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bookmark_borderKaffee

Als "Viel­trin­ker" bin ich ja stän­dig auf der Suche nach der 'besten Sor­te' - und natür­lich soll der Preis in einem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur Qua­li­tät des Pro­duk­tes stehen. 

Das Kaf­fee­ko­chen - ich den­ke da an vie­le Beob­ach­tun­gen die ich als Kind im Hau­se mei­ner Groß­mutter mach­te - war ein Ritu­al. Kaf­fee war bis in die 60'er Jah­re ein Luxus. Es gab auch kei­nen fer­tig gemah­le­nen Kaffee.
   
Bei Oma wur­de die Kaf­fee­müh­le zwi­schen die Knie geklemmt und ein Täß­chen Boh­nen ein­ge­füllt - dann wur­de gut fünf Minu­ten von Hand gemahlen ....
Das Kaf­fee­pul­ver sam­mel­te sich in einer klei­nen Schub­la­de unter­halb des Mahl­werks, wur­de dann vor­sich­tig - um nichts zu ver­schüt­ten - in die Kaf­fee­kan­ne gefüllt.
   
In eine rich­ti­ge Por­zel­lan­kan­ne, mit lan­gem Aus­guß und pas­sen­dem Deckel, sowas ist heu­te eine Sel­ten­heit. Dar­auf gab man kochend­hei­ßes Was­ser und war­te­te eine Wei­le, damit die Aro­ma­stof­fe aus dem Kaf­fee­pul­ver gelöst wer­den konn­ten. Schließ­lich wur­de der Kaf­fee - nach gutem Umrüh­ren des Kan­nen­in­hal­tes - durch ein Sieb in die Tas­sen gefüllt. Ich erin­ne­re mich noch gut an das Aro­ma, das so sehr schnell den Raum erfüll­te. Mög­lich, daß genau die­ses Erleb­nis mich so nach­hal­tig zum Kaf­fee­trin­ker 'geprägt' hat.

   
Nach einer Peri­ode des Auf­schwungs für Por­zel­lan-Kaf­fee­fil­ter mit Fil­ter­tü­ten kam dann der 'Sie­ges­zug' der Kaf­fema­schi­nen - die mach­ten all das, was frü­her in Ein­zel­schrit­ten erle­digt wer­den muß­te 'auto­ma­tisch':
   
Kaf­fee in die Fil­ter­tü­te, Fach schlie­ßen, Was­ser in die Maschi­ne fül­len, anschal­ten und war­ten, bis die meist glä­ser­ne Kan­ne gefüllt war. Vor­bei das Kaf­fee-Ritu­al. Ein deut­li­cher Ver­lust der Wert­schät­zung eines mit Lie­be gebrau­ten Kaf­fees, ein wei­te­rer Ver­lust an 'Lebens­qua­li­tät'.

Über die Unsit­te "Pul­ver­kaf­fee" zu brü­hen wer­de ich hier nur soviel sagen:
Es ist ein Sakri­leg! Schnell, schnel­ler am schnell­sten! So etwas ist beim Kaf­feegenuß unan­ge­mes­sen .... und das Gebräu, das da her­aus­kommt ver­dient den Namen "Kaf­fee" nicht!

Als die ersten Kaf­fee­au­to­ma­ten auf den Markt kamen und deren Prei­se sich noch in für 'Pri­vat­leu­te' uner­schwing­li­chen Höhen beweg­ten war es außer­or­dent­lich müh­sam unge­mah­le­nen Kaf­fee für die­se Maschi­nen zu fin­den: Kei­ner der gro­ßen Namen im Kaf­fee­markt bot etwas ande­res als gemah­le­nen, vaku­um­ver­pack­ten Kaf­fee an.

Das hat sich in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert. Immer mehr Fir­men ver­kau­fen unge­mah­le­nen Kaf­fee - doch häu­fig noch mit sehr schlech­ter Qua­li­tät! Viel­fach wer­den ein­fach nur die her­kömm­li­chen Sor­ten mit sehr schwa­cher Röstung als Boh­nen statt Pul­ver ver­kauft - die aber zu unver­hält­nis­mä­ßig höhe­ren Prei­sen als der gemah­le­ne Kaf­fee, das 'riecht' ver­däch­tig nach "Abzocke":
Wenn ver­schie­de­ne Ver­ar­bei­tungs­schrit­te - nach dem Rösten - weg­fal­len, wie das z.B. das Mah­len des Kaf­fees, so soll­te doch der Ver­brau­cher­preis nied­ri­ger sein als der für das gemah­le­ne Pro­dukt. Das Gegen­teil ist der Fall. Die unge­mah­le­nen Sor­ten sind meist 30 bis 50% teu­rer als gemah­le­ne Kaffees.

Nach einer Zeit der 'Absti­nenz' (= Nicht-Prä­senz) der gro­ßen Röster ent­deckt man immer öfter auch bei ihnen Ange­bo­te (unge­mah­le­ne Boh­nen) für den Kaf­fee­au­to­ma­ten - und das zuneh­mend zu ange­mes­se­ne­ren Prei­sen. Ob da ein Umden­ken stattfindet?

   
Eines jedoch ist sicher:
Ein stark gerö­ste­ter, von Hand gemah­le­ner, mit kochen­dem Was­ser gebrüh­ter (besten­falls in einer Espres­so­ma­schi­ne süd­eu­ro­päi­scher Art berei­te­ter) Kaf­fee ist immer noch das Beste was dem Kaf­fee­ge­nie­ßer pas­sie­ren kann ....

Ich geh' jetzt erst 'mal einen Kaf­fee trinken.



Bildquellen


bookmark_border"Seniorität"

Das Wort höre ich immer häu­fi­ger:  

"Eine gewis­se Senio­ri­tät kann durch­aus nütz­lich sein!"
"Senio­ri­tät bedeu­tet Erfah­rung - und das ist immer von Vorteil!"
"Men­schen mit Senio­ri­tät gehen Din­ge ruhi­ger an!"  

Es ist aber ein gro­bes Miß­ver­hält­nis zwi­schen tat­säch­li­chem Wil­len 'Senio­ren' zu beschäf­ti­gen und den vor­an­ge­stell­ten Aus­sa­gen vor­han­den. Wie mag das zusammenpassen?

Mei­ne Beur­tei­lung ist unge­fähr diese:
Wenn 'Senio­ren' nicht nur Facherfah­rung in ihrem jewei­li­gen Arbeits­ge­biet haben, son­dern auch anson­sten 'fit' geblie­ben sind - z.B. einen Com­pu­ter ohne frem­de Hil­fe nicht nur an- und aus­schal­ten, son­dern auch für mehr als nur Schreib­ar­bei­ten/e-mail/­Power­Point zu nut­zen in der Lage sind, dann könn­te "Senio­ri­tät" ein Vor­teil sein ....

Weil aber gut 80% der über 55-jäh­ri­gen 'nix mit Com­pu­ter' zu tun haben wol­len und zudem über­wie­gend auch ganz zufrie­den mit einem (Vor-) Ruhe­stand sind, ist es natür­lich schwer für inter­es­sier­te Arbeit­ge­ber die 'Spreu' vom 'Wei­zen' zu tren­nen .... und da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz*:
Wird die Suche nach geeig­ne­ten 'Senio­ren' zu müh­sam behilft man sich halt mit den durch­aus vor­han­de­nen jün­ge­ren Kräf­ten und läßt das Kri­te­ri­um "Senio­ri­tät" fallen ....
 
Natür­lich liegt es auch an der Defi­ni­ti­on von "Senio­ri­tät" - da sind näm­lich sehr unter­schied­li­che Akzen­te mög­lich. WIKIPEDIA ver­läßt uns hier, denn dort wird der Begriff ledig­lich in Hin­blick auf die Beam­ten­be­sol­dung erläu­tert .... bes­ser ist die Defi­ni­ti­on bei "Cope" (cope­net): Da aller­dings wird fest­ge­tellt, daß das Lebens­al­ter unbe­deu­tend sei - und ich wage es dem zu wider­spre­chen. Grund­sätz­lich näm­lich fin­det man die 'Eigen­schaf­ten' erfah­rungs­be­dingt eher bei Älte­ren. Das schließt aber nicht aus, der­glei­chen manch­mal auch bei Jün­ge­ren zu beobachten.


* Da beißt sich die Kat­ze in den Schwanz
Mit der Redens­art wird aus­ge­sagt, dass etwas eine Art Teu­fels­kreis ist, in dem sich Ursa­che und Wir­kung wech­sel­sei­tig bedin­gen: Wenn wir Geld für die Anschaf­fun­gen von der Bank haben wol­len, müs­sen wir erst nach­wei­sen, dass wir Sicher­hei­ten haben. Die Ame­ri­ka­ner nen­nen es "catch22"
 

 
[ (cope­net) / cope-Zitat(-e) früher:
|toter Link! http://www.copenet.de/infoservice/archiv/200501.html;
|toter Link! http://www.copenet.de/tippsundtricks/infoservice/archiv/200501.php]

bookmark_border"baloney detection"

Zehn Fra­gen kön­nen dabei hel­fen zwi­schen Wis­sen­schaft und Hum­bug* zu unterscheiden:

  1. How relia­ble is the source?
    Wie ver­läß­lich ist die Quelle?

  2. Does the source make simi­lar claims?
    Macht die Quel­le ähn­li­che Annahmen?

  3. Have the claims been veri­fi­ed by someone else?
    Wur­den die Anah­men von unab­hän­gi­gen Drit­ten bestätigt?

  4. Does this fit with the way the world works?
    Ist das, was behaup­tet wird, nach aller (Lebens-) Erfah­rung wahrscheinlich?

  5. Has anyo­ne tried to dis­pro­ve the claims?
    Wur­de schon ver­sucht die Annah­me zu widerlegen?

  6. Whe­re does the prepon­derance of the evi­dence point to?
    In wel­che Rich­tung deu­tet der über­wie­gen­de Teil der Beweise?

  7. Is the clai­mant lay­ing by the rules of sci­ence?
    Hält sich der Behaup­ten­de an die Regeln der Wissenschaft?

  8. Is the clai­mant pro­vi­ding posi­ti­ve evi­dence?
    Kann der Behaup­ten­de selbst posi­ti­ve Bewei­se erbringen?

  9. Does the new theo­ry account for (at least) as many as the old theo­ry?
    Schließt die neue Theo­rie min­de­stens sovie­le Ein­zel­hei­ten (bewei­send) ein wie die vorherige?

  10. Are per­so­nal beliefs dri­ving the cla­im?
    Gibt es Zei­chen dafür, daß per­sön­li­che Über­zeu­gun­gen die Trieb­fe­der der Behaup­tun­gen sind?

* Hum­bug (Unsinn) = Pseu­do-Wis­sen­schaft, Eso­the­rik, Annah­men, Wunschdenken ....

Hier noch das Video mit wei­ter­füh­ren­den Erläu­te­run­gen:




[via Astro­dic­ti­cum Sim­plex | Quel­le]
 

bookmark_borderAch, das wundert mich aber ..?!

".. "Unse­re Unter­su­chung zeigt, dass wir es heu­te nicht nur mit einer zuneh­men­den Poli­tik­ver­dros­sen­heit zu tun haben, son­dern auch mit einer Jour­na­lis­mus­ver­dros­sen­heit. Die For­schungs­er­geb­nis­se bestä­ti­gen ein­deu­tig eine Abnah­me des öffent­li­chen Ver­trau­ens in den Jour­na­lis­mus", erklärt Wolf­gang Dons­bach, Pro­fes­sor am Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und Lei­ter der Stu­die. Die­ses Ver­trau­en sei aber in einer Demo­kra­tie not­wen­dig, damit die ver­schie­de­nen Tei­le einer Gesell­schaft trotz viel­fäl­ti­ger eige­ner Inter­es­sen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren könn­ten .. Eine deut­li­che Mehr­heit der Befrag­ten beschreibt Jour­na­li­sten als käuf­lich. Rund zwei Drit­tel glau­ben, dass bezahl­te Recher­chen häu­fig vor­kom­men oder dass die Inter­es­sen von Anzei­gen­kun­den auch in der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung berück­sich­tig wer­den .. Unter den 18- bis 24-Jäh­ri­gen ver­steht jeder Zwei­te Blog­ging als Journalismus .."
[Zitat]
 
Mehr zum The­ma "Jour­na­lis­mus":

bookmark_borderDas hatten wir doch schon 'mal ....


Das fin­de ich auch.
Weil wir anson­sten auch gleich wie­der sagen könnten:
"Recht ist was dem Vol­ke nützt!"
So etwa muß man wohl die sich letz­tens häu­fen­den Attacken des Innen­mi­ni­sters auf das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt sehen .... 

" .. Mit dem Gesta­po­ge­setz von 1936, das staats­po­li­zei­li­che Aktio­nen grund­sätz­lich der rich­ter­li­chen Nach­prü­fung ent­zog, war der größ­te Schritt zum per­ma­nen­ten Aus­nah­me­zu­stand getan. Als der Gesta­po per Gesetz zuge­stan­den wur­de, was sie vor­her schon längst prak­ti­ziert hat­te, zer­fiel der Rechts­schutz des Indi­vi­du­ums voll­stän­dig. Nun konn­te die Gesta­po selbst ent­schei­den, wel­cher Tat­be­stand als poli­tisch galt und wer als gefähr­li­cher Staats­feind zu ver­fol­gen war .. "

Was beim "Kin­der­por­no­gra­phie-Sperr­ge­setz" geplant ist, näm­lich den BND allei­ne ohne jeg­li­che Kon­trol­le ent­schei­den zu las­sen ist genau das, was im Drit­ten Reich zu unkon­trol­lier­ba­ren Will­kür­ak­ten der 'Gehei­men Staats­po­li­zei' (und in der DDR: der Staats­si­cher­heit) und letzt­lich zur Liqui­da­ti­on jeg­li­cher Oppo­si­ti­on gegen das Régime führte.

Der Herr Innen-Mini­ster aber gibt sich indi­gniert, weil sei­nen ad-hoc- und us de la-mäng-Geset­ze, die alle­samt der Recht­mä­ßig­keit ent­beh­ren, immer häu­fi­ger "Ver­fas­sungs­wid­rig­keit" beschei­nigt wird und sie nur mit zahl­rei­chen, wesent­li­chen Ände­run­gen in die Pra­xis gehen ....
Daher plä­die­re ich für Augen­maß in der Sache und Abwahl der Ver­ant­wort­li­chen für die­se abwe­gi­gen Geset­zes­vor­ha­ben, die nur Wahl­kampf­ge­tö­se dar­stel­len! Anstel­le des obi­gen Sat­ze soll­te in einem Rechts­staat gelten:


Nur was Recht ist,
nützt dem Volke."



 

bookmark_borderErinnern! Alternativ wählen!


" .. Unmut muß sich auch in Wahl­er­geb­nis­sen niederschlagen!!

Der nun mitt­ler­wei­le hef­tig umstrit­te­ne Gesetz­ent­wurf ist nicht allein der Gesetz­ent­wurf von Ursu­la von der Ley­en, es ist der Gesetz­ent­wurf, der von einer schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen wur­de. Von rot und schwarz!

Wie dop­pel­zün­gig mal wie­der die SPD ist, zeigt sich dar­in, daß sie sich nun für eine öffent­li­che Anhö­rung im Unter­aus­schuss (27.5) aus­ge­spro­chen hat. Toll, toll – Jubel!!! Aber das ist die sel­be SPD, die noch vor weni­gen Tagen dem Gesetz­ent­wurf mal eben zuge­stimmt hat!

Poli­tik soll­te für uns und nicht gegen uns gemacht wer­den. Idea­ler­wei­se mit uns, und genau des­halb gehe ich zur Euro­pa­wahl und mach mein Kreuz sicher nicht bei den Wahl­ver­spre­chern (von CDU & SPD, auch nicht bei­den Hel­fers­hel­fern von FDP & Grünen) .. "


[Zitat/Bild "Stopp­schild"] | [Bild "Merkel"/Quelle]


"Pro­jekt >18" für die SPD
  "Pro­jekt >29" für die CDU 

bookmark_borderIn Luft aufgelöst!

Die­se Schlag­zei­len, die­ses Trara ....
die bit­ter­bö­sen Staats­fein­de aus dem Sauerland:
Auf­ge­bauscht und kon­stru­iert, so scheint es mittlerweile.

"Terror(ists) you can rely on!"

Ja, aber nur wenn man - auf dem Weg in den Über­wa­chungs- und Zen­sur­staat - dem 'gemei­nen Volk' Sand in die Augen streu­en möch­te .... ein wei­te­res Bei­spiel, war­um den In-die-Welt-Set­zern sol­cher 'Enten' dar­an gele­gen ist die Infor­ma­ti­ons­frei­heit einzuschränken ....

PS
Immer dar­an den­ken - und bei der Euro­pa­wahl nur sol­che Par­tei­en wäh­len, die sich klar gegen Zen­sur und Inter­net­sper­ren aus­spre­chen - jede Stim­me zählt!

*edit*
(19.05.2009)

[Du bist Ter­ro­rist from lexela on Vimeo
via Mocking­bird]

 

bookmark_borderRolle rückwärts ....

Mit bit­te­rer Ent­täu­schung habe ich gele­sen, daß Prä­si­dent Oba­ma die Son­der­ge­rich­te nun doch bestehen las­sen will - und das nur weni­ge Tage nach sei­nem Rück­zie­her hin­sicht­lich der umstrit­te­nen Fol­ter-Pho­tos .... ich hat­te wirk­lich geglaubt, er sei 'anders' als vie­le sei­ner Vor­gän­ger, ins­be­son­de­re der letzte ....

[Zitat aus der Netzzeitung]

" .. Nach Ansicht des Vor­sit­zen­den der .. ACLU, Antho­ny Rome­ro, beru­hen die Tri­bu­na­le auf ver­fas­sungs­wid­ri­gen Grund­la­gen und zie­len dar­auf ab, «Schuld­sprü­che sicher­zu­stel­len, kei­ne fai­ren Pro­zes­se». Rome­ro kün­dig­te mas­si­ven Wider­stand an. Es hand­le sich um eine «alar­mie­ren­de Ent­wick­lung», erklär­te auch das Zen­trum für Ver­fas­sungs­rech­te in Washing­ton, das sich seit Jah­ren um eine bes­se­re Rechts­stel­lung der Gefan­ge­nen im US-Lager Guan­ta­na­mo auf Kuba bemüht. Oba­ma habe vor sei­ner Wahl die Hoff­nung geweckt, mit den «gefähr­li­chen Expe­ri­men­ten» sei­nes Amts­vor­gän­gers Geor­ge W. Bush zu brechen .. "

*edit*
Sie­he dazu auch:

  1. Litt­le Known Mili­ta­ry Thug Squad Still Bru­ta­li­zing Pri­soners at Git­mo Under Obama 
  2. und

  3. "Cen­ter for Con­sti­tu­tio­nal Rights [CCR] Urges Oba­ma Admi­ni­stra­ti­on to Aban­don Fai­led Guan­ta­na­mo Mili­ta­ry Commissions"

Dabei hat er so viel­ver­spre­chend angefangen ....

bookmark_borderExperten ....

Die Ent­wick­lung immer umfang­rei­che­rer und inhalts­rei­che­rer Daten­ban­ken - wie z.B. WIKIPEDIA - hat zu einem son­der­ba­ren Phä­no­men geführt:
Das Land ist voll von "Exper­ten" die zu Allem & Jedem ihre Mei­nung herausposaunen.

Wozu brau­chen wir noch die 'stu­dier­ten' Exper­ten? Steht doch alles im Inter­net. Da kann man rasch ein paar Infor­ma­tio­nen zusam­men­le­sen und drei­mal umge­rührt als "Exper­ti­se" zum Besten geben. 

Halt! Halt!
So geht das bestimmt nicht.
Das kann so nicht funktionieren!

Bruch­stücke sam­meln und neu ver­knüp­fen reicht nun 'mal nicht um ein kor­rek­tes Bild eines Sach­ver­hal­tes zu zeich­nen: Das erfor­dert jah­re­lan­ges Stu­di­um, die Fähig­keit zur Abstrak­ti­on und vor allem eine - wohl­ver­stan­de­ne - Skep­sis gegen­über dem all­zu Offensichtlichen. 

Völ­lig falsch ist das der­zei­ti­ge Ver­ständ­nis der 'Wer­tig­keit' sol­cher Lai­en­aus­sa­gen im Ver­gleich zu denen von - aus­ge­bil­de­ten - Wissenschaftlern. 


Allein die Tat­sa­che, daß da manch­mal zwei Mei­nun­gen schein­bar gleich­be­rech­tigt neben- oder unter­ein­an­der in Inter­net­dis­kus­sio­nen oder in Blog­bei­trä­gen und den zuge­hö­ri­gen Kom­men­ta­ren ste­hen bedeu­tet noch lan­ge nicht, daß die­se Äuße­run­gen auch tat­säch­lich als gleich­wer­tig zu betrach­ten sind.


Der Schein trügt.
Wie so oft.

So hilf­reich das Inter­net in vie­ler­lei Hin­sicht ist, so segens­reich im Sin­ne von Erwei­te­rung des Hori­zon­tes jedes ein­zel­nen Nut­zers, so gefähr­lich ist es auch, wenn eben­die­se Nut­zer nicht zwi­schen fun­dier­tem Tat­sa­chen­wis­sen und sub­jek­ti­ver Mei­nung differenzieren ....

bookmark_borderWachstum

[Das The­ma schien mir bedeut­sam, weil bei Frau la-mam­ma eine Fra­ge zu (Wirt­schafts-) Zyklen - samt Ant­wort - dis­ku­tiert wur­de].  

 
Was im all­ge­mei­nen als "Wachs­tum" bezeich­net wird ist in den (wesent­li­chen) Indu­strie­län­dern in Wirk­lich­keit ein "Null­sum­men­spiel", denn tat­säch­li­ches Wachs­tum fin­det nicht statt ....


Der Begriff "Wachs­tum" sug­ge­riert einen Zuwachs wo kein Zuwachs zu ver­zeich­nen ist. Dies als zutref­fend anzu­se­hen fällt dem auf­merk­sa­men Beob­ach­ter nicht schwer:
Geht man offe­nen Auges durch eine grö­ße­re Stadt, so wird man Neu­auf­bau erken­nen der an Stel­len statt­fin­det wo zuvor bereits Gebäu­de mit flo­rie­ren­den Unter­neh­men zu fin­den waren. Sieht man noch genau­er hin und erin­nert sich, so wer­den zykli­sche Struk­tu­ren erkenn­bar.
 

 
Zunächst wird eine Pla­nung durch­ge­führt - auf deren abso­lu­te Not­wen­dig­keit wird von Sei­ten der Pla­nen­den stets ener­gisch hin­ge­wie­sen - die oft mit Unter­stüt­zung der Städ­te & deren Bau­be­hör­den abläuft. Da fin­det man bereits den ersten Grund für Skep­sis, denn die Städ­te haben 1. ein Inter­es­se ihre Behör­den 'aus­zu­la­sten' - das bedeu­tet ja Ein­nah­men - und 2. lang­fri­stig Steu­er­ein­nah­men zu sichern und aus­zu­wei­ten - das wird durch Erwei­te­rung der Zahl von vor­han­de­nen Betrie­ben erreicht:
Mehr Betrie­be = mehr Einnahmen ....

Bei sol­chen Vor­ha­ben müs­sen natür­lich bestehen­de Gebäu­de abge­ris­sen wer­den, die vor­han­de­nen Betrie­be wer­den (oft nur teil­wei­se) 'aus­ge­sie­delt' und im neu­en Pro­jekt - sofern sie dann dort die erheb­lich teu­re­re Mie­te noch zu zah­len in der Lage sind! - wie­der 'ange­sie­delt' .... Eine blo­ße "Erwei­te­rung", Sanie­rung oder ein Umbau wer­den des­we­gen nicht in Betracht gezo­gen, weil der 'pro­fit' bei Neu­pla­nung, Abriß und Neu­bau natür­lich viel höher ist als mit Maß­nah­men, bei denen ein Teil der "Alt­sub­stanz" erhal­ten wird ....

Am Neu­bau ver­die­nen die Betei­lig­ten alle­samt ein Mehr­fa­ches des­sen, was ein blo­ßer Umbau in ihre Kas­sen spü­len könn­te .... kein Wun­der also, wenn Neu­bau das bevor­zug­te Vor­ge­hen ist. Dabei ist es - so son­der­bar das klin­gen mag - völ­lig unwich­tig, ob es sich um Ersatz an glei­cher Stel­le oder an ande­rem Orte han­delt. In der Sum­me wer­den bestimm­te Berei­che 'ent­sie­delt' und neue Berei­che 'besie­delt' und davon pro­fi­tie­ren Abbruch­un­ter­neh­men, Archi­tek­ten, Bau­ge­sell­schaf­ten und städ­ti­sche Behör­den die an Pla­nung, Bau­ord­nung betei­ligt sind und mög­li­cher­wei­se ver­dient eine Stadt auch direkt, wenn sie Grund­stücke ver­äu­ßern kann.

Schaut man genau hin, dann wird deutlich:

Die ent­ste­hen­den Ein­künf­te wer­den nir­gend­wo zu den zusätz­lich geschaf­fe­nen Flä­chen ins Ver­hält­nis gesetzt, den Bür­gern wer­den ledig­lich die Vor­zü­ge sol­cher Vor­ha­ben dar­ge­stellt. Und eine Dis­kus­si­on fin­det meist auch erst dann statt, wenn sol­che Pro­jek­te sich schon in einem nahe­zu unum­kehr­ba­ren Sta­di­um befinden .... 


"Und ist's nicht Absicht, so hat es doch Methode!"
möch­te man da anfügen ....


 

Wie oben bereits ange­deu­tet ent­steht also kein wenig ver­nach­läs­sig­bar gerin­ges Wachs­tum (im Sin­ne von "abso­lu­tem Zuwachs"), denn es wer­den ande­rer­seits noch bestehen­de "Wer­te" abge­ris­sen und ver­nich­tet. Ver­dient wird aber trotz­dem, und zwar nicht schlecht:

Ban­ken verdienen,
(Bau-) Gesell­schaf­ten verdienen,
Städ­te verdienen,
eini­ge weni­ge Privilegierte/Ausführende "die Jeman­den ken­nen der wen kennt" ....

Ein "Null­sum­men­spiel" schrieb ich wei­ter oben. Dabei blei­be ich. Aller­dings - wie zu sehen ist - nur für die Bür­ger. Sie zah­len höhe­re Prei­se in den neu­en Geschäf­ten - weil die ja auch höhe­re Mie­ten zah­len müs­sen, sie zah­len für neue Infra­struk­tur­maß­nah­men durch erhöh­te Gebüh­ren der Städ­te, sie zah­len in Form von Ver­lust an Iden­ti­tät, denn die neu­en Gebäu­de sind oft nur "zweck­mä­ßig" aber nicht beson­ders ansehn­lich ...! Ganz neben­bei wer­den an sich noch nutz­ba­re Wer­te zer­stört, eine Tat­sa­che, die wahr­schein­lich irgend­wann dadurch zum Erlie­gen kommt, daß die Roh­stof­fe ausgehen.

Das Wachs­tum, was kei­nes ist, ähnelt "Des Kai­sers neu­en Klei­dern" - nur ver­ste­hen das immer weni­ger Men­schen, weil 'Poke­mon' und 'spon­geB­ob' und ande­re dümm­li­che Seri­en die Mär­chen abge­löst haben, die wenig­stens noch für Lern­schrit­te bei den Klei­nen sorg­ten. Kon­su­mie­ren statt Hin­ter­fra­gen wird ein­stu­diert. Damit gewin­nen Jene, die bei der Durch­set­zung ihres 'pro­fits' kei­ne lästi­gen Bür­ger­ein­wän­de gebrau­chen können ....

Über­le­gen sie doch' mal, lie­be Leser, ob es denn wirk­lich nötig und/oder über­le­bens­not­wen­dig ist ein bestän­di­ges "Wachs­tum" zu haben. Der "Club of Rome" hat schon in den Sieb­zi­gern auf die "Gren­zen des Wachs­tums" hingewiesen.
Umsonst, wie mir scheint.

'busi­ness as usu­al' - solan­ge bis die Res­sour­cen erschöpft sind ....
Wahr­schein­lich haben wir uns dann die Fol­gen 'ver­dient' ....

bookmark_borderVergessen ....

geht ja so schnell ....
und 'Ver­drän­gen' offen­bar noch schneller ....

Die netz­zei­tung berich­tet:
" .. Der Wahl­kampf hat auch .. Stu­diVZ erreicht .. Mer­kel bringt es der­zeit auf fast 9300 Unter­stüt­zer, Stein­mei­er auf rund 2800.
Zum Ver­gleich: Im .. Online-Netz­werk Face­book fin­det Mer­kel 8100 Befür­wor­ter, Stein­mei­er 3300 .. "

Was mich ent­täuscht ist die­se unkri­ti­sche Über­nah­me von Zah­len - hat die wer geprüft? 

Sodann:
Die­se Zah­len wir­ken - iso­liert - beein­druckend. Setzt man sie ins Ver­hält­nis zur Zahl der Wäh­ler wer­den daraus


0,019%


- ver­gli­chen mit einem Liter Was­ser ist das die Pfüt­ze, die in der lee­ren Fla­sche übrig ist .... ein durch­aus pas­sen­der Vergleich!

Ich ver­mu­te, die für Frau Mer­kel kom­men von der Jun­gen Uni­on, die für Herrn Stein­mei­er von den Jung­so­zia­li­sten - oder wie die Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen jetzt heißen ....

Übri­gens:
Nicht "der Wahl­kampf" hat die Netz­wer­ke erreicht, es sind die Wahl­kampf­zen­tra­len, die ver­su­chen die­se Netz­wer­ke für ihre Zwecke zu nutzen!

Und die netz­zei­tung spielt den Steigbügelhalter ....


Was ler­nen wir also aus die­ser "Infor­ma­ti­on"?
1. Wie man (die netz­zei­tung) aus einer 'Mücke' einen 'Ele­phan­ten' macht ....

2. Dass die CDU ent­we­der mehr jun­ge Leu­te in ihrer Jugend­or­ga­ni­sa­ti­on hat, oder die Jung­so­zia­li­sten es nicht so mit 'stu­diVZ' und 'face­book' haben - oder beides ....

 

bookmark_borderWenn man ....

bei "ETWAS" mit­ma­chen will muß man sich schon an REGELN hal­ten - sonst läuft man Gefahr nicht mit­ma­chen zu dür­fen ....

Vor lan­ger, lan­ger Zeit hat­te ich 'mal eine bestimm­te Vor­stel­lung von einem Blog­ger, der auch bei two­day schrieb - das ist über 1.500 Tage her. Neu­lich bin ich - per Zufall - auf eine Sei­te gesto­ßen die er jetzt betreibt, der drit­te oder vier­te Anlauf "seri­ös" zu werden.

Als ich da las dach­te ich:
Jetzt hat er es (end­lich) ver­stan­den, er hat gelernt, daß die Welt sich nicht nach ihm rich­ten wird, son­dern daß er sich nach der Welt rich­ten muß. Daß er min­de­stens einen Kom­pro­miß mit der Welt suchen muß, anstatt nur zu opponieren ....

REGELN, die steu­ern das Zusam­men­le­ben. Da geht es halt nicht, daß man sich Alles so hin­biegt wie es gera­de paßt. Das gibt Ärger. Da wird man schnell einsam.

Oder man darf bei "Abge­ord­ne­ten­watch" kei­ne Fra­gen stel­len. Die Kon­se­quenz wäre dann, das eige­ne Han­deln zu hin­ter­fra­gen, anstatt sich belei­digt, trot­zig und unver­söhn­lich abzuwenden:

"Ätsch!"
wenn ihr mich nicht so wollt wie ich bin
- dann eben nicht! 

So reagie­ren Kinder.
Und Erwach­se­ne, die ganz innen nur ver­letz­te, ein­ge­schnapp­te Kin­der sind .... 

War­um ich das hier schreibe?
Weil mei­ne "Erz-Fein­din", die nim­mer­mü­de, unfehl­ba­re, und lie­ben­de Mut­ter Frau BUDENZAUBERIN ihr Web­log dicht­ge­macht hat - irgend­wann reicht es ja auch - nein, nicht wirk­lich, sondern:

Weil ich nach 1.900 Tagen blog­gen 'mal einen Blick zurück wer­fen woll­te .... und die 'sto­ry' hat doch einen unver­wech­sel­ba­ren 'human touch'.
Das ist gefragt, heutzutage.