bookmark_borderÜberschwemmung, immer wieder ...

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Wenn wir hier­zu­lan­de Über­schwem­mun­gen haben wer­den die Ursa­chen erforscht und im all­ge­mei­nen wird dafür gesorgt, dass der­glei­chen an die­sen Orten nicht wie­der passiert.

Alle Jah­re wie­der kom­men Nach­rich­ten aus Indi­en und Paki­stan zu schreck­li­chen Flu­ten, die Tau­sen­de von Men­schen weg­spü­len und ihre Heim­stät­ten ver­nich­ten, Ern­ten und Vieh sind ver­lo­ren, es herrscht die blan­ke Not.

Gleich­zei­tig erfah­ren wir Jahr für Jahr wel­che tech­ni­schen Errun­gen­schaf­ten in bei­den Län­dern vor­han­den sind und wie­viel des Bud­gets für Ver­tei­di­gung aus­ge­ge­ben wird.

Land Mili­tär-
aus­ga­ben
pro Kopf
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Indi­en 14,1 Mil­li­ar­den US$ 13
Paki­stan 2,7 Mil­li­ar­den US$ 17
Ban­gla­desh 606,8 Mil­lio­nen US$ 4
U.S.A. 370,7 Mil­li­ar­den US$ 1.265
BRD 35,1 Mil­li­ar­den US$ 425

Es tut mir leid um die ver­stor­be­nen Men­schen. All die Not, die dort herrscht, berührt mich zutiefst.
Aber: Wäre es nicht die Auf­ga­be der dor­ti­gen Regie­run­gen Abhil­fe zu schaffen?
Langfristig?
Alle Hil­fe von Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tio­nen kann nur punk­tu­ell Erleich­te­rung brin­gen. Näch­stes Jahr, zur näch­sten Regen­sai­son, geht es wie­der los ....

Solan­ge aller­dings der­art sinn­los hohe Mili­tär­aus­ga­ben getä­tigt wer­den bezweif­le ich den Wil­len der Ver­ant­wort­li­chen zu Abhilfe.
Schaut man sich die Zah­len bei uns an - nur 'mal so neben­bei erwähnt - dann könn­te auch hier­zu­lan­de Sinn­vol­le­res mit dem Geld ange­fan­gen werden. 

bookmark_borderWort am Sonntag:
Eiswasser ...? Eiswasser ...!

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Gestern (Sonn­abend, 30.08.2014) sah ich das "Wort zum Sonn­tag" - dort wur­de die "Eis­was­ser-Chall­enge" ange­spro­chen*, die in den U.S.A. für Auf­se­hen sorgt und an der schon aber­mil­lio­nen gut­gläu­bi­ge Men­schen teil­ge­nom­men haben:
Die Vide­os wer­den ins Inter­net gestellt und es funk­tio­niert wie ein Ket­ten­brief - die 'Über­gos­se­nen' nen­nen drei Leu­te die es ihnen nach­tun sollen ....

Dazu zwei Anmerkungen.

Erstens kommt tat­säch­lich nur ein Bruch­teil der gesam­mel­ten Gel­der dem genann­ten Zweck zugu­te, wie nach­zu­le­sen ist:
[Zitat]

.. Die ALS Asso­cia­ti­on, an die die Spen­den aus der Ice Bucket Chall­enge flie­ßen, gab im letz­ten Jahr mehr als die Hälf­te der ein­ge­nom­me­nen Gel­der für ihre Mit­ar­bei­ter aus
Seit dem letz­ten Monat bahnt sich die Ice Bucket Chall­enge ihren Weg durch die Video­por­ta­le, Bou­le­vard­nach­rich­ten und Sozia­len Medi­en: Eine Art Video-Ket­ten­brief, bei dem die sich die Nomi­nier­ten dabei fil­men las­sen, wie sie sich einen Kübel mit Eis­was­ser über den Kopf schüt­ten und danach drei ande­re Namen nen­nen, die das wie­der­ho­len und 10 Dol­lar (bezie­hungs­wei­se 10 Euro) an die ALS Asso­cia­ti­on spen­den sol­len. Wer dazu nicht bereit ist, soll 100 Dol­lar (oder Euro) spenden ..

Zwei­tens ist es schon pein­lich zu nen­nen wie sich ein Pfar­rer anbie­dert und an einen aktu­el­len Trend anhängt um auf die­se Wei­se die Kir­che ins Gespräch zu bringen:
Der Esse­ner Pfar­rer Gere­on Alter spricht das "Wort zum Sonn­tag" zur "Ice Bucket Challenge".

Da sag' ich nur:
Ehy, Alter, hätt­ste erst 'mal Info geholt un' Was­ser geschpaart ....

bookmark_borderSammelsurium IX

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Stift statt Computer

" .. Blei­stif­te, Kulis und Fül­ler her .. "

Vie­le Jah­re mei­nes Lebens habe ich unter­rich­tet. Meist natur­wis­sen­schaft­li­chen Stoff. Also einen Bereich, der für die mei­sten Men­schen schon Hor­ror ver­brei­tet bevor sie der ersten Unter­richts­stun­de bei­gewohnt haben.

Wäh­rend all die­ser Jah­re haben sich die Metho­den und Medi­en mehr­fach ver­än­dert, oft, zurück­blickend, nicht zum Bes­se­ren in Hin­sicht auf die Ver­mitt­lung des Lernstoffes.
Da ich der Auf­fas­sung war, dass das Mit­den­ken der Zuhö­rer geför­dert wird wenn die Inhal­te lang­sam an einer gro­ßen Tafel oder auf einem Flip-Chart ent­wickelt wer­den, habe ich die Medi­en­flut abgelehnt.
In gewis­ser Wei­se hat es mich daher durch­aus mit Genug­tu­ung erfüllt als ich weni­ge Jah­re vor mei­nem Ruhe­stand eine Ver­öf­fent­li­chung mit dem Titel "Back to Talk and Chalk!" [Zurück zu Lehr­vor­trag und Tafel] las, die einer kon­ser­va­ti­ven Stoff­ver­mitt­lung das Wort sprach.

Nun gibt es eine Unter­su­chung zum Ler­nen bei Stu­den­ten. Die fand her­aus, dass - per Hand - selbst schrei­ben den Lern­stoff bes­ser festigt als das mit Com­pu­ter zu erledigen.

Spä­te Bestä­ti­gung. Der Mensch ist anders ange­legt und die Evo­lu­ti­on wird noch vie­le Jahr­hun­der­te brau­chen bis sich das viel­leicht ändert.

Bezug:
Stu­dents Who Take Notes With Lap­tops Learn Less, and the Rea­son May Sur­pri­se You

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

Behördenbelustigung

Infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung endet in den Amtsstuben

".. Ins­ge­samt habe es für Hoeneß’s Steu­er­ak­te 8.130 Zugriffs­be­rech­ti­gun­gen gege­ben, wovon auf etli­che Mit­ar­bei­ter meh­re­re sol­che Berech­ti­gun­gen ent­fie­len .."
 
Bevor ich die­se Zei­len beim "law­blog" gele­sen habe war ich schon der Auf­fas­sung, dass die fast unbe­schränk­te Zugriffs­mög­lich­keit auf Daten ande­rer Men­schen für den durch­schnitt­lich voy­eu­ri­stisch gestimm­ten Behör­den­mit­ar­bei­ter eine Ver­su­chung dar­stel­len MUSS der er leicht erliegt - man braucht sich doch nur die Zuseh­erzah­len bei Sen­dun­gen wie "Big Brot­her" vor Augen zu füh­ren die von genau die­ser mensch­li­chen Schwä­che leben.

Da sit­zen sich "Zugriffs­be­rech­tig­te" in schlicht ein­ge­rich­te­ten, schmuck­lo­sen Ein­heits­bü­ros den Hin­tern platt und anstatt Däum­chen zu dre­hen schau­en sie eben mal nach was ihr Nach­bar so auf dem Kon­to hat, wohin er Rei­sen gebucht hat und wie er ver­si­chert ist, und, wo er schon dabei ist schaut er mal mit wem der letzt­lich tele­fo­niert hat und was in den Mails steht ...

Kon­trol­le?
Richtervorbehalt?
Eine Lachnummer.

Wenn ein­mal der Damm gebro­chen ist gibt es kein Halten.
Wir sind für die­se Amts-Würst­chen ein offe­nes Buch.

Gute Unter­hal­tung!

Quel­le:
8.130 Zugriffs­be­rech­ti­gun­gen

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Ein bißchen Frieden Krieg ....

".. Krieg zur Not in Kauf nehmen .."

".. Nur eine ent­schlos­se­ne Ant­wort eröff­net eine Chan­ce auf Frie­den in der Ukrai­ne .. damals wie heu­te haben die USA und ihre euro­päi­schen Ver­bün­de­ten kei­ne ande­re Wahl, als Putins Feh­de­hand­schuh auf­zu­neh­men .."
 

Wie schon frü­her ange­deu­tet wird die KRIEGsvor­be­rei­tung vorangetrieben:
Alter­na­tiv­los, gna­den­los, ideenlos ...!

Die Wirt­schaft der EU sta­gniert weil die Bür­ger mit Mas­se mit allen Kon­sum­gü­tern aus­ge­stat­tet sind und die der soge­nann­te 'bür­ger­li­che Haus­halt' ver­meint­lich oder tat­säch­lich sein eigen nen­nen muß um als sol­cher zu gel­ten - und wel­cher Deut­sche woll­te das wohl nicht?

Es gibt kei­nen Bedarf, kei­ne Nach­fra­ge mehr, die erfüllt wer­den müßten. 

Da könn­te ein Krieg doch pri­ma dafür sor­gen die bestehen­de Infra­struk­tur zu zer­stö­ren - und nach einem Krieg ist wie von Zau­ber­hand wie­der "Nach­fra­ge" nach Industrieproduktion:

Die ist heu­te weit­ge­hend in der Hand von Groß­kon­zer­nen die klug ver­mei­den die den Kon­su­men­ten bekann­ten Mar­ken zu ändern und so die Zusam­men­hän­ge, vor allem die Besitz­ver­hält­nis­se, verschleiern.

Die Gier einer klei­nen Zahl von Men­schen nach immer mehr und mehr reißt Natio­nen in den Abgrund weil die von ihnen mani­pu­lier­ten Poli­ti­ker nicht anders han­deln kön­nen und wol­len - ganz offen­bar und öffent­lich sichtbar.

Mei­ne Hoff­nung als "Nach­kriegs­kind" (*1945) ein­mal - ohne je einen Krieg erlebt zu haben - in Ruhe zu ster­ben scheint sich nicht zu erfül­len. Schade.

Quel­le Zitat:
Der Westen muss Putin stop­pen und Der Stan­dard - Österreich

bookmark_borderKosten & Lebensqualität
* 2.update * (27.01.2020)

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Die Ausgangslage

Als ich 2005 berufs­be­dingt nach Ham­burg zog koste­te eine Zwei-Zim­mer-Woh­nung in Eppen­dorf ca. 450 €uro. Heu­te, knapp zehn Jah­re spä­ter, ist eine sol­che Woh­nung nicht unter 650 €uro zu mie­ten. Ich ken­ne kei­nen Berufs­zweig in dem in den letz­ten zehn Jah­ren die Gehalts­stei­ge­rung 45% betra­gen hat - das wären pro Jahr ca. 5% Gehaltserhöhung.

In Mün­chen, womög­lich noch begehr­ter als Ham­burg, Frank­furt oder Ber­lin, bezahlt man mitt­ler­wei­le für eine Ein-Zim­mer-Woh­nung um die 700 €uro. Das ist selbst bei über­durch­schnitt­li­chen Ein­kom­men ein dicker Bat­zen des monat­li­chen Budgets.

Nun hilft es nicht viel das ledig­lich zu bekla­gen. Es muß erst­mal die Fra­ge gestellt wer­den wodurch die­se Stei­ge­rung ent­steht und zwei­tens wie man ihr begegnet.

Wodurch also werden die steigenden Mieten in deutschen Großstädten hervorgerufen?

Die erste Antwort:

Das ist eine Fra­ge von Ange­bot & Nach­fra­ge - wenn vie­le Men­schen eine Woh­nung suchen kön­nen die Ver­mie­ter die Mie­ten erhö­hen, es fin­den sich offen­bar immer noch genug Mie­ter die das bezahlen.

Die zweite Antwort:

Wer sich eine sol­che Mie­te aus eige­ner Ent­loh­nung nicht lei­sten kann bekommt Hil­fe vom Staat - Wohn­geld, zum Bei­spiel, ist da eine Vari­an­te. Aber wer erfüllt schon die Kri­te­ri­en für den Erhalt von Wohn­geld? Die Zahl der Berech­tig­ten hält sich des­we­gen auch in Gren­zen.
Immer­hin ist es für einen klei­nen Teil der Mie­ter genug um sich die nach­ge­frag­ten, über­höh­ten Mie­ten gera­de noch lei­sten zu können.

Die dritte Antwort:

Anle­ger von nah und fern sehen in den Immo­bi­li­en eine loh­nen­de Geld­an­la­ge, denn in ihren eige­nen Län­dern ist das Geld nicht mehr "sicher" - sie sehen die Gefahr es zu verlieren.
In einer sol­chen Situa­ti­on ist das Risi­ko des Ver­lu­stes von 10 oder 20 % der Geld­an­la­ge ver­nach­läs­sig­bar wenn sich die Markt­la­ge ändert, denn im schlimm­sten Fall droht zu Hau­se ein 100%-Verlust.
Hier kom­men auch die insti­tu­tio­nel­len Anle­ger ins Spiel. Sie suchen eben­falls nach Anla­ge­mög­lich­kei­ten nach­dem die gewerb­li­chen Immo­bi­li­en nicht mehr absetz­bar sind und des­we­gen kei­ne Ren­di­te zu erwar­ten ist. Woh­nun­gen wer­den immer noch nach­ge­fragt, die Zahl der Sin­gle-Haus­hal­te wächst - und damit die benö­tig­te Zahl von Klein­woh­nun­gen vor allem dort, wo noch Unter­neh­men ange­sie­delt sind die wachsen.

Wie lassen sich die Mietpreise bremsen bzw. weitere Erhöhungen stoppen?

Die erste Maßnahme: Wohn- oder Vermietzwang

Wegen der hier­zu­lan­de bestehen­den gesetz­li­chen und steu­er­recht­li­chen Vor­ga­ben kann es sich für Besit­zer loh­nen Wohn­raum unver­mie­tet "leer ste­hen" zu las­sen - da könn­te, nach dem Mot­to "Eigen­tum ver­pflich­tet!" eine Rege­lung hel­fen die es ver­bie­tet Woh­nun­gen über einen gewis­sen Zeit­rah­men hin­aus unver­mie­tet zu hal­ten. Über­schrei­tet der Besit­zer - egal ob Pri­vat­per­son oder Gesell­schaft - die­se Fri­sten müß­te die Kom­mu­ne über­neh­men und eine Ver­mie­tung vor­neh­men. Ziel ist hier eine Ange­bots­er­hö­hung, wodurch die Nach­fra­ge bes­ser befrie­digt wer­den könnte.

Die zweite Maßnahme: Ausgleichsabgabe

Außer­dem könn­ten gesetz­li­che Vor­ga­ben geschaf­fen wer­den, die for­dern, dass Inve­sto­ren zusätz­lich zu ihrer Anla­ge einen Bei­trag zur Infra­struk­tur lei­sten der vom Kauf­preis zum einen und vom Miet­preis zum ande­ren abhän­gig ist.
Dies beinhal­tet den Gedan­ken, dass Men­schen die in die­sem Wohn­raum leben einen Bei­trag zum Gesamt­wohl der Stadt/Region lei­sten, sie dem Anle­ger sei­nen Geld­ein­satz durch die Miet­zah­lung erstat­ten und dar­über hin­aus einen Zuge­winn sichern.
Die Aus­gleichs­ab­ga­be auf den erho­be­nen Miet­preis - even­tu­ell ver­se­hen mit einem Expo­nen­ti­al­fak­tor - bremst das Mietbegehren.

Der Anle­ger pro­fi­tiert durch Wert­stei­ge­rung der Immo­bi­li­en in einem nach­fra­ge­inten­si­ven Markt ohne selbst einen Bei­trag zu lei­sten - die Kosten für die Infra­struk­tur­maß­nah­men wer­den nur von denen getra­gen, die tat­säch­lich dort leben und arbeiten:
Dem­nach han­delt es sich also bei einer Zusatz­ab­ga­be auf den Kauf­preis um eine Abschöp­fung des Gewinn­po­ten­zi­als von Immo­bi­li­en, was eine Abküh­lung des über­hitz­ten Mark­tes nach sich zie­hen könnte.

Die dritte Maßnahme: Mißverhältnis Angebot/Nachfrage korrigieren.

Wenn es ein Miß­ver­hält­nis zwi­schen Ange­bot und Nach­fra­ge gibt wäre es sinn­voll durch ver­mehr­te öffent­li­che Bau­tä­tig­keit die Situa­ti­on zugun­sten des Ange­bots zu ver­schie­ben - das aller­dings durch gemein­nüt­zi­ge, öffent­li­che Insti­tu­tio­nen, denn in der Ver­gan­gen­heit hat sich ja gera­de gezeigt, dass die Ein­bin­dung von auf Pro­fit aus­ge­rich­te­ten Unter­neh­men lang­fri­stig eher zu einer wei­te­ren Ver­teue­rung von Wohn­raum geführt haben - ohne gleich­zei­tig die Erhal­tung und Moder­ni­sie­rung zeit­ge­mäß voranzutreiben.

Nachsatz:
Selbst­ver­ständ­lich erhebt die­ser Arti­kel nicht den Anspruch alle Facet­ten des Pro­blems erschöp­fend zu besprechen.

* update * (14.07.2014; 19:40h)
Sie­he hier­zu => MO 14.7., 22:00 Uhr, WDR "Wahn­sinn Wohnungsmarkt"

* 2. update * (27.01.2020)
Sie­he hier­zu => Stu­die: Mie­ten in Mün­ster um 40 Pro­zent gestiegen

bookmark_borderEntkoppelung

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In der nach­ste­hen­den Abbil­dung wird gezeigt, wie Ein­woh­ner ihre eige­ne, bzw. die Situa­ti­on ihres jewei­li­gen Lan­des in Hin­sicht auf die Wirt­schafts­si­tua­ti­on einstufen.
[Der Pro­zent­satz stellt dar, wie vie­le die Situa­ti­on für "schlecht" halten.]

Wie in vie­len Berei­chen von Umfra­gen steht Deutsch­land auch hier nicht beson­ders schlecht da - was nicht ver­wun­dert, denn im Ver­gleich zu ande­ren euro­päi­schen Natio­nen geht es uns tat­säch­lich bes­ser. Die­sen Kern­ge­dan­ken ver­brei­ten die Medi­en, die Poli­ti­ker und die Unternehmer:
Das wird 'ein­ge­trich­tert'.
Mit Erfolg, wie die Zah­len es darstellen.

Davon, wie sich in den ver­gan­ge­nen zwan­zig Jah­ren die Situa­ti­on ins­ge­samt ver­schlech­tert hat, weil die Ein­kom­men zwar fik­tiv, also vom Betrag her immer höher, effek­tiv jedoch (Kauf­kraft) immer gerin­ger wur­den, spricht natür­lich nie­mand - und die Poli­ti­ker wären kei­ne, wenn sie es sich nicht ver­knei­fen wür­den sol­che hei­ße Eisen öffent­lich zu diskutieren.



 
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[Abbil­dung via "ZeroH­edge"]


 

Es fragt sich, ob nun die sozia­le Unru­he nicht da zu erwar­ten ist, wo die höch­sten Unzu­frie­den­heits­zah­len fest­ge­stellt wur­den. Schein­bar nur punk­tu­ell in Euro­pa, in den U.S.A und Russ­land nicht. Mei­ne Ver­mu­tung ist, dass es nur da pas­siert wo die Ein­woh­ner die tat­säch­li­che Lage zu durch­schau­en imstan­de sind:
Da, wo noch Bil­dung ver­mit­telt wird und die Men­schen nicht völ­lig abge­stumpft sind - über­all sonst geht es hoch her, man braucht sich nur anzu­se­hen, wo über­all Unab­hän­gig­keits­be­stre­bun­gen ent­stan­den (Abbil­dung zu die­sem Teil­aspekt eben­falls unter besag­ter Quelle). 

EUROPA hat, wenn es so betrach­tet wird, offen­bar kei­ne beson­de­re Attrak­ti­vi­tät mehr ....

bookmark_borderBenzin-Verkäufe -
ein Indikator für die Wirtschaftssituation?

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Eine wenig bekann­te Ent­wick­lung spielt sich im Hin­ter­grund der Wirt­schaft ab:
Wäh­rend die Prei­se für Ener­gie (dar­un­ter gefaßt sowohl Strom, wie Gas und Treib­stof­fe) stän­dig wach­sen, sin­ken gegen­läu­fig sowohl die Ver­kaufs­men­ge wie auch der Erzeu­ger­preis*.

Übli­cher­wei­se wird uns erzählt der Markt rege­le sich nach "Ange­bot & Nach­fra­ge" - war­um also pas­siert das bei der Ener­gie gegen­läu­fig? Bei­spiel U.S.A.: Seit Jah­ren sin­ken die Tank­stel­len­ver­käu­fe. Den Ver­brau­chern wird aber weis­ge­macht, die impor­tier­te Men­ge Öl stei­ge jähr­lich um einen bestimm­ten Betrag um "Wachs­tum" vor­zu­gau­keln. Wachs­tum gibt es nur bei den ein­ge­la­ger­ten Men­gen, nicht beim Verkauf!

Auch hier­zu­lan­de stei­gen die Prei­se seit Jah­ren** - und das vor dem Hin­ter­grund sin­ken­der Dur­schnitts­ver­bräu­che der Fahr­zeu­ge. Markt ad absur­dum - das wird aber der zah­len­den Mas­se nicht ver­mit­telt. Egal wie die Ver­brau­cher befragt wer­den, sie sind der Über­zeu­gung, es herr­sche Man­gel an Ener­gie.

Wie übri­gens auch die Mas­se der pro­du­zier­ten - aber unver­käuf­li­chen - Neu­wa­gen rund um die Welt stän­dig ansteigt (sie­he hier). Wer es nicht glaubt kann sich selbst per Goog­le-Earth von die­sen Auto­hal­den überzeugen. 

In den U.S.A. sind gera­de die Träu­me geplatzt man kön­ne aus Ölschie­fer Unmen­gen von Öl per Frack­ing gewin­nen - was jetzt noch dort erwar­tet wird ent­spricht einer Ver­brauchs­men­ge von gera­de 30 Tagen .... und wenn man dann bedenkt, dass der Ver­brauch stän­dig gesun­ken ist und die Lager voll sind wird der Ver­such sol­che Lager­stät­ten zu erschlie­ßen voll­ends zur Farce.

Zusam­men­fas­send läßt sich also sagen:
Die Auto­hal­den wach­sen weil sich die Bevöl­ke­run­gen in vie­len Indu­strie­län­dern ein neu­es Auto nicht mehr lei­sten kön­nen. Der Ener­gie­ver­brauch sinkt wäh­rend die Ver­kaufs­prei­se stei­gen, auch das führt bei den Ver­brau­chern zu einer Umschich­tung anstatt Inve­sti­tio­nen in län­ger­fri­sti­ge Wirt­schafts­gü­ter (z.B. Autos) zu täti­gen brau­chen sie das Geld für kurz­fri­sti­gen Kon­sum. Oder gar Ver­brauch über die eige­ne Lei­stungs­fä­hig­keit hin­aus, finan­ziert durch Kre­dit. Nicht nur in den U.S.A. steigt die Zahl derer, die nie wie­der zurück­zah­len wer­den was sie geborgt haben, auch bei uns wächst die­se Zahl.

Das bedeu­tet, dass die Wirt­schaft schrumpft, nicht wächst, wie uns alle Poli­ti­ker weis­ma­chen wol­len. Wenn weni­ger Fahr­zeu­ge weni­ger ver­brau­chen muß man aller­dings fra­gen ob das der Grund für den sin­ken­den Kraft­stoff­ver­brauch ist. Sicher nicht. Denn der rück­läu­fi­ge Ver­brauch durch neue Fahr­zeu­ge macht nur einen gerin­gen Teil des (gesam­ten) Rück­gan­ges aus, der grö­ße­re Teil ent­steht durch gerin­ge­re Fahr­zeug­be­we­gun­gen - also rück­läu­fi­ge Waren­trans­por­te wegen schrump­fen­der Wirtschaft.

 ∙ ▪  ▪ ∙ 

* Aus­nah­me sind bestimm­te Son­der­for­men der Ölge­win­nung, bei denen der Auf­wand in kei­nem Ver­hält­nis zum Ergeb­nis steht, aller­dings 'en-pas­sant' ein nicht wie­der gut zu machen­der Umwelt­scha­den entsteht.


** Quel­le der Desta­tis-Abbil­dun­gen

bookmark_borderAm "Amerikanischen Wesen" ....

.... soll die Welt genesen.

So unge­fähr läßt sich kurz zusam­men­fas­sen was der­zeit an Ver­hand­lun­gen zu TTIP zwi­schen der EU und Ame­ri­ka abläuft. Nie­mand weiß so recht Bescheid - nur dass wir die­ses Abkom­men drin­gend brau­chen wis­sen vor allem die Poli­ti­ker der CDU/CSU und SPD und die der­zei­ti­ge Regierung.

Sie wer­den - wie die Ver­hand­ler der EU - über den Tisch gezo­gen für ein paar läp­pi­sche Zuge­ständ­nis­se. Die sie selbst hät­ten regeln kön­nen, wie z.B. die Gesetz­ge­bung zur Regu­lie­rung des Bank­we­sens und der Steu­er­ge­rech­tig­keit. So wer­den ein­fach die U.S.-Vorgaben hier­her nach Euro­pa über­tra­gen und im Tausch wird der hie­si­ge Markt zum erwei­ter­ten U.S.-Markt umgebaut.

Wir wer­den noch bit­ter erle­ben was das genau bedeu­tet, denn die Ableh­nung wis­sen­schaft­li­cher Erkennt­nis­se ist im "main­stream" und bei den Kon­zer­nen in U.S.A. weit verbreitet:
Unse­re Stan­dards gehen von der Sicher­heit im Zwei­fels­fal­le aus, des­we­gen läuft bei unkla­ren Erkennt­nis­sen die Abwä­gung zugun­sten der Sicher­heit - was nicht ein­deu­tig als "sicher" gilt bleibt vom Tisch und darf NICHT ver­kauft werden. 

Durch die neu­en Regeln wer­den wir genau das Gegen­teil bekommen:
Was nicht ein­deu­tig wis­sen­schaft­lich als "schäd­lich" belegt ist muß ver­kauft wer­den dürfen.

Ich getraue mich zu behaup­ten, dass wir bald das ange­süß­te, süf­fi­ge Mais- und Reis-Bier hier haben wer­den und dem unter Rein­heits­ge­bot gebrau­ten Bier aus unse­ren Klein­braue­rei­en wei­ter der Zugang nach U.S.A. ver­sagt sein wird: Zuviel Alko­hol, das wird so gere­gelt wer­den, denn die U.S.-Plörre hat erheb­lich weni­ger 'Gehalt' - deren Alko­hol­ge­halt kann man mani­pu­lie­ren, den unse­res Bie­res (wenn sach­ge­recht her­ge­stellt, nach Rein­heits­ge­bot) eben nicht. Und dies ist nur EIN Bei­spiel wie es lau­fen wird.

Noch ein Beispiel:
Die "shop­per", die mal eben nach U.S.A. düsen um dort bil­lig Jeans ein­zu­kau­fen wer­den sich auch wun­dern. Denn die Jeans wer­den hier nicht plötz­lich nur € 25,- anstatt € 80,- kosten wie der­zeit. Sie wer­den hier genau­so teu­er wie immer blei­ben, denn die Fir­men wer­den ein­fach den euro­päi­schen Preis abspre­chen und das, was an Ein­fuhr­zöl­len der Staat bekam wird in den Taschen der U.S.-Aktionäre landen:
Kapi­ta­lis­mus at it's best!

Wenn es dann soweit ist höre ich schon die Phra­sen unse­rer Poli­ti­ker, die uns weis­ma­chen wol­len wie gut doch bei uns die Kon­junk­tur läuft weil die­se Waren bei uns Arbeits­plät­ze im Ein­zel­han­del sichern - Ja, das wer­den sie, es wer­den noch mehr Teil­zeit- und befri­ste­te Arbeits­ver­hält­nis­se vor­han­den sein als wir jetzt schon haben und die Infra­struk­tur wird zuse­hends ver­fal­len weil die Ein­nah­men aus den Import­ge­schäf­ten weg­fal­len und kein Geld mehr für die drin­gend­sten Erhal­tungs­ar­bei­ten da sein wird ....

Schö­ne neue Welt! 

bookmark_borderTag der Pressefreiheit

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.... und ich habe das glatt übersehen
- das war näm­lich schon am Sonnabend.

Pres­se­frei­heit ist ein bedeu­ten­des Thema:
In vie­len Län­dern ist Pres­se­frei­heit kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit, des­we­gen kämp­fen die Jour­na­li­sten dar­um sie zu erreichen.
Wo - ver­meint­lich oder tat­säch­lich - Pres­se­frei­heit herrscht kommt es all­zu oft vor, dass sich die Jour­na­li­sten kau­fen las­sen, anbie­dern, oder schlicht zu trä­ge sind um von die­ser Frei­heit Gebrauch zu machen.

Was ich mir für die­sen Tag wünsche:


    Eine Presse, 
  • die ihre Auf­ga­be als 'vier­te Gewalt' im Staa­te ernst nimmt, Infor­ma­tio­nen kri­tisch hin­ter­fragt, und sorg­fäl­tig recher­chiert bevor etwas ver­öf­fent­licht wird;
  • die die nicht mit den Poli­ti­kern küngelt;
  • die Qua­li­tät der Spra­che aufrechterhält;
  • die sich nicht am 'Pro­fit', son­dern an der Wahr­heit orientiert.

bookmark_borderBeliebt ..!?

Algo­rith­mus
 
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Bei "golem" fand ich einen Bei­trag mit dem Titel "Algo­rith­mus soll Beliebt­heit von Fotos vor­aus­be­rech­nen" - und bin dem Link gefolgt um ein paar mei­ner 'hea­der' ein­zu­ge­ben. Nur 'mal so, aus Neugierde.

Das Ergeb­nis hat mich erstaunt: Was ich für "popu­lär" gehal­ten hät­te war es nicht so sehr wie ein ande­res Bild. 

Mei­ne Reihenfolge

 
1
 
3
 
5

 

bookmark_borderTPP / TTIP - zwei Seiten einer Medaille

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Stop the Sec­re­cy befo­re it’s too late.
Right now, Oba­ma is mee­ting with lea­ders in Asia to fina­li­ze the secre­ti­ve Trans-Paci­fic Part­ner­ship (TPP) agreement.
The TPP threa­tens to cen­sor your Inter­net, kill jobs, under­mi­ne envi­ron­men­tal safe­guards, and remo­ve your demo­cra­tic rights.

[Quel­le]

Über­set­zung:
Die Geheim­ver­hand­lun­gen müs­sen gestoppt wer­den bevor es zu spät ist.
In die­sem Moment trifft sich Oba­ma mit Asia­ti­schen Füh­rern um das Trans-Paci­fic-Part­ner­ship Abkom­men zum Abschluß zu bringen.
Das TPP bedroht die Mei­nungs­frei­heit des Inter­nets, zer­stört Arbeits­plät­ze, unter­mi­niert Umwelt­stan­dards, und nimmt Ihnen ihre demo­kra­ti­schen Rechte.

Das gilt eben­so für die geplan­te Trans­at­lan­ti­sche Han­dels- und Inve­sti­ti­ons­part­ner­schaft (TTIP) - bei der jetzt sogar unse­re Regie­rung zugibt nicht infor­miert zu sein, was allei­ne schon ein Skan­dal ist - die auf EU-Ebe­ne in Geheim­ver­hand­lun­gen durch­ge­boxt wer­den soll.

" .. Man merkt die Absicht - und ist ver­stimmt! .. " reicht wohl nicht. Wie stets, wenn ein Abkom­men im Gehei­men ver­han­delt wird, kann es nichts Gutes für all Jene bedeu­ten die davon betrof­fen sein wer­den - wäre es anders, könn­ten die Ver­hand­ler mit offe­nen Kar­ten spie­len. Allein die Geheim­nis­tue­rei nährt den Ver­dacht, und was bis­her dar­über bekannt wur­de bestä­tigt genau die­se Vermutungen.

bookmark_borderWenig Interesse ....

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Was soll man dazu schreiben?

Die x-te Fas­sung von
"Ich ver­steh' das nicht!" oder
"So wird Demo­kra­tie nie funk­tio­nie­ren!" oder
"UEFA Cham­pi­ons League, dafür inter­es­sie­ren sie sich!"
oder für irgend­was anderes .... 

Die Mehr­heit wählt mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit also wie­der Jene, die ihre Frei­heit ein­schrän­ken und ihnen ihre Bür­ger­rech­te abneh­men will, die sie mit einer euro­pa­wei­ten Maut bele­gen und dadurch jede ihrer Bewe­gun­gen erfas­sen will, die die Arti­ku­la­ti­ons­mög­lich­keit im Inter­net nehmen/einschränken will um wie­der 'Deu­tungs­ho­heit' bei der Mei­nungs­bil­dung zu erhal­ten, die sich für Ban­ken und Ver­si­che­run­gen (soweit das über­haupt noch getrennt wer­den kann) ein­setzt anstatt zum Nut­zen der Bür­ger zu agieren ....

Ich bin es leid.
Ich neh­me es zur Kenntnis.

Ich sage nur noch:
"Glück­li­cher­wei­se wer­de ich nicht mehr mit­er­le­ben wohin die­ses Des­in­ter­es­se der über­wie­gen­den Zahl der Deut­schen (und natür­lich auch: rest­li­chen Euro­pä­er) führt."

bookmark_borderEine Schande

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Wenn ich mich mit jun­gen Leu­ten unter­hal­te wer­de ich manch­mal sehr zor­nig - nicht auf die jun­gen Leu­te, son­dern auf die Per­so­nal­ab­tei­lun­gen in "D". Was da an Stel­len­an­ge­bo­ten fabri­ziert wird schreit zum Him­mel! Maxi­mal­for­de­rung über Maxi­mal­for­de­rung und völ­lig vor­bei an der Lebenswirklichkeit. 

Wer hat denn schon mit drei­ssig Jah­ren drei Jah­re Aus­lands­er­fah­rung, spricht min­de­stens drei Spra­chen, hat ein abge­schlos­se­nes Stu­di­um und will dann für 1.300,- €uro brut­to arbeiten?

Beson­ders unan­ge­nehm fal­len die öffent­li­chen Arbeit­ge­ber auf, die wohl nur noch Halb- oder gar Drit­tel­stel­len anbie­ten, aber dafür vol­le Arbeits­lei­stung erwar­ten. Kein Wun­der, wenn bei sol­chem Umfeld die Gesell­schaf­ten und Betrie­be 'nach­zie­hen' und der­glei­chen Machen­schaf­ten noch zu unter­bie­ten suchen.

Wie soll denn die Zukunfts­pla­nung die­ser Gene­ra­ti­on jemals auf siche­res Fun­da­ment gestellt wer­den, wenn die­se Spott­an­ge­bo­te zudem noch auf ein, zwei oder drei Jah­re befri­stet werden?

Manch­mal bin ich rich­tig froh dabei nicht mehr mit­zu­tun und das Arbeits­le­ben hin­ter mir zu haben.