bookmark_borderAch, das wundert mich aber ..?!

".. "Unse­re Unter­su­chung zeigt, dass wir es heu­te nicht nur mit einer zuneh­men­den Poli­tik­ver­dros­sen­heit zu tun haben, son­dern auch mit einer Jour­na­lis­mus­ver­dros­sen­heit. Die For­schungs­er­geb­nis­se bestä­ti­gen ein­deu­tig eine Abnah­me des öffent­li­chen Ver­trau­ens in den Jour­na­lis­mus", erklärt Wolf­gang Dons­bach, Pro­fes­sor am Insti­tut für Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Dres­den und Lei­ter der Stu­die. Die­ses Ver­trau­en sei aber in einer Demo­kra­tie not­wen­dig, damit die ver­schie­de­nen Tei­le einer Gesell­schaft trotz viel­fäl­ti­ger eige­ner Inter­es­sen mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren könn­ten .. Eine deut­li­che Mehr­heit der Befrag­ten beschreibt Jour­na­li­sten als käuf­lich. Rund zwei Drit­tel glau­ben, dass bezahl­te Recher­chen häu­fig vor­kom­men oder dass die Inter­es­sen von Anzei­gen­kun­den auch in der redak­tio­nel­len Bericht­erstat­tung berück­sich­tig wer­den .. Unter den 18- bis 24-Jäh­ri­gen ver­steht jeder Zwei­te Blog­ging als Journalismus .."
[Zitat]
 
Mehr zum The­ma "Jour­na­lis­mus":

bookmark_border"Qualitätsjournalismus"
- eine Resolution schafft Unruhe

[ZITAT eines Kom­men­tars zum Aus­gangs­ar­ti­kel von DonAl­phon­so via fefe]

" .. Jour­na­li­sten haben schein­bar immer noch nicht ver­stan­den, dass nicht Goog­le der Feind ist, son­dern Mobile.de, monster.de und Immobilienscout24 (nur exem­pla­risch). Das hat den Zei­tun­gen vor knapp 10 Jah­ren den Hals gebro­chen. Die FAZ hat sich z.B. im Stel­len­markt dumm und däm­lich ver­dient. Weil die FAZ die ein­zi­ge Zei­tung war, in der man die guten Jobs fin­den konn­te. Hier wur­de die Ziel­grup­pe zusam­men­ge­bracht. Genau das Glei­che gilt für Immo­bi­li­en­an­zei­gen und Auto­an­zei­gen in loka­len Zeitungen.

Kei­ne der alten Zei­tun­gen hat es geschafft, hier früh genug zu reagie­ren. Und als man es dann end­lich ange­gan­gen ist, wur­de das gepreist wie vor­her im Print und natür­lich hat es auch dann nie­mand gekauft. Eine Anzei­ge im Inter­net kostet aber ziem­lich genau nichts. Craigs­list in den USA zeigt es. Inzwi­schen sind die Prei­se auf dem Niveau der Kon­kur­renz ange­kom­men, aber die ehe­mals so üppi­ge Mar­ge ist hin.

Das hat den ersten gro­ßen Knick in den Ein­nah­men gebracht. Ver­glei­che mal einen Anzei­gen­teil 1995 mit dem von heu­te. Da sind die Ein­nah­men geschätzt um mind. 80% gesunken. ..

Ab die­sem Zeit­punkt hat die Pres­se den Kampf gegen die Inter­net­kon­kur­renz ver­lo­ren. Der erste gro­ße Bat­zen, mit dem man quer­fi­na­zie­ren konn­te, war weg. Es wur­de gespart (was aus qua­li­ta­ti­ver Sicht falsch ist, aber wirt­schaft­lich wohl ein­fach nicht anders ging), aber damit wur­de das Pro­dukt wie­der ein Stück gene­ri­scher, sprich man hat die glei­chen News wie die ande­ren. Und da die auch im Inter­net sind und zwar am Tag vor­her, hat die Zei­tung ein Problem.

Eine Lösung für eine ein­zel­ne Zei­tung habe ich auch nicht. You’re doomed .. "

Ja, wer zu spät kommt den bestraft das Leben, ich hat­te ja schon vor ein paar Wochen auf die Unsin­nig­keit der Ver­le­ger­for­de­rung hin­ge­wie­sen ihre (von Agen­tu­ren abge­schrie­be­nen und schlecht gekürz­ten) "Wer­ke" als "Kul­tur­gut" zu verkaufen .... 

bookmark_borderSabine Bätzing

Eine gewis­se Frau .... Bät­zing* (SPD)
- ein sonst farb­los-hin­ter­wäld­le­ri­sches Mäus­chen aus dem tief­sten Wester­wald - macht sich in Ber­lin mau­sig und will nun den Rau­chern das Rau­chen auch in deren eige­nem Auto (!) ver­bie­ten .... Als näch­stes wird wahr­schein­lich ver­bo­ten, daß man in sei­nem Wohn­zim­mer in der Nase bohrt .... 

Die glei­che " .. Sabi­ne Bät­zing will schließ­lich ein Gesetz auf den Weg brin­gen, dass die Hero­in-Abga­be an Schwerst­ab­hän­gi­ge erleich­tern soll .. "
Aha, ein Herz für Jun­kies, die machen ja auch kei­nen Qualm - ich bezweif­le aller­dings, daß Frau Bät­zing schon 'mal so einem wasch­ech­ten Jun­kie die Hand geschüt­telt hat .... und wer bezahlt das Heroin?

Ich sehe mein (frü­her schon geäu­ßer­tes) Vor­ur­teil bestätigt:
Der mitt­le­re Ver­wal­tungs­ap­pa­rat ist der Unter­gang für jede bür­ger­li­che Frei­heit - und letzt­lich der Demo­kra­tie .... Mit­tel­maß sucht die tota­le Kon­trol­le .... und will Allen die eige­ne Art zu leben auf­zwin­gen: Die SED-Bon­zen haben eine 'Schau­büh­ne' dafür unter­hal­ten - die DDR .... 

*

  • Bät­zing, Sabi­ne, SPD, Dipl.Verwaltungswirtin, mail­to: sabine.baetzing@bundestag.de, http://www.sabine-baetzing.de/
    • Sabi­ne Bät­zing, geb. 13.02.1975 in Alten­kir­chen, ver­hei­ra­tet, katho­lisch, wohn­haft in Altenkirchen 
    • 1994 Abitur am Wester­wald Gym­na­si­um Altenkirchen 
    • 1994 - 1997 Aus­bil­dung im geho­be­nen, nicht­tech­ni­schen Dienst zur Diplom-Ver­wal­tungs­wir­tin (FH) bei der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung Altenkirchen 
    • 1997 - 2002 Beam­tin bei der Ver­bands­ge­mein­de Alten­kir­chen bei der Ver­bands­ge­mein­de­ver­wal­tung Alten­kir­chen, dort zustän­dig für die EDV-Organisation 
    • Na, und dann ab 2002 Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te - Gehalt ver­fünf­facht - eine für­wahr stei­le Karriere .... 

PS: Wahlergebnis(-se)


*edit*
Sie­he hier­zu auch "Denk­ver­bot am Steu­er" ....

∙ ▪  ▪ ∙
 

[Zitat aus 100-zeilen-hass-fur-sabine-bätzing]


Das ist ein Jammer:
Die Dum­men sind so sicher und die Geschei­ten so vol­ler Zweifel“


– die­ses Zitat wird dem Alt­kanz­ler Hel­mut Schmidt zuge­schrie­ben. Für Sabi­ne Bät­zing ist die Welt ohne gro­ße Zweifel.
Die Bun­des­dro­gen­be­auf­trag­te hät­te aller­dings auch so ihre Pro­ble­me mit dem kan­ti­gen Alt­kanz­ler. Die Ver­su­che der 34-jäh­ri­gen, dem Sou­ve­rän sei­ne Ent­schei­dungs­fä­hig­keit in all­täg­li­chen Din­gen wie dem Tabak­kon­sum abzu­spre­chen, wür­den bei ihrem 91-jäh­ri­gen Par­tei­freund sicher nur ein abschät­zi­ges Augen­brau­en­zucken hervorrufen. 

Sabi­ne Bät­zing hat den Rau­chern den Krieg erklärt .. Wenn die Poli­tik auf die ele­men­ta­ren Fra­gen unse­rer Zeit kei­ne Ant­wor­ten fin­det, dilet­tiert sie ger­ne auf Neben­kriegs­schau­plät­zen her­um. Beson­ders beliebt sind dabei sol­che The­men, bei denen sie auf ihre mora­li­sche Luft­ho­heit pochen kann. Galt es frü­her als selbst­ver­ständ­lich, dass der Bür­ger ein erwach­se­nes Indi­vi­du­um ist, des­sen Frei­heit nicht über Gebühr ein­ge­schränkt wer­den darf, so defi­niert sich die heu­ti­ge Poli­tik als „güti­ger Vater“ (s.o.!) .. "



[Quel­le]

bookmark_borderWas unterscheidet uns (Europäer)
von den Amerikanern?

" .. Über den Reich­tum einer ent­wickel­ten Gesell­schaft ent­schei­det heu­te in erster Linie das Netz­werk von Wis­sen­schaft, Tech­no­lo­gie und Wirt­schaft. Das ame­ri­ka­ni­sche Netz­werk ist anders ver­drah­tet als das Euro­päi­sche. Es ist schnel­ler, effi­zi­en­ter, mus­ku­lö­ser. Das euro­päi­sche ist trä­ger und sta­bi­ler. .. " - so lau­tet die Ein­lei­tung eines Bei­trags von Prof. Dr. Gert Keil, vor­mals Frei­burg, jetzt Poli­tik­be­ra­ter in Berlin.

Die Beob­ach­tung, daß in Ame­ri­ka schnel­ler gehan­delt und weni­ger gezau­dert wird ist sicher ein wesent­li­cher Unter­schied. 'Hier­zu­lan­de wer­den eher Beden­ken gegen­über neu­en tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen vor­ge­bracht' stimmt sicher auch. Die Ame­ri­ka­ner sei­en uns in Hin­blick auf Tech­no­lo­gie auf allen Fel­dern vor­aus ist bestimmt nicht kor­rekt. Was sie beherr­schen ist:
Auf­stre­ben­de Wis­sen­schaft­ler anlocken - und danach deren Ergeb­nis­se als "Ame­ri­ka­nisch" zu verkaufen!

Inso­weit ist die Fra­ge­stel­lung eher: Wie hält man die Spit­zen­for­scher im Lan­de bzw. in Euro­pa? Eine Fra­ge, die sich mög­li­cher­wei­se in die­ser Form immer sel­te­ner stel­len wird, weil das Finan­zie­rungs­sy­stem in U.S.A. sich bekann­ter­ma­ßen in einer tief­grei­fen­den Kri­se befindet ....

Als näch­sten Punkt muß man die Alters­struk­tur ver­glei­chen. Dabei kommt her­aus, daß die ame­ri­ka­ni­schen Erfol­ge von sehr jun­gen For­schern erreicht wer­den, die sich dann - weil ihr Inter­es­se an grund­le­gen­der For­schung mit der zuneh­men­den Aner­ken­nung schwin­det - auf ihren Erfol­gen (und dem damit ver­bun­de­nen finan­zi­el­len Pol­ster) aus­ru­hen. Hier­zu­lan­de wer­den die Ergeb­nis­se durch­schnitt­lich erst eini­ge Jah­re spä­ter gewon­nen, dafür ist aber das For­scher­stre­ben ste­tig und hält über eine län­ge­re Zeit­span­ne an - trotz der vie­len bür­o­k­tra­ti­schen Hin­der­nis­se des (läh­mend ver­wal­te­ten) Wissenschaftsapparates ....

Ein wei­te­rer - wesent­li­cher - Aspekt fehlt in den Keil'schen Betrach­tun­gen: Ame­ri­ka­ner sind "wachs­tums­gläu­big" - wird ihnen die Gewiß­heit auf Wachs­tum genom­men - und es sieht der­zeit ganz danach aus - dann ver­sie­gen die Inve­sti­tio­nen in die Wis­sen­schaf­ten und es kommt zu einer Aus­trock­nung der Forschungsaktivitäten.

Die Finanz­kri­se - mögen ihre Aus­wir­kun­gen auch noch so dra­ma­tisch selbst für Euro­pa aus­se­hen - wird so mög­li­cher­wei­se zur Ret­tung der Spit­zen­for­schung durch Ver­rin­ge­rung der Abwan­de­rung nach U.S.A. .... wenn es dann noch gelingt, die büro­kra­ti­schen Hür­den zu ver­rin­gern könn­ten wir den frü­he­ren Vor­sprung wie­der­ge­win­nen oder - wie im Fall der Nano-Tech­no­lo­gie (in der wir ent­ge­gen der von Dr. Keil ver­tre­te­nen The­se welt­weit füh­rend sind) halten.

Min­de­stens ich wür­de es mir so wünschen.

bookmark_borderErinnern! Alternativ wählen!


" .. Unmut muß sich auch in Wahl­er­geb­nis­sen niederschlagen!!

Der nun mitt­ler­wei­le hef­tig umstrit­te­ne Gesetz­ent­wurf ist nicht allein der Gesetz­ent­wurf von Ursu­la von der Ley­en, es ist der Gesetz­ent­wurf, der von einer schwarz-roten Bun­des­re­gie­rung beschlos­sen wur­de. Von rot und schwarz!

Wie dop­pel­zün­gig mal wie­der die SPD ist, zeigt sich dar­in, daß sie sich nun für eine öffent­li­che Anhö­rung im Unter­aus­schuss (27.5) aus­ge­spro­chen hat. Toll, toll – Jubel!!! Aber das ist die sel­be SPD, die noch vor weni­gen Tagen dem Gesetz­ent­wurf mal eben zuge­stimmt hat!

Poli­tik soll­te für uns und nicht gegen uns gemacht wer­den. Idea­ler­wei­se mit uns, und genau des­halb gehe ich zur Euro­pa­wahl und mach mein Kreuz sicher nicht bei den Wahl­ver­spre­chern (von CDU & SPD, auch nicht bei­den Hel­fers­hel­fern von FDP & Grünen) .. "


[Zitat/Bild "Stopp­schild"] | [Bild "Merkel"/Quelle]


"Pro­jekt >18" für die SPD
  "Pro­jekt >29" für die CDU 

bookmark_borderZwiespalt

Ich bin näch­stens zu einer Fei­er ein­ge­la­den. Erfreu­lich ist dar­an, daß da vie­le Men­schen zusam­men­kom­men die ich schät­ze und mit denen ich gern zusam­men bin. Uner­freu­lich ist, daß die Fei­er mit (min­de­stens) einem Kirch­gang ver­bun­den ist. 

Ich ste­he in dem Zwie­spalt mich durch den 'Got­tes­dienst' in eine Situa­ti­on zu bege­ben in der ich den Schein wah­ren muß obwohl ich lie­ber die Wahr­heit leben wür­de, also nicht teil­zu­neh­men, dem fernzubleiben. 

Kir­che - und die dazu­ge­hö­ri­ge 'Ideo­lo­gie' - ist ein Ver­spre­chen an Men­schen das nicht gehal­ten wer­den kann. Min­de­stens bin ich davon über­zeugt. Was Kir­che ver­spricht ist ein Leben nach dem Tode - für das es aus mei­ner Über­zeu­gung kei­ne Bewei­se gibt und das ich daher für eine gigan­ti­sche Irre­füh­rung halte. 

Nun ist die Fra­ge die ich mir stel­le etwa so:
Soll ich der Tra­di­ti­on fol­gen und der Dis­kus­si­on um mei­ne Ein­stel­lung ausweichen?
Oder soll ich mich so ver­hal­ten wie es mei­ner Über­zeu­gung ent­spricht und mich von der - sinn­lo­sen - Zere­mo­nie fernhalten?

Noch habe ich ja etwas Zeit.
Das ist gut so.
Ändert aber nichts dar­an, daß es irgend­wann ent­schie­den wer­den muß.

bookmark_borderExperten ....

Die Ent­wick­lung immer umfang­rei­che­rer und inhalts­rei­che­rer Daten­ban­ken - wie z.B. WIKIPEDIA - hat zu einem son­der­ba­ren Phä­no­men geführt:
Das Land ist voll von "Exper­ten" die zu Allem & Jedem ihre Mei­nung herausposaunen.

Wozu brau­chen wir noch die 'stu­dier­ten' Exper­ten? Steht doch alles im Inter­net. Da kann man rasch ein paar Infor­ma­tio­nen zusam­men­le­sen und drei­mal umge­rührt als "Exper­ti­se" zum Besten geben. 

Halt! Halt!
So geht das bestimmt nicht.
Das kann so nicht funktionieren!

Bruch­stücke sam­meln und neu ver­knüp­fen reicht nun 'mal nicht um ein kor­rek­tes Bild eines Sach­ver­hal­tes zu zeich­nen: Das erfor­dert jah­re­lan­ges Stu­di­um, die Fähig­keit zur Abstrak­ti­on und vor allem eine - wohl­ver­stan­de­ne - Skep­sis gegen­über dem all­zu Offensichtlichen. 

Völ­lig falsch ist das der­zei­ti­ge Ver­ständ­nis der 'Wer­tig­keit' sol­cher Lai­en­aus­sa­gen im Ver­gleich zu denen von - aus­ge­bil­de­ten - Wissenschaftlern. 


Allein die Tat­sa­che, daß da manch­mal zwei Mei­nun­gen schein­bar gleich­be­rech­tigt neben- oder unter­ein­an­der in Inter­net­dis­kus­sio­nen oder in Blog­bei­trä­gen und den zuge­hö­ri­gen Kom­men­ta­ren ste­hen bedeu­tet noch lan­ge nicht, daß die­se Äuße­run­gen auch tat­säch­lich als gleich­wer­tig zu betrach­ten sind.


Der Schein trügt.
Wie so oft.

So hilf­reich das Inter­net in vie­ler­lei Hin­sicht ist, so segens­reich im Sin­ne von Erwei­te­rung des Hori­zon­tes jedes ein­zel­nen Nut­zers, so gefähr­lich ist es auch, wenn eben­die­se Nut­zer nicht zwi­schen fun­dier­tem Tat­sa­chen­wis­sen und sub­jek­ti­ver Mei­nung differenzieren ....

bookmark_border"Qualitäts-Journalismus" - versagt ...!

Da lese ich mit Freu­de fol­gen­des [Zitat]:

.. Die eta­blier­te Pres­se, die sich so ger­ne, in durch­aus selbst­ge­rech­tem Ton, als “vier­te Macht im Staat” und als ein­zi­ge Quel­le objek­ti­ver Nach­rich­ten­ver­mitt­lung und Welt­in­ter­pre­ta­ti­on geriert, hat ange­sichts der bei­spiel­lo­sen Demon­ta­ge von Grund­rech­ten lei­der kom­plett versagt.

Das Recht auf Infor­ma­ti­ons- und Mei­nungs­frei­heit wird wesent­lich ein­ge­schränkt, aus Grün­den, die ent­we­der schlicht­weg erfun­den oder mani­pu­liert sind, mit Mit­teln, die weder trans­pa­rent noch demo­kra­tisch kon­trol­lier­bar oder legi­ti­mier­bar sind, unter unsach­li­cher und geschmack­lo­ser Dif­fa­mie­rung jeg­li­cher Kri­ti­ker - Na und?
Kein Anlaß, in den Redak­ti­ons­bü­ros unse­rer sog. “Qua­li­täts­pres­se” kri­ti­sche Wor­te zu finden! .. " 

Die Erklä­rung ist einfach:
Nach­dem man Anfang des Jah­res die Archi­ve der Rund­funk­an­stal­ten bekämpft - und mit Hil­fe der Poli­tik als 'Kon­kur­ren­ten' aus­ge­schal­tet hat - schaut nun die ver­sam­mel­te Print-Medi­en-Welt mit klamm­heim­li­cher Freu­de zu wie das Inter­net als Kon­kur­renz auch noch aus­ge­schal­tet wird ....


Machen wir uns doch nichts vor:
Nach­rich­ten aus den 'news-tickern' von heu­te ste­hen frü­he­stens mor­gen in den Zei­tun­gen. Weil das immer mehr Zei­tungs­le­ser erken­nen bestel­len sie die Blät­ter ab - es ist die Angst der Eta­blier­ten ihre Pfrün­de zu ver­lie­ren die sie dazu bringt sich wie die 'Drei Affen' zu verhalten ....

Was 'die Eta­blier­ten' nicht beden­ken ist das bekann­te Niem­öl­ler-Zitat. Wenn sie dann zen­siert wer­den ist nie­mand mehr da sie zu verteidigen ....

 

bookmark_borderFraglos ....

gehört Reli­gi­on, bes­ser: gehö­ren Grund­wer­te, die auch in Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten ver­tre­ten wer­den, zu den Pfei­lern des (soge­nann­ten) "Christ­li­chen Abendlandes".
Ist damit aber die Insti­tu­ti­on "Kir­che" - egal wel­cher Reli­gi­on - begründet?
Nein.

Reli­gio­nen sind eine gute Mög­lich­keit für klei­ne Grup­pen von zwei­fel­los meist intel­li­gen­ten Zeit­ge­nos­sen sich auf Kosten Ande­rer ein beque­mes Leben zu machen.

Ver­sprä­che ich einem Men­schen - irgend­ei­nem Men­schen - sagen wir: auf der Stra­ße - daß er nach sei­nem Tode in den Him­mel kommt und mir des­we­gen einen Pro­zent­satz sei­nes Ein­kom­mens geben müs­se weil ich ihm die­se 'fro­he Bot­schaft' ver­kün­det habe - was wür­de da wohl passieren?

Hat der Ver­spre­chen­de - anders als ich - aller­dings eine schwar­ze oder bun­te oder sonst­wel­che Robe an und ver­spricht das in einem eigens dafür errich­te­ten Ver­samm­lungs­ge­bäu­de, dann g l a u b t man ihm und er bekommt das Geld:
Es wird sogar von staats­we­gen, mit den Steu­ern, eingezogen ....

Ist denn mein Ver­spre­chen an Jeman­den er kom­me in den Him­mel weni­ger wert als das eines Reli­gi­ons-Uni­form-Trä­gers? Er ist wie ich ein Mensch und weiß nicht mit Bestimmt­heit ob sein Ver­spre­chen ein­ge­hal­ten wird - eben­so­we­nig, wie ich es weiß!

Ja, ja, ich höre schon den Ein­wand:
Ihm glaubt man es ....

bookmark_border*update*

zu mei­nem Bei­trag "Als ich heu­te mor­gen die Titel­zei­le der Zei­tung las …."

Der nach­fol­gen­de Absatz ist Teil eines Bei­trags mit dem Titel "Der Kampf der Kul­tu­ren", der sich mit den 'wah­ren' Grün­den für die Zen­sur­be­stre­bun­gen unse­rer Regie­rung und der EU aus­ein­an­der­setzt .... ich lese mit Freu­de, daß auch ande­re Autoren eine ähn­li­che Ein­schät­zung des Sach­ver­hal­tes haben - klar, das Gegen­teil wäre weni­ger erfreulich.

[Zitat]
http://netzpolitik.org/2009/der-kampf-der-kulturen/


" .. Die­ser Kul­tur­kampf, der sich gera­de zuspitzt, ver­läuft zwi­schen den Ver­tre­tern der frei­en Infor­ma­ti­ons- , Kom­mu­ni­ka­ti­ons- oder Wis­sens­ge­sell­schaft auf der einen Sei­te und den­je­ni­gen, die vor der neu­ge­won­ne­nen Frei­heit Angst haben und sie begren­zen und umzäu­nen wol­len.

Natür­lich ist das kein rei­ner Gene­ra­tio­nen­kon­flikt zwi­schen "Digi­tal Nati­ves" und Inter­net-Aus­druckern und -wie­der­ein­scan­nern . In jeder Gene­ra­ti­on (update: und in jeder Par­tei ) gibt es Men­schen, die sich an der hin­zu­ge­won­ne­nen Frei­heit erfreu­en und sol­che, die sie fürch­ten. Da unter­schei­det sich Deutsch­land nicht prin­zi­pi­ell von Chi­na. Es könn­te aber sein, dass die mit dem Inter­net und ande­ren digi­ta­len Kul­tur­tech­ni­ken auf­ge­wach­se­nen Men­schen stär­ker dar­auf drän­gen wer­den, die­se Frei­hei­ten auch wei­ter­hin leben zu kön­nen. Wir hät­ten dann auch auf poli­ti­scher Ebe­ne einen demo­gra­fi­schen Wan­del hin zu libe­ra­le­ren oder liber­tä­re­ren Posi­tio­nen zu erwarten. .. "


Sie­he zum glei­chen The­ma auch:
| Jens Scholz | NIGHTLINE | War­um es um Zen­sur geht |

bookmark_borderAls ich heute morgen
die Titelzeile der Zeitung las ....

hat­te ich den Ein­druck fast vier Jahr­zehn­te zurück­ge­wor­fen zu sein:
"Abgrund­tie­fer Hass" stand da zu lesen, und "Sau­er­land-Zel­le plan­te Atten­ta­te" - so wie zu besten Baa­der-Mein­hof-Ban­den-Zei­ten / RAF* war der Kom­men­tar dann auch zum The­ma "Ter­ro­ri­sten" und begann mit den Zei­len "Die Frat­ze des Ter­rors hat Deutsch­land seit gestern wie­der ein­ge­holt .. " - die glei­che Rhe­to­rik, die glei­che vor­der­grün­di­ge Beur­tei­lung ....

Damals wie heu­te ist es "das Staats­we­sen", das uns erklärt wir sei­en stän­dig aufs Schlimm­ste bedroht und müß­ten daher vor die­sen 'Bösen Mäch­ten' beschützt wer­den indem uns büger­li­che Frei­hei­ten und grund­ge­setz­lich ver­brief­te Rech­te Stück für Stück ent­zo­gen werden.

Das Unver­mö­gen der Alt-Poli­ti­ker mit einer neu­en Gene­ra­ti­on, mit den Ver­än­de­run­gen der Gesell­schaft und mit den ver­än­der­ten Medi­en-Kon­sum-Gewohn­hei­ten umzu­ge­hen gebiert sol­che restrik­ti­ven Ansät­ze: Wer selbst 'das Inter­net' nicht ver­steht und sich in des­sen Gebrauch unsi­cher fühlt mag davor Angst ent­wickeln - eine Angst, die dann in Aggres­si­on gegen die moder­nen Medi­en umschlägt. Dies wird noch geför­dert weil jeder Nut­zer in der Lage ist sich unge­bremst und unkon­trol­liert zu arti­ku­lie­ren und 'Mei­nung' zu verbreiten. 

Weil die Machen­schaf­ten der Poli­tik als das dar­ge­stellt wer­den was sie sind, näm­lich Ent­schei­dun­gen zugun­sten Weni­ger auf Kosten der All­ge­mein­heit, Abzocke und Kor­rup­ti­on, Vet­tern­wirt­schaft und Selbst­ver­sor­gung, wird dar­über nach­ge­dacht wie man die unlieb­sa­me 'Publi­ci­ty' aus­schal­ten könnte ....

Wo frü­her eine kri­ti­sche Pres­se für Auf­deckung von poli­ti­schen Skan­da­len sorg­te ist heu­te nur noch eine zahn­lo­se Rie­ge von Agen­tur­mel­dungs­ver­brei­tern übrig geblie­ben - ange­paßt an und ver­ban­delt mit dem poli­ti­schen 'Estab­lish­ment', von eini­gen weni­gen Ali­bi-Sen­dun­gen des (öffent­lich-recht­li­chen) Fern­se­hens abge­se­hen, die allein auf wei­ter Flur ste­hen und das 'Inve­sti­ga­tiv-Fei­gen­blatt' darstellen.

Die 'Nach­rich­ten' in den mitt­le­ren und klei­nen Zei­tun­gen sind das, was im Fern­se­hen schon gestern als Mel­dung zu sehen war, ein­zig der Lokal­teil sol­cher Blät­ter ist viel­leicht noch für die Ver­eins­han­seln und sol­che Men­schen inter­es­sant, die sich gern ein­mal in der Zei­tung bewun­dern möch­ten. "Infor­ma­ti­on" fin­det nicht statt - die mitt­ler­wei­le gewach­se­nen mitt­le­ren Ver­lags­ge­sell­schaf­ten sind von den Anzei­gen­kun­den so abhän­gig, daß ihre Ser­vi­li­tät zwi­schen den Zei­len her­aus­trieft. Ein Trau­er­spiel! Was der Leser ser­viert bekommt ist zu 30% Wer­bung, offen oder ver­steckt in soge­nann­ten "redak­tio­nel­len Bei­trä­gen", 30% Loka­les, vom Blu­men­topf der umge­stürzt wur­de bis zum 'gol­de­nen Fir­men­ju­bi­lä­um', was nur die Betrof­fe­nen anspricht - der Rest ist dann Agen­tur­schrott, der eine bestimm­te Ten­denz des Den­kens eta­blie­ren soll. Die Mas­se der Leser scheint das nicht zu stö­ren - sie sind es gewohnt und mögen es 'bedient' zu werden.

Da schließt sich der Kreis: Eine unfä­hi­ge Rie­ge von Poli­ti­kern, Jour­na­li­sten, die mit Mehr­zahl die­sen Namen nicht mehr ver­dient haben weil sie nur noch Agen­tur­mel­dun­gen gering­fü­gig ver­än­dern und ein­sei­tig kom­men­tie­ren, ein Kon­glo­me­rat, ein Staats­we­sen also, das auf Still­stand ange­legt ist und mit allen sei­nen Kräf­ten auf das ein­drischt was die­se Idyl­le stört ....

Ver­wun­der­lich ist, war­um nie­mand die Fra­ge stellt "Wie kommt es dazu, daß es der­ar­ti­ge Grup­pen gibt, die glau­ben den Staat bekämp­fen zu müs­sen?" Es sind wohl meh­rer­lei Grün­de zu iden­ti­fi­zie­ren: Das man­geln­de Ver­ständ­nis der Poli­tik für die 'wah­ren' Pro­ble­me ihrer Bevöl­ke­rung, die man­geln­de Beherr­schung moder­ner Medi­en und die Furcht, die so ertrag­rei­chen Pfrün­de zu verlieren ....

Dar­aus sind - min­de­stens - zwei Kon­se­quen­zen zu zie­hen: Die abwäh­len, die sich als unfä­hig erwie­sen haben den Staat auf ver­än­der­te Bedin­gun­gen vor­zu­be­rei­ten weil ihre Metho­den rück­wärts- und nicht vor­wärts­ge­wandt sind. Für mich kommt dann eine zwei­te Kon­se­quenz hin­zu. Ich wer­de die soge­nann­te 'Tages­zei­tung' abbe­stel­len. Zei­tung war gestern - heu­te ist das Inter­net die Infor­ma­ti­ons­quel­le No.1 .... wir Alle soll­ten hof­fen, daß das so bleibt.


* Nur um es deut­lich zu sagen: Ich tre­te hier kei­nes­wegs für irgend­wel­che gewalt­sa­men Aktio­nen ein. Gewalt ist noch nie eine Lösung gewe­sen - weder von Sei­ten das Staa­tes noch von Sei­ten der Bür­ger. 
 

bookmark_borderAbgründe der menschlichen Natur ....

tun sich auf, wenn man "die Hin­ter­las­sen­schaft" der Bush-Regie­rung - deren fin­ster­ste Sei­te! - liest. Hier ein Text zur Ein­stim­mung, das Ori­gi­nal und die ver­link­ten "Memos" ist eine unab­dig­ba­re Lek­tü­re um zu erken­nen, wie ver­rot­tet die Admi­ni­stra­ti­on Bush war ....

[Zitat aus der NY Times online, vom 18 April, 2009]
" .. Editorial
The Tor­tu­r­ers’ Manifesto
Published: April 18, 2009

To read the four new­ly released memos on pri­soner inter­ro­ga­ti­on writ­ten by Geor­ge W. Bush’s Justi­ce Depart­ment is to take a jour­ney into depravity.

Their lan­guage is the pre­cise bureau­cra­te­se favor­ed by dun­ge­on masters throug­hout histo­ry. They detail how to fashion a col­lar for slamming a pri­soner against a wall, exact­ly how many days he can be kept wit­hout sleep (11), and what, spe­ci­fi­cal­ly, he should be told befo­re being locked in a box with an insect — all to stop just short of having a jury deci­de that the­se acts vio­la­te the laws against tor­tu­re and abu­si­ve tre­at­ment of prisoners.

In one of the more nau­sea­ting pas­sa­ges, Jay Bybee, then an assi­stant att­or­ney gene­ral and now a fede­ral judge, wro­te admi­rin­gly about a con­trap­ti­on for water­boar­ding that would lurch a pri­soner upright if he stop­ped breathing while water was pou­red over his face. He prai­sed the Cen­tral Intel­li­gence Agen­cy for having doc­tors rea­dy to per­form an emer­gen­cy tra­cheo­to­my if necessary.

The­se memos are not an honest attempt to set the legal limits on inter­ro­ga­ti­ons, which was the aut­hors’ sta­tu­to­ry obli­ga­ti­on. They were writ­ten to pro­vi­de legal immu­ni­ty for acts that are cle­ar­ly ille­gal, immo­ral and a vio­la­ti­on of this country’s most basic values.

It sounds like the plot of a mob film, except the lawy­ers asking how much their cli­ents can get away with are from the C.I.A. and the lawy­ers coa­ching them on how to com­mit the abu­ses are from the Justi­ce Depart­ment. And it all play­ed out with the bles­sing of the defen­se secre­ta­ry, the att­or­ney gene­ral, the intel­li­gence direc­tor and, most likely, Pre­si­dent Bush and Vice Pre­si­dent Dick Cheney.

The Ame­ri­cans Civil Liber­ties Uni­on deser­ves cre­dit for suing for the memos’ release. And Pre­si­dent Oba­ma deser­ves cre­dit for over­ru­ling his own C.I.A. direc­tor and orde­ring that the memos be made public. It is hard to think of ano­ther case in which docu­ments stam­ped “Top Secret” were released with hard­ly any deletions .. "


Sol­che Rechts­brü­che kön­nen nur ver­hin­dert wer­den wenn ALLE Akti­vi­tä­ten einer Regie­rung offen­ge­legt wer­den müs­sen - Ver­tu­schung und Geheim­nis­krä­me­rei, der Aus­schluß der Öffent­lich­keit, füh­ren dazu, daß sich die Rechts­bre­cher sicher fühlen ....

Vor die­sem Hin­ter­grund ist es umso bedeut­sa­mer gegen jede Art von Zen­sur zu protestieren!