Hannover, diese Woche: Finals - gesprochen fi-nals
Eine Entscheidung mit versteckter Reichweite, die sich erst bei näherer Betrachtung erschließt, steckt in der gewählten Ausspracheregel. Es soll *deutsch* gesprochen werden - so wie im Audio-Schnipsel dargestellt.
Das zugrunde liegende englische Wort "FINALS"
Anstatt also das englisch gesprochene Wort als verbindlich zu erklären wichen die Veranstalter auf die weniger elegante und schlichtweg falsche Aussprache eines englischen Wortes aus ... der Weg des geringsten Widerstandes.
Orientierung am schwachen Kenntnisstand einer breiten Personenzahl die schon durch so elementare Kleinigkeiten überfordert ist.
Nicht die Endstufe, wie leicht erkennbar:
Denn wo ist die Grenze der *Vereinfachung*?
Wie weit kommt man den schlichten Gemütern noch entgegen?
Begonnen hat es einmal mit den Hinweisen auf Webseiten "Vereinfachte/Einfache [auch: leichte] Sprache" die für einen kleinen Personenkreis abgestellt waren - mittlerweile hat sich der Adressatenkreis um all jene Personen erweitert die die deutsche Sprache nie richtig erlernt haben. Manche mangels Gelegenheit. Viele scheitern wegen mangelnden Willens.
PS
Die ganz schweren Fälle bedienen sich gar nicht erst der Sprache:
Sie greifen physisch an und stoßen unverständliches Kauderwelsch aus.
