_borderErinnern! Alternativ wählen!


" .. Unmut muß sich auch in Wahl­er­geb­nis­sen niederschlagen!!

Der nun mitt­ler­wei­le hef­tig umstrit­te­ne Gesetz­ent­wurf ist nicht allein der Gesetz­ent­wurf von Ursu­la von der Ley­en, es ist der Gesetz­ent­wurf, der von einer schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen wur­de. Von rot und schwarz!

Wie dop­pel­zün­gig mal wie­der die SPD ist, zeigt sich dar­in, daß sie sich nun für eine öffent­li­che Anhö­rung im Unter­aus­schuss (27.5) aus­ge­spro­chen hat. Toll, toll – Jubel!!! Aber das ist die sel­be SPD, die noch vor weni­gen Tagen dem Gesetz­ent­wurf mal eben zuge­stimmt hat!

Poli­tik soll­te für uns und nicht gegen uns gemacht wer­den. Idea­ler­wei­se mit uns, und genau des­halb gehe ich zur Euro­pa­wahl und mach mein Kreuz sicher nicht bei den Wahl­ver­spre­chern (von CDU & SPD, auch nicht bei­den Hel­fers­hel­fern von FDP & Grünen) .. "


[Zitat/Bild "Stopp­schild"] | [Bild "Merkel"/Quelle]


"Pro­jekt >18" für die SPD
  "Pro­jekt >29" für die CDU 

bookmark_borderIn Luft aufgelöst!

Die­se Schlag­zei­len, die­ses Trara ....
die bit­ter­bö­sen Staats­fein­de aus dem Sauerland:
Auf­ge­bauscht und kon­stru­iert, so scheint es mittlerweile.

"Terror(ists) you can rely on!"

Ja, aber nur wenn man - auf dem Weg in den Über­wa­chungs- und Zen­sur­staat - dem 'gemei­nen Volk' Sand in die Augen streu­en möch­te .... ein wei­te­res Bei­spiel, war­um den In-die-Welt-Set­zern sol­cher 'Enten' dar­an gele­gen ist die Infor­ma­ti­ons­frei­heit einzuschränken ....

PS
Immer dar­an den­ken - und bei der Euro­pa­wahl nur sol­che Par­tei­en wäh­len, die sich klar gegen Zen­sur und Inter­net­sper­ren aus­spre­chen - jede Stim­me zählt!

*edit*
(19.05.2009)

[Du bist Ter­ro­rist from lexela on Vimeo
via Mocking­bird]

 

bookmark_borderRolle rückwärts ....

Mit bit­te­rer Ent­täu­schung habe ich gele­sen, daß Prä­si­dent Oba­ma die Son­der­ge­rich­te nun doch bestehen las­sen will - und das nur weni­ge Tage nach sei­nem Rück­zie­her hin­sicht­lich der umstrit­te­nen Fol­ter-Pho­tos .... ich hat­te wirk­lich geglaubt, er sei 'anders' als vie­le sei­ner Vor­gän­ger, ins­be­son­de­re der letzte ....

[Zitat aus der Netzzeitung]

" .. Nach Ansicht des Vor­sit­zen­den der .. ACLU, Antho­ny Rome­ro, beru­hen die Tri­bu­na­le auf ver­fas­sungs­wid­ri­gen Grund­la­gen und zie­len dar­auf ab, «Schuld­sprü­che sicher­zu­stel­len, kei­ne fai­ren Pro­zes­se». Rome­ro kün­dig­te mas­si­ven Wider­stand an. Es hand­le sich um eine «alar­mie­ren­de Ent­wick­lung», erklär­te auch das Zen­trum für Ver­fas­sungs­rech­te in Washing­ton, das sich seit Jah­ren um eine bes­se­re Rechts­stel­lung der Gefan­ge­nen im US-Lager Guan­ta­na­mo auf Kuba bemüht. Oba­ma habe vor sei­ner Wahl die Hoff­nung geweckt, mit den «gefähr­li­chen Expe­ri­men­ten» sei­nes Amts­vor­gän­gers Geor­ge W. Bush zu brechen .. "

*edit*
Sie­he dazu auch:

  1. Litt­le Known Mili­ta­ry Thug Squad Still Bru­ta­li­zing Pri­soners at Git­mo Under Obama 
  2. und

  3. "Cen­ter for Con­sti­tu­tio­nal Rights [CCR] Urges Oba­ma Admi­ni­stra­ti­on to Aban­don Fai­led Guan­ta­na­mo Mili­ta­ry Commissions"

Dabei hat er so viel­ver­spre­chend angefangen ....

bookmark_borderExperten ....

Die Ent­wick­lung immer umfang­rei­che­rer und inhalts­rei­che­rer Daten­ban­ken - wie z.B. WIKIPEDIA - hat zu einem son­der­ba­ren Phä­no­men geführt:
Das Land ist voll von "Exper­ten" die zu Allem & Jedem ihre Mei­nung herausposaunen.

Wozu brau­chen wir noch die 'stu­dier­ten' Exper­ten? Steht doch alles im Inter­net. Da kann man rasch ein paar Infor­ma­tio­nen zusam­men­le­sen und drei­mal umge­rührt als "Exper­ti­se" zum Besten geben. 

Halt! Halt!
So geht das bestimmt nicht.
Das kann so nicht funktionieren!

Bruch­stücke sam­meln und neu ver­knüp­fen reicht nun 'mal nicht um ein kor­rek­tes Bild eines Sach­ver­hal­tes zu zeich­nen: Das erfor­dert jah­re­lan­ges Stu­di­um, die Fähig­keit zur Abstrak­ti­on und vor allem eine - wohl­ver­stan­de­ne - Skep­sis gegen­über dem all­zu Offensichtlichen. 

Völ­lig falsch ist das der­zei­ti­ge Ver­ständ­nis der 'Wer­tig­keit' sol­cher Lai­en­aus­sa­gen im Ver­gleich zu denen von - aus­ge­bil­de­ten - Wissenschaftlern. 


Allein die Tat­sa­che, daß da manch­mal zwei Mei­nun­gen schein­bar gleich­be­rech­tigt neben- oder unter­ein­an­der in Inter­net­dis­kus­sio­nen oder in Blog­bei­trä­gen und den zuge­hö­ri­gen Kom­men­ta­ren ste­hen bedeu­tet noch lan­ge nicht, daß die­se Äuße­run­gen auch tat­säch­lich als gleich­wer­tig zu betrach­ten sind.


Der Schein trügt.
Wie so oft.

So hilf­reich das Inter­net in vie­ler­lei Hin­sicht ist, so segens­reich im Sin­ne von Erwei­te­rung des Hori­zon­tes jedes ein­zel­nen Nut­zers, so gefähr­lich ist es auch, wenn eben­die­se Nut­zer nicht zwi­schen fun­dier­tem Tat­sa­chen­wis­sen und sub­jek­ti­ver Mei­nung differenzieren ....

bookmark_borderWachstum

[Das The­ma schien mir bedeut­sam, weil bei Frau la-mam­ma eine Fra­ge zu (Wirt­schafts-) Zyklen - samt Ant­wort - dis­ku­tiert wur­de].  

 
Was im all­ge­mei­nen als "Wachs­tum" bezeich­net wird ist in den (wesent­li­chen) Indu­strie­län­dern in Wirk­lich­keit ein "Null­sum­men­spiel", denn tat­säch­li­ches Wachs­tum fin­det nicht statt ....


Der Begriff "Wachs­tum" sug­ge­riert einen Zuwachs wo kein Zuwachs zu ver­zeich­nen ist. Dies als zutref­fend anzu­se­hen fällt dem auf­merk­sa­men Beob­ach­ter nicht schwer:
Geht man offe­nen Auges durch eine grö­ße­re Stadt, so wird man Neu­auf­bau erken­nen der an Stel­len statt­fin­det wo zuvor bereits Gebäu­de mit flo­rie­ren­den Unter­neh­men zu fin­den waren. Sieht man noch genau­er hin und erin­nert sich, so wer­den zykli­sche Struk­tu­ren erkenn­bar.
 

 
Zunächst wird eine Pla­nung durch­ge­führt - auf deren abso­lu­te Not­wen­dig­keit wird von Sei­ten der Pla­nen­den stets ener­gisch hin­ge­wie­sen - die oft mit Unter­stüt­zung der Städ­te & deren Bau­be­hör­den abläuft. Da fin­det man bereits den ersten Grund für Skep­sis, denn die Städ­te haben 1. ein Inter­es­se ihre Behör­den 'aus­zu­la­sten' - das bedeu­tet ja Ein­nah­men - und 2. lang­fri­stig Steu­er­ein­nah­men zu sichern und aus­zu­wei­ten - das wird durch Erwei­te­rung der Zahl von vor­han­de­nen Betrie­ben erreicht:
Mehr Betrie­be = mehr Einnahmen ....

Bei sol­chen Vor­ha­ben müs­sen natür­lich bestehen­de Gebäu­de abge­ris­sen wer­den, die vor­han­de­nen Betrie­be wer­den (oft nur teil­wei­se) 'aus­ge­sie­delt' und im neu­en Pro­jekt - sofern sie dann dort die erheb­lich teu­re­re Mie­te noch zu zah­len in der Lage sind! - wie­der 'ange­sie­delt' .... Eine blo­ße "Erwei­te­rung", Sanie­rung oder ein Umbau wer­den des­we­gen nicht in Betracht gezo­gen, weil der 'pro­fit' bei Neu­pla­nung, Abriß und Neu­bau natür­lich viel höher ist als mit Maß­nah­men, bei denen ein Teil der "Alt­sub­stanz" erhal­ten wird ....

Am Neu­bau ver­die­nen die Betei­lig­ten alle­samt ein Mehr­fa­ches des­sen, was ein blo­ßer Umbau in ihre Kas­sen spü­len könn­te .... kein Wun­der also, wenn Neu­bau das bevor­zug­te Vor­ge­hen ist. Dabei ist es - so son­der­bar das klin­gen mag - völ­lig unwich­tig, ob es sich um Ersatz an glei­cher Stel­le oder an ande­rem Orte han­delt. In der Sum­me wer­den bestimm­te Berei­che 'ent­sie­delt' und neue Berei­che 'besie­delt' und davon pro­fi­tie­ren Abbruch­un­ter­neh­men, Archi­tek­ten, Bau­ge­sell­schaf­ten und städ­ti­sche Behör­den die an Pla­nung, Bau­ord­nung betei­ligt sind und mög­li­cher­wei­se ver­dient eine Stadt auch direkt, wenn sie Grund­stücke ver­äu­ßern kann.

Schaut man genau hin, dann wird deutlich:

Die ent­ste­hen­den Ein­künf­te wer­den nir­gend­wo zu den zusätz­lich geschaf­fe­nen Flä­chen ins Ver­hält­nis gesetzt, den Bür­gern wer­den ledig­lich die Vor­zü­ge sol­cher Vor­ha­ben dar­ge­stellt. Und eine Dis­kus­si­on fin­det meist auch erst dann statt, wenn sol­che Pro­jek­te sich schon in einem nahe­zu unum­kehr­ba­ren Sta­di­um befinden .... 


"Und ist's nicht Absicht, so hat es doch Methode!"
möch­te man da anfügen ....


 

Wie oben bereits ange­deu­tet ent­steht also kein wenig ver­nach­läs­sig­bar gerin­ges Wachs­tum (im Sin­ne von "abso­lu­tem Zuwachs"), denn es wer­den ande­rer­seits noch bestehen­de "Wer­te" abge­ris­sen und ver­nich­tet. Ver­dient wird aber trotz­dem, und zwar nicht schlecht:

Ban­ken verdienen,
(Bau-) Gesell­schaf­ten verdienen,
Städ­te verdienen,
eini­ge weni­ge Privilegierte/Ausführende "die Jeman­den ken­nen der wen kennt" ....

Ein "Null­sum­men­spiel" schrieb ich wei­ter oben. Dabei blei­be ich. Aller­dings - wie zu sehen ist - nur für die Bür­ger. Sie zah­len höhe­re Prei­se in den neu­en Geschäf­ten - weil die ja auch höhe­re Mie­ten zah­len müs­sen, sie zah­len für neue Infra­struk­tur­maß­nah­men durch erhöh­te Gebüh­ren der Städ­te, sie zah­len in Form von Ver­lust an Iden­ti­tät, denn die neu­en Gebäu­de sind oft nur "zweck­mä­ßig" aber nicht beson­ders ansehn­lich ...! Ganz neben­bei wer­den an sich noch nutz­ba­re Wer­te zer­stört, eine Tat­sa­che, die wahr­schein­lich irgend­wann dadurch zum Erlie­gen kommt, daß die Roh­stof­fe ausgehen.

Das Wachs­tum, was kei­nes ist, ähnelt "Des Kai­sers neu­en Klei­dern" - nur ver­ste­hen das immer weni­ger Men­schen, weil 'Poke­mon' und 'spon­geB­ob' und ande­re dümm­li­che Seri­en die Mär­chen abge­löst haben, die wenig­stens noch für Lern­schrit­te bei den Klei­nen sorg­ten. Kon­su­mie­ren statt Hin­ter­fra­gen wird ein­stu­diert. Damit gewin­nen Jene, die bei der Durch­set­zung ihres 'pro­fits' kei­ne lästi­gen Bür­ger­ein­wän­de gebrau­chen können ....

Über­le­gen sie doch' mal, lie­be Leser, ob es denn wirk­lich nötig und/oder über­le­bens­not­wen­dig ist ein bestän­di­ges "Wachs­tum" zu haben. Der "Club of Rome" hat schon in den Sieb­zi­gern auf die "Gren­zen des Wachs­tums" hingewiesen.
Umsonst, wie mir scheint.

'busi­ness as usu­al' - solan­ge bis die Res­sour­cen erschöpft sind ....
Wahr­schein­lich haben wir uns dann die Fol­gen 'ver­dient' ....

bookmark_borderVergessen ....

geht ja so schnell ....
und 'Ver­drän­gen' offen­bar noch schneller ....

Die netz­zei­tung berich­tet:
" .. Der Wahl­kampf hat auch .. Stu­diVZ erreicht .. Mer­kel bringt es der­zeit auf fast 9300 Unter­stüt­zer, Stein­mei­er auf rund 2800.
Zum Ver­gleich: Im .. Online-Netz­werk Face­book fin­det Mer­kel 8100 Befür­wor­ter, Stein­mei­er 3300 .. "

Was mich ent­täuscht ist die­se unkri­ti­sche Über­nah­me von Zah­len - hat die wer geprüft? 

Sodann:
Die­se Zah­len wir­ken - iso­liert - beein­druckend. Setzt man sie ins Ver­hält­nis zur Zahl der Wäh­ler wer­den daraus


0,019%


- ver­gli­chen mit einem Liter Was­ser ist das die Pfüt­ze, die in der lee­ren Fla­sche übrig ist .... ein durch­aus pas­sen­der Vergleich!

Ich ver­mu­te, die für Frau Mer­kel kom­men von der Jun­gen Uni­on, die für Herrn Stein­mei­er von den Jung­so­zia­li­sten - oder wie die Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen jetzt heißen ....

Übri­gens:
Nicht "der Wahl­kampf" hat die Netz­wer­ke erreicht, es sind die Wahl­kampf­zen­tra­len, die ver­su­chen die­se Netz­wer­ke für ihre Zwecke zu nutzen!

Und die netz­zei­tung spielt den Steigbügelhalter ....


Was ler­nen wir also aus die­ser "Infor­ma­ti­on"?
1. Wie man (die netz­zei­tung) aus einer 'Mücke' einen 'Ele­phan­ten' macht ....

2. Dass die CDU ent­we­der mehr jun­ge Leu­te in ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on hat, oder die Jung­so­zia­li­sten es nicht so mit 'stu­diVZ' und 'face­book' haben - oder beides ....

 

bookmark_borderWenn man ....

bei "ETWAS" mit­ma­chen will muß man sich schon an REGELN hal­ten - sonst läuft man Gefahr nicht mit­ma­chen zu dür­fen ....

Vor lan­ger, lan­ger Zeit hat­te ich 'mal eine bestimm­te Vor­stel­lung von einem Blog­ger, der auch bei two­day schrieb - das ist über 1.500 Tage her. Neu­lich bin ich - per Zufall - auf eine Sei­te gesto­ßen die er jetzt betreibt, der drit­te oder vier­te Anlauf "seri­ös" zu werden.

Als ich da las dach­te ich:
Jetzt hat er es (end­lich) ver­stan­den, er hat gelernt, daß die Welt sich nicht nach ihm rich­ten wird, son­dern daß er sich nach der Welt rich­ten muß. Daß er min­de­stens einen Kom­pro­miß mit der Welt suchen muß, anstatt nur zu opponieren ....

REGELN, die steu­ern das Zusam­men­le­ben. Da geht es halt nicht, daß man sich Alles so hin­biegt wie es gera­de paßt. Das gibt Ärger. Da wird man schnell einsam.

Oder man darf bei "Abge­ord­ne­ten­watch" kei­ne Fra­gen stel­len. Die Kon­se­quenz wäre dann, das eige­ne Han­deln zu hin­ter­fra­gen, anstatt sich belei­digt, trot­zig und unver­söhn­lich abzuwenden:

"Ätsch!"
wenn ihr mich nicht so wollt wie ich bin
- dann eben nicht! 

So reagie­ren Kinder.
Und Erwach­se­ne, die ganz innen nur ver­letz­te, ein­ge­schnapp­te Kin­der sind .... 

War­um ich das hier schreibe?
Weil mei­ne "Erz-Fein­din", die nim­mer­mü­de, unfehl­ba­re, und lie­ben­de Mut­ter Frau BUDENZAUBERIN ihr Web­log dicht­ge­macht hat - irgend­wann reicht es ja auch - nein, nicht wirk­lich, sondern:

Weil ich nach 1.900 Tagen blog­gen 'mal einen Blick zurück wer­fen woll­te .... und die 'sto­ry' hat doch einen unver­wech­sel­ba­ren 'human touch'.
Das ist gefragt, heutzutage.

 

bookmark_borderSchuhwerk ....

ist schon seit Jah­ren nicht mehr das, was es frü­her ein­mal war: Leder oben, Leder­soh­le ....

Eine neue Unter­su­chung mit dem Tital "Are run­ning shoes a waste of money" hat nun bestä­tigt was ich schon vor län­ge­rer Zeit moniert habe:
Die GUM­MI-Schu­he, die heut­zu­ta­ge als das 'non-plus-ultra' ver­kauft wer­den sind extrem über­teu­ert und tau­gen nichts - im Gegen­teil, sie machen die Füße kaputt und füh­ren zu mehr Verletzungen ....

(mehr ....)

[Initi­iert durch die­sen Bei­trag]
 

bookmark_borderGer(har)d S., peinlich ....

Ich begin­ne mit einem Zitat, gefun­den bei "feyn­sinn" - ergänzt durch eine Zei­tungs­no­tiz (Col­la­ge), die heu­te in unse­rem Lokal­blatt zu lesen war - wahr­schein­lich basie­rend auf einer Agen­tur­mel­dung, die auch die SZ brach­te, die bei "feyn­sinn" gelinkt ist ....

"feyn­sinn" schreibt
unter der Über­schrift "Der Ehr­geiz des Pro­le­ten":

.. Es ist pein­lich. Vor vie­len Jah­ren wies Vol­ker Pis­pers schon auf die “Ver­wü­stun­gen” hin, “die der zwei­te Bil­dungs­weg hin­ter­läßt”. Ger­hard Schrö­der ist so ein Self­made­man aus der Unter­schicht, der sich vie­les erar­bei­ten muß­te .. Er ist ein Macht­mensch aus Ehr­geiz, ein Auf­stei­ger .. Der Gedan­ke, daß er auch viel Glück gehabt hat und noch von ganz ande­ren “Lei­stun­gen” pro­fi­tiert hat, ist des Pudels Kern ..
Zum Bei­spiel ist da die SPD, die ihm und ande­ren aus ein­fa­chen Ver­hält­nis­sen immer Hoff­nung gemacht hat. Gene­ra­tio­nen von Vor­kämp­fern, die dafür gesorgt haben, daß über­haupt so etwas wie Durch­läs­sig­keit in der Gesell­schaft exi­stiert. Die dafür gesorgt haben, daß der Pöbel sich bil­den darf und das “Exi­stenz­mi­ni­mum” mehr ist als ein Stück Brot am Tag.
Zum Bei­spiel ist da sein Feind und Weg­ge­fähr­te Oskar Lafon­taine, der Schrö­ders Wahl­sieg maß­geb­lich ermög­licht hat - mit poli­ti­schen Vor­stel­lun­gen, die der Kanz­ler dann ins Gegen­teil ver­kehrt hat. Schrö­der hat mit der Agen­da 2010 ein sozi­al­dar­wi­ni­sti­sches Pro­gramm auf­ge­legt .. "

Nun der Zeitungsausschnitt:



 
Wahr­haf­tig, so wie es da steht: Im Aus­land .... und so soll­te es auch blei­ben. Er hat sei­ner Par­tei schon genug "Bären­dien­ste" erwie­sen, da mutet eine von Stein­mei­er abge­ge­be­ne Äuße­rung - wenn sie denn so stimmt wie die WN zitiert (sie­he clip­ping) - schon eher als hef­ti­ge Ableh­nung denn als ermun­tern­de Auf­for­de­rung an ....

Aber wie das bei 'Empor­kömm­lin­gen' so ist: Kein Bewußt­sein für Tra­di­ti­on, kei­nes für Anstand und Ehre, statt­des­sen skru­pel­lo­ses Gewinn­stre­ben, kein Fein­ge­fühl, nur bra­chia­les Prol­len, und vor allem ein ein­stu­dier­tes 'fei­nes Beneh­men', das auf­ge­setzt ist und daher auch so wirkt - ein klein­ster Anstoß und die Mas­ke fällt .... der Pro­let kommt zum Vor­schein wenn die rich­ti­gen Stich­wor­te fal­len .... ich erin­ne­re da an die "Ele­phan­ten­run­de" nach der letz­ten Bun­des­tags­wahl in der man den Ein­druck haben konn­te er sei angetrunken ....

Viel Geld als Ersatz für staats­män­ni­sche Grö­ße macht eben aus dem Staats­mann - als der er nach sei­ner Kanz­ler­schaft hät­te abtre­ten kön­nen - das was er schon immer war:
Einen zweit­klas­si­gen, geld­gie­ri­gen Politiker.

"Im Aus­land ist sei­ne Stim­me noch immer gefragt", die Stim­me viel­leicht, aber die Inhal­te? Das kann man zudem auch von diver­sen 'Künst­lern' sagen, die hier­zu­lan­de nicht ein­mal mehr bei Kaf­fee­fahr­ten auf­tre­ten .... nur wird uns Schrö­der als 'Wahl­kämp­fer 2009' nicht erspart blei­ben. Ich befürch­te, daß er, in 'Rattenfänger'-Manier, immer noch eini­ge Unbe­darf­te wird blen­den kön­nen - nicht etwa daß das den SPD-Genos­sen viel hel­fen wür­de, aber es wäre eine noch grö­ße­re Pein­lich­keit als Alles was er bis­her so getrie­ben hat ....

bookmark_borderBlick zurück ....

2004/2005 wur­den in den Web­logs noch Grund­satz­dis­kus­sio­nen auf geho­be­nem Niveau geführt - hier ein Zitat aus einer mei­ner Erwi­de­run­gen, es ging um "Blog-Éli­te", "Trol­le" und andere .... 

Der Man­gel an Geist - und Witz - wird durch .. Unflä­tig­kei­ten und Begrif­fe aus der tief­sten Gos­se unter­mau­ert. Ein Mensch mit Bil­dung [und hier mei­ne ich nicht "for­ma­le" Bil­dung, etwa Abschlüs­se, son­dern Her­zens­bil­dung] wird sich nicht her­ab­las­sen sol­che Begrif­fe zu spre­chen, geschwei­ge denn zu schreiben.

Dahin­ter ver­birgt sich aller­dings ein tief­grei­fen­des gesell­schaft­li­ches Problem:
Schich­ten ohne Lebens­er­folg kön­nen im Inter­net - spe­zi­ell in Chats und in Blogs - eine Pseu­do-Iden­ti­tät und Bedeu­tung auf­bau­en, der sie im "wirk­li­chen" Leben nie­mals gewach­sen wären: 

Der gesell­schaft­li­che Ver­sa­ger als Webpar­ve­nue - ohne Angst, ent­larvt zu wer­den - denn hier ist man ja anonym!

bookmark_borderFrau Will ....

hat der Kanz­le­rin eine "Plat­form" gebo­ten und brav beim - wahr­schein­lich gut vor­be­rei­te­ten und mit den Par­tei­stra­te­gen abge­spro­che­nen - Fra­ge-Ant­wort-Spiel­chen mit­ge­macht .... so weit so schlecht! 

Mich ärgert ledig­lich, daß es dem unbe­darf­ten Zuse­her vor­gau­kel­te die sonst so schweig­sa­me, zurück­hal­ten­de und ent­schei­dungs­un­wil­li­ge Frau Kanz­ler habe für alle bren­nen­den Pro­ble­me eine Lösung:
Was völ­lig außer Acht geblie­ben ist war die Tat­sa­che, daß genau die­se Kanz­le­rin die letz­ten paar Jah­re regiert und NICHT BESONDERS VIEL gelöst hat - war­um, in drei Teu­fels Namen, soll­te es dann bes­ser wer­den wenn man sie wie­der wählt?

Eine Frau Will die Stich­wor­te gab, eine Kanz­le­rin die bekann­te Paro­len aus­schmückend her­un­ter­be­te­te - nein, so stel­le ich mir eine jour­na­li­sti­sche Glanz­lei­stung nicht vor. Das war Schü­ler­zei­tungs­ni­veau - obwohl, als ich den vor­ma­li­gen DDR-Gro­ßen H. Bent­zi­en (1961 bis 1965 Mini­ster für Kul­tur) Anfang 1965 für unse­re Schü­ler­zei­tung inter­view­te, ging es leb­haf­ter her ....